Dienstag , Oktober 20 2020
Teaballs

Tee-Innovation feiert Weltpremiere im Café Köstlich in Gründa

Teaballs belebt mit dem neuen Rothenberger Kräutermix eine alte Tee-Tradition

Erfinder und „Teesöffer“ Simon Schmidt gelingt revolutionäres Herstellverfahren für Teaballs Naturtrüb 

Rothenbergen ist weltweit bald in aller Munde und zwar in Form des neuen Tees „Rothenberger Kräutermix“, den der Teaballs-Erfinder und Start-up-Gründer Simon Schmidt aus Gründau am Dienstag auf einer exklusiven Tee-Party als Weltpremiere vorstellte. Teaballs, der „Tee ohne Beutel“, bestehen aus reinen gepressten Pflanzenextrakten und nun auch Teeblättern oder –blüten ohne Zusatzstoffe, die sich in heißem oder kaltem Wasser in kurzer Zeit auflösen. Pro Tasse reichen je nach Geschmack ein paar Kügelchen. Der „Rothenberger Kräutermix“ kombiniert fünf verschiedene Geschmackssorten Fenchel, Minze, Salbei, Rooibos und Kamillenblüte, die nachhaltig und umweltfreundlich in kleinen Glasfläschchen abgefüllt sind. Auf der Tee-Party unter strengen Corona-Hygiene-Regeln stellten Schmidt und sein Team mit dem Geschichtsverein im Café Köstlich den neuen Heimattee vor. Die geladenen Gäste konnten diesen und andere Teesorten ausgiebig probieren und genießen.

Der Clou an dem Kräutermix ist, dass jeder damit zubereitete Tee eine andere geschmackliche Note hat, da entweder zwei Kamille-Teaballs mit einem Minze-Teaball oder Salbei mit Fenchel und Rooibos kombiniert werden können. „Das ist Tee in seiner größten Vielfalt! Bei der Zubereitung einer heißen Tasse Tee ist es also dem Zufall überlassen, welche Geschmacksüberraschung dem Teetrinker erwartet. Jede Tasse Tee des Rothenberger Kräutermix wird etwas anders schmecken. Man kann über 30 verschiedene Geschmackskompositionen aus einer kleinen Flasche genießen. Das unterscheidet unsere Entwicklung von bekannten fixen Teemischungen und hebt den Teegenuss auf eine neue Ebene“, zeigt sich Simon Schmidt überzeugt

Teesöffer – eine alte Tradition aus Gründau-Rothenbergen wird wiederbelebt

Die Idee für den speziellen Rothenberger Kräutermix hat einen traditionsreichen Hintergrund – gewidmet den „Teesöffern aus Rothenbergen“. Über Jahrhunderte war die Gemeinde Rothenbergen ein evangelisches Dorf. Nach Streitigkeiten zwischen dem evangelischen Pfarrer und zahlreichen Rothenberger Gemeindemitgliedern gründete sich 1911 eine evangelische methodistische Kirchengemeinde. Der Methodismus stammt ursprünglich aus England und hatte sich dem Kampf gegen den Alkohol verschrieben. Daran hielten sich vermutlich auch die Rothenberger Methodisten. Sie bekamen den Spitznamen „Teesöffer“, abgeleitet vom englischen Begriff „tea totaler“ für Antialkoholiker. Dass sich ein Rothenberger Teesöffer nun aufmacht und mit seinen Teaballs die Teewelt bereichert, ist somit nur folgerichtig.

Wie die bisherigen Sorten Minze, Kamille, Hibiskus-Hagebutte, Grüntee und Earl Grey wird auch der Kräutermix gemeinsam mit dem Behindertenwerk Main-Kinzig e.V am Standort in Langenselbold produziert und verpackt. „Das Besondere an der neuen Teemischung ist, dass wir nicht mehr den reinen Teeextrakt verarbeiten. Wir verwenden erstmals das ganze Teeblatt oder die Teeblüte. Diese verkleinern wir nach einem speziellen, von uns entwickelten Verfahren, so dass wir den Blättern und Blüten ein Maximum an Wirk- und Geschmacksstoffen direkt entziehen können“, beschreibt Schmidt die technische Innovation hinter dem Rothenberger Kräutermix. „Was bisher in aufwändigen Industrie-Extraktionsanlagen erfolgte, passiert jetzt auf natürliche Weise im Teeglas.“ Weiterer Vorteil: Man benötigt viel weniger Tee und der Bodensatz aus dem Reinsten der Pflanze kann einfach mitgetrunken werden. Zudem hat das Gründauer Unternehmen für jeden Naturtrüb-Tee ein Bewertungssystem entwickelt, damit der Teegenießer sofort die Qualität des verwendeten Tees erkennen kann.


Meilensteine: Zertifizierungen und Sortimenterweiterung 

Im April erhielt das Start-up ein wichtiges Gütesiegel für seine Produktion in Langenselbold. In einem Zertifikat bescheinigt das renommierte SGS Institut Fresenius aus Taunusstein, „dass der Lebensmittel-Kleinbetrieb Dienstleistungszentrum Langenselbold Teaballs GmbH nach dem Gütenachweis für Lebensmittel-Kleinbetriebe zertifiziert“ wurde. Im Oktober kämpft das Unternehmen im Halbfinale des Hessischen Gründerpreises 2020 in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ um den Einzug ins Finale.

Wirtschaftsingenieur Simon Schmidt und seine mittlerweile sechs Mitarbeiter haben seit der Weltpremiere der Teaballs im vergangenen Jahr zahlreiche neue Geschmackrichtungen und Rezepturen ausprobiert und weiterentwickelt. „Neben den fünf klassischen Geschmacksrichtungen Minze, Kamille, Hibiskus-Hagebutte, Grüntee und Earl Grey sowie dem neuen Rothenberger Kräutermix entwickeln wir gerade weitere Geschmackssorten, zudem arbeiten wir an einem Weihnachtstee“, verspricht Schmidt. „Die Entwicklung der neuen Teesorten hilft uns auch bei der weiteren Positionierung unseres Produkts, das perfekt in die heutige mobile Gesellschaft und zur To-Go-Generation passt.

Teaballs sind gewissermaßen das iPhone unter den Tees.

Die Idee zum natürlichen Teeextrakt aus einem kleinen Spender kam dem 37-Jährigen übrigens während eines Urlaubs. Ein Stau am Buffet des Urlaubshotels führte dazu, dass sein Tee nicht mehr genießbar war, weil der Teebeutel zu lange gezogen hatte. Zu allem Überfluss bekleckerte sich Simon Schmidt beim Ausdrücken noch mit dem Teebeutel. An diesem Tag schwor er sich, dem „Zieh-Zeit-Drama“ – wie er es nennt – den Kampf anzusagen und entwickelte den Tee in Kugelform.

Quelle TEABALLS GmbH

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