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Samstag, März 6, 2021

Warum IT-Sicherheit für Startups so wichtig ist

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Redaktion
Der UNITEDNETWORKER akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer, Startups und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

IT-Sicherheit, oder Cybersicherheit, ist ein sehr wichtiger Aspekt, der beim Aufbau eines neuen Unternehmens zu beachten ist.

Dies gilt nicht nur für die vielen IT-, oder Tech-Startups, die schon allein um ihres Produktes willen, etwa einer App, darauf Rücksicht nehmen müssen. Auch klassischere Startups sind den gleichen Risiken ausgesetzt, im Prinzip sogar jedes Unternehmen egal welcher Größe. Während größere Firmen aber Zeit hatten, im Bereich Cybersicherheit nachzurüsten oder aber das Thema schon in ihrer Struktur berücksichtigt haben, fehlt es jungen Unternehmen oft am Knowhow oder an den Ressourcen, um sich effektiv zu schützen. Es sollte aber oben auf der Agenda stehen, in Sachen Cybersicherheit nachzubessern.

2020 war ein besonders lehrreiches Jahr in dieser Hinsicht, denn die Anzahl an Hackerattacken ist rasant gestiegen, weltweit und in Deutschland. Dies ist mehr als nur ein natürlicher Trend, denn es wird ja permanent versucht, die Technik sicherer zu machen. Der Hauptfaktor dürfte wohl, wie zu erwarten war, die Corona-Pandemie sein. Die Pandemie hat viele normale Abläufe unterbrochen und neue Lösungen erfordert: Eine davon war das Homeoffice. Wonach man sich in Deutschland lange gesehnt hat, wurde endlich Normalität. Ein Nachteil jedoch war, dass viele Angestellte ihre privaten Netzwerke nicht ausreichend gesichert hatten – Potentielle Eingänge für Cyberkriminelle. Und nun, da in diesen Netzwerken sensible Firmendaten gehandhabt wurden, gab es auch vielmehr zu holen.

Daher ist es, wie schon gesagt, empfehlenswert, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen.

Dazu gehört aber unbedingt auch, dass man diese Maßnahmen regelmäßig überprüft und auf den neuesten Stand bringt. Jeder Mitarbeiter sollte das kleine Einmaleins der Cybersicherheit kennen und wissen, wie auf bestimmte Bedrohungen zu reagieren ist. Ein Beispiel dafür ist etwa die Unterscheidung zwischen https und http, bekanntlich bietet nur das erste Protokoll eine sichere Verbindung. Ebenso sollte jedes Gerät, auf dem Firmendaten gehandhabt werden – was oftmals Smartphones einschließt – die neueste Schutzsoftware installiert werden.

Essentielle Hilfe bieten zunächst ein VPN und ein Virenscanner, von denen es mittlerweile viele zur Auswahl gibt. Eine verschlüsselte Internetverbindung, die man durch ein VPN erreicht, ist wichtig, insofern eine Gefahr darin liegen kann, dass Pläne, Geschäftsvorhaben oder interne Brainstormings geleakt werden. Solche Informationen will man natürlich auf keinen Fall verlieren, gerade, wenn der Erfolg eines Startups darauf gegründet ist. Anti-Viren-Software kann wiederum Schutz gegen kriminelle Praktiken wie Phishing bieten, die leicht dafür sorgen können, dass infizierte PCs gesperrt und Datensätze gelöscht werden. Eine andere große Gefahr rührt von der beschädigten Reputation her, wenn etwa Kundendaten gestohlen werden. Kunden und Investoren erwarten, dass ihre Informationen – seien es sensible Finanzdaten oder geschäftliche Emails – diskret und vorsichtig behandelt werden. Ein zunächst so unscheinbares Problem wie eine ungesicherte Internetverbindung kann das Aus für ein ganzes Unternehmen bedeuten.

In Deutschland spielt Verbraucherschutz seit jeher eine wichtige Rolle in der öffentlichen Diskussion.

Das schließt natürlich die Themen Wahrung der Privatsphäre und Datenschutz mit ein. Wenn man etwa eine App entwickelt, sollte man darum gerade das Thema IT-Sicherheit nicht aussparen. Mangelnde Vorsorge innerhalb des Startups wirft ein negatives Bild auf die Qualität des Produkts, selbst wenn dies besser geschützt ist. Immer wieder gibt es über Sicherheitslücken in Apps, gestohlene Login-Daten etc. So gab es etwa vor wenigen Jahren beim Startup Vivy, einer Gesundheits-App, die viele Krankenkassen verwenden, erhebliche Sicherheitsbedenken von IT-Experten – mit den entsprechenden Schlagzeilen. 

Die hier behandelten Punkte füllen das Thema übrigens keineswegs komplett aus. Man sollte sich unbedingt ausführlicher mit IT-Sicherheit beschäftigen, egal ob man schon ein erfolgreiches Unternehmen führt oder gerade erst ein neues Startup gegründet hat. Und wer noch nach einer Idee sucht, der wird vielleicht gerade in diesem Bereich fündig. In Zeiten des Homeoffice und der Cyberkriminalität gibt es hier viel Raum und Bedarf für Innovation. 

Autor: Rajhu S Goraai ist ein leidenschaftlicher Aktien- und Rohstoff-Researcher, Mitbegründer und Herausgeber führender Business & Tech-Magazine.L

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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