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ShelfSailor Gründer

ShelfSailor Plattform für Lagerplatz in der Nachbarschaft

Auf ShelfSailor findest du den passenden Lagerraum

Wie ist die Idee zu ShelfSailor entstanden und wer steckt hinter ShelfSailor?
Stephan/ShelfSailor: Als ich Ende 2013 meine Wohnung in Manhattan kündigte, blieben einige Sachen zurück, die ich wegen des Gewichts nicht mitnehmen konnte, aber die ich aber auch nicht wegschmeissen wollte. Wir reden hier von Yogamatte, Kamera-Ausrüstung, Bücher, Teegeschirr etc. Da bot mir meine Vermieterin an, die Sachen für mich in einer Box zu lagern bis ich wiederkomme. Ich fand das eine wunderbare Sache und überlegte mir auf dem Rückflug, dass viele Leute so einen netten Nachbarn oder Vermieter gerne hätten. So entstand die Idee.
Miriam/ShelfSailor: Ich hatte ein ganz ähnliches Erlebnis zur gleichen Zeit. Meine Freundin ist nach Australien für ein Auslandssemester gegangen und hat in Hamburg ihr Zimmer untervermietet. Sie musste ihre persönlichen Dinge irgendwo unterstellen und hat mich gefragt ob ich noch Platz auf dem Dachboden hätte. Wir haben uns damals auf ein paar Flaschen Wein geeinigt. Als ich Stephan kennenlernte und er von seiner Idee erzählte, habe ich sofort den Bedarf des Einlagerns bei Freunden und Bekannten erkannt und war begeistert.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Stephan/ShelfSailor:Wir haben bisher alles aus eigener Tasche finanziert.

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Social Medias? Präsentieren Sie Ihr Startup Unternehmen auch auf Events und Messen?
Stephan/ShelfSailor:Social Media spielt eine große Rolle. Unsere Zielgruppe ist schließlich auch auf Social Media unterwegs. Es ist so möglich, Neuigkeiten zu verbreiten und zeitgleich Feedback zu bekommen.
Events und Messen sind auch sehr wichtig, weil man dort viele Kollegen aus der Startup Szene trifft. Man kann auch unkompliziert neue Kontakte knüpfen, denn alle sind ja aus dem gleichen Grund da. Wir waren letztes Jahr beim Websummit in Dublin und waren sehr beeindruckt.

ShelfSailor ist eines von zehn Startup Unternehmen, das es in die Endrunde des Webfuture Awards 2015 geschafft hat. Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie?
Stephan/ShelfSailor:Es ist immer gut, wenn die eigene Idee durch eine Nominierung bestätigt sieht. Dann weiß man, dass man auch dem richtigen Weg ist. Es ist auch hilfreich zu sehen mit welchen anderen Startups man gemessen wird und welche Konzepte als wichtig und zukunftsweisend ausgewählt werden.

Wer ist die Zielgruppe von ShelfSailor?
Stephan/ShelfSailor:Wir haben zwei Zielgruppen. Zuerst die Lagerplatz-Suchenden. Das sind meistens urbane und mobile Menschen, die dringend ihre Sachen zwischenlagern möchten, Das können Studenten sein, die häufig ihren Studienort aufgrund Praktika, Auslandssemester etc. wechseln; aber auch Professionelle, die sich zwischen Jobs oder auch zwischen Beziehungen befinden.
Auf der anderen Seite haben wir die Anbieter von Lagerplatz. Jeder, der freien, trockenen und sicheren Stauraum anbieten und sich damit Geld verdienen möchte kann das über unsere Platform tun.

Wie funktioniert ShelfSailor?
Stephan/ShelfSailor: Man gibt über die Suche ein, wo man Lagerplatz sucht und sieht sich die Angebote an. Der Anbieter setzt den Preis und die Konditionen fest. Über ShelfSailor können sich beide in Verbindung setzen.

ShelfSailor wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Stephan/ShelfSailor:Der Markt für Lagerraum ist riesig und hat großes Potential. Wir möchten in allen deutsche Großstädten vertreten sein. Danach in den Metropolen Europas, zum Beispiel Amsterdam und London. Außerdem werden wir die Kooperationen mit geeigneten anderen Startups der Sharing Economy ausweiten. Wir sind gerade eine Zusammenarbeit mit Uber eingegangen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Stephan/ShelfSailor:Da kann ich nur Erich Kästner zitieren: “Es git nichts Gutes, außer man tut es.” Auch Nichts-Tun ist eine bewusste Entscheidungl.

Miriam/ShelfSailor: Es ist unwahrscheinlich hilfreich dicht an den Nutzern und deren Feedback zu arbeiten. Man kann auch mal einen Schritt wagen, bevor alles „fertig“ ist – sonst hält man sich an Perfektion auf und bleibt zu theoretisch. Die Gefahr ist dann, dass das so schön ausgedachte Produkt keiner nutzt. Mut rauszugehen und nach Hilfe zu fragen ist mein persönlicher Rat an angehende Gründer – die Erfahrung zeigt mir, dass es sehr viele hilfsbereite Menschen in der Startup Szene gibt. Denn alle haben mal klein angefangen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Miriam und Stephan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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