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Mittwoch, Februar 8, 2023

Neues Erfolgsmodell für schnellen Glasfaserausbau in Deutschland

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Ein innovatives Modell des 2022 gegründeten Infrastruktur-Ventures und Projektentwicklers metrofibre verspricht mehr Tempo für den Glasfaserausbau in Städten durch hochleistungsfähige, privatwirtschaftlich finanzierte Netze – erstes Projekt in der Ruhrmetropole Essen mit 180 Millionen Euro finanziert

Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur geht vor allem in deutschen Städten nach wie vor nur schleppend voran. Dabei ist die Anbindung an schnelle und leistungsfähige Glasfasernetze ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für Städte. Das Anfang 2022 gegründete Infrastruktur-Venture metrofibre will Tempo in den Glasfaserausbau in Deutschland bringen – über eine Partnerschaft zwischen Städten, Investoren und Projektentwicklungsexperten und eine privatwirtschaftliche Finanzierung.

Kern des metrofibre-Konzepts ist ein offenes Glasfasernetz, das verschiedene Telekommunikationsanbieter, sogenannte Internet Service Provider, pachten und darüber ihre Tarife anbieten können. Die Netzarchitektur von metrofibre ist auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtet: Für jeden Haushalt gibt es mindestens ein dediziertes Glasfaserpaar, das ausschließlich von diesem genutzt wird. Überlastungen zu Spitzenzeiten gehören so der Vergangenheit an. Durch eine effiziente Netzplanung kommt ebenfalls Schwung in den Ausbau des Mobilfunkstandards 5G und darauf aufbauende Smart City-Applikationen, da Mobilfunkstandorte unterschiedlicher Anbieter direkt mit angebunden werden können.

Mit „ruhrfibre“ startet jetzt das erste große Projekt von metrofibre gemeinsam mit dem führenden global aktiven Infrastruktur-Investor DIF Capital Partners und der Stadt Essen. Das Investitionsvolumen liegt bei 180 Millionen Euro und kommt ohne öffentliche Gelder aus. Rund 150.000 Haushalte sowie Unternehmen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen sollen in den kommenden drei Jahren Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz von ruhrfibre bekommen.

Der Glasfaserausbau in Deutschland geht schleppend voran. Mit einer Anschlussquote von 7,1 Prozent zählt Deutschland zu den Schlusslichtern der 38 OECD-Länder. Staatliche Subventionen führen dabei zu der Situation, dass viele Dörfer bald eine höhere Haushalts-Anschlussquote aufweisen als die meisten Großstädte. „Das wollen wir ändern“, sagt Christopher Rautenberg, Mitgründer und Geschäftsführer von metrofibre. „Metaverse, autonomes Fahren, Virtual Reality, das Internet-of-Things (IoT), Smart Cities – digitale Lösungen, Produkte und Konzepte wie diese brauchen vor allem eins: eine hochleistungsfähige digitale Infrastruktur.

Und daran mangelt es in Deutschland noch erheblich.“ Angetreten ist metrofibre mit einer neuen Strategie für den Auf- und Ausbau einer flächendeckenden, hochleistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur in Städten. Denn für sie geht es nicht nur um die Daseinsvorsorge in einer zunehmend digitalisierten Welt, sondern auch um Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. 

Schulterschluss zwischen Städten, Investoren und erfahrenem Projektentwickler

Basis des innovativen Konzepts von metrofibre sind enge Partnerschaften zwischen Städten, Investoren und metrofibre als Projektentwicklungsgesellschaft. Kommunen sichern sich über eine Beteiligung Mitspracherechte, die Finanzierung erfolgt privatwirtschaftlich, metrofibre koordiniert den Netzausbau und vermarktet die passive Infrastruktur an Internet Service Provider. Diese können das metrofibre-Netz pachten und ihren Kunden so attraktive Glasfasertarife anbieten. Das fördert den Wettbewerb und beugt gleichzeitig einem Überbau vor. Für den urbanen Netzausbau ist das Modell von metrofibre bisher einzigartig in Deutschland.

Die Projektentwickler übernehmen die gesamte Steuerung und Koordination – von der Beschaffung eines Investors bis zur Verlegung der Glasfaserkabel bis in die Haushalte. Das beschleunigt den Ausbau und entlastet die städtischen Haushalte. Ebenso neu ist, dass metrofibre sich auf urbane Räume in Deutschland fokussiert und dort eine passive Infrastruktur als Datenautobahn aufbaut – ohne eigene Endprodukte und nach dem klaren Prinzip „Wholesale only“.

Das metrofibre-Netzkonzept: hochmodern, diskriminierungsfrei und nachhaltig 

Kern des metrofibre-Konzepts ist ein passives Glasfasernetz als offene Infrastruktur, die mehrere Telekommunikationsanbieter gleichzeitig mieten und nutzen können. Das sorgt für Anbieter- und Angebotsvielfalt ohne eine ressourcen-intensive und damit ineffiziente Dopplung von Infrastrukturen.

Die sogenannte „Punkt-zu-Punkt“-Netzarchitektur (P2P) von metrofibre hebt sich gleichzeitig deutlich vom Marktstandard ab: sie verhindert durch mindestens ein Glasfaserpaar pro Haushalt Netzüberlastungen zu Spitzenlastzeiten – in anderen Architekturen müssen sich mehrere Haushalte ein Glasfaserkabel teilen, wie es auch seit Jahrzehnten bei kupferbasierten Technologien der Fall ist. Datenverkehr in beide Richtungen, also Downloads ebenso wie Uploads, sind jetzt in Gigabitgeschwindigkeit oder sogar deutlich schneller möglich.

Glasfasernetze sind zudem wesentlich umweltfreundlicher als herkömmliche Kupferleitungen, weil sie für Datenübertragungen nur ein Drittel an Strom benötigen. Und nicht zuletzt ist der Glasfaserausbau eine zentrale Voraussetzung für den neuen Mobilfunkstandard 5G und somit ein wichtiger Schritt von Städten auf dem Weg zur Smart City. 

Erstes Projekt „ruhrfibre“ mit der Stadt Essen gestartet 

Mit ruhrfibre ist jetzt das erste metrofibre-Projekt an den Start gegangen. Am 23. November 2022 haben die Projektentwicklungsgesellschaft metrofibre, der führende global aktive Infrastrukturinvestor DIF Capital Partners und die Stadt Essen offiziell den Vertrag für ihre Zusammenarbeit unterzeichnet und damit den Startschuss für einen flächendeckenden Glasfaserausbau in Essen bis zur letzten Meile gegeben.

Die Stadt Essen ist über ihre Tochter Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft GmbH (EVV) an der Netzgesellschaft ruhrfibre beteiligt. Rund 150.000 Haushalte sowie Unternehmen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen sollen in den kommenden drei Jahren in der Ruhrmetropole Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz bekommen. „Die weitere Digitalisierung und der Ausbau der Stadt Essen hin zu einer Smart City sind existenziell“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir mit ruhrfibre neue Maßstäbe setzen, die Essen als Wirtschaftsstandort noch attraktiver machen und gleichzeitig die digitale Lebens- und Arbeitsqualität unserer Bürgerinnen und Bürger erheblich steigern werden. Die Voraussetzungen dafür schaffen wir mit einer gemeinsamen Projektgesellschaft mit ruhrfibre.“ Der Baustart ist für das Frühjahr 2023 vorgesehen. 

Das 180 Millionen Euro-Projekt: privatwirtschaftlich und ohne öffentliche Gelder finanziert 

Das Investitionsvolumen für den Glasfaserausbau in Essen beläuft sich auf ca. 180 Millionen Euro und wird ohne den Einsatz von öffentlichen Geldern ausschließlich privatwirtschaftlich finanziert. DIF Capital Partners ist Hauptinvestor für ruhrfibre und zählt international zu den führenden Investoren für Infrastruktur. Der Fondsmanager finanziert Unternehmen und Projekte in den Segmenten (digitale) Infrastruktur und (erneuerbare) Energie.

„Wir glauben fest an die Bedeutung einer verbesserten digitalen Infrastruktur im Herzen des Ruhrgebiets und daran, dass Essen zu einer Smart City wird. Für uns ist dies eine Investition, die perfekt zur Strategie unseres CIF-Fonds passt, der sich auf kleine und mittelgroße Infrastrukturinvestitionen konzentriert, wobei der Bereich der digitalen Infrastruktur eine Priorität darstellt“, sagt Willem Jansonius, Partner und Head of CIF bei DIF Capital Partners. DIF Capital Partners wurde 2005 gegründet und verwaltet ein Investitionsvolumen von mehr als 15 Milliarden Euro. 

Die Köpfe hinter dem metrofibre-Konzept: Gründer, erfahrene Telekommunikations- und Finanzexperten

Hinter dem metrofibre-Konzept stehen junge Gründer ebenso wie Telekommunikations- und Finanzexperten mit langjähriger Erfahrung. Geschäftsführer und metrofibre-Mitgründer Christopher Rautenberg begann nach einem Studium an der WHU in Vallendar seine Karriere bei der Boston Consulting Group, wo er Finanzinvestoren im Technologie- und Infrastrukturbereich beriet. Sein Bruder Moritz Rautenberg widmete sich direkt nach seinem Studium an der WHU als Mitgründer ebenfalls dem Aufbau von metrofibre.

Ihr Vater Arndt Rautenberg ist in der Telekommunikationsbranche kein Unbekannter: Der frühere Strategiechef der Deutsche Telekom AG baute in den vergangenen Jahren eine der führenden Beratungs-Boutiquen für digitale Infrastruktur auf und hat als Strategie- und Finanzexperte das metrofibre-Konzept maßgeblich mitentwickelt. Ebenfalls zum Gründungsteam gehören zwei weitere Experten, die tiefe Wurzeln in der Telekommunikations- und Finanzbranche haben: Dr. Hai Cheng, Mitgründer und Beiratsmitglied von metrofibre, gründete Anfang der 2000er Jahre das Unternehmen Tropolys, das er auf- und ausbaute und 2005 an die Versatel AG verkaufte.

Dort war er bis 2012 Technik-Vorstand. Auch der IT-Experte Andreas Kindt, Ex-Vorstand von T-Online (2002 bis 2006) und früherer CIO von T-Home (2006 bis 2008), zählt zum hochkarätigen metrofibre-Gründerkreis und Beirat.

Bild Hinter metrofibre steht mit Andreas Kindt, Arndt Rautenberg, Christopher Rautenberg, metrofibre-Geschäftsführer, Dr. Hai Cheng und Moritz Rautenberg ein hochkarätiges Gründerteam (v.l.n.r.). Bildnachweis: Jochen Rolfes

Quelle metrofibre GmbH
c/o zeron GmbH / Agentur für PR & Content

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