Freitag, Februar 6, 2026
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Giffey verteidigt Rückkauf des Fernwärmenetzes von Vattenfall

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) verteidigt den Rückkauf des Fernwärmenetzes vom Energieversorger Vattenfall durch die Stadt Berlin. „Mit der gestrigen Entscheidung ist eine der wichtigsten energie- und klimapolitischen Weichenstellungen dieses Jahrzehnts gelungen“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Es gehe darum, dass Berlin den Einfluss auf die Versorgungssicherheit und auch auf die Preisstabilität gewinne. „Das ist ganz anders möglich, als wenn irgendein Fonds mit höchstmöglicher Renditeerwartung unsere Berliner Fernwärme in den Händen hält.“ Man habe schon sehr gute Erfahrungen gemacht, als Wasser und Strom wieder in Landeshand zurückgekommen seien. Giffey sagte weiter, man sei bei der Preisgestaltung natürlich von den Entwicklungen des Weltmarkts abhängig.

„Aber Berlin wird die Preise immer unter dem Aspekt des unbedingt Erforderlichen gestalten und nicht aufgrund des Aspekts der höchstmöglichen Renditeerwartung.“


Foto: Fernwärme-Anschluss (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Neue „Rising Stars“ im Universum der Schwellenländermärkte

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rising stars

Von Paulo Salazar, Head of Emerging Markets Equity, und
Kroum Sourov, Leitender ESG-Analyst, ESG-Länderresearch bei Candriam

In einem Umfeld ständigen Wandels, geprägt von geopolitischen Spannungen, der zunehmenden Bedeutung des Klimawandels und einer globalen wirtschaftlichen Neuorientierung, zeichnet sich ein deutlich erkennbarer Megatrend ab: Das Wachstum verlagert sich zunehmend auf die Entwicklungs- und Schwellenländer außerhalb Chinas.

Dieses wird durch demografische Entwicklungen und die sich wandelnde globale Wirtschaftsstruktur noch verstärkt. Die aktuellen geopolitischen Spannungen fördern den Trend zum „Nearshoring“, gleichzeitig stehen einige Schwellenländer vor erheblichen Herausforderungen. Auch dort wird die Bevölkerung langsam älter, und was einst eine wirtschaftlich vorteilhafte demografische Struktur war, wird jetzt zum Risiko. Die einschneidenden Auswirkungen des Klimawandels und der KI-getriebenen Automatisierung verkomplizieren die globale Wirtschaftsentwicklung zusätzlich.

Am globalen Markt werden die Karten neu gemischt

Die 90er Jahre waren geprägt von der Globalisierung, die zum Outsourcing und Offshoring der Produktion in Länder mit billigeren Arbeitskräften und lascheren Umweltstandards führte. Die Umgestaltung der Lieferketten oder „China-plus-One“-Strategien schafften Chancen für viele andere Entwicklungs- und Schwellenländer, insbesondere in Mexiko, Indien und Südostasien – dort haben globale Unternehmen begonnen, in alternative Lieferketten zu investieren.

Gerade Mexiko profitierte aufgrund seiner geografischen Nähe zu den USA sehr früh von dieser Entwicklung und ist so zum größten Handelspartner der USA geworden. Fertigungs- und exportorientierten Unternehmen in Indien – vor allem in Sektoren wie Pharma, Biotech und Elektronik – erhielten Rückenwind für ihr Wachstum, da viele Akteure die Diversifizierung ihrer Lieferketten vorantrieben.

Um das Potenzial einzelner Länder vor dem Hintergrund einer dekarbonisierten Weltwirtschaft einordnen zu können, müssen Investoren zum einen die Bevölkerungsdynamik des betreffenden Landes berücksichtigen. Zum anderen ist auch die Kapazität dieser Länder relevant, mit der sie aktiv zum Wandel beitragen und neue Nachfragequellen im Inland und auf der lokalen Ebene erschließen können.

Demografische Dividenden lassen die neuen Sterne unter den Schwellenländern glänzen

China profitierte viele Jahre lang von der Tatsache, dass ein beträchtlicher Anteil der Bevölkerung im Erwerbsalter war. Inzwischen erlebt das Land jedoch eine demografische Verschiebung hin zu einer alternden Bevölkerung, während sich die Wirtschaft weiterentwickelt. Verschiedene Faktoren beeinflussen dabei das künftige Nachfragewachstum. Das Candriam Ländernachhaltigkeitsmodell bietet zusätzliche Einblicke in die Wachstumsaussichten der einzelnen Regionen und Länder. Um die Bedingungen am Arbeitsmarkt zu beurteilen, müssen die Zahlen für die Bevölkerung im Erwerbsalter analysiert werden.

Das umfasst die Zusammensetzung nach Geschlechtern, die Erwerbsquote, Sektorprofile und Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus hat die Qualität der Gesundheitssysteme, in Bezug auf Menschen sowohl im erwerbsfähigen Alter als auch in sehr jungen Jahren, Einfluss auf die Bewertungen der Länder. Zuletzt ist auch Qualität und Verfügbarkeit von Bildung für junge Menschen in den einzelnen Ländern zu beurteilen. Auf Basis dieser Kennzahlen dürften Länder wie Indien, Indonesien und Malaysia bei der Beurteilung ihrer Potenziale zukünftig besser abschneiden.

Gemeinsame Ziele bei der Energiewende eröffnen Wachstumschancen für Schwellenländer außerhalb Chinas

Weltweit wird der Übergang zur Elektrifizierung der Wirtschaft durch neue Technologien vorangetrieben. Im Fokus stehen dabei Batterietechnologien und Halbleiter. Die Lieferketten für wichtige Mineralien wie Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit und Mangan – wichtige Grundstoffe für Elektrofahrzeug-Batterien – sind stark konzentriert und werden hauptsächlich von Australien und China dominiert. Geopolitische Erwägungen und politische Maßnahmen in den USA und der EU haben das Ziel, die Abhängigkeit von diesen ausländischen Lieferketten zu verringern.

Bei der Mineraliengewinnung kann eine Diversifizierung angestrebt werden, insbesondere bei Graphit, für das es in Europa und Brasilien beträchtliche Reserven gibt. Verbesserte geologische Gutachten in Schwellenländern sind enorm wichtig, ebenso wie Fortschritte bei Recyclingtechnologien. Im Augenblick dominiert China die Produktion von Batteriezellen, aber auch Korea und Japan spielen entscheidende Rollen in Downstream-Bereichen. Mit entsprechender politischer Unterstützung und geopolitischen Veränderungen könnten andere Entwicklungs- und Schwellenländer hier aufholen.

Die Energiewende in der EU und den USA korreliert mit Partnerländern außerhalb Chinas und bietet diesen so Wachstumschancen. Gesetze wie der Critical Materials Act der EU und der Inflation Reduction Act in den USA schaffen die Grundlage für Energiewendechancen in Ländern wie Korea, Indonesien und Lateinamerika.

Emerging Markets neben China spielen eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette für die KI-Technologie

Die globale Versorgungskette für Halbleiter wird von Taiwan und Südkorea dominiert, zwei Regionen, die ein bedeutendes Gewicht in den Emerging Markets ex-China haben. Bei genauerer Betrachtung der ergiebigen KI-Wertschöpfungskette in den Schwellenländern wird ihre entscheidende Bedeutung für den globalen KI-Goldrausch klar: Sie stellen die wesentliche Infrastruktur bereit, von Halbleiter- und Hardware-Produktionszentren in Asien bis zur Entwicklung neuer innovativer Technologien wie Speicher mit hoher Bandbreite und Chip-on-Wafer-on-Substrates. So treiben sie strukturelle und technologische Entwicklungen in der gesamten KI-Lieferkette an und versprechen ein potenziell signifikantes Wachstum in den kommenden Jahren.

Schwellenländer werden zukünftiges Wirtschaftswachstum antreiben

Anlagechancen in Schwellenländern gehen weit über China hinaus und befinden sich an einem wichtigen Wendepunkt. Vorteilhafte demografische Dynamiken, positive geopolitische Entwicklungen und Chancen durch Energiewende und Halbleiter-Lieferketten könnten diese Märkte in die Lage versetzen, das globale Wachstum nachhaltig anzuführen. Deswegen sollte es keine Überraschung sein, dass die Schwellenländer außerhalb Chinas in den kommenden Jahren die größten Treiber des globalen Wachstums sein dürften.

Wie sie diese Wachstumschancen umsetzen und nutzen, wird darüber entscheiden, in welcher Rolle und in welchem Maße sie dazu beitragen. Während die Welt den Blick auf diese Länder richtet, müssen sie sich der Situation gewachsen zeigen und ihren Weg zu nachhaltigem und robustem Wachstum in einer sich ständig wandelnden globalen Wirtschaftslandschaft finden.

Neue „Rising Stars“ im Universum der Schwellenländermärkte

Bild Paulo Salazar, Head of Emerging Markets Equity bei Candriam (jpg) (Foto: Candriam)

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH.

Motovolt und Swobbee verkünden strategische Partnerschaft

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motovolt swobbee

Motovolt und Swobbee verkünden strategische Partnerschaft, um in den nächsten 24 Monaten 200 Batteriewechselstationen in Indien aufzustellen

Mit dieser Partnerschaft bietet Motovolt seinen Kunden in ganz Indien den einzigartigen Batteriewechsel-Service von Swobbee an

Um den Zugang zu elektrischen Zweirädern in Indien zu verbessern, hat sich Motovolt Mobility Pvt. Ltd, eine führende indische Elektromobilitäts-Marke, mit dem deutschen GreenTech-Unternehmen Swobbee zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, Lösungen für die bestehenden Herausforderungen von Elektrofahrzeugen hinsichtlich Ladezeit, Kosten und Batterielebensdauer anzubieten, um das Nutzungserlebnis der Anwender in Indien zu verbessern.

Motovolt und Swobbee treten an, den Sektor zu revolutionieren, indem innerhalb der nächsten 24 Monate 200 Batteriewechselstationen in ganz Indien installiert werden sollen. Diese ehrgeizige Initiative wird durch eine beträchtliche technische und finanzielle Investition in 7-stelliger Höhe (USD) unterstützt. Die erste Phase hat mit der Inbetriebnahme der ersten beiden Swobbee-Batterietausch- und Ladestationen in Delhi und Kolkata begonnen. Die langfristige Vision sieht vor, innerhalb von fünf Jahren einen Umsatz von über 10 Millionen USD zu erzielen und die Rentabilität zu erreichen.

Indien hat einen deutlichen Anstieg der Verkäufe von Elektrofahrzeugen erlebt, vor allem im Segment der Zweiräder.

Mit rund 15,6 Millionen verkauften Einheiten im vergangenen Jahr ist Indien der zweitgrößte Markt für motorisierte Zweiräder weltweit. Allerdings sehen sich die indischen LEV-Nutzer weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert, wie z. B. den hohen Anschaffungskosten für Batterien, der begrenzten Reichweite, die häufiges Aufladen erfordert, Problemen mit der Batterieleistung, der Batterielebensdauer und der Verwendung der Batterien am Ende ihrer Lebensdauer sowie Sicherheitsbedenken.

Motovolt, ein Schlüsselakteur in der E-Bike-Industrie, setzt sich an vorderster Front mit diesen Herausforderungen auseinander. Das Unternehmen widmet sich der kontinuierlichen Forschung und Entwicklung sowie der Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Branche, um das LEV-Ökosystem zu verbessern. Swobbee passt mit seinem Fachwissen im Bereich der LEV-Energiedienstleistungen perfekt zur Mission von Motovolt.

Herr Tushar Choudhary, Gründer und CEO von Motovolt, erklärte:

„Motovolt ist bestrebt, die Probleme seiner Kunden zu verstehen und ihnen durch einzigartige Dienstleistungen, Produktinnovationen und Industriekooperationen zu helfen, diese zu überwinden. Die Akkuwechsel-Services von Swobbee bieten ein einzigartiges Angebot, indem sich unsere Kunden nun bei einem Anbieter von Wechsel-Lösungen anmelden können. Dies befreit sie von der Notwendigkeit, Batterien im Voraus mit dem Fahrzeug zu kaufen und gewährleistet eine optimale Batterieleistung, sicheres und effizientes Aufladen sowie die ordnungsgemäße Entsorgung von Altbatterien. Swobbee wird außerdem Zugang zu unserem Produktportfolio und unserem Kundenstamm haben, der es ihnen ermöglicht, ein landesweites intelligentes und herstellerübergreifendes Batterietauschnetz aufzubauen.“

Die Swobbee-Stationen richten sich zunächst an Geschäftskunden, einschließlich Liefer- und Transportdienste, und werden nach und nach auch Privatkunden zur Verfügung stehen. Diese Stationen sind als universelle Infrastrukturlösung konzipiert, die verschiedene LEV-Batterietypen von unterschiedlichen Herstellern integrieren kann und verschiedene Technologien und Zellchemien unterstützt.

„Die Beseitigung von Zugangshindernissen zu sauberen Mobilitätslösungen ist nicht nur unerlässlich, um die Auswirkungen des Klimawandels abzufedern, sondern auch, um soziale Gerechtigkeit in der laufenden Mobilitätswende zu gewährleisten. Nirgendwo ist dies wichtiger als im bevölkerungsreichsten Land und der fünftgrößten Volkswirtschaft der Erde. Kleine Unternehmen, Lieferdienste, Taxis – sie alle sind auf zwei- und dreirädrige Fahrzeuge angewiesen, die zu Millionen auf den Straßen unterwegs sind. Deshalb freuen wir uns sehr über die Partnerschaft mit Motovolt, um eine Infrastrukturlösung einzuführen, die den Zugang zu emissionsfreien LEVs für Unternehmen und private Verbraucher demokratisiert“, so Thomas Duscha, CEO und Mitgründer von Swobbee.

Die Swobbee-Stationen sind derzeit für die gewerblichen Kunden von Motovolt in Delhi und Kolkata zugänglich.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, weitere LEV-OEMs einzubinden und ein umfassendes Batteriewechsel-Netzwerk für verschiedene Fahrzeugmarken und -typen in ganz Indien aufzubauen. Die Partnerschaft zwischen Motovolt und Swobbee wird ein bedeutender Meilenstein im indischen LEV-Ökosystem werden, wobei die Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit für alle im Vordergrund stehen.

Die bisherigen Initiativen von Swobbee unterstreichen die bemerkenswerte Entwicklung des Unternehmens, das von Berlin aus in mehrere deutsche Städte und darüber hinaus in 10 europäische Länder expandierte. Das Unternehmen hat mit Branchenriesen wie Volkswagen, Total Energies, Galp, BP und NIU 2 Wheelers zusammengearbeitet. Swobbees globaler Einfluss wird durch sein Pilotprojekt in Indonesien und seine zentrale Rolle innerhalb des SBMC (Swappable Batteries Motorcycle Consortium) an der Seite von Hauptakteuren wie Honda, Piaggio und Yamaha sowie der LEVA-EU (Light Electric Vehicle Association – EU) mit bekannten Unternehmen wie Mahle, Dott, Van Moof und Segway 9 Bot deutlich.

Bildquelle Motovolt Mobility Pvt. Ltd.

Quelle M3E GmbH

EGO Movement rollt mit viel Schwung ins neue Jahr

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Avrath Chadha

Dr. Avrath Chadha wird neuer CEO der Schweizer Premiummarke

Ab 1. Januar 2024 wird Dr. Avrath Chadha neuer CEO der Schweizer Micromobility Marke EGO Movement. Daniel Meyer und Marie So, Gründerinnen und derzeitig CEO & CSO, werden von ihren operativen Rollen zurücktreten.

EGO Movement gehört zu den führenden Micromobility Brands der Schweiz. Das Unternehmen wurde 2015 von Daniel Meyer und Marie So mit der Vision gegründet, die Verbreitung nachhaltiger sowie stilvoller und intelligenter Mobilitätslösungen zu beschleunigen. Im Jahr 2021 wurde das Unternehmen von TVS Motor, einem der weltweit grössten Motorrad- und Zweiradhersteller, übernommen. Nachdem das Duo zwei Jahre die Transition begleitet hat, tritt es nun von seinen operativen Rollen zurück und geht neue Wege. Daniel Meyer wird EGO Movement auf strategischer Ebene als Mitglied des Verwaltungsrates weiterhin zur Seite stehen.

Dr. Avrath Chadha wird ab Januar 2024 neuer CEO des Schweizer Brands. Derzeit wird gemeinsam ein reibungsloser Übergang bis zum Jahresende sichergestellt. Chadha ist ausgewiesener Experte im Bereich Mobility sowie Automotive und bereits seit März 2023 als Senior Vice President Strategy & Innovation bei TVS Motor tätig. Diese Funktion wird er weiterhin neben der Verantwortung als CEO von EGO Movement innehaben. Zuvor besetzte er mehrere leitende Führungspositionen in der Automobil- und Fertigungsindustrie und leitete weltweit operierende Geschäftseinheiten in Unternehmen wie TE Connectivity, OC Oerlikon und ThyssenKrupp.

„Ich fühle mich geehrt, die Leitung von EGO Movement zu übernehmen und freue mich darauf, mit dem engagierten Team zusammenzuarbeiten, um die Vision des Unternehmens weiter voranzutreiben. Wir werden sicherstellen, dass die Erfolgsgeschichte von EGO Movement fortgesetzt wird.“, erläutert Dr. Avrath Chadha. Er hat an der RWTH Aachen Maschinenbau studiert und promovierte im Anschluss an der ETH Zürich in Ingenieurwissenschaften.

Unter Chadha wird EGO Movement ab 2024 in Deutschland auf Shop-in-Shop Systeme setzen und die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem stationären Handel ausbauen. Die Marke bietet dem Fachhandel und ausgewählten Partner*innen unter anderem die Möglichkeit, exklusive Influencer-Kooperationen und gemeinsame Marketingaktionen umzusetzen, um die Bekanntheit der Marke und des jeweiligen Retail-Partners in Deutschland zu steigern.

Weitere Informationen über EGO Movement und seine Produktpalette kann man auf der Euro Bike in Frankfurt sowie Cycleworld in Düsseldorf erhalten.

Bild Dr. Avrath Chadha

Quelle blackbird/berlin

GBA will Hunderte Millionen an russischen Geldern einziehen

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Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesanwaltschaft will Hunderte Millionen Euro an russischen Geldern einziehen. Am 7. Juli 2023 sei bei dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main eine Antragsschrift zur Eröffnung eines selbständigen Einziehungsverfahrens eingereicht worden, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit.

Im Rahmen dieses Verfahrens soll wegen eines nach dem Außenwirtschaftsgesetz strafbaren versuchten Embargo-Verstoßes das Kontoguthaben eines russischen Finanzinstituts bei einer Bank in Frankfurt am Main in Höhe von mehr als 720 Millionen Euro eingezogen werden. Wie der „Spiegel“ berichtet, handelt es sich um ein Unternehmen, welches im Juni 2022 durch die EU sanktioniert wurde – das Vermögen wurde eingefroren. An dem Tag, an dem die Listung im Amtsblatt der Europäischen Union öffentlich gemacht wurde, hatten Verantwortliche des Unternehmens versucht, ihr neunstelliges Guthaben in Deutschland in Sicherheit zu bringen: Bei der entsprechenden Bank ging ein Überweisungsauftrag ein, wonach das Geld auf ein Konto einer weiteren Tochter des Unternehmens überwiesen werden sollte. Wegen des Sanktionsbeschlusses der EU führten die beiden beteiligten Banken den Transfer nicht aus.

Die Einziehung des Geldes als Tatmittel ist nach Ansicht der Karlsruher Ermittler dadurch möglich, dass der Überweisungsauftrag den Versuch darstellt, EU-Sanktionen zu umgehen. Das selbständige Einziehungsverfahren sei beantragt worden, weil derzeit wegen der Straftat keine bestimmte Person verfolgt oder verurteilt werden könne, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Der Staat könnte die Gelder laut „Spiegel“ auf Gerichtsbeschluss einziehen, ein solcher steht allerdings noch aus. Das russische Unternehmen geht gegen die Listung durch die EU gerichtlich vor.


Foto: Generalbundesanwalt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Finanzierungszusagen für 54 Start-ups

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Start-up BW Pre-Seed

Finanzierungszusagen für 54 Start-ups – Erfolgreiches Jahr im Förderprogramm Start-up BW Pre-Seed 

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Start-ups zu unterstützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Wirtschaftspolitik. Start-up BW Pre-Seed ist auch 2024 ein wichtiger Baustein unserer Start-up-Förderung.“

54 junge Unternehmen konnten in diesem Jahr über das Förderprogramm Start-up BW Pre-Seed des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus und der L-Bank gefördert werden. „Start-ups zu unterstützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Wirtschaftspolitik“, betonte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Mit 54 geförderten Unternehmen und einem Förderbudget von insgesamt sieben Millionen Euro gehört Start-up BW Pre-Seed zu unseren Vorzeigeprogrammen in der Start-up-Förderung. Auch im kommenden Jahr werden wir wieder spannende junge Unternehmen und deren Gründerinnen und Gründer über Start-up BW Pre-Seed fördern.“

Programm wird fortgesetzt

In der sechsten und letzten Auswahlrunde des Jahres kamen noch einmal acht Unternehmen zum Zug, die jetzt einen formalen Antrag auf Unterstützung stellen können. Maximal 200.000 Euro können je Unternehmen bewilligt werden. Davon übernimmt das Land 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent trägt ein Co-Investor. Dessen Beteiligung ist eine der Grundvoraussetzungen für die Förderfähigkeit durch Start-up BW Pre-Seed. Eine andere ist der Baden-Württemberg-Bezug des Unternehmens, der garantiert, dass die Förderung der Wirtschaftskraft und dem Arbeitsmarkt am Standort Baden-Württemberg zugutekommt.

Zuständig für die Bewilligung der Anträge, die Auszahlung der Fördermittel und die Prüfung der Verwendung ist die Landeskreditbank Baden-Württemberg. Die Vorsitzende des L-Bank-Vorstands, Edith Weymayr, hob besonders die Breite und Vielfalt des Programms hervor: „Branchenverteilung und Standorte der geförderten Unternehmen sind ein Ausweis nicht nur für die Fördervielfalt dieses Programms, sondern für die Innovationskraft der baden-württembergischen Wirtschaft“, sagte Weymayr. „Zukunftsbranchen haben eine Heimat im Südwesten, das hat das vergangene Jahr erneut bewiesen.“

Ergebnisse der letzten Auswahlrunde 2023

In der sechsten Auswahlrunde des Jahres haben Unternehmen aus den Bereichen Energie, Gesundheit, Ernährung, Kreislaufwirtschaft und Beratungsdienstleistung eine Förderzusage erhalten und können jetzt den formalen Antrag stellen:

  • EVERSION Technologies GmbH, Konstanz – Ganganalyse mit Hilfe einer Messsohle im Schuh und einer App sowie Herstellung von datenbasierten individuellen Einlagen (www.eversion.tech)
  • Kunveno, Stuttgart – digitale Plattform zur Pflege und Verbesserung interner Kommunikations- und Wertschätzungskultur (www.kunveno.de)
  • LOKORA GmbH, Nürtingen – digitale Vermarktungs- und Logistikplattform zur Vernetzung von regionalen Erzeuger- und Handelsbetrieben im Lebensmittelbereich (www.lokora.de)
  • MELT-Ing GmbH, Mannheim – Entwicklung und Herstellung von Pufferspeichern in Form von Phasenwechselplatten für Wände und Fassaden
  • nextx UG, Heidelberg – interaktive Job- und Bewerbungsplattform (www.next-x.de)
  • StrategyBridgeAI GmbH, München/Heilbronn – KI-basierte Unternehmens- und Branchenanalysen (www.strategybridge.ai)
  • Voxel Sound UG, Breisach am Rhein – Herstellung maßgeschneiderter Ohrstöpsel mithilfe einer Smartphone-Scan-App und KI-basierter Nachbearbeitungssoft-ware (www.voxel-sound.com)
  • WeSort.AI GmbH, Schefflenz – KI-Technologie für die Abfallanalyse und Sortierung in Entsorgungsanalgen (www.wesort.ai)

Weitere Informationen:

Mit dem Programm Start-up BW Pre-Seed fördert das Land Baden-Württemberg seit 2018 Gründungsvorhaben. Bislang konnten über das Programm rund 240 junge innovative Unternehmen in allen Landesteilen unterstützt werden.

Über die Förderfähigkeit eines Start-ups entscheidet ein zentrales Entscheidungsgremium bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, der L-Bank, des Betreuungspartners und der Landesgesellschaften beziehungsweise landesnahen Beteiligungen.

Ausführliche Informationen unter:

Titelbild/ Bildquelle: Bild von Gerd Altmann für pixabay

Quelle Redaktion Buttenmüller

Erzeugerpreise sinken weiter

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im November 2023 weiter deutlich gesunken. Sie waren um 7,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Im Oktober hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei -11,0 Prozent gelegen. Die Entwicklung ist weiterhin insbesondere auf einen Basiseffekt aufgrund des hohen Preisniveaus im Vorjahr zurückzuführen. Wie das Bundesamt weiter mitteilte, gingen die Erzeugerpreise im November gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent zurück. Energie war im November um 21,4 Prozent billiger als im Vorjahresmonat, gegenüber Oktober fielen die Energiepreise um 1,4 Prozent.

Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei Energie hatten die Preisrückgänge für Strom. Die Strompreise fielen über alle Abnehmergruppen betrachtet gegenüber November 2022 um 30,8 Prozent (-1,5 Prozent gegenüber Oktober). Erdgas in der Verteilung kostete über alle Abnehmergruppen hinweg 21,4 Prozent weniger als im November 2022. Gegenüber dem Vormonat sanken die Erdgaspreise um 1,5 Prozent. Mineralölerzeugnisse waren um 9,4 Prozent billiger als im November 2022, gegenüber Oktober sanken diese Preise um 3,9 Prozent.

Leichtes Heizöl kostete 15,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (-9,9 Prozent gegenüber Oktober), die Preise für Kraftstoffe waren um 9,0 Prozent niedriger (-3,5 Prozent gegenüber Oktober). Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,3 Prozent höher als im November 2022, gegenüber Oktober sanken sie geringfügig um 0,1 Prozent. Die Preise für Vorleistungsgüter waren im November 2023 um 4,1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat sanken sie um 0,2 Prozent.

Der Preisrückgang im Vorjahresvergleich wurde vor allem durch die Preisentwicklung für Metalle und chemische Grundstoffe verursacht: Metalle waren 10,5 Prozent billiger als im November 2022, gegenüber dem Vormonat sanken die Metallpreise um 0,4 Prozent. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten 16,3 Prozent weniger als im November 2022. Die Preise für Betonstahl in Stäben sanken im Vorjahresvergleich um 24,6 Prozent. Chemische Grundstoffe waren insgesamt 9,9 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Besonders stark sanken die Preise gegenüber November 2022 für Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-40,9 Prozent).

Futtermittel für Nutztiere waren 21,2 Prozent billiger als im November 2022, Papier und Pappe ebenfalls 21,2 Prozent. Die Preise für Holz sanken um 17,3 Prozent, für Kunststoffe in Primärformen um 9,2 Prozent. Hohe Preissteigerungen gegenüber November 2022 gab es dagegen bei Transportbeton (+24,2 Prozent), Zement (+23,8 Prozent), Kalk und gebranntem Gips (+17,4 Prozent); Baukies und natürliche Sande kosteten 17,0 Prozent mehr, Hohlglas 16,5 Prozent. Die Preise für Verbrauchsgüter waren im November um 3,7 Prozent höher als im November 2022, gegenüber Oktober blieben sie unverändert, so das Bundesamt weiter.

Nahrungsmittel waren 3,4 Prozent teurer als im Vorjahr, hier sanken die Preise gegenüber Oktober geringfügig um 0,1 Prozent. Zucker kostete 24,7 Prozent mehr als im November 2022, verarbeitete Kartoffeln 20,7 Prozent mehr. Obst- und Gemüseerzeugnisse waren 13,9 Prozent teurer als im November 2022, ebenso Schweinefleisch. Billiger als im Vorjahresmonat waren insbesondere nicht behandelte pflanzliche Öle (-30,8 Prozent), deren Preise im Jahr 2022 besonders stark gestiegen waren.

Die Preise für Butter sanken im November 2023 um 21,7 Prozent gegenüber November 2022, für Käse und Quark um 14,8 Prozent und für Kaffee um 5,6 Prozent. Gebrauchsgüter waren im November 2023 um 4,0 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, insbesondere bedingt durch die Preisentwicklung bei Möbeln (+4,3 Prozent gegenüber November 2022). Gegenüber Oktober stiegen Preise für Gebrauchsgüter um 0,1 Prozent. Investitionsgüter waren 4,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, insbesondere verursacht durch die Preissteigerungen bei Maschinen (+4,9 Prozent gegenüber November 2022) sowie bei Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+3,7 Prozent gegenüber November 2022). Gegenüber Oktober 2023 blieben die Preise für Investitionsgüter unverändert.


Foto: Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Feel Good Food For Every. Day – mit Every. Foods ins neue Jahr

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Wir allen kennen das Gefühl, etwas ändern zu wollen. Alte Gewohnheiten über Bord zu werfen, damit wir uns einfach wieder wohl(er) in unserer Haut  fühlen. Der Veganuary ist für viele der perfekte Einstieg in eine pflanzenbasierte Ernährung, die nicht nur gesundheitliche Vorteile für unseren Körper bringen kann, sondern auch zum Erhalt unserer Umwelt und zum Wohl der Tiere beiträgt.

Every. Foods liefert uns dabei genau die passenden veganen Gerichte ins Haus, die wir für den Start einer neuen Routine benötigen.

Die Mahlzeiten sind alle gesund und ausgewogen, schnell in nur 10 Minuten aufgewärmt und schmecken einfach superlecker. Im praktischen Abonnement sparen wir uns ab sofort sogar das schwere Tragen von Einkaufstüten und bekommen die Produkte nicht nur tiefgekühlt bis an die Haustür geliefert, sondern dank der Schockfrostung auch immer erntefrische Zutaten auf unseren Tisch.

Every. Everyday. Und der Veganuary kann kommen.


So einfach geht gesundes Essen mit Every. 

Auswahl an einer Vielzahl ausgewogener, leckerer und veganer Gerichte# Rein natürliche Zutaten, ohne künstliche Aromen oder Geschmacksverstärker# Bestellung ab 6 Gerichten im Abonnement möglich

Maximale Flexibilität durch individuelle Lieferfrequenz

Minimierung von Lebensmittelverschwendung

kein schweres Tragen der Einkäufe

Nachhaltig durch weniger Verpackungsmüll als beim Kauf der Zutaten für dieselben Gerichte im Supermarkt

Every. unterstützt mit seinen Produkten den Weg zu einer gesunden und bewussten Ernährung, schont dabei Ressourcen und kann den CO2 Fußabdruck deutlich reduzieren.

Über Every.

Das Start-Up aus Berlin wurde 2020 von Benjamin Ahlers und Casimir Rob gegründet mit dem Ziel, gesundes, hochwertiges Essen jederzeit bequem von zu Hause oder vom Büro aus zu genießen. Die rein pflanzlichen Bowls gibt es in einer Vielzahl an ausgewogenen, abwechslungsreichen Rezepturen wie Nudel- oder Reisgerichte. Sie sind perfekt für alle, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen, aber wenig Zeit zum Kochen und Zubereiten haben. Die Every. Gerichte sind vegan, ohne Zusatz-oder Konservierungsstoffe, klimaneutral und in nur 10 Minuten fertig zubereitet. Feel Good Food, einfach und ohne Aufwand.

Die Every. Produkte sind Online unter every-foods.com im Abo erhältlich. Sie kosten ab 6,99€ pro Gericht.

Bild Every.

Quelle  Sonja Berger Public Relations

GfK: Verbraucherstimmung hellt sich zum Jahresende auf

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich zum Jahresende insgesamt aufgehellt. Die GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) geben den sogenannten „Konsumklimaindex“ mit -25,1 Punkten an und damit 2,5 Punkte höher als im Vormonat (revidiert -27,6 Punkte).

Mit diesen Ergebnissen legt das Konsumklima nach einer zuletzt eher stagnierenden Entwicklung wieder zu. Ein etwas höherer Wert wurde zuletzt im August dieses Jahres mit -24,6 Punkten gemessen. „Ob es sich beim aktuellen Anstieg um den Beginn einer nachhaltigen Erholung der Konsumstimmung handelt, bleibt abzuwarten“, sagte Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Nach wie vor sind die Sorgen der Konsumenten groß. Geopolitische Krisen und Kriege, stark steigende Lebensmittelpreise sowie die Diskussionen um die Aufstellung des Staatshaushaltes für das Jahr 2024 sorgen nach wie vor für Verunsicherung. Folglich ist auch das Niveau des Konsumklimas derzeit noch überaus niedrig.“

Wesentliche Stütze der positiven Entwicklung des Konsumklimas in diesem Monat ist die Einkommenserwartung: Sie legt im Dezember um 9,8 Punkte gegenüber dem Vormonat zu und klettert damit auf -6,9 Punkte; ein besserer Wert wurde zuletzt im Juli 2023 mit -5,1 Punkten gemessen. Im Sog verbesserter Einkommensaussichten legt auch die Anschaffungsneigung spürbar zu: Der Indikator gewinnt nach einer etwa eineinhalbjährigen Stagnationsphase 6,2 Punkte hinzu und weist damit -8,8 Punkte auf; höher lag die Konsumstimmung mit -2,1 Punkten zuletzt im März 2022. Trotz der deutlichen Zuwächse liegt das Niveau der Anschaffungsneigung derzeit noch unter dem Niveau der beiden Lockdowns während der Corona-Pandemie 2020/2021. Der Konjunkturpessimismus unter den Verbrauchern ging zum Jahresende weiter zurück: Der Indikator steigt auf -0,4 Punkte. Das sind 1,9 Zähler mehr als im Vormonat, gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Plus knapp zehn Punkte.


Foto: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kosten für deutsche Brigade sprengen Litauens Planungen

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Berlin/Vilnius (dts Nachrichtenagentur) – Die Beteiligung an den Kosten für die dauerhafte Stationierung einer deutschen Kampfbrigade in Litauen bereitet dem baltischen Staat erhebliche Probleme. Das geht aus einer vertraulichen Korrespondenz der deutschen Botschaft in Vilnius an die Bundesregierung hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Schon die Infrastrukturfinanzierung in den nächsten zwei Jahren stelle für Litauen „ein gewaltiges finanzielles Problem“ dar, heißt es in der Korrespondenz. Der Militärattaché der deutschen Botschaft in Litauen berichtet darin von seinen Eindrücken vor Ort: „Hinter vorgehaltener Hand werden in litauischen Regierungskreisen Finanzierungssorgen im Zusammenhang mit der Stationierung einer deutschen Brigade in Litauen geäußert“, schreibt er. Die Litauer seien davon überzeugt, ausschließlich für militärische Infrastruktur aufkommen zu müssen. Bei Wohnquartieren für Bundeswehrkräfte würden sie sich nur „anteilig“ beteiligen, da die Einrichtungen für die Deutschen „deutlich“ über dem Standard für litauische Soldaten lägen.

Nicht zuständig sehen sich die Litauer demnach für den Bau von Schulen und Kindergärten. „Abgesehen von Grund und Boden, den man zur Verfügung stellen würde, so hört man in Vilnius, seien diese Baukosten zu 100 Prozent von Deutschland zu finanzieren“, heißt es in dem Papier vom November. Das interne Schreiben ist nicht nur ans Außenamt gerichtet, der Verfasser bittet ausdrücklich darum, seinen Bericht umgehend dem Generalinspekteur der Bundeswehr, allen wichtigen Abteilungsleitern im Wehrressort sowie der „Gruppe 23“ im Bundeskanzleramt vorzulegen, die dort alle Themen rund um die Bundeswehr bearbeitet. Das Dokument endet mit der Prognose: „Auf Deutschland kommen hinsichtlich der Finanzierung von Infrastruktur in Litauen schwierige Verhandlungen zu.“

Am Montag unterschrieben Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein litauischer Amtskollege Arvydas Anušauskas einen Fahrplan für die dauerhafte Stationierung einer deutschen Kampfbrigade in Litauen. Bis 2027 soll der rund 5.000 Soldaten starke Verband einsatzfähig sein.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts