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Donnerstag, April 15, 2021

In der Krise gründen? Unbedingt, sagt Julien Backhaus

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Redaktion
Der UNITEDNETWORKER akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer, Startups und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

Medienunternehmer und Bestsellerautor Julien Backhaus wirbt nicht erst seit gestern für das Gründen. Aber viele sehen in der Krise die Ausnahme. Nicht so Backhaus. Er sagt deutlich, dass Gründen in Krisenzeiten mehr Vorteile biete.

Tatsächlich sind einige der größten Unternehmen der Welt in Krisenzeiten gegründet worden. Einige sogar in Kriegszeiten. Die Hälfte der Fortune 500 stammt aus Krisenzeiten. Und sogar die Zeitschrift selbst wurde zu Beginn des Ersten Weltkriegs gegründet. Auch viele deutsche Unternehmen wurden in katastrophalen Zeiten gegründet.

Welche Vorteile sprechen für das Gründen in schweren Zeiten?

Es sind einige offensichtliche Vorteile, die dafür sprechen. Der Gründer ist in einer besseren Verhandlungsposition gegenüber Vermietern, Leasinggesellschaften oder Zulieferern. Denn diese bleiben oft in Krisenzeiten auf ihren Angeboten sitzen und sind froh, wenn sich ein Interessent findet. Frankfurt zum Beispiel hat als beliebter Bürostandort einen stärken Leerstand als eh schon die letzten Jahre. Hier können bessere Mieten verhandelt werden. Und sogar Kreditgeber wie Banken vergeben nun leichter Gelder, denn die Regierung hat zum Beispiel das KfW Risiko der Banken ganz abgeschafft. Somit kann die Bank Darlehen vergeben, ohne selbst dafür haften zu müssen.

Welche unsichtbaren Vorteile gibt es?

Einer der wichtigsten Vorteile ist die geringere Konkurrenz. Denn in Deutschland wird ohnehin wenig gegründet. In Krisenzeiten geht diese Bereitschaft noch einmal stark zurück. Somit steht einem neu gegründeten Unternehmen weniger Konkurrenz gegenüber. Zudem steigt die Aufmerksamkeit. Denn wer jetzt den Mut hat, etwas aufzubauen, zieht die Blicke auf sich. Ein Produkt oder ein Service kann so sichtbarer im Markt platziert werden. Auch Personal gibt es in Krisen teilweise günstiger. Denn wo andere Unternehmen Zehntausende auf die Straße setzen, suchen Talente neue Arbeitgeber. Und wenn ein Überangebot (an Personal) vorherrscht, sinken die (Lohn-)kosten.

Welche Konzepte können eine Krise erfolgreich überstehen?

Es kommt weniger auf das Konzept an, sondern auf die Verfahrensweise. Grundsätzlich können alle Geschäftsmodelle sowohl in der Krise als auch im Wirtschaftswunder funktionieren – oder scheitern. Denn es kommt darauf an, wie die Kunden gebunden werden. Hier genießen zum Beispiel Direktvertriebe oder Onlineshops entscheidende Vorteile, denn Sie basieren auf dem direkten Draht zum Kunden. Anders sieht das aus bei vielen Ladenlokalen, die bisher diese Verbindung nicht aufgebaut hatten.

Hier gewinnen die, die Kundenbindungsprogramme oder Social Media einsetzen, um mit ihrer Kundschaft in Kontakt zu bleiben. Der Kunde benötigt weiterhin regelmäßige Impulse, ein Produkt zu kaufen. Wenn aber der Point of Sale (POS) wegfällt, weil ein Geschäft beispielsweise in einer Pandemie schließen musste, fehlen auch die Impulse. Hier müssen digitale Methoden geschaffen werden, den Kunden weiterhin mit Informationen zu füttern und zum Kauf zu bewegen. Es gibt heute keine reinen analogen Erfolgsgeschichten mehr. Es ist immer ein Hybrid zwischen Analog und Digital.

Foto/Quelle: MissionMittelstand


EGO – GEWINNER SIND GUTE EGOISTEN

Bestsellerautor Julien Backhaus hat ein neues Buch geschrieben. Das Werk trägt den provokanten Titel „EGO – Gewinner sind gute Egoisten“. Erschienen ist es wie schon das vorige Buch „ERFOLG“ beim Finanzbuchverlag in München (Münchner Verlagsgruppe). Bereits vor Erscheinungstermin stieg das Buch „EGO“ in die Top 5 Bestseller bei Amazon ein.

Dass der Begriff Egoismus keinen leichten Stand hat, weiß auch Backhaus: „Ich unterscheide in dem Buch ganz klar zwischen guten und schlechten Egoisten. Deshalb auch der Untertitel. Schlechte Egoisten schaden bewusst anderen, um selbst daraus einen Gewinn zu ziehen. Das ist Handeln aus der Schwäche heraus. Gute Egoisten hingegen wollen Freiheit und Selbstbestimmung. Alleine schon deshalb würden sie nicht den unlauteren Weg gehen. Denn er führt in die Abhängigkeit und Einsamkeit.“

In seinem neuen Buch gibt der Autor einen umfangreichen Ausblick auf viele Bereiche des Lebens und erklärt, wie man gut mit sich selbst umgeht, eine bessere Partnerschaft führt, mehr Geld im Job verdient und ein gesundes Umfeld pflegt. Außerdem spickt er seine Thesen mit allerlei prominenten Zitaten – vom Dalai Lama bis hin zu Karl Lagerfeld. „Alles in allem ist es ein Plädoyer für einen guten Egoismus im Leben. Das heißt, man denkt zwar zuerst an sich selbst, dann aber auch an alle, die einem wichtig sind. Wer stark ist, kann anderen helfen. Wer schwach ist, muss anderen zur Last fallen. Das will der gute Egoist nicht.

Weitere Informationen zum Buch

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