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Vepura heute kochen wir indisch

Vepura vegetarisch – kulinarisch

Indische Restaurants sind trendy. Indische Küche, besonders die vegetarische steht im Ruf, besonders gesund zu sein. Und wohlschmeckend ist sie zudem. Während die italienische Pizza in jedem Gefrierschrank liegt, sind indische Fertiggerichte wenig bekannt und im Supermarkt nicht erhältlich. Manoj Jain und Andreas Siebert von Vepura aus Köln möchten diese Lücke füllen.

Wie kamen Sie auf die Idee, indische Fertiggerichte in Deutschland anzubieten?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Wir lernten uns 2002 durch ein gemeinsames MBA-Studium kennen.
Manoj stammt aus einer indischen Familie, die mit Begeisterung kocht und er erlernte dort die Geheimnisse der indischen Gewürzmischung und die Zubereitung der traditionell vegetarischen Gerichte.
Sein Ingenieurstudium brachte ihn vor Jahren nach Deutschland und auch hier wollte er nicht auf indisches Essen verzichten. Er kochte die indischen Gerichte daher für sich und seinen Freundeskreis häufig selbst. Und das mit großem Erfolg.
Dieser Erfolg inspirierte uns, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, um frische vegetarische, indische Gerichte als Tiefkühlgerichte in Deutschland anzubieten und wir gründeten Vepura.

Woher stammen Ihre Rezepte und Rezepturen und haben Sie diese schützen lassen?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: In Indien ist es Tradition, die seit Generationen verwendeten Familienrezepte für Currys oder Samosa an die jeweils nachfolgende Generation weiterzugeben. Auch unsere Vepura-Gerichte basieren auf Familienrezepten und machen so den besonderen Geschmack unserer Gerichte aus. Zusammen mit den Entwicklungsabteilungen unserer Produktionspartner haben wir die Rezepte für die Großmengen zusammengestellt, um den authentischen Geschmack – bei besonderer Schärfe angepasst an den europäischen Gaumen – zu gewährleisten. Die spezielle Rezeptur, d. h. insbesondere die zugrundeliegende Gewürzmischung unserer Produkte, darf von unseren Produzenten nur für unsere Gerichte und nicht für andere Auftraggeber verwendet werden.

Wo werden die Produkte hergestellt und wie wird die Qualität sichergestellt?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Alle Gerichte werden von renommierten Produktionspartnern in Indien hergestellt, die wir selbst vor Ort überprüft und professionell auditiert haben. Unsere Produzenten sind ISO und BRC (British Retail Consortium) zertifiziert und erfüllen damit strengste internationale Hygiene- und Qualitätsanforderungen.

Unsere Hersteller führen im Produktionsprozess auf jeder Fertigungsstufe Qualitäts- und Prüfkontrollen durch, um eine durchgängig hohe Produktqualität sicherzustellen.

Sie betonen, dass Ihre Gerichte 100% vegetarisch sind. Wie sieht es mit biologischem Anbau und fairem Handel der Rohstoffe aus?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Wichtig ist uns, dass wir 100 % natürliche, rein vegetarische Gerichte anbieten. In unseren Gerichten werden keine gentechnisch veränderten Zutaten verarbeitet und einige der von uns verwendeten Zutaten sind aus biologischem Anbau. Zurzeit ist es für unsere Produzenten jedoch noch nicht möglich, komplett biologische Gerichte zu produzieren, die unsere strengen Anforderungen erfüllen. Langfristig streben wir gleichwohl an, dass unsere Gerichte die EG-Öko-Verordnung für Bio-Lebensmittel erfüllen.

Unsere Produzenten selbst verpflichten sich, die Vorgaben ihrer Ethikrichtlinien einzuhalten und z. B. auf Kinderarbeit oder die Verwendung von Palmöl zu verzichten.

Wo sind die Produkte erhältlich?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Unsere Vepura-Gerichte sind ab Anfang Oktober 2014 in den Lebensmittelabteilungen von Galeria Kaufhof sowie in Köln bei verschiedenen unternehmergeführten REWE- und Edeka-Märkten erhältlich.

Und natürlich arbeiten wir mit Hochdruck daran, unsere Präsenz im Lebensmittelhandel weiter auszubauen. Wir sind bereits mit verschiedenen Unternehmen im Gespräch, um unseren Kunden den Zugang zu unseren Produkten so einfach wie möglich zu machen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Wir finden das Konzept toll und sehen es als Herausforderung für uns, in kurzer Zeit Investoren von unserer Idee zu überzeugen. Allein die Tatsache, dass wir für die Show ausgewählt wurden, sorgt bei uns für eine gewisse Spannung und Motivation. Wir würden uns natürlich freuen, wenn uns die Löwen als Coaches begleiten und uns bei der Markeinführung mit Ihrem Know-how unterstützen. Außerdem sehen wir das große Marketingpotenzial, das sich uns durch die Ausstrahlung der Sendung bietet.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Die Gelegenheit, in der Höhle der Löwen aufzutreten, ist für uns eine echte „once in a lifetime“ Chance. Es ist zwar auch ein gewisses Risiko, denn man weiß ja vorher nicht, wie die Show ankommt, wie man selbst auftritt und wie die Medien reagieren. Aber wir haben von Beginn an, an das große Potential der Show geglaubt. Alles in allem sind wir sehr froh, dass wir in die Höhle der Löwen eingeladen wurden und unsere Geschäftsidee vorstellen können.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Grundsätzlich sind wir für Investments aller Löwen offen. Die Löwen sind ja so zusammengestellt, dass jeder der fünf einen speziellen Mehrwert für Jungunternehmer bietet. Wir haben daher alle Löwen im Fokus.

Wie geht es mit Vepura dann nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Manoj Jain und Andreas Siebert/ Vepura: Sollte der Deal zustande kommen, können wir durch das Kapital, die Kenntnisse und Netzwerke der Löwen Vepura schneller und flächendeckender in den Markt bringen. Wir können unsere Waren einfacher vorfinanzieren, mit wichtigen Entscheidern im Markt in Kontakt treten und mit gezielten Marketingaktivitäten unseren Bekanntheitsgrad steigern.

Sollte der Deal nicht zustande kommen, werden wir wie geplant mit großem Engagement weitermachen. Sehr wahrscheinlich wird die Markteinführung, –durchdringung und Marktentwicklung dann wegen des geringeren, kurzfristig zur Verfügung stehenden Kapitals nicht mit der gleichen Geschwindigkeit vorangehen.
Die Hauptsache ist, dass wir solide finanziert unsere Geschäftsidee weiterentwickeln können und Kunden unsere Begeisterung für Vepura und die indische Küche teilen.

Bilder © VOX

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Manoj Jain und Andreas Siebert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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