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US-Börsen legen zu – Ölpreis steigt weiter

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Donnerstag zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 39.388 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,9 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.214 Punkten 0,5 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 18.114 Punkten 0,1 Prozent im Plus.

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten lassen eine Abschwächung des zuletzt doch recht robusten Arbeitsmarktes erkennen und dürften der Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Zinsschraube erneut Auftrieb geben.

„Die Handelsdaten aus China deuten auf eine weitere Konjunkturerholung hin“, sagte Experte Andreas Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagabend stärker: Ein Euro kostete 1,0783 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9274 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 2.346 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 69,94 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 84,21 US-Dollar, das waren 63 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Pistorius bestätigt weitere Raketenwerfer-Lieferung an Ukraine

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Boris Pistorius (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashignton (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bei seinem Besuch in Washington am Donnerstag bestätigt, dass Deutschland drei weitere Raketenwerfer vom Typ Himars aus US-Beständen finanziert, um sie im Anschluss an die Ukraine zu liefern. Die modernen Waffensysteme hatten sich aufgrund ihrer Präzision und Reichweite als besonders wirksam im Kampf gegen Russland erwiesen.

Am Morgen hatte Pistorius den US-Waffenhersteller Raytheon besucht, der unter anderem das Flugabwehrraketen-System „Patriot“ herstellt. Mit dem Unternehmen gebe es einen „engen, unmittelbaren Austausch zu allen technischen und vertragsrechtlichen Fragen“, so der Minister. Bei dem Besuche habe man auch darüber gesprochen, wie Produktionskapazitäten hochgefahren werden könnten, um Lieferfristen zu verkürzen. „Wir haben gerade einen Vertrag über vier Patriot-Systeme erneut abgeschlossen. Ein weiterer wird vorbereitet“, so der Minister. Er soll im Sommer unterzeichnet werden.

Deutschland hat bereits zwei Patriot-Systeme an die Ukraine geliefert. Ein weiteres soll in den nächsten Wochen übergeben werden. Das System hatte sich laut ukrainischen Militärs als sehr effektiv erwiesen, es mangele jedoch zunehmend an Raketen.

Nach seiner Ankunft am Mittwoch hatte Pistorius zunächst einen Friedhof von US-Veteranen besucht, die ihr Leben im Zweiten Weltkrieg verloren hatten. Am Donnerstag stand dann ein Treffen mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin auf dem Programm. Pistorius habe seinen Kollegen dabei über die Ambitionen Deutschlands unterrichtet, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen.

Gesprochen habe man auch über weitere Rüstungskooperationen. „Aktuell sind es 380 Verträge mit einem Volumen von 23 Milliarden Euro“, so Pistorius.


Foto: Boris Pistorius (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Schiff mit Hilfslieferungen verlässt Zypern Richtung Gaza

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNikosia (dts Nachrichtenagentur) – Ein US-Frachter hat Zypern verlassen und soll erstmals Hilfslieferungen über den von den USA gebauten Pier am Strand des Gazastreifens anlanden. Dies sei ein erster Schritt mit dem Ziel, so viele Hilfsgüter wie möglich über diesen Weg zu liefern, sagte Zyperns Außenminister Constantinos Kombos am Donnerstag.

„Es ist eine sehr komplexe Gleichung, aber der erste Schritt wurde heute getan“, so Kombos weiter. Aufgrund der extrem angespannten Versorgungslage im Gazastreifen hatte US-Präsident Joe Biden den Bau eines schwimmenden Piers mehrere Kilometer vor der Küste vor Wochen in Auftrag gegeben. Die schwimmende Plattform soll es auch größeren Schiffen ermöglichen, ihre Ladung zu löschen, um sie daraufhin mit kleineren Booten an die Küste zu bringen.

Nach einem Zwischenfall Anfang April, bei dem sieben Mitarbeiter einer Hilfsorganisation durch einen israelischen Luftangriff getötet worden waren, hatten Schiffe den Strand Gazas nicht weiter angelaufen. Zudem geriet das Gebiet immer wieder unter Feuer. Zwischen Zypern und der Küste des Gazastreifens liegen etwa 400 Kilometer.


Foto: Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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IS-Ableger ruft zu Anschlägen bei Fußball-EM auf

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Polizeiabsperrung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das IS-Propagandamagazin „Stimme von Khorasan“ ruft zu Anschlägen während der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland auf. Das berichtet die „Welt am Sonntag“. Es ist damit die erste, konkrete Ankündigung des IS-Ablegers mit Bezug auf die kommende Europameisterschaft.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins ist auf einer ganzen Seite eine Fotomontage mit Bezug zu dem sportlichen Großereignis im Sommer abgebildet. Darauf ist ein Kämpfer in Tarnuniform und Maschinengewehr zu sehen, der mit dem Rücken zum Betrachter und vor einem leeren Fußballstadion steht. Das Bild ist überschrieben mit den Städtenamen Dortmund, München und Berlin und der Aufforderung: „Then score the last goal“ (deutsch: „Dann schieße das letzte Tor“).

Diese verklausulierte Formulierung, eingebettet in die martialische Optik, kann als unverhohlene Aufforderung zu einem Anschlag verstanden werden. Die Formulierung kann als Hinweis für eine gestiegene Anschlagsbereitschaft gelten. Der ISPK könnte bereits Kämpfer nach Deutschland geschickt haben. In den vergangenen Monaten hatte es mehrfach Razzien gegen ISPK-Zellen in Deutschland gegeben, etwa Weihnachten, als Sicherheitsbehörden einen Anschlag auf den Kölner Dom befürchteten.

Die sehr deutliche Ankündigung in der IS-Propagandapostille ist nun ein erneutes, deutliches Alarmzeichen. CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries sagte der „Welt am Sonntag“: „Es handelt sich hier um eine unverhohlene Anschlagsandrohung.“ Der Vries sagte aber auch, dass die deutschen Sicherheitsbehörden sehr gut vorbereitet seien und „ein intensiver internationaler Austausch besteht“. Allerdings sei Deutschland stark auf ausländische Partnerdienste angewiesen. Denn in Deutschland seien die Aufklärungsmöglichkeiten zur Gefahrenabwehr und der Informationsaustausch stark eingeschränkt.


Foto: Polizeiabsperrung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Finnlands Präsident sieht "echte Bemühung" für Frieden in Ukraine

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Alexander Stubb am 08.05.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Finnlands Präsident Alexander Stubb sieht in der Ukraine ein echtes Interesse an einem Ende des Krieges. „Man muss den Weg zum Frieden irgendwo anfangen“, sagte Stubb der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). „Nach den Gesprächen mit Selenskyj habe ich das Gefühl, dass es eine echte Bemühung für Frieden gibt.“

Er verwies darauf, dass der ukrainische Präsident für ein Friedensforum Mitte Juni in der Schweiz geladen hat. „Ich hoffe, dass so viele Staats- und Regierungschefs wie möglich teilnehmen werden und dass es zu einem Treffen mit Russland kommen wird. Das kann auch unterhalb des Radars geschehen“, sagte Stubb der FAZ.

Momentan aber führe „der einzige Weg zum Frieden über das Schlachtfeld.“ Für einen Frieden gebe es viele verschiedene Szenarien, sagte Stubb, der als finnischer Außenminister 2008 Friedensvermittler im Georgienkrieg war. Stubb verteidigte Deutschland in Bezug auf dessen Hilfe für die Ukraine. Das Land leiste viel mehr, als gemeinhin wahrgenommen werde, sagte Stubb der Zeitung.

Die politische Debatte in Deutschland sei bei dem Thema „etwas durcheinandergeraten“, so Stubb. „Man sollte Deutschland auch mal eine Pause gönnen. Das Land tut, was es kann. Berlin macht wirklich gute Arbeit.“ Den Weg der Ukraine zur Nato-Mitgliedschaft bezeichnete Stubb als „unwiderruflich“. Russlands Präsident Wladimir Putin müsse begreifen, dass sein Angriff auf die Ukraine ein „totaler Fehlschlag“ sei. „Er hat die Ukraine in Richtung EU-Mitgliedschaft und Nato getrieben. Und er hat Finnland und Schweden zu Nato-Mitgliedern gemacht“, sagte Stubb.

Die Verantwortung für die häufigen Störungen des Navigationssystems GPS derzeit im Ostseeraum, die eine Gefahr für die Luftfahrt und die Schifffahrt sind, wies Stubb Moskau zu. „Russland ist für die GPS-Störungen verantwortlich. Die Frage ist, ob sie gezielt verursacht wurden oder aus Inkompetenz. Das wissen wir bisher nicht. Aber die Störungen sind sehr gefährlich, unverantwortlich und zynisch“, sagte Stubb.

Doch gelte es im Falle Russlands mit derlei Angriffen zu rechnen. „Die Grenzen zwischen Krieg und Frieden verschwimmen. Die Dinge, die uns eigentlich verbinden sollten, so wie das GPS-System, aber auch Energie oder Information, werden als Waffe eingesetzt. Wir leben in einem Zeitalter des Nicht-Friedens und müssen sehr wachsam sein“, sagte Stubb.


Foto: Alexander Stubb am 08.05.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Deutschland hilft Ukraine bei Instandsetzung von Stromversorgung

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Haus in Kiew (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Bei ihrem Besuch in Kiew am Donnerstag hat Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) der Ukraine langfristige Hilfe beim Wiederaufbau der Energieinfrastruktur zugesichert. Beide Länder unterzeichneten ein entsprechendes Abkommen, wie das Entwicklungsministerium mitteilte.

Die Antwort auf die russischen Angriffe auf das Stromnetz der Ukraine liege in einer verstärkten Kooperation mit Deutschland, so Schulze. Russland dürfe mit dieser Strategie keine Erfolge erzielen. Mit Mitteln der staatlichen Förderbank KfW sollen Schäden repariert werden. Teil des Abkommens ist auch eine verbesserte Anschlussfähigkeit der Ukraine an das europäische Stromnetz. Das Land ist aufgrund der heftigen russischen Angriffe auf Kraft- und Umspannwerke auf Stromimporte angewiesen.

Schulze war bei ihrem Aufenthalt in Kiew auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und Energieminister Herman Haluschtschenko zusammengekommen. Am Nachmittag gedachte sie gemeinsam mit dem Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, den Opfern des Krieges und legte Blumen an einem Mahnmal nieder.


Foto: Haus in Kiew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Faesers Umgang mit Gewaltattacke in Dresden sorgt für Unmut

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Nancy Faeser (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Angriff von mutmaßlichen Rechtsextremisten auf den sächsischen SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke hat für Unstimmigkeiten auf der Sonder-Innenministerkonferenz gesorgt. Dort hatte laut der „Welt“ der Umgang von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) mit dem Dresdener Fall am Dienstag für deutlichen Unmut gesorgt.

Sie musste auf Druck ihrer Länderkollegen eine eigene Pressekonferenz samt einer schon vorbereiteten Presseerklärung zu dem Vorfall zurückziehen. „Das hat es noch nie gegeben“, sagten „BMI“-Mitarbeiter der „Welt“. Nach übereinstimmenden Berichten von Teilnehmern der IMK zeigten sich mehrere Unions-Innenminister „richtig verärgert“ über den Alleingang von Faeser. Deshalb gab es für die Ressortchefin intern einen schweren Rüffel.

„Frau Faeser tönt bloß in der Öffentlichkeit herum, trägt aber selbst nichts zum Schutz von Politikern bei“, schimpfte ein CDU-Innenminister in der „Welt“. Stattdessen erteile Faeser den Ländern unausgegorene Ratschläge, was sie zu tun hätten. So gehe etwa ihre Forderung nach „noch mehr sichtbarer Polizeipräsenz“ an Wahlkampfständen und bei Veranstaltungen völlig an der Sache vorbei. Denn Gewaltattacken gegen Politiker seien eher selten, meist würden Wahlkampfplakate abgerissen oder beschädigt.

Faeser wollte eigentlich mit Hamburgs Innensenator Andy Grote, dem Sprecher der SPD-Ressortchefs, eine Pressekonferenz im festlichen Phönixsaal des Hamburger Rathauses abhalten. Im Einladungstext heißt es: Nach der Videokonferenz der 16 Landesinnenminister zu dem Fall Ecke würden Faeser und Grote „die Ergebnisse im Rahmen eines Statements einordnen.“

Die Hamburger Behörde für Inneres sollte die Medien für 19.15 Uhr ins Rathaus in der City einbestellen. Weil der geplante Auftritt in der Hansestadt für reichlich Kritik sorgte, musste Faeser diesen Termin jedoch absagen. Stattdessen folgte eine Korrektur. Der Titel der Einladung an die Vertreter der Presse lautete dann anders. Veranstalter war nicht mehr der Sozialdemokrat Grote, sondern der IMK-Vorsitzende, Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU). Stübgen lud die Journalisten nun zu einer Online-Pressekonferenz per Zugangscode ein – mit Grote, Faeser und dem Sprecher der Unions-Innenminister, Joachim Herrmann (CSU) aus Bayern.

Man informiere „gemeinsam über die Ergebnisse der Sonder-IMK“, stellte Stübgen in seiner neuen Einladung klar. Er ließ auch die Uhrzeit für die Statements der Minister ändern. Diese wurde um eine Viertelstunde auf 19.30 Uhr verschoben. Zudem wurde mitgeteilt, dass der „Präsenztermin“ in Hamburg mit Faeser und Grote abgesagt worden sei. „Wir bitten wegen der Kurzfristigkeit um Entschuldigung“, erklärte das brandenburgische Innenministerium.


Foto: Nancy Faeser (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Strack-Zimmermann: Putins Atomdrohung ist Einschüchterungsversuch

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die erneute Atomdrohung des russischen Präsidenten Wladimir Putin als Einschüchterungsversuch kritisiert. „Dass Putin 30 Tage vor der Europawahl einmal mehr mit dem Einsatz der Atombombe droht, ist ein weiterer sehr durchsichtiger Versuch, Einfluss auf das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger zu nehmen“, sagte Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Putin wolle Angst verbreiten, um die „pro-russischen Parteien wie die AfD und BSW“ zu stärken und die demokratischen Parteien zu schwächen. „Wir sollen uns davon nicht irritieren lassen“, sagte die FDP-Verteidigungspolitikerin.

„Er wird mit Sicherheit in den kommenden Wochen noch mehr Gruseliges aus der russischen Propagandakiste ziehen.“ Zum russischen Gedenktag zum Sieg über Nazi-Deutschland drohte Putin, die russischen Atomstreitkräfte seien „immer in Alarmbereitschaft“.


Foto: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FRIENDS Kochclub sammelte 41 000 Euro

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FRIENDS Kochclub

FRIENDS Kochclub sammelte 41 000 Euro für ZNS-Kochclub der Hannelore Kohl Stiftung im Best Western Premier IB Hotel Friedberger Warte

Die FRIENDS Küchenparty im Best Western Premier IB Hotel Friedberger Warte stattfand, war äußerst erfolgreich. Als Höhepunkt des Abends wurde ein Scheck über 41.000 Euro an den ZNS Kochclub – der Hannelore Kohl Stiftung – Schirmherr Adel Tawil – für Menschen mit Schädelhirnverletzung übergeben, der von der ZNS Akademie jedes Jahr als kostenloses dreitägiges Seminar angeboten wird.

Die Veranstaltung, organisiert von Petra und Jörg Leroy, LEROY’S Feste feiern wie ein König, war nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein unvergessliches Charity-Event, das bereits zum vierten Mal stattfand. Rund 200 Gäste wurden im Best Western Premier IB Hotel Friedberger Warte in Frankfurt am Main von Spitzen- und Sterneköchen verwöhnt, darunter auch der bekannte TV-Koch Johann Lafer. Zudem präsentierten erlesene Weingüter und weitere Partner aus der Genuss-Szene ihre Köstlichkeiten an verschiedenen Ständen.

Adel Tawil, Musiker und Schirmherr der Küchenparty als ZNS-Präsident, bedankte sich herzlich für das großartige Engagement aller Beteiligten. Der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt der Finanzierung des ZNS-Kochclubs zugute. Dr. Susanne Schaefer, Geschäftsführerin der ZNS-Stiftung, zeigte sich begeistert über die beachtliche Summe und dankte mit Dr. Stefan Zimmer, Vizepräsident der ZNS-Stiftung allen Beteiligten für ihren Beitrag.

Petra und Jörg Leroy freuten sich bei der Scheckübergabe über die Sicherung weiterer ZNS Kochclubs für bis zu 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gemeinsam mit ihrem Mann Jörg veranstaltet sie regelmäßig den ZNS Kochclub „Genussvoll kochen trotz Handicap“. Das besondere Angebot wurde ins Leben gerufen, nachdem ein befreundeter Koch des Ehepaars eine Schädelhirnverletzung erlitten hatte.

Der Erlös der Veranstaltung kommt genau diesem ZNS-Kochclub für Menschen mit Schädelhirntrauma zugute. Der ZNS-Kochclub wurde 2017 auf Initiative von LEROY’S Feste – Feiern wie ein König ins Leben gerufen – und vermittelt den Teilnehmenden an einem ganzen für sie kostenfreien Wochenende das gesunde Kochen und Essen, den Wareneinkauf, die Zusammensetzung von Lebensmitteln sowie das Kochen mit Hilfsmitteln z.B. bei einer halbseitigen Lähmung.

Für die nächste FRIENDS Küchenparty gibt es bereits eine lange Liste von Spitzenköchen, die gerne teilnehmen möchten.

Auch Hoteldirektor Michael Mauersberger zeigte sich begeistert von den zahlreichen großartigen Spitzenköchen, die in Hessens größter Kochschule im Best Western Premier IB Hotel Friedberger Warte für kulinarische Genüsse sorgten.

Unter dem Motto „Wir begrüßen Sie an diesem Abend in der Küche“ öffnete das Best Western Premier IB Hotel Friedberger Warte für diese Veranstaltung zum ersten Mal seine Türen für ein einzigartiges kulinarisches Event. An verschiedenen kulinarischen Ständen boten hochkarätige Köche, Winzer, Gastronomen und Genussmenschen ihre Leistungen an. Auch ehemalige Teilnehmer:innen des ZNS-Kochclubs waren dabei sein und kümmerten sich um das Wohl der Gäste.

Die Zusammenarbeit von professionellen Köchen und kochbegeisterten Betroffenen versprach ein außergewöhnliches Erlebnis für alle Gäste.

ZNS-Stiftung. Hilfe für Menschen mit Schädelhirntrauma, gegründet von Hannelore Kohl

Jährlich erfahren rund 270.000 Menschen in Deutschland ein Schädelhirntrauma. 45.000 von ihnen müssen nach dem Unfall mit dauerhaften körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen weiterleben. Rund 800.000 Menschen sind dauerhaft auf die Unterstützung von Pflegekräften oder Angehörigen angewiesen. Ziel der ZNS-Stiftung ist es, die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern und ihnen umfassende Teilhabe zu ermöglichen. Durch Aufklärung und präventive Maßnahmen trägt die Stiftung dazu bei, Unfallzahlen zu senken und die Schwere von Kopfverletzungen zu reduzieren.

www.hannelore-kohl-stiftung.de

Bild FRIENDS Kochclub sammelte 41 000 Euro für ZNS-Kochclub der Hannelore Kohl Stiftung im Best Western Premier IB Hotel Friedberger Warte Von links: Dr. Stefan Zimmer, Jörg Leroy, Petra Leroy, Dr. Susanne Schaefer Copyright: Philipp Schäfer

Quelle JANE UHLIG PR

Wie KI uns lehrt, unsere eigene Moral zu überdenken

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Jana Schaich Borg

Dr. Jana Schaich Borg versucht, einer Maschine Moral zu verleihen.

Durch ihre Arbeit am Social Science Research Institute der Duke University ist sie zu einer Expertin für Entscheidungsfindung geworden – sie implementiert Blickwinkel der Moralpsychologie, Datenwissenschaft und ihrem Schwerpunkt Neurowissenschaften hinzu. Sie hat erkannt, dass künstliche Intelligenz lediglich eine Linse ist: Die Probleme, die wir mit Algorithmen lösen müssen, sind die Probleme, die wir in der Gesellschaft lösen sollten.

„Mein Labor versucht zu verstehen, was menschliche Verbundenheit ist“

herCAREER: Erzählen Sie mir von Ihrer Forschung. Was sind die Fragen, die Sie beantworten wollen?

Jana Schaich-Borg: Ich bin Neurowissenschaftlerin und arbeite eng mit Datenwissenschaftlern zusammen. Während meiner gesamten Karriere habe ich versucht zu verstehen, wie Menschen soziale Entscheidungen treffen, sowohl bewusst als auch unbewusst. Heute konzentrieren wir uns in meinem Labor auf zwei übergreifende Ziele: Wie können wir Moral in KI-Systeme einbauen, so dass sie mit der Gesellschaft in einer Weise interagieren, die unseren Moralvorstellungen entspricht? Daraus folgt auch die Frage, wie wir als Gesellschaft KI in Übereinstimmung mit unseren Werten nutzen und einsetzen können.

Der andere Teil meiner Forschung ist nicht exakt, aber in gewisser Weise die Kehrseite der Medaille. Was lernen wir von den Menschen – was ist das Besondere an unserem Umgang miteinander? Mein Labor versucht zu verstehen, was menschliche Verbundenheit ist. Denn wir wollen verstehen, wie die Entwicklung der KI-Technologie unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinträchtigen könnte.

herCAREER: Wie wirkt sich die KI bereits auf unsere Interaktionen aus?

Jana Schaich-Borg: Dieser Bereich ist bisher noch nicht ausreichend untersucht worden. Aber ich bin besorgt, weil Menschen stundenlang mit Chatbots interagieren, anstatt mit Menschen. Wir bewegen uns auf eine Hungersnot der sozialen Interaktion zu.
Aber es gibt auch Ansätze, die vielversprechend sind und bei denen die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wirklich hilfreich sein wird. Manche Menschen auf dem autistischen Spektrum, etwa, finden die Interaktion mit KI viel angenehmer. Sie fühlen sich auf eine Art und Weise gehört, wie sie es bei Menschen nicht können. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Menschen mit PTBS sich wohler fühlen, wenn sie sich einer künstlichen Intelligenz mitteilen, weil sie sich dann nicht verurteilt fühlen.

herCAREER: Meines Wissens wird ein KI-System immer so voreingenommen sein wie die Daten, mit denen man es füttert. Was bedeutet das für die moralische oder faire Entscheidungsfindung mittels eines solchen Systems?

Jana Schaich-Borg: In jedem KI-System werden wahrscheinlich alle möglichen Verzerrungen eingebaut sein. Aber ich denke, dass man dem technisch entgegenwirken kann, indem man ein anderes Training durchführt und den Algorithmus korrigiert. Das eigentliche Problem ist, dass wir das bisher nicht tun.
Aber es gibt noch eine andere, viel größere Herausforderung: Um eine Voreingenommenheit im System zu beheben, müssen wir definieren, was wir zu beheben versuchen. Es gibt mehr als 20 offizielle Definitionen von Fairness – es wird sehr schwer sein, einen Konsens darüber zu finden, welche dieser Definitionen in ein System eingebaut werden soll. An dieser Stelle wird es also wirklich kompliziert.

herCAREER: Wenn also die Hoffnung besteht, dass wir mit Hilfe von KI bei der Rekrutierung oder vielleicht bei Kreditanträgen Vorurteile gegenüber Frauen oder marginalisierten Geschlechtern ausschalten könnten…

Jana Schaich-Borg: …müssen wir uns fragen: Wie würde Gender-Fairness überhaupt aussehen? Streben wir nach gleichem Zugang? Wollen wir die Diskriminierungen der Vergangenheit ausgleichen und den Frauen einen Vorteil verschaffen? Wie sähe Fairness in dieser Situation aus? Das ist die wahre Arbeit, die wir leisten müssen. Letztendlich ist die KI nur ein Brennglas. Es reicht nicht aus, moralische Arbeit in und an einer KI zu leisten, wir müssen diese Fragen auch in der Gesellschaft stellen.

herCAREER: Wenn wir nicht in der Lage sind, einen Konsens über Fairness, gleichen Zugang, Vielfalt und Integration zu erreichen, wie können wir dann KI sinnvoll regulieren? Ich beziehe mich auf das EU-KI-Gesetz und andere laufende Regulierungen.

Jana Schaich-Borg: Ich denke, es wäre naiv zu glauben, dass eine Regulierung die ethischen Probleme mit KI lösen wird. Der Regulierungsprozess wird immer zu langsam und nie ausreichend sein. Aber ohne Regulierung gibt es keine Chance. Wenn Unternehmen und KI-Entwickler nicht das Gefühl haben, dass sie reguliert und überwacht werden, werden die Dinge meiner Meinung nach aus dem Ruder laufen. Das muss unbedingt ein Teil des Puzzles sein.

herCAREER: Sie sagen also, dass KI ein Licht auf die Probleme der Gesellschaft wirft und dass wir nur dann eine moralische KI entwickeln können, wenn diese Probleme angegangen werden. Was ist der Weg nach vorn?

Jana Schaich-Borg: Wenn wir versuchen, diese Zukunft mit KI zu steuern, müssen wir uns darum kümmern. Wir müssen uns einmischen. Jeder und jede muss sich einbringen. Aber wir müssen versuchen, das Ganze vom Standpunkt unserer eigenen moralischen Entwicklung aus zu betrachten, und nicht als Polizistinnen.

Über die Person

Dr. Jana Schaich Borg ist eine außerordentliche Forschungsprofessorin am Social Science Research Institute der Duke University. Sie nutzt Neurowissenschaften, Computermodellierung und neue Technologien, um zu untersuchen, wie wir soziale Entscheidungen treffen, die andere Menschen beeinflussen oder von ihnen beeinflusst werden. Als Neurowissenschaftlerin analysiert sie die Daten, die sie als Datenwissenschaftlerin sammelt, in interdisziplinären Teams.
Die aktuellen Forschungsprojekte von Dr. Schaich Borg konzentrieren sich auf die Entwicklung moralischer künstlicher Intelligenz und das Verständnis sozialer Bindungen, Empathie und menschlicher Entscheidungsprozesse.

Auf der Grundlage ihrer Forschungsgebiete ist sie an der Entwicklung praktischer Strategien für die ethische Entwicklung künstlicher Intelligenz beteiligt. Sie ist in der Lage, die Implikationen komplexer analytischer Probleme aufzuschlüsseln und sie einem breiten Publikum verständlich zu vermitteln.
Zusammen mit Walter Sinnott-Armstrong und Vincent Conitzer hat sie das Buch „Moral AI – And How We Get There“ geschrieben. In den Kapiteln werden Fragen behandelt wie: Was ist KI? Gibt es eine sichere KI? Kann KI fair sein? Und: Kann KI die menschliche Moral einbeziehen?

Das Interview führte Kristina Appel.

Bild © Daniel Turbert Photography

Quelle messe.rocks GmbH