Mittwoch, Januar 14, 2026
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Deutscher Automarkt erholt sich etwas

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Flensburg (dts Nachrichtenagentur) – Der deutsche Automarkt hat sich im Jahr 2025 etwas erholt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2,9 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht einer Steigerung von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember wurden 246.439 Pkw neu zugelassen und damit 9,7 Prozent mehr als im Dezember 2024.

66,1 Prozent (-0,6 Prozent) der Neuwagen wurden 2025 gewerblich und 33,6 Prozent (+5,1 Prozent) privat zugelassen. Die bevorzugten Farben beim Neuwagenkauf waren weiterhin Grau (32,4 Prozent), Schwarz (26,8 Prozent) und Weiß (18,6 Prozent).

Die deutschen Marken verzeichneten im Jahr 2025 überwiegend gestiegene Neuzulassungszahlen. BMW erreichte mit +8,9 Prozent das stärkste Plus und einen Anteil von 8,9 Prozent, dicht gefolgt von Ford mit +8,8 Prozent und einem Zulassungsanteil von 3,8 Prozent. Einstellige Zulassungssteigerungen konnten ebenfalls die Marken MAN (+8,2 Prozent/0,1 Prozent), Mini (+6,4 Prozent/1,2 Prozent), VW (+4,5 Prozent/19,6 Prozent), Audi (+1,8 Prozent/7,2 Prozent) und Mercedes (+1,0 Prozent/9,1 Prozent) erzielen.

Bei Opel (-7,9 Prozent/4,8 Prozent), Porsche (-17,7 Prozent/1,0 Prozent) und Smart (-62,1 Prozent/0,2 Prozent) zeigte sich das Jahr 2025 hingegen rückläufig. VW wies mit 19,6 Prozent den größten Markenanteil unter den deutschen Herstellern in der Jahresbilanz aus.

Bei den Importmarken fielen die Jahresergebnisse verschieden aus. Mit mindestens sechsstelligen Neuzulassungszahlen konnten die Importmarken Skoda (+10,2 Prozent/7,9 Prozent) und Seat (+6,7 Prozent/5,7 Prozent) das Jahr 2025 positiv abschließen. Skoda erwies sich zudem mit 7,9 Prozent als anteilsstärkste Importmarke in der Jahresbilanz. Auch die Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen konnten sich in der Jahresbilanz behaupten: BYD (+706,2 Prozent/0,8 Prozent), MG Roewe (+26,2 Prozent/0,9 Prozent), Renault (+9,4 Prozent/2,1 Prozent), Land Rover (+7,3 Prozent/0,5 Prozent), Nissan (+5,4 Prozent/ 1,1 Prozent), Dacia (+3,1 Prozent/2,6 Prozent) und Jeep (+0,6 Prozent/0,4 Prozent).

Rückgänge in diesem Bereich verzeichneten dagegen die Marken Tesla (-48,4 Prozent/0,7 Prozent), Mitsubishi (-29,0 Prozent/0,7 Prozent), Peugeot (-14,6 Prozent/2,0 Prozent), Suzuki (-12,5 Prozent/0,8 Prozent), Kia (-12,0 Prozent/2,1 Prozent), Mazda (-10,0 Prozent/1,4 Prozent), Toyota (-8,3 Prozent/3,1 Prozent), Citroen (-7,9 Prozent/1,7 Prozent), Fiat (-5,8 Prozent/1,9 Prozent), Volvo (-4,7 Prozent/2,1 Prozent) und Hyundai (-2,6 Prozent/3,3 Prozent).

Mit einem Neuzulassungsanteil von 33,3 Prozent bildeten die SUVs (+11,9 Prozent) das stärkste Segment in der Jahresbilanz, gefolgt von der Kompaktklasse (16,7 Prozent/-9,5 Prozent), den Kleinwagen (11,8 Prozent/+0,1 Prozent) und den Geländewagen (10,9 Prozent/-2,3 Prozent). Die obere Mittelklasse registrierte dagegen mit einem Zuwachs von 37,3 Prozent den größten Zulassungsanstieg in der Jahresbilanz, ihr Anteil betrug 5,4 Prozent, gefolgt von den Utilities mit +15,3 Prozent und einem Anteil von 4,7 Prozent.

Bei den alternativen Antriebsarten fielen die Jahresergebnisse dagegen überwiegend positiv aus. 545.142 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 19,1 Prozent eine Steigerung von 43,2 Prozent auf. 1.127.509 hybridangetriebene Fahrzeuge (+19,0 Prozent) erreichten einen Anteil von 39,5 Prozent, darunter bildeten 311.398 Plug-in-Hybride (+62,3 Prozent) einen Anteil von 10,9 Prozent.

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (777.641/-21,6 Prozent) lag mit 27,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau (35,2 Prozent); der Anteil dieselbetriebener Pkw (395.022/-18,3 Prozent) wies in der Jahresbilanz 13,8 Prozent (Vorjahr: 17,2 Prozent) aus. Flüssiggasbetriebene Pkw (12.079/-11,9 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,4 Prozent im Jahr 2025 vertreten, drei erdgasangetriebene Pkw (-97,8 Prozent), 49 Fahrzeuge mit Brennstoffzelle (-69,0 Prozent) sowie ein einziger wasserstoffangetriebener Pkw jeweils mit 0,0 Prozent. Die CO2-Emission der Pkw sank 2025 um -11,7 Prozent, im Durchschnitt auf 105,8 g/km (Vorjahr: 119,8 g/km).

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt lagen ausschließlich die Kraftomnibusse (+28,0 Prozent) über dem Vorjahresniveau. Die Zugmaschinen insgesamt wiesen einen Rückgang von -17,2 Prozent, darunter Sattelzugmaschinen mit -9,8 Prozent, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Sonstige Kraftfahrzeuge (-8,0 Prozent) und Lastkraftwagen (-6,7 Prozent) schlossen die Jahresbilanz ebenfalls mit einem Minus ab. Insgesamt wurden 390.987 Nutzfahrzeuge neu zugelassen, darunter 30.452 BEV und 6.503 Plug-in-Hybride. Der Anteil der BEV und Plug-in-Hybride bei den Nutzfahrzeugen betrug damit 9,5 Prozent.

Der Kraftradmarkt hat im Jahr 2025 mit 162.009 Neuzulassungen ein Minus von 35,5 Prozent eingefahren, so das Bundesamt weiter. Insgesamt bescherten 3.410.587 neu zugelassene Kfz der Neuzulassungsbilanz des Jahres 2025 ein Minus von 2,4 Prozent. Aus 256.196 neu zugelassenen Kfz-Anhängern resultierte ein Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.600.745 (+1,0 Prozent) umgeschriebenen Kfz und 438.185 Kfz-Anhängern (+3,2 Prozent). Mehr als 6,5 Millionen Pkw (+0,5 Prozent) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD-Fraktionschef reagiert zurückhaltend auf Brief von Merz

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch hat distanziert auf den von Sorgen um die Wirtschaft geprägten Brief des Bundeskanzlers an die Koalitionsabgeordneten reagiert.

Das Schreiben von CDU-Chef Friedrich Merz benenne wirtschaftliche Aufgaben für 2026, sagte Miersch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Der SPD-Politiker mahnte aber einen Fokus auch auf die Sozialpolitik an: „Wettbewerbsfähigkeit gelingt nur mit Tariftreue, stabilen Löhnen und funktionierenden Sozialreformen. Wer Wachstum will, muss Arbeit schützen, Innovationen sowie Investitionen fördern und soziale Sicherheit stärken.“

Dafür werde die SPD-Fraktion im Bundestag klare Akzente setzen und damit bei ihrer Klausurtagung in dieser Woche beginnen, kündigte Miersch an. Er sagte zugleich: „Für die SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Es geht nur zusammen, national wie international.“

Merz hatte in seinem Brief überwiegend Errungenschaften der ersten Regierungsmonate aufgelistet, die zwar gemeinsam mit der SPD beschlossen wurden, bei der Umsetzung aber in der Verantwortung von CDU- und CSU-Kabinettsmitgliedern liegen. Er fügte hinzu, dass diese Entscheidungen die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland noch nicht hinreichend verbessert hätten. Unter anderem seien die Arbeitskosten zu hoch.


Foto: Friedrich Merz und Matthias Miersch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

KI im täglichen Leben

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Künstliche Intelligenz prägt Entscheidungen Joshua Krick ist CEO von Allimmo Group

Wie künstliche Intelligenz Entscheidungen prägt

Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema mehr. Sie ist Teil unseres Alltags. Oft unbemerkt, manchmal ganz bewusst. Sie empfiehlt Produkte, priorisiert Informationen, filtert Inhalte und formuliert Antworten. Entscheidungen werden dadurch nicht mehr ausschließlich vom Menschen getroffen, sondern vorbereitet, gelenkt oder teilweise sogar vorweggenommen. Für viele fühlt sich das wie Entlastung an. Für andere wie Kontrollverlust.
Gerade im beruflichen Umfeld wird KI zunehmend zum unsichtbaren Entscheidungspartner. Sie beeinflusst, welche Informationen sichtbar sind, welche Optionen plausibel wirken und welche nächsten Schritte naheliegen. Und zum Erstaunen vieler geschieht dies bereits seit vielen Jahren, lange bevor der jüngste Hype rund um generative KI dieses Thema in die breite Öffentlichkeit getragen hat.

Was KI eigentlich ist und was nicht

Um die Tragweite dieser Entwicklung zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Grundlagen. Moderne KI-Systeme basieren überwiegend auf sogenannten neuronalen Netzwerken. Diese sind lose dem menschlichen Gehirn nachempfunden und bestehen aus vielen miteinander verbundenen Recheneinheiten, den künstlichen Neuronen.
Ein neuronales Netzwerk verarbeitet Informationen, indem es Eingaben gewichtet, miteinander verknüpft und über viele Schichten hinweg weiterleitet. Während ein einzelnes künstliches Neuron extrem simpel ist, entsteht durch die enorme Anzahl und Vernetzung eine hohe Komplexität. Moderne KI-Modelle verfügen heute über Milliarden, teilweise sogar Billionen solcher Parameter, also funktionaler Verbindungen.

Zum Vergleich: Das menschliche Gehirn besitzt rund 86 Milliarden biologische Neuronen, deren Zusammenspiel wir seit Jahrhunderten erforschen und dennoch nur in Bruchstücken verstehen. Dass KI-Modelle mit einer vergleichbaren oder sogar höheren Anzahl an künstlichen Neuronen operieren, macht eines deutlich: Es handelt sich um extrem komplexe Systeme, deren innere Entscheidungswege selbst für ihre Entwickler oft nur begrenzt nachvollziehbar sind.
Daraus ergibt sich eine zentrale Erkenntnis: Verlässliche, verständliche und kontrollierbare KI zu entwickeln ist keine triviale Aufgabe, sondern eine der größten technologischen Herausforderungen unserer Zeit.

Sprache als neues Interface

Ein zentraler Wandel liegt in der Art, wie wir mit Technologie interagieren. Sprache ersetzt Formulare, Menüs und Suchbegriffe. Fragen können vollständig gestellt werden. Absichten lassen sich erklären. Nuancen und Zusammenhänge werden erkannt. Das führt zu Ergebnissen, die sich passender, natürlicher und unmittelbarer anfühlen.
Diese Entwicklung verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern auch die Ergebnisse selbst. KI kann Muster erkennen, Kontexte einordnen und unterschiedliche Informationsquellen zusammenführen. Entscheidungen werden schneller vorbereitet. Prozesse wirken flüssiger. Die gewünschten Outcomes rücken näher an die ursprüngliche Fragestellung. Arbeitsprozesse, die früher Monate gedauert haben, lassen sich heute auf Stunden reduzieren.

Bewusste und unbewusste Einflussnahme

Doch genau hier beginnt die kritische Zone. KI beeinflusst Entscheidungen nicht nur dort, wo wir sie aktiv einsetzen. Sie wirkt auch im Hintergrund. In Empfehlungen, Rankings und Priorisierungen, oft ohne dass klar ist, nach welchen Kriterien diese entstehen. Das verändert Entscheidungsprozesse grundlegend. Menschen übernehmen Vorschläge, weil sie plausibel klingen. Weil sie Zeit sparen. Weil sie von einem System stammen, das als intelligent wahrgenommen wird. Die Grenze zwischen Unterstützung und Steuerung wird unscharf.

Das Risiko der scheinbaren Gewissheit

Ein zentrales Missverständnis rund um KI ist die Annahme, sie „wisse“ Dinge. Tatsächlich berechnet sie Wahrscheinlichkeiten. Sie analysiert große Datenmengen und leitet daraus statistische Muster ab. Das Ergebnis kann äußerst überzeugend wirken, muss aber nicht korrekt sein. Besonders problematisch sind sogenannte Halluzinationen. KI kann Fakten erfinden, Zusammenhänge konstruieren oder Quellen implizieren, die nicht existieren. Gleichzeitig fehlt oft eine klare Kennzeichnung dieser Unsicherheiten. Informationen werden präsentiert, nicht belegt.
Gerade in sensiblen Bereichen kann das schwerwiegende Folgen haben. Wenn Entscheidungen auf fehlerhaften Annahmen beruhen, entsteht ein trügerisches Gefühl von Sicherheit. Die Verantwortung bleibt beim Menschen, doch die Entscheidungsgrundlage ist verzerrt.

Künstliche Intelligenz prägt Entscheidungen Allimmo Group Teambild

Chancen richtig nutzen

Trotz aller Risiken eröffnet künstliche Intelligenz enorme Chancen. Vor allem dort, wo große Datenmengen verarbeitet, sortiert und ausgewertet werden müssen. In der Medizin, bei Sicherheitskontrollen, in der Analyse von Bildern, Videos und Texten. Ebenso beim Programmieren, Entwickeln und Forschen. KI beschleunigt Prozesse, die früher Jahre benötigt hätten. Technologische Durchbrüche, die einst in weiter Ferne lagen, rücken in greifbare Nähe.

Besonders deutlich wird dieses Potenzial in komplexen Vergleichs- und Entscheidungsprozessen. KI kann Informationen bündeln, Muster erkennen und Zusammenhänge sichtbar machen, die für den Menschen kaum noch überschaubar sind. Sie wird damit zum Katalysator für Innovation, nicht, weil sie kreativ wäre, sondern weil sie Geschwindigkeit und Struktur in hochkomplexe Systeme bringt.
In der Detailsuche zeigt sich diese Stärke besonders klar. Hier geht es nicht um allgemeine Antworten, sondern um präzise Informationen. Immobilien, Reisen, Nachrichten, Shopping, alltägliche Besorgungen oder Transport verlangen strukturierte Daten, klare Kriterien und nachvollziehbare Ergebnisse. Genau dort kann KI ihren größten Nutzen entfalten, sofern sie kontrolliert, quellenbasiert und transparent eingesetzt wird.

Grenzen verstehen, Vertrauen schaffen

Die entscheidende Aufgabe der kommenden Jahre wird sein, KI-Systeme verlässlicher und verständlicher zu machen. Die Lösung liegt in halluzinationsarmen, quellenbasierten, schnellen und detaillierten Such- und Analysesystemen. Transparenz wird zum Schlüssel. Nutzer müssen erkennen können, worauf Ergebnisse basieren und wo ihre Grenzen liegen.
Für uns als Gesellschaft bedeutet das, KI nicht als Ersatz für menschliche Entscheidungskraft zu begreifen, sondern als Werkzeug. Ein Werkzeug, das Effizienz steigert, aber kritisches Denken nicht ersetzt. Wer die Funktionsweise versteht, kann Chancen nutzen, Risiken minimieren und das enorme Potenzial verantwortungsvoll ausschöpfen.
Künstliche Intelligenz wird unseren Alltag weiter prägen. Die Frage ist nicht, ob wir ihr begegnen, sondern wie bewusst wir mit ihr umgehen.

Bildcredits: @privat

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Dax dreht leicht ins Plus – Inflationsdaten erwartet

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Dienstag nach einem leicht negativen Start in den Handelstag bis zum Mittag etwas in den grünen Bereich bewegt und damit die Rekordjagd fortgesetzt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.925 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Daimler Truck, Infineon und MTU, am Ende Adidas, Brenntag und SAP.

Am Nachmittag steht unter anderem die Veröffentlichung der bundesweiten Inflationsrate für den Monat Dezember an. Erste Daten aus den Bundesländern deuten auf einen spürbaren Rückgang im letzten Monat des Jahres hin.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1709 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8540 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 62,07 US-Dollar; das waren 31 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zahl der Todesopfer bei Protesten im Iran steigt weiter

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Teheran (dts Nachrichtenagentur) – Bei den seit mehr als einer Woche andauernden Protesten im Iran ist die Zahl der Toten nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen auf mindestens 35 gestiegen.

Das Netzwerk HRANA berichtet zudem von mehr als 1.200 Festnahmen. Laut der Organisation wurden 29 Demonstranten, vier Kinder und zwei Mitglieder der iranischen Sicherheitskräfte getötet. Die Proteste haben sich auf über 250 Orte in 27 der 31 iranischen Provinzen ausgeweitet. Die Organisation stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten innerhalb des Iran und hat in der Vergangenheit bei ähnlichen Unruhen genaue Informationen geliefert.

Die Proteste waren vor dem Hintergrund der prekären Wirtschaftslage und der hohen Inflation ausgebrochen. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt mit einem Eingreifen gedroht, sollte gegen friedliche Demonstranten Gewalt angewendet werden. Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, erklärte, dass sich das Land „dem Feind“ nicht beugen werde. Gleichzeitig räumte Teheran die Wirtschaftskrise ein und äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit der Demonstranten, kündigte aber auch ein hartes Vorgehen gegen „Randalierer“ an.


Foto: Anti-Iran-Protest (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Länderdaten deuten auf deutlich zurückgehende Inflation

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die bundesweite jährliche Inflationsrate, die im November bei 2,3 Prozent gelegen hatte, dürfte im Dezember deutlich zurückgegangen sein. Darauf deuten erste Zahlen aus den Bundesländern hin, die bereits am Dienstagvormittag veröffentlicht wurden.

Einen besonders kräftigen Rückgang von 2,3 Prozent im Vormonat auf aktuell 1,8 Prozent maßen die Statistiker dabei in Nordrhein-Westfalen. Auch alle anderen Bundesländer, die Zahlen veröffentlichten, meldeten einen Rückgang. In Sachsen, in Niedersachsen und im Saarland sank die jährliche Teuerung jeweils auf 1,9 Prozent (November: jeweils 2,2 Prozent). Rückgänge auf 2,2 Prozent wurden in Berlin (Vormonat: 2,5 Prozent), Brandenburg (Vormonat: 2,6 Prozent) und Hessen verzeichnet (Vormonat: 2,5 Prozent).

Unter anderem aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt gab es feiertagsbedingt keine neuen Daten. Deshalb ist die bundesweite Prognose unsicherer als üblich, aber es gibt dennoch einen eindeutigen Trend. Bundesweit ist wohl mit einer Teuerungsrate zwischen 1,8 und 2,1 Prozent zu rechnen, was auf jeden Fall einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vormonat bedeutet.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine vorläufige Schätzung für die bundesweite Inflationsrate im Laufe des Tages, in der Regel gegen 14 Uhr. Die endgültigen Zahlen kommen Mitte des Monats, dabei gibt es aber nur sehr selten Änderungen.


Foto: Käse im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet leicht im Minus – 25.000er-Marke im Blick

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.850 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Daimler Truck, Infineon und die Commerzbank, am Ende Adidas, SAP und Brenntag.

„Der Dax beginnt das Jahr mit einer neuen Welle des Optimismus“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Bei zunehmender Dynamik und guten Handelsumsätzen wurde das alte Rekordhoch gebrochen. „Genau dieser Mix an Rahmenfaktoren macht einen nachhaltigen Ausbruch nach oben möglich. Die 25.000-Punkte-Marke ist zum Greifen nah.“

„Der oft zitierte Januar-Effekt dürfte dem Markt allerdings wenig helfen“, so Stanzl. Es gebe nur wenige bis keine Belege dafür, dass das gesamte Jahr im Dax positiv verlaufen müsse, wenn bereits die erste Handelswoche positiv ende. „Seit 1990 liegt die Trefferquote dieser Strategie im Dax bei lediglich 45 Prozent. Das gilt selbst dann, wenn man darauf wartet, dass der gesamte Januar positiv schließt – dann liegt die Trefferquote auch nur bei 48 Prozent. Da wäre das Werfen einer Münze zuverlässiger.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1734 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 61,38 US-Dollar; das waren 38 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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CSU-Landesgruppenchef unterstützt Merz bei Venezuela-Bewertung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, stellt sich in der Bewertung des US-Angriffs auf Venezuela hinter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

„Ich glaube, man muss das der Reihe nach bewerten“, sagte Hoffmann den Sendern RTL und ntv. „Zunächst einmal muss man sagen: Da ist ein Diktator weg – und das ist per se zunächst eine gute Nachricht.“ Die völkerrechtliche Bewertung sei „eine andere Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist.“ Man müsse das eine vom anderen trennen, so der CSU-Landesgruppenchef.

Es sei derzeit immer wieder – auch in juristischen Bewertungen – zu lesen, ein Präsident sei entführt worden. Das sei aber nicht der Fall, Nicolás Maduro sei kein Präsident. „Unter diesem Diktator sind schwere Menschenrechtsverletzungen begangen worden, es sind Wahlen manipuliert worden. Und da merkt man die ganze Komplexität dieser Frage. Und deswegen bin ich da beim Bundeskanzler, dass man sich jetzt die Zeit nehmen muss, das völkerrechtlich zu bewerten.“


Foto: Alexander Hoffmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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NRW-Innenminister will härter gegen jüngere Straftäter vorgehen

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Innenminister Herbert Reul hat sich dafür ausgesprochen, die Herabsetzung des Alters der Strafunmündigkeit von Kindern auf 12 Jahre zu prüfen. „Wenn immer mehr junge Menschen straffällig werden, müssen wir unser Sanktionssystem anpassen. Denkverbote sind da fehl am Platz“, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstagsausgabe). Auch Jugendliche müssten für ihr Verhalten geradestehen. „Wenn wir ehrlich sind, sind Zwölfjährige heute nicht mehr so, wie sie vor 20 Jahren waren“, fügte er hinzu.

Jungen Tätern müsse der Staat „die nötige Aufmerksamkeit schenken, um ihnen früh den Riegel vorzuschieben. Das heißt nicht, dass wir Zwölfjährige ins Gefängnis stecken sollten“, so der Minister. Es gebe auch andere Arten der Sanktion. „Wir haben gute Erfahrungen mit Häusern des Jugendrechts gemacht. Das sind Häuser, in denen junge Straftäter ganz eng an die Hand genommen werden. Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt eng zusammenarbeiten, um kriminelle Karrieren frühzeitig zu stoppen.“

Reul reagierte damit auf ein Papier der CSU-Landesgruppe, nach dem sich auch bislang strafunmündige Kinder nach Straftaten vor Gericht verantworten sollten. Darüber sollen die Abgeordneten bei ihrer Klausurtagung entscheiden. Der Entwurf fordert ein gerichtliches „Verantwortungsverfahren“. Bislang müssen Täter unter 14 Jahren nicht vor Gericht, sie gelten als strafunmündig. Vorgeschlagen werden in dem Papier Strafverschärfungen bei Messerangriffen, beim Einsatz von K.-o.-Tropfen und bei Gruppenvergewaltigungen.


Foto: Herbert Reul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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VW- und Audi-Händler erwarten 2026 steigende Autopreise

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Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Händler von Volkswagen und Audi rechnen für 2026 mit weiter steigenden Autopreisen. „Wir sehen zunehmenden Preisdruck, gleichzeitig steigen die Kosten“, sagte Alexander Sauer-Wagner, Vorsitzender des VW- und Audi-Partnerverbands, dem „Handelsblatt“.

Die Autohäuser litten unter gestiegenen Zinsen, höheren Energie- und Personalkosten sowie wachsender regulatorischer Belastung. „Wir arbeiten heute mehr, dokumentieren mehr, berichten mehr – aber am Ende bleibt weniger hängen“, sagte Sauer-Wagner. Die Listenpreise würden „in der Tendenz deshalb eher steigen“.

Für den Verkauf von Elektroautos sieht der Verbandschef dennoch Chancen. Maßgeblich sei weniger der Listenpreis als die monatliche Leasingrate. „Elektromobilität läuft heute fast ausschließlich über Leasing. Wenn wir mit der Rate unter das Niveau eines vergleichbaren Verbrenners kommen, funktioniert der Verkauf.“ Für 2026 hält Sauer-Wagner eine Annäherung der Leasingraten von Elektro- und Verbrennermodellen für möglich.

Zuletzt hatte die VW-Kernmarke im August die Preise um 1,5 Prozent angehoben, dabei jedoch Elektromodelle ausgespart. Audi hatte im November die Preise seiner Verbrennermodelle erhöht – im Schnitt um etwas mehr als zwei Prozent.


Foto: Audi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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