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Maria Pentschev und Lucas Pulcert stellen ihr StartUp Von Jungfeld vor (c) VOX Sony
Maria Pentschev und Lucas Pulcert stellen ihr StartUp Von Jungfeld vor (c) VOX Sony

von Jungfeld Socken Statement

Bunte Socken für die Löwen – Welcher Löwen ist offen für die Socken von Jungfeld

Wie ist die Idee zu „von Jungfeld“ entstanden?
von Jungfeld: Wir haben uns im Jungbusch, dem Mannheimer Kreativ- und Szeneviertel kennengelernt und zusammen diverse Events organisiert, dabei haben wir relativ schnell festgestellt, dass wir als Team sehr gut funktionieren. Uns verband der Gedanke, dass wir beide Lust hatten, etwas zu gründen und etwas aufzubauen, so war der Grundstein gelegt.
Wir hatten mehrere Ideen. Die Idee, ein Label für bunte Herrensocken aufzubauen, war eine Herzensangelegenheit und unsere Business Angels waren direkt begeistert. Wir haben einfach festgestellt, dass der Trend zur bunten Socke zwar sehr cool und spannend ist, aus unserer Sicht wurden bis dahin am Markt grundlegende Themen nicht konsequent genug bearbeitet. Deshalb haben wir eine Marke kreiert, die Stil, Qualität und Verantwortung (wir produzieren von der Verpackung bis zum Garn alles in Deutschland) vereint. Es war unglaublich schön zu beobachten wie gut sich „von Jungfeld“ dann in den kommenden Monaten entwickelt hat.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
von Jungfeld: Am Anfang gab es bei uns natürlich noch viele Unsicherheiten. Gehen wir das richtig an? Passt das Logo zu unserem Markenbild? Mit welchen Sockenmodellen starten wir? In stundenlangen Gesprächen haben wir das Set-up der Marke bis ins kleinste Detail durchgedacht. Wir glauben, dass darin auch der Erfolg der Marke liegt. Bei organisatorischen Fragen wie Gesellschaftsgründung oder Markenrecht konnten wir natürlich auch auf den Wissensschatz unserer Business Angels zurückgreifen. Diese haben sich auch um die erste Finanzierung gekümmert. Wir als Studenten hatten dafür nämlich kein Budget.

Welche Produkte haben Sie in Ihrem Portfolio? Was ist das Besondere an den Socken ?
von Jungfeld: Unser Hauptprodukt sind Herrensocken, ein Accessoire für den Mann von heute, der sein Outfit stilsicher komplementieren möchte. Hierfür führen wir unterschiedliche Kollektionen in unserem Portfolio: unsere unifarbene Basiskollektion mit Kontrastfarbe im Innenbund sind unsere klassischen Modelle. Wir haben aber auch zwei Designkollektionen im Angebot: die Blaustich-Kollektion und unsere Cineast-Kollektion, deren Muster von Filmen inspiriert wurden, die uns tief geprägt haben. Ebenso gibt es für den Sohn Socken bereits ab Größe 23 in unseren Basisfarben.
Das Besondere an all unseren Socken ist die Qualität: Unsere Socken bestehen zu 98 Prozent aus Baumwolle und zu 2 Prozent aus Elastan. Wir stellen in Deutschland her, was eine gute und umweltbewusste Produktion gewährleistet. Unsere Träger kaufen mit „von Jungfeld“ nicht einfach ein Paar Socken, sondern ein Statement. Wenn die Farbe des Shirts oder der Krawatte nach der Farbe der Socken ausgewählt wird, haben wir unser Ziel erreicht.

Wer ist die Zielgruppe?
von Jungfeld: Mit „von Jungfeld“ sollen sich viele Typen von Männern identifizieren können. Dabei ist es nicht wichtig ob er lieber Anzug oder T-Shirt trägt. Wir möchten mit unseren Socken möglichst viele verschiedene Lebensstile repräsentieren, dafür gibt es kein Alter und keine bestimmte Branche. Das versuchen wir auch mit unseren Editorials auszudrücken, bei denen wir Charaktere bewusst in ihrer „natürlichen“ Umgebung fotografieren.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
von Jungfeld: Wir fanden die erste Staffel sehr spannend und den Ansatz cool die Startup-Branche auch in der deutschen Unterhaltungswelt ein wenig in den Vordergrund zu rücken. Wir dachten, dass wir als visuell und haptisch geprägtes Label mit einem einfachen Produkt, das gerade in der Start-up-Branche nicht wirklich üblich ist, eigentlich perfekt in dieses Format passen. Wir wollen den Zuschauern und den Löwen zeigen, dass auch ein vermeintlich einfaches Produkt die Basis für eine Erfolgsgeschichte sein kann.

Wie haben Sie sich auf „Die Höhle der Löwen“ vorbereitet?
von Jungfeld: Intensiv eigentlich erst auf der Fahrt von Mannheim nach Köln zum Dreh. Durch unsere tägliche Zusammenarbeit sind wir inzwischen relativ effizient darin uns abzustimmen und auf einen Nenner zu bringen.
Wir haben auch festgestellt, dass es bei uns immer ganz gut ist, das kalte Wasser nicht zu sehr aufzuwärmen, sondern lieber den direkten Sprung zu wagen. Bisher konnten wir dann immer recht spontan und vor allem aber authentisch reagieren. Das ist uns wichtig. Selbstverständlich haben wir aber schon sichergestellt, dass wir unsere Zahlen und KPIs im Kopf haben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
von Jungfeld: Wir haben uns wirklich sehr gefreut, als wir gehört haben, dass wir ausgewählt wurden. Für das ganze Team und für uns war das schon eine Bestätigung, dass wir als Unternehmen wohl für eine breite Masse an Menschen interessant sind. Das motiviert natürlich. Als Jungunternehmer haben wir aber auch gelernt Erfolge wie Misserfolge schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen. Von der Show erhoffen wir uns natürlich einen Deal mit einem der Löwen und unsere Markenbekanntheit zu steigern. Wir wollen aber auch zeigen, dass es nicht immer Apps sein müssen, um als junges Unternehmen Erfolg zu haben.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf „von Jungfeld“ aufmerksam werden?
von Jungfeld: Wir sind ein Unternehmen, das sich in erster Linie an Endkunden richtet. Denn auch unsere B2B-Kunden (Händler und Wiederverkäufer) beziehen ihre Entscheidungsgrundlage hauptsächlich vom Interesse des Endkunden. Deswegen wäre es gelogen, wenn wir sagen würden, dass wir uns nicht auf die mediale Aufmerksamkeit freuen. Für ein Textil-Label kann es ja nichts Schöneres geben, als die Markenbekanntheit weiter zu steigern.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
von Jungfeld: In unserer bisherigen Gesellschafterstruktur ist uns das miteinander sehr wichtig. Ein reiner Finanzinvestor, der sich mit Produkt und Idee nicht identifizieren kann, kommt für uns nicht in Frage. Wir denken, dass wir Herrn Schweizer oder auch Herrn Öger mit stilvollen Socken und einer coolen Brand überzeugen könnten. Frau Williams könnte uns mit ihrer TV-Erfahrung sicherlich auch gut unterstützen.

Wie geht es mit „von Jungfeld“ nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
von Jungfeld: Wenn der Deal zustande kommt, werden auf jeden Fall erst einmal die Sektkorken knallen. Und dann werden wir unseren Plan durchziehen den deutschen Markt weiter zu durchdringen und uns auch auf internationale Pfade zu begeben. Wir haben zwar schon über 500 Retail-Stores, aber da geht natürlich noch mehr. Wenn der Deal nicht zustande kommt, wird es für uns trotzdem eine super Erfahrung gewesen sein. Eine Finanzierungsrunde muss ja immer von allen Seiten passen, und manchmal ist es besser einen Pitch mehr mit zunehmen, um dann aber einen Investor zu finden, der perfekt zur Gesellschaft passt.

Welche Tipps würdet Ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
von Jungfeld: Redet mit Leuten über eure Idee. Feedback ist unglaublich wichtig, und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Idee geklaut wird verschwindend gering. Lasst euch nicht von Misserfolgen entmutigen, denn oft helfen sie den aktuellen Weg zu korrigieren. Lasst euch nicht von Erfolgen zum Fliegen verleiten, denn wenn ihr fliegt tut’s umso mehr weh, wenn der nächste Misserfolg euch wieder erdet.

Bild: © VOX/Sony

von Jungfeld ist am Dienstag den 15.09.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lucas Pulkert und Maria Pentschev für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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