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SPACESHARING
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SPACESHARING Business Locations auf Zeit

SPACESHARING der online Marktplatz für Businessräume auf Zeit

Wie ist die Idee zu SPACESHARING entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Die Idee zu SPACESHARING entstand Mitte 2013 als unser Geschäftsführer, Marco Kroesen, vom Studium zurück von Wien nach München zog und jede Menge Möbel übrig hatte, aber diese nirgends unterstellen konnte. Auf der Suche nach einem Lagerplatz gab es nur professionelle Storage-Anbieter. Dadurch entstand die Idee eine Plattform zu gründen, auf der von privat an privat vermietet werden kann. Nach einigen Marktrecherchen ergab sich, dass der Markt dafür so nicht vorhanden ist. Auf dieses Marktplatzmodell aufmerksam geworden, haben wir unsere Suche ausgeweitet und sind darauf gekommen, dass die Vermittlung mit entsprechender Plattform für den Businessbereich noch nicht existiert in Deutschland.
Die Firma selbst wurde dann Ende 2013 als UG gegründet und im September 2014 in eine GmbH umgewandelt. Drei der vier Gründer, Marco Kroesen, Philipp Pehmer und Daniel Brem kennen sich vom Eis- bzw. Inlinehockey spielen und spielen auch nach wie vor noch in gemeinsamen Teams und ab und zu auch mal gegeneinander. Tim Spencer, unser Programmierer, ist ein alter Schulkamerad von Marco, der zum Team gestoßen ist, als es an die technische Umsetzung der Idee ging.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Die größte Herausforderung war mit Sicherheit die Webseite mit dem System dahinter selbst zu entwickeln. Hier haben wir auch die größte Lernkurve durchmachen dürfen, da sich einiges doch als komplizierter und langwieriger als erwartet herausgestellt hat. Nachdem die erste Programmierung, die wir an einen externen Dienstleister in Auftrag gegeben hatten, zu Beginn so gar nicht funktioniert hat, haben wir uns entschieden das System komplett selbst zu entwickelt, natürlich auch noch mit allen Kinderkrankheiten die so eine Vorgehensweise mit sich bringt.
Finanziert haben wir uns bis heute ausschließlich alleine aus eigenen privaten Mitteln. Mittelfristig sollen aber Investoren an Bord geholt werden, um ein stärkeres Wachstum gewährleisten zu können.

Wer ist die Zielgruppe von SPACESHARING?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Die Zielgruppe von SPACESHARING muss in zwei Seiten unterteilt werden. Auf Anbieterseite stehen mit Sicherheit Betreiber von professionellen Coworking Spaces und Konferenzräumen im Vordergrund. Aber auch Firmen mit leerstehenden Büros oder selten genutzten Besprechungsräumen sind für uns äußerst interessant. Selbst Unternehmen mit einzelnen Schreibtischen können auf unserer Plattform inserieren.
Auf Mieterseite möchten wir Selbstständige, Kleine- und Mittlere Unternehmen und Startups ansprechen. Eben all diejenigen, für die es nicht lukrativ ist, ein eigenes Büro mit entsprechender Infrastruktur zu unterhalten. Auch Unternehmen im Wachstum, welche für eine gewisse Übergangszeit weitere Räume benötigen, sind sehr interessant für uns. Natürlich können unsere Räume aber von jedermann gemietet werden. Schließlich kann es ja auch mal sein, dass ein Verein oder eine Lerngruppe einen Raum benötigt.

Welche Vorteile haben Vermieter, wenn Sie Ihre Räume über SPACESHARING anbieten?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Zu allererst hat der Vermieter durch ein Inserat auf SPACESHARING kein Risiko. Das Inserieren ist grundlegend kostenfrei. Nur im Erfolgsfall, also bei Vermittlung, fällt eine Provision an. Somit ist der Vermieter immer auf der Gewinnerseite und das völlig risikolos.
Daneben bieten wir ihm eine Vermarktung seiner Räume und allgemein eine Steigerung seiner Bekanntheit. Handelt es sich z.B. um eine Firma, welche die Raumvermietung nicht als Kerngeschäft betreibt, so werben wir indirekt für diese Firma, wodurch sich auch neue Absatzmöglichkeiten ergeben können.
Außerdem wickeln wir den gesamten Buchungs- und Zahlungsprozess für den Anbieter ab. Er muss lediglich darauf warten, dass Buchungen herein kommen. SPACESHARING übernimmt die Abwicklung der Buchung, die Rechnungsstellung an Mieter und Vermieter und den Online-Zahlungsverkehr.
Am Ende steht dann für jeden Anbieter eine zusätzliche Einnahmequelle aus dem Leerstand heraus, den sehr viele Firmen eben nun mal haben. Gerade Konferenz- und Besprechungsräume werden kaum mehr als zwei Stunden pro Tag benutzt. Warum also diese nicht anderen zur Verfügung stellen und daraus Kapital schlagen?

Wo liegen die Vorteile für Mieter, wenn Sie über SPACESHARING Ihre Räume mieten?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Auf der einen Seite haben Mieter den großen Vorteil, dass auf unserer Seite nicht nur Räume vermittelt werden, sondern diese auch direkt miteinander nach Preis, Leistung, Größe und Lage miteinander verglichen werden können. Bisher mussten Mieter die Seiten eines jeden Anbieters durchgehen. Nun genügt eine Plattform. Dadurch können Mieter das beste Angebot finden und dabei Geld und Zeit sparen.
Auf der anderen Seite erhält der Mieter den Vorteil, dass auf unserer Plattform der Raum direkt gebucht werden kann. Auf normalen Anbieterseiten ist meist nur eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer angegeben, welche kaum den halben Tag erreichbar ist. Somit erleichtern wir neben dem Finden auch das Buchen eines Raumes.
Darüber hinaus ergibt sich nun die neue Möglichkeit, dass auch Räume gebucht werden können, welche so vorher überhaupt nicht auf dem Markt waren. Schließlich haben Firmen ihre Konferenzräume selten auf der eigenen Homepage zur Buchung ausgeschrieben. Da wir auch diese Räume im Angebot haben, ergeben sich ein größeres Potential und ein größerer Markt.

SPACESHARING wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Noch stehen wir ganz am Anfang unserer hoffentlich langen und erfolgreichen Reise. Da ist es natürlich nicht so einfach zu sagen, wo wir in einem, drei oder gar fünf Jahren stehen. Gleichwohl haben wir natürlich einige ehrgeizige Ziele, an denen wir arbeiten.
In diesem Jahr möchten wir erste Investoren an Bord holen für ein schnelleres Wachstum. Dadurch möchten wir dann die Internationalisierung schaffen und unsere Plattform auch europa- und später weltweit anbieten. Dafür wäre es wichtig, dass wir zum Marktführer in Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum werden. Ob das in fünf Jahren geschafft ist oder wir dort schon an der nächsten Idee arbeiten, lässt sich aber nicht voraussagen.
Daneben gibt es natürlich kleinere Meilensteine für uns, welche aber für das Erreichen der ganz großen Ziele wichtig sind: Gute Mitarbeiter rekrutieren, mehr Funktionen auf die Webseite bringen, Partnerfirmen gewinnen, an Bekanntheit zulegen.

Zum Schluß welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Philipp Pehmer/SPACESHARING : Wahrscheinlich kann jeder Gründer Bücher füllen mit Tipps und Tricks für andere Gründer, was man besser, viel besser oder das nächste Mal besser nicht machen sollte. Unsere ganz spezielle Erfahrung und daher unser Tipp: Mehr Zeit. Man sollte sich viel mehr Zeit einplanen, um Probleme an Stellen zu lösen, von denen man gestern noch nicht mal wusste, dass da eine Stelle geschweige denn ein Problem ist. Dennoch haben wir in dem Zusammenhang auch gelernt: Einfach Machen, denn „Done is better than perfect“. Zufrieden ist man mit seinem Produkt sowieso nie so ganz und hat hundert neue Ideen, während gerade eine umgesetzt wurde. Dann muss eben improvisiert werden, um sich am Ende wieder auf die wirklichen Kernpunkte konzentrieren zu können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Philipp Pehmer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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