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Stay2Day Alexander Kohlhepp und Boris Munsig (l) Foto VOX Sony
Stay2Day Alexander Kohlhepp und Boris Munsig (l) Foto VOX Sony

STAY2DAY: Welches Geheimnis steckt hinter den Schlafboxen

STAY2DAY Schlafboxen in unterschiedlicher Größe und für unterschiedliche Einsatzzwecke

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen STAY2DAY doch kurz unseren Lesern vor
Wir stellen Schlafboxen unterschiedlicher Größe und für unterschiedliche Einsatzzwecke her.
Die Privatsphäre des Menschen ist ein hohes Gut, und das wird immer seltener! Und die Dosierung dieses Gutes in der hektischen Welt immer komplizierter.
Eine gute und wirtschaftlich machbare Lösung ist eben die Existenz von Rückzugsräumen. Das Angebot, den Service, einen diesen ruhigen Rückzugsraum zur Verfügung zu stellen, sehen wir als Markt. Deshalb stellen wir individuell diese Lösungen her. Es gibt eigentlich nichts was wir planerisch nicht möglich machen könnten. Und wenn es planbar ist, ist es meistens auch baubar.
Das ist STAY2DAY!

Wie ist die Idee zu STAY2DAY entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Während des Fluglotsenstreikes, 2012, war ich auf dem Weg in den Urlaub. Nach längerem Warten im Flugzeug und schlussendlich auf dem Flughafenteppich im Wartebereich ist mir die Idee gekommen. Die Leute und ich waren unheimlich übermüdet und genervt. Hier muss eine Lösung her, dachte ich, und habe mich sofort an die Recherche gemacht.
Hier fiel mir auf dass es solche Lösungen schon gibt, daß zum Beispiel Japaner mit einem Vorhang abgetrennt Regalsysteme zum Schlafen anbieten.
Auch gab es schon vereinzelt Studien über kleine Container mit Tür etc. Ich war natürlich erstmal bezüglich unserer neuen Wahnsinnsidee erstmal desillusioniert.
Nach genauerem Hinsehen allerdings, stellt ich fest, daß die meisten Lösungen die sich auf dem Markt befinden, Nachteile haben, und der Betreiber auch keinen Ansprechpartner für den Kauf hat Meistens handelte es sich um animierte Studien ohne zu Ende gedacht zu sein. Und dann haben wir die ersten Entwicklungen einfach mal gebaut und versucht Fehler, die sicherlich auch wir gemacht haben, zu beseitigen. Und so kämpfen wir uns bis dato mit einem sich stetig verbessernden Angebot zu unserem heutigen Dasein als Hersteller mit Betreiberambitionen.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben das gemacht, was wir am besten können. Schöne Dinge bauen, und für unsere Kunden im Bereich Innenausbau und Ladenbau verlässlich da zu sein.
Die Gewinne haben wir immer wieder in die Produktentwicklung von STAY2DAY gesteckt. Viele haben behauptet, wir hätten mehr in Marketing oder Design stecken sollen, aber was bringt das, wenn das Produkt schlussendlich nicht zu bauen, oder zu teuer ist.

Wer ist die Zielgruppe von STAY2DAY?
Alle, die eine Schlafbox benötigen. Der Unternehmer der seinen Mitarbeitern einen Mittagsschlaf gönnen will Der Hotelier der eine zweite Kategorie an Aufenthaltsmöglichkeiten in seinem Angebot einführen will, Der Hotelier, der an seinem Wunschstandort keine Immobilie findet und mal ganz neue Wege gehen will. Ein Immobilienbesitzer der, in einer Toplage sagt, warum nicht ein Hotel? Vielleicht schaffen wir es auch mal an einen Flughafen, aber das ist mit viel Kapital und Lobbyismus verbunden, da gibt es andere mit mehr Vorsprung.

Welche Vorteile bietet STAY2DAY?
Unsere Systeme sind langlebiger, stabiler und gegen Sabotage der letzte Stand was technisch möglich ist.
Die Raumsysteme lassen sich komplett so auseinanderbauen, daß sie in der Immobilie, wo Sie dann schlussendlich zum Hotel werden sollen, ohne große Veränderungen des Gebäudebestandes errichtet werden können.
Beispiel: Die Neue 2for4 ist eine Box mit zwei kleinen Aufenthaltsbereichen und zwei Doppelbetten, also für 4 Personen. Das Ganze auf 2,4m x 3,8m mit unserem patentierten Schallentkopplungssystem. Sie wiegt ca. 3 Tonnen. Wenn sie sowas an einem Stück in den 4. Stock einer Industriehalle, oder in den Keller einer ehemaligen Supermarktfläche transportieren müssen, ist das faktisch unmöglich.
Genauso schnell können Sie das Ganze auch wieder ausbauen und woanders errichten. Das bedeutet, Sie, als Hotelier, können kurze Mietarrangements eingehen, und müssen sich an einem lieb gewonnen Standort nach Ablauf der Mietdauer nicht wegen Ihres rieseigen Invest unter Druck setzen lassen. Einfach beim Nachbar einziehen, wenn der netter ist, und das Beispielsweise mit einem 70 Betten Hotel – das geht nur mit STAY2DAY.
Weiterhin lässt sich jedes, Teil bei uns nachbestellen. Probiert also ein Gast an unseren Wänden sein neues Taschenmesser aus. Ein Anruf bei uns, und das Teil wird ersetzt. Durch die solide Konstruktion sind Erweiterungsbereiche hinten oder seitlich immer möglich. So kann man jeden Grundriss bis zum letzten Quadratmeter ausnutzen. Steuerlich haben Sie bei einem mobilen System auch Vorteile gegenüber einem Gebäudeumbau zum Hotel

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Ein Freund hat uns angemeldet, der wusste, dass wir dringend Geld für einen ersten Standort brauchen. Als die Antwort kam, daß wir mitmachen durften, gab es kein Zurück mehr.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Einen aussagekräftigen Pitch vorbereitet und Businesspläne parat gehabt. Vorbereitung ist hier ein komplexes Thema, um ein nicht ganz einfaches vielfältiges Produkt vorzustellen. Die Einzigartigkeit und Vorteile zu erklären, und dann zum eigentlichem Thema überzuleiten. „Wir brauchen Geld für ein erstes Hotel, das wir betreiben möchten“. Alles sehr vielfältigen Themen! Wir haben beschlossen das einfach auf uns zukommen lassen. Antworten hatten wir auf alles parat, aber unter Fernsehbedingungen im direkten Interview mit den Löwen weiß man sowieso vorher nicht in welche Richtung das Gespräch gehen wird. Es war ein stressiger Einsatz, wir haben 2 Tage mit dem Auf- und Abbau unseres Messemodels gebraucht, selbst montiert, und dann den Rücktransport in unseren Showroom nach Berlin organisiert. Als Gründer muss man sowas halt noch selbst machen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und dass sich Betreiber und Geldgeber für uns interessieren. Schön ist es natürlich ausgewählt zu werden, auch andere haben gute Ideen. Wir haben natürlich kein preiswertes Produkt und man muss unterscheiden können, zwischen Betrieb und der Projektierung. Für Beides stehen wir zur Verfügung. Wenn das erkannt wird, verspreche ich hohe Gewinne für beide Seiten.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf STAY2DAY werden?
Wir erhoffen uns Aufmerksamkeit. Bei Investoren, die uns durch Ihr Geld weiter bringen, aber vornehmlich auch bei potenziellen Käufern.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Im Fokus haben wir Herrn Schweizer und Herrn Öger. Wir glauben, dass diese am ehesten Stay2Day verstehen und das Potenzial erkennen werden.

Wie geht es mit STAY2DAY nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Ob mit oder ohne Deal: wir machen auf jeden Fall weiter und eröffnen ein Hotel. Die Produkte werden sowieso immer weiter verbessert und sind auch heute schon bei uns zu bestellen.

Bild: © VOX/Sony

STAY2DAY ist am Dienstag den 06.10.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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