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Innovationslabor Münsterland macht angehende Gründer fit

Mit optimalem Auftritt von der Geschäftsidee überzeugen

Innovationslabor Münsterland macht angehende Gründer fit für die Selbstständigkeit

Einhundert Millisekunden sind sehr wenig Zeit. Doch die reichen aus, um eines zu entscheiden: Ob man sein Gegenüber sympathisch findet oder nicht. Zu wissen, wie man auf andere wirkt, hilft also – nicht nur im Privaten, sondern auch im Beruflichen. Und erst recht dann, wenn man mit einer Geschäftsidee potenzielle Investoren, Kunden oder die Jury überzeugen will. Wie das am besten geht, lernen die Teilnehmer des Akademieprogramms vom Innovationslabor Münsterland (ILM), einem Gemeinschaftsprojekt von FH Münster/TAFH Münster GmbH, Westfälischer Wilhelms-Universität/Arbeitsstelle Forschungstransfer, Technologieförderung Münster GmbH sowie Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH.

Denn zum Programm gehört die einwöchige ILM-Academy, bei der erfahrene Praktiker angehenden Gründern geballtes Wissen rund um Ideenentwicklung, Businesspläne, Vertrieb, Stärken- und Schwächenanalyse sowie Finanzierung vermitteln – und ein Pitch-Training durchführen. Die jüngste ILM-Academy unter Leitung von Alexander Kelm, Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt, fand jetzt auf dem Steinfurter Campus der FH Münster statt. Und dort drehte sich am vierten Tag vieles um den perfekten Auftritt.

Die Teilnehmer merkten schnell: Der gelingt gar nicht so einfach. „Es kommt nicht nur auf eure Stimme und eure Gestik an, sondern auch darauf, wie ihr steht“, erklärte Rhetoriktrainerin Dr. Elisa Franz von der WWU. Möglichst aufrecht und hüftbreit, die Hände aus den Hosentaschen, die Knie leicht gebeugt, den Blick nach vorn gerichtet. „Bleibt locker, das ist wichtig. Denn überspannt ihr zum Beispiel im Schulterbereich, überträgt sich das schnell auf den Kehlkopf“, sagte Franz. Die Folge: Heiserkeit.

Und dann ging es ans Eingemachte: Die Teilnehmer bereiteten einen einminütigen Kurzpitch vor und präsentierten ihre Idee den anderen. „Beim Kurzpitch interessiert das Produkt, nicht der Mensch. Startet deshalb nicht mit eurem Namen, sondern lieber mit einer rhetorischen Frage, um in das Thema einzusteigen und euer Gegenüber abzuholen“, riet die Expertin. Kurz und knackig sei hier die Zauberformel. Nicht zu schnell zu sprechen, die anderen anzuschauen, sich trotz Nervosität nicht zu verhaspeln – unter Realbedingungen entscheiden solche Punkte gern über Erfolg oder Misserfolg. „Passt auf, dass ihr ruhig und entschlossen sprecht, dadurch wirkt ihr sehr souverän.“

Den Teilnehmern der ILM-Academy brachten solche Tipps viel. „Das war richtig gut, Kompliment!“, sagte David Schröder. Seine Mitstreiter sahen das ähnlich – und nahmen gern das Angebot von Franz an: „Ich mache mit euch gern mal separat ein Sprechtraining, bei dem ihr einen Pitch einübt. Wir nehmen das auf und gehen anschließend durch, was noch besser werden muss.“

Die ILM-Academy endete mit einem Abschlussgespräch, in dem das in der Woche Gelernte in konkrete Handlungsempfehlungen transformiert wurde. Eine finale Fragerunde mit Vertretern aus FH Münster und WESt mbH beantwortete auch die letzten offenen Fragen. Jetzt geht es für die angehenden Gründer mit einem individuellen Coach weiter, der zusammen mit den Gründern Meilensteine definiert und mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem bietet das Innovationslabor Münsterland regelmäßig professionelle Workshops an, um notwendiges Rüstzeug zu vermitteln, und organisiert Gründerstammtische. „Uns ist es wichtig, dass sich die Teilnehmer miteinander austauschen und voneinander lernen. Für uns sind das die wesentlichen Bausteine der ILM-Academy“, sagt Projektleiter Daniel Schaschek, TAFH Münster GmbH/FH Münster.

Bild: Matthias Zepper bereitet seinen Kurzpitch vor. (Foto: FH Münster/Katharina Kipp)

Quelle FH Münster

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