Die Ergebnisse der heutigen EZB-Sitzung kommentieren Jan Felix Gloeckner von Insight Investment und Colin Finlayson von Aegon Asset Management:
- EZB bleibt vorsichtig
Kommentar von Jan Felix Gloeckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment:
In einer Entscheidung, die niemanden überraschte, beließ die EZB die Zinssätze wie erwartet unverändert und bekräftigte, dass die Zinssätze bereits auf einem Niveau seien, das ausreiche, um einen „substanziellen Beitrag“ zur Rückkehr der Inflation zum Ziel zu leisten. Da die Auswirkungen der vorherigen Straffung noch nicht in vollem Umfang auf das Wachstum durchschlagen, glauben wir, dass der nächste Schritt eine Lockerung sein wird, aber die Frage ist, wann.
Die aktuellen Marktpreise scheinen übertrieben zu sein, da ein aggressiver Lockerungszyklus eingepreist ist und einige Spekulationen darauf hindeuten, dass die erste Zinssenkung bereits im April erfolgen könnte. Solange die Inflationsdaten nicht deutlich nach unten überraschen, wird die Bank unserer Meinung nach vorsichtig bleiben und wahrscheinlich nicht vor dem Sommer mit der Senkung beginnen.
- Markt schenkt Lagardes Versuch, Zinssenkungsenthusiamus zu dämpfen, wenig Beachtung

Kommentar von Colin Finlayson, Aegon Asset Management:
Die EZB beließ den Leitzins, wie allgemein erwartet, unverändert bei 4 %. Obwohl Lagarde versuchte, die aktuellen Markterwartungen für Zinssenkungen im kommenden Monat zu dämpfen, musste sie einräumen, dass sowohl die zugrunde liegende Inflation als auch die Inflationserwartungen weiter gesunken sind. Da die aktuellen Wachstumsaussichten der EZB als rückläufig eingestuft wurden, schenkte der Markt ihren Versuchen, den Zinssenkungsenthusiasmus zu dämpfen, wenig Beachtung. Die EZB geht davon aus, dass sie frühestens im Sommer mit Zinssenkungen beginnen wird, aber wir sind der Meinung, dass sie sich den Luxus nicht leisten kann, so lange zu warten.
EZB bleibt vorsichtig
Foto von Jan Felix Gloeckner (Quelle: Insight Investment) und Colin Finlayson (Quelle: Aegon Asset Management)
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat die Länder aufgefordert, die Unterrichtsqualität in der Grundschule zu stärken. „Mehr Lehrkräfte im Grundschulbereich eröffnen Raum für einen Qualitätsschub“, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Ich setze darauf, dass die Länder die Chance ergreifen und aus dem Plus an Personal ein Plus an Chancengerechtigkeit und an Grundkompetenzen wird.“
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), will die EU-Grenzschutzagentur Frontex von derzeit 2.200 auf 30.000 Beamte ausbauen. Die Behörde sei „zu klein und mit zu wenig Kompetenzen ausgestattet, um die Außengrenzen alleine zu sichern“, sagte Weber der „Welt am Sonntag“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des Lokführerstreiks will die FDP Lokführer der Deutschen Bahn in den nächsten Jahren schrittweise durch Künstliche Intelligenz ersetzen. Das berichtet die „Bild“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf ein entsprechendes Forderungspapier.

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Missbrauchsopfer in der Evangelischen Kirche und Diakonie ist offenbar deutlich höher als bislang angenommen. Das geht aus einer am Donnerstag in Hannover vorgestellten Studie des interdisziplinären Forschungsverbunds „Forum“ hervor.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstag nach einem verhaltenen Start in den Handelstag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.830 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Nutzer von kostenpflichtigen Videostreaming-Plattformen haben ein Faible für Produktionen aus dem Ausland. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor.

