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Deutschland vernichtete 2024 weitere 64 Millionen Corona-Impfdosen

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Impfspritze wird aufgezogen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat im Jahr 2024 weitere 64,1 Millionen Corona-Impfdosen vernichtet. Das berichtet das Portal „Business Insider“ unter Berufung auf Angaben des Zentrums für Pandemie-Impfstoffe und Therapeutika, eine Unterorganisation des Paul-Ehrlich-Instituts.

Insgesamt steigt die Zahl der vernichteten Corona-Impfdosen somit auf fast 200 Millionen, nachdem vergangenes Jahr bereits um die 132 Millionen Dosen entsorgt wurden. Ein Grund für die Entsorgung ist beispielsweise das Erreichen des Verfallsdatums.

„Die Kosten für die Vernichtung bisher abgelaufener Corona-Impfstoff-Dosen für den Zeitraum ab 2022 belaufen sich auf ca. 145.000 Euro“, sagte eine Sprecherin des Zentrums für Pandemie-Impfstoffe und Therapeutika dem Portal.


Foto: Impfspritze wird aufgezogen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zu Fuß und per Rad durch das Valsugana

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MTB am Panarotta Berg Quelle: Markus Greber (TVB Valsugana Lagorai)

Das Valsugana zieht sich von Trento ostwärts etwa 80 Kilometer bis Bassano del Grappa. Die Dolomiten auf der Nordseite halten die Kälte ab, vom Süden setzen sich mediterrane Einflüsse durch. Biker und Wanderer erwartet im Valsugana eine extralange Saison.

Das Mikroklima des Valsugana reicht von nordisch-alpin bis mediterran und sorgt ab dem Frühling für eine unglaubliche Farbenpracht. Unten an Levico- und Caldonazzosee überzieht die Hänge ein Teppich aus weiß und rosa Kirsch- und Apfelblüten. Im Belle Epoque-Kurort Levico wandeln Besucher im größten historischen Park des Trento zwischen Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen. Hoch oben im Lagorai zieht bald der Almrausch nach und färbt die Hänge purpur.

An der Brenta in die Pedale treten

Die Zeit ist reif, um sich das Valsugana zu „erradeln“. Der Valsugana-Radweg ist ein Teil der Claudia-Augusta-Radroute von Augsburg nach Venedig. Er führt von Pergine ostwärts an Caldonazzo- und Levicosee vorbei und der Brenta entlang bis nach Grigno. Die abwechslungsreiche Landschaft liefert alle paar Kilometer Gründe zum Anhalten und Staunen: Calceranica al Lago und Caldonazzo am Seeufer ebenso wie später Borgo Valsugana mit seinen venezianischen Bauten an der Brenta. Auf der Höhe von Selva di Grigno sollte man die Wasserfälle und Grotten von Bigonda nicht versäumen. Bei Tezze beginnt bereits Venetien. Wer noch Kraft in den Beinen hat, tritt am Valsugana-Radweg weiter Richtung Primolano und Bassano del Grappa.

Im Lagorai und auf der Vezzena-Hochebene

Sobald sich auf den Gipfeln der Schnee weiter zurückzieht, kommen auch Mountainbiker und Bergwanderer in die Gänge. 300 Kilometer Passstraßen und Mountainbikerouten bis in die Zweitausender wurden per GPS erfasst – im Lagorai auf der Nordseite des Valsugana ebenso wie auf dem Altopiano di Vezzena auf der Südseite. Darunter sind klingende Namen wie der Passo Cinque Croci, der Monte Panarotta und die Kaiserjägerstraße (Strada del Menador), welche schon Schauplätze des Giro d’Italia waren. Auch Bergwanderer haben im Valsugana eine der spannendsten alpinen Landschaften vor sich.

Im ersten Weltkrieg verlief hier die Frontlinie der erbitterten Gebirgskämpfe zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Unterwegs in den Bergen passiert man immer wieder alte Militärbauten. Reizvoll ist auch die uralte Almenregion mit ihren Steinhäusern. Im Valtrigona liegt das einzige WWF-Naturschutzgebiet im Alpenraum. Das Val die Sella ist für die Arte Sella bekannt, internationale Natur-Kunstwerke die unter freiem Himmel mit Wind, Wetter und den Jahreszeiten wachsen und vergehen. www.visitvalsugana.it.

Zu Fuß und per Rad durch das Valsugana

Bild MTB am Panarotta Berg Quelle: Markus Greber (TVB Valsugana Lagorai)

Quelle mk Salzburg

Ein Gratis-Erlebnistag im Wanderhotel Vinschgerhof

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Erlebnistag Wandergruppe Quelle: Wanderhotel Vischgerhof

Raus in die Südtiroler Natur, die Berge, die Ruhe und den Weitblick genießen: Dazu lädt der Südtiroler Vinschgerhof mit einem 4=3 Spezialangebot und den schönsten Wandertouren von der Via Claudia Augusta über die Vinschger Waalwege bis zum Ortler.

Der Vinschgerhof ist ein zertifiziertes Wanderhotel mit fünf Bergkristallen, Rundum-Wanderservice und bis zu fünf geführten Wanderungen pro Woche. Vom Frühling bis in den Herbst gibt es zu bestimmten Terminen schon ab vier Übernachtungen eine Gratisnacht und damit einen Tag mehr, um die Schönheit des Vinschgaus voll auszukosten. Bei Gastgeberfamilie Pinzger beginnt das Naturerlebnis am Vortag mit vielen wertvollen Tipps und dem Studium der Wanderkarten. Am nächsten Morgen sorgt das Frühstücksbuffet für den guten Start in den Südtiroler Wandergenuss. Dann geht es gemeinsam mit einem von drei geprüften Wanderführern auf in die schönsten Ecken des Vinschgaus. Mit dabei sind fast immer auch Hunde, die im Vinschgerhof ebenso gern gesehene Gäste sind wie alle passionierten Wanderer.

Höhenmeter, so viel man will

Mit über 300 Sonnentagen im Jahr zählt der Vinschgau zu den sonnenreichsten Regionen im Alpenraum. Und er glänzt mit Ursprünglichkeit, Vielseitigkeit und grenzenloser Freiheit fernab von touristischen Trampelpfaden. Der Vinschgerhof liegt auf halber Strecke zwischen Meran und dem Reschensee und mittendrin im „wilden Westen“ Südtirols. Bei Schlanders zweigt das Martelltal zum Ortlermassiv ab, der Nationalpark Stilfserjoch und das Schnalstal sind „um die Ecke“. Die geführten Wanderungen reichen von der Via Claudia Augusta an der Etsch und den Waalwegen auf halber Höhe über die mediterranen Hänge am Vinschger Sonnenberg und die vielen Vinschger Almen bis hinauf unter der Viertausendergrenze im Ortlergebiet. Die Touren sind für die unterschiedlichsten Ambitionen geeignet. Fast immer lockt ein blauer Himmel hinaus in die Natur und ein Wandertaxi lädt dazu ein, die Natur auch einmal auf die eigene Faust zu erkunden.

Zum „Runterkommen“ Wellness und Küche

Ein ausgezeichnetes Wanderhotel machen neben der idealen Lage und der alpinen Kompetenz aber auch ein gutes Wellnessangebot aus. Nach dem Tag auf Achse lädt daher die Vista Wohlfühloase im vierten Stock des Vinschgerhofs zum Füße hochlagern. Während sich in Sky Whirlpool, Saunen, Ruheräumen und im Indoor-Pool unter der Glaskuppel pure Entspannung breitmacht, schweift der Blick über die Berge des Vinschgaus und die Ziele des nächsten Tages. Fehlt nur noch der köstliche Abschluss des Tages: Das Küchenteam verwöhnt mit regionaler und mediterraner Küche – begleitet von einem Südtiroler Klassiker aus dem gut sortierten Weinkeller. Damit wird klar, warum sich der Vinschgerhof nicht nur als Wanderhotel, sondern auch als Gourmethotel versteht. www.vinschgerhof.com

4=3 SPEZIALANGEBOT IM VINSCHGERHOF
04.–17.04.25, 21.04.–01.05.25, 04.–29.05.25, 01.–06.06.25, 09.–19.06.25, 22.06.–13.07.25, 19.10.–09.11.25
1 Tag geschenkt ab 4 Übernachtungen. Inklusive: Halbpension. Panorama-Wellnessbereich mit Ruheräumen, Finnische und Biosauna, Hallenschwimmbad mit direktem Zugang zur Liegewiese. Bis zu 5 geführte Wanderungen pro Woche, Wanderrucksack auf dem Zimmer, Verleih von Teleskopstöcken, Wanderkarten, Putz- und Trockenstation für Wanderschuhe, Waschraum für Sportbekleidung, gratis Fahrradverleih. – Preis p. P. ab 282 Euro.

Ein Gratis-Erlebnistag im Wanderhotel Vinschgerhof

Bild Wandergruppe Quelle: Wanderhotel Vischgerhof

Quelle mk Salzburg

CDU-Rechtspolitiker will Bamf in Sicherheitsdebatte einbeziehen

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Anschlag von Magdeburg fordert der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Günter Krings, mehr Befugnisse für die deutschen Sicherheitsbehörden und eine stärkere Einbeziehung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

„Wir können uns nicht länger damit zufriedengeben, dass Hinweise auf Gewalttäter und Terroristen oftmals nur von ausländischen Diensten kommen“, sagte Krings dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Deshalb brauchten die deutschen Sicherheitsbehörden mehr eigene Befugnisse, um gerade auch im digitalen Bereich mehr eigene Erkenntnisse zu gewinnen. Sie müssten dann aber auch in der Lage sein, aufgrund solcher Erkenntnisse Gefährder aus dem Verkehr ziehen zu können.

„Auch die Befugnis und die Pflicht zur behördlichen Zusammenarbeit und zum Datenaustausch ist zu verbessern“, forderte Krings. Dazu gehöre, auch das Bamf dezidiert als Sicherheitsbehörde zu verstehen. Denn angesichts der schieren Zahl von Zuwanderern aus der islamischen Welt stünden die Behörden unter einem enormen Druck.

„Solche Verbesserungen haben wir als CDU und CSU in den letzten Jahren vergeblich von den drei Ampel-Parteien eingefordert“, sagte Krings. „Ich hoffe sehr, dass die entsetzliche Bluttat von Magdeburg zu einem Umdenken führt.“ Und er hoffe, dass die Menschen nicht auf Populisten hereinfallen, sagte der CDU-Politiker. „Denn gerade die AfD misstraut unseren Sicherheitsbehörden und will ihnen deshalb die nötigen Instrumente in Wahrheit verweigern.“


Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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GdP will deutlich mehr Befugnisse für Sicherheitsbehörden

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Polizei am Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Weihnachtsmarktanschlag von Magdeburg fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine deutliche Ausweitung der Befugnisse für die Sicherheitsbehörden. „Wir müssen vor die Lage kommen“, sagte der Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). „Kriminalität ist brutaler und vor allem unvorhersehbarer geworden.“

Roßkopf kritisierte vor allem die weiterhin fehlende Umsetzung des neuen Bundespolizeigesetzes. „Wir arbeiten alleine bei der Bundespolizei mit einem Gesetz von 1994, und seit über vier Jahren findet die Politik keinen Nenner, um dieses Gesetz zu modernisieren.“

Die Sicherheitsbehörden müssten endlich die rechtlichen Möglichkeiten bekommen, „welche auf der Höhe der Zeit sind“. Dazu gehörten die Online-Durchsuchung, die Quellen-TKÜ zur Überwachung von Telefongesprächen über das Internet, die Gesichtserkennung mithilfe von KI-Software sowie weitere Kontrollbefugnisse. „All dies muss sofort auf den Prüfstand und neu geregelt werden“, sagte Roßkopf.


Foto: Polizei am Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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US-Ökonom Rogoff für Lockerung der deutschen Schuldenbremse

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Schuldenuhr (Archiv), via dts NachrichtenagenturCambridge (dts Nachrichtenagentur) – Um die deutsche Wirtschaft anzukurbeln, plädiert der US-Ökonom Kenneth Rogoff für eine Lockerung der Schuldenbremse. „Ich glaube, dass sie zu strikt ist und Deutschland mehr fiskalpolitischen Spielraum braucht“, sagte Rogoff dem „Spiegel“.

Die Schuldenbremse habe geholfen, die deutsche Staatsverschuldung niedrig zu halten. Nun seien aber höhere Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung notwendig, sagte der Ökonom, der sonst als Kritiker hoher Staatsschulden gilt.

„Deutschland kämpft mit einer maroden Infrastruktur, hohen Energiepreisen und wachsender Konkurrenz für die Autoindustrie“, sagte Rogoff. „Jetzt kommen drohende Strafzölle aus den USA und ein Handelskrieg hinzu.“ Angesichts der zahlreichen Herausforderungen seien aber nicht nur höhere Investitionen, sondern auch Reformen nötig, so Rogoff: „Ich glaube fest an ein starkes Comeback der deutschen Wirtschaft, aber bis dahin werden Jahre vergehen.“

Der Ökonom warnt zugleich vor Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems angesichts des Booms von Kryptowährungen wie dem Bitcoin: „Schon jetzt sind Kryptowährungen und das traditionelle Finanzsystem eng verflochten“, sagte Rogoff. „Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wird die Kryptobranche zum systemischen Risiko für das US-Finanzsystem und damit für die US-Wirtschaft.“ Der Kurs der ältesten und größten Kryptowährung hatte nach dem Wahlsieg von Donald Trump neue Rekordstände erreicht.


Foto: Schuldenuhr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bauhauptgewerbe verzeichnet wieder mehr Aufträge

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Baustelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der reale Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Oktober 2024 gegenüber September kalender- und saisonbereinigt um 5,6 Prozent gestiegen. Dabei nahm der Auftragseingang sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau um jeweils 5,6 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2023 nahm der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 1,5 Prozent ab. Der nominale Auftragseingang lag 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. In den ersten zehn Monaten 2024 sanken die kalenderbereinigten Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 1,9 Prozent und nominal um 0,2 Prozent.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe nahm im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent zu, so die Statistiker weiter. Der nominale Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro. Dabei sank der Umsatz im Hochbau real um 2,9 Prozent (nominal: -1,1 Prozent), während er im Tiefbau um 6,5 Prozent anstieg (nominal: +9,5 Prozent).

In den ersten zehn Monaten 2024 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 1,0 Prozent, nominal nahmen sie um 0,5 Prozent zu. Innerhalb des Bauhauptgewerbes sanken die Umsätze in diesem Zeitraum im Hochbau real um 5,8 Prozent, während sie im Tiefbau um 1,6 Prozent anstiegen. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent ab.


Foto: Baustelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Frei wirft Bundesregierung nach Magdeburg-Anschlag Versäumnisse vor

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Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei wirft der Bundesregierung nach dem Anschlag in Magdeburg Versäumnisse beim Kampf gegen Hass und Hetze im Internet vor.

„Natürlich hätte die Bundesregierung mehr tun müssen, um den `Wilden Westen` in den sozialen Medien zurückzudrängen“, sagte Frei dem „Stern“. Deutschland habe mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz aus der Zeit der Großen Koalition zu den Vorreitern beim Kampf gegen Hass im Netz gehört. „Jetzt gehören wir zu den Schlusslichtern.“

Der Täter von Magdeburg soll vor seiner Tat auf der Plattform X/Twitter von seinem Tod geschrieben, sich die Todesstrafe für Angela Merkel gewünscht und Rache an Deutschland angedroht haben. Freit sagte: „Die Bundesregierung hätte eine Struktur schaffen müssen, damit entsprechende Hinweise vernünftig bearbeitet werden können.“ Ansonsten warnte Frei aber vor Schnellschüssen bei der Beurteilung der Tat: „Wir sollten uns davor hüten, vorschnell zu urteilen. Die Ermittlungen stehen gerade erst am Anfang.“

Für die Zeit nach der Bundestagswahl versprach der CDU-Politiker die Einführung der Vorratsdatenspeicherung und verbesserte Kontrollmöglichkeiten im öffentlichen Raum. „Wir müssen aufs Tempo drücken, da die vergangenen drei Jahre leider verlorene Jahre waren“, sagte Frei.


Foto: Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Ökonomen zweifeln an schuldenfinanziertem Stromnetz-Ausbau

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Strommast (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Führende Ökonomen kritisieren das im Wahlprogramm der Grünen angelegte Konzept für den schuldenfinanzierten Ausbau der Übertragungsnetze.

„Das ist Realitätsverweigerung“, sagte die Wirtschaftsweise Veronika Grimm der „Bild“ (Montagsausgabe). Der Staat werde das nicht stemmen können. „Es ist dringend notwendig, privates Kapital zu mobilisieren, um den Netzausbau zu stemmen. Wenn der Staat da die Planung übernimmt, dürfte es nur alles noch teurer werden. Eine derart hohe Schuldenaufnahme verhindern außerdem – zu Recht – die europäischen Fiskalregeln.“ Bei den Grünen seien doch viele junge Menschen engagiert, so die Wissenschaftlerin: „Es ist verrückt, zu beobachten, wie sie sich den Teppich unter den Füßen wegziehen.“

Eine Grünen-Sprecherin widerspricht im Auftrag der Parteispitze: „Die europäischen Fiskalregeln lassen durchaus Spielraum für diese Maßnahme.“ Dieser Spielraum hänge unter anderem vom Wirtschaftswachstum ab.

Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte der Zeitung: „Die Vorstellung, dass Dekarbonisierung ohne Opfer möglich ist, ist eine Illusion. Die Umstellung auf klimaneutrales Wirtschaften ist mit erheblichen Kosten verbunden.“ Die Politik könne versuchen, diese Kosten umzuverteilen, aber die große Mehrheit der Bevölkerung werde sie tragen müssen.

2025 liegt der Betrag, den die Betreiber für Bau und Betrieb der Netze veranschlagen und als Netzentgelte umlegen dürfen („Erlösobergrenze“), bei 11,7 Milliarden Euro. Die prognostizierten Investitionskosten für den Ausbau der deutschen Übertragungsnetze belaufen sich bis zum Jahr 2045 auf rund 328 Milliarden Euro.

Die Netzentgelte für Unternehmen und private Verbraucher sollen dem Grünen-Plan zufolge abgeschafft, der Netzausbau stattdessen durch Schulden finanziert werden. Man übernehme „die Netzentgelte für die überregionalen Stromleitungen aus dem Deutschlandfonds“, heißt es im Wahlprogramm. Dieser „Deutschlandfonds“ soll neu eingerichtet und mit Krediten in Milliardenhöhe gefüllt werden.


Foto: Strommast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Vertrauen in evangelische Kirche sinkt auf Rekordtief

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Kreuz in einem Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Vertrauen in die evangelische Kirche ist 2024 auf ein Rekordtief gesunken. Das ist ein Ergebnis des Rankings des Vertrauens zu Institutionen, das Forsa seit fast zwei Jahrzehnten für „Stern“, RTL und ntv ermittelt.

Während der evangelischen Kirche 2005 noch 42 Prozent der Deutschen vertrauten und 2017 zwischenzeitlich sogar 48 Prozent, ist der Wert nun auf 27 Prozent gesunken. Das ist zum bisherigen Tiefstand von 28 Prozent im Jahr 2022 nochmal ein Verlust um einen Prozentpunkt. Die evangelische Kirche stand zuletzt wegen ihres Umgangs mit Missbrauchsfällen in der Kritik.

Das Vertrauen in die katholische Kirche ist allerdings noch deutlich geringer, aber hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Der Wert ist gegenüber dem bisherigen Tiefstand im vergangenen Jahr leicht von 10 auf 11 Prozentpunkte gestiegen. 2005 dagegen vertrauten der katholischen Kirche noch 24 Prozent. Der höchste Wert wurde 2017 mit 29 Prozent erreicht. Damit hat sich das Ergebnis im Lauf der Zeit mehr als halbiert.

Das Ansehen des Papstes ist mit 16 Prozent nur geringfügig höher. Allerdings hat Papst Franziskus seinen zwischenzeitlichen Vertrauensvorschuss komplett verloren. 2016 hatten ihm immerhin 60 Prozent das Vertrauen ausgesprochen. Auch hier dürften die Missbrauchsskandale eine Rolle gespielt haben.

Vergleichsweise hoch ist mit 36 Prozent das Ansehen des Zentralrates der Juden. Allerdings hat sich der Wert gegenüber 2022 um fünf Prozentpunkte verringert – möglicherweise eine Begleiterscheinung der Kritik an Israels Vorgehen in Gaza. Unverändert am geringsten ist das Vertrauen in den Islam: Lediglich 6 Prozent vertrauen dieser weltanschaulichen Institution.

Auffällig sind die Abweichungen bei den 18-bis-29-Jährigen, bei denen der Migrationshintergrund eine größere Rolle spielen dürfte: Sie vertrauen dem Islam (16 Prozent) inzwischen mehr als dem Papst (13 Prozent) und der katholischen Kirche (11 Prozent).

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 6. und 13. Dezember 2024 telefonisch erhoben. Datenbasis: 4.004 Befragte. Die genaue Formulierung der Frage lautete: „Bitte geben Sie jeweils an, ob Sie dieser Gruppe bzw. Institution sehr großes Vertrauen, großes Vertrauen, eher wenig Vertrauen oder gar kein Vertrauen entgegenbringen.“


Foto: Kreuz in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts