Start Blog Seite 1270

Geisel wird von Wagenknecht-Partei abgestraft

0

Thomas Geisel am 27.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Düsseldorfs früherer Oberbürgermeister und Ex-SPD-Politiker Thomas Geisel ist auf dem Gründungsparteitag der neuen Wagenknecht-Partei BSW von den Teilnehmern regelrecht abgestraft worden.

Bei der Wahl des erweiterten Parteivorstandes bekam Geisel mit 66,1 Prozent Zustimmung das mit Abstand schlechteste Ergebnis von 14 Kandidaten. Die größte Zustimmung erreichte der Publizist und Islamwissenschaftler Michael Lüders, der 97,6 Prozent erreichte, gefolgt von dem politisch bislang kaum bekannten Stefan Roth (96,8), der „Landesbeauftragter“ der Partei für Brandenburg sein soll, und der Bundestagsabgeordneten Zaklin Nastic (95,8 Prozent).

Erst dahinter folgte auf dem vierten Platz der frühere Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi (95,5 Prozent). De Masi und Geisel sind das designierte Spitzenduo des BSW bei der Europawahl.


Foto: Thomas Geisel am 27.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Frontex-Chef stößt mit Grenzschutz-Äußerungen auf Kritik

0

Eine Boje im Meer (Archiv), via dts NachrichtenagenturWarschau (dts Nachrichtenagentur) – Frontex-Chef Hans Leijtens hat mit Äußerungen, wonach eine nachhaltige Begrenzung von Migration unmöglich sei, scharfe Kritik auf sich gezogen. „Selbstverständlich zeigt ein konsequenter Grenzschutz Wirkung“, sagte Österreichs Innenminister Gerhard Karner der „Welt am Sonntag“.

„Sowohl beim Grenzschutz als auch bei den Abschiebungen kommt Frontex eine wichtige Rolle zu.“ Er sei immer dafür eingetreten, den europäischen Außengrenzschutz rechtlich und technisch robuster zu machen.

Griechenlands Migrationsminister Dimitris Kairidis sagte, Europa brauche „ein robustes Frontex mit einem starken Mandat. Wir müssen die Grenze bewachen, Menschenleben schützen und legale Alternativen zum illegalen Schmuggel von Migranten bieten.“

Der ungarische Botschafter in Deutschland, Peter Györkös, erklärte ebenfalls in Reaktion auf die Aussagen des Chefs der EU-Grenzschutzagentur: „Die Behauptung, der Schutz der Außengrenzen sei eine Illusion, ist nichts anderes als Selbstaufgabe und Kapitulation.“ Wer Migration nur managen, aber nicht stoppen wolle, sende eine „Einladung für die sich nach einem besseren Leben Sehnenden, eine Ermutigung für die Menschenschmuggler und bietet eine weitere Gelegenheit für unsere politischen Gegner zu hybrider Kriegsführung“.

Auch in Deutschland gibt es scharfe Kritik. „Die Aussagen des Frontex-Chefs sind irritierend“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU). „Eine Fußballmannschaft würde auch nicht auf eine Abwehr verzichten, weil der Gegner vielleicht trotzdem ein Tor schießt.“ Im Übrigen gebe es die „gute Tradition“, dass „Behördenchefs sich politisch allenfalls zurückhaltend äußern“.

Leijtens, Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, hatte vergangene Woche in der „Welt am Sonntag“ gesagt: „Nichts kann Menschen davon abhalten, eine Grenze zu überqueren, keine Mauer, kein Zaun, kein Meer, kein Fluss“. Manchmal werde so getan, „als könne man schlicht einen Deckel oben auf die Flasche setzen, und dann wird die Migration gestoppt. Aber das ist ein Irrglaube.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ging auf Anfrage nicht konkret auf die Behauptungen des Frontex-Chefs ein, sagte in einer Reaktion auf seine Aussage aber, dass eine Begrenzung illegaler Migration möglich sei. „Mir geht es darum, Migration zu steuern und die irreguläre Migration zu begrenzen“, erklärte Faeser. Die EU-Asylreform werde dafür sorgen, dass Menschen „nicht mehr einfach unregistriert weiterreisen“ könnten. „Asylverfahren für Menschen mit geringer Aussicht auf Schutz werden künftig schon an den EU-Außengrenzen geführt. Für rechtsstaatliche Standards und sichere EU-Außengrenzen ist der Einsatz von Frontex mit Personal und Technik essenziell.“

Auch EU-Migrationskommissar Margaritis Schinas übte Kritik. „Es kann keine EU-Migrations- und Asylpolitik geben ohne ein relevantes, robustes und koordiniertes System zum Management unserer Außengrenzen“, so Schinas.

In Deutschland stellen sich indes Politiker von SPD und Grünen an die Seite von Leijtens. „Die Aussagen des Frontex-Direktors bringen ein Stück weit erfrischende realpolitische Perspektiven in die Debatte zum Umgang mit Flucht“, konstatiert etwa die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic. „Die meisten Menschen, die bei uns ankommen, fliehen vor Krieg oder Verfolgung. Grenzen werden sie nicht aufhalten, und ihnen Schutz zu gewähren, ist ein Gebot unserer Humanität in Europa.“

„Grenzen konnten noch nie verhindern, dass Menschen aus einem Land flüchten oder in ein anderes Land flüchten“, sagte Lars Castellucci (SPD), der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag. „Gott sei Dank, wenn man sieht, wie viele Menschen in der NS-Zeit von Verfolgung bedroht waren und wie viele Menschen heute weltweit verfolgt werden.“ Er fügt hinzu: „Ordnung und Humanität wahrt man nicht durch höhere Mauern, sondern durch legale Möglichkeiten zur Einwanderung.“


Foto: Eine Boje im Meer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zuwanderung aus Drittstaaten erstmals größter Beschäftigungstreiber

0

Agentur für Arbeit (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Erstmals hat 2023 die Zuwanderung aus Drittstaaten außerhalb der EU und ohne Fluchtmigration den stärksten Beitrag zum Wachstum der Beschäftigung beigetragen, die Zahl der Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit ist hingegen demografiebedingt gesunken. Das geht aus bislang unveröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach ist die Zahl der Menschen mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz in Deutschland im vergangenen Jahr um knapp 264.000 gestiegen. Der Zuwachs geht allein auf Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit zurück, deren Zahl um gut 341.000 wuchs. Der größte Teil dieses Anstiegs geht auf Menschen aus Drittstaaten zurück. Die Statistik verzeichnet für sie ein Plus von knapp gut 257.000. Als Drittstaaten gelten Länder jenseits der EU, der Schweiz, Norwegens, Islands und Liechtensteins.

Die Zahl der Beschäftigten aus der Ukraine wuchs um rund 53.000, bei den Menschen aus den acht größten Asylherkunftsländern wie Syrien oder Afghanistan waren es gut 45.000, bei jenen aus den Westbalkanstaaten rund 43.000. Mit knapp 116.000 stellten Menschen aus den restlichen Drittstaaten – darunter zum Beispiel Indien oder die Türkei – die meisten neuen Beschäftigten.

Die Zahl der EU-Bürger mit einem sozialversicherungspflichtigen Job stieg um 84.000. Diese Personengruppe hatte bis 2022 stets die wichtigste Rolle bei der Erwerbsmigration gespielt. Dagegen verzeichnet die BA-Statistik einen Rückgang der Beschäftigung unter deutschen Staatsangehörigen um 77.000 – es ist mit Ausnahme des Coronajahrs 2020 das erste Minus seit 2009.

Der deutsche Arbeitsmarkt ist laut Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) auf Zuwanderung angewiesen, weil bis 2035 insgesamt gut sieben Millionen mehr Beschäftigte in Rente gehen, als Jüngere nachrücken werden.


Foto: Agentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ökonomen kritisieren AfD-Wirtschaftsprogramm scharf

0

AfD-Logo auf Bundesparteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel/München (dts Nachrichtenagentur) – Führende deutsche Ökonomen halten die wirtschaftspolitischen Ziele der AfD für widersinnig und gefährlich. „Die AfD wirft populistische, aber zu kurz gedachte Ansätze in eine Suppe, in der sie miteinander schwimmen, aber nicht zueinander passen“, sagte Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, dem „Spiegel“. So wolle die Partei zwar den „Dexit“, also den Austritt Deutschlands aus der EU, bekenne sich aber zum Freihandel.

„Das zentrale Problem ist, dass die AfD auf Abschottung und Autarkie setzt, was deutsche Wettbewerbsvorteile zunichtemacht“, sagte Clemens Fuest, Chef des Münchner Ifo-Instituts. Diese Politik stehe „in diametralem Widerspruch zu der tiefen Integration Deutschlands in die Weltwirtschaft.“

Der frühere Wirtschaftsweise Lars Feld warnt vor dem AfD-Plan, in Europa zu nationalen Währungen zurückzukehren. „Ein Ausstieg aus dem Euro oder gar der Europäischen Union wäre ein Programm zur Vernichtung des deutschen Wohlstandes“, so Feld. Ein Comeback der D-Mark wäre mit einer gigantischen Aufwertung verbunden, durch die Vermögen im Ausland entwertet und die Industrie im europäischen Wettbewerb geschwächt würde. „Eine internationale Finanzkrise wäre nicht auszuschließen.“

„Die AfD hat den Ruf einer Kleine-Leute-Partei, aber das ist sie nicht“, sagte Holger Stichnoth vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Er hat die finanziellen Effekte wichtiger AfD-Forderungen zur letzten Bundestagswahl berechnet. „An den Zahlen sieht man klar, wer davon profitiert – die Besserverdiener“, so der Forscher.

Karen Pittel, die am Ifo-Institut das Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen leitet, warnt vor einem von der AfD geforderten Stopp aller Subventionen für Solar- und Windkraft. „Wer den Ausbau der Windkraft verbietet, verlässt den ökonomisch effizienten Weg“, so die Forscherin. „Die Energiewende würde viel teurer.“

„Das ist alles ziemlich unausgegoren und offensichtlich widersprüchlich“, kommentiert der Wirtschaftsweise Martin Werding die Rentenpläne der Partei. „Für die Finanzierungsprobleme, die wir bis 2035 durch den Eintritt der Babyboomer in der Rente haben, hat die AfD keine Lösung.“

„Wir sind als Volkswirtschaft dringend auf Innovationen angewiesen, die uns produktiver machen, dazu brauchen wir innovationstreibende, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland“, sagte Simon Jäger, früherer Chef des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Potenzielle Zuwanderer würden aufmerksam beobachten, dass der AfD rassistische Vorstellungen wichtiger seien als wirtschaftliche Fragen, die ohnehin nicht die Kompetenz der Partei seien. Sie fragten sich: „Will ich mit meinen Kindern in ein Land ziehen, in dem bald schon die AfD etwas zu sagen haben könnte? Da geht bereits jetzt schon viel kaputt.“


Foto: AfD-Logo auf Bundesparteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD sieht keinen Grund für neuen Migrationsgipfel

0

Ankunftszentrum für Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD erteilt Forderungen von Unions-Ministerpräsidenten nach einem erneuten Migrationsgipfel bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine Absage. „Es sind nicht ständig neue Ministerpräsidentenkonferenzen im Wochentakt nötig, um von eigenen Problemen in den Bundesländern abzulenken“, sagte Fraktionsvize Dirk Wiese der „Rheinischen Post“.

Wiese ergänzte, zu Recht bemängelten die Städte und Gemeinden unter anderem bei den Flüchtlingskosten eine nicht auskömmliche Finanzierung durch einige Bundesländer. „Gerade NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigt mittlerweile zu schnell und zu oft mit dem Finger nach Berlin“, sagte Wiese. „Er sollte seine eigenen Hausaufgaben nicht vergessen und die stapeln sich mittlerweile sehr hoch.“

Die Situation in den Kitas und Schulen sei mehr als angespannt. Auch bei der wichtigen Altschuldenregelung glänze Wüst eher durch „Taschenspielertricks, anstatt konstruktive Lösungen gemeinsam mit dem Bund zu erarbeiten“.

Wüst und der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, hatten eine Sonder-MPK zur Migration gefordert, um zu prüfen, inwieweit die im vergangenen November getroffenen Beschlüsse bereits umgesetzt sind.


Foto: Ankunftszentrum für Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bericht: Bahn und GDL verhandeln wieder

0

GDL-Streik (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL sprechen die Konfliktparteien offenbar wieder miteinander. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Demnach gab es in der Nacht zu Samstag wieder Gespräche zwischen dem Konzern und der Gewerkschaft. Allerdings war zunächst noch unklar, ob dadurch der noch bis Montagabend laufende Streik der GDL eventuell vorzeitig beendet werden könnte. Für Samstagnachmittag wird eine Erklärung von Bahn und GDL erwartet.

An ihren Forderungen will die Gewerkschaft weiter festhalten. Ziel bleibe eine 35-Stunden-Woche ab 2028, sagte GDL-Chef Claus Weselsky und stellte auch längere Streiks in der Zukunft in Aussicht, wenn es im DB-Vorstand „keine Bewegung“ gebe.


Foto: GDL-Streik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD-Vize spricht sich für Verbot der "Jungen Alternative" aus

0

Achim Post (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Auseinandersetzung mit der AfD nimmt die SPD die Nachwuchsorganisation der Partei ins Visier. „Zum Kampf gegen Rechtsextremismus gehören auch Verbote von Vereinen wie der Jungen Alternative“, sagte der SPD-Vizevorsitzende Achim Post den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die „Junge Alternative“ sei bereits in vier Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft. „Wenn die Gerichte die Einstufung der Jungen Alternative als Verdachtsfall und als gesichert rechtsextremistisch bestätigen, bin ich dafür, die Organisation als Ganze zu verbieten.“

Die „Junge Alternative“ ist keine Partei, die Hürden für ein Verbot sind damit niedriger. „Der strafrechtliche Verfolgungsdruck auf die rechtsextreme Szene müsse aufrechterhalten werden“, sagte der SPD-Vize. „Damit meine ich vor allem Vorfeldbewegungen wie die Reichsbürger, die Identitäre Bewegung oder auch die Junge Alternative.“


Foto: Achim Post (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Über 100 Aufnahmen aus Iran in "vereinfachtem Verfahren"

0

Iranische Botschaft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Zusammenhang mit Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen politischer Gegner in Iran hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr mehr als 100 Menschen in einem Sonderverfahren aus dringenden humanitären Gründen eine Aufnahme in Deutschland zugesagt. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage der Linkspartei hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Seit Februar 2023 sind nach Paragraf 22 des Aufenthaltsgesetzes „deutlich über 100“ Aufnahmezusagen im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens durch die deutschen Behörden ausgesprochen worden, um insbesondere diejenigen Iraner zu unterstützen, die „aufgrund ihrer herausgehobenen Rolle bei den Protesten nach dem Tod von Jina Mahsa Amini einer besonderen Verfolgung ausgesetzt sind“, teilte das Ministerium mit.

Die Linkspartei wirft der Bundesregierung dagegen vor, nicht genug für den Schutz für Asylsuchende aus dem Iran zu tun. „Mehr als die Hälfte aller iranischen Asylsuchenden bekam 2023 keinen Schutz beim Bamf, und zuletzt ist die Schutzquote sogar noch gesunken“, sagte Linken-Politikerin Clara Bünger den Funke-Zeitungen. „Diese Entscheidungspraxis ist unverantwortlich“, Menschen aus dem Iran, die in Deutschland kein Asyl bekämen, drohe die Abschiebung „in ein Land, das Oppositionelle einsperrt, foltert und schlimmstenfalls ermordet“.

Bünger fordert eine „sichere Aufenthaltsperspektive“ für Iraner in Deutschland. Ende 2023 endete ein offizieller Abschiebestopp der Bundesländer mit Bezug zum Iran.


Foto: Iranische Botschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wellnessresidenz Schalber

0
Wellnessresidenz Schalber

Wellnessresidenz Schalber*****s verwöhnt mit erstklassiger Wellness und exquisiter Gourmetküche. Serfaus-Fiss-Ladis erwartet Genießer mit einem hervorragenden Wintersportgebiet.

Sonnenbrillen raus und ab auf die Piste. Jetzt ist die beste Zeit, um in die sagenhafte Schönheit der Berge einzutauchen. Mit dem Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis liegt den Sonnenskifahrern eines der größten und schneesichersten Skigebiete der Ostalpen zu Füßen. Wer es besonders genussvoll haben möchte, der wohnt in der Wellnessresidenz Schalber*****s. Wohltuende Wellness auf höchstem Niveau und erlesene Kulinarik haben hier ihr Zuhause. Vom luxuriösen Schalber-Skidepot zur kostenlosen U-Bahn sind es nur 80 Meter. Damit geht es bequem und schnell zur Talstation der Seilbahnen Serfaus und hinein in den Pistenzauber.

Viel Sonne, blauer Himmel und angenehme Temperaturen – das lieben die Skifahrer zum Winterfinale. Geradezu unerschöpflich ist die Auswahl an Pisten in Serfaus-Fiss-Ladis – ganz zu schweigen von den verlockenden Sonnenterrassen für eine ausgiebige Pause im Liegestuhl. Für Snowboarder stehen im Skigebiet eigene Funparks und ein riesiges Freeride-Gelände zur Verfügung. Carver sind auf den tollen Carvingstrecken in ihrem Element. Rennläufer „kämpfen“ auf den zwei permanenten Rennstrecken um Hundertstel und Tausendstel. Für Anfänger und Fortgeschrittene sowie für die ganze Familie ist das Pistenangebot ideal: Breite Pisten mit viel Platz ermöglichen Skifahren in allen Schwierigkeitsgraden. Kinder sind im Skigebiet bestens aufgehoben, sei es in hervorragenden Skikursen speziell auf die kindlichen Bedürfnisse ausgerichtet, in verschiedenen tollen Kinderskiarenen oder in der Murmlikrippe im Talstationsbereich der Bergbahnen in Serfaus, wo Kinder von 0 bis 5 Jahren professionell betreut werden.

Die Wellnessresidenz Schalber bettet den frühlinghaften Skigenuss in ein unvergleichliches Hotelerlebnis. Wer nach dem Wintersport zurück kommt ins Hotel, der taucht in eine wohlig warme Welt des Wohlbefindens ein. 5.000 m2 widmen sich dem Baden und Schwimmen, dem Saunieren, Ruhen und Massieren. Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser vereinen sich zu einem Ambiente der größtmöglichen Entspannung: das Hallenbad mit Sole- oder Whirlpool, die Tiroler Schwitzstube, das japanische Dampfbad, die prickelnde Eisgrotte – es ist Wellness-Zeit. Im Lady SPA bleiben die Damen unter sich. Sie erleben die sanfte Wärme in der Rosenblütensauna, die heilsame Wirkung der Soledämpfe in der Himalaya-Salzsteingrotte und viele Wohlfühlmomente mehr. Im Private Spa zelebrieren Paare exklusive Stunden unter vier Augen. Ein Highlight ist zweifelsohne das große Angebot an Ayurveda-Behandlungen. Zahlreiche Beautytreatments und Behandlungen, Massagen, Körperanwendungen, Bäder und vieles mehr schenken kostbare Stunden fernab von Stress und Hektik. Im Familienhallenbad und in der Familiensauna finden Groß und Klein alles, um gemeinsame Wellness-Zeit zu genießen.

Seit einem halben Jahrhundert lebt die Gastgeberfamilie in der Wellnessresidenz Schalber herzliche Gastfreundschaft, Liebe zum Detail und exquisiten Geschmack. Wenn abends erlesene Gerichte im eleganten Ambiente serviert werden, dann sind die Feinschmecker glücklich. Für höchste Kochkunst garantiert Küchenmeister und Haubenkoch Gerhard Krießmann. Er begeistert Gäste von nah und fern mit einer Gourmet-Verwöhnpension, die ihrem Namen mehr als gerecht wird. Edle Weine aus dem umfangreichen Weinkeller begleiten die herausragende Küche.

Familien-Skiwochen (24.02.–16.03.24) – Pistenspaß für Groß und Klein
Leistungen: 7 Nächte inklusive abwechslungsreichem, vitalem Tagesprogramm, 1 Kaiserbad für 2 Personen, Schalber-Wellness-Verwöhnpension – Preis p. P.: ab 2.205 Euro

Firnwoche (16.–23.03.24)
Leistungen: 7 Nächte inklusive vitalisierendem Kaiserbad für 2 Personen, buntes Spiel- und Spaßprogramm für Groß und Klein, Schalber-Wellness-Verwöhnpension – Preis p. P.: ab 1.708 Euro

Ostern (23.03.–02.04.24)
Leistungen: 7 Nächte inklusive vitalisierendem Kaiserbad für 2 Personen, Ostereier-Färben für die Kinder, lustige Ostereiersuche, buntes Spiel- und Spaßprogramm, Schalber-Wellness-Verwöhnpension – Preis p. P.: ab 2.205 Euro

Wellnessresidenz Schalber
Dorfbahnstraße 15
6534 Serfaus
Tel.: +43 (0) 54 76 / 67 70
info@schalber.com
www.schalber.com

Bild Wellnessresidenz Schalber

Quelle © mk Salzburg

Die Märkte rennen der FED davon

0
FED
Foto von Dr. Sonal Desai (Quelle: Franklin Templeton)

Die am kommenden Mittwoch bevorstehende Fed-Sitzung kommentiert Dr. Sonal Desai, CIO Franklin Templeton Fixed Income:

Viele Anleger lassen sich wieder einmal von ihren optimistischen Erwartungen im Hinblick auf eine weniger restriktive Geldpolitik davontragen. Die Fed hat für dieses Jahr Zinssenkungen im Umfang von 75 Bp. signalisiert, und das scheint angesichts der Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation realistisch. Die Märkte begannen jedoch irgendwann, Zinssenkungen von etwa 150 Bp. einzupreisen, zudem gehen sie davon aus, dass die Zinsen bereits ab März gesenkt werden, und dazu wird es meiner Ansicht nach nicht kommen.

Die Märkte haben der Fed bei der Lockerung bereits viel Arbeit abgenommen: Die Finanzierungsbedingungen haben wieder das gleiche Niveau erreicht, als der US-Leitzins noch bei gerade mal 1,75 % lag. Die Wirtschaft ist nach wie vor robust, daher dürfte die Fed keine Eile haben, die Zinsen zu senken. Allerdings kann man nur schwer vorhersagen, ob und wie der Wahlkalender den Zinssenkungskalender beeinflussen könnte.

Meiner Meinung nach wird immer deutlicher, dass der neutrale Zinssatz höher ist als die Märkte glauben und die Fed nach wie vor andeutet. Nur so lässt sich erklären, dass die US-Wirtschaft so stark bleiben konnte, obwohl der US-Leitzins seit vergangenem Mai über 5 % liegt. Meines Erachtens liegt der natürliche Zinssatz nominal wahrscheinlich bei 4 % oder etwas darüber, und nicht bei den 2,5 %, die der Offenmarktausschuss der Fed in seinen langfristigen Prognosen angibt.

Üppige Liqudität

Ich bin auch etwas beunruhigt darüber, dass die US-Notenbank angedeutet hat, ihre Bilanz weiterhin extrem groß halten zu wollen. Oft heißt es, die Menge an Währungsreserven einer Zentralbank habe nichts mit der Kreditvergabe von Banken zu tun. Hier werden meines Erachtens wichtige Punkte verwechselt. Es stimmt, dass eine Ausweitung der Bilanz der Fed die Banken nicht automatisch zwingt, mehr Kredite zu vergeben. Es stimmt aber auch, dass ein hoher Bestand an Währungsreserven, der einer großen Bilanz der Fed entspricht, großen Spielraum für eine verstärkte Kreditvergabe und Kreditaufnahme schafft, falls die Banken dies wünschen. Und es stimmt auch, dass eine große Bilanz durch ihre Auswirkung auf die Liquidität zu lockeren Finanzierungsbedingungen beiträgt.

Das ist schließlich genau der Grund, warum die Fed die quantitativen Lockerungsmaßnahmen überhaupt auf den Weg gebracht hat. Die Fed mag verschiedene Gründe haben, warum sie eine größere Bilanz vorzieht (unter anderem möglicherweise aufgrund der fiskalischen Dominanz und der finanziellen Repression), doch meines Erachtens ist das riskant. Indem die Fed dafür sorgt, dass weiterhin erheblicher Spielraum für die Kreditvergabe und Kreditaufnahme vorhanden ist, schafft sie eine weitere Möglichkeit für volatile Anpassungen im Wirtschafts- und Finanzsystem – und bestärkt die Märke in ihrer Einschätzung, dass das Umfeld üppiger Liquidität, das nach der globalen Finanzkrise herrschte, sich wieder einstellen wird.

Die US-Wirtschaft präsentiert sich zu Beginn des Jahres 2024 widerstandsfähig, unterstützt durch starke Aktienmärkte, eine lockere Fiskalpolitik und einen robusten Arbeitsmarkt, auf dem das Lohnwachstum weiterhin deutlich über dem Inflationsziel liegt. Daher komme ich zu dem Schluss, dass eine Rückkehr zu der sehr lockeren Geldpolitik, die sich die Märkte nach wie vor wünschen, in keiner Weise gerechtfertigt ist.

All diese Punkte sorgen für ein sehr anspruchsvolles Investitionsumfeld, denn die Märkte haben die Fed weit hinter sich gelassen, sie haben bereits mehr geldpolitische Maßnahmen eingepreist als in diesem Jahr realistisch zu erwarten sind. Ich rechne daher in den kommenden Quartalen mit mehr Volatilität, die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen könnte sich wieder der Marke von 4,50 % annähern. In den kommenden Quartalen dürfte eine Verlängerung der Duration immer attraktiver erscheinen. Meines Erachtens werden festverzinsliche Wertpapiere wieder zunehmend als Diversifikationsmöglichkeit in einem Portfolio dienen. Sie werden letztendlich von einer geringeren Volatilität profitieren, wenn die Märkte wieder weniger stark auf die Reaktionen der Fed achten.

Die Märkte rennen der FED davon

Foto von Dr. Sonal Desai (Quelle: Franklin Templeton)

Kennen Sie schon das Wirtschaftsmagazin „Paul F„? Jetzt bei Readly lesen. Eine kostenlose Leseprobe von Paul F gibt es bei United Kiosk. Ebenfalls finden Sie die aktuelle Ausgabe im Lesezirkel von Sharemagazines.