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Bundeswehr will Tiktok zur Rekrutierung nutzen

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Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr will die umstrittene Internetplattform Tiktok zur Rekrutierung neuer Soldaten nutzen. Derzeit arbeitet das Verteidigungsressort an kurzen Werbeclips, in denen die Bundeswehr als Arbeitgeber vorgestellt wird, berichtet der „Spiegel“. Die Spots sollen im Juni auf der Plattform veröffentlicht werden.

Die Bundeswehr setzt damit eine ähnliche Kampagne auf YouTube und Instagram fort. Dafür hatte das Referat „Arbeitgebermarke Bundeswehr“ mit viel Aufwand Clips produziert. Die Idee war einst unter der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) entstanden, um über die sozialen Medien junge Menschen besser zu erreichen.

Aus Sicherheitsgründen arbeiten die Personalwerber für die neue Tiktok-Kampagne auf eigens angeschafften Rechnern und Smartphones, da das Aufspielen der App auf Dienstgeräte der Bundeswehr verboten ist. Neben der Rekrutenwerbung will das Ministerium eigene Informationen über die Bundeswehr verbreiten, da auf Tiktok viele, teils unseriöse Privatvideos über die Truppe im Umlauf sind.

Bei Datenschützern ist Tiktok umstritten, da befürchtet wird, dass chinesische Behörden Zugriff auf die Nutzerdaten haben. In den USA droht sogar ein Verbot.


Foto: Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ex-VW-Chef sieht Verbrenner weiterhin als "Übergangslösung"

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VW-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere VW-Chef Matthias Müller begrüßt die erneute Debatte über das ab 2035 geplante Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor. „Ich glaube, wir müssen die Diskussion um Technologieoffenheit an der Stelle dann doch noch mal eröffnen“, sagte er den Sendern RTL und ntv am Freitag.

Laut Internationaler Energieagentur (IEA) müssen 2030 mindestens 66 Prozent der verkauften Autos elektrisch angetrieben sein, um das Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Dennoch sieht Müller offenbar auch über das Jahr 2035 hinaus noch eine Übergangszeit: Er stellte die Frage, „ob der Verbrenner nicht zumindest in einer Übergangszeit mit Hybriden oder und oder mit synthetischen Kraftstoffen eine Lösung sein könnte“. Dies wäre für ihn ein Weg, den Kunden einen sanfteren Übergang zur E-Mobilität zu ermöglichen.

Aktuell sieht der ehemalige VW-Chef noch eine Zurückhaltung bei den Kunden. „Das kühlt sich deswegen ab, weil der Kunde nicht entsprechend reagiert“, sagte er. Man erreiche nicht das von der Politik vorgegebene Ziel bei den Verkaufszahlen von E-Autos. Es gebe derzeit einen Dialog, der in den nächsten Monaten aufgelöst werden müsse. Die Entscheidung einiger Hersteller, voll auf Elektroautos zu setzen, sieht er als „politisch getrieben“ an. Global betrachtet habe der Verbrenner weiterhin eine große Bedeutung.

Um die Attraktivität von E-Autos zu steigern, gebe es noch einige Hürden. „Die Autos sind noch zu teuer, wir haben begrenzte Lademöglichkeiten und auch der Strom ist relativ teuer und auch nicht immer grün“, so Müller. „Und wir brauchen natürlich eine andere Reichweite.“ Hier seien weitere Investitionen und technologische Entwicklung nötig.

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie sieht der ehemalige VW-Lenker durch den Wandel gefährdet. Er zeigt sich aber „zuversichtlich, dass die deutschen Autokonzerne und auch die europäischen Partner in Frankreich, dass die die innovative Kraft haben, dem Wettbewerb an der Stelle zu begegnen“.

Auch aus China sieht Müller eine wachsende Konkurrenz, die bereits auf dem Markt aktiv ist. Bei einem chinesischen E-Auto, das er selbst gefahren ist, hatte er „nichts auszusetzen“. Dennoch müsse man Preis, Service und Markenstärke im Blick haben. „Also da haben die Chinesen schon auch noch Aufgaben vor sich, insbesondere in Europa“, so der Ex-Manager.

Das Verbrennerverbot der EU wurde als Teil des „European Green Deal“ verabschiedet, durch den Wissenschaftlern zufolge die EU von einem CO2-Reduktionspfad, der mehr als vier Grad Erderhitzung bedeutet hätte, nahezu auf Pfad von etwas mehr als zwei Grad gekommen ist. In dem Gesetzespaket ist auch der neue EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr enthalten, der ab 2027 das Fahren von Verbrennern drastisch verteuern dürfte.


Foto: VW-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Billie Eilish auf Platz eins der Album-Charts

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Radio, via dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Billie Eilish steht mit ihrem neuen Album „Hit Me Hard And Soft“ an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Die US-Sängerin landet damit ihre zweite Nummer-eins-Platte nach „Happier Than Ever“.

Der „Guns N` Roses“-Gitarrist Slash folgt mit „Orgy Of The Damned“ an zweiter Stelle. Kerry King schafft es mit „From Hell I Rise“ auf Platz drei. Die Zusammenstellung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, Vol. 11“ (vier), Portishead-Sängerin Beth Gibbons („Lives Outgrown“, fünf), die Rapper Asche („Lang lebe Asche“, sieben) und sowie Ex-„One Direction“-Mitglied Zayn („Room Under The Stairs“, neun) steigen neu in die Top Ten ein.

Bei den Singles schafft Billie Eilish mit „Lunch“ auf Rang fünf den höchsten Neueinstieg. An der Spitze bleiben zum vierten Mal in Folge Ayliva und Apache 207 mit „Wunder“. Die übrigen Medaillen gehen an Artemas („I Like The Way You Kiss Me“, zwei) und Cyril („Stumblin` In“, drei). Auch die „Eurovision Song Contest“-Beiträge des niederländischen Kandidaten Joost („Europapa“, 14), von Siegeract Nemo („The Code“, 32) und Deutschlands Teilnehmer Isaak („Always On The Run“, 41) bleiben in den Top 50.

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


Foto: Radio, via dts Nachrichtenagentur

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Nachhaltige Schwellenländerinvestements: Indien, Afrika und die Ukraine

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EM Schwellenländerinvestments
Foto von Euart MacKerron (Quelle: Aegon Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Euart MacKerron, Research Analyst bei Aegon Asset Management:

85 Prozent der Weltbevölkerung leben in Schwellenländern. Diese bieten zunehmend Chancen für nachhaltige und entwicklungsorientierte Investments. Anleger, die ihr Engagement im Hinblick auf ein oder mehrere Klima-, Nachhaltigkeits- oder Entwicklungsziele erhöhen möchten, um positive Veränderungen voranzutreiben, können gezielt über aufstrebende Unternehmensemittenten investieren. Dabei gibt es eine Reihe von Emittenten aus Schwellenländern, die das Potenzial haben, attraktivere Renditen zu bieten als ihre Pendants aus Industrieländern mit vergleichbarem Rating.

Auch wenn das investierbare Universum aus der Perspektive eines Anlegers mit spezifischen Klima-, Nachhaltigkeits- oder Entwicklungszielen variiert, lassen sich etwa 65 Mrd. US-Dollar an Technologie-, Medien- und Telekommunikationsanleihen sowie 90 Mrd. US-Dollar an nachhaltigen Instrumenten, die von Unternehmen ausgegeben werden, identifizieren. Das gibt einen Hinweis auf die Untergruppen der Investitionsmöglichkeiten.[1]

Indien: Kapazitäten erneuerbarer Energie bis 2030 verdreifachen

Eines der prominentesten Beispiele ist Indiens Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugungskapazität des Landes bis 2030 auf 50 % zu erhöhen, um die Emissionsintensität bis 2030 um 45 % gegenüber 2005 zu senken.2 Die Stromnachfrage wird bis 2026 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6 % steigen, und das Land steht vor der Herausforderung, seine historische Abhängigkeit von der Verbrennung thermischer Brennstoffe (etwa 76 % der Stromerzeugung 2023-24) zu verringern, um das gestiegene Verbrauchsvolumen zu decken.3

Die Investitionen in erneuerbare Stromerzeugungskapazitäten sind in Indien rasch gestiegen, unterstützt durch staatliche Subventionen und günstige Tarifregelungen, die darauf abzielen, die derzeitige Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 auf 500 Gigawatt nahezu zu verdreifachen. Das Wachstum hing jedoch auch von der Unterstützung durch den Privatsektor ab, der mindestens 90 % des Kapazitätsausbaus übernommen hat und in der Regel fremdfinanziert ist.4 Wir schätzen den Nominalwert der ausstehenden Anleihen auf rund USD 8,5 Mrd. und gehen davon aus, dass dieser Wert weiter steigen wird.5 Der Sektor war nicht immun gegen negative Schlagzeilen.

Der Sektor war zwar nicht immun gegen die Risiken der Schlagzeilen, aber insgesamt scheint das Betriebsregime für langfristige Investoren konstruktiv zu sein, und aus der Sicht der Unternehmensführung sind einige Anleiheemittenten durch abgeschottete Strukturen, die Präsenz ausländischer Vermögensfonds und große Beteiligungen im Energiesektor gut abgesichert. Diese Kombination kann globalen Anlegern relativ attraktive kurz- und langfristige Anleihen bieten. Neben dieser großen Volkswirtschaft sehen wir auch Chancen für Investitionen in erneuerbare Energien in den Schwellenländern Europas und Mittelamerikas, wo die hydrologischen Bedingungen für Investitionen in einen Sektor ähnlich günstig sind, der im Vergleich zu den traditionellen Öl- und Gasunternehmen weniger zyklisch ist.

Stromsektor in Indien: Kumulatives Erzeugungswachstum und Anteil erneuerbarer Energien
an der Stromerzeugung

Schwellenländerinvestments
Quelle: Indisches Ministerium für Energie. Erneuerbare Energien einschließlich großer Wasserkraftwerke. Laufzeit bis zum 31. März 2024.

Afrika und Südasien: Mobilfunknetz und Datenabdeckung

In den Frontier-Märkten, insbesondere in den Ländern Afrikas und Südasiens, ist die Mobilfunk- und Datenabdeckung noch deutlich geringer als in den weiter entwickelten Ländern. So liegt die 4G-Abdeckung in den Ländern des asiatisch-pazifischen Raums bei 96 %, in den afrikanischen Ländern dagegen nur bei 50 %.[2]6 Noch deutlicher sind die Unterschiede, wenn die Zahlen nach ländlichen und städtischen Gebieten aufgeschlüsselt werden: In Afrika liegt die 4G-Abdeckung in ländlichen Gebieten bei 25 %, in städtischen Gebieten dagegen bei
84 %.

Für Investoren bieten sich hier Chancen, von einer im Vergleich zu den relativ gesättigten westlichen Märkten robusteren Nachfrage zu profitieren und gleichzeitig Telekommunikations- und Infrastrukturunternehmen bei ihren Bemühungen zu unterstützen, die Netzabdeckung insbesondere in ländlichen Gebieten auszuweiten. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Mobilfunkverbreitung und dem Pro-Kopf-BIP besteht. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein Anstieg der mobilen Breitbandverbreitung um 10 % zu einem Anstieg des Pro-Kopf-BIP um 2,5 % bis 2,8 % führt.7 Eine höhere Mobilfunkverbreitung könnte nicht nur die Produktivität steigern und zum Gesamt-BIP einer Volkswirtschaft beitragen, sondern auch dazu beitragen, abgelegene Bevölkerungsgruppen an die Märkte anzuschließen, den Zugang der Bürger zu sozialen Diensten zu verbessern und die Bildungschancen zu erhöhen.

Darüber hinaus wird diese Infrastruktur in einigen Fällen zunehmend mit umweltfreundlicheren Stromerzeugern (Solar- oder Hybridanlagen) betrieben, anstatt mit Dieselgeneratoren, die in ländlichen Gebieten aufgrund der schlechten Netzzuverlässigkeit häufig zum Einsatz kommen, was sich sowohl positiv auf die Entwicklung als auch auf das Klima auswirkt. Der Nominalwert der in Frage kommenden Anleihen wird auf etwa 10,8 Mrd. US-Dollar geschätzt, und auch dieser Sektor erscheint im Vergleich zu ähnlich rentablen, aber zyklischeren Rohstoffkrediten attraktiv.8

Prozentualer Anteil der Internetnutzer weltweit und Kaufkraftparität BIP pro Kopf, in US-Dollar

Schwellenländerinvestments
Quelle: World Bank Open Data. Stand der Daten: 31. Dezember 2021.

Ukraine: Ein nachhaltiger Wiederaufbau

Vor dem Krieg in der Ukraine mussten die Stahlwerke des Landes modernisiert werden, damit ihre Exporte den Dekarbonisierungsvorschriften der Europäischen Union entsprechen. So schätzte der CEO des Bergbau- und Metallunternehmens Metinvest in einem Interview kürzlich die Kosten für die künftige umweltfreundliche Umgestaltung der Anlagen des Unternehmens, die größtenteils noch aus der Sowjetzeit stammen, auf 9 Mrd. US-Dollar. [3]9 Dies ist nur ein Beispiel aus dem Industriesektor, das zusammen mit einem breiteren Investitionsbedarf im Eisenbahnnetz und in der Stromerzeugung die Schlüsselrolle unterstreicht, die ausländische Investoren bei der Unterstützung nachhaltiger Initiativen in der gesamten Ukraine während der umfangreichen Wiederaufbaubemühungen spielen müssen, deren Kosten bereits auf 486 Mrd. US-Dollar und mehr geschätzt werden. [4]10

Bei herkömmlichen Staatsanleihen, bei denen die Verwendung der Erlöse viel breiter angelegt sein kann, könnten Anleger hingegen Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeitsorientierung haben. Die zunehmende Emission von Staatsanleihen mit Sozial- und Nachhaltigkeitssiegeln, bei denen die Verwendung der Erlöse spezifiziert wird, kann dieses Unbehagen etwas mildern, aber derzeit wird der Markt weitgehend von China, Korea, Chile und anderen Ländern mit hohem Rating dominiert. Ägypten beispielsweise ist bislang das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, das eine solche Anleihe mit Zweckbindung emittiert hat. Ein gezielter sektoraler Fokus im Bereich der Unternehmensanleihen – wie bei den oben genannten afrikanischen Unternehmen – kann Anlegern einen konkreteren Zugang zu Anleihen bieten, die auf ihre eigenen Klima-, Nachhaltigkeits- oder Entwicklungsziele ausgerichtet sind.

Nachhaltige Schwellenländerinvestements: Indien, Afrika und die Ukraine

Foto von Euart MacKerron (Quelle: Aegon Asset Management)

[1] Die Zahlen basieren auf dem JP Morgan Corporate EMBI Global Diversified Index, ohne China, Hongkong, Korea und Singapur. Nennwerte ausstehender Anleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens 6 Monaten und einem Umlaufvolumen von mindestens 300 Mio. USD. zum 14. Mai 2024.

2 Kaushik Deb und Noyna Roy, „COP28: Assessing India’s Progress against Climate Goals“, Center on Global Energy Policy an der Columbia University | SIPA, 1. Dezember 2023.

3 „India Sees Higher Peak in Electricity Demand as Power Consumption Surges,“ Business Standard, February 26, 2024.

4 Vibhuti Garg, “Renewable Energy | Private Sector | View: Private Sector Driving Renewable Energy Wave in India,” The Economic Times, 9. April, 2022.

5 Die Zahlen basieren auf dem JP Morgan Corporate EMBI Global Diversified Index. Nennwerte der ausstehenden Anleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens 6 Monaten und einem ausstehenden Betrag von mindestens 300 Mio. USD. zum 14. Mai 2024.

6 „Fakten und Zahlen 2022 – Mobilfunknetzabdeckung“, Website der Internationalen Fernmeldeunion. Abgerufen am 13. Mai 2024.

7 „Economic import of broadband in LDC, LLCs and SIDS: Eine empirische Studie,“ International Telecommunication Union Publications, 2019.

8 Die Zahlen basieren auf dem JP Morgan Corporate EMBI Global Diversified Index, unter Hinzufügung von VEON-Anleihen. Nennwerte der ausstehenden Anleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens 6 Monaten und einem ausstehenden Betrag von mindestens 300 Mrd. US-Dollar. zum 14. Mai 2024.

9 Forbes Ukraine Interview mit Metinvest-CEO Yuriy Ryzhen, Metinvest-Website, 20. Dezember 2023.

10„Updated Ukraine Recovery and Reconstruction Needs Assessment Released,“ Pressemitteilung der Europäischen Kommission, 15. Februar 2024.

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Internationaler Gerichtshof ordnet Stopp von Rafah-Offensive an

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Den Haag (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Den Haag: Internationaler Gerichtshof ordnet Stopp von Rafah-Offensive an. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

Foto/Quelle: dts

DB-Schenker-Verkauf könnte Bahn über 15 Milliarden Euro einbringen

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Lkw von DB Schenker (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn (DB) kann auf hohe Einnahmen durch den Verkauf ihrer Logistik-Tochter Schenker hoffen. In der ersten Bieterrunde gingen mehrere unverbindliche Gebote ein, einige davon überstiegen die Marke von 15 Milliarden Euro, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichtet. In Kürze soll demnach aus den verbliebenen Bietern eine Shortlist erstellt werden.

Der Zeitung zufolge sollen drei bis vier Bieter auf der Shortlist stehen, die dann einen tieferen Einblick in Schenkers Bücher werfen und danach verbindliche Angebote abgeben dürfen. Investorenkreise hatten zuvor eine erwartete Preisspanne für die Logistiktocher von zehn bis 15 Milliarden genannt.

„In den vergangenen Wochen hatten die Bieter Gelegenheit, auf Basis umfassender Informationen ihre unverbindlichen Angebote für DB Schenker zu konkretisieren“, sagte eine Bahn-Sprecherin dem „Handelsblatt“. Diese nicht bindenden Angebote seien inzwischen eingereicht worden, und würden nun sorgfältig bewertet, „bevor zügig die nächste Phase des Verkaufsprozesses startet“, sagte die Sprecherin. Der Prozess laufe planmäßig.


Foto: Lkw von DB Schenker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Erneuerbare Energie: Was Anleger jetzt beachten sollten

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Energie
Foto von Christian Rom (Quelle: DNB Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Christian Rom, Portfoliomanager bei DNB Asset Management:

Der Sektor Erneuerbare Energie ist in den letzten Jahrzehnten sehr stark gewachsen. Was als kleine Nische mit hohen Kosten begann, die von einer begrenzten Zahl von Unternehmen abgedeckt wurde und sich an eine spezialisierte Gruppe von Stakeholdern richtete, hat sich zu einem äußerst wettbewerbsfähigen Sektor entwickelt. Mittlerweile machen Cleantech-Investitionen inzwischen zwei Drittel der weltweiten Energieinvestitionen aus. Diese Investitionen fördern einen starken Trend zur Elektrifizierung. Der Wettbewerb hat dabei zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen in Teilsektoren wie der Solar- und der Windbranche geführt.

80 % des Solarsektors werden von China bedient, während der größte Teil des globalen Windsektors (ohne China) von einigen wenigen westlichen Akteuren bedient wird. Auch der Ressourceneffizienz wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet, da die bisher vorherrschende Mentalität des Benutzens und Wegwerfens nicht für eine Netto-Null-Emissionswelt geeignet ist. Alles in allem handelt es sich um einen Sektor mit einem hohen Umsatzwachstum. Allerdings muss ein hohes Ertragswachstum nicht unbedingt zu einem Shareholder Value führen. Um den Aktienwert langfristig zu steigern, müssen die Unternehmen einen Mehrwert schaffen, indem sie etwas Einzigartiges auf den Markt bringen.

Sektor funktioniert auch mit höheren Zinssätzen

Höhere Zinssätze haben sich in den letzten Jahren auf den Sektor ausgewirkt. Dadurch sind die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien gestiegen. Trotzdem wird der Sektor auch bei diesem neuen Zinsniveau weiter wachsen, da die relative Wirtschaftlichkeit der erneuerbaren Energien und der Wunsch der Stakeholder, Emissionen zu reduzieren, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Gesellschaft zu vermeiden, eine Rolle spielen. Dies wird durch die Tatsache belegt, dass Unternehmen weltweit in den letzten 12 Monaten mehr Verträge für neue Ökostromanlagen unterzeichnet haben als je zuvor. Auch die Regierungen kaufen weiterhin erneuerbare Energien zu höheren Preisen, wie die jüngsten Auktionen für erneuerbare Energien in den USA, in Großbritannien, Deutschland und vielen anderen Ländern zeigen, weil die Länder weiterhin hinter ihren Dekarbonisierungszielen zurückbleiben.

Die Nachfrage scheint sich daher trotz höherer Zinssätze gut zu halten, da das Thema der säkularen Elektrifizierung weiter anhält Auch beim Thema Refinanzierungskosten sehen wir eher ein geringes Risiko. Ein großer Teil der Schulden im Zusammenhang mit diesen Projekten für erneuerbare Energien wird mit langfristigen Festzinskrediten finanziert, die sich über die Vertragslaufzeit amortisieren. Zudem gibt es oftmals einen Inflationsschutz, das heißt, die Einnahmen steigen während der Vertragslaufzeit stärker als die Zinskosten. Neuere Verträge werden zu einem Preisniveau abgeschlossen, die den höheren Finanzierungskosten Rechnung tragen.

Unternehmen mit starker Position in Nischenmärkten

Wir sehen die US-Wahlen als weniger kritisch für den Sektor an, da die letzten Jahre eine starke parteiübergreifende Unterstützung für den Sektor gezeigt haben. Die positiven Auswirkungen der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Konjunkturbelebung infolge der Inflationsbekämpfung sind in republikanischen wie in demokratischen Bundesstaaten gleichermaßen spürbar. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass die meisten Investitionsentscheidungen in den USA von den Unternehmen und den Bundesstaaten und nicht von der Bundesregierung getroffen werden.

Eine größere Herausforderung sehen wir in den Auswirkungen der von China vorangetriebenen Kommodifizierung auf bestimmte Bereiche unseres Anlageuniversums. Für Anleger ist es jedoch wichtig zu wissen, dass der Fonds weit mehr bietet als Solar-, Wind- und Batteriefabriken. Ressourceneffizienz ist ein Bereich, in dem wir viele interessante Anlagemöglichkeiten finden. Es wird immer billiger sein, eine Energieeinheit einzusparen, als eine neue zu erzeugen, und es gibt viele Möglichkeiten, eine Energieeinheit einzusparen. In diesem Bereich haben wir zahlreiche interessante Unternehmen identifiziert, die eine starke Position in ihren jeweiligen Nischenmärkten einnehmen und ein sehr gutes Wertversprechen für langfristiges, profitables Wachstum haben.

Ein Beispiel ist Novonesis, der weltweit führende Anbieter von Enzymen und Bakterien. Mit diesen kann eine breite Palette von Endprodukten – von Waschmitteln bis hin zu Biokraftstoffen – ressourceneffizienter und nachhaltiger gemacht werden. Weitere Beispiele für gut positionierte Unternehmen sind Kingspan, das energieeffiziente Dämmlösungen für Gebäude anbietet, NIBE, das mit seinen Wärmepumpen energieeffizientes Heizen ermöglicht, und Darling, ein führender Hersteller von Biodiesel, der für die Dekarbonisierung schwer abbaubarer Sektoren wie schwere Nutzfahrzeuge und Flugzeuge benötigt wird.

Erneuerbare Energie: Was Anleger jetzt beachten sollten

Foto von Christian Rom (Quelle: DNB Asset Management)

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Scholz will mit Portugal europäische Zusammenarbeit stärken

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Luis Montenegro und Olaf Scholz am 24.05.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will zusammen mit Portugal die europäische Zusammenarbeit stärken. Beim Rückbau der Fragmentierung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft „stehen unsere beiden Länder eng zusammen“, sagte er am Freitag in Berlin nach einem Treffen mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Luís Montenegro. „Das haben unsere Diskussionen gezeigt.“

Konkret nannte der Kanzler unter anderem die Kapitalmarktunion. An dieser müsse man „intensiv arbeiten“. Bei Innovationen müsse Europa eine Vorreiterrolle einnehmen, so Scholz. Dazu brauche es auch privatwirtschaftliches Engagement. „Das setzt einen europäischen Kapitalmarkt voraus, der in der Lage ist, den Anforderungen der Unternehmen zu entsprechen“, sagte der Kanzler. Zudem will Scholz in der Energieinfrastruktur die Verbindungen zur Iberischen Halbinsel ausbauen.


Foto: Luis Montenegro und Olaf Scholz am 24.05.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Dax bleibt am Mittag im Minus – Tech-Werte trotzen leicht dem Trend

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im Minus geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.620 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Der Dax kann sich nach der schwachen Handelseröffnung etwas fangen und notiert derzeit bei 18.600 Punkten“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Es tauchen vereinzelt Schnäppchenjäger insbesondere bei den wenigen deutschen Technologielastigen wie Zalando auf. Des Weiteren locken die niedrigen Kursniveaus der Automotiveunternehmen ebenfalls Käufer bei den Aktien von Mercedes-Benz Group und Volkswagen an.“

Das Zinsangstthema komme lediglich über die Aktienkursverluste an der Wall Street bei dem Dax an. Insgesamt stelle sich die Situation bei der Zinssenkungsdebatte in Europa vollends anders dar. „Es zeigt sich wieder einmal, dass, wenn die US-Börsen husten, die europäischen Aktienmärkte eine Erkältung bekommen“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0835 US-Dollar (+0,18 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9229 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 80,76 US-Dollar, das waren 60 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Analyse: Konsum und Staatsausgaben stützen das US-Wachstum

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Industrie Konsum
Foto von Blerina Uruçi (Quelle: T. Rowe Price)

Die aktuelle Analyse der US-Wirtschaft von Blerina Uruçi, US Chef-Ökonomin bei T. Rowe Price:

Das Wirtschaftswachstum in den USA hat das anderer Industrieländer in letzter Zeit übertroffen. Im Jahr 2023 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA um 2,5 %. Zur selben Zeit wuchs die kanadische Wirtschaft mit 1,1 % weniger als halb so schnell. Die Wachstumsleistung in Großbritannien und im Euroraum war im Vergleich dazu sogar noch schwächer. Der US-Verbraucher hat das Wachstum weiter angetrieben, unterstützt durch einen starken Arbeitsmarkt. Die Zahl der offenen Stellen ist nach wie vor hoch und die Fluktuation gering, da die Unternehmen nach den extremen Schwierigkeiten bei der Einstellung von Talenten in den letzten zwei Jahren an ihren Mitarbeitern festgehalten haben. Ein unterschätzter Faktor war jedoch die Steuerpolitik.

Die Steuerausgaben machten im vergangenen Jahr fast 30 % des US-Wachstums aus, wobei die Ausgaben sowohl auf Bundes- als auch auf Staatsebene recht kräftig ausfielen. Nach übereinstimmenden Prognosen wird sich das überdurchschnittliche Wachstum in den USA mittelfristig fortsetzen, angetrieben von einem ähnlichen Cocktail aus unterstützender privater und staatlicher Nachfrage. Die Divergenz zu anderen Volkswirtschaften wird sich voraussichtlich abschwächen, bleibt aber bemerkenswert, insbesondere in Bezug auf Europa.

Wachstumsprognosen für die Industrieländer

Konsum

Die Kerninflation bei den Dienstleistungen in den USA hat sich nicht verändert

Die Inflation hält länger an

Eine Folge der überdurchschnittlichen Wachstumsleistung sind langsamere Fortschritte bei der Eindämmung der Inflation als in anderen Volkswirtschaften. Während sowohl die Kerninflation bei Waren als auch bei Dienstleistungen gegenüber ihren Höchstständen deutlich zurückgegangen ist, haben sich die Kernkomponenten bei den Dienstleistungen in den USA hartnäckig gehalten. Die starke Verbrauchernachfrage hat es den Unternehmen ermöglicht, die höheren Inputkosten weiterzugeben und gleichzeitig die Gewinnspannen zu schützen.

Darüber hinaus haben die steigenden Lebenshaltungskosten die Arbeitnehmer bis zu einem gewissen Grad dazu veranlasst, erfolgreich höhere Löhne auszuhandeln (die jüngsten Lohnzuwächse der Gewerkschaften sind ein Paradebeispiel dafür) oder zu kündigen, um anderswo bessere Perspektiven zu finden. Das Ergebnis ist ein starkes Gesamtlohnwachstum, auch wenn der kumulierte Lohnanstieg seit der Pandemie weiterhin hinter dem Anstieg der Verbraucherpreise zurückbleibt.

 Unterschiedliche Erwartungen an die Geldpolitik…

Aufgrund der Divergenzen bei den Wachstums- und Inflationsaussichten haben die Märkte in den USA ganz andere geldpolitische Pfade eingepreist als anderswo. Es wird nicht erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen vor dem vierten Quartal 2024 senkt, und die gewichtete Wahrscheinlichkeit verschiedener Zinspfade deutet auf weniger als zwei Zinssenkungen im Jahr 2024 hin. Im Vergleich dazu erwarten die Märkte, dass die Europäische Zentralbank im Juni, die Bank of Canada im Juli und die Bank of England im August mit der Lockerung der Geldpolitik beginnen werden. Auch wenn einige dieser Abweichungen durch die jüngsten Daten gerechtfertigt sein mögen, ist das derzeitige Marktgeschehen von einem sehr fragilen Gleichgewicht geprägt.

…könnte sich schnell ändern

Die jüngste Verlangsamung des BIP- und Beschäftigungswachstums in den USA deutet darauf hin, dass die Outperformance der USA nachlassen könnte. Es ist auch möglich, dass die US-Daten über das Beschäftigungswachstum hinaus durch günstige saisonale Elemente im ersten Quartal begünstigt wurden, was bedeutet, dass die Inflation in naher Zukunft ebenfalls zurückgehen könnte. Dadurch könnte sich die Marktmeinung schnell in Richtung einer weniger expansiven Geldpolitik in den USA verschieben, wodurch sich die Preisdifferenz zu anderen Industrieländern teilweise auflösen würde. Es ist auch möglich, dass sich der offensichtliche Stillstand der US-Inflation im ersten Quartal im weiteren Verlauf des Jahres auf andere Volkswirtschaften auswirken könnte. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs sticht als möglicher Kandidat für eine stärkere Dienstleistungsinflation hervor, da die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt größtenteils auf ein mangelndes Arbeitskräfteangebot zurückzuführen ist.

Die Märkte mögen weiterhin einen flacheren Zinssenkungspfad für die USA einpreisen, aber es gibt einen gemeinsamen Faktor für alle vier Volkswirtschaften, der wahrscheinlich bestehen bleiben wird. Das prognostizierte Zinsniveau in zwei Jahren liegt deutlich über den vor der Pandemie geltenden Sätzen. Der Konsens ist, dass die Zinsen länger steigen werden, was wahrscheinlich auf eine Kombination aus robustem Wachstum und stärkerer Inflation angesichts des starken Zinsanstiegs seit 2022 zurückzuführen ist. Wenn diese Vorhersage zutrifft, werden die Zentralbanken in der nächsten Rezession weniger wahrscheinlich an der Null-Linie festhängen und könnten die Bilanzpolitik weniger enthusiastisch einsetzen.

Längerfristige Divergenz könnte sich fortsetzen

Mittelfristig wird die Ausnahmestellung der USA wahrscheinlich weiter bestehen. Ein Faktor könnte die Dynamik des Arbeitsmarktes sein, die durch die jüngste Erholung des Angebots an Spitzenverdienern ausgelöst wird. Ein positiver Schock auf der Arbeitsangebotsseite in dieser Größenordnung wird sich wahrscheinlich durch eine stärkere Gesamtnachfrage nach Waren und Dienstleistungen auszahlen und gleichzeitig einige der akuten Arbeitsmarktengpässe, die sich während der Pandemie gebildet haben, abmildern.

Ein weiterer Faktor, der die Wachstumsaussichten in den USA stützt, ist das Fortbestehen der Steuer- und Industriepolitik. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das Primärdefizit in den USA im Verhältnis zum BIP deutlich größer ausfallen. Dies könnte in Verbindung mit einem stärkeren Investitionswachstum und Fortschritten bei der künstlichen Intelligenz (KI) nicht nur die Produktion, sondern auch die Produktivität ankurbeln, die in den USA seit über einem Jahrzehnt enttäuschend ist.

Auch wenn sich die Marktmeinung kurzfristig in Richtung einer weniger günstigen Tendenz für die US-Wirtschaft verschieben könnte, dürfte das Wachstum in den USA mittelfristig aus strukturellen Gründen stärker ausfallen als in anderen Industrieländern, u. a. wegen des hohen Arbeitskräfteangebots und der Investitionen in die technologische Fertigung und grüne Energie sowie in die künstliche Intelligenz.

Infolgedessen dürften auch höhere Zinsen für längere Zeit nicht nur angemessen, sondern auch nachhaltig sein. Ein größeres Haushaltsdefizit kann in den USA durch höhere Laufzeitprämien zu höheren Zinssätzen beitragen, da die Anleger angesichts der erhöhten Unsicherheit über die künftigen Schuldenlasten und die Inflationsaussichten, die große Haushaltsdefizite mit sich bringen, einen größeren Ausgleich verlangen.

Analyse: Konsum und Staatsausgaben stützen das US-Wachstum

Foto von Blerina Uruçi (Quelle: T. Rowe Price)

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