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stonenaturelle Alexander Teepe_Portrait

stonenaturelle Online-Direktvertrieb für Naturstein

stonenaturelle Gründer Alexander Teepe im Interview über das Unternehmen und die Vorteile von Naturstein

Stellen Sie sich und das Unternehmen stonenaturelle doch kurz vor!
Mein Name ist Alexander Teepe, ich habe stonenaturelle 2014 gegründet und leite das Unternehmen seitdem. Wir sind ein Online-Direktvertrieb für Naturstein. Wir haben unsere Aktivitäten in der Schweiz (www.stonenaturelle.ch) gestartet und vertreiben seit kurzem auch in Österreich, Frankreich und Belgien.
Um unseren Kunden das bestmögliche „Kauferlebnis‘‘ bieten zu können, wenden wir ein innovatives Omnichannel-Prinzip an. Neben unserem Onlineshop können unsere Kunden auch sogenannten Selfservice-Showrooms besuchen, wo sie sich unser Sortiment von rund 30 Natursteinen in Ruhe anschauen können. Das Besondere daran ist, wie der Begriff ,,Selfservice‘ vermuten lässt, dass kein Berater vor Ort ist. Die Kunden werden per Fernöffnung in unsere Ausstellungen eingelassen. Wer eine Beratung wünscht, greift zum Hotline-Telefon, das im Showroom installiert ist. Uns spart dieses Konzept Kosten und dem Kunden ermöglicht es deshalb bessere Preise.
Darüber hinaus können Muster der Natursteine entweder von unseren Showrooms aus mit nach Hause genommen werden, oder bequem von zu Hause aus per Musterversand – natürlich auch online – bestellt werden.
Im Ergebnis versuchen wir uns möglichst modern aufzustellen und eine Alternative zum „althergebrachten“ regionalen Natursteinhandel zu bieten.

Wie ist die Idee zu stonenaturelle entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Während meines Studiums war ich bereits im Natursteinhandel meines Onkels tätig, wo ich einige Erfahrungen mit dem Produkt Naturstein sammeln konnte. Nach dem Abschluss des Studiums wurde ich in der Unternehmensberatung tätig. Für mich war klar, dass ich irgendwann die erlernten Consultingmethoden auch in der Praxis und im eigenen Unternehmen umsetzen wollen würde. Als Kombination aus beiden Bereichen ergab sich die Gründung von stonenaturelle.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war bisher sicherlich das zügige Implementieren aller Prozesse, die ein Unternehmen am Anfang benötigt. Von operativen Prozessen (Einkaufslogistik, Lagerhaltung, Distributionslogistik und Verkauf) bis hin zu Buchhaltungsprozessen. Auch wenn ein Unternehmen am Anfang klein ist, braucht es doch die Prozessexzellenz eines großen Betriebs, um am Markt eine Chance zu haben. Finanziert haben wir uns mit Eigenkapital und einem Gründungsdarlehen einer Bank.

Wer ist die Zielgruppe von stonenaturelle? Woher weiß der Kunde welcher Naturstein für Ihn geeignet ist?
Unsere Zielgruppe sind kostenbewusste Käufer, die gleichzeitig auf gute Qualität und Service nicht verzichten wollen. Es sind somit Kunden, die zu unserem Direktvertriebsansatz passen, denn wir kaufen direkt in der Produktionsstätten ein und sparen den Zwischenhandel aus, um bessere Preise zu realisieren.
Außerdem ist unsere Zielgruppe bereit, ein Produkt im Auftragswert von gelegentlich über 10.000 Euro bzw. Franken online zu bestellen. Das spricht für eine gewisse Risikobereitschaft, die auf der anderen Seite mit den Annehmlichkeiten des Onlineshoppens belohnt wird.
Um einen Naturstein auszuwählen, greifen die Kunden auf Bilder, die Ausstellungsflächen im Showroom, Muster und Produktbeschreibungen im Onlineshop zurück. Naturstein ist immer eine Frage des Stils und des persönlichen Geschmacks und dafür geben die Produktbilder bzw. die Videos den ersten Impuls. Weitere Informationen, beispielsweise über verschiedene Wohninspirationen oder Eigenschaften der Natursteine, können Kunden in unserem Magazin nachlesen. Wenn es dann kurz vor dem Kauf zu technischen Fragen kommt – z.B., wie verlege ich eine Natursteinplatte im Außenbereich – nutzen Kunden häufig die Verlegeberatung über die telefonische Hotline.

Was ist das Besondere an Naturstein?
Naturstein wird von seinem Abbau bis zum fertigen Endprodukt kaum verändert. Als Naturprodukt verzichtet das Material auf Zusätze und Lösungsmittel, die die Gesundheit gefährden könnten. Gleichzeitig zeichnet sich der Bodenbelag durch seine Langlebigkeit aus, nicht umsonst wurde das Material schon in der Antike verbaut. Das wahrscheinlich wichtigste Argument aus Sicht des Endkunden ist die natürliche Wirkung von Natursteinen – man kann das mit Echtholzparkett vergleichen, das immer noch natürlicher in Form von Optik und Haptik ist als seine besten Imitate.

Warum sollte der Kunde bei stonenaturelle kaufen?
Die Limitierung unseres Sortiments auf nur circa 30 verschiedene Natursteinplatten- und fliesen und die damit verbunden Skaleneffekteermöglichen es uns, die Produkte bis zu 30 % günstiger anzubieten, als der regionale Fachhändler.
Neben dem Argument des Preises bekommt der Kunde bei uns mehr Bild- und Videoinspiration als bei anderen Händlern.

Wie muss Naturstein gepflegt werden?
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Naturstein um ein Produkt, das der Natur entnommen wurde. Die richtige Pflege ist sehr wichtig und variiert zwischen den einzelnen Steinen.
Generell empfehlen wir nach der Verlegung eine lösungsmittelfreie Imprägnierung aufzutragen, um vor hartnäckigen Flecken wie Fett zu schützen. Für die regelmäßige Reinigung reicht das Wischen mit Wasser aus. Hin und wieder sollte ein Grundreiniger für Naturstein verwendet werden. Bei Marmor, Kalkstein und Travertin muss unbedingt auf die Reinigung mit säurehaltigen Mitteln verzichtet werden, da diese den Stein angreifen.

stonenaturelle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren wollen wir in allen Ländern Westeuropas Natursteine vertreiben. Für mögliche weitere Expansionsschritte denken wir vor allem an Großbritannien, wo viele Endverbraucher Naturstein lieben. Bis es soweit ist, haben wir aber noch viele Wachstumsherausforderungen in den aktuellen Marktländern vor uns.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sehr lange und geduldig vor dem Start an der Strategie arbeiten und immer wieder kritisch in Frage stellen, ob ein wirklich substanzielles Alleinstellungsmerkmal in greifbarer Nähe ist. Außerdem sollte man sicherstellen, dass die eigenen Kompetenzen sehr passend zu den Faktoren sind, mit denen man den Wettbewerb schlagen möchte.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alexander Teepe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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