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Freitag, Juli 1, 2022

Wir hatten die Schnauze voll

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Der UNITEDNETWORKER akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer, Startups und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

Wie zwei Junggründer aus Zorneding während des Studiums vegane Proteinpulver verkaufen

Derzeit wird der Markt für Nahrungsergänzungsmittel von wenigen Big-Playern kontrolliert. Vor allem proteinreiche Lebensmittel wie Proteinpulver oder Proteinriegel sind gefragter denn je. Ein klarer Trend ist dabei die zunehmende Verlagerung von tierischem zu pflanzlichem Protein. Hier spielen vor allem das wachsende Umwelt- und Ernährungsbewusstsein der Konsumenten eine große Rolle.

Auch Luca Gruber und Philipp Riedl, die Gründer des Start-Ups Vetain sind vor zwei Jahren von Molkeprotein auf veganes Proteinpulver umgestiegen.Doch als die beiden leidenschaftlichen Sportler das erste vegane Proteinpulver probierten, wurden sie direkt enttäuscht: „Jedes vegane Proteinpulver, das wir probierten, schmeckte entweder sandig, viel zu süß und künstlich oder war voll mit unnötigen Zusatzstoffen! –

Wir dachten uns, dass muss doch besser gehen!“ – so Philipp Riedl, einer der beiden Gründer von Vetain.

Gesagt, getan: Die Idee hinter Vetain war geboren! Noch während ihres Abiturs 2020 trafen sich Philipp und Luca täglich, um im Internet nach geeigneten Großhändlern & Herstellern zu suchen. Dies stellte sich aber als gar nicht so einfach heraus. “Bisher hatten wir unser Protein ja auch nur bei anderen großen Marken gekauft. Wir mussten uns erst einmal einen Überblick verschaffen, wo man in größeren Mengen die einzelnen Zutaten einkaufen kann.”Die Rohstoffe sollten auf jeden Fall in BIO-Qualität sein und möglichst aus der Region stammen. Zudem wussten die beiden durch ihre Leidenschaft zum Sport, dass die Wertigkeit (das Aminosäureprofil), sowie der Proteinanteil eine wichtige Rolle einnimmt. Die Komponenten mussten perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Innerhalb von eineinhalb Jahren probierten die beiden Freunde so über 200 verschiedene Zutaten und entwickelten in Zusammenarbeit mit einem Labor & befreundeten Ernährungsberatern ihr erstes eigenes Produkt. “Schon als wir den ersten Prototyp probierten, wussten wir, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Es war einfach so viel besser, als alles, was wir bisher sonst probiert hatten.”, so Luca Gruber.

“Es ist unfassbar schwierig, nachhaltige Verpackungen zu finden”

Laut eigener Aussage geht es den Gründern aber nicht nur um Geschmack, sondern auch darum, neue Maßstäbe in puncto Qualität und Nachhaltigkeit setzen.So sind zum Beispiel alle Zutaten Bio und die Verpackung aus einer kompostierbaren Hanffaser gestaltet.
Allein für diese Verpackung waren die Freunde über ein halbes Jahr auf der Suche: “ Wir mussten wirklich jeden erdenklichen Verpackungshersteller abklappern um überhaupt etwas zu finden, das nicht  Plastik oder Aluminium enthielt.”Für jeden Kauf pflanzt das Unternehmen zudem mit ihrem Partner „Eden Reforestation Projects“ drei Mangroven in Madagaskar. Somit sollen die CO2-Emissionen für Transport und Herstellung ausgeglichen werden.

Ausverkauft nach nur wenigen Monaten

Nach der Fertigstellung der Rezeptur führten Philipp und Luca erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter, um an das benötigte Kapital für die erste Produktcharge zu gelangen. Im Oktober letzten Jahres konnten die beiden endlich mit dem Verkauf über ihren Online-Shop starten. „Den Shop haben wir auch komplett selber gebaut und die Produkte bei mir im Keller gelagert. So konnten wir viele Kosten einsparen und dafür in Marketing investieren“, so Philipp. Bereits nach wenigen Monaten waren alle Produkte ausverkauft.

Die nächsten Schritte sind bereits geplant

Mittlerweile sind alle Produkte wieder auf Lager und die beiden Gründer gehen auf weiteren Expansionskurs. Die beiden Gründer sagen dazu: “Wir wollen jetzt schnellstmöglichst auch im Einzelhandel starten und weitere Marktplätze und Produkte angehen. Allerdings müssen wir strategisch vorgehen, da jede Fehlinvestition auch das Ende unseres Projektes bedeuten kann”. “Aber selbst dann hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Allein die Erfahrung war es schon wert!”

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Vetain GmbH

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