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Mittwoch, Mai 18, 2022

Typisch Mann! Was bedeutet Männlichkeit überhaupt?

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Blickt man auf das heutige, in Teilen immens aufgeheizte Weltgeschehen, dann offenbart sich ein gesellschaftlicher Konflikt im Zentrum dieser Missstände. Das Ringen der Männer damit, was es heißt, ein Mann zu sein. Der maskuline Kompass zeigt, aufgepeitscht von zeitgenössischen Allüren, in alle möglichen Richtungen – nur nie in die eigene Mitte. Männer haben Zerrbilder von Männlichkeit eingeflößt bekommen, welche nicht ihrem emotionalen Kern und ihren intrinsischen Qualitäten entsprechen.

Der Mann muss seine Liebe zur Erde und Gesundheit wiederfinden. Er muss für Gemeinschaftssinn und Empathie anstatt für Macht und Herrschaft antreten. Männer müssen wieder Männer werden! Wie dieser Prozess gestartet werden kann, weiß Marius Bundt, Experte für spirituelles und energetisches Coaching für Männer. Seine Gedanken dazu teilt er gerne in diesem Gastbeitrag.

Zwischen Unsicherheit und Überkompensation

Im verbissenen Ringen um die Frage, was es „heutzutage“ bedeutet, ein Mann zu sein, tun sich viele unerbittliche Deutungshoheiten auf. Was in diesem polarisierenden Chaos fehlt, sind echte Antworten. Dies bringt etliche widersprüchliche Man(n)ifestationen hervor. Einerseits wird hedonistisch dem Konsum gefrönt und es wird auf Teufel komm raus der eigene Status aufgedonnert. Andererseits wird ein komplettes Umkrempeln der Männlichkeit propagiert, die sämtliche Geschlechtsunterschiede allein als soziale Konstrukte interpretiert. Werte im Sinne eines männlichen Selbstverständnisses werden dadurch gar nicht erst in Betracht gezogen.

In diesem Zusammenhang wird immer wieder von der „Krise der Männlichkeit“ getitelt. Doch was konkret mit dieser Krise des Maskulinen gemeint ist und welche Symptome identifiziert werden, ist denkbar unterschiedlich.

Politisch konservative Quellen sehen liebgewonnene und als unerlässlich propagierte Traditionen untergehen und sehnen sich nahezu unverhohlen die 50er Jahre zurück. Wohin für ausgesprochen progressive Kräfte der Mann fast schon so etwas wie der Urheber allen Übels zu sein scheint, dessen Geschlechterrolle im Grunde genommen antiquierte Erbsünde ist. Beiden Betrachtungsweisen, so radikal entgegengesetzt sie sein mögen, fehlt es heutzutage nicht an einer Bühne. Politisch ist das Internet schon längst das Leitmedium unserer Zeit. Vornehmlich dort wird um die männliche Seele gerungen. Männlichkeit ist zu einem großen Politikum unserer Tage geworden.

Die Uniform der Individualität – Gefährliches Halbwissen

Die Suche nach der eigenen maskulinen Identität führt, geprägt vom politischen Ringen um sie, leicht auf Abwege. Viele davon münden in ein selbstverliebtes Abziehbild von Männlichkeit. Körperkult, Erfolg um jeden Preis, sozialer Status (in all seinen Facetten) als Skala der eigenen Männlichkeit. Es scheint so, als ob Männer sich heutzutage noch verbissener auf ihren primitiven, impulsiven Kern reduzieren.

Denn dort finden sie simple Gewissheiten, die sie den Fragen und Herausforderungen unserer Zeit trotzig entgegenschleudern können. Was sie dabei verkennen: Es macht sie zum Teil des Problems! Um dies zu erkennen, kann ich meine ureigensten Erfahrungswerte heranziehen.

Schon in der Schule habe ich mir die Frage gestellt: „Wozu das Ganze?“ Die Allgemeinplätze, mit denen man abgespeist wird, haben mich nie zufrieden gestellt. Also bin ich selbst auf die Suche gegangen, warum alle so selbst-optimiert vor sich hin leben und dabei doch nicht bei sich selbst ankommen.

Dies führte mich naturgemäß in den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Durch das Wissen, sich Kraft seines eigenen Willens scheinbar beliebig selbst entwickeln zu können, war ich sehr motiviert, immer besser zu werden. Oder zumindest das, was ich immer für „besser“ hielt.
Dadurch war ich über Jahre ausschließlich in meiner männlichen Energie, beziehungsweise im impulsiv-primitiven Ausdruck derselben. Ich habe den ganzen Tag geackert, bin pflichtbewusst „meinen Zielen“ hinterhergelaufen, wollte so viel wie möglich von allem: Geld, Frauen, Status etc.

Das Ego hat sich aufgebaut, bis es am vermeintlichen Höhepunkt gebrochen und das Herz freigelegt wurde. Seitdem setzen sich in mir Kräfte frei, die ich mir vorher nie zu träumen gewagt habe.

Männlichkeit ist mehr als eine Punch Line

So widersprüchlich die politischen Extreme in ihren Ansprüchen an Männlichkeit sind, sie irren beide im Kern auf derselben Ebene. Sie reduzieren den Mann zu einem Götzenbild, dem er, wie ein braver Soldat, zu genügen hat. Obrigkeitshörigkeit und der primitive Wunsch, gefallen zu müssen und möglichst gewisse Zustimmung zu ernten, sind die zentralen Anreize. Was auf der Strecke bleibt, ist die eigene souveräne Spiritualität.

Der Mann muss stattdessen vom Soldaten zum spirituellen Krieger werden! Wenn es gelingen soll, die moderne, industrielle Zivilisation mit ihrem gegenwärtigen, verheerenden Einfluss auf die Welt in eine gutartige Daseinsform zu überführen, dann müssen Männer ihre intuitive Souveränität entdecken. Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, an antiquierten Rollenbildern festzuhalten, die uns in vielerlei Hinsicht die heutigen Missstände eingebracht haben.

Doch genau so falsch ist es, sich in Paralyse durch Analyse zu verlieren und das Pseudo-Rollenbild progressiver Beliebigkeit auszufüllen, die sich allein um sich selbst und das Karussell politischer Befindlichkeiten dreht. Es geht darum, dass Männer wieder zu ihrem authentischen Kern finden.

Autor Marius Bundt

In der Schule habe ich mir schon die Frage gestellt wozu das Ganze. Und die Antwort “weil es normal ist” hat mich nicht zufriedengestellt. Also bin ich selbst auf die Suche gegangen, warum alle so vor sich hin leben ohne an sich selbst zu denken. Ich bin dann sehr schnell selbstständig geworden und in die Persönlichkeitsentwicklung getaucht.

Durch das Wissen, sich selbst entwickeln zu können wie man möchte, war ich sehr motiviert, immer besser zu werden. Dadurch war ich über Jahre ausschließlich in meiner männlichen Energie. Ich habe den ganzen Tag gearbeitet, bin meinen Zielen hinterhergelaufen, wollte so viel wie möglich von allem: Geld, Frauen, Status etc. Das Ego hat sich aufgebaut, bis es am Höhepunkt gebrochen wurde und das Herz freigelegt wurde. Seitdem setzen sich in mir Kräfte frei, die ich mir vorher noch nie zu träumen gewagt habe. 

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Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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