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IG Bau Forderungen zwingen EZB zum aggressiveren Verhalten

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IG Bau EZB Bank of England Industrie Großbritannien Lohn Stillstand
Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Kommentar von Tomasz Wieladek, Chef-Volkswirt für Europa bei T. Rowe Price, zu den Forderungen der IG Bau und den Auswirkungen auf die mögliche Zentralbankpolitik:

Die starken Forderungen der IG Bau werden die EZB in ihrer ablehnenden Haltung bestärken, da sie zeigen, dass selbst Gewerkschaften in Branchen, die sich in einer tiefen Rezession befinden, sehr hohe Lohnabschlüsse fordern.

Die IG Bau hat am 18. Januar ihre Lohnforderung veröffentlicht. Die Gewerkschaft hat eine Lohnerhöhung von 500 Euro pro Monat gefordert. Das sind 23 % mehr als der Jahreslohn von 25.812 Euro (Mindestlohn) und 12,5 % mehr als ein Jahreslohn von 48.000 Euro. 2/3 der Arbeitnehmer in diesem Sektor verdienen weniger als 3250 Euro pro Monat. Es wird also eine Lohnerhöhung zwischen 12,5 und 25 % gefordert. In der Vergangenheit haben die Gewerkschaften immer nur die Hälfte von dem bekommen, was sie gefordert haben. Ein mögliches Ergebnis wäre also eine Lohnerhöhung zwischen 6,25 und 12,5 %.

Ein solch hoher Lohnabschluss wäre für einen Wirtschaftszweig, der sich in einer sehr tiefen Rezession befindet, überraschend. Obwohl die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 leicht geschrumpft ist (-0,3 %), hat sie sich im Vergleich zum Ausmaß der Schocks, die die Wirtschaft in den letzten Jahren getroffen haben, recht widerstandsfähig gezeigt. Ein Sektor befindet sich jedoch eindeutig in einer tiefen Rezession: Der Immobiliensektor. Die deutschen Hauspreise sind im Jahresvergleich um 12 % gefallen, der bei weitem stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1970er Jahren.

Inflationsbereinigt wäre der Rückgang sogar noch viel größer. Die Aktivität im Immobiliensektor ist so niedrig wie seit der großen Rezession nicht mehr. Die Beschäftigung in diesem Sektor ist im Vergleich zum Vorjahr bereits um 3,5 % zurückgegangen, während die Beschäftigung in allen anderen Sektoren weiter zunimmt. In der Vergangenheit haben sich die deutschen Gewerkschaften auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen konzentriert. Es ist daher überraschend, dass die Lohnforderung so hoch ist, wenn die Beschäftigung bereits deutlich zurückgeht.

Allerdings fielen im Gegensatz zu anderen Gewerkschaften der letzte Lohnabschluss im Jahr 2022 bescheiden aus. Die hohe Lohnforderung jetzt ist also nur ein Versuch, die Reallöhne aufzuholen. Nichtsdestotrotz wird die Lohnerhöhung in dieser Größenordnung wahrscheinlich zu Arbeitsplatzverlusten führen, da sich der Sektor in einer tiefen Rezession befindet. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten fordert eine deutsche Gewerkschaft eine Lohnerhöhung, die dem Einkommenswachstum Vorrang vor den Arbeitsplätzen einräumt. Normalerweise würden sich die Gewerkschaften auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen konzentrieren. Diese Forderung deutet darauf hin, dass sich die Reaktion der Gewerkschaften grundlegend geändert zu haben scheint.

Die EZB wird aufgrund dieser Anzeichen, die darauf hindeuten, dass sich bei den Lohnverhandlungen etwas grundlegend geändert hat, sehr viel aggressiver vorgehen müssen, als es der Markt vorgibt, um die Inflation wieder auf 2 % zu bringen. Schließlich bedeutet eine starke Reaktion der Lohnverhandlungen auf die Inflation trotz eines starken Rückgangs der Beschäftigung, dass die Gewerkschaften der Inflation bei den Lohnverhandlungen nun Vorrang einräumen.

Es ist wahrscheinlich, dass diese hohen Lohnabschlüsse mittelfristig zu einem Anziehen der Inflation führen werden, was wiederum in der nächsten Runde zu Lohnabschlüssen über dem Zielwert führen kann. Die Befürchtung, dass diese anhaltende Lohn-Preis-Spirale zu einer jahrelangen Inflation oberhalb der Zielvorgaben führen könnte, bedeutet, dass die EZB wachsam und daher sehr vorsichtig mit Zinssenkungen bleiben muss, wobei sie die Zinsen seit dem Sommer vielleicht nur einmal pro Quartal senken wird, was weit weniger ist, als von den Finanzmärkten eingepreist wurde.

IG Bau Forderungen zwingen EZB zum aggressiveren Verhalten

Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

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Habeck sagt langanhaltende Schwächephase für Deutschland voraus

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Robert Habeck am 17.01.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) rechnet für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren nur noch mit mageren Wachstumsraten. Das geht aus dem Entwurf des neuen Jahreswirtschaftsberichts hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Vor dem Hintergrund des beschleunigten demografischen Wandels, vernachlässigter Standortfaktoren sowie einer durch geopolitische Gefahren geprägten Weltwirtschaft „besteht das Risiko einer anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase“, heißt es in dem Entwurf. Die Herausforderungen sprächen „für ein Szenario mit auf absehbare Zeit niedrigem Wirtschaftswachstum“.

Für die Jahre bis 2028 rechnet die Regierung laut Entwurf nur noch mit einem jährlichen Potenzialwachstum von 0,6 bis 0,8 Prozent. Allein der verstärkte Übergang der Babyboomer in die Rente koste Deutschland in der nächsten Dekade jedes Jahr 0,5 Prozentpunkte beim Wachstum.

Für 2024 geht die Bundesregierung „trotz der restriktiven geldpolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum aus“, heißt es in dem Bericht. Der Entwurf enthält noch keine genaue Zahl dafür, sie wird erst kurz vor Veröffentlichung des Berichts Ende Januar eingefügt, um aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen.

Nach derzeitigem Stand will Habeck die Prognose der Bundesregierung aus dem Herbst von 1,3 Prozent merklich nach unten korrigieren, auf unter ein Prozent. „Die prognostizierte Dynamik fällt damit signifikant geringer aus als in der Herbstprognose der Bundesregierung vorhergesehen“, heißt es dazu in dem Entwurf.

Grund für den Wachstumsrückgang seien auch die Einsparungen, die nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts vom November notwendig geworden seien. Um die Wirtschaft wieder langfristig auf Wachstumskurs zu bringen, sei „in den kommenden Jahren ein sehr viel dynamischeres Investitionsgeschehen nötig“.

Mit ihrem Wachstumschancengesetz setze die Bundesregierung bis 2028 mit einem Entlastungsvolumen von 32 Milliarden Euro steuerpolitische Anreize für private Investitionen. Damit mehr ältere Arbeitnehmer im Job bleiben, prüfe die Bundesregierung Möglichkeiten, die Rente mit 63 unattraktiver zu machen.


Foto: Robert Habeck am 17.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Tesla eröffnet Berichtssaison: Findet Elon Musk zurück in die Erfolgsspur?

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Nasdaq KI Netflix Tesla
Foto von Roman Przibylla (Quelle: CATFP)

Die bevorstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen von Tesla kommentiert Roman Przibylla von CAT Financial Products:

Am 24.01.2024 gibt Tesla seine neuen Zahlen bekannt und startet als erstes Unternehmen der „Magnificent7“ in die Berichtssaison. Während die Aktie auf Jahressicht noch gut 60 Prozent im Plus liegt, zeigen sich kurzfristig erste dunkle Wolken am Himmel über dem kalifornischen Tech-Unternehmen.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 15 Prozent verloren. Der Druck steigt. Das Wachstum ist längst nicht mehr so groß wie früher. In einigen Teilen der Welt stagniert der Absatz sogar. Da helfen auch drastische Preissenkungen nicht. Und das drückt zusätzlich noch massiv auf die Margen. Im Jahresvergleich ist die Nettomarge um fast 30 Prozent gesunken, das entspricht dem Niveau von Toyota, einem Universalanbieter.

Zudem nimmt der Wettbewerb zu. Einer der größten Konkurrenten von Tesla ist BYD aus China. Lange Zeit von Elon Musk belächelt, haben die Chinesen Tesla bei der Anzahl verkaufter Elektroautos im letzten Quartal überholt und sind auf dem besten Weg, Tesla als größten Hersteller von Elektroautos zu überholen. Elon Musk muss sich also für 2024 etwas einfallen lassen, sonst droht Tesla auch an der Börse abgehängt zu werden.

Tesla eröffnet Berichtssaison: Findet Elon Musk zurück in die Erfolgsspur?

Foto von Roman Przibylla (Quelle: CATFP)

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Kartellamt "skeptisch" bei zusätzlichen Maßnahmen für Bauern

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Bauernproteste (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, hat sich kritisch gegenüber Forderungen aus der Bundesregierung gezeigt, seine Behörde könne durch ein härteres Vorgehen gegen Supermarktketten die Lage der deutschen Landwirte entscheidend verbessern. Er verwies darauf, dass es schon kartellrechtliche und wettbewerbspolitische Instrumente gebe, von denen landwirtschaftliche Produzenten profitieren würden: „Ich persönlich bin skeptisch hinsichtlich weiterer Maßnahmen“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) hatten ein Eingreifen des Kartellamts gefordert. Sie hatten das mit der großen Marktmacht der führenden Lebensmittelhändler begründet, durch die diese den Landwirten niedrige Preise diktieren könnten.

Kartellamtschef Mundt verweist hingegen auf die bestehenden wettbewerbsrechtlichen Instrumente Missbrauchsaufsicht, Fusionskontrolle und Kartellverbot, die im Lebensmittelhandel besonders konsequent eingesetzt würden. „Diese Verfahren haben bis heute Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette und nutzen damit mittelbar auch der Landwirtschaft“, erklärte Mundt. Außerdem handelte es sich bei den Verhandlungspartnern der Supermarktketten nicht um die einzelnen Landwirte, sondern um Genossenschaften zum Teil mit Milliardenumsätzen, Großhändler oder die fleischverarbeitende Industrie.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte davon gesprochen, dass für die Landwirtschaft das „Hauptproblem eine Übermacht auf der Nachfrageseite“ bestehe. Er forderte die unabhängige Monopolkommission auf, eine Untersuchung anzustellen. Kommissionschef Jürgen Kühling kündigte nun an, dass das Gremium sich mit dem Thema befassen wolle. „Ein Kippen des Marktes in Richtung eines Monopols sehen wir zwar nicht“, sagte Kühling dem „Handelsblatt“. Ob aber mögliche Probleme bereits ausreichend adressiert würden, könne erst nach einer sorgfältigen Analyse geklärt werden.

Unterdessen kündigte der Bauernverband für die kommenden Wochen neue Proteste an. Diese würden aber „eher nadelstichartig“ ausfallen, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag in Berlin.


Foto: Bauernproteste (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Sind Sie bereit für Konflikte in Ihrem Business? Entdecken Sie effektives Management!

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konflikte

Umgang mit Konflikten in Geschäftsbeziehungen

Konflikte sind eine unvermeidbare Realität in der Geschäftswelt. Sie entstehen aus einer Vielzahl von Gründen, sei es aufgrund unterschiedlicher Ziele, Missverständnissen in der Kommunikation oder divergierenden Wertevorstellungen. Während Konflikte oft als negativ wahrgenommen werden, bieten sie auch Chancen für Wachstum und Verbesserung. Ein effektiver Umgang mit diesen Herausforderungen kann nicht nur bestehende Beziehungen stärken, sondern auch die Grundlage für zukünftige erfolgreiche Kooperationen schaffen. In diesem Kontext gewinnt das Konfliktmanagement, das Fähigkeiten wie diplomatische Kommunikation, Empathie und kritisches Denken umfasst, zunehmend an Bedeutung.

Die Kunst, Konflikte in Geschäftsbeziehungen zu managen, erfordert mehr als nur das Lösen unmittelbarer Differenzen. Es geht darum, ein tieferes Verständnis für die Perspektiven aller Beteiligten zu entwickeln, Konflikte als Gelegenheit zur Verbesserung der Geschäftspraktiken zu betrachten und eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und Vertrauens zu fördern. In dieser erweiterten Einleitung werden wir untersuchen, wie Unternehmen durch effektives Konfliktmanagement nicht nur potenzielle Krisen bewältigen, sondern auch ihre Beziehungen festigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt steigern können.

Erkennung und Verständnis von Konflikten

Der erste Schritt im Umgang mit Konflikten ist, sie frühzeitig zu erkennen und zu verstehen. Konflikte können sich in Form von Meinungsverschiedenheiten, Frustration oder sogar in offenem Widerspruch äußern. Es ist wichtig, die Ursachen zu identifizieren, um effektiv reagieren zu können.

Kommunikation als Schlüssel

Kommunikation ist das wichtigste Werkzeug im Konfliktmanagement. Eine offene, ehrliche und respektvolle Kommunikation kann viele Missverständnisse klären und eine Basis für die Lösung von Differenzen schaffen.

Einsatz von Mediation und Moderation

In komplexen Konfliktsituationen kann die Hinzuziehung eines neutralen Mediators hilfreich sein. Eine Mediation bietet einen strukturierten Rahmen, in dem alle Parteien ihre Sichtweisen darlegen und gemeinsam an einer Lösung arbeiten können.

Verhandlungstechniken und Kompromissbereitschaft

Gute Verhandlungstechniken sind essentiell, um zu einer beidseitig akzeptablen Lösung zu gelangen. Kompromissbereitschaft von beiden Seiten kann helfen, eine Brücke zu bauen und die Geschäftsbeziehung zu stärken.

Langfristige Strategien zur Konfliktprävention

Um zukünftige Konflikte zu vermeiden, sollten Unternehmen langfristige Strategien entwickeln. Dazu gehört die Etablierung klarer Kommunikationswege, regelmäßige Feedback-Gespräche und die Schaffung einer offenen Unternehmenskultur.

Fallbeispiele und Erfahrungen

Erfolgreiche Unternehmen teilen oft ihre Erfahrungen im Umgang mit Konflikten. Diese Fallbeispiele können wertvolle Einblicke und Lernmöglichkeiten bieten.

Emotionale Intelligenz und Empathie

Die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, ist ein wesentlicher Aspekt des Konfliktmanagements. Empathie gegenüber den Gefühlen und Standpunkten der anderen Partei kann helfen, die Situation zu entschärfen und eine Lösung zu finden.

Bedeutung von Kompromissen

Kompromisse sind oft der Schlüssel zur Konfliktlösung. Sie ermöglichen es beiden Parteien, einen Teil ihrer Ziele zu erreichen, ohne das Gefühl zu haben, zu viel aufzugeben.

Rolle der Führungskräfte

Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle im Konfliktmanagement. Sie müssen Konflikte erkennen, angemessen darauf reagieren und ihr Team bei der Lösungsfindung unterstützen.

Umgang mit anhaltenden Konflikten

Nicht alle Konflikte können gelöst werden. In solchen Fällen ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um mit der Situation umzugehen, ohne dass die Geschäftsbeziehung langfristig darunter leidet.

Nutzen von Konflikten als Lernchance

Konflikte bieten die Möglichkeit, Schwachstellen in der Kommunikation und im Management aufzudecken. Unternehmen können diese Erkenntnisse nutzen, um Prozesse zu verbessern und zukünftige Konflikte zu vermeiden.

Der strategische Wert des Konfliktmanagements in Geschäftsbeziehungen

Ein professioneller Umgang mit Konflikten in Geschäftsbeziehungen ist weit mehr als eine bloße Notwendigkeit – er ist ein entscheidender Faktor für langfristigen unternehmerischen Erfolg. Konflikte, richtig gehandhabt, bieten nicht nur die Chance, bestehende Beziehungen zu stärken, sondern auch wertvolle Lernerfahrungen zu sammeln, die zur Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen können.

Effektive Kommunikation, die Bereitschaft zum Kompromiss und die Fähigkeit, Emotionen und Interessen der beteiligten Parteien zu verstehen, sind unerlässliche Komponenten im Konfliktmanagement. Diese Fähigkeiten helfen, Missverständnisse zu klären, Vertrauen aufzubauen und eine Atmosphäre der Kooperation zu fördern. Darüber hinaus ist die Rolle der Führungskräfte bei der Konfliktbewältigung nicht zu unterschätzen. Ihre Fähigkeit, Konflikte zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und ihr Team bei der Lösungsfindung zu unterstützen, ist für die Schaffung einer positiven und produktiven Arbeitsumgebung entscheidend.

Konflikte sollten auch als Gelegenheit gesehen werden, interne Prozesse und Kommunikationsstrategien zu überdenken. Unternehmen, die aus Konflikten lernen und ihre Strategien entsprechend anpassen, sind besser gerüstet, um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Zudem kann der Umgang mit Konflikten auch dazu beitragen, die Resilienz und Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens zu stärken, was in der dynamischen Geschäftswelt von heute von unschätzbarem Wert ist.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Umgang mit Konflikten in Geschäftsbeziehungen eine Kunst und eine Wissenschaft zugleich ist. Unternehmen, die diese Fähigkeiten kultivieren und in ihr Konfliktmanagement investieren, positionieren sich nicht nur als verantwortungsvolle und attraktive Geschäftspartner, sondern sichern sich auch einen wichtigen Vorteil in der komplexen und sich ständig wandelnden Welt des Geschäfts

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – DDRockstar

USA und Berlin wollen mehr gegen Umgehung von Sanktionen vorgehen

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US-Flagge (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die USA und Deutschland wollen nach den Worten des stellvertretenden Finanzministers der USA, Wally Adeyemo, den Kampf gegen die Umgehung von Russland-Sanktionen verstärken. „Wir stellen fest, dass Unternehmen in Drittländern oft Waren von Unternehmen in unseren Ländern kaufen und diese Waren dann möglicherweise nach Russland geliefert werden, wir müssen alles tun, was wir können, um das zu verhindern“, sagte er am Freitag in Berlin dem TV-Sender „Welt“.

Konkret kündigte er an: „Wir werden mit unseren Unternehmen zusammenarbeiten, um ihre Sorgfaltspflicht zu verbessern, aber auch diesen Ländern sagen, dass wir sie zur Rechenschaft ziehen werden, wenn sie ihren Unternehmen, ihren Finanzinstituten weiterhin erlauben, Waren nach Russland umzuladen.“

Der Kreml habe seine Sicherheitsdienste angewiesen, „Wege zu finden, um unsere Sanktionen zu umgehen, indem sie Schlupflöcher wie Scheinfirmen schaffen oder versuchen, Drittländer dazu zu bringen, ihnen zu helfen, die Waren und Dienstleistungen zu bekommen, die sie früher aus Ländern wie Deutschland und den Vereinigten Staaten bezogen haben“. Daher habe er mit seinen deutschen Kollegen über Maßnahmen gesprochen, die dafür sorgen, „dass kein Unternehmen in der Lage ist, Waren an Russland zu verkaufen, die zum Bau seiner Waffen beitragen“.

US-Präsident Joe Biden habe Ende vergangenen Jahres die Voraussetzung dafür geschaffen, „ausländische Finanzinstitute zu sanktionieren, die den militärisch-industriellen Komplex Russlands mit Ressourcen versorgen“. Die Europäische Union habe sich zu ähnlichen Schritten verpflichtet.

„Wir sprechen darüber, was wir tun werden, um Russland den Zugang zu den Gütern zu versperren, die es braucht, um den von ihm gewünschten Krieg in der Ukraine zu führen“. Der Vize-Finanzminister zeigte sich zuversichtlich, dass die Blockade weiterer Milliarden-Hilfen für die Ukraine im US-Kongress aufgebrochen werden kann. Präsident Biden habe diese Woche mit führenden Vertretern sowohl der Demokraten als auch der Republikaner darüber gesprochen: „Die gute Nachricht ist, dass sich alle Parteien für die weitere Bereitstellung von Mitteln für die Ukraine aussprechen.“ Das müsse jedoch so schnell wie möglich geschehen.

Adeyemo hält es „für wahrscheinlich“, dass die Ukraine die bislang blockierten Milliarden in diesem Jahr erhält. Zusammen mit der EU werde man Russland zeigen, „dass wir, solange es die Ukraine angreift, der Ukraine weiterhin die Mittel zur Verfügung stellen werden, die sie braucht, um sich zu verteidigen“.


Foto: US-Flagge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bahn legt GDL im Tarifstreit neues Angebot vor

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Berlin: Bahn legt GDL im Tarifstreit neues Angebot vor. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

Foto/Quelle: dts

Bewerber vergraulen: 3 No-Gos in der Personalsuche 

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Bewerber Reiner Huthmacher Fotograf Ronny Barthel

Unternehmen agieren heute in einem Bewerbermarkt – gut qualifizierte Mitarbeiter haben viele Möglichkeiten für die Stellensuche. Wenn sie den Bewerbungsprozess nicht optimal gestalten, orientieren sich potenzielle Bewerber sehr schnell anders.

Um ein effektives Recruiting zu gewährleisten, sollten Sie einige No-Gos bei der Personalsuche unbedingt vermeiden. Unrealistische Formulierungen und übertriebene Superlative in Stellenanzeigen können potenzielle Bewerber entmutigen, so dass sie gar nicht erst Kontakt zum Unternehmen suchen. Unklare, langsame Kommunikation im Bewerbungsprozess, fehlende Rückmeldungen oder wenig transparente Auswahlverfahren werden von Bewerbern als Respektlosigkeit empfunden. Reiner Huthmacher – Speaker, und erfolgreicher Unternehmer mit über 30-jähriger Expertise in der Personal- und Versicherungsbranche – weiß, dass solche No-Gos dazu führen, dass talentierte Fachkräfte abgeschreckt werden und schädlich für den Ruf des Unternehmens als Arbeitgeber sind. Die folgenden drei Fehler sollten Sie in Ihrem Recruiting unbedingt vermeiden.

No-Go No. 1 – wenig aussagefähige Stellenanzeigen

Potenzielle Bewerber erwarten von einer guten Stellenanzeige, dass sie ihnen in knapper Form alle grundlegenden Informationen liefert, die sie benötigen, um sich für ein Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle zu interessieren. In der Praxis machen Unternehmen hier in mehreren Dimensionen Fehler.

Beispielsweise steht in einer Stellenanzeige dann das eigene Unternehmen absolut im Vordergrund. Die adressierten Leser möchten dagegen vom ersten Satz an wissen, ob und warum sich eine Bewerbung für sie lohnt. Ebenso kontraproduktiv sind vage Formulierungen, aus denen hervorgeht, dass sich das Unternehmen teamfähige Kandidaten wünscht, die über fachliche Exzellenz, hohes Engagement und soziale Skills verfügen. Wenn in der Anzeige nicht erklärt wird, was damit gemeint ist und warum diese Fähigkeiten für die Stelle nötig sind, wird sie sehr wahrscheinlich nicht zu einem Bewerberansturm führen.

Ebenso können unrealistische Formulierungen oder übertriebene Superlative die Motivation für eine Bewerbung senken. Dass ein Unternehmen „der beste Arbeitgeber“ in seiner Branche ist, wirkt ohne faktische Belege wenig überzeugend. Das Gleiche gilt, wenn Unternehmen für eine offene Stelle nur „die besten Kandidaten“ kennenlernen wollen. Wenig wirkungsvoll sind auch Fantasie-Jobtitel, die für Bewerber leider unverständlich bleiben: Was machen ein IT-Guru oder ein Finanz-Wizard in ihrem Arbeitsalltag? Zudem schränken solche Formulierungen die Reichweiten von Stellenanzeigen erheblich ein, da kaum ein Kandidat in Google oder auf Jobportalen nach diesen Begriffen suchen wird.

Gute Stellenanzeigen – informativ, zielgruppenspezifisch und authentisch

Gute Stellenanzeigen sind informativ, zielgruppenspezifisch, authentisch und geben Kandidaten einen ersten Einblick in die Kultur des Unternehmens. Bewerber möchten wissen, was sie von einer neuen Stelle erwarten können. Dabei geht es nicht nur um Arbeitsaufgaben und die gewünschten Qualifikationen und Kompetenzen geeigneter Kandidaten, sondern auch um Vergütung, Arbeitszeiten, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Benefits, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet. Authentisch sind Stellenanzeigen dann, wenn sie einen ersten Einblick in die Kultur und Werte eines Unternehmens geben. Aus dem Anzeigentext geht oft bereits sehr klar hervor, ob ein potenzieller Arbeitgeber Bewerber respektiert oder es als selbstverständlich betrachtet, dass sie sich für seine Stellenangebote interessieren.

Positive Candidate Experience – Grundlage für erfolgreiche Mitarbeitersuche

In der Personalbeschaffung gewinnen vor allem in den letzten Jahren die Candidate Experience und ihr aktives Management durch Personal- und Marketingexperten an Bedeutung. Die Candidate Experience schließt alle Erfahrungen ein, die Bewerber im Kontakt mit einem potenziellen Arbeitgeber machen. Sie beginnt mit der Stellenanzeige und erstreckt sich danach über den gesamten Bewerbungsprozess bis zur Unterzeichnung des Arbeitsvertrages und schließt auch die Onboarding-Phase neuer Mitarbeiter im Unternehmen ein.

Die Candidate Experience entscheidet darüber, ob ein Unternehmen von Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Im Fokus stehen dabei Wertschätzung und Respekt, die in der Gestaltung des Bewerbungsprozesses und in der Kommunikation mit den Kandidaten zum Ausdruck kommen. Unternehmen, die aktives Candidate Experience Management praktizieren, schaffen damit wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mitarbeitersuche und gleichzeitig das Fundament für nachhaltige Mitarbeiterbindung.

Zwei No-Gos in Bewerbungsprozessen: verfehlte Kommunikation, mangelnde Transparenz

Ein guter Bewerbungsprozess verläuft einfach, transparent und schnell. Hier sind unterschiedliche Aspekte von Bedeutung. Optimal ist, wenn nur wenige Bewerbungsschritte vorgesehen sind und Kandidaten alle wesentlichen Informationen über die internen Abläufe rund um Bewerbung und Einstellungsentscheidung schnell und aus erster Hand erhalten. Unternehmen können hierfür auch die Mittel der digitalen Kommunikation nutzen – beispielsweise durch mobil optimierte und interaktive Karriereseiten oder digital gestützte Bewerbungsverfahren.

Das wichtigste No-Go in Bewerbungsprozessen ist fehlende oder mangelhafte Kommunikation. Es macht überdeutlich, dass ein Unternehmen an seinen Bewerbern nur in sehr begrenztem Umfang interessiert ist und ihnen weder Respekt noch Wertschätzung entgegenbringt. Kommunikationsprobleme können in jeder Phase des Bewerbungsprozesses entstehen: Die Bewerbung ist eingegangen, eine Eingangsbestätigung wird jedoch nicht gegeben oder trifft erst nach einigen Wochen beim Bewerber ein. Die nächsten Schritte – eine Einladung zu einem virtuellen Erstgespräch oder bereits einem persönlichen Vorstellungsgespräch – erfolgen ebenfalls erst nach längerer Zeit. Das Gleiche gilt für eine Absage, die auch sehr schnell erfolgen könnte. Selbstverständlich sollten Bewerber von Anfang an auch einen persönlichen Ansprechpartner in der Personalabteilung haben.

Auch in allen weiteren Schritten des Bewerbungsprozesses spielt gute – oder verfehlte – Kommunikation eine zentrale Rolle: Wie tritt das Unternehmen potenziellen Mitarbeitern in Bewerbungsgesprächen gegenüber? Gibt es Möglichkeiten, den künftigen Arbeitsplatz und das Team bereits zu diesem Zeitpunkt kennenzulernen? Hält das Unternehmen in der Zeit zwischen der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages und dem tatsächlichen Arbeitsantritt Kontakt zu neuen Mitarbeitern? Werden ihnen Informationen für das Onboarding übermittelt oder sie vielleicht sogar zu Teamveranstaltungen und Firmenevents eingeladen? Gibt es einen strukturierten Onboarding-Prozess im Unternehmen?

Aus verfehlter Kommunikation im Bewerbungsprozess resultiert als zweites wesentliches No-Go im Recruiting mangelnde Transparenz. Bewerber wissen nicht, wo sie im Auswahlverfahren stehen, ob ihre Bewerbung eine Chance hat und welche Kriterien für die Einstellungsentscheidung eine Rolle spielen. Fraglich ist, ob es sich in einer solchen Konstellation für Kandidaten lohnt, an der Bewerbung festzuhalten.

Fazit: Die Candidate Experience entscheidet über ein erfolgreiches Recruiting

Eine positive Candidate Experience entscheidet darüber, ob das Recruiting neuer Mitarbeiter erfolgreich ist und ob Unternehmen für offene Stellen die passenden Kandidaten finden. Wichtige Aspekte im Bewerbungsverfahren sind Authentizität, Information, klare Kommunikation und Transparenz. Grundsätzlich sollte der Kontakt zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitern von Wertschätzung und Respekt getragen sein.

Autor

Reiner Huthmacher, Unternehmer und Geschäftsführer mit über 30 Jahren Erfahrung in Personal und Versicherung. Entwickler des Konzepts „Das kleine 1×1 der Mitarbeiterbindung“. Als Bezirksdirektor der Gothaer Versicherung inspirierte er deutschlandweit Betriebe zu mehr Motivation und Begeisterung

Fotograf Ronny Barthel

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Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ampel plant höhere Strafen für Pöbeleien im Parlament

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Bärbel Bas (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD, Grüne und FDP planen höhere Strafen für Pöbeleien im Bundestag, außerdem wollen sie verhindern, dass die Fraktionen wie bisher beliebig viele Wahlvorschläge für das Amt des Vizepräsidenten machen können. Das geht aus einem ersten Arbeitsentwurf der Ampelfraktionen für eine neue Geschäftsordnung des Bundestags hervor, über den der „Spiegel“ berichtet.

Bis Ostern soll die Reform beschlossen sein. Konkret soll bei einer „nicht nur geringfügigen Verletzung“ von Ordnung oder Würde des Bundestags künftig ein Ordnungsgeld von 1.500 Euro verhängt werden können – bisher sind es 1.000 Euro. Im Wiederholungsfall wären künftig 3.000 statt 2.000 Euro fällig.

Erwogen wird auch eine Art Sanktionsautomatismus: Derzeit ist es so, dass Ermahnungen im Parlament nicht zwangsläufig finanzielle Folgen für Abgeordnete haben, möglich wäre, künftig vom dritten Ordnungsruf an ein Ordnungsgeld zu erheben.

Darüber hinaus plant die Koalition Beschränkungen für die Vizepräsidentenwahl. Sie reagiert damit auf den Umstand, dass die AfD-Fraktion immer wieder neue Kandidaten für das Amt aufgestellt hat. Seit 2017 sind nach Angaben der Parlamentsverwaltung inzwischen 35 Wahlvorschläge der AfD gescheitert.

Nach drei erfolglosen Wahlverfahren soll künftig mindestens ein Viertel der Parlamentarier einem neuen Anlauf zustimmen müssen, heißt es im Entwurf für die neue Geschäftsordnung. Mit ihren 78 Fraktionsmitgliedern wäre die AfD nicht in der Lage, diese Hürde aus eigener Kraft zu nehmen. Eine ähnliche Regel plant die Koalition auch für die Chefposten in den Bundestagsausschüssen.


Foto: Bärbel Bas (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Nach Corona: Wieder weniger kaufen Lebensmittel online

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Kunde mit Smartphone im Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Seit dem Ende der Corona-Pandemie ist die Zahl derjenigen, die online Lebensmittel einkaufen, wieder zurückgegangen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor.

Während 2018 erst 29 Prozent der deutschen Online-Shopper schon einmal online Lebensmittel gekauft haben, gab Mitte 2021 knapp die Hälfte (49 Prozent) der deutschen Online-Shopper an, in den vergangenen 12 Monaten Lebensmittel und Getränke online bestellt zu haben. Darunter sagten 15 Prozent, dass sie während Corona erstmals Lebensmittel online kauften. Seit dem Ende der Schutzmaßnahmen ist dies aber rückläufig: 2022 waren es dann nur noch 28 Prozent, 2023 25 Prozent, die in den vergangenen 12 Monaten Lebensmittel online kauften.

Acht von zehn Höfen arbeiten der Umfrage zufolge schon digital und sehen es als Chance. Insgesamt nutzten 2022 bereits 79 Prozent der Betriebe digitale Technologien oder Verfahren, allen voran GPS-gesteuerte Landmaschinen (58 Prozent), Agrar-Apps (39 Prozent) und Systeme zum Farm- oder Herdenmanagement (32 Prozent). Insgesamt sieht eine ebenso große Mehrheit (78 Prozent) landwirtschaftlicher Betriebe die Digitalisierung als Chance für den eigenen Betrieb – 2020 waren es noch 73 Prozent und im Jahr 2016 lediglich 66 Prozent.

Ein Viertel der deutschen Smartphone-Nutzer hatte 2023 Apps zum Thema Gewicht und Ernährung installiert. Außerdem folgte 2022 knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Social-Media-Nutzer Influencern, die zu Ernährung und Gesundheit posten. Aber auch Landwirte geben online Einblicke: 2022 war jeder fünfte Landwirtschaftshof (19 Prozent) in sozialen Netzwerken aktiv. Weitere 34 Prozent planten oder diskutierten es.

Ein Fünftel der Deutschen kann sich vorstellen, sogenanntes kultiviertes Fleisch aus dem 3D-Drucker zu essen. 2021 konnte sich das erst ein Sechstel (17 Prozent) vorstellen, 2019 war es ein Achtel (13 Prozent).

2022 gab die Hälfte der Deutschen an, Interesse daran zu haben, per Webcam in den Tierstall zu schauen. 2019 waren es erst 32 Prozent. Ähnlich viele (45 Prozent) interessierten sich 2022 für Einblicke per Webcam in den Obst- und Gemüseanbau. 2019 wollten erst 23 Prozent bei Aufzucht und Verarbeitung von Obst und Gemüse zuschauen.


Foto: Kunde mit Smartphone im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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