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Sebastian Thrun rät zu KI-Optimismus statt Regelwut

Prof. Dr. Sebastian Thrun gilt als einer der geistigen Väter Künstlicher Intelligenz

Das neue Buch „Sebastian Thrun – Die autorisierte Biografie“ (ISBN 978-3-98674-062-7) ist aktuell im Verlag der UNO-Denkfabrik Diplomatic Council erschienen
Frankfurt, 27. April 2023 – Deutschland sollte die Chancen der Künstlichen Intelligenz (KI) in den Vorder­grund stellen, statt den Einsatz auf nationaler Ebene allzu einengend zu regulieren versuchen, rät Prof. Dr. Sebastian Thrun, der als einer der geistigen KI-Väter gilt. Seine von ihm autorisierte Biografie („Sebastian Thrun – Eine deutsche Karriere im Silicon Valley, ISBN 978-3-98674-062-7) ist soeben im Verlag der UNO-Denkfabrik Diplomatic Council erschienen; er nimmt darin ausführlich Stellung zur KI-Thematik.

Der gebürtige Deutsche, der mit 34 Jahren ins Silicon Valley ausgewandert ist und mit 36 den Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz an der Stanford University übernahm, erklärt: „Ich kenne in Deutschland viele herausragende Informatik-Professoren, die sich mit KI und Maschinellem Lernen befassen, und viele aussichtsreiche Startup-Firmen auf diesen Gebieten. Die Politik sollte alles daransetzen, dieses geballte Know-how zur fördern und die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit Deutschland eine der führenden KI-Nationen wird.“

Lob für KI-Strategieplanung der Bundesregierung

Der KI-Pionier erinnert daran, dass die deutsche Bundesregierung bereits 2018 in einem vom Kabinett verabschiedeten KI-Eckpunktepapier die Strategie ausgab, Deutschland solle „zum weltweit führenden Standort für KI werden“. 2020 legte die mit der deutschen KI-Planung betraute Enquete-Kommission einen 800 Seiten dicken Abschlussbericht vor. Sebastian Thrun lobt: „Deutschland hat damit eine beeindruckende Grundlage für den Einsatz Künstlicher Intelligenz geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, dieses Gedankengut in einen europäischen Rahmen einzubringen und mit weltweiten Standards in Einklang zu bringen.“

Verbietende KI-Ethik zum jetzigen Zeitpunkt sinnlos

Sebastian Thrun stellt zugleich klar: „Eine verbietende Ethik auf nationaler Ebene, die den KI-Einsatz in ein bürokratisches Regelwerk packt, wird Deutschland nicht voranbringen, sondern das Land ganz im Gegenteil von der weltweiten KI-Entwicklung abkoppeln. Natürlich brauchen wir rote Linien für Künstliche Intelligenz, aber diese müssen auf globalen Standards aufsetzen.“

Der KI-Vordenker erklärt, warum er eine verbietende KI-Ethik zum jetzigen Zeitpunkt für sinnlos hält: „Jede Regulierung kann sich nur auf den Ist-Zustand beziehen. Aber die KI-Entwicklung wird mit schnellen Schritten voranschreiten und binnen weniger Jahre alle Lebensbereiche durchdringen. Der Wetterbericht auf dem Smartphone, der Fitnesstracker auf der Smartwatch, die Playlist für Musik, die sozialen Medien, die industrielle Produktion, die Logistik, die Dienstleistungsbranche, das Handwerk, das Bildungswesen… und für alle diese KI-Anwendungen, von denen die meisten heute noch gar nicht existieren, will die Politik eine KI-Regulierung einführen? Das wird nicht funktionieren!“

Vielmehr sollte die Politik die Chancen begreifen, die mit Künstlicher Intelligenz verbunden sind, regt Sebastian Thrun an. In der von ihm autorisierten Biografie nennt er wesentliche Gründe für seinen Optimismus in Bezug auf Künstliche Intelligenz.

Auszug aus der Biografie „Sebastian Thrun – Eine deutsche Karriere im Silicon Valley“

Sebastian Thrun erklärt: „Wir haben immer Technologien geschaffen, die uns selbst stärker und besser machen. Wir können heutzutage innerhalb von elf Stunden über den Atlantik schwimmen. Wir können einhundertfünfzig Stundenkilometer schnell rennen. Wir können mit unserer Stimme mit Menschen rund um den Globus sprechen. Das sind alles übermenschliche Fähigkeiten.“ Überträgt man diese Analogie auf Künstliche Intelligenz, ergibt sich daraus die Schlussfolgerung, dass die KI dem Menschen beim Denken unterstützt, nicht ihn ersetzt.

Künstliche Intelligenz wird die Menschheit unter anderem von repetitiven Aufgaben befreien, von mehr oder minder stupiden immer wiederkehrenden Tätigkeiten, ist KI-Forscher Thrun zuversichtlich. Ebenso wichtig sind ihm die mit KI verbundenen Fortschritte auf vielen Gebieten wie etwa der Unfallverhütung oder der Medizin, so dass die Menschen der Zukunft bei guter Gesundheit länger leben werden.

Beim schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde schreibt Thrun der Künstlichen Intelligenz ebenfalls eine wichtige Rolle zu, weil ein mit stets aktuellen Datenbergen ge­fütter­tes KI-Computersystem deutlich bessere Entscheidungs­grund­­lagen über die Verwendung von Ressourcen liefern kann als jede menschliche Expertengruppe.

„In fünfzig Jahren wird es keine Autofahrer und keine Piloten mehr geben, aber fahren und fliegen wird sicherer sein“, progno­stiziert er. Eine Verdoppelung unserer Lebenszeit auf Erden hält er angesichts des rasanten medizinischen Fortschritts für ebenso rea­­l­i­stisch. „Wir leben im Moment in einer der wichtigsten Um­bruch­phasen der Menschheit. Das wird am Ende dazu führen, dass es nachfolgenden Generationen besser geht als uns heut­zutage – und das, obgleich es heute schon den meisten Menschen sehr gut geht, gemessen an den Verhältnissen etwa vor fünf­hundert Jahren“, postuliert Sebastian Thrun. Er schließt: „Eine starke Bejahung mit einer verantwortlichen Nutzung der Technologien ist der richtige Weg in die Zukunft. Künstliche Intel­ligenz wird dabei eine entscheidende Rolle spielen.“

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Sebastian Thrun Ist Technologie-Pionier, Wissenschaftler und Unternehmer zugleich. Der gebürtige Deutsche ist 2001 mit 34 Jahren ins Silicon Valley ausgewandert und übernahm mit 36 den Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz (KI) an der Stanford University. Mit 39 Jahren wurde er als Mitglied in die US-amerikanische National Academy of Engineering und in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Das US-Magazin Foreign Policy zählt ihn zu den fünf global einflussreichsten Denkern.

Berühmt wurde er erstmals, als das von ihm konstruierte Fahrzeug die DARPA Grande Challenge, das Rennen der Roboterautos, gewann. Als Chef des Geheimlabors Google X leitete er die Transformation der zuvor rein wissenschaftlichen KI-Forschung in die kommerzielle Nutzung und damit in unseren Alltag ein. Er entwickelte die erste Datenbrille, die erste Smartphone-Navigation, die erste Internet-Versorgung aus der Stratosphäre und das erste selbstfahrende Auto für den Straßenverkehr, um nur einige seiner Projekte zu nennen, die als „unlösbare Aufgaben“ galten – bis Sebastian Thrun übernahm.

Seine erste Biografie zeichnet den Weg des rebellischen Jugendlichen und des wissenshungrigen jungen Erwachsenen nach, gibt einzigartige Einblicke in sein Seelenleben und die Wurzeln seines Erfolges und verfolgt den Aufstieg des gleichzeitig ehrgeizigen und gelassenen Deutschen zum heim­lichen Superstar im Silicon Valley.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild Prof. Dr. Sebastian Thrun Quelle: Diplomatic Council

Quelle euromarcom public relations

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