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Sonntag, Dezember 4, 2022

Ein Familienerbe aufbauen – Portfolios für Familienvermögen verwalten

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Man könnte argumentieren, dass seit dem Beginn der quantitativen Lockerung im Jahr 2008 die meisten Finanzanlagen stark korreliert sind. Aktien und Anleihen bewegten sich noch nie so eng zusammen, und das ist vor allem auf die umfangreichen Anleihenkäufe der Zentralbanken zurückzuführen. 

Die Monetarisierung von Schulden und künstlich niedrig gehaltene Zinssätze schienen vernünftig, bis die Inflation in die Höhe schoss und die Zentralbanken zum Handeln zwang. Infolgedessen haben die Märkte in diesem Jahr erheblich gelitten, und die traditionelle Anlagestrategie 60 (Anleihen)/40 (Aktien) hat ihre Grenzen aufgezeigt.

Wir fragen uns, ob sie noch geeignet ist, das Vermögen zu erhalten. Wie verwaltet man in der heutigen Welt Portfolios für das Familienerbe? 

Die neue 60/40
Nach den letzten Jahren, in denen die Anleihenmärkte niedrige Renditen abwarfen und Inflationsängste herrschten, hat sich die Risikobereitschaft der Anleger und die Auswahl der Anlagen verändert. Auf der Jagd nach Rendite haben die Private Markets ein erhebliches Wachstum bei Schuldverschreibungen und Aktienanlagen erlebt. Die Allokationen in diese Anlageklassen sind in den letzten zehn Jahren angestiegen. Wer auf Liquidität verzichtet, um höhere Renditen zu erzielen, kann durch Investitionen in privates Beteiligungskapital oder private Schuldtitel die langfristige Performance verbessern, wenn er nicht durch kurzfristigen Bargeldbedarf eingeschränkt wird.

Sachwerte und Rohstoffe sind wichtige Absicherungen gegen die Inflation. Andererseits haben sich einige Hedgefonds in turbulenten Jahren als widerstandsfähig erwiesen und beachtliche Renditen erwirtschaftet. Schliesslich haben auch digitale Vermögenswerte einen Platz in der Asset Allocation (AA) gefunden, wenn auch nur einen marginalen. Die oben genannten Faktoren machen die „neuen 40“ aus, während die „neuen 60“ weiterhin gleichmässig in traditionelle Vermögenswerte wie Anleihen und Aktien investiert sind, wobei die entwickelten Märkte den grössten Anteil aufweisen.

Eine Aufschlüsselung des Portfolios der Strategischen Asset Allocation (SAA) würde ergeben: 30 Prozent Aktien, ca. 30 Prozent festverzinsliche Wertpapiere und zehn Prozent Immobilien. Der Anteil der Hedge-Fonds läge bei fünf Prozent, der Anteil an privaten Schuldtiteln und privatem Beteiligungskapital bei 20 Prozent und der Anteil an Gold und Rohstoffen bei fünf Prozent.

Überlegungen und Herausforderungen
Risikotoleranz, Liquidität und Renditeerwartungen sind die drei Säulen, die für ein gesundes Portfolio erforderlich sind. Die Risikobereitschaft richtet sich nach den persönlichen Vorlieben, aber es ist wichtig, den Lebenszyklus eines Kapitals zu verstehen. Ob es sich um ein frühes, mittleres oder spätes Stadium handelt, bestimmt die Positionierung. In der Regel sinkt das Risikospektrum, je weiter wir uns im Lebenszyklus nach oben bewegen. Der Liquiditätsbedarf ist unterschiedlich, so dass traditionelle Anlageklassen eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, Renditen zu erzielen und gleichzeitig die Fähigkeit zu bewahren, Investitionen bei Bedarf abzubauen.

Cashflows aus Couponanleihen tragen auch dazu bei, alltägliche Ausgaben von Familien auszugleichen, während eine Anleihenallokation über alle Laufzeiten hinweg auch einen regelmässigen Cashflow-Strom sicherstellen und das Wiederanlagerisiko verringern kann. Die Festlegung des mittelfristigen Liquiditätsbedarfs ist ein wichtiger Schritt, der sich auf Parameter wie das Fälligkeitsprofil und die zugrunde liegende Liquidität auswirkt, die alle sorgfältig berücksichtigt werden müssen.

Aktien schneiden langfristig in der Regel besser ab als Anleihen: Seit der grossen Depression haben Aktien 9,6 Prozent p.a. gegenüber 5,6 Prozent für Anleihen erzielt. Höhere Renditeerwartungen gehen mit einer höheren Gewichtung von Aktien und Private Markets einher, allerdings auch mit einer überdurchschnittlichen Volatilität und kurzfristigen Risiken. Sobald man sich auf die drei Säulen geeinigt hat, besteht die Herausforderung darin, die Bewertung bestimmter Vermögenswerte zu verstehen, insbesondere im privaten Sektor. Hier spielt ein erfahrener Anlageberater eine wichtige Rolle bei der Auswahl der richtigen Vermögenswerte, Manager und Produkte.

Gemeinsame Themen
Verantwortungsbewusstes Investieren ist zu einem festen Bestandteil eines jeden Portfolios geworden. Family Offices werden wählerischer, wenn es darum geht, ihre Absichten und Anlageziele zu verbessern. Due-Diligence-Prüfungen werden zu einem Muss, da sie sich vor Greenwashing-Vorwürfen schützen und die Auswirkungen ihrer Investitionen besser verstehen wollen. 

Das Interesse der Generation Z an Kryptowährungen und Blockchain lenkt die Aufmerksamkeit auf diese jungen Anlageklassen, wobei Kleinanleger Investitionen entweder in die Währungen selbst oder in Unternehmen mit Interessen im Kryptobereich prüfen. Neben Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit sind dies die Bereiche, die in den nächsten 10 bis 20 Jahren hohe Renditen erzielen könnten.

Anpassung an die sich verändernde Wirtschaftslandschaft
Die Welt ist heutzutage voller Unsicherheiten: geopolitische Fragen, De-Globalisierung, hohe Inflation, steigende Zinsen und endliche Ressourcen sind nur einige der drängenden Probleme, mit denen die Gesellschaft konfrontiert ist. Doch jede Herausforderung birgt auch Chancen, und es ist unsere Aufgabe, die geeigneten Anlagen zu finden, um das Vermögen unserer Kunden zu erhalten und zu mehren. Setzen Sie Ihre Ziele, steuern Sie Ihre Risiken und gehen Sie mit dem Markt, wenn sich die Gezeiten ändern. 

Marktbericht von Fadi Barakat – Chief Investment Officer, REYL Dubai

Quelle b-public AG/REYL & Cie

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