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Mittwoch, Februar 8, 2023

Hamburger Start-up loyal katapultiert Bonuskarten ins Web3

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Eigentlich sind Bonus- und Rabattkarten eine richtig gute Sache, denn wer möchte nicht für wiederholte Einkäufe belohnt werden? Doch oft hat man die kleinen Kärtchen im entscheidenden Moment beim Bäcker, im Café oder an der Autowaschanlage nicht zur Hand und geht leer aus. Dies wollen die Hamburger Brüder Nicolas und Maximilian Aßmann ändern. Sie haben die App loyal entwickelt, die die Bonuskarte smart macht und aufs Handy bringt.

Der Bedarf ist riesig. Schätzungen zufolge haben wir Deutschen im Schnitt 3,7 Bonuskarten, acht von zehn Befragten gaben im Rahmen einer loyal-Studie an, dass sie die praktische App nutzen würden. Und auch auf Unternehmensseite schlummert großes Potential: hunderttausende vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus Gastronomie, Handel, Service und Hotellerie sind nach vorsichtigen Schätzungen des Start-ups für loyal prädestiniert. Sie profitieren von der Kundenbindung, haben jederzeit Überblick über die Anzahl der digitalen Stempel, die sie vergeben haben, beugen Missbrauch vor und können weitere Informationen und Angebote über die App kommunizieren.

Kaffee und Croissants ab sofort als NFTs

Als neueste Clou führen die Aßmann-Brüder die NFT-Technologie ein. Mit den digitalen Token bringen sie Coupons, Voucher und Gutscheine fälschungssicher aufs Smartphone. Die Vorteile liegen für die Aßmann-Brüder auf der Hand: die loyal-NFTs gehören dem Kunden, man verbindet Wertigkeit mit ihnen, mit nur einem Klick kann er sie an andere verschenken. Marken können sich für Kooperationen zusammentun und auch Editionen mit Influencern sind geplant. Wie zukunftsweisend und vielversprechend diese Form der erweiterten Kundenbindung ist, unterstreicht die Odyssey Experience von Starbucks, mit der das Unternehmen gerade erst ins Web3 expandiert und einen Hype unter Fans der Kaffeekette ausgelöst hat.

Und auch die Zahlen von loyal sprechen für sich. Zwei Millionen loyal Punkte wurden in den ersten anderthalb Jahren seit Gründung vergeben und über 50.000 Endkunden gebunden. Renommierte Unternehmen wie Bijou Brigitte, Ciao Bella von Gustoso, Campus Suite von Coffee Fellows und immergrün sowie Hamburger Lokalchampions wie Mad about Juice oder die Schanzenbäckerei mit ihren 31 Filialen setzen auf die App der Brüder. Längst sind sie über die Hansestadt hinaus bekannt und bundesweit unterwegs, um neuen Partnern ihre Lösung nahezubringen.

Café-Frust als Auslöser

Entstanden ist die Idee zur loyal App aus persönlicher Motivation. „Als ich in meinem Lieblingscafé die Zehnerkarte wieder vergessen hatte, habe ich mich gefragt, warum es dafür keine digitale Lösung gibt“, erinnert sich Nicolas Aßmann. Er suchte nach einem Anbieter, wurde aber nicht so richtig fündig. Das war der Beginn des Start-ups loyal, das der heute 24-Jährige mit seinem Bruder Maximilian (25) gegründet hat.

Die ehrgeizigen Brüder nutzten jede freie Minute, um mit Hochdruck an ihrer Idee zu arbeiten. Beide waren damals noch Studenten, Nicolas im Abschluss seines BWL-Studiums, Maximilian mitten im Medizinstudium, aber abwarten kam für sie nicht in Frage „Wir waren ja selbst überrascht, dass sich bisher noch niemand richtig um dieses Thema gekümmert hatte, und wollten den Zeitvorteil für uns nutzen“, so die beiden loyal-Macher.

Im Januar 2021 gründeten sie ihr Start-up, konnten das Hamburger Unternehmen Coffema, ein führender Anbieter für Profikaffeemaschinen und smarte Servicedienstleistungen, als Investor gewinnen und bereits im Sommer war die loyal-App verfügbar. Seitdem haben die Aßmann-Brüder mit ihrem kleinen Team und dem Support von Coffema, an deren Standort in Groß Borstel sie auch ihre Büros haben, die Funktionen der App und ihr Partnernetzwerk rasant ausgebaut.

Niederschwelliger Zugang für Nutzer und Unternehmen

Für Kunden ist die App kostenlos, sie laden sie einfach im Store auf ihr iPhone oder Android Gerät. Unternehmen zahlen eine feste Monatsgebühr in Höhe von 6 Euro. Dafür bekommen sie 50 Stempel umsonst, jeder weitere kostet 4 Cent. Das Angebot ist bewusst günstig gehalten, um möglichst vielen auch kleinen und mittleren Betrieben die Teilnahme zu ermöglichen. „Und auch die technischen Voraussetzungen haben wir so einfach wie möglich gehalten,“ erläutert Maximilian Aßmann, zuständig für die loyal-Produktentwicklung. „Viele Betreiber und ihre Mitarbeitenden haben keine Kapazitäten, um sich mit Technik auseinanderzusetzen.

Umso wichtiger ist uns eine einfache und intuitive Handhabung.“ Die Unternehmen, die sich für den digitalen Service registrieren, bekommen ein Starterset mit Chipkarten, die quasi als digitaler Stempel fungieren. Die Kunden müssen nur das Smartphone mit der geöffneten App davorhalten, um sich einen digitalen Bonuspunkt gutschreiben zu lassen. Das funktioniert anonym über einen NFC-Chip oder QR-Code, ohne dass persönliche Daten angegeben werden müssen. Zusätzlich erhalten die Kunden weitere Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten, den Link zu den Social-Media-Kanälen und etwaige NFT-basierte Coupon-Aktionen.

Im Gegensatz zu Multi-Level-Bonusprogrammen wie Payback werden die Punkte und Rabatte für jedes Unternehmen einzeln und nicht markenübergreifend gesammelt. „Das wollen viele Betriebe und Unternehmen verständlicherweise nicht, sie möchte die Kunden ja an die eigene Marke binden“, weiß Maximilian Aßmann. Zudem gebe es hier keinen Web3- Bezug und alle Vorteile der NFTs entfielen.

Internorga als Sprungbrett in den internationalen Markt

In diesem Jahr fokussieren sich die Aßmann-Brüder auf die NFT-Technologie und die Akquise neuer Partner. Als Sprungbrett nutzen sie auch die Internorga, bei der sie sich nach der Premiere im vorigen Jahr erneut auf dem Coffema-Stand präsentieren. Mit leuchtenden Augen erinnern sie sich an die vielen guten Erstgespräche mit Unternehmen, die heute zu ihrem Partnernetzwerk gehören. Dieses Frühjahr wollen sie ihre Fühler bei internationalen Kontakten und globalen Playern ausstrecken. Der bisherige Erfolgsweg lässt ahnen, dass ihnen auch dies gelingen wird.

Bild links und rechts: Maximilian und Nicolas Aßmann

Quelle Deutschmann Kommunikation

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