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TalentKonzept

TalentKonzept Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft

TalentKonzept – Wir finden Talente und Berufungen

Wie ist die Idee zu TalentKonzept entstanden? Und seit wann gibt es das Unternehmen TalentKonzept schon?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: TalentKonzept wurde im Mai 2014 gegründet. Wir drei Gründer, Dr. Sebastian Mai, Johannes Zeppenfeld und Marc Frankenberger, arbeiten aber schon seit Mitte 2013 intensiv an der Konzeption und Verwirklichung. Wir haben gemerkt, dass die Einstellungsvoraussetzungen für Azubis immer höher werden, die Zufriedenheit auf allen Seiten aber kontinuierlich abnimmt. Für Berufe, für die man vor wenigen Jahren noch einen Realschulabschluss brauchte, braucht man heute Abitur. Wichtig sind das gute Zeugnis und ein gutes Ergebnis im Einstellungstest, welcher häufig zumeist aus Matheaufgaben und einem Allgemeinwissentest besteht. Unserer Meinung nach sind neben dem Zeugnis in sehr hohem Maße aber auch andere Talente und Fähigkeiten wichtig, die in jedem Beruf und in jedem Unternehmen verschieden sind und die durch das bisherige Verfahren nicht herausgefiltert werden. Zu allem Überfluss kommt hinzu, dass sich die Schulabgänger immer weniger für eine Ausbildung interessieren. Wir haben also eine Möglichkeit gesucht, junge Leute direkt anzusprechen, sie von einer Ausbildung zu überzeugen und gleichzeitig schon vorher zu testen, welche Talente und Fähigkeiten in ihnen stecken. TalentKonzept bietet nun diese Möglichkeit. In Zukunft wird das Unternehmen selbst entscheiden, wer sich bei Ihnen bewirbt und damit zufriedenere, loyalere und motivierte Azubis einstellen können, die später zur Fachkraft werden und im Unternehmen bleiben.

 

Wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: Damals haben Marc und Johannes allein mit der Planung begonnen und angefangen, erste Gespräche mit möglichen Kunden und Schulen zu führen, um herauszufinden, was diese wirklich brauchen, wo aus deren Sicht die Probleme liegen. Wir beide haben BWL studiert und zuvor eine Ausbildung abgeschlossen. Uns beiden war klar, dass unser beruflicher Weg an der damaligen Stelle noch nicht zu Ende sein soll und wir wussten, dass wir etwas Eigenes auf die Beine stellen wollten. Eine wichtige Säule von TalentKonzept ist außerdem die IT, die Datenbank und natürlich das Matching. Marc und Sebastian kannten sich schon seit Jahren sehr gut. Als Sebastian von dem Projekt erfuhr, war er direkt Feuer und Flamme. Als Theoretischer Physiker mit großem Talent und Interesse an IT und Erfahrung in der Erstellung von Datenbanken konnte er direkt einsteigen und weiterhelfen. Seit diesem Moment besteht unser Team aus drei Leuten. Wir kommen alle aus verschiedenen Bereichen und genau dies gibt TalentKonzept die richtigen Impulse und die Möglichkeit, alles von verschiedenen Seiten aus zu beleuchten.

Was waren für Sie in der Gründungsphase die größten Herausforderungen?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: Eine der größten Herausforderungen war zu Anfang sicher, dass wir alle in Vollzeit gearbeitet haben, durch die verschiedenen Berufe aber alle in einem ganz anderen Rhythmus. Hier unseren eigenen Rhythmus zu finden war eine Herausforderung, dies ist uns aber durch viel Disziplin und einige Nachtschichten recht schnell gelungen.
Wie vermutlich alle Gründer, hatten auch wir tausend verschiedene Ideen was wir aus TalentKonzept machen wollen. Wichtig ist, dass man schnell einen Weg festlegt und eine Strategie entwickelt, wie dieser am schnellsten und besten gegangen werden kann. Gleichzeitig haben wir viele Ideen im Hinterkopf behalten und unser System schon jetzt so gebaut, dass vieles adaptiert werden kann, ohne das Konstrukt neu zu bauen. Das hört sich alles einfacher an als es ist. Gründer und Unternehmer werden wissen was gemeint ist.

Wie haben Sie sich finanziert?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: Wir haben uns aus eigenen Mitteln finanziert. Momentan decken wir unsere laufenden Kosten durch erwirtschaftete Umsätze. Um wachsen zu können, sind wir auf der Suche nach Investoren.

Können Sie uns kurz das Konzept von TalentKonzept vorstellen?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: TalentKonzept ist eine aktive Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft. Die enge Kooperation mit Schulen und Unternehmen steht bei uns im Vordergrund. Unternehmen profitieren von der sehr frühen und persönlichen Ansprache der Schülerinnen und Schüler sowie von unserer wissenschaftlich fundierten Potenzialanalyse. Schülerinnen und Schüler profitieren wiederum davon, dass wir die Möglichkeit bieten, von Unternehmen aufgrund ihrer Talente und Fähigkeiten gefunden und angesprochen zu werden. Der Mehrwert für Schulen liegt in der Außenwirkung. Mehr für die Berufsorientierung und Berufsförderung zu leisten als andere Schulen und dabei gleichzeitig neue Wege einzuschlagen, hebt die Schule von der Masse ab und sorgt für öffentliche Aufmerksamkeit. Die eigentliche Schnittstelle ist unser Matchingverfahren. Die Formel dahinter ist natürlich streng geheim. Das Ergebnis setzt sich aus den Talenten und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und den Anforderungen für eine bestimmte Stelle zusammen.

Wie ist das Feedback von Unternehmen?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: Das Feedback der Unternehmen war von Beginn an sehr gut. Jedem Unternehmer ist heutzutage klar, dass es durch verschiedene Einflüsse – wie z.B. den demografischen Wandel – immer schwieriger werden wird, die am besten passenden jungen Leute zu finden und dass der Kampf um die größten Talente bereits in vollem Gange ist und immer mehr zunehmen wird. Klar ist aber auch, dass es in Branchen wie etwa dem Handwerk oder dem Baugewerbe schwieriger ist, einen Azubi zu finden als im kaufmännischen Bereich. Dies liegt zumeist am Image der Berufe. Wir geben unseren Kunden daher bewusst die Möglichkeit, potenzielle Azubis direkt und persönlich vom Unternehmen und vom Beruf zu überzeugen. Es gibt niemanden, der das besser kann.

TalentKonzept wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Marc Frankenberger/TalentKonzept: Wir haben bereits nachgewiesen, dass unser Produkt funktioniert. Trotzdem kommunizieren wir, dass wir noch in der Beta Phase stecken. Wir haben starke Partner in Hamm und Region, die uns auch mit ihrem Know-how dabei unterstützen, unser Produkt besser nach den Wünschen der Kunden auszurichten.
Das nächste Ziel ist die Ausweitung und die weitgehende Automatisierung, um eine höhere Skalierbarkeit zu erreichen. In fünf Jahren sehen wir uns schon seit 3 Jahren deutschlandweit aktiv. Wir haben unser Produktportfolio ausgebaut – mehr wird noch nicht verraten – und schaffen es mit einem kleinen aber voll motivierten Team, immer mehr Schüler, Schulen und Kunden von TalentKonzept zu überzeugen. Zu überzeugen davon, dass neue Wege eingeschlagen werden müssen, um sich die Fachkräfte von morgen zu sichern und um loyale und motivierte junge Mitarbeiter zu finden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marc Frankenberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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