Dienstag, Februar 10, 2026
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Dax startet schwach – Wirtschaftsdaten aus China belasten

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch mit deutlichen Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.425 Punkten berechnet und damit 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Münchener Rück, Rheinmetall und Fresenius entgegen dem Trend im Plus, die größten Abschläge gab es bei Zalando, Adidas und Vonovia.

„Die Anleger reagieren empfindlich auf das chinesische Wirtschaftswachstum“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Dabei liegt es mit 5,2 Prozent für das Jahr 2023 absolut im Bereich der Erwartung.“ Und noch wichtiger: Die Richtung im Reich der Mitte stimme wieder. „Mit einem Tempo von 5,2 Prozent ist die Wirtschaft im Reich der Mitte stärker gewachsen als in den Jahren 2021 und 2022.“

„Die Zahlen sind absolut keine Tragödie“, so Altmann. „Mental liegt die Schwierigkeit für viele Börsianer darin, dass sie sich in den 2000er-Jahren an zweistellige Wachstumsraten in China gewöhnt haben.“ Allerdings sei das chinesische Bruttoinlandsprodukt damals auch noch deutlich niedriger gewesen.

„Beim Dax war der Handelsumsatz gestern so hoch wie bislang noch nicht in diesem Jahr“, fügte der Marktexperte hinzu. „Allerdings waren hier überwiegend Verkäufer am Werk. Fürs Erste haben die Verkäufer die Macht am Parkett übernommen.“ Die Risiken würden aktuell deutlich größer wahrgenommen als die Chancen. Und diejenigen, die in den Markt wollen, warteten auf Kaufgelegenheiten im Sinne günstigerer Kurse. „Das bisherige Jahrestief kommt jetzt wieder in Reichweite“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmorgen kaum verändert. Ein Euro kostete 1,0877 US-Dollar (0,01 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9194 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 77,44 US-Dollar; das waren 85 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Insa: SPD in Brandenburg nur noch auf Platz drei

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Potsdam (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD ist in einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa in Brandenburg in der Wählergunst auf den dritten Platz zurückgefallen. In der Erhebung, die im Auftrag der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“, der „Märkischen Oderzeitung“ sowie der „Lausitzer Rundschau“ erstellt wurde, rutscht die Partei von Ministerpräsident Dietmar Woidke auf 17 Prozent ab.

Deutlich vorn liegt die AfD mit 28 Prozent, auf Platz zwei folgt die CDU mit 18 Prozent. Die von Sahra Wagenknecht neu gegründete Partei BSW erreicht aus dem Stand 13 Prozent. Auch Grüne (acht Prozent) und Linke (sechs Prozent) wären weiter im Landtag vertreten. Die derzeit regierende rot-schwarz-grüne Koalition hätte keine Mehrheit mehr. Aus dem Parlament herausfallen würde die Wählervereinigung BVB/Freie Wähler, die nur noch auf vier Prozent kommt. Die FDP erreicht in der Umfrage sogar nur drei Prozent.

Für die Erhebung befragte Insa zwischen dem 8. und 15. Januar 1.000 Personen aus Brandenburg ab 16 Jahren.


Foto: Dietmar Woidke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ist soziales Engagement der Schlüssel zu einem besseren Unternehmensnetzwerk?

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Engagement
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Gemeinnütziges Engagement als Netzwerkstrategie für Unternehmen

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Verantwortung und unternehmerischer Erfolg eng miteinander verknüpft sind, entdecken immer mehr Unternehmen die Kraft des gemeinnützigen Engagements als Schlüsselelement ihrer Geschäftsstrategie. Es geht längst nicht mehr nur darum, Gewinne zu maximieren, sondern auch darum, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Dieser Ansatz bietet eine wertvolle Gelegenheit, das Firmenimage zu verbessern, authentische Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern aufzubauen und gleichzeitig einen echten Unterschied in der Welt zu machen.

Gemeinnütziges Engagement ist ein vielschichtiges Konzept. Es reicht von finanziellen Spenden über Sponsoring bis hin zum aktiven Einsatz von Mitarbeitern in sozialen Projekten. Diese Aktivitäten sind nicht nur Ausdruck sozialer Verantwortung, sondern dienen auch dem Aufbau eines robusten, vielfältigen Netzwerks, das für das langfristige Wachstum und den Erfolg des Unternehmens unerlässlich ist. In diesem Kontext wird deutlich, dass gemeinnütziges Engagement nicht nur altruistisch ist, sondern auch strategische Vorteile für das Unternehmen selbst birgt.

In dieser erweiterten Einführung wollen wir untersuchen, wie Unternehmen durch ihr gemeinnütziges Engagement nicht nur einen positiven gesellschaftlichen Impact erzielen, sondern auch wertvolle Netzwerke aufbauen, die ihre Position in der Geschäftswelt stärken. Wir werden sehen, wie diese Strategie die Mitarbeitermotivation und -bindung erhöht, das Unternehmensimage verbessert und letztendlich zu einem nachhaltigen Geschäftserfolg beiträgt.

Bedeutung des gemeinnützigen Engagements

Gemeinnützigkeit in Unternehmen geht über traditionelle Wohltätigkeitsaktionen hinaus. Es umfasst verschiedenste Aktivitäten, von Spenden und Sponsoring bis hin zur Freiwilligenarbeit der Mitarbeiter. Dieses Engagement zeigt nicht nur soziale Verantwortung, sondern verbessert auch das Unternehmensimage und baut Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern auf.

Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks

Durch gemeinnütziges Handeln können Unternehmen ein starkes Netzwerk aufbauen. Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen und anderen Firmen führen zu neuen Kontakten und Partnerschaften. Diese Netzwerke sind oft vielfältig und bieten Zugang zu unterschiedlichen Branchen und Bereichen.

Mitarbeitermotivation und -bindung

Gemeinnütziges Engagement hat auch positive Auswirkungen auf die Belegschaft. Mitarbeiter, die sich für wohltätige Zwecke einsetzen, fühlen sich oft erfüllter und motivierter. Dies fördert nicht nur den Teamgeist, sondern stärkt auch die Bindung zum Unternehmen.

Fallbeispiele erfolgreicher Strategien

Viele Unternehmen haben bereits erkannt, wie wertvoll gemeinnütziges Engagement sein kann. Ein Beispiel ist die Firma XYZ, die regelmäßig lokale Sozialprojekte unterstützt. Durch diese Aktivitäten konnte XYZ nicht nur sein Netzwerk erweitern, sondern auch sein Ansehen in der Community deutlich steigern.

Strategische Planung des Engagements

Für den Erfolg ist eine strategische Planung des gemeinnützigen Engagements essentiell. Unternehmen sollten Projekte wählen, die zu ihren Werten und Zielen passen. Eine authentische und langfristige Beteiligung ist dabei wichtiger als kurzfristige Aktionen.

Kommunikation und Transparenz

Die Kommunikation des gemeinnützigen Engagements ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Es ist wichtig, transparent und authentisch über die Aktivitäten zu berichten. Dies stärkt die Glaubwürdigkeit und das positive Image des Unternehmens.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Eine davon ist die Messbarkeit des Erfolgs. Hier können Unternehmen spezifische Kennzahlen entwickeln, um den Impact ihres Engagements zu bewerten.

Integration von CSR in die Unternehmenskultur

Corporate Social Responsibility (CSR) sollte ein integraler Bestandteil der Unternehmenskultur sein. Dies fördert nicht nur ein positives Arbeitsumfeld, sondern spiegelt sich auch in der Außenwahrnehmung des Unternehmens wider.

Nachhaltigkeit und langfristige Ausrichtung

Langfristiges, nachhaltiges Engagement ist effektiver als einmalige Aktionen. Es zeigt das echte Interesse des Unternehmens an gesellschaftlichen Belangen und baut dauerhafte Beziehungen auf.

Der Mehrwert gemeinnützigen Engagements für Unternehmen

Das gemeinnützige Engagement von Unternehmen stellt heute eine Schlüsselstrategie dar, die weit über den traditionellen Rahmen von Wohltätigkeit hinausgeht. Es ist eine facettenreiche Initiative, die nicht nur einen positiven sozialen Einfluss hat, sondern auch ein starkes Netzwerk aufbaut, das wesentlich zum geschäftlichen Erfolg beiträgt. Diese Art des Engagements schafft eine Win-Win-Situation: Die Gesellschaft profitiert von den Beiträgen der Unternehmen, und die Unternehmen selbst stärken ihr Image, ihre Glaubwürdigkeit und ihre Beziehungen sowohl intern als auch extern.

Ein strategisch durchdachtes gemeinnütziges Engagement ermöglicht es Unternehmen, sich authentisch zu präsentieren und Vertrauen bei Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern zu schaffen. Indem Firmen in Projekte investieren, die ihren Werten und Zielen entsprechen, demonstrieren sie nicht nur ihre soziale Verantwortung, sondern verstärken auch ihre Markenidentität und -wahrnehmung.

Die Integration von gemeinnützigem Engagement in die Unternehmenskultur hat zudem einen signifikanten Einfluss auf die Mitarbeitermotivation und -bindung. Mitarbeiter, die sich an sozialen Projekten beteiligen, entwickeln ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit und des Stolzes auf ihr Unternehmen, was wiederum zu einer höheren Produktivität und Arbeitszufriedenheit führt.

Langfristiges und nachhaltiges Engagement ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Es zeigt, dass das Unternehmen über den kurzfristigen Profit hinausblickt und echtes Interesse an der Verbesserung der Gesellschaft hat. Dieses Engagement fördert dauerhafte Beziehungen zu verschiedenen Stakeholdern und baut ein Netzwerk auf, das auf gegenseitigem Respekt und Unterstützung basiert.

Abschließend lässt sich sagen, dass gemeinnütziges Engagement in der heutigen Geschäftswelt unerlässlich ist. Es ist ein mächtiges Instrument, das nicht nur dem Image und der Netzwerkentwicklung eines Unternehmens dient, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leistet. Unternehmen, die diese Strategie verfolgen, positionieren sich als verantwortungsbewusste Akteure in der Wirtschaft, die bereit sind, einen positiven Wandel in der Welt zu bewirken

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – Rawpixel.com

Ramelow fürchtet unbefristeten Bahn-Streik

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Erfurt (dts Nachrichtenagentur) – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kritisiert die Deutsche Bahn angesichts ihres Umgangs mit der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) im laufenden Tarifkonflikt scharf und warnt vor einem unbefristeten Streik. „Ich rechne mit einer massiven Streikwelle“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Und wenn die Bahn ihren Kurs nicht ändere, dann müsse man sogar „von einem unbefristeten Streik ausgehen“.

Die GDL sei dazu geradezu „gezwungen“. Denn der Bahn-Vorstand sei offensichtlich „nicht lernfähig“. Zunächst habe sich die Bahn passiv verhalten, sei dann in Verhandlungen eingetreten und setze jetzt durch Personalvorstand Martin Seiler „auf juristische Haarspalterei“, beklagte der Linken-Politiker. „Das erhöht die Wut der Lokführer umso mehr und macht mich fassungslos. Die Bahn-Kunden sind diejenigen, die nichts dafür können und am Ende in die Haftung genommen werden.“

Seiler hatte zuletzt infrage gestellt, ob die Gewerkschaft überhaupt noch einen Tarifvertrag aushandeln dürfe und eine entsprechende Feststellungsklage beim hessischen Landesarbeitsgericht eingereicht. Denn im vorigen Jahr hatte die Gewerkschaft eine Genossenschaft gegründet, die Lokführer anstellen und an Bahnunternehmen verleihen soll, darunter an die Deutsche Bahn. Seiler sieht darin einen Interessenkonflikt.

Ramelow warnte gegenüber dem RND nun vor dem Versuch, die GDL „kaputtzumachen“. Denn sie sei nach jedem der vorangegangenen Konflikte stärker geworden. Die Bahn sollte sich stattdessen „mit einem verhandlungsfähigen Angebot mit der Gewerkschaft an einen Tisch setzen“.


Foto: GDL-Streik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Regierung ändert Schwellenwerte für Unternehmensgrößen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) bringt eine weitere Maßnahme zum Bürokratieabbau auf den Weg. Durch eine Änderung der Größenklassen von Unternehmen sollen Bilanzierungs- und Berichtspflichten reduziert werden – vor allem für kleine und mittelständische Betriebe, berichtet das „Handelsblatt“.

Dies bedeute „eine signifikante Entlastung von bürokratischem Aufwand sowie erhebliche Kostensenkungen“, heißt es in dem Entwurf, der am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen werden soll. Demnach sollen rund 52.000 Unternehmen von der Neueinstufung profitieren, darunter auch Genossenschaften. Das jährliche Entlastungspotenzial für die Wirtschaft wird auf rund 650 Millionen Euro geschätzt.

Formal handelt es sich um eine Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen. Eigentlich sollte die Maßnahme Teil des vierten Bürokratieentlastungsgesetzes (BEG IV) sein, dessen Entwurf Buschmann am vergangenen Donnerstag vorgestellt hatte. Die Eckpunkte dafür waren bereits im Oktober vergangenen Jahres vom Kabinett bei seiner Klausurtagung in Meseberg beschlossen worden.

Nun löste Buschmann diesen einen Eckpunkt aus dem BEG IV heraus, um die Erleichterungen bei der Bilanzierung und Rechnungslegung beschleunigt umsetzen zu können. So können „Entlastungseffekte den Unternehmen bereits für das Geschäftsjahr 2023 zugutekommen“, heißt es im Entwurf.

Konkret sollen die Schwellenwerte im Handelsbilanzrecht um jeweils 25 Prozent angehoben werden. Die Werte legen fest, ob es sich um ein „Kleinstunternehmen“, ein „kleines“ Unternehmen, ein „mittelgroßes“ oder „großes“ handelt. Durch die Anhebung werden viele Betriebe in eine niedrigere Größenklasse rutschen. Sie haben dann deutlich weniger Pflichten. Im Entwurf ist von „einer jährlichen Reduktion der insgesamt durch Offenlegungspflichten für publizitätspflichtige Unternehmen verursachten Bürokratiekosten um rund 16 Prozent“ die Rede.


Foto: Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Frühere Verfassungsrichterin sieht geringe Chance für AfD-Verbot

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Bielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Gertrude Lübbe-Wolff, frühere Richterin am Bundesverfassungsgericht, hält wenig von einem AfD-Verbotsantrag. Die Chancen eines Verbots der Partei als Ganzes schätze sie als „schlecht“ ein, sagte die Juristin der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

„Man braucht jedenfalls mehr als Äußerungen oder Handlungen von einzelnen Personen, seien die auch noch so abstoßend. Es kommt auf die Partei als Ganzes an, und da braucht man eine gründliche Materialsammlung“, sagte Lübbe Wolff, die an der Universität Bielefeld Staatsrecht lehrt.

Selbst wenn die Voraussetzungen vorlägen, rät die Jura-Professorin von einem Verbotsantrag ab. „Dass man die gemäßigten Anhänger mit einem Parteiverbot zurückgewinnt, halte ich für zweifelhaft“, sagte Lübbe Wolff. Womöglich zerstöre man gerade damit ihr Vertrauen in Rechtsstaat und Demokratie.

Ein Scheitern des Antrags könnte die AfD nach Meinung der Verfassungsrechtlerin sogar als Erfolg für sich verbuchen. „Falls eine Ablehnung damit begründet würde, dass die Ziele der Partei und das Verhalten ihrer Anhänger nicht gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind, dass also entsprechend verfassungsfeindliche Äußerungen einzelner Akteure nicht der Partei als Ganzer zugerechnet werden können, wäre das für die Partei natürlich ein Triumph“, sagte Lübbe Wolff.


Foto: Logo vor AfD-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Türmer für Entzug des Wahlrechts von Höcke

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Juso-Chef Philipp Türmer fordert den Entzug des Wahlrechts des AfD-Politikers Björn Höcke, der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft wird. „Es ist absolut richtig, dass die AfD gerade nach den Correctiv-Recherchen jetzt die volle Widerstandskraft unseres Rechtsstaats spüren muss“, sagte Türmer dem „Tagesspiegel“ am Dienstag.

Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten den Artikel 18 zur Verwirkung der eigenen Grundrechte mit der Erfahrung des Nationalsozialismus in die Verfassung geschrieben, sagte der Chef des SPD-Nachwuchses. Nach dem Bundesverfassungsgerichtsgesetz könne man zudem das aktive und passive Wahlrecht verwirken, sagte Türmer.

Höcke tritt im September in Thüringen als Spitzenkandidat der AfD an. Die Partei gilt in Thüringen als gesichert rechtsextrem. „Der Nazi Björn Höcke bewirbt sich seit Jahren initiativ darum, dass diese Paragrafen mal an ihm angewendet werden“, sagte Türmer.

Darüber hinaus müsse man über Einschränkungen bei der Parteienfinanzierung und Verbote von extremistischen Vereinen im Umfeld der Partei sprechen. „Wir brauchen jetzt zügig solche und weitere Maßnahmen gegen diese Faschisten-Partei“, sagte Türmer.

Artikel 18 des Grundgesetzes sieht eine sogenannte Grundrechtsverwirkung vor. Allerdings wurde dieser Paragraf bisher noch nie erfolgreich angewandt. Bis Dienstagnachmittag waren auf der Petitionsplattform „Campact“ mehr als eine Million Unterschriften für den Vorstoß eingegangen, Björn Höcke unter anderem die Teilnahme an Wahlen zu versagen. Türmer schließt sich dieser Forderung als einer der ersten Politiker an.

Skeptisch äußerte sich Türmer zu einem Verbot der gesamten Partei. „Ein Verbotsverfahren dauert dagegen extrem lange und wir hätten nur einen Versuch. Dieser muss deshalb perfekt vorbereitet sein“, sagte Türmer. „Aktuell ist noch nicht klar, ob das, was allen politisch klar ist, dass die AfD eine verfassungsfeindliche Partei ist, auch rechtssicher bewiesen werden kann.“

Im Februar entscheidet das Oberverwaltungsgericht Münster, ob der Verfassungsschutz die AfD als extremistischen Verdachtsfall einstufen darf. Die AfD hatte dagegen geklagt – und war in erster Instanz gescheitert. Eine solche Einstufung ermöglicht dem Verfassungsschutz die Überwachung von Kommunikation und den Einsatz anderer nachrichtendienstlicher Mittel.


Foto: Philipp Türmer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Habeck fürchtet mögliche Attentate gegen Politiker

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat vor möglichen Attentaten gegen Politiker gewarnt. „Es gab immer wieder Attentäter und es wurden in letzter Zeit ja Pläne aufgedeckt – und bisher zum Glück vereitelt“, sagte Habeck dem „Stern“.

Als Beispiele nannte er etwa den Angriff auf Oskar Lafonaine und das Attentat auf Wolfgang Schäuble. Dieser „litt einen großen Teil seines Lebens an den Folgen des fürchterlichen Attentats“, so der Vizekanzler.

Gefragt, ob er persönlich Angst vor einem Attentat habe, antwortete der Vizekanzler: „Ich habe einen professionellen Apparat um mich herum, der es mir ermöglichen soll, nicht darüber nachzudenken.“ Als Vizekanzler habe er Personenschutz. „Viele andere haben diesen Schutz nicht“, so Habeck. „Wir, als Gesellschaft, müssen uns gegen ein Klima der Bedrohung stemmen.“

Symbolische Galgen, wie sie im Zuge der Bauernproteste vermehrt zu sehen sind, hält Habeck für ein Warnsignal. „Ich finde das wirklich verstörend. Wenn Worte Vorstufen von Handlungen sind, was sind dann solche Symbole?“, sagte der Grünen-Politiker. Das gesellschaftliche Klima bezeichnete Habeck als „verroht“.


Foto: Robert Habeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stifterverband will Mindestlohn für dual Studierende

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Stifterverband plädiert für einen Mindestlohn für dual Studierende. „Eine Mindestvergütung für dual Studierende trägt zu mehr Chancengerechtigkeit bei, deshalb unterstützt der Stifterverband die Forderung“, sagte Bettina Jorzik, Programmleiterin Hochschullehre, Lehrkräftebildung und Diversität im Stifterverband, der Organisation der Wirtschaft für die Wissenschaft, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Damit unterstützt der Verband die entsprechende Forderung des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Nach einer neuen Studie des CHE hat die Zahl der dual Studierenden zwar einen neuen Rekordwert von rund 140.000 erreicht, das sind jedoch nur knapp fünf Prozent aller Studierenden. Die Arbeitgeber lehnen bisher jede weitere Regulierung des Dualen Studiums ab. „Duale Studiengänge sind aufgrund ihrer Praxisnähe für Studierende wie auch Arbeitgeber gleichermaßen attraktiv und ein Erfolgsmodell, das weiter ausgebaut werden sollte“, sagte Jorzik. Es biete auch angesichts der Fachkräftelücke großes Potential für ein praxisnahes Studium mit hervorragenden Arbeitsmarktperspektiven.

„Hier sind vor allem Universitäten gefragt, ihre etwaigen Berührungsängste aufzugeben und duale Studiengänge einzurichten.“ Bisher studieren nur knapp zwei Prozent der dualen Studierenden an Unis, die große Masse lernt an Fachhochschulen. „Deutliche Signale aus der Politik, etwa durch entsprechende Zielvereinbarungen mit den Universitäten, könnten den notwendigen Ausbauprozess unterstützen“, so Jorzik.


Foto: Euromünzen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen lassen nach – Fed-Direktor dämpft Zinserwartungen

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 37.361 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 4.766 Punkten 0,4 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 14.944 Punkten 0,2 Prozent schwächer.

Christopher Waller, einer der Direktoren der US-Notenbank Federal Reserve, hat am Dienstag Erwartungen von Anlegern auf zügige Zinssenkungen gedämpft. Er sehe keinen Grund, so schnell zu handeln wie in der Vergangenheit, so Waller.

In den Jahren 2007 und 2008 hatte die Zentralbank den Zinssatz in großen Schritten gesenkt. Hintergrund war damals die schwerste Finanzkrise seit den 1920er-Jahren. Im Vergleich dazu wirkt die aktuelle Lage deutlich stabiler. Beobachter hoffen gar auf eine sanfte Landung der US-Wirtschaft, bei der nach der Inflation eine Rezession ausbleibt.

Derweil tendierte die europäische Gemeinschaftswährung tendierte schwächer. Ein Euro kostete am Dienstagabend 1,0873 US-Dollar (-0,69 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9197 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich deutlich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 2.027,91 US-Dollar gezahlt (-1,31 Prozent). Das entspricht einem Preis von 59,98 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 77,88 US-Dollar, das waren 27 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts