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Israelischer Botschafter Prosor zu UNRWA: Nur Spitze des Eisberges

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Ron Prosor (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, vermutet nach den Enthüllungen über die Mitwirkung von UNRWA-Mitarbeitern an der Hamas-Attacke am 7. Oktober, dass dies nur die Spitze des Eisberges sei. „Ein Dutzend UNRWA-Mitarbeiter hat sich am 7. Oktober an den Entführungen beteiligt – das ist ungeheuerlich und doch nur die Spitze des Eisbergs“, sagte Prosor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z., Dienstagsausgabe).

„Seit Jahren arbeitet UNRWA gegen sein Mandat, es verbreitet Hetze und hintertreibt Bemühungen für den Frieden“, fügte er hinzu. „Es war höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft endlich aktiv wird und Finanzmittel zurückhält.“ Doch das reiche nicht. „Was wir jetzt brauchen, ist eine große Untersuchung ohne Scheuklappen“, sagte Prosor. „In seiner jetzigen Form ist UNRWA kein Teil der Lösung, sondern ein Hindernis auf dem Weg zu Frieden.“

Am Freitag waren Vorwürfe gegen zwölf Mitarbeiter des Palästinenserhilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA) bekanntgeworden, die in den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober verwickelt gewesen sein sollen. UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini hatte bekannt gegeben, dass sein Hilfswerk von Israel dazu die Informationen erhalten habe. Den betreffenden Mitarbeitern sei gekündigt worden, eine Untersuchung wurde angekündigt.

UNRWA hat etwa 13.000 Mitarbeiter im Gazastreifen. Mehrere Geberländer, darunter Deutschland, kündigten an, zunächst keine weiteren Gelder an UNRWA zu überweisen.


Foto: Ron Prosor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verdi plant für Freitag Streiks im Nahverkehr – außer in Bayern

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Berlin: Verdi plant für Freitag Streiks im Nahverkehr – außer in Bayern. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

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BVerfG-Schutz: von Notz will frühe Einbindung der Union

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Konstantin von Notz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz hat sich dafür ausgesprochen, frühzeitig mit der Union als größter Oppositionspartei über einen besseren Schutz des Bundesverfassungsgerichts vor Einflussnahme zu sprechen. „Wir müssen das für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat so extrem wichtige Bundesverfassungsgericht besser schützen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Sich nun gemeinsam darüber auszutauschen, wie dies konkret geschehen könnte, sei notwendig und richtig. „Wir halten es für zwingend geboten, CDU und CSU von Beginn an vollumfänglich in die Beratungen mit einzubeziehen.“ Von Notz verwies darauf, dass die Union die größte Oppositionsfraktion im Bund ist und in zahlreichen Bundesländern Verantwortung trägt. „Dadurch kommt ihr eine ganz entscheidende Rolle für das Gelingen dieses Prozesses zu“, erklärte er.

Hintergrund ist eine Debatte darüber, wie die Justiz, insbesondere das Bundesverfassungsgericht, geschützt werden kann vor möglicher Einflussnahme durch die AfD. Vertreter von SPD und FDP hatten am Wochenende unter anderem vorgeschlagen, einen Teil der rechtlichen Strukturen zur Arbeitsweise des Gerichts im Grundgesetz abzusichern.

Von Notz zeigte sich auch erfreut über die zahlreichen Demonstrationen deutschlandweit für Demokratie. „Derzeit erleben wir in Deutschland die größten, von sehr breiten Bündnissen getragene Demonstrationen seit Jahrzehnten“, sagte er den Funke-Zeitungen. „Es ist sehr erfreulich, dass Millionen Menschen für unsere Demokratie auf die Straße gehen. Sie zeigen, dass unser Rechtsstaat stark und wehrhaft gegen seine Feinde ist.“


Foto: Konstantin von Notz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ministerium zahlt Millionen für Aufbau von Finanz-Kriminalamt

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Bundesfinanzministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Für den Aufbau eines „Bundesamts zur Bekämpfung von Finanzkriminalität“ (BBF) hat das Bundesfinanzministerium einer Unternehmensberatung bisher über zwei Millionen Euro für die Unterstützung bei „strategisch-operativen Fragestellungen“ gezahlt. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung einer bisher unveröffentlichten Antwort von Finanzminister Christian Lindners Parlamentarischem Staatssekretär Florian Toncar (beide FDP) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ingeborg Gräßle (CDU).

Toncar hält die Ausgaben für gerechtfertigt. Der Aufbau der neuen Bundesoberbehörde sei „eine außergewöhnliche und für die Kriminalitätsbekämpfung in Deutschland höchst bedeutende Aufgabe, die nicht zu den Routineaufgaben eines Ministeriums gehört, sondern sehr komplex und angesichts des ambitionierten Zeitplans sehr herausfordernd ist“, sagte er.

Diese Argumentation kann die Abgeordnete Gräßle nicht nachvollziehen. Die Unternehmensberatung übernehme jetzt die klassische Arbeit von Ministerialbeamten. „Das zeigt auch ein immenses Misstrauen ihnen gegenüber seitens des Bundesfinanzministers“, sagte Gräßle der „Welt“. Die Politikerin aus Baden-Württemberg sitzt im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags.

Kritik äußert auch Thomas Liebel, der Vorsitzende der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft. „Sollte sich bewahrheiten, dass private Consulting-Firmen maßgeblich an der Projektplanung mitgewirkt haben, stellt sich die Frage, weshalb das Bundesfinanzministerium nicht die Beschäftigten beim Zoll um Rat gefragt hat, die das Gesetz später umsetzen müssen“, sagte er. Dies hätte den Steuerzahler keinen Cent gekostet und „wahrscheinlich einen praxistauglicheren Gesetzentwurf hervorgebracht“.

Als Herzstück der Behörde BBF, die Lindners Ministerium unmittelbar nachgeordnet sein soll, gilt das „Ermittlungszentrum Geldwäsche“. Es soll für internationale Fälle von erheblicher Bedeutung zuständig sein, die einen Deutschland-Bezug aufweisen. Dazu soll in das Finanz-Kriminalamt unter anderem eine bereits bestehende Einheit des Zolls eingegliedert werden. Die Kosten für deren Aufbau werden derzeit auf 621 Millionen Euro taxiert. Das BBF soll laut der „Welt“ erst im Jahr 2026 voll arbeitsfähig sein.


Foto: Bundesfinanzministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Investoren zücken erstmals Bargeld

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Sensation bei „2 Minuten 2 Millionen“: Investoren zücken erstmals Bargeld in Show & bringen Katzen-Start-Up zum Schnurren | Staffelstart am Dienstag auf JOYN & PULS 4

Nicht nur Katzen scheinen Karton zu lieben: Hans Peter Haselsteiner & Christian Jäger zücken beim Katzenhaus von „DoPetMe“ in der Show ihr Börserl. Kommt es zur Bieterschlacht oder erobert die Weltinnovation „Stromboje“ die Herzen der Investoren

Ein „schnurr- fektes“ Angebot? Das oberösterreichische Start-Up „DoPetMe“ von Marco Benhammadi und David Bader-Egger (Bezirk Ried im Innkreis) schafft Wohlfühloasen für Katzen. Das Besondere daran: Ihre Katzenhäuser, die es in zwei Größen gibt, bestehen komplett aus Karton. Angeliefert müssen die Teile nur mehr zusammengesteckt werden. Optimalerweise sollte das natürlich ganz einfach und ohne Komplikationen funktionieren: „Das erinnert mich an ein Möbel-Haus und ich scheitere öfters“, warnt Innovations-Expertin Eveline Steinberger.

Außerdem möchten die Start-Upper mit ihrem Unternehmen nicht nur Katzen und deren Besitzer:innen glücklich machen, sondern auch Tierheimen unter die Arme greifen. Bei jeder Bestellung haben die Kund:innen die Möglichkeit einen freiwilligen Betrag zu spenden. Grandseigneur Hans Peter Haselsteiner und sein Investoren-Kollege Christian Jäger zücken ihr Portemonnaie. Aber wie tief werden sie in die Tasche greifen? Kommt es erstmals zur Bieterschlacht mit Bargeld?

Mega-Innovation & weltweit größte Strömungsturbine: „Stromboje“ von Vater-Sohn-Duo soll Energiewende schaffen

Max und Fritz Mondl (NÖ, Bezirk Bruck an der Leitha) wollen mit ihrer Innovation einen großen Schritt in Richtung nachhaltiger Energie machen. Fritz Mondl hat mit der „Stromboje“ eine innovative und nachhaltige Lösung geschaffen, die die Energiewende möglich machen soll. Die „Stromboje“ ist ein knapp unter der Wasseroberfläche schwimmendes Kleinwasserkraftwerk, das im Flussgrund fest verankert ist. Dadurch werden keine zusätzlichen Bauten wie Mauern oder Schleusen benötigt. Durch die Strömung wird die sich darin befindende Turbine angetrieben und dadurch Energie gewonnen. Gemeinsam mit seinem Sohn Max will Fritz Mondl seine Erfindung umsetzen. Doch das kostet. Kann das Vater-Sohn-Gespann die Investoren zu einem Investment überzeugen?

Außerdem mit dabei in der ersten Ausgabe von „2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag, den 30. Jänner sind die KI-unterstützen und personalisierten Kindergeschichten „Oscar Stories“ (Wien), die nachträglich einbaubare Rückstauklappe „Easy Safe“ von Adeva (NÖ, Bezirk Melk) und das Sport-Ausleih-System von „Sportogo“ (NÖ, Bezirk Krems-Land). Weitere Informationen stehen auf der Presselounge zur Verfügung.

Aufregung, Spannung, Freude und große Überraschungen – diese zwei Minuten können alles verändern:

Ab Dienstag, den 30. Jänner 2024 immer in der Primetime um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4 bestreiten die Start-Ups vor der hochkarätigen Investoren-Runde um Hans Peter Haselsteiner, Eveline Steinberger, Katharina Schneider, Heinrich Prokop, Christian Jäger und Bernd Hinteregger eine Gratwanderung zwischen Erfolg und Misserfolg. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist garantiert. Und das bei den Jungunternehmer:innen im Scheinwerferlicht sowie den Business-Angels in ihren Stühlen.

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“ – die neue Staffel – am Dienstag um 20:15 Uhr auf PULS 4 & JOYN

Bild © Gerry Frank Photography

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4, Media

Anlegen oder Sparen?

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Anlegen oder Sparen? Anbieter bieten bis zu 6,4 Prozent Rendite auf Festgeld

Besteht der derzeitige Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) von 4,5 Prozent das gesamte Jahr über oder wird es, wie von vielen Finanzexperten erwartet, zu mehreren Zinssenkungen im Jahr 2024 kommen? Diese Frage beschäftigt derzeit Investoren in ihren Überlegungen. Banken und Onlinebroker setzen zu Beginn des Jahres ein deutliches Zeichen und verbessern die Konditionen für Tages- und Festgeld. Diese werden beispielsweise an den EURIBOR-Tageskurs gekoppelt. Anleger können so eine Rendite von etwa 6,41 Prozent erzielen, mehr als bei so manchem Investment.

Derzeit wird viel darüber spekuliert, wie es mit der Zinsentwicklung im Euroraum weitergeht. Während etliche Experten schon von einer Trendwende und damit Zinssenkungen im Laufe des Jahres ausgegangen sind, machte die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, Mitte Januar klar, dass eine Straffung der Geldpolitik erst beim Erreichen des Inflationsziels von zwei Prozent erfolgen werde. Sie hat dabei den Wert der gesamten Eurozone im Blick, wo dieses Ziel bei einer Inflationsrate von 2,9 Prozent im Dezember 2023 bereits näher erscheint als in Deutschland, wo die Teuerung im letzten Monat des Vorjahres laut Statistischem Bundesamt 3,7 Prozent betrug. Ob sich die obersten Währungshüter der Eurozone von den Erwartungen des Marktes beeinflussen lassen oder konsequent zu ihren ursprünglichen Aussagen stehen, wird sich bei den nächsten Sitzungen zeigen. Kapital zu attraktiven Konditionen auf ein täglich verfügbares Sparkonto zu legen, macht unter den aktuellen Rahmenbedingungen durchaus Sinn.

Kopplung an EURIBOR sorgt für Transparenz

Während die Erwartung des Marktes hinsichtlich sinkender Leitzinsen bei einigen Banken und Finanzdienstleistern bereits zu einer leichten Reduzierung der Sparzinsen geführt hat, verfolgen manche Anbieter einen entgegengesetzten Ansatz. Seit Kurzem wird zum Beispiel für täglich fälliges Kapital ein Zinssatz angeboten, der dem aktuellen EURIBOR-Wert entspricht. Diese Konditionen sind durch die Verbindung zum EURIBOR für alle Investoren leicht nachvollziehbar.

Bis zu 6,41 Prozent auf Festgeld

Auch für Geldanlagen mit einer Bindung von drei, sechs oder zwölf Monaten erhalten Investoren noch attraktivere Zinsen. Dafür wird nun ebenfalls der EURIBOR (bzw. SOFR) herangezogen. Im Falle einer Veranlagung in Euro für drei oder sechs Monate beträgt der Zinssatz das 1,25-fache des EURIBOR, bei einer Bindung von zwölf Monaten das 1,5-fache. Wer über 100.000 Euro oder US-Dollar bindet, erhält zudem einen Bonus zwischen 0,4 und 0,8 Prozent pro Jahr, abhängig von der Währung und der Länge der Laufzeit. Im Optimalfall würde sich damit nun eine Rendite von rund 6,41 Prozent für Euro-Anlagen erzielen lassen, im Vergleich zu etwa 4,2 Prozent bisher. Sowohl bei täglich fälligem Kapital, als auch bei der Geldanlange mit Bindung gibt es keine Begrenzung des maximalen Investmentbetrags. Das ist einer jener Aspekte, die unser Angebot positiv von ähnlichen Produkten auf dem Markt abheben.

Autorin: Shanna Strauss-Frank, Network Development Managerin und Börsenexpertin bei Freedom Finance

Bild Shanna Strauss-Frank Bilccredits FreedomFinance

Clever Tonies für Kids ab fünf Jahren

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Mit einer kreativen Produkt-Innovation erweitert der Audioexperte tonies® ab Februar 2024 sein Portfolio. Die so genannten „Clever Tonies“ richten sich vor allem an Kinder ab fünf Jahre und vermitteln Wissen und Wissenswertes aus vielen unterschiedlichen Themenbereichen wie Tiere, Sachkunde oder Berufe.

Lauschen und Lernen: Kinder sind von Natur aus Entdeckerinnen und Entdecker. Besonders im Vorschul- und Schulalter lieben sie es, Dinge genauer unter die Lupe zu nehmen. Durch die Clever Tonies können sie jetzt gemeinsam mit der Toniebox wachsen, die Welt erkunden und ihr Wissen erweitern.

Clever Tonies werden sowohl als Einzelprodukt als auch im Viererpack erhältlich sein. Sie bieten Hörerlebnisse, die den Wissenserwerb, die emotionale Intelligenz und die sozialen Fähigkeiten fördern. Ab Februar gibt es vier Sets zu den Themen „Tierisch“, „Coole Jobs“, „Was ist was“ und „Geolino Mini“.

Als Einzel-Tonies kommen sechs spannende Themen auf den Markt: „Die Kackwurstfabrik“, „ADAC – Meine erste Verkehrsschule“, „Pferde verstehen mit Ostwind“, „Leo und die Abenteuermaschine“, „Wundervolle Welt der Dinosaurier und der Urzeit“ und „Petterson und Findus – Mein Gartenjahr“.

Clever Tonies sind nachhaltig, bunt und stapelbar – perfekt zum Sammeln. Die Gehäuse der Clever Tonies bestehen aus bis zu 50 % bio-zirkulärem Material und die Verpackung aus bis zu 100 % aus FSC-zertifiziertem Material.

Die einzelnen Clever Tonies kosten ab 9,99 Euro, die Sets je 29,99 Euro.

Mehr zu den Clever Tonies ab 29. Februar unter www.tonies.com

Quelle tonies GmbH

Beck kritisiert Erdogan wegen DAVA-Partei

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Recep Tayyip Erdogan (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hat die Rolle des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei der Gründung des AKP-Ablegers DAVA kritisiert. Die Parteigründung sei ein weiterer Versuch Erdogans, türkeistämmige Menschen zu „desintegrieren“ und „eine Parallelwelt aufzubauen“, sagte er am Montag dem TV-Sender „Welt“.

Das dürfe man nicht zulassen. „Die AKP versucht tatsächlich Menschen, die türkeistämmig sind, hier zu desintegrieren und unsere Gesellschaft damit zu spalten“, fügte er hinzu. Dagegen müsse man gemeinsam mit den Menschen mit Migrationshintergrund vorgehen. „Wir wollen eine gemeinsame Gesellschaft, nicht, dass diese Gesellschaft gespaltet wird – weder von den AKP-Leuten von Erdogan noch den Deportierungspolitikern der AfD.“

Beck sieht Erdogans DAVA-Initiative in der Tradition einer bereits jahrelang andauernden Strategie zum Aufbau einer AKP-treuen Parallelwelt in Deutschland: „Erdogan und die AKP arbeiten seit Jahren daran, mit Schulgründungen, mit den Moscheevereinen, mit der UID, mit dem Versuch, einen islamischen Wohlfahrtsverband zu etablieren, einen AKP-treuen Arbeitsmarkt in Deutschland zu organisieren und damit tatsächlich eine Parallelwelt aufzubauen.“


Foto: Recep Tayyip Erdogan (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Taiwan und Südkorea werden 2024 weiter vom Halbleiterboom profitieren

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Brasilien China Korea Nearshoring
Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

Ein aktueller Marktkommentar von Marcus Weyerer, Senior ETF Investment Strategist Franklin Templeton ETFs EMEA bei Franklin Templeton:

Taiwan und Südkorea hatten im Jahr 2023 mit einem schwachen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Bereich von 1 % bis 1,5 % zu kämpfen. Für 2024 kann jedoch ein besseres Bild erwartet werden. Die Wachstumsprognosen belaufen sich auf 2,2 % für Südkorea und sehr solide 3,3 % für Taiwan, was deutlich über den Prognosen für 2023 liegt. Das globale Wachstum dürfte unterdessen nur um 10 bis 20 Basispunkte gegenüber dem Wert von 2023 zunehmen. 

Die technologischen Fähigkeiten der Insel dürften jedoch ein unverzichtbarer Faktor für die westlichen Volkswirtschaften bleiben, da 60 % der weltweiten Halbleiter und 90 % der modernsten Halbleiter dort hergestellt werden. Südkorea dominiert inzwischen den weltweiten Markt für DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory) mit einem Anteil von fast zwei Dritteln an der Weltproduktion.2

Beide Volkswirtschaften dürften von einem Aufschwung in der Halbleiterindustrie profitieren, der für 2024 erwartet wird. Erste Anzeichen für eine Trendwende gab es, als Südkoreas Exportwachstum, angeführt von Chips, im November 2023 zum ersten Mal seit September 2022 wieder positiv war.3 Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, ein Branchenführer, gab im vergangenen Oktober ebenfalls starke Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt, die die Prognosen der Analysten übertrafen und sinkende Lagerbestände und ein gesundes Wachstum prognostizierten. 

Die Analyse der historischen globalen Halbleiterzyklen bestätigt die optimistische Sicht. Es ist festzustellen, dass die historischen Zyklen seit 2000 im Großen und Ganzen einem relativ vorhersehbaren zeitlichen Muster folgen. Die letzten fünf Zyklen hatten eine durchschnittliche Dauer von 6,4 Quartalen vom Höhepunkt bis zum Tiefpunkt und endeten mit einem Umsatzwachstum zwischen -30 % und Null im Vergleich zum Vorjahr.

Der sechste, jüngste Zyklus erreichte im zweiten Quartal 2021 seinen Höhepunkt und scheint im ersten Quartal 2023 mit einem negativen Wachstum von -20 % seinen Tiefpunkt erreicht zu haben. Dies ist sieben Quartale nach dem Höchststand. 

Diese Interpretation stimmt sehr gut mit den obigen Zahlen überein. Obwohl dies keine exakte Wissenschaft ist, dürfte das Gesamtbild der vorhersehbaren Zyklizität gut in der wirtschaftlichen Realität verankert sein. Die Eintrittsbarrieren der Halbleiterindustrie sind bekanntermaßen hoch, da die Investitionen in neue Produktionsanlagen enorm sind und die Planungs- und Bauzeit lang ist.

Zusätzliche Herausforderungen sind ein begrenztes Angebot an Arbeitskräften mit dem erforderlichen Know-how sowie langjährige Beziehungen zu Käufern, die häufig maßgeschneiderte Produkte und keine Produkte von der Stange benötigen. Schließlich sind die führenden Unternehmen der Branche in der Lage, enorme Summen in Forschung und Entwicklung zu investieren, was ihnen hilft, ihren technologischen Vorsprung zu bewahren, und oft eher als Preisgestalter, denn als Preisnehmer aufzutreten.

World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) Blue Book Historische Umsätze, Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Taiwan

Korea

Die Jahre nach dem Tiefpunkt waren tendenziell gute Jahre für die Schwellenländer und Ausnahmejahre für Korea und Taiwan;

Indexrenditen in %

Korea

Kurzfristig dürfte eine erwartete Erholung ein gutes Zeichen für die südkoreanischen und taiwanesischen Aktienmärkte sein. Beide sind ausgesprochen technologielastig und werden von renommierten Chip-Giganten angeführt. Betrachtet man drei Quartale nach dem Tiefpunkt des Zyklus als Ausgangspunkt und sieben Quartale nach dem Tiefpunkt als Endpunkt, stellet man, dass von zehn Ein-Jahres-Renditen (d. h. fünf Zyklen und zwei Aktienindizes) kein Markt eine einzige negative Zahl verzeichnete.

Tatsächlich lagen die durchschnittlichen einjährigen Renditen nach dem Tiefpunkt in Südkorea und Taiwan bei über 30 %, während ihre langfristigen jährlichen Renditen weitaus moderater ausfielen, wenn auch immer noch attraktive 8,4 % bzw. 7,7 % pro Jahr. Wir stellen außerdem fest, dass die Post-Tiefpunkt-Renditen beider Märkte, die der breiteren Schwellenländerindizes deutlich übertreffen, auf lange Sicht jedoch in etwa auf dem gleichen Niveau liegen. 

All das ist mit Vorsicht zu genießen, erstens, weil die Stichprobengröße von fünf Zyklen nicht repräsentativ sein kann, und zweitens, weil die Post-Tiefphase des fünften Zyklus mit der pandemiebedingten Technologierallye zusammenfiel, die durch beispiellose fiskalische und fiskalische Krisen noch verschärft wurde. 

Dies führte zu Renditeaußreißern im hohen zweistelligen Bereich, die den Durchschnitt verzerren dürften.

Vor diesem Hintergrund könnte es für Anleger Zeit sein, Südkorea und Taiwan auf ihrer Watchlist übergewichtet zu lassen:

• Es besteht eine gute Chance, dass der aktuelle Halbleiterzyklus seinen Tiefpunkt überschritten hat oder derzeit durchläuft. 

• Die durchschnittlichen Aktienrenditen nach dem Zyklus in Südkorea und Taiwan, von drei Quartalen nach dem Tiefpunkt bis zu sieben Quartalen nach dem Tiefpunkt, lagen bei über 30 % gegenüber 23 % für die breiten Schwellenländer. 

• Diese Renditen übertreffen auch die langfristigen annualisierten Renditen beider Märkte bei weitem. 

Ein vierter Punkt ist eher aus strategischen als aus taktischen Gründen von Bedeutung. Mit dem Aufstieg von Künstlicher Intelligenz (KI), dem Internet of Things (IoT), und dem Metaversum wird die weltweite Nachfrage nach High-Tech-Halbleitern weiter steigen. Der Markt wird aus den oben genannten Gründen zyklisch bleiben, aber es ist durchaus möglich, dass das Auf und Ab in Zukunft weniger ausgeprägt sein wird als in der Vergangenheit.

Sollte dies zu einer geringeren Volatilität führen, würde dies wahrscheinlich auch höhere Bewertungen rechtfertigen. Die asiatischen Industriezentren verfügen über Wettbewerbsvorteile, die sie in die Lage versetzen, von solchen langfristigen Entwicklungen zu profitieren.

Taiwan und Südkorea werden 2024 weiter vom Halbleiterboom profitieren

Foto von Marcus Weyerer (Quelle: Franklin Templeton)

1 Korean Development Institute, Economist Intelligence Unit und IWF, alle Prognosen vom November 2023

2 TSMC-Unternehmenserklärungen, 2023

3 WSTS, 2023 und Franklin Templeton

4 Bloomberg, 2023, und Franklin Templeton

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Wie finden Unternehmen das perfekte Gleichgewicht?

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Balancieren von Risiko und Innovation in der Unternehmensführung

In der dynamischen Landschaft der globalen Wirtschaft stehen Unternehmen vor der komplexen Herausforderung, Innovation und Risiko ausgewogen zu managen. In einer Ära, in der technologischer Fortschritt und Marktveränderungen rasant voranschreiten, ist die Fähigkeit, Neuerungen einzuführen, während gleichzeitig Risiken kontrolliert werden, entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Unternehmen, die es schaffen, dieses empfindliche Gleichgewicht zu halten, positionieren sich oft an der Spitze ihres Sektors. Doch wie kann diese Balance effektiv erreicht werden? Welche Strategien und Managementansätze sind erforderlich, um gleichzeitig innovationsfreudig und risikobewusst zu sein? Dieser Beitrag beleuchtet die Schlüsselelemente, die es ermöglichen, Risiko und Innovation in der Unternehmensführung erfolgreich zu balancieren. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch eine Kombination aus kreativem Denken und vorausschauender Planung in einer sich ständig wandelnden Geschäftswelt bestehen können.

Die Rolle der Innovation in der modernen Wirtschaft

Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg in der Geschäftswelt. Unternehmen, die kontinuierlich neue Ideen, Produkte und Dienstleistungen entwickeln, können sich deutlich von der Konkurrenz abheben. Dieser Innovationsdrang ermöglicht es, Marktlücken zu identifizieren, die Effizienz zu steigern und neue Zielgruppen zu erreichen. Allerdings birgt Innovation auch Risiken, wie etwa Fehlinvestitionen oder das Scheitern von Projekten. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen eine ausgewogene Innovationsstrategie verfolgen, die sowohl kreative Freiheit als auch sorgfältige Planung berücksichtigt.

Risikomanagement als Schlüsselkomponente

Effektives Risikomanagement ist für jedes Unternehmen unerlässlich. Es geht darum, potenzielle Gefahren und Unsicherheiten zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Durch eine proaktive Risikobewertung können Unternehmen sich vor finanziellen Verlusten schützen und gleichzeitig Vertrauen bei Investoren und Kunden aufbauen. Ein gutes Risikomanagement bedeutet jedoch nicht, alle Risiken zu vermeiden, sondern vielmehr, diese bewusst zu steuern und zu kontrollieren.

Ausbalancieren von Risiko und Innovation

Das Gleichgewicht zwischen Risiko und Innovation ist eine delikate Angelegenheit. Einerseits müssen Unternehmen innovativ bleiben, um wettbewerbsfähig zu sein, andererseits dürfen sie das Risiko nicht außer Acht lassen. Eine Kultur, die sowohl zur Innovation ermutigt als auch Risiken bewusst macht, ist hierfür essentiell. Führungskräfte müssen dabei eine Schlüsselrolle einnehmen und eine Umgebung schaffen, in der kreatives Denken gefördert wird, ohne die betrieblichen Risiken zu vernachlässigen.

Integration von Technologie und Datenanalyse

In der heutigen Zeit bieten Technologien und Datenanalyse wichtige Werkzeuge, um das Gleichgewicht zwischen Risiko und Innovation zu unterstützen. Durch den Einsatz von Big Data, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen können Unternehmen bessere Einblicke in Markttrends gewinnen und ihre Innovationsstrategien auf Daten basieren lassen. Gleichzeitig helfen diese Technologien, Risiken besser zu identifizieren und zu quantifizieren, was zu fundierteren Entscheidungen führt.

Schulung und Weiterbildung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Durch regelmäßige Trainings können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Teams sowohl in Bezug auf die neuesten Innovationstrends als auch in Risikomanagement-Praktiken auf dem neuesten Stand sind. Dies fördert eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter befähigt werden, sowohl innovative Ideen zu entwickeln als auch potenzielle Risiken zu erkennen und anzusprechen.

Das erfolgreiche Balancieren von Risiko und Innovation ist nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Notwendigkeit für moderne Unternehmen. In einer Welt, in der der Wettbewerb stetig zunimmt und die Marktdynamiken sich rasch verändern, ist es entscheidend, dass Unternehmen sowohl agil als auch vorsichtig agieren. Ein Unternehmen, das innovative Ideen fördert, ohne die potenziellen Risiken zu vernachlässigen, schafft eine solide Grundlage für langfristiges Wachstum und Stabilität.

Die Integration von fortschrittlicher Technologie und Datenanalyse spielt dabei eine wesentliche Rolle. Sie ermöglicht es Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen, die sowohl auf kreativen Ideen als auch auf soliden Daten basieren. Gleichzeitig ist die Investition in die Weiterbildung und Entwicklung der Mitarbeiter von unschätzbarem Wert. Sie stellt sicher, dass das Team nicht nur die Fähigkeiten besitzt, um innovative Lösungen zu entwickeln, sondern auch die Kompetenz hat, Risiken effektiv zu managen.

In einer idealen Welt arbeiten Innovation und Risikomanagement Hand in Hand, um Unternehmen zu leiten und zu schützen. Unternehmen, die diese Balance meistern, sind in der Lage, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig auf einem sicheren Fundament zu stehen. Letztendlich ist das Gleichgewicht zwischen Risiko und Innovation kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess, der ständige Aufmerksamkeit und Anpassung erfordert. Die Unternehmen, die diese Kunst beherrschen, sind diejenigen, die nicht nur überleben, sondern in der heutigen komplexen Geschäftswelt gedeihen.

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – Sergey Nivens