Inhaltsverzeichnis
- Die richtige Saison wählen
- Die erste Nacht nutzen
- Auf Technik und Experten setzen
- Raus aus der Stadt
- Thermokleidung im Zwiebel-Look
- Die Kamera-Ausrüstung vorbereiten
- Das volle Arktis-Erlebnis genießen
- Auf eine lange Nacht einstellen
- Realistisches Erwartungsmanagement
- Respekt gegenüber der Natur
- Den Moment im Hier und Jetzt genießen
Das fahlgrüne Tanzen der Aurora Borealis am nächtlichen Himmel gehört für viele Reisende zu den absoluten „Bucket List“-Erlebnissen. Doch die Suche nach den Polarlichtern erfordert Vorbereitung, Geduld und das richtige Know-how. Allira Mayr, Nordeuropa-Expertin bei der Erlebnisse-Plattform GetYourGuide, teilt ihre persönlichen Geheimtipps aus jahrelanger Erfahrung in Island und Norwegen.
Als Senior Destination Managerin hat die in Berlin lebende Australierin die Lichter bereits über 20-mal gesehen. „Beim ersten Mal – und auch beim zweiten oder dritten Mal – ist es ein Moment, den man nie vergisst“, so Allira. Damit die Jagd gelingt, empfiehlt sie folgende Strategie:
Die richtige Saison wählen
Es muss nicht immer um Weihnachten oder den Jahreswechsel herum sein. „Ich empfehle den Oktober oder März“, sagt Allira. „Man hat mehr Tageslicht für andere Aktivitäten, die Preise sind oft attraktiver und es sind weniger Touristen unterwegs.“ Sichtbar sind die Lichter generell von September bis Anfang April.
Die erste Nacht nutzen
Wer eine geführte Tour bucht, sollte dies direkt für den ersten Abend der Reise tun. So lernt man von lokalen Experten, worauf es ankommt. Zudem bieten viele Veranstalter die Möglichkeit, bei schlechter Sicht auf einen Folgetag auszuweichen – eine Chance, die man sich nicht erst für den letzten Urlaubstag aufheben sollte.
Auf Technik und Experten setzen
Apps wie „My Aurora Forecast“ helfen dabei, die Sonnenaktivität zu prüfen. Doch Technik ist nicht alles: Lokale Guides kennen die Stellen, an denen man Lichtverschmutzung und Wolkendecken am besten entgeht.
Raus aus der Stadt
Lichtverschmutzung ist der natürliche Feind der Aurora. Touren starten oft in Zentren wie Tromsø, Rovaniemi oder Reykjavík, führen aber immer raus aufs Land. Tipp: Auch der Mond spielt eine Rolle. Ein Neumond bietet deutlich bessere Kontraste als ein heller Vollmond.
Thermokleidung im Zwiebel-Look
Temperaturen von bis zu -20 °C sind keine Seltenheit. „Warten Sie nicht, bis Sie zittern“, rät Allira. Funktionsunterwäsche aus Wolle ist Pflicht. Wenn der Touranbieter Thermo-Anzüge oder Stiefel stellt: Unbedingt annehmen.
Die Kamera-Ausrüstung vorbereiten
Kälte entlädt Akkus extrem schnell – Powerbanks und Ersatzbatterien sind essenziell. Für scharfe Bilder ist ein Stativ unerlässlich. Profi-Einstellung: Hoher ISO-Wert, Langzeitbelichtung und manueller Fokus auf „Unendlich“.
Das volle Arktis-Erlebnis genießen
Ein perfektes Arktis-Abenteuer sollte nicht allein von der Sichtung der Polarlichter abhängen. Statt sich ausschließlich auf den Himmel zu versteifen, empfiehlt es sich, tief in die nordische Kultur und Natur einzutauchen. Aktivitäten wie Schneemobil-Safaris, Hundeschlittenfahrten oder kulturelle Erfahrungen in einem Sámi-Camp machen die Reise auch dann zu einem Erfolg, wenn die Wolken die Sicht versperren. Alliras kulinarischer Tipp: Bidos, ein traditioneller Rentier-Eintopf der Sámi.
Auf eine lange Nacht einstellen
Geduld ist eine Tugend. Eine Nordlicht-Jagd kann bis zu zehn Stunden dauern. Wer eine Tour gebucht hat, sollte den Vormittag ruhig angehen und lange ausschlafen, um für die Nacht fit zu sein.
Realistisches Erwartungsmanagement
Die Aurora Borealis ist ein Naturphänomen. Mit bloßem Auge erscheinen die Lichter oft zuerst als blasse, weiße Schleier, die wie Wolken aussehen. Ein Testfoto mit dem Smartphone verrät oft mehr: Schimmert es auf dem Display grün, hat man sie erwischt.
Respekt gegenüber der Natur
Verantwortungsbewusstes Reisen ist im Norden oberstes Gebot. Empfindliches Moos sollte nicht betreten und Müll konsequent mitgenommen werden. Zudem gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Störende Lichtquellen wie Taschenlampen, helle Displays und Lärm sollten vermieden werden, um anderen Beobachtern das Erlebnis nicht zu verderben.
Den Moment im Hier und Jetzt genießen
„Wer die ganze Zeit nur durch das Display seines iPhones starrt, verpasst die Magie“, so Allira. Das Ziel sollte sein, das Spektakel mit eigenen Augen aufzusaugen – das Foto für Social Media ist nur das Souvenir.
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Bildcredits GetYourGuide.
Quelle Christine Veauthier Freelance PR Managerin


















