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Weniger Fachkräfte, steigende Anforderungen durch die Digitalisierung

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SPAREPARTSNOW

SPAREPARTSNOW bietet neue KI-Lösungen für die Beschaffung. Weniger Fachkräfte, steigende Anforderungen durch die Digitalisierung

Das allgegenwärtige Thema Fachkräftemangel beherrscht die Schlagzeilen seit Längerem. Auf immer weniger Menschen lastet eine immer komplexer werdende Arbeitslast. Oftmals muss diese von weniger qualifizierten Personen geleistet werden, was zu mehr Fehlern führt. Die Plattform SPAREPARTSNOW unterstützt durch intelligente Funktionen, wie die KI-Bilderkennung, damit Ersatzteile schnell identifiziert werden können.

Mit der intelligenten Bilderkennung greift SPAREPARTSNOW einen wichtigen Teil in der Beschaffung von Ersatzteilen und Betriebsstoffen heraus. Bedingt durch eine geringere Berufserfahrung, Sprachbarrieren oder branchenfremden Wissen, fällt neuen Mitarbeitenden die Identifikation eines Produktes häufig schwer. Die Folge sind eine noch stärkere Belastung qualifizierter Personen oder schlicht eine Fehlbestellung. Dies ist insbesondere bei einem Maschinenstillstand keine Lösung.

Als ein wichtiger Baustein setzt die Plattform SPAREPARTSNOW eine integrierte Bilderkennung ein und macht die Beschaffung smart. Sobald ein neuer Artikel in das Produktportfolio aufgenommen wird, erhält die KI alle Bilder und Zeichnung zum Training. Ergänzt durch die Produktbeschreibung und die Datenblätter wird das Trainingsmodell zusätzlich angereichert. Alles mit dem Ziel, ein Produkt durch ein einfaches Foto vom Smartphone zu identifizieren. Je komplexer ein Bauteil, desto präziser ist das Ergebnis.

Die KI geht in Bezug auf die Bilderkennung so weit, dass sie sogar Typenschilder, Seriennummern, Logos und weitere Informationen erkennt und in der Datenbank mit bestehenden Mustern abgleicht. Darüber hinaus verfügt die KI über eine Multi-Objekt-Erkennung, die selbst dann schnell und genau arbeitet, wenn ein Teil noch verschmutzt oder in der Maschine verbaut ist.

Christian Hoffart, CEO von SPAREPARTSNOW, unterstreicht die Bedeutung der KI-Bilderkennung für die Bewältigung der Herausforderungen in der Industrie: „Die KI-Bilderkennung macht es möglich, dass jeder sofort die richtigen Teile findet und Identifikationsprozesse stark vereinfacht werden. Dadurch tragen wir dazu bei, den Druck auf Unternehmen zu mindern, qualifiziertes Personal zu finden und gleichzeitig den steigenden Anforderungen an digitale Kompetenzen gerecht zu werden.“

Quelle Bild und Text: SPAREPARTSNOW/ Die SparePartsNow GmbH

Sagenhafter Thüringer Wald

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thüringer wald Die Saalfelder Feegrotten gehören zu den farbenprächtigsten Schaugrotten der Welt. © Regionalverbund Thüringer Wald e.V., Dominik Ketz

Sagenhafter Thüringer Wald: Erzählforscherin verrät, wo man Nixen und Poltergeister trifft und warum man der wilden Bertha besser ausweicht

Im Thüringer Wald lässt sich ein sagenhafter Urlaub verbringen. Und das im doppelten Sinne: Einerseits verlebt man seine Zeit in einer herrlichen Landschaft, andererseits ranken sich um den Wald eine Menge mythischer Geschichten. Denn er ist die Heimat vieler Märchen und Sagen. Erzählforscherin Janin Pisarek (33) kennt viele davon und kann erzählen, wo Poltergeister Spaziergänger erschrecken und warum Wanderer in der Nähe von Saalfeld der wilden Bertha lieber Platz machen sollten. Außerdem gibt es ein vielfältiges Ausflugsangebot für Familien wie die Feengrotten, den Märchenpark der Brüder Grimm sowie eine Auswahl an Märchen- und Sagen-Wanderungen.

Aufgepasst, wer der wilden Bertha und der Buschgroßmutter begegnet

„Ich habe als Kind immer Märchen-Hörspielkassetten gehört.“ Während ihres Philosophie-Studiums in Jena wurde sie schließlich von einer Dozentin mit der Faszination der Erzählforschung infiziert. „Sie hat mich mit ihren Seemannsgarngeschichten richtig angefixt“, erinnert sie sich. Heute hält sie selbst Vorträge und ist publizistisch aktiv, hat Bücher über Fabeltiere und Hausgeister veröffentlicht.

Pisarek kennt viele mythische Volkssagen, die im Thüringer Wald ihren Ursprung haben. Eine davon ist die der wilden Bertha, die sich in einem „Wald in der Saalfelder Gegend“ zutrug. Ein Bauer traf in einem engen Hohlweg auf die wilde Bertha in ihrem von Katzen gezogenen Wagen. Weil er Bertha keinen Platz machte, schlug sie ihm ein Beil mitten in den Kopf.

Damit musste der Bauer ein Jahr leben, bis er der wilden Bertha erneut begegnete. Diesmal weicht er respektvoll aus. Daraufhin streicht sie ihm über die Stirn und das Beil fällt aus seinem Kopf. Zu seiner Freude ist es aus purem Gold. „Die Moral der Geschicht: Wer Rücksicht auf andere nimmt, wird belohnt.“ Aber Pisarek warnt augenzwinkernd: „Auch der Buschgroßmutter, die am linken Saalufer in der Nähe von Leutenburg wohnt, muss man ausweichen.“

Motive der „Schläßla in Judenbach“ finden sich bei Harry Potter wieder

„In der Sage über die ,Schläßlä‘ in Judenbach findet man sogar Elemente, die in den Harry-Potter-Romanen auftauchen“, verrät Pisarek. So wird erzählt, dass sich in einem Bauernhaus zu Judenbach einige Wichtelmännchen (hier „Schläßlä“ genannt) aufhielten. Sie waren fleißig, verrichteten zur Nachtzeit viele Dienste wie das Vieh zu füttern, den Stall zu reinigen und beim Dreschen zu helfen. Der Bauer wurde mit dieser Hilfe ein wohlhabender Mann und wollte sich dankbar zeigen. Eines Tages ließ er ihnen neue rote Höschen und bunte Jäckchen vom Schneider anfertigen und legte sie so, dass die Schläßlä sie finden mussten.

Als diese aber die Kleider fanden, wurden sie traurig und sagten: Der will uns ablohnen; wir müssen nun fort. So zogen sie von dannen. Und von der Stunde an war es mit dem Wohlstand des Bauern vorbei. „Das Motiv findet sich in Harry Potter und die Kammer des Schreckens wieder“, sagt Janin Pisarek. „Da schenkt Harry Potter dem Hauselfen Dobby durch einen Trick eine Socke und befreit ihn so aus der Knechtschaft der Malfoys.“

Auch an vielen anderen Orten im Thüringer Wald wird in Sagen von allerlei Fabelwesen berichtet. So sollen am Blessberg Spukgesichter festgebannter Poltergeister Spaziergänger erschrecken, in der Reußengasse in Meiningen ersetzte der Teufel einst einer frommen Frau ihr bildschönes Kind durch einen Wechselbalg. In Schleusingen soll sich an einem Wasserloch (die Totenlache genannt) eine tragische Liebesgeschichte zwischen einer Nixe und einem Junggesellen namens Frieder zugetragen haben. Wer also durch den schönen Thüringer Wald spaziert, sollte immer aufmerksam sein. Vielleicht entdeckt er den einen oder anderen Waldgeist.

Märchenhafte Orte im Thüringer Wald – von der Feengrotte bis zur Führung mit Prinzessin.

Vor allem Familien finden im Thüringer Wald eine große Auswahl an spannenden Tagesausflügen. So kann man den Besuch der Feengrotten mit ihrer farbenprächtigen Tropfsteinwelt, dem Heilstollen und seinem Museum mit einem Abstecher in die Erlebniswelt Feenweltchen verbinden. Hier gibt es für den Nachwuchs reichlich zu spielen und zu entdecken. Das gilt auch für die Sandstein- und Märchenhöhle in Walldorf bei Meiningen, in der mehr als 30 liebevoll dargestellte Märchenbilder zu sehen sind.

Darüber hinaus lockt Schloss Elisabethenburg in Meiningen mit einer Kostümführung mit der Prinzessin Sophie und im Märchenschloss Bertholdsburg sind Installationen von „Der gestiefelte Kater“ bis „Schneewittchen“ zu sehen. Im Museum Schloss Burgk in Schleiz werden regelmäßig Märchen als Puppentheater aufgeführt.

Weitere Informationen unter: www.thueringer-wald.com

Bild Die Saalfelder Feegrotten gehören zu den farbenprächtigsten Schaugrotten der Welt. © Regionalverbund Thüringer Wald e.V., Dominik Ketz

Quelle genböck pr + consult GmbH

Dax startet schwächer – China-Sorgen drücken Autowerte

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen schwächer in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.655 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Am Ende der Kursliste tummelten sich die Aktien der Automobilunternehmen. Hintergrund dürften Berichte über mögliche Zölle in China auf importierte Autos aus der EU und den USA sein.

Mit dem Quartalsbericht von Nvidia gehe die heiße Phase der Berichtssaison für das 1. Quartal am Mittwoch zu Ende, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Nvidia ist eines der wenigen Unternehmen, das das Potenzial hat, den Markt im Alleingang zu bewegen. Die Erwartungen der Börsianer sind einmal mehr hoch.“ An der Börse rechneten alle mit dem höchsten Quartalsgewinn aller Zeiten. „Damit würde Nvidia ein weiteres Stück in seine hohe Bewertung hineinwachsen.“

Der Dax habe sich am Dienstag einen weiteren Tag seitwärts entwickelt. „Seit nun acht Handelstagen bewegt sich der deutsche Leitindex zwischen gut 18.600 Punkten auf der Unter- und 18.900 Punkten auf der Oberseite. Dabei wird die Angst der Börsianer, sich auf der falschen Seite zu positionieren, offensichtlich größer.“ Das zeige sich in niedrigeren Umsätzen. Die Angst, zu spät auf den fahrenden Börsenzug aufzuspringen, habe zuletzt deutlich zugenommen.

In den USA sei die Stimmung deutlich euphorischer. „Der S&P 500 hat gestern ein weiteres Rekordhoch markiert. Und die Börsianer rechnen mit einer Fortsetzung dieser Rekordjagd.“ Zunehmende Schwankungen habe auf der anderen Seite des Atlantiks kaum jemand auf dem Schirm. „Der VIX, der die zukünftig erwartete Schwankung des S&P 500 misst, hat gestern so niedrig geschlossen wie zuletzt im Jahr 2019“, so Altmann.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 81,84 US-Dollar, das waren 104 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Politiker sollen Adressen leichter geheim halten können

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Zwei Bundestagsabgeordnete (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehreren Angriffen im Wahlkampf will die Bundesregierung mit einer Gesetzesreform den Schutz von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern verbessern. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Ein Gesetzentwurf von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sieht demnach vor, dass Mandatsträger künftig einfacher sogenannte Auskunftssperren beantragen können. Damit wird es deutlich erschwert, die Wohnadressen aus dem Melderegister zu erfahren. Die Bundesregierung will den Entwurf am Mittwoch im Kabinett verabschieden.

Dem Papier zufolge soll die Reform Mandatsträger des Bundestags, des Europäischen Parlaments, der Länderparlamente und der kommunalen Ebene erfassen. Sie werden künftig im Gesetz generell jenen Personen gleichgestellt, die wegen beruflicher und ehrenamtlicher Tätigkeiten besonderen Anfeindungen ausgesetzt sind. Damit wird es auch ohne konkrete Bedrohung einfacher, die Geheimhaltung des Wohnsitzes zu erreichen.

Der bessere Schutz von Mandatsträgern ist schon länger geplant, hatte aber durch gewalttätige Angriffe in den vergangenen Wochen neue Dringlichkeit bekommen. Zu den Details des Gesetzentwurfs gehört es nun auch, dass der Geheimhaltungsschutz für Adressen automatisch länger gelten soll als bislang. Die Reform sieht vor, die gesetzliche Befristung der Maßnahme von zwei auf vier Jahre zu verlängern.


Foto: Zwei Bundestagsabgeordnete (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ich empfehle, das Selbstwertgefühl divers aufzubauen

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julia tanck

In ihrem Buch “Unfiltered. Social Media und unser Körperbild” geht die Psychotherapeutin Dr. Julia Tanck den Auswirkungen auf den Grund, die Social Media auf unser Körperbild und Wohlbefinden haben kann. Im Interview erklärt sie, warum die Gründe für Essstörungen oft in der Familie liegen, warum Social Media das Problem des Fernsehens verschärft und wie es gelingt, mit sich ins Reine zu kommen.

„Schlanksein wird häufig mit Leistung, Anerkennung, Intelligenz, Selbstbewusstsein und Erfolg verknüpft“

herCAREER: Julia, du arbeitest als Psychotherapeutin und bist Expertin in Sachen Essstörungen und verzerrte Körperbilder – hat die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper nur etwas mit dem Äußeren eines Menschen zu tun?

Dr. Julia Tanck: Jein – die Unzufriedenheit mit dem Körper kann sich schon sehr früh im Alter von fünf bis sechs Jahren entwickeln.

herCAREER: Wie kann das sein?

Dr. Julia Tanck: Zum einen ist es das Elternhaus, zum anderen sind bereits kleine Kinder medialen Einflüssen ausgesetzt. Zuletzt spielen die Persönlichkeitsmerkmale eine Rolle. Körperunzufriedenheit kann die Manifestation eines geringen Selbstwerts oder schlicht schlechter Stimmung sein. Es muss nicht immer direkt etwas mit dem Äußeren zu tun haben.

herCAREER: Was kann im Elternhaus falsch laufen?

Dr. Julia Tanck: Es gibt viel Forschung zu Mütter-Töchter-Paaren. Wenn die Mutter negative Kommentare in Bezug auf ihren eigenen Körper äußert, andere Körper negativ kommentiert oder gar das Kind negativ kommentiert, dann überträgt sich diese Unzufriedenheit auf das Kind – selbst wenn das von der Mutter gar nicht gewollt ist.

herCAREER: Wie ist es mit Vätern und Söhnen?

Dr. Julia Tanck: Da ist es genauso. Wenn Väter zum Beispiel sehr exzessiv Sport treiben oder Muskelaufbau-Präparate nehmen, beeinflusst das die Söhne. Wir haben häufig gleichgeschlechtlichen Übertragungsprozesse, aber selbstverständlich kann auch ein Vater durch negative Kommentare Körperunzufriedenheit bei seiner Tochter auslösen.

herCAREER: Welche sind deiner Erfahrung nach die häufigsten tieferliegenden Gründe für Körperunzufriedenheit?

Dr. Julia Tanck: Es sind die familiären Prozesse, aber auch die Einflüsse innerhalb unserer Gesellschaft. Schlanksein wird häufig mit Leistung, Anerkennung, Intelligenz, Selbstbewusstsein, Erfolg etc. verknüpft. So lernen wir bereits früh, dass wir einen inneren Mangel im Außen – also an unserem Körper – kompensieren können. In meiner Praxis ist es fast die Regel, dass Patientinnen, die mit einer Essstörung in Therapie sind, berichten: Ich habe eigentlich von zu Hause schon immer ein gestörtes Essverhalten vorgelebt bekommen. Meine Mutter hat nur einmal am Tag gegessen oder mein Vater hat seinen Körper den ganzen Tag negativ bewertet. Daneben gibt es bei Essstörungen eine große genetische Komponente.

herCAREER: Wie sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede?

Dr. Julia Tanck: Frauen sind im direkten Vergleich mit Männern immer noch unzufriedener mit ihren Körpern – über alle Altersgruppen hinweg.

herCAREER: Aber eine Körperunzufriedenheit ist nicht gleich eine Essstörung, oder?

Dr. Julia Tanck: Nein, nicht jede Person mit einer Körperunzufriedenheit entwickelt eine Essstörung. Aber ein negatives Körperbild ist bei einer Essstörung fast immer vorhanden. Der Prozess ist plausibel: Ich bin mit meinem Körper unzufrieden und möchte das ändern, weil dieses Gefühl unangenehm ist. Es mag auf den ersten Blick um den Körper gehen, aber im Grunde geht es darum, die negativen Gefühle zu regulieren: Um dem niedrigen Selbstwert zu entkommen, will ich nach außen etwas verändern, um mich wertvoller zu fühlen.

herCAREER: Haben die Menschen, die zur Essstörung neigen, etwas gemeinsam?

Dr. Julia Tanck: Fast alle bringen ein hohes Level an Perfektionismus mit. Sie haben hohe Ansprüche, an ihren Körper und an ihre Leistung. Und sie haben ein großes Kontrollbedürfnis – wobei das Bedürfnis nach Kontrolle ein psychologisches Grundbedürfnis ist, das wir alle haben. Aber es ist eben unterschiedlich stark ausgeprägt.

herCAREER: Welche eigenen Erfahrungen hast du gemacht?

Dr. Julia Tanck: Ich kenne essgestörte Verhaltensmuster wie: Diäten machen, häufiges Wiegen, Kalorien zählen. Das Bedürfnis, gewissen Körperidealen zu entsprechen. Auch Körperkommentare seitens der Familie sind mir nicht fremd. Aber ich habe es immer geschafft, mich gut abzugrenzen. So hat sich die Körperunzufriedenheit nicht in einer Essstörung verfestigt.

herCAREER: Es gibt viele Übungen in deinem Buch – warum reicht es nicht, die Mechanismen zu “verstehen”? Wie kann man eine wertschätzende Haltung gegenüber seinem Körper trainieren?

Dr. Julia Tanck: Das Thema hatte ich gerade gestern in einer Therapiestunde! Die Mechanismen kognitiv zu verstehen ist wichtig und der erste Schritt, ein Bewusstsein zu entwickeln, dass es etwas gibt, an dem ich arbeiten darf oder wachsen kann. Der nächste wichtige Schritt ist dann, neue Erfahrungen zu machen, die unsere Gedanken und Gefühle auch wirklich nachhaltig verändern können. “Es stimmt nicht, dass ich nur wertvoll bin, wenn ich schlank bin”, ist leicht gesagt, aber schwer umgesetzt.

herCAREER: Wie setzt man so einen Satz um, so dass man ihn auch glaubt?

Dr. Julia Tanck: Das ist die Kunst. Über Verhaltensänderungen können wir positive Erlebnisse und neue Blickwinkel verinnerlichen. Durch Achtsamkeit, durch intuitive Ernährung, durch Freude an Bewegung, am Essen, am Genuss. Gestern in der Sitzung haben wir zum Thema Sinnlichkeit gesprochen, also auch positive Erfahrungen mit dem Körper zu erleben. Das heißt, die Gedanken und die Gefühle brauchen immer länger, um sich zu verändern. Das Verhalten können wir aber relativ schnell ändern.

herCAREER: Mit Essstörungen haben es westliche Gesellschaften erst nach dem Aufkommen des Fernsehens zu tun, richtig?

Dr. Julia Tanck: Man kann das nicht verallgemeinern, aber die bekannte Fidschi-Studie hat ergeben, dass sich erst nach der Einführung des Fernsehens 1995 Essstörungen auf den Fischi-Inseln ausbreiteten. Vorher waren sie dort nicht bekannt. Auch in den Neunzigerjahren bei uns, mit dem extremen Schlankheitsideal mit Models wie Kate Moss, nahmen die Essstörungen zu, hier gibt es einen Zusammenhang zwischen medialer Konfrontation und der tatsächlichen Fallzahl.

herCAREER: Wieso verschärft Social Media das Problem noch einmal mehr?

Dr. Julia Tanck: Auf Social Media kann im Unterschied zu den traditionellen Medien jede Person vertreten sein. Das macht es näher. Im Fernsehen sehen wir in der Regel Celebrities, Prominente oder Politiker:innen. Bildbearbeitung ist ein großes Thema. Mit einem Klick können die User:innen ihr Foto optimieren, so dass manche sich gar nicht mehr trauen, nicht retuschierte Bilder von sich hochzuladen. Und das verzerrt die Realität.

herCAREER: Würdest du zum kompletten Social-Media-Verzicht raten?

Dr. Julia Tanck: Das ist eine individuelle Entscheidung. Ich würde nicht sagen, dass ein kompletter Verzicht notwendig ist. Social Media hat viele Vorteile: Wir finden niedrigschwellig Wissen und Informationen zu Themen, die uns interessieren. Wenn ich mich beispielsweise vegetarisch ernähren will, aber nicht weiß, wie genau, finde ich bestimmt viel Inspiration. Es geht darum, in die Selbstverantwortung zu gehen und zu fragen: Welche Inhalte tun mir nicht gut? Wo gibt es einen Mehrwert für mich und was zieht mich runter? Und dann auch Konsequenzen zu ziehen und gewissen Accounts entfolgen.

herCAREER: Auch die noch so erfolgreiche, intelligente Frau ist nicht davor gefeit, ihr Leben lang mit ihrem Äußeren zu hadern. Welche Fähigkeit haben die Frauen, die mit sich im Reinen sind?

Dr. Julia Tanck: Ich beobachte, dass die Frauen, die mit sich im Reinen sind, eine gute, stabile innere Haltung haben, die nichts mit ihrem Gewicht zu tun hat. Ich habe auch beruflich erfolgreiche Frauen in der Therapie sitzen, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen und traurig und niedergeschlagen sind.

herCAREER: Was empfiehlst du diesen Frauen?

Dr. Julia Tanck: Ich empfehle generell, das Selbstwertgefühl divers aufzubauen – es auf ein Fundament zu stellen, dass größer ist als das reine Aussehen. Was zeichnet mich als Person aus? Für welche Werte stehe ich ein? Was schätzen Menschen an mir? Wofür möchte ich mich einsetzen? Welche Freundschaften tun mir gut? Will ich reisen? Ein Instrument lernen? Gute Gespräche führen? Wer sein Leben nach den eigenen Werten ausrichtet, ist automatisch glücklicher. Die Frauen, die mit sich im Reinen sind, gestalten ihr Leben nach ihren persönlichen Vorstellungen. Und das ist der Weg für uns alle – auch wenn er nicht immer einfach ist.

Am 29. Mai um 13 Uhr trägt Dr. Julia Tanck online und kostenfrei in der herCAREER Academy vor: “Abseits des Perfektionismus für mehr Körperakzeptanz”.

https://www.her-career.com/abseits-des-perfektionismus-fuer-mehr-koerperakzeptanz

Das Interview führte herCAREER-Chefredakteurin Julia Hägele

Bild: Dr. Julia Tanck Psychologische Psychotherapeutin, Wissenschaftlerin, Autorin © Constanze Wenig

Quelle messe. rocks GmbH

Baerbock unterstützt Pistorius bei Erhöhung der Ukraine-Hilfe

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Annalena Baerbock und Boris Pistorius (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) unterstützt die Forderung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach einer Erhöhung der Ukraine-Hilfe um 3,8 Milliarden Euro in diesem Jahr. „Ich bin mir da mit dem Verteidigungsminister ganz einig“, sagte Baerbock der „Bild“ und anderen Axel-Springer-Medien in Kiew. „Und nicht nur mit ihm, auch mit der Innenministerin.“ Man brauche einen „Sicherheitshaushalt“.

Sie begründete ihre Forderung damit, „dass wir in unserem Leben doch noch nie erlebt haben, dass unsere europäische Friedensordnung, unser europäischer Kontinent so herausgefordert ist direkt vor unserer Haustür“. An die Adresse von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sagte sie, ohne ihn namentlich zu erwähnen: „Und in so einer Ausnahmesituation muss sich die Ausnahme aus meiner Sicht auch in einem Haushalt entsprechend widerspiegeln. Und das bedeutet, wir müssen die Mittel für die Ukraine bereitstellen, die ja unsere eigene Sicherheit unterstützen.“

Dafür brauche es „sehr, sehr viel Geld“. Niemand könne es verantworten zu sagen: „Wir waren damals nicht bereit, weitere Milliarden in die Hand zu nehmen für den Frieden. Und es hat dann dazu geführt, dass dieser russische Angriffskrieg sich weiter ausgeweitet hat in Europa.“


Foto: Annalena Baerbock und Boris Pistorius (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Siemens und Mercedes-Benz warnen vor Extremisten in Europa

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Siemens-Standort (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorstandsvorsitzenden von Siemens und Mercedes-Benz, Roland Busch und Ola Källenius, warnen vor der Europawahl vor der Bedrohung durch populistische und extremistische Parteien und fordern ihre Belegschaften zur Stimmabgabe auf. „Wir müssen jetzt aufstehen und einschreiten“, sagte Busch der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

Extremismus und Rassismus gefährdeten den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Es werden einfache Antworten auf komplexe Fragen gegeben, Antworten, die so nie funktionieren werden“, warnte der Siemenschef. Das spalte eine Gesellschaft und höhle die liberale Demokratie aus, die es zu schützen gelte, sagte Busch mit Blick auf den 75. Geburtstag des Grundgesetzes am Donnerstag.

Mercedes-Chef Källenius hob die Bedeutung einer offenen Gesellschaft auch für die hiesige Wirtschaft und den Arbeitsmarkt hervor. „2024 würde bei uns kein einziges Auto vom Band laufen ohne Menschen mit Migrationshintergrund“, sagte der Manager, der neben der schwedischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Ein Austritt aus der EU, wie die AfD ihn zum Teil fordert, nannte Källenius in der FAZ eine wirtschaftliche Katastrophe. „Wir müssen deutlich machen, wie gefährlich eine solche Politik wäre.“ Källenius lobte den Unternehmer Reinhold Würth, der seine Mitarbeiter in einem offenen Brief vor der AfD gewarnt hat: „Ich finde das ganz stark, dieses Engagement verdient Respekt.“

Sowohl Siemens als auch Mercedes sind Mitglieder einer sogenannten „Werteallianz“ von mehr als 30 meist großer deutscher Unternehmen, die mit Blick auf die Europawahl, die ihre Beschäftigten auffordern, ihre Stimme für Vielfalt und Toleranz und gegen Populismus und Extremismus abzugeben.


Foto: Siemens-Standort (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Personalausweis wird bei Direktversand rund 50 Prozent teurer

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Personalausweis (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Beantragung eines neuen Personalausweises wird um fast 50 Prozent teurer, wenn sich die Antragsteller künftig für einen Direktversand entscheiden. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf eine Unterrichtung des Bundesrates. Demnach lehnt das Bundesinnenministerium eine von den Ländern geforderte Kostenübernahme aus Haushaltsgründen ab.

Ab November können sich Bürger den beantragten Ausweis zuschicken lassen. Dafür müssen 15 Euro extra bezahlt werden. Der Preis von 37 Euro für den Ausweis erhöht sich dadurch auf 52 Euro, bei unter 24-Jährigen steigen die Kosten von 22,80 Euro auf 37,80 Euro.

Der Bundesrat hatte in einer Entschließung die vorgesehene Gebühr in Höhe von 15 Euro als eine „zu große Belastung“ für die Bürger bezeichnet. So werde die Gebühr für den Personalausweis um fast 50 Prozent angehoben. Der Bund müsse die Kosten aus Bundesmitteln übernehmen.

In der Stellungnahme des Innenministeriums heißt es nun, „dass auch aus haushälterischen Gründen eine Übernahme der Kosten nicht möglich ist“. Das Ministerium rechnet mit jährlich 2,4 Millionen Fällen von Direktversand und Gebühren in Höhe von insgesamt 36 Millionen Euro.


Foto: Personalausweis (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Jugendstudie: Viele junge Deutsche haben großes Interesse an Politik

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Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Vor der Europawahl zeigen viele junge Deutsche ein großes Interesse an politischen Fragen. Das zeigt Jugendstudie „Junges Europa 2024“ der TUI-Stiftung, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten. Demnach gibt die Hälfte der 16- bis 26-Jährigen (50 Prozent) von sich an, wichtige politische Fragen gut verstehen und einschätzen zu können.

Fast ebenfalls die Hälfte der Befragten (48 Prozent) traut sich zu, sich an Gesprächen über politische Fragen aktiv zu beteiligen. Im vergangenen Jahr hatten die Werte noch bei jeweils 42 Prozent gelegen.

Damit zeigen sich junge Deutsche politisch selbstbewusster als ihre Altersgenossen in anderen europäischen Ländern. Im Durchschnitt gaben 45 Prozent der Befragten aus sechs EU-Mitgliedstaaten an, wichtige politische Fragen gut verstehen zu können. Der Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte gewachsen: 39 Prozent aller Befragten trauen sich im Schnitt zu, sich an Debatten über politische Themen zu beteiligen.

„Diskussionen über Migration, Klimawandel und Kriege machen deutlich, dass Politik nicht abstrakt ist, sondern sehr direkt das eigene Leben prägt“, sagte der Vorsitzende der TUI Stiftung, Thomas Ellerbeck, den Funke-Zeitungen. „Das erkennen auch junge Menschen zunehmend wieder. Sie wollen die Hintergründe verstehen, informieren sich und tauschen sich aus.“ Das spiegele sich im gestiegenen politischen Selbstvertrauen wider.

Für die Studie wurden in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen im März insgesamt 5.874 junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren online befragt, davon 1.052 aus Deutschland. Jeder zweite junge Deutsche (49 Prozent) traut sich demnach nach eigenen Angaben zu widersprechen, wenn jemand etwas Demokratiefeindliches sagt. Auch in der Frage liegen die Deutschen vor ihren Altersgenossen aus den anderen Ländern (Durchschnitt: 42 Prozent).

Bei einem Thema liegen die Befragten aus Deutschland dennoch auf dem vorletzten Platz: Der Aussage „Ich engagiere mich stark für die Demokratie in Deutschland“ stimmte nur gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten zu. Allein in Polen (25 Prozent) war dieser Wert niedriger. Führend war Griechenland, wo die Hälfte (51 Prozent) der Teilnehmer der Aussage zustimmte. Der Durchschnittswert liegt bei gut einem Drittel (36 Prozent).


Foto: Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verteidigung: Institut für Weltwirtschaft kritisiert Schuldenbremse

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Schuldenuhr (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, für Investitionen in Verteidigung eine höhere Verschuldung in Kauf zu nehmen. „Die deutsche Haushaltspolitik ist ein Sicherheitsrisiko für Europa“, sagte Schularick der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgaben).

Um riesige Lücken in der deutschen Verteidigungsfähigkeit zu schließen, müsse die Bundesrepublik auf absehbare Zeit eher um die drei als zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben. „Um das zu erreichen, könnte die Regierung etwa die Schuldenbremse aussetzen oder ein neues Sondervermögen beschließen. Wer sich dagegen aus dogmatischen Gründen neuen Krediten verweigert, stellt Partei über Land“, sagte Schularick an die Adresse von Finanzminister Christian Lindner (FDP), der in der Regierung anders als SPD und Grüne auf einem strikten Sparkurs beharrt.

Europa habe Investitionen in seine Sicherheit vernachlässigt, so dass es die Ukraine ohne Hilfe aus den USA nicht ausreichend gegen Russland stützen könne. „Angesichts der labilen USA sollte sich Europa in absehbarer Zeit alleine verteidigen können“, sagte der Wirtschaftsforscher. Mehr Ausgaben für Sicherheit würden für Wachstum sorgen, ebenso wie Steuergutschriften für Unternehmen, um Investitionen anzukurbeln.

Schularick warnte zudem vor einem „China-Schock“. Europa importiere bereits 40 Mal so viele E-Autos aus China wie die USA, die nun Strafzölle erheben. Er gehe davon aus, dass die Importe weiter zunehmen. Die Regierung in Peking subventioniere ihre Industrie mit Hunderten Milliarden Euro im Jahr, was den Wettbewerb verzerre. „Womöglich merken wir in fünf oder zehn Jahren, dass ganze Zukunftsbranchen in chinesischer Hand sind.“ Die EU-Kommission solle Chinas Subventionen prüfen und entsprechend reagieren, „zur Not auch mit Strafzöllen“.


Foto: Schuldenuhr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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