Dienstag, Januar 27, 2026
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Berlins SPD-Spitzenkandidat will Rückkehr zu 49-Euro-Ticket

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin und angehender SPD-Landeschef, will die Kosten für das Deutschlandticket erneut auf 49 Euro setzen.

„Ich würde mir wünschen, dass das Ticket wieder nur 49 Euro kostet“, sagte er dem Tagesspiegel mit der SPD-Politikerin Bettina König, seiner designierten Co-Landeschefin.

Er sei der Meinung, dass die Idee des Deutschlandtickets „vermutlich die beste Idee war, die die vorherige Bundesregierung hatte“. Jetzt werde diese Idee nach und nach zerredet und das Ticket durch die Preissteigerung immer unattraktiver. Auch wenn das Ticket mit aktuell 63 Euro günstiger sei als die meisten Monatsabos, sei das trotzdem eine „höhere Hemmschwelle“.

Er verwies auf die 50-50-Finanzierung zwischen Land und Bund. „Als Regierender Bürgermeister wäre ich bereit, dass wir als Land stärker in die Verantwortung gehen.“

Das Deutschlandticket, mit dem Abonnenten bundesweit im Regional- und Nahverkehr fahren können, kostete ursprünglich 49 Euro. 2025 wurde es auf 58 Euro angehoben, zum Jahresstart 2026 auf 63 Euro. Krach und König wollen auch den öffentlichen Nahverkehr in Berlin verbessern. „Für uns hat Priorität, den ÖPNV so attraktiv zu gestalten, dass es wirklich einen Anreiz gibt, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen“, sagte König. Dazu gehörten eine höhere Verlässlichkeit des Angebots und der konsequente Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur, vor allem im U-Bahn- und Tram-Netz.


Foto: S-Bahn in Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Immer weniger Menschen aus Russland erhalten Asyl in Deutschland

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach einem Höchststand der Asylanträge russischer Staatsangehöriger in Deutschland im Jahr 2023 sind die Zahlen 2025 weiter gesunken.

Von Anfang Januar bis Ende November beantragten 3.640 Russen Schutz in Deutschland. 2024 waren es noch 5.625, 2023 sogar 9.028. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die die Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) berichten.

Die meisten Anträge auf Asyl in Deutschland lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) demnach ab. Laut Bundesinnenministerium lag die bereinigte Schutzquote (ohne formelle Ablehnungen und Dublin-Verfahren) für russische Staatsangehörige von Januar bis November 2025 bei 6,8 Prozent. 2024 hatten noch 10,2 Prozent der Antragsteller einen Flüchtlingsstatus erhalten, 2023 waren es sogar 29 Prozent.

Aus den Zahlen der Regierung geht hervor, dass 60 bis 70 Prozent der Antragsteller in den vergangenen Jahren aus Tschetschenien stammten. Die russische Teilrepublik ist geprägt von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung politischer Gegner und Korruption unter der Herrschaft des Machthabers Ramsan Kadyrow. Zugleich erhalten mittlerweile nur wenige Tschetschenen Schutz in Deutschland. Während die Asylquote zwischen 2021 und 2023 laut Innenministerium noch bei 16 bis 21 Prozent lag, fiel sie 2025 auf 3,9 Prozent.

Russische Volkszugehörige bilden die zweitgrößte Gruppe unter den Asylsuchenden im Jahr 2025. Von Januar bis Ende November beantragten 357 Personen Schutz in Deutschland. 2022 und 2023 – in den ersten beiden Kriegsjahren – waren es laut Antwort der Bundesregierung jeweils noch mehr als 1.000. Auch hier sinkt die Anerkennungsquote weiter. 2022 hatte jeder zweite Antragsteller russischer Volkszugehörigkeit Schutz in Deutschland erhalten. 2024 war es noch jeder Vierte. 2025 sank die Schutzquote auf 21,6 Prozent.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, kritisierte die aus Ihrer Sicht niedrigen Anerkennungsquoten von Menschen aus Russland in Deutschland. „Es gibt handfeste Gründe, warum viele Menschen sich zur Flucht aus Russland gezwungen sehen. Bürgerrechte werden dort massiv eingeschränkt, kritische Stimmen unterdrückt, Minderheiten wie LGBTIQ kriminalisiert“, sagte Bünger den Funke-Zeitungen. „Ich erwarte, dass die die Asylbehörde Asylsuchenden aus Russland den Schutz gewährt, den sie dringend brauchen.“

In Deutschland lebten Ende 2025 knapp 286.000 Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft. Jeder Zweite hat ein unbefristetes Aufenthaltsrecht, knapp 92.000 dürfen befristet im Land bleiben. 11.500 sind formell ausreisepflichtig, 10.700 von ihnen verfügen aber über eine Duldung. 111 Personen schoben die deutschen Behörden von Januar bis Ende Oktober 2025 nach Russland ab – die Rückführungen liefen über die Transitstaaten Georgien, Serbien und Marokko.


Foto: Fahne von Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bär will ersten Fusionsreaktor und mehr Forschung für Frauen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Zukunft der Energieversorgung auch in Fusionstechnologie. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass wir in Deutschland auf Fusion setzen“, sagte sie der SZ. „Der erste Fusionsreaktor soll in Deutschland stehen“. Das sei „ambitioniert“ und „richtig“.

Viele Experten kritisieren, Kernfusion sei sehr komplex und es sei unwahrscheinlich, dass die Energieversorgung in näherer Zukunft durch die Technik gesichert werden könne. Auch die Kosten dafür seien zu hoch. Mittel des Bundes für Bärs Hightech-Agenda, bei der es unter anderem um Kernfusion geht, wurden im Haushaltsausschuss lange zurückgehalten, weil die Planungen laut Abgeordneten zu unkonkret seien.

„Ob am Ende Laser- oder Magnetfusion den Durchbruch bringt, kann heute niemand seriös sagen – ich nicht, die Wissenschaft nicht“, sagte Bär. „Ich kann keinen dieser Vorwürfe nachvollziehen.“

Bär will zudem im kommenden Wissenschaftsjahr einen Fokus auf Frauengesundheit legen. „Deutschland rühmt sich, weit voraus zu sein, hier sind wir Entwicklungsland“, sagt Bär. Sie kritisierte den bisherigen Umgang der Medizin mit Frauen. „Häufig ist die Medikation auf den männlichen Körper ausgerichtet. Bestimmte Frauenkrankheiten wie Endometriose und Lipödeme sind noch nicht ordentlich erforscht“, sagt sie. Sie sei überzeugt: „Wenn Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, Männer treffen würden, stünde die Forschung heute an einem ganz anderen Punkt“.


Foto: Dorothee Bär am 16.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Spanien

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Madrid (dts Nachrichtenagentur) – In Spanien sind mindestens zehn Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen, mindestens 25 Menschen sollen schwer verletzt worden sein.

In Adamuz bei Córdoba im Süden des Landes waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist. Der Zugverkehr zwischen Andalusien und Madrid wurde eingestellt.

Zunächst war kurz nach 19:30 Uhr ein Zug des privaten Bahnbetreibers Iryo entgleist und auf die Gleise eines entgegenkommenden Alvia-Zuges geraten. Allein der Iryo-Zug soll rund 300 Personen befördert haben – Todesopfer gab es aber in beiden Zügen. Die Ursache der Entgleisung ist derzeit unbekannt.

Rettungskräfte berichteten von einer entsetzlichen Situation am Unglücksort. Betroffen waren aber nur bestimmte Waggons. Manche Passagiere aus anderen Zugteilen konnten offenbar weitgehend unversehrt aussteigen und irrten in der Gegend herum, wie lokale Medien berichteten.


Foto: Spanische Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

EU plant Sondergipfel als Reaktion auf Trumps Zolldrohungen

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Union hat auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs angekündigt.

EU-Ratspräsident António Costa teilte am Sonntag mit, dass der Gipfel in den kommenden Tagen stattfinden soll, um eine koordinierte Antwort auf die Drohungen mit Sonderzöllen wegen des Streits um Grönland zu erarbeiten. Berichten zufolge ist der Gipfel am Donnerstag in Brüssel geplant.

Zunächst soll es noch keine Einigung über die Verhängung neuer Gegenzölle gegen die USA gegeben haben. Sollte es keine Einigung mit den USA in der neuesten Runde des Zollstreits geben, würden die bereits im Juli vorgesehenen Gegen-Strafzölle im Umfang von 93 Milliarden Euro automatisch am 6. Februar in Kraft treten. Diese Zölle würden unter anderem US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel betreffen.

Das Europäische Parlament hat die Verabschiedung des Handelsabkommens mit den USA auf unbestimmte Zeit verschoben. Dieses Abkommen sah ursprünglich Zollfreiheit für US-Waren und einen 15-Prozent-Zoll auf EU-Waren in den USA vor. Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Kollegen kündigten eine geeinte und koordinierte Reaktion an. Außenminister Johann Wadephul schloss Gegenzölle nicht aus und betonte, dass weitere Maßnahmen der USA eine europäische Antwort erfordern würden. Nato-Generalsekretär Mark Rutte sprach mit Trump über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis und kündigte weitere Gespräche an.


Foto: EU-Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Besuch des syrischen Präsidenten in Deutschland wird verschoben

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Damaskus (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Damaskus : Besuch des syrischen Präsidenten in Deutschland wird verschoben . Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

Foto/Quelle: dts

Syrischer Präsident sagt Deutschland-Besuch wegen Kämpfen ab

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Damaskus (dts Nachrichtenagentur) – Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa hat seinen geplanten Besuch in Deutschland kurzfristig abgesagt.

Grund dafür seien die heftigen Kämpfe in Syrien, die seine Anwesenheit im Land erforderten, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Regierungsangaben. Al-Scharaa wollte ursprünglich am Montag und Dienstag Kanzler Friedrich Merz (CDU) sowie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin treffen.

Die syrische Regierung hatte zuvor eine Waffenruhe mit den kurdisch geführten Milizen im Norden des Landes verkündet. Diese Einigung, die von der Staatsagentur Sana berichtet wurde, sieht eine „sofortige und umfassende Waffenruhe“ zwischen den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und den Regierungstruppen vor. Die SDF äußerte sich bislang nicht zu dieser Vereinbarung.

Der US-Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, begrüßte die Waffenruhe und bezeichnete sie als „entscheidenden Wendepunkt“. Die militärische Eskalation zwischen den Konfliktparteien hatte zuletzt zugenommen, wobei die Regierungstruppen strategisch wichtige Gebiete im Norden und Osten Syriens unter ihre Kontrolle brachten. Der Konflikt dreht sich um die Autonomie der Kurden im Nordosten Syriens und den Einfluss der Zentralregierung in Damaskus.


Foto: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundeswehr-Soldaten kehren von Grönland-Mission zurück

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Reykjavik (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission in Grönland abgeschlossen und die beteiligten Soldaten sind auf dem Rückweg nach Deutschland – und zwar zunächst mit Linienmaschinen von Icelandair. Am Nachmittag hatten sie einen Zwischenstopp auf dem Flughafen Keflavik bei Reykjavik auf Island, wo sie eine Anschluss-Maschine nach Kopenhagen bestiegen. Nach Angaben eines dts-Reporters mussten die Bundeswehr-Soldaten auf Island noch einmal, so wie alle Passagiere aus Grönland, durch die normale Sicherheitskontrolle.

Das Operative Führungskommando der Bundeswehr sprach am Sonntag von einer „positiven und konstruktiven“ Zusammenarbeit. Der Einsatz sei planmäßig beendet worden, und die Erkundungsergebnisse würden in den kommenden Tagen ausgewertet, hieß es weiter. Die 15 Soldaten fliegen über Reykjavik und Kopenhagen zurück.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Sonderzölle gegen acht europäische Länder angekündigt, die an der Mission beteiligt waren. Er kritisierte die Entsendung der Soldaten als „sehr gefährliche Situation“ und pochte darauf, dass Grönland den USA einverleibt werden solle, vorgeblich um Sicherheitsbedenken wegen China und Russland zu adressieren. Die europäischen Nato-Verbündeten, darunter Deutschland, lehnten diese Forderung ab und sagten, dass die Nato die Sicherheit in der Arktis gewährleisten könne.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich angesichts der US-Zolldrohungen entschlossen und sagte, dass sich Europa nicht erpressen lassen dürfe. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte eine europäische Antwort auf die angekündigten Zölle und bezweifelte die anstehende Ratifizierung des EU-US-Zolldeals im EU-Parlament. Die europäischen Staaten wollen nach eigenen Worten geschlossen auf die Drohungen reagieren und ihre Souveränität wahren.


Foto: Deutsche Soldaten der Grönland-Mission beim Umstieg auf Island am 18.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesliga: Union Berlin erkämpft sich Remis beim VfB Stuttgart

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Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Union Berlin hat am 18. Bundesliga-Spieltag in der Schlussphase des Spiels gegen den VfB Stuttgart einen Rückstand wettgemacht und ein 1:1-Unentschieden erreicht.

Die Berliner, die bereits in den vorherigen Spielen gegen Mainz und Augsburg späte Tore erzielten, zeigten erneut ihre Stärke in der Schlussphase. Woo-Yeong Jeong traf in der 83. Minute für Union, nachdem Chris Führich Stuttgart in der 59. Minute in Führung gebracht hatte.

Der VfB Stuttgart hatte das Spiel über weite Strecken kontrolliert und durch Führichs Treffer zunächst die Oberhand gewonnen. Trotz zahlreicher Chancen gelang es den Schwaben jedoch nicht, die Führung auszubauen. Union Berlin nutzte die Gelegenheit und glich durch Jeong aus, der nach einer Vorlage von Stanley Nsoki traf. Der Ex-Stuttgarter verzichtete auf einen Jubel.

In der Nachspielzeit hatte Union Berlin noch die Möglichkeit, das Spiel komplett zu drehen, doch Oliver Burke köpfte über das Tor. Der VfB Stuttgart verpasste somit den dritten Sieg in der englischen Woche.


Foto: Woo-yeong Jeong (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Schnitzer will "eindeutige und geschlossene" Antwort auf US-Zölle

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer verlangt eine entschiedene Reaktion der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump.

„Die Antwort darauf muss eindeutig und geschlossen sein: Grönland steht nicht zum Verkauf“, sagte die Chefin des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der „Süddeutschen Zeitung“. „Europa muss mit der klaren Ansage reagieren, dass es bereit ist, den wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen.“

Trump hatte angekündigt, einzelnen europäischen Staaten, darunter Deutschland, höhere Zölle abzuverlangen. Diese sollen im Juni steigen, falls die Länder nicht einem Verkauf Grönlands an die USA zustimmen. Dies zeige, „dass es nicht um die Sicherheitslage in der Arktis geht“, sagte Schnitzer. „Es geht um die Annexion ausländischen Territoriums, um die Verschiebung von Grenzen durch die einseitige Androhung von Gewalt.“

Unterdessen warnt die deutsche Stahlindustrie vor weitreichenden Folgen des neuen US-Zolls. „Die angekündigten Maßnahmen wären ein erneuter harter Schlag durch eine zunehmend unberechenbare US-Handelspolitik“ sagte Kerstin Maria Rippel, Chefin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der „Süddeutschen Zeitung“. Denn im Kern gehe es um neue, separate Strafzölle, die auf bestehende Handelszölle aufgeschlagen würden. Für die Stahlindustrie, deren Exporte schon jetzt mit 50 Prozent Zoll belegt werden, steige der Zollsatz damit am 1. Februar auf 60 und am 1. Juni auf 75 Prozent. Der Zoll betreffe auch „Stahlderivate“, also stahlintensive Güter wie Maschinen. „Für unsere Unternehmen bedeuten diese zusätzlichen Maßnahmen steigende Kosten, gestörte Lieferketten und eine weitere Schwächung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit“, warnte Rippel.


Foto: Monika Schnitzer und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts