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Forsa: 45 Prozent für Kürzungen bei der Entwicklungshilfe

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Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Zuge der Verhandlungen für den Bundeshaushalt sprechen sich 45 Prozent der Bundesbürger für Kürzungen bei der Entwicklungshilfe aus. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa für das „Trendbarometer“ der Sender RTL und ntv hervor, für die am 4. und 5. April insgesamt 1.001 Bundesbürger befragt wurden.

Etwa ein Drittel spricht sich für Kürzungen bei den Sozialausgaben (31 Prozent) und den Ausgaben für Klimaschutz (29 Prozent) aus, rund jeder Fünfte für Einsparungen bei den Ausgaben für die Bundeswehr (22 Prozent). Für Kürzungen bei den Ausgaben für Infrastruktur und Verkehr sind 13 Prozent aller Befragten. 17 Prozent sprechen sich gegen Kürzungen in allen der fünf vorgeschlagenen Bereiche aus.

Kürzungen bei den Ausgaben für Entwicklungshilfe bevorzugen vor allem die Anhänger der FDP (63 Prozent) und der AfD (73 Prozent). Kürzungen bei den Sozialausgaben fordern mehrheitlich die Anhänger von FDP (53 Prozent) und Union (51 Prozent). Ausgabenkürzungen im Bereich Klimaschutz kommen am ehesten für die Anhänger der AfD (57 Prozent) und des BSW (47 Prozent) in Frage. Die Anhänger des BSW (51 Prozent) sind zudem die einzige Wählergruppe, die sich mehrheitlich für Ausgabenkürzungen bei der Bundeswehr ausspricht.


Foto: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wie erreicht man heute effektiv seine Zielgruppe?

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influencer marketing

Grundlagen des Influencer Marketings: Ein Leitfaden für Einsteiger

In der heutigen digitalen Landschaft, in der traditionelle Werbemethoden zunehmend an Effektivität verlieren, hat sich das Influencer Marketing als eine Schlüsselstrategie für Unternehmen und Marken etabliert. Diese Art des Marketings nutzt die Macht der sozialen Medien und baut auf die Beziehungen zwischen Influencern und ihren Followern auf, um Markenbotschaften auf authentische und wirkungsvolle Weise zu verbreiten. Influencer, die in ihren Nischen als Meinungsführer gelten, haben die einzigartige Fähigkeit, Trends zu setzen und Kaufentscheidungen zu beeinflussen. 

Sie bieten Marken eine Plattform, um gezielt und mit einer persönlichen Note zu kommunizieren. Dieser Leitfaden zielt darauf ab, Einsteigern einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Influencer Marketings zu geben, von der Auswahl des richtigen Influencers bis hin zur Messung des Kampagnenerfolgs, um diese dynamische Marketingstrategie effektiv in ihren Marketingmix zu integrieren.

Wer sind Influencer und warum sind sie wichtig?

Influencer sind Personen mit einer starken Präsenz in sozialen Medien, die das Potenzial haben, Meinungen und Verhaltensweisen ihrer Follower zu beeinflussen. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit, Markenbotschaften authentisch und glaubwürdig zu vermitteln, was traditionelle Werbeformen oft nicht leisten können.

Die Auswahl des richtigen Influencers

Nicht jeder Influencer ist für jede Marke geeignet. Eine sorgfältige Auswahl, die über die bloße Follower-Zahl hinausgeht, ist entscheidend. Relevanz, Engagement und die Übereinstimmung der Werte zwischen Influencer und Marke spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg.

Gestaltung einer erfolgreichen Influencer-Marketing-Strategie

Klare Ziele, eine durchdachte Auswahl der Kanäle und die Definition von Erfolgskriterien sind Grundpfeiler einer erfolgreichen Strategie. Die Kampagne muss kreativ und gleichzeitig authentisch sein, um die Glaubwürdigkeit zu wahren und die gewünschte Zielgruppe effektiv zu erreichen.

Messung des Erfolgs und Anpassung der Strategie

Die Analyse von KPIs wie Engagement-Rate, Reichweite und Konversionen ermöglicht es, den Erfolg zu messen und die Strategie fortlaufend zu optimieren. Ein tiefes Verständnis für diese Metriken ist entscheidend, um den ROI des Influencer Marketings zu bewerten.

Vertragliche Aspekte und Transparenz

Klar definierte Verträge, die Leistungserwartungen, Vergütung und rechtliche Aspekte abdecken, sind unerlässlich. Transparenz hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen Marke und Influencer schafft Vertrauen bei den Followern.

Ethische Überlegungen

In einer Zeit, in der Konsumenten Wert auf Authentizität und Ehrlichkeit legen, müssen Influencer und Marken ethische Standards hochhalten. Dazu gehört, bezahlte Partnerschaften offen zu kommunizieren und sicherzustellen, dass die Inhalte den tatsächlichen Meinungen der Influencer entsprechen.

Integration in den Marketingmix

Influencer Marketing sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil einer umfassenden Marketingstrategie. Die Integration in andere Marketingkanäle kann die Gesamtwirkung verstärken und kohärente Markenbotschaften fördern.

Zukunft und Trends im Influencer Marketing

Mit der ständigen Evolution der sozialen Medien entwickelt sich auch das Influencer Marketing kontinuierlich weiter. Trends wie der Aufstieg von Micro- und Nano-Influencern, die Betonung von Videoinhalten und der Einsatz innovativer Technologien wie KI zur Identifizierung von Influencern sind entscheidend für zukünftige Strategien.

Nutzen und Perspektiven des Influencer Marketings

In einer Welt, in der traditionelle Werbekanäle immer weniger Resonanz finden, hat sich das Influencer Marketing als eine vitale und effektive Strategie etabliert, die es Marken ermöglicht, mit ihrer Zielgruppe auf eine persönliche und authentische Weise zu kommunizieren. Durch die Zusammenarbeit mit Influencern können Unternehmen ihre Botschaften in einem vertrauenswürdigen Kontext präsentieren, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese Botschaften Gehör finden und das Verbraucherverhalten beeinflussen.

Für Einsteiger im Bereich des Influencer Marketings ist es entscheidend, die Mechanismen und Dynamiken dieser Marketingform gründlich zu verstehen. Dazu gehört die Auswahl des richtigen Influencers, der nicht nur eine hohe Reichweite, sondern auch eine relevante und engagierte Anhängerschaft mitbringt. Darüber hinaus ist eine klare Strategie mit definierten Zielen und Messgrößen unerlässlich, um den Erfolg zu überwachen und die Kampagnen kontinuierlich zu optimieren.

Die ethische Dimension des Influencer Marketings darf dabei nicht unterschätzt werden. Transparenz und Authentizität sind Schlüsselwerte, die sowohl von Influencern als auch von Marken hochgehalten werden müssen, um das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen und zu erhalten. In einem sich ständig wandelnden digitalen Umfeld müssen sich Unternehmen und Influencer gleichermaßen an neue Trends und Verbrauchererwartungen anpassen, um relevant zu bleiben.

Letztlich ist das Influencer Marketing kein isoliertes Werkzeug, sondern sollte als integraler Bestandteil einer umfassenden Marketingstrategie gesehen werden, der in Synergie mit anderen Kanälen und Taktiken steht. Wenn es richtig eingesetzt wird, kann Influencer Marketing nicht nur die Sichtbarkeit und das Engagement erhöhen, sondern auch eine tiefere und langfristige Beziehung zwischen Marken und ihrer Zielgruppe fördern.

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – goodluz

Forsa: FDP wieder bei fünf Prozent – Union verliert

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Bijan Djir-Sarai und Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat die FDP in der Wählergunst zugelegt. In der Erhebung für die Sender RTL und ntv verbessern sich die Liberalen um einen Punkt und kommen wieder auf fünf Prozent.

Die Unionsparteien (30 Prozent) verlieren unterdessen einen Prozentpunkt. Die Werte für die SPD (16 Prozent), die Grünen (13 Prozent), die AfD (17 Prozent), das BSW (5 Prozent) und die sonstigen Parteien inklusive der Linkspartei (zusammen 14 Prozent) verändern sich nicht.

Bei der Kanzlerpräferenz verlieren Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU) gegenüber der Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt, während die Werte für Robert Habeck und Annalena Baerbock (beide Grüne) unverändert bleiben. Wenn sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich somit bei der Konstellation Scholz – Merz – Habeck derzeit 18 Prozent für Scholz, 21 Prozent für Merz und 17 Prozent für Habeck entscheiden. Bei der Konstellation Scholz – Merz – Baerbock würden sich 21 Prozent für Scholz, 24 Prozent für Merz und 16 Prozent für Baerbock entscheiden.

Jeweils etwa ein Drittel der Bundesbürger meint, Bundeskanzler Olaf Scholz (30 Prozent) bzw. Wirtschaftsminister Robert Habeck (33 Prozent) seien ihrer Aufgabe im Amt gewachsen. Von Finanzminister Christian Lindner (44 Prozent) glauben das etwas mehr Bundesbürger als von Scholz und Habeck; allerdings trauen auch Lindner mehr (47 Prozent) Bundesbürger nicht zu, seinem Amt gewachsen zu sein als ihn für das Amt geeignet halten. Scholz (64 Prozent) bzw. Habeck (59 Prozent) hält jeweils eine deutliche Mehrheit ihrem Amt nicht gewachsen.

Die Daten zu den Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom 2. bis 8. April erhoben. Datenbasis: 2.506 Befragte. Zur Politikereignung wurden am 4. und 5. April 1.001 Personen befragt.


Foto: Bijan Djir-Sarai und Christian Lindner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

ARTICLY startet Partnerschaft mit Audi im In-Car Entertainment

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ARTICLY

ARTICLY, die App für Zeitung zum Hören, geht eine Partnerschaft mit dem Automobilhersteller Audi ein. Diese Kooperation sieht vor, die ARTICLY App ab Anfang 2024 in das In-Car Entertainment-System ausgewählter Audi Modelle zu integrieren. Somit wird die Unterhaltung im Fahrzeug für die Fahrer durch qualitativ hochwertige journalistische Inhalte bereichert.

Die Kooperation ermöglicht es Audi Fahrern während der Fahrt auf eine Vielzahl von hochwertigen, gesprochenen Zeitungsartikeln aus renommierten Verlagen zuzugreifen. ARTICLY, bekannt aus der TV-Show “Die Höhle der Löwen”, hat zu diesem Zwecke eigens für die Audi Integration eine Automotive-App entwickelt, um ein optimales Hörerlebnis während der Fahrt zu gewährleisten. Bis Mitte 2024 lässt sich das exklusive und limitierte Angebot für Audi Fahrer sogar ohne Registrierung und kostenlos nutzen.

Zukunftsorientierte Mobilität und Informationszugang

Hildegard Wortmann, Vorständin der AUDI AG für Vertrieb und Marketing, kommentiert: „Ich freue mich zu sehen, wie das digitale Angebot für unsere Kund_innen weiter wächst. Ein wichtiger Baustein ist eine große Auswahl an Drittanbieter-Apps wie ARTICLY, die das Fahrzeug zum smarten Begleiter machen.“

Das Münchener Start-up vertont deutschsprachige Artikel renommierter Zeitungen und Magazine, darunter Beiträge des Handelsblatt, der Welt, von Business Punk oder Focus.

Exklusiv bei Audi

„Diese Partnerschaft mit Audi ist ein bedeutender Schritt in unserer Mission, Qualitätsjournalismus zugänglicher zu machen – insbesondere dort, wo Menschen unterwegs sind“, sagt Lukas Paetzmann, Co-Founder von ARTICLY. „Durch die Integration unserer App in Audi Modelle bringen wir fundierte Informationen und tiefgründige Inhalte direkt ins tägliche Leben der Menschen.“

„Unsere App kommt exklusiv bei Audi ins Fahrzeug, denn mit dem hohen Anspruch an Qualität und Fortschritt passt die Marke Audi perfekt zu ARTICLY. Unsere Kooperation ist also auch im Sinne der Nutzer ein vielversprechendes Projekt“, sagt Wolf Weimer, Gründer von ARTICLY. Von der Integration ins MMI-System von Audi verspricht er sich viel, denn im Mobilitätsbereich ist die App Auswertungen zufolge stark gefragt.

Verfügbarkeit und Zugang

ARTICLY wird mit Modelljahr 2024 in ausgewählten Audi Modellen, die mit dem neuesten Hard- und Software-Cluster des modularen Infotainmentbaukastens der dritten Generation (MIB 3) ausgestattet sind, verfügbar sein. Kunden können sich auf ein nahtloses und bereicherndes Hörerlebnis freuen, das die Reise nicht nur angenehmer, sondern auch informativer macht.

Bild Wolf Weimer und Lukas Paetzmann (c)Articly

Bild und Text @ARTICLY

Rufe nach Reform der Kriminalstatistik

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Polizist (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel/Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Kieler Kriminologe Martin Thüne will die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) in ihrer jetzigen Form abschaffen und durch eine bessere Datengrundlage ersetzen. Generell sei die Polizeiliche Kriminalstatistik „eine problematische Datengrundlage“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwochsausgabe).

„Auf dieser Basis zu sagen, Deutschland sei unsicher geworden, halte ich für Unsinn.“ Thüne sagte weiter: „Ich würde stark dafür plädieren, dieses PKS-System radikal infrage zu stellen, sich zusammenzusetzen und etwas Neues zu entwickeln. Vorschläge dazu gibt es seit Jahrzehnten. Wir sehen ja, dass sie in der Öffentlichkeit polarisiert und Maßnahmen aus der PKS abgeleitet werden, die auf dieser Datengrundlage besser nicht abgeleitet werden sollten.“ Der Wissenschaftler fügte hinzu: „Die PKS ist unvollständig, verzerrt, potenziell manipulierbar und ungewichtet.“

Zudem sei sie „systematisch verzerrt“ bei der Erfassung von ausländischen Tatverdächtigen. „Einer von mehreren Punkten ist, dass zumindest in der öffentlichen und politischen Debatte die Zahl von ausländischen Tatverdächtigen regelmäßig ins Verhältnis gesetzt wird zur ausländischen Wohnbevölkerung – also zum Beispiel 40 Prozent an den Tatverdächtigen bei nur 15 Prozent in der Gesamtbevölkerung.“ Da würden aber viele Taten von Tatverdächtigen erfasst, die gar nicht in Deutschland leben. „Das sind reisende Tätergruppen, das sind Touristen, das sind Stationierungskräfte, das sind Pendler. Deswegen wird der Anteil an den Tätern immer größer sein als der Anteil an der Wohnbevölkerung.“

Aus der Politik kamen unterdessen Forderungen nach Konsequenzen aus den Zahlen der Statistik. „Mit Blick auf die hohe Anzahl ausländischer Täter muss die Abschiebung von Straftätern erleichtert werden“, sagte FDP-Fraktionsvize Konstantin Kuhle den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Hier sollte der Bund die Länder besser unterstützen. „Dazu braucht die Bundespolizei mehr Kompetenzen bei Rückführungen von ausreisepflichtigen Personen.“

Derzeit sei die Bundespolizei zwar teilweise für die Feststellung des unerlaubten Aufenthalts, nicht aber für die anschließende Rückführung zuständig. „Wenn Personen mit unerlaubtem Aufenthalt im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei aufgegriffen werden, soll diese auch für die Abschiebung zuständig sein. Diese Änderung der Befugnisse muss im Zuge der anstehenden Novellierung des Bundespolizeigesetzes umgesetzt werden“, sagte Kuhle. Das Bundespolizeigesetz war im März in erster Lesung im Bundestag. Die FDP will im weiteren parlamentarischen Verfahren die Kompetenzerweiterung für die Bundespolizei durchsetzen.


Foto: Polizist (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Sterbefallzahlen im März deutlich unter Niveau der Vorjahre

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Friedhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Sterbefallzahlen in Deutschland sind im März 2024 deutlich niedriger als in den Vorjahren ausgefallen. Insgesamt starben nach einer am Dienstag veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 83.263 Menschen und damit acht Prozent weniger als im Mittel der Jahre 2020 bis 2023.

Im Februar 2024 hatten die Sterbefallzahlen noch über dem mittleren Wert der Vorjahre gelegen. Laut Influenza-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) deutete sich im März das Ende der seit Mitte Dezember 2023 andauernden Grippewelle an.

Das Euromomo-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein: Im März wurde dort in keinem der betrachtenden Länder eine Abweichung von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt („no excess“).


Foto: Friedhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Autobahn GmbH muss Ausschreibungen zurückziehen

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Autobahn GmbH (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die bundeseigene Autobahn GmbH muss Ausschreibungen im Bundesfernstraßenbereich aufgrund von fehlender Finanzierung zurückziehen. „Angesichts der knapper werdenden mittelfristigen Haushaltslage priorisieren wir derzeit intern unsere Projekte“, sagte ein Sprecher dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe).

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) erklärte, es handele sich nicht um Einzelfälle oder um regionale Phänomene. „Die Fälle sind bundesweit festzustellen“, sagte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der Zeitung. „Das berichten uns zahlreiche Unternehmen.“

Der Branchenverband warf der Bundespolitik Versagen bei der Verkehrsinvestitionsplanung vor. Der Bund, so Müller, müsse „seine Investitionen der Realität vor allem im Hinblick der starken Preissteigerungen anpassen“. Laut Bauverband fehlt in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Euro jährlich, um die geplanten Projekte umzusetzen.


Foto: Autobahn GmbH (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grünen-Haushaltspolitiker Kindler plant Ausstieg aus Politik

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Sven-Christian Kindler (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler tritt im nächsten Jahr nicht erneut zur Bundestagswahl an. Das teilte er dem „Spiegel“ mit.

„Ich werde dann 16 Jahre im Bundestag gewesen sein. Es war eine spannende Zeit, eine große Ehre, aber irgendwann ist auch mal gut“, sagte Kindler, der als haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion zu den einflussreichsten Grünen-Politikern des Landes zählt.

Sein Ausstieg aus der Bundespolitik habe vor allem damit zu tun, dass das Spitzenpolitiker-Dasein kaum mit seinen Vorstellungen von Familie vereinbar sei. „Das viele Hin und Her zwischen Berlin und meinem Wahlkreis in Hannover schmerzt mich. Selbst wenn ich zu Hause bin, bin ich in Gedanken zu häufig bei der Arbeit. Der Arbeitsumfang ist groß, man muss mitunter rund um die Uhr erreichbar sein“, sagte Kindler.

Zwar versuche er sich für seine beiden Kinder ausreichend Zeit zu nehmen, „aber den Großteil der Care-Arbeit trägt meine Frau“. Das sei „nicht gerecht“, sagte Kindler. Er fügte hinzu: „Eine gleichberechtigte Elternschaft und Spitzenpolitik sind nicht vereinbar. Und das entspricht nicht meinen eigenen Ansprüchen. Ich will das in Zukunft besser machen.“

Kindler will noch bis zum Ende der Legislaturperiode sein Bundestagsmandat ausüben. Über seine Pläne für die Zeit danach sagte er: „Ich kenne mich mit Zahlen, mit Menschen, mit Macht aus. Ich möchte meine Erfahrung weiterhin für soziale und ökologische Ziele einbringen. Wo und wie? Mal sehen.“


Foto: Sven-Christian Kindler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsexperten sehen Standort Deutschland nur im Mittelfeld

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Vermietungs-Schild (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland liegt bei der gegenwärtigen Standortattraktivität für Firmen aus dem eigenen Land nur im Mittelfeld Europas. Dies zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Ifo-Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik unter Wirtschaftsexperten in verschiedenen Ländern.

In Deutschland bewerten die einheimischen Befragten die Standortattraktivität mit 61,3 von 100 möglichen Punkten. Österreich erzielte 72,4 Punkte; die Schweiz sogar 72,6 Punkte. „Das ist kein besonders tolles Ergebnis für die deutsche Volkswirtschaft“, sagte Ifo-Forscherin Luisa Dörr. „Insbesondere meinen 78 Prozent der Befragten hierzulande, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland in den vergangenen zehn Jahren unattraktiver geworden ist.“ 48 Prozent erwarteten sogar eine weitere Verschlechterung in den kommenden zehn Jahren.

Bei der Frage nach der gegenwärtigen Attraktivität kamen jedoch auch Großbritannien nur auf 58,3 und Irland auf 57,9 Punkte, Kanada immerhin auf 67,3 und die USA auf 74,7 Punkte. Frankreich erreichte 66,8 Punkte. Hinter Deutschland lagen Belgien mit 57,6 und Luxemburg mit 57,4 Punkten, ebenso wie Italien mit 50,7, Spanien mit 58,5 und Portugal mit 51,4 Punkten.

Bei der Frage nach der Standortattraktivität für ausländische Unternehmen schnitten die Länder meistens schlechter ab. Deutschland erzielte dort 49,6 Punkte, Österreich 61,5. Die Schweiz wird mit 77,8 Punkten sogar attraktiver für ausländische Unternehmen bewertet als für die heimischen. Das gilt auch für Irland mit 76,2 Punkten, nicht aber für Großbritannien mit 38,6, Kanada mit 49,4 und die USA mit 63,7 Punkten. Laut Umfrageergebnissen sind auch Frankreich (56,1) und Belgien (52,4) für ausländische Firmen weniger attraktiv als für die eigenen. Luxemburg bildet die Ausnahme, da es mit 78,6 Punkten den ausländischen Firmen außergewöhnlich gute Bedingungen bereitet. Spanien landete bei einem Attraktivitäts-Score von 54,6, Italien nur bei 39,6. Portugal hingegen erzielte 61,2 Punkte, deutlich mehr als bei den heimischen Firmen.

Die Umfrageergebnisse zur Standortattraktivität beruhen auf Antworten von Wirtschaftsexperten aus den jeweiligen Ländern. Teilgenommen haben insgesamt 1.541 Experten aus 128 Ländern. Der Umfragezeitraum erstreckte sich vom 26. September bis zum 11. Oktober 2023.


Foto: Vermietungs-Schild (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Väter bei Geburt von Kindern immer älter

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Vater, Mutter, Kind (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Das durchschnittliche Alter von Vätern bei der Geburt eines Kindes ist in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Lag es 1991 noch bei 31,0 Jahren, waren Väter 2022 bei der Geburt ihrer Kinder im Schnitt 34,7 Jahre alt, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) am Dienstag mit.

Dieser Trend ist demnach weltweit in vielen Ländern zu beobachten. Er wird von Teilen der Wissenschaft mit Sorge gesehen, da Kinder älterer Väter ein höheres biologisches Risiko haben, gesundheitlich beeinträchtigt zu sein. Eine neue Studie von Forschern des BIB und der Universität Oldenburg in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“ zeigt, dass das heute verzeichnete Alter der Väter bei Geburt im historischen Vergleich nicht ungewöhnlich ist. Bei allen Ländern, für die Daten über die letzten 100 Jahre vorliegen, zeigt sich ein ähnliches Bild: Trotz hoher Anstiege in den letzten Jahrzehnten liegt das heutige Durchschnittsalter der Väter bei Geburt von Kindern unter oder nur leicht über den zu Beginn des 20. Jahrhunderts verzeichneten Werten.

So waren etwa in Frankreich um 1900 die Väter bei Geburt im Durchschnitt 34 Jahre alt, was dem heutigen Niveau entspricht. Bis in die 1970er-Jahre ging das Durchschnittsalter dann stark zurück und lag Anfang der 1970er um die 30 Jahre, bevor es ab 1980 wieder anstieg. Ähnliche Verläufe zeigen sich für Schweden, die USA, Japan und eine Reihe weiterer Länder. Für Deutschland sind Aussagen zu Langzeitentwicklungen nicht möglich, da Daten zum Alter der Väter bei Geburt ihrer Kinder erst seit 1991 durchgängig vorliegen.

„Unsere Analysen vermitteln den Eindruck, dass eher die niedrigen Werte in den 1960er- und 1970er-Jahren ungewöhnlich waren“, sagte Sebastian Klüsener vom BIB, Mitautor der Studie. Die hohen Alter zu Beginn des 20. Jahrhunderts erklären sich dadurch, dass die Familiengründung aus wirtschaftlichen Gründen relativ spät erfolgte. Damals gab es auch noch viele kinderreiche Familien, bei welchen die letzten Kinder in einem relativ hohen Alter geboren wurden.

Dies änderte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als viele Gesellschaften sehr industriell geprägt waren. Damals konnten Erwerbstätige früh im Arbeitsleben höhere Einkommen erzielen, was für eine frühzeitige Familiengründung förderlich war. Gleichzeitig sank der Anteil kinderreicher Familien, sodass viele Eltern ihre Familienplanung früh abschlossen. Der für das Einkommen sorgende Ehemann und die sich um Haushalt und Kinder kümmernde Ehefrau waren das stark verbreitete Rollenbild dieser Zeit.

Dies änderte sich ab den 1970er-Jahren. Im Zuge des Übergangs von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft entstanden neue Karrieremöglichkeiten für Frauen. In dieser Zeit begannen sich auch die Rollenverständnisse von Frauen und von Männern zu ändern. Zusätzlich führten höhere Anforderungen an die berufliche Qualifikation und bessere Bildungsangebote zu längeren Ausbildungszeiten bei Männern und Frauen. Diese Entwicklungen trugen neben anderen Einflussfaktoren letztlich zu einem steigenden Geburtsalter bei.


Foto: Vater, Mutter, Kind (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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