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Yamdu bringt die Filmproduktion in die Cloud

Yamdu bezieht erstmals alle Teilnehmer von Entertainment-Produktionen mit ein

Wie ist die Idee zu Yamdu entstanden und wer steckt hinter Yamdu?
Florian Reimann: Während der Realisierung eines Kinospielfilms stand ich als Produzent oft vor der Frage, wie sich Kommunikations- und Planungsprozesse innerhalb einer solch speziellen Branche vereinfachen ließen. Statt dutzende von Listen, Fotos und sonstiger Daten per E-Mail durch die Gegend zu schicken, war die Idee zu einem zentralen Ort in der Cloud geboren. Gemeinsam mit den Entwicklern Peter Berchtold und Stefan Kammler wurde diese Idee um viele Ideen und Funktionen bereichert und Yamdu wurde Realität. Bei der Markteinführung steht zudem der Münchner Medienanwalt Dr. Robert Straßer zur Seite.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Florian Reimann: Die Finanzierung des Projekts haben wir größtenteils über die Abwicklung von Auftragsarbeiten, die sich weitestgehend im Umfeld der Entertainment-Industrie bewegen, gestemmt. Darin lag auch gleichzeitig eine der größten Herausforderungen und zwar in der ständigen Priorisierung zwischen Auftrag und Vorantrieben des Kernprodukts.

Wer ist die Zielgruppe von Yamdu?
Florian Reimann: Die Zielgruppe per se ist groß, da Yamdu erstmals alle Teilnehmer von Entertainment-Produktionen miteinbezieht, also vom Requisitenfahrer bis zum Produzenten. Letztere Riege steht natürlich im Fokus, da eine Produktionsfirma der unmittelbare Kunde von Yamdu ist.

Wie funktioniert Yamdu?
Peter Berchtold: Yamdu bringt die Filmproduktion in die Cloud und ist als zentrale Anlaufstelle für alle Beteiligten der Produktion gedacht. Alle Informationen wie Crewliste, Drehplan, Verträge oder Cast werden in Yamdu gespeichert und den Nutzern, je nach deren Position zugänglich, gemacht.
Stefan Kammler: Hinter Yamdu stehen im Wesentlichen zwei Gedanken:
1. Es soll Arbeit abnehmen und nicht erzeugen. Das erreichen wir dadurch, dass allen Beteiligten einer Produktion spezifische Werkzeuge zur Verfügung stellen, die ihnen bei ihrer alltäglichen Arbeit helfen.
2. Die Daten, die durch die Verwendung in unterschiedlichen Produktionsbereichen und -Phasen generiert werden, sollen fortwährend intelligent und effizient genutzt werden. Wenn beispielsweise beim Besetzen einer Rolle hinterlegt wurde, dass ein Schauspieler zu bestimmten Terminen nicht verfügbar ist, wird dies auch in der Drehplanung berücksichtigt. Das vermeidet doppelte Arbeit und kostspielige Fehler, was letztendlich nicht nur im Budget sondern auch in der Qualität der Produktion niederschlägt.

Auf welchen Geräten kann man Yamdu verwenden?
Stefan Kammler: Auf allen, auf denen ein Browser läuft. In Kürze werden wir zudem eine App für Android und iOS veröffentlichen.

Yamdu wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Florian Reimann: Ziel ist es, eine Applikation anzubieten, die alle Themenbereiche und Bedürfnisse einer Produktion abdeckt bzw. mit den notwendigen Einzellösungen per Schnittstelle kommuniziert. Dies soll geschehen, ohne dass Yamdu sein simples und intuitives Bedienungskonzept verliert. In fünf Jahren hoffen wir, damit in allen (oder den meisten) relevanten Territorien zu einer festen Marke geworden zu sein.
Stefan Kammler: Außerdem ist es denkbar, das Konzept von Yamdu auch auf andere Branchen zu übertragen, in denen projektbasiert gearbeitet wird.

Zum Schluss: Welche Tipps haben Sie für angehende Gründer?
Florian Reimann: Auch im Software-Bereich kommt die Älteste aller Filmregeln zur Anwendung: Never, neveruseyourownmoney!
Peter Berchtold: Es dauert alles immer länger als gedacht. Also rechnet lieber mit dem dreifachen Zeitaufwand als ihr eigentlich gerechnet habt bis ihr eurer Produkt marktreif ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Florian Reimann Peter Berchtold und Stefan Kammler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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