Donnerstag, Januar 29, 2026
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US-Börsen geben deutlich nach – Sorge durch neuen Handelskonflikt

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag deutlich nachgegeben. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 48.488 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.795 Punkten 2,1 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 24.985 Punkten 2,1 Prozent im Minus.

Für Verunsicherung an der Wall Street sorgten die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt. Viele Anleger dürften jedoch darauf hoffen, dass die Ankündigung nur Teil einer Verhandlungsstrategie ist. Einen Krieg um Grönland innerhalb der Nato will sich an den Börsen derzeit noch kaum jemand ausmalen. Trotzdem flüchten sich viele Investoren in die vermeintlich krisenfesten Edelmetalle.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1717 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8535 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.757 US-Dollar gezahlt (+1,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 130,52 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 63,87 US-Dollar, das waren 7 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (20.01.2026)

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Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen. Sie lauten 16, 26, 32, 37, 45, die beiden „Eurozahlen“ sind die 2 und 3.

Diese Angaben sind ohne Gewähr. Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.

Die Hälfte der Einnahmen wird an die Teilnehmer der Lotterie ausgeschüttet, die andere Hälfte fließt – abzüglich der Kosten für die Lottogesellschaften – in die Staatskassen der teilnehmenden Länder mit der Maßgabe, gemeinnützige Projekte zu fördern.


Foto: Spielscheine für Eurojackpot und Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax schwach – stärkerer Euro belastet Exporteure zusätzlich

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.703 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Dass ausgerechnet der Euro gegenüber dem US-Dollar steigt, weil Investoren aus Amerika fliehen, hilft den um gleichzeitig höhere Zölle bangenden Exporteuren im Dax so gar nicht“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Das geopolitische Chaos auf der Weltbühne setzt auch am zweiten Handelstag der Woche den Aktienmärkten deutlich zu und lässt Investoren in den Risk-off-Modus schalten. Der sichere Hafen Gold wird weiter angesteuert, der Preis pro Feinunze hat bereits die 5.000 Dollar im Visier.“

„Wie gewonnen, so zerronnen: Der Dax hat damit fast sämtliche Kursgewinne seit Jahresbeginn in gleichem Tempo wieder abgegeben, wie sie zuvor aufgebaut worden waren. Die Entwicklung der ersten 13 Handelstage des Jahres könnte einen Vorgeschmack darauf geben, was für ein volatiles Aktienjahr den erfolgsverwöhnten Anlegern bevorsteht.“

Es sei die Angst davor, dass der US-Präsident dieses Mal wirklich zu weit gegangen sei, selbst bereits von „keinem Weg zurück“ mehr spreche und so einer Eskalation am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Tür und Tor öffne. „Statt zu deeskalieren, provoziert er in gewohnter Manier mit einem KI-generierten Hissen der US-Flagge auf Grönland. Die Europäische Union scheint ebenso entschlossen, dieses Mal nicht kleinbeizugeben, nachdem man ihr nach den letzten Verhandlungen noch zu große Unterwerfung unterstellt hat.“

„Derzeit ist nur schwer vorstellbar, wie der jetzt losgetretene Konflikt wieder eingefangen werden kann. Und doch ist die Börse noch weit von Panik entfernt, Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung. Je länger diese aber ausbleibt und stattdessen eine Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen und anderen handelspolitischen Zwangsmaßnahmen in Gang kommt, dürfte das zuvor aufgebaute Korrekturpotenzial in den heiß gelaufenen Aktienindizes weiter freigesetzt werden.“

„Zu diesem bis vor dem Wochenende vorherrschenden Optimismus unter Investoren und Analysten passt der heute veröffentlichte Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Er sprang um 14 auf knapp 60 Zähler nach oben und zeigt damit auch, wie viel Enttäuschungspotenzial besteht, sollten sich die Hoffnungen auf einen konjunkturellen Aufschwung nicht erfüllen. Hätte die Umfrage nur drei Tage später stattgefunden, wäre sie sicherlich deutlich pessimistischer ausgefallen. Die allseits erwarteten rund ein Prozent BIP-Wachstum werden mit jedem Tag Streit zwischen den Großmächten auf offener Weltbühne unwahrscheinlicher“, sagte Romar.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1734 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.744 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,98 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 64,85 US-Dollar, das waren 91 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Ter Stegen wechselt von Barcelona zu Girona

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Girona (dts Nachrichtenagentur) – Torhüter Marc-André ter Stegen hat sich entschieden, den FC Barcelona zu verlassen und zum FC Girona zu wechseln.

Das bestätigte Barca-Trainer Hansi Flick am Dienstagabend. Laut übereinstimmenden Medienberichten wird der Torwart bis zum Saisonende an den FC Girona verliehen, während sein Vertrag in Barcelona noch bis 2028 läuft.

Der 33-jährige Torwart wechselt zu einem Verein, der sich nach drei Siegen in Folge aus der Abstiegszone befreit hat und derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz steht. Girona ist in dieser Saison international nicht vertreten. Flick äußerte, dass es die richtige Entscheidung sei, und wünschte ter Stegen alles Gute für seine Zukunft.

Ter Stegen war 2014 von Borussia Mönchengladbach nach Barcelona gewechselt und etablierte sich als Nummer eins im Tor. Er gewann mit Barcelona unter anderem die Champions League und sechsmal die spanische Meisterschaft. Aufgrund von Verletzungen und fehlender Spielpraxis ist seine Position als deutsche Nummer eins bei der kommenden Weltmeisterschaft jedoch gefährdet.


Foto: Marc-André ter Stegen (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grönland-Streit: Berlin erwägt Aktivierung der "Handels-Bazooka"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Grönland-Konflikt mit den USA zieht die Bundesregierung die Aktivierung des „Anti-Coercion Instruments“ als „Ultima Ratio“ in Betracht. Das geht aus einem internen Papier hervor, über das der „Spiegel“ berichtet.

In dem Schreiben hat das Auswärtige Amt festgehalten, wie sich der deutsche Vertreter in Brüssel bei den Beratungen zur Grönland-Frage verhalten sollte. Am Sonntagabend kamen die Botschafter der EU-Staaten dort zu einer Sondersitzung zusammen.

Unter dem Punkt „deutsches Verhandlungsziel“ heißt es: Wenn die USA ihre Drohung wahrmachten, „müssen wir uns auf einen Handelskonflikt vorbereiten“. Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gelte es, standhaft zu bleiben. „Dazu gehört auch, dass wir über unsere handelspolitischen Instrumente nachdenken.“ Eine von drei genannten möglichen Maßnahmen: „die Anwendung der ersten Stufe unseres Anti-Coercion-Instruments als Ultima Ratio“.

Einschränkend heißt es weiter: „Wir sollten unsere Reaktion sorgfältig kalibrieren, um unsere Bereitschaft und entschlossene Haltung zu zeigen, ohne unsererseits zu eskalieren.“ Die Aktivierung des Instruments wäre „ein sehr starkes politisches Signal“.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält sich bisher mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen zurück.


Foto: Containerhafen von Nuuk auf Grönland am 19.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Linke warnt vor Nato-Mission in Grönland

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Ulrich Thoden, kritisiert den Vorschlag einer gemeinsamen Nato-Mission in Grönland.

„Zunächst mal finde ich wichtig, dass man jetzt nicht militärisch reagiert“, sagte Thoden am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Die Idee des dänischen Verteidigungsministers Troels Lund Poulsen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte halte er für falsch: „Weil ich nicht glaube, dass man militärische Eskalation mit militärischer Eskalation beantworten sollte.“ Dann komme man aus einer Spirale womöglich nicht mehr raus, so der Linken-Politiker.

Es bediene zudem Trumps Narrativ, dass Grönland nicht vor Russland und China geschützt sei. „Das ist einfach nicht wahr“, sagte Thoden. „Es gibt ja entsprechende Verteidigungspläne der Nato für die Arktis. Das weiß auch Trump sehr genau. Und wenn wir jetzt Soldaten entsenden, dann geben wir ihm letztlich recht mit dem Narrativ, andernfalls sei Grönland nicht geschützt.“

Stattdessen könne man die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) einschalten, so Thoden. „Es gibt einen Vergleichs- und Schiedsgerichtshof der OSZE.“ Dieser sei seinerzeit „genau für solche Konflikte geschaffen“ worden.


Foto: Dänisches Kriegsschiff in Grönland am 19.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Grüne fordern mehr Mittel für Bahnhofsmodernisierung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Vorstellung des Sofortprogramms der Deutschen Bahn für mehr Sicherheit und Sauberkeit in Bahnhöfen fordern die Grünen vom Bund mehr Mittel für die Bahnhofssanierung. Bahnpolitiker Matthias Gastel sagte der „Rheinischen Post“ (Mittwoch): „Der Bund sollte sein Bahnhofsmodernisierungsprogramm ausweiten.“

Notwendig sei mehr als das Doppelte für eine angemessene Finanzierung. „Dann könnten Sanierungsmaßnahmen und Barrierefreiheit schneller vorangebracht werden. Das ist Schnieders Hausaufgabe, die er nicht erledigt“, sagte Gastel.

Zugleich sagte der Grüne: „Reisende müssen sich in Bahnhöfen und in den Zügen sicher fühlen können.“ Mehr Sicherheitspersonal und eine zielgerichtete Ausweitung der Videoüberwachung könnten dazu beitragen. „Ich erwarte, dass hier geliefert wird.“

Die im Sofortprogramm angekündigte Ausweitung des „Frühjahrsputzes“ von Bahnhöfen nannte Gastel „Aktionismus“, der verpuffen werde. „Damit wäre nicht geliefert, was versprochen wurde. Wir Schwaben wissen, dass die Kehrwoche regelmäßig ansteht“, sagte Gastel.


Foto: Erfurter Hauptbahnhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grünenchef rügt Selbstdarstellung der Parteijugend

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Co-Chef Felix Banaszak hat die Vertreter der Grünen Jugend dazu aufgerufen, mehr auf ihre Selbstdarstellung zu achten. „Meine Aufgabe ist nicht die Reglementierung unserer Jugendorganisation“, sagte Banaszak dem „Spiegel“. „Aber ich habe im vergangenen Jahr schon gesagt, dass die Grüne Jugend für sich selbst die Frage beantworten muss, mit welchen Akzenten sie in der Öffentlichkeit und in der Partei wirken möchte. Und diese Frage stellt sich weiterhin.“

Hintergrund ist ein Instagram-Video von Grüne-Jugend-Co-Chef Luis Bobga. Zu einem Song des Rappers „Haftbefehl“ arbeitet sich Bobga darin an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und dessen Vorschlag ab, Bundesländer zusammenzulegen. Als im Lied das Wort „Hurensohn“ fällt, wird ein Bild von Söder eingeblendet. Bobga hat inzwischen sein Bedauern über den Post geäußert.

Grünen-Co-Parteichef Banaszak begrüßte die Reaktion. „Ich nehme wahr, dass Luis Bobga sehr schnell und sehr grundlegend reflektiert hat, was da passiert ist. Und das freut mich“, sagte er.

In den vergangenen Jahren hatten die Grünen immer wieder Ärger mit Spitzenvertretern der Grünen Jugend. Banaszak äußerte sich erleichtert über den Neustart an deren Spitze. „Ich bin erst mal froh, dass wir in den vergangenen Monaten zwischen der Grünen Jugend, ihrer neuen Sprecherin Henriette Held und ihrem neuen Sprecher Luis Bobga und uns als Parteispitze eine neue Diskussionskultur etabliert haben“, sagte er.


Foto: Felix Banaszak (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DGB plant eigene Rentenkommission

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Debatte um Sozialstaatsreformen hat der DGB eine eigene Rentenkommission angekündigt.

„Eine starke gesetzliche Rente bleibt das Fundament des Sozialstaats“, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. In der Kommission sollen 13 Vertreter von Gewerkschaften, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie parteipolitische Vertreter zusammenkommen. Die Ergebnisse sollen im Sommer präsentiert werden. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Sicherheit geben, Orientierung schaffen und mit einem eigenen, überzeugenden Zukunftskonzept einen Gegenpol setzen zur permanenten Krisen- und Verzichtserzählung in der Rentendebatte“, so Fahimi.

DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel ergänzte, der Konflikt verlaufe nicht zwischen Jung und Alt. „Er verläuft zwischen Arm und Reich. Zwischen denen, die arbeiten, und denen, die von ihrem Kapital leben“, sagte sie. Insbesondere junge Menschen profitierten von einem stabilen Rentenniveau. „Wenn das Niveau sinkt, zahlen sie mehr ein und bekommen weniger raus. Das ist Betrug an der jungen Generation.“ Piel verwies darauf, dass die Rentenausgaben gemessen am BIP in den letzten 20 Jahren sogar gesunken seien – von 10,4 auf 9,4 Prozent. Die Rente werde durch gute Löhne, mehr Beschäftigung und eine starke Tarifbindung gestärkt.

Fahimi erklärte, Arbeitsrechte und der Sozialstaat seien nicht Ursache der derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche. Die Beschäftigten seien nicht schuld an der Krise. Mit Blick auf die Debatten über Lohnfortzahlung bei Krankheit, längere Arbeitszeiten oder ein höheres Rentenalter sagte die DGB-Chefin, dass nichts davon helfe, die Auftragslage in der Wirtschaft zu verbessern und die Auftragsbücher wieder zu füllen. „Nichts davon schafft Zukunftssicherheit für Beschäftigte“, sagte sie.

Piel ergänzte, der Sozialstaat sei kein Luxus, sondern ein Standortvorteil. „Gut ausgebildete Beschäftigte, gesunde Arbeitskräfte, soziale Sicherheit. Das sind unsere Stärken. Das macht uns wettbewerbsfähig“, erklärte das DGB-Vorstandsmitglied. Statt Kürzungsdebatten forderte sie echte Reformen. „Wir müssen den Sozialstaat klüger machen, nicht kaputtsparen. One-Stop-Prinzip statt Behörden-Odyssee“, forderte Piel.


Foto: Seniorin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grönland: EU plant Sicherheitsstrategie und Antwort auf US-Zölle

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Davos (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), hat am Dienstag auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland sowie auf Trumps Zollankündigungen gegen EU-Staaten reagiert.

Die vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle seien ein Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten, sagte von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. „Die EU und die USA haben sich im Juli letzten Jahres auf ein Handelsabkommen geeinigt. Und in der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Ein Deal ist ein Deal. Und wenn Freunde sich die Hand geben, muss das etwas bedeuten.“

Die EU-Kommissionspräsidentin erklärte, man betrachte die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als Verbündete, sondern auch als Freunde. „Uns in eine gefährliche Abwärtsspirale zu stürzen, würde genau den Gegnern helfen, die wir beide so entschlossen aus unserem strategischen Umfeld fernhalten wollen“, sagte sie.

Von der Leyen kündigte ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Sicherheit in der Arktis an. Das erste Prinzip dafür sei die uneingeschränkte Solidarität mit Grönland und dem Königreich Dänemark. „Die Souveränität und Integrität ihres Hoheitsgebiets sind nicht verhandelbar“, so die CDU-Politikerin. Sie will die Investitionen in Grönland und mit den USA und anderen Partnern an einer umfassenderen Sicherheit in der Arktis arbeiten.

Zudem will von der Leyen prüfen, wie man Sicherheitspartnerschaften mit Partnern wie dem Vereinigten Königreich, Kanada, Norwegen, Island und anderen stärken könne. „Schließlich bin ich der Meinung, dass sich Europa an die neue Sicherheitsarchitektur und die neuen Realitäten, mit denen wir derzeit konfrontiert sind, anpassen muss. Aus diesem Grund bereitet Europa eine eigene Sicherheitsstrategie vor, die wir noch in diesem Jahr veröffentlichen wollen. In diesem Zusammenhang aktualisieren wir auch unsere Arktis-Strategie“, erklärte sie. „Im Mittelpunkt steht dabei das Grundprinzip, dass souveräne Völker über ihre eigene Zukunft entscheiden.“

In ihrer Rede stellte von der Leyen das Mercosur-Handelsabkommen indirekt als Gegenentwurf zur Außenpolitik der US-Administration dar – ohne Trump oder die USA direkt zu nennen. Das Mercosur-Abkommen sende „eine starke Botschaft an die Welt, dass wir fairen Handel statt Zölle wählen, Partnerschaft statt Isolation, Nachhaltigkeit statt Ausbeutung – und dass wir es ernst meinen mit der Risikominderung unserer Volkswirtschaften und der Diversifizierung unserer Lieferketten“, sagte sie.

Die EU-Kommissionspräsidentin kündigte weitere Abkommen mit Australien, den Philippinen, Thailand, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Mit Indien sei man bereits an der Schwelle zu einem historischen Handelsabkommen, so von der Leyen. „Manche bezeichnen es als die Mutter aller Abkommen.“


Foto: Ursula von der Leyen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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