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Rainer-Gietl-ymatcher

ymatcher die Job Plattform für die Generation Y

ymatcher geht auf die Bedürfnisse und Potenziale der Generation Y ein

Wie ist die Idee zu ymatcher entstanden und wann wurde die Firma gegründet?
Rainer Gietl/ymatcher : Mir ist vor einem Jahr aufgefallen, dass es keine Möglichkeit gibt, Jobs zu finden indem man definiert wie man arbeiten möchte; also das Arbeitsumfeld im Fokus steht.
Interessant war, dass nicht nur mir persönlich solche Kriterien wichtig sind, sondern dass eine ganze Generation die Arbeitswelt aufwirbelt. Eben die Generation Y mit ihren Ansprüchen und ihrem Potenzial. Neben einfachen Dingen wie arbeiten im Home Office, sind die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und das direkte Umfeld wichtige Themen geworden.
Ein weiterer Punkt war die Erkenntnis über die massiv zunehmende Unzufriedenheit von Arbeitnehmern in Deutschland, die sich nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch diversen Statistiken zeigt. Die Idee war diese Menschen auf dem Weg zu einer positiven Veränderung in ihrem Leben zu unterstützen: Es muss doch eine Möglichkeit geben, die großen Hürden der Recherche nach einem neuen Job und einer aufwendigen Bewerbung (die heute oft im digitalen schwarzen Loch verschwindet) zu verkleinern. Und wie kann man anonym auch ohne Agenturen dauerhaft den Markt zu sondieren?
Nach sechs Monaten Konzeption und Planung stand das runde Gesamtkonzept von ymatcher, das auch für Recruiter eine einfache und effektive Waffe im War for Talent ist.
Im Februar 2015 ging ymatcher nach ca. 8 Monaten Entwicklung online.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Rainer Gietl/ymatcher : Ich denke die größte Herausforderung ist, sich nicht 100% auf das Produkt und die Entwicklung konzentrieren zu können, wenn man gleichzeitig etliche andere Dinge wie die Finanzierung auf dem Schirm haben muss. Das kostet viel Zeit, aber dafür lernt man auch vieles über Themen rund um eine Firmengründung, die Startup-Szene, Führung, Mitarbeitergewinnung etc.
Finanziert sind wir durch Eigenkapital und einen Business Angel. Die Traction, die wir gerade aufbauen, ist die Grundlage um mit dem bestehende Business-Modell zu bootstrappen, oder mit einer Anschlussfinanzierung ordentlich anzuschieben.

Welche Wege sind Sie gegangen oder gehen Sie um Ihr Unternehmen am Markt zu etablieren?
Rainer Gietl/ymatcher : Produktinnovation und Technologie sind hier die Schlüssel.
Wir wachsen momentan auch ohne kostspielige Marketinganstrengungen und sind so auf dem besten Weg uns zu etablieren. ymatcher ist für junge Leute auf aktiver Jobsuche oder als dauerhafte Quelle für Jobvorschläge nach den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten völlig kostenlos und ohne Werbung etc. Mit dieser Innovation und vor allem mit guten Matches und der einfachen User Experience bauen wir uns eine virale Engine auf.
Neben der Innovation ist Technologie unser Driver. Wie bewertet Ihr die Jobvorschläge von anderen Playern in der Recruitingszene und in sozialen Netzwerken? Seht euch mal ymatcher an und vergleicht…

Wer ist die Zielgruppe von ymatcher? Warum gerade die Generation Y?
Rainer Gietl/ymatcher : Erstens steht die Generation Y für neue Ansprüche an ihre Jobs, die wir ja in der Plattform bedienen. Zweitens wächst die Zielgruppe in der Arbeitswelt schnell an. D.h., je nach Branche ist die Generation Y schon jetzt oder bald die größte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt.
Drittens: Wir sind selbst Generation Y Mitglieder.

Was unterscheidet ymatcher von anderen Job Portalen?
Rainer Gietl/ymatcher : Das ist ganz klar der Fokus auf die Definition des Arbeitsumfelds und die Matching Technologie.
Für viele ist auch der echte Anonymmodus ein wichtiges Kriterium. Wo sonst kann man anonym sein Kurzprofil Firmen präsentieren? Firmen wiederum erhalten Zugriff auf Talente, die selbst nicht aktiv auf Suche sind.

ymatcher kombiniert die aktive Suche und das “gefunden werden” miteinander, d. h. sowohl Professionals, als auch Recruiter können in einer Plattform beide Varianten wählen.
So bedienen wir klar eine Nische für Menschen, denen das Arbeitsumfeld wichtig ist sowie für Firmen, die einen optimale Plattform für Employer Branding suchen. Gerade, wenn diese einiges als Arbeitgeber für die Generation Y bieten.

 

ymatcher wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Rainer Gietl/ymatcher : Als Lean Startup ist unser Planungshorizont eher sechs Monate, um maximal agil zu bleiben. Und die Vision? Es ist realistisch in fünf Jahren die großen Player der Recruitingszene als etablierte Plattform und Marke mehr als nur zu ärgern oder Innovationspartner zu werden. Ein internationaler Start beliefert nicht nur andere Märkte, sondern bietet allen Mitgliedern auch internationale Jobs an.
Außerdem wollen wir ja ein wenig die Welt verändern. Wenn wir in fünf Jahren dazu beigetragen haben, die Arbeitswelt zu ändern, sind wir stolz und glücklich.

Zum Schluß haben Sie noch Tipps für angehende Gründer?
Rainer Gietl/ymatcher : Als Frischlinge haben wir wahrscheinlich selbst noch einiges zu lernen. Aber einige Erfahrungen kann ich gerne weiter geben.
Vor der Gründung ist es wichtig eine Entscheidung zu treffen. Also nicht den Wunsch haben oder es zu planen zu gründen wenn bestimmte Fälle eintreffen, sondern sich dafür zu entscheiden.
Entscheidend ist einer Meinung auch, neben dem Team, dem Produkt und der Entwicklung immer den Markt im Auge zu haben und mit einem ausgereiften, idealerweise innovativen Business Model zu starten.
Extrem wichtig ist in jeder Phase das eigene Konzept und Details zu hinterfragen, indem man Feedback einholt. Gute Anlaufstellen sind hier zum gleichzeitigen Netzwerken Co-Working Spaces oder Startup Events.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Rainer Gietl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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