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SPOTGUN macht Werbepausen zum Hit

SPOTGUN: Werbung raten in der Werbepause

Wie ist die Idee zu SPOTGUN enstanden? Das Thema Werbung in das Highlight des Fernsehabends zu verwandeln?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Ich habe zusammen mit meinem Mitgründer Philipp ein Fußballspiel im Fernsehen angeschaut. In der Halbzeitpause haben wir dann „Werbung raten“ gespielt – der Verlierer musste zum Supermarkt, um Bier zu holen. Wir kannten das Spiel noch von früher. Uns hat das solchen Spaß gemacht, dass wir uns gesagt haben: „Hey, wieso nicht eine coole App daraus machen?“ Wir haben die Idee von SPOTGUN an dem Abend dann weitergesponnen und uns dazu entschlossen, ein Startup zu gründen.

Können Sie uns SPOTGUN kurz vorstellen?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Mit SPOTGUN spielt man in der TV-Werbepause „Werbung raten“ – das heißt, dass man die Marke hinter einem im TV laufenden Werbespot so schnell wie möglich erraten muss. Hat man die Marke innerhalb eines Countdowns richtig getippt, erhält man eine Quizfrage, deren Lösung sich im Werbespot, den man sich gerade im Fernsehen anschaut, versteckt: Wie viele Pakete hat der Zalando-Mann auf dem Arm? Welches Tier versteckt sich in dem Spot? Wie heißt das Model, das zu sehen ist? Für jede richtige Antwort erhält man Punkte, die man in unserem Shop gegen coole Prämien eintauschen kann. Gleichzeitig kämpft die Community um einen Direktpreis, der nur einer gewinnen kann.

Wie wird SPOTGUN gespielt? Spielt man direkt gegen seine Freunde?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Ja, im Battle-Modus spielt man nicht gegen die Community, sondern gegen seine Freunde – oder wie sie bei uns heißen: Feinde. Darüber hinaus muss man verschiedene Level freispielen, über 50 verschiedene Missionen erfüllen und Trophäen gewinnen.

Was kostet die App?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : SPOTGUN ist kostenlos und wir integrieren auch keine störenden Werbebanner. Unsere Werbekunden haben die Möglichkeit, einzelne Werbeblöcke zu sponsern. Wir helfen unseren Kunden dabei, das passende Sendungsumfeld zu finden, um Ihre Preise vor der richtigen Zielgruppe zu präsentieren. Bei SPOTGUN gibt es damit in jedem Werbeblock einen Preis zu gewinnen – von mymuesli, Planet-Sports, Napster, Europapark und vielen coolen Onlineshops wie Kare24.de ist da für jeden was dabei! Die Fernsehsender sind bislang nicht involviert – uns war von Anfang an ganz wichtig, SPOTGUN unabhängig von den Sendern zu realisieren.

Wie haben Sie sich als Gründungsteam zusammengefunden und wie haben Sie sich finanziert?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Philipp und ich haben einen Businessplan geschrieben und unsere Idee und Michael, einem unserer Kommilitonen, vorgestellt. Wir kannten Michael aus dem Studium und wussten sofort: Das passt. Damit hatten wir auch die notwendigen technischen Kompetenzen an Bord. Wir finanzieren uns derzeit durch einen Gründerkredit und Fördermittel.

Mit welchen Herausforderungen hatten Sie in der Gründungsphase zu kämpfen?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Neben der Finanzierung war das Herzstück der App, die Schnittstelle zu einer Echtzeit-Spoterkennung, sicherlich die größte Herausforderung. Damit meine ich also den Prozess der Verarbeitung und Filterung zahlreicher Datensätze. Mit unserer Spoterkennung erkennen wir jeden im TV laufenden Werbespot – und das mit einem Delay von ca. 1-1,5 Sekunden fast in Echtzeit. Damit wissen wir noch vor Mercedes-Benz, wann der eigene Werbespot im Fernsehen ausgestrahlt wird.

Wen konnten Sie schon als strategische Partner gewinnen?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Uns war ziemlich schnell klar, dass die Entwicklung von SPOTGUN vier Nummern größer ist als erwartet. Deshalb haben wir die haben für die Entwicklung eine junge Entwicklerfirma ins Boot geholt. Daneben arbeiten wir im Bereich der Spoterkennung mit einem Kooperationspartner zusammen. Wir haben viele interessante Kooperationsmöglichkeiten im Kopf und sind im Moment auf der Suche nach potenziellne Partnern.

Wo und wie kann man sich die App herunterladen? Und wie funktioniert die App?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : SPOTGUN gibt es hier iOS und Android und ist in den entsprechenden Stores von Apple und Google verfügbar. Um SPOTGUN spielen zu können, braucht man einen Fernseher mit Kabel- oder Satellitenverbindung und natürlich ein Smartphone. Man kann sich dann innerhalb der App auf dem Sender, den man sich gerade anschaut, einchecken. Sobald die Werbung beginnt, geht das Spiel los. Da die Spoterkennung geschieht bei uns im Backend, was für den User heißt, dass er das Fernsehsignal nicht umständlich mit dem Mikrofon oder der Kamera aufnehmen muss. Habe ich den Werbespot erkannt, kann ich die richtige Marke entweder aus einer Auswahl von sechs verschiedenen Marken auswählen. Ganz Schnelle benutzen jedoch den Buzzer und geben die ersten Buchstaben der entsprechenden Marke per Tastatur ein und erhalten dann eine Auswahl an Treffern. Oft reicht dann die Eingabe von z.B. „PAN“, um im Anschluss „Panasonic“ auswählen zu können.

Wie viele Nutzer hat SPOTGUN schon? Und wie ist das Feedback?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Knapp drei Wochen nach dem Start ziehen wir insgesamt eine positive Bilanz. Wir haben derzeit rund 2.000 User und die Resonanz ist positiv. Demnächst soll es eine neue Version von SPOTGUN in den App-Stores geben, da wir hier und da noch einige Unstimmigkeiten entdeckt haben, die wir behoben haben.

Wer ist die Zielgruppe von SPOTGUN?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Nach unseren bisherigen Erkenntnissen ist der typische SPOTGUN-Spieler eher weiblich, zwischen 14 und 39 Jahre alt, spielt gerne Casual Games auf seinem Smartphone und – natürlich – schaut gerne Fernsehen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Jürgen Gomeringer/SPOTGUN : Unsere Vision ist es, das Fernsehen mit SPOTGUN interaktiver und damit spannender zu machen. Wir denken, dass der Second Screen Trend noch in den Kinderschuhen steckt und das Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Vor allem in direkter Zusammenarbeit mit Sendern und Redaktionen ließen sich einige spannende Ideen umsetzen. Wir sind gespannt, wo uns die Reise hinführt! Vielleicht ja auch ins Ausland. Schließlich wird auf der ganzen Welt TV geschaut – und jeder ist genervt von der langweiligen Werbepause. Damit soll ab jetzt Schluss sein!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jürgen Gomeringer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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