Start Blog Seite 18

Klingbeil sieht kein Ende des Zollstreits mit Trump

0

Industrieanlagen, Hafen und Freiheitsstatue (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) rechnet nicht damit, dass das Zollurteil des Supreme Courts den Handelskonflikt mit den USA dauerhaft entspannt.

„Trotz des Urteils gibt es weiterhin branchenspezifische Zölle in zentralen Sektoren wie Auto und Stahl. Und Trump hat bereits neue Zölle angekündigt. Daher bleibt die Unsicherheit groß“, sagte Klingbeil der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der Finanzminister ergänzte, dass die Zölle der Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks schadeten, am meisten den US-Bürgern, die den höchsten Preis dafür zahlen müssten.

„Unsere Antwort bleibt: Wir bauen weltweit neue Handelsbeziehungen auf, schließen Freihandelsabkommen, schützen unsere Industrie und stärken die Unabhängigkeit und Souveränität Europas“, sagte Klingbeil. Er sehe die Europäische Union in dem Konflikt auf einem guten Weg. „Als Trump in der Grönland-Frage mit Zöllen gedroht hat, waren wir Europäer so klar und geschlossen, dass der US-Präsident eingeknickt ist. Diese Haltung brauchen wir weiterhin. Ich will, dass wir Europa so stark machen, dass uns niemand erpressen kann“, sagte Klingbeil der FAZ.


Foto: Industrieanlagen, Hafen und Freiheitsstatue (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Keine Analyse digitaler Abhängigkeiten in Bundesverwaltung geplant

0

Computer-Nutzerin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will weiter keine umfassende Bestandsaufnahme von digitalen Abhängigkeiten in der Bundesverwaltung vornehmen.

Das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung auf die Schriftliche Frage der Grünen-Abgeordneten Rebecca Lenhard hervor, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet.

Zur Begründung verweist das Ministerium auf bereits vorliegende Studien, die einen Überblick über die drängenden Handlungsfelder böten. Weiter heißt es, das Digitalministerium informiere sich „fortlaufend über die Entwicklungen im Bereich der digitalen Souveränität Europas“ und arbeite darauf hin, sich ein „zusammenfassendes Bild von der Lage im Bereich digitale Souveränität“ zu machen. „Dabei soll auch die Definition digitaler Souveränität, die derzeit im Rahmen der von Deutschland und Frankreich initiierten Taskforce Digitale Souveränität entwickelt wird, berücksichtigt werden.“

Lenhard hatte dazu bereits Ende vergangenen Jahres beim Ministerium nachgefragt. Schon damals hieß es: „Die Durchführung einer umfassenden und aktuellen Bestandsaufnahme von digitalen Abhängigkeiten in der Bundesverwaltung ist aktuell nicht geplant.“ Ende Januar sei im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung plötzlich doch von einer Bestandsaufnahme die Rede gewesen, sagte Lenhard dem Nachrichtenportal T-Online. Die Digitalpolitikerin hakte deshalb erneut im Digitalministerium nach.

Dass weiterhin keine Erstellung eines umfassenden Lagebilds geplant sei, nannte Lenhard „angesichts der veränderten geopolitischen Lage nicht nachvollziehbar“. Deutschland verliere wertvolle Zeit und Geld, so die Grünen-Politikerin weiter. „Das Ministerium muss endlich handeln.“ Digitale Souveränität entstehe nicht durch Begriffsdefinitionen, sondern durch Transparenz, strategische Beschaffung und klare politische Entscheidungen.


Foto: Computer-Nutzerin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ministerium drängt Bahn zu schneller Reparatur kaputter Rolltreppen

0

Mann läuft Rolltreppe hoch (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Ausfall von rund 130 Rolltreppen an mehreren deutschen Bahnhöfen drängt das Bundesverkehrsministerium die Bahn zu einer schnellen Behebung des Problems.

Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagte der „Rheinischen Post“: „Dass so viele Rolltreppen außer Betrieb genommen werden müssen, ist natürlich gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen sehr ärgerlich und der Unmut verständlich.“

Der Sprecher ergänzte, die Bahn habe dem Ministerium versichert, dass sie aufgrund eines Defekts, der sich in einem abrupten Stopp geäußert habe, aus Vorsichtsgründen zu diesem Schritt gezwungen gewesen sei „und jetzt zusammen mit dem Hersteller mit Hochdruck an der Wiederinbetriebnahme gearbeitet wird“.

Unter anderem am Bahnhof Flughafen Köln/Bonn, in Frankfurt, Dresden, Essen, Hamburg und Düsseldorf stehen Rolltreppen still. Die ersten sollen an diesem Samstag wieder den Betrieb aufnehmen. Wie viele genau, ist offen.


Foto: Mann läuft Rolltreppe hoch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Regierung fehlt Überblick über Ausreise von Kurzzeit-Arbeitskräften

0

Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Weder die Bundesregierung noch eine andere staatliche Stelle haben einen Überblick darüber, ob Kurzzeit-Arbeitsmigranten aus Entwicklungsländern wieder aus Deutschland ausreisen.

Das haben Recherchen der „Welt am Sonntag“ ergeben. 2024 war eine neue rechtliche Möglichkeit geschaffen worden, mit der jährlich bis zu 25.000 Ausländer ohne Qualifikation oder Sprachkenntnisse in Deutschland einer „kurzzeitigen kontingentierten Beschäftigung“ nachgehen dürfen.

Wer nicht aus einem visumbefreiten Staat stammt und von der Regelung Gebrauch machen will, benötigt vorab die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Sie kontrolliert etwa, ob auch tatsächlich ein konkreter Betrieb in Deutschland die einreisewillige Person beschäftigen will. Zudem benötigt der Anwärter ein Visum vom Auswärtigen Amt. Damit ist dann ein Arbeitseinsatz von bis zu acht Monaten erlaubt.

Die Bundesagentur teilte der „Welt am Sonntag“ mit, dass sie im vergangenen Jahr 14.963 Zustimmungen zu der kurzzeitigen kontingentierten Beschäftigung nach Paragraf 15d Beschäftigungsverordnung erteilt habe. Wie viele dieser Zustimmungen tatsächlich zu einer Beschäftigungsaufnahme geführt hätten und wie viele der seit Einführung der neuen Regelung im März 2024 eingereisten Migranten wieder ausgereist seien, werde nicht erfasst.

Laut dem Auswärtigen Amt erhalten längst nicht alle Bewerber, die eine Zustimmung der BA haben, auch ein Visum. 2025 seien „rund 7.650 nationale Visa“ in diesem Zusammenhang erteilt worden, antwortet das Ministerium. Ausgeschöpft wird die Regelung also noch nicht. Wie das AA mitteilte, waren seit der Einführung Vietnam, Kirgistan, Georgien, Kosovo, Usbekistan und die Türkei die Hauptherkunftsstaaten der Bewerber. Wie die BA registriert auch das AA nicht, ob diese Menschen nach der vereinbarten Zeit wieder heimkehren oder in Deutschland bleiben. Dies werde „nicht erfasst“.

Bundesagentur und Auswärtiges Amt verweisen auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) und das ihm übergeordnete Bundesinnenministerium. Dort gebe es möglicherweise Kenntnisse über die Zuwanderergruppe. Doch auch diese beiden Behörden speichern deren Ein- und Ausreisen nicht. Laut Bamf werde „nur ein Bruchteil“ dieser Zuwanderer im Ausländerzentralregister erfasst.

In welchem Umfang die Kurzzeitaufnahme von Unqualifizierten sich über die Erteilung von anschließenden Aufenthaltstiteln für Berufsausbildungen oder die Asylantragstellung zu einer dauerhaften Einwanderung entwickelt, ist zwar keiner staatlichen Stelle bekannt. Allerdings hat das Bamf Erkenntnisse darüber, dass etwa jeder sechste Asylbewerber zunächst mit einem Visum einreiste, bevor er einen Antrag auf Schutz stellte. So teilte das Amt auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mit, dass „von den 87.787 Asylerstantragstellenden der ersten neun Monate des vergangenen Jahres 13.700 mit einem Visum eingereist“ waren.


Foto: Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Selbstpflege für ein ganzheitliches Wohlbefinden

0
Weltfrauentag 2026 bei RINGANA und Selfcare RINGANA - „Selfcare“ ist kein Luxus, sondern ein Ausdruck von Selbstrespekt.

Weltfrauentag 2026 Care creates change

Zum Weltfrauentag am 8. März 2026 rückt ein modernes Verständnis von Wohlbefinden in den Fokus. Immer mehr Frauen lösen sich von traditionellen Rollenbildern und definieren Schönheit, Gesundheit und berufliche Stärke selbstbestimmt neu – getragen von dem Anspruch, mit den eigenen Bedürfnissen in Einklang zu sein.

Selfcare steht dabei nicht für Rückzug oder Luxus, sondern für bewusste Alltagsentscheidungen: für körperliche Gesundheit, mentale Balance und nachhaltige Energie. Sie ist Ausdruck von Selbstrespekt. Auch wie wir unseren Körper pflegen, welche Produkte wir verwenden und welche Werte wir damit vertreten, prägt unser ganzheitliches Wohlbefinden.

Balance und Miteinander im Berufsalltag

Zwischen Beruf, Familienarbeit und gesellschaftlichen Erwartungen bleibt oft wenig Raum für eigene Bedürfnisse. Umso wichtiger ist ein Arbeitsumfeld, das Fürsorge nicht allein zur individuellen Aufgabe macht, sondern als gemeinsame Verantwortung versteht.

Gegenseitige Unterstützung, Wertschätzung und das Mitdenken weiblicher Lebensrealitäten wird damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor moderner Arbeitskulturen. Unternehmen sind zunehmend gefordert, Bedingungen zu schaffen, die Frauen fördern und ihre Weiterentwicklung ermöglichen.

Der RINGANA Campus ist ein Ausdruck dieser Art von Unternehmenskultur. Die Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Umwelt bildet einen integralen Bestandteil des Unternehmens, zu dem auch flexible Arbeitsmodelle, ein frisches und kostenfreies Mittagessen, ein hohes Maß an Eigenverantwortung sowie ein bewusst gestaltetes und wandelbares Arbeitsumfeld zählen. Gerade für Frauen mit Familie schaffen diese Strukturen mehr Freiraum, um berufliche Entfaltung und persönliche Bedürfnisse in Balance zu halten.

„Für Frauen bedeutet Pflege weit mehr als äußere Schönheit – sie umfasst den achtsamen Umgang mit sich selbst, das Wahrnehmen der eigenen Grenzen und das Zulassen von Unterstützung. Selfcare beginnt dort, wo Frauen nicht nur funktionieren, sondern ihren Bedürfnissen Raum geben dürfen“, sagt Ulla Wannemacher, Mitbegründerin von RINGANA.

Gleichstellung als gelebte Realität bei RINGANA

Mit einem Frauenanteil von 67 Prozent zählt RINGANA zu den Vorreitern der Branche. 54 Prozent der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt, die das Unternehmen strategisch mitgestalten. Auch in der Forschung und Entwicklung setzt RINGANA mit einem Frauenanteil von 82 Prozent ein klares Zeichen für Chancengleichheit und weibliche Kompetenz in einem traditionell männerdominierten Bereich. Darüber hinaus sind Frauen selbstverständlich auch in IT, Produktion oder Logistik tätig und durchbrechen bewusst klassische Rollenbilder.

Gelebte Gleichstellung zeigt sich zudem in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Karenz und Teilzeitmodelle werden zunehmend von Frauen und Männern genutzt. Immer mehr Väter entscheiden sich für den Papamonat – ein sichtbares Zeichen für moderne Rollenbilder und gelebte Verantwortung im Arbeitsalltag.

„Fortschritt entsteht dort, wo Menschen gleiche Möglichkeiten erhalten und ihre Stärken selbstbewusst einbringen können. Chancengleichheit, Respekt und echte Wertschätzung im unternehmerischen Alltag sind wichtig, 365 Tage im Jahr, nicht nur am Weltfrauentag. Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven sind ein wesentlicher Treiber für Innovation und nachhaltiges Wachstum bei RINGANA“, betont Andreas Wilfinger, CEO und Gründer von RINGANA.

Zum Weltfrauentag wird deutlich: Frauen erwarten heute von Arbeitgebern mehr als Benefits. Sie suchen Sinn, Werte und ein Umfeld, das echtes Wohlbefinden ermöglicht. So entsteht eine Arbeitskultur, die stärkt, verbindet und langfristig wirkt.

Bild RINGANA – „Selfcare“ ist kein Luxus, sondern ein Ausdruck von Selbstrespekt.

Quelle marco.agency für RINGANA

PM-International feiert Eröffnung neuer Büroräume in Estland

0
PM-International Expansion in Estland Igor Korotkov, Frank Zimmermann, Agne Estra, Nina Korotkova.jpg

PM-International eröffnet Büro in Estland

PM-International, eines der weltweit am schnellsten wachsenden Direktvertriebsunternehmen, hat seine neuen Büroräume in Estland mit einer offiziellen Zeremonie feierlich eröffnet. Dieser Meilenstein markiert den offiziellen Eintritt des Unternehmens in den estnischen Markt und stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der globalen Expansionsstrategie von PM-International für 2026 dar.

Stärkung der lokalen Präsenz in Tallinn

Die neuen Büroräume unterstreichen das Engagement von PM-International, seine internationale Präsenz auszubauen und gleichzeitig den lokalen Vertriebspartnern die Tools, Strukturen und Unterstützung zur Verfügung zu stellen, die sie für den erfolgreichen Aufbau ihres Geschäfts benötigen. Das neue Büro befindet sich im Herzen des wachsenden Geschäftsviertels von Tallinn und bringt das Unternehmen näher an sein Vertriebsnetz heran und stärkt seine lokale Präsenz.

„Mit der Eröffnung unseres Büros in Tallinn wollen wir die Präsenz von PM-International im Baltikum weiter stärken und eine solide Grundlage für langfristiges Wachstum schaffen“, sagte Agne Estra, General Manager Sales von PM-International. „Durch den Aufbau einer starken lokalen Präsenz können wir enger mit unseren Vertriebspartnern zusammenarbeiten, neue Kunden gewinnen und die Marke FitLine in ganz Estland weiter ausbauen.“

Estland als strategischer Wachstumsmarkt

Die Markteinführung in Estland ist Teil des kontinuierlichen Wachstums von PM-International in Europa und weltweit. In den letzten Jahren hat das Unternehmen seine Aktivitäten stetig ausgebaut und in eine starke Infrastruktur investiert, um seine wachsende internationale Gemeinschaft zu unterstützen. Im Baltikum ist PM-International durch seinen langjährigen Erfolg in Lettland bereits gut etabliert und plant in naher Zukunft weiteres Wachstum durch die Eröffnung einer Niederlassung in Litauen. Mit den neuen Büroräumen in Estland baut PM-International seine Position in Europa weiter aus und erschließt gleichzeitig vielversprechende Märkte in der gesamten Region.

„Estland ist bekannt für seine innovative Wirtschaft, seinen starken Unternehmergeist und sein transparentes Geschäftsumfeld“, sagte Frank Zimmermann, General Manager Sales North Europe. „Diese Stärken passen perfekt zu den Werten von PM-International – Premium Qualität, Nachhaltigkeit und zukunftsorientiertes Denken – und machen Estland zu einem attraktiven Markt für unser weiteres Wachstum.“

Globale Expansion mit klarer Perspektive

Über Europa hinaus expandiert PM-International auch weltweit. Im Jahr 2025 eröffnete das Unternehmen sein neues Headquarter für den asiatisch pazifischen Raum in Singapur und sein Headquarter Amerikas in Sarasota, Florida – beides wichtige Investitionen zur Stärkung der regionalen Unterstützung.

Mit Blick auf die Zukunft konzentriert sich PM-International weiterhin auf Expansion. Für 2026 sind neue Niederlassungen in Kasachstan, der Tschechischen Republik und Indien sowie zusätzliche Markteinführungen in Vietnam und Irland geplant. Mit diesen Neuzugängen wird PM-International weltweit weit über 50 Niederlassungen betreiben und damit sein internationales Netzwerk und seine lokale Erreichbarkeit weiter stärken.

Bild Igor Korotkov, Frank Zimmermann, Agne Estra, Nina Korotkova

Quelle PM International AG

Malmendier droht aus Wirtschaftsweisen auszuscheiden

0

Ulrike Malmendier (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier droht aus dem Sachverständigenrat, auch „Wirtschaftsweise“ genannt, auszuscheiden. Malmendiers Amtszeit läuft am 28. Februar aus. Die Bundesregierung könnte diese um mehrere Jahre verlängern.

Doch laut eines Berichts des „Handelsblatts“ aus Regierungskreisen regt sich innerhalb der Regierung Widerstand. Die CDU-Seite hat offenbar Vorbehalte gegen die Verlängerung angemeldet. Die Gespräche laufen noch. Das Wirtschaftsministerium ließ eine Anfrage zunächst unbeantwortet.

Malmendier war 2022 in den Sachverständigenrat eingezogen. Ihre Expertise liegt im Bereich der Kapitalmärkte und der Verhaltensökonomie, sie forscht an der US-Universität Berkeley.


Foto: Ulrike Malmendier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Commerzbank-Chefin Orlopp: "Größe allein ist kein Wert"

0

Commerzbank-Tower (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp, hat die Eigenständigkeit der Bank bekräftigt.

Mit Blick auf den Übernahmekampf mit der italienischen Bank Unicredit sagte Orlopp der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Größe allein ist kein Wert.“ Die unmittelbare Folge eines Zusammenschlusses wäre, dass sich eine größere Zahl von Firmenkunden eine neue Bank suchen würde. „Weil es ein Klumpenrisiko darstellt, wenn man zu viel Geschäft über eine einzelne Bank abwickelt.“

Orlopp ergänzte gegenüber der FAS: „Es kann ja nicht sein, dass unsere Kunden am Ende zu Großbanken außerhalb der EU wechseln müssen. Das wäre gewiss nicht im Sinne eines wettbewerbsfähigen Deutschlands und Europas.“ Man beobachte ohnehin, dass Banken außerhalb der EU versuchten, verstärkt hier Fuß zu fassen.

Mit Blick auf eine Äußerung ihres Unicredit-Gegenparts Andrea Orcel, es sei noch zu früh festzustellen, ob sie einen guten Job mache, sagte Orcel der FAS: „Jeder hat seinen eigenen Stil, ich lasse lieber die Zahlen für sich sprechen. Und wenn ich mir die so anschaue, kann ich sehr gelassen bleiben – ganz egal, was Herr Orcel sagt.“


Foto: Commerzbank-Tower (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Merkel und Scholz wollen an Trauerstaatsakt für Süßmuth teilnehmen

0

Rita Süssmuth (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Am Trauerstaatsakt für die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (CDU) am Dienstag wollen neben den Verfassungsorganen führende deutsche Spitzenpolitiker teilnehmen, unter ihnen die Altbundeskanzler Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD). Dies berichtet der „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Bundestagskreise.

Zugesagt haben für das Gedenken im Bundestag unter anderem alle noch lebenden Nachfolger Süßmuths als Parlamentspräsidentin: Wolfgang Thierse (SPD), Norbert Lammert (CDU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sowie auch Sabine Bergmann-Pohl (CDU), die Präsidentin der einzigen frei gewählten DDR-Volkskammer. Alle Bundesminister, bis auf die in Mutterschutz weilende Bauministerin Verena Hubertz (SPD), haben sich für den Trauerstaatsakt angemeldet.

Auch die ehemaligen Bundesminister Klara Geywitz (SPD), Hermann Gröhe (CDU), Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Otto Schily (SPD), Johanna Wanka (CDU) und Annette Schavan (CDU) wollen kommen. Zugesagt haben zudem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und die Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs, Manuela Schwesig (SPD) und Dietmar Woidke (SPD).

Neun Landtagspräsidenten wollen an dem Trauerstaatsakt teilnehmen, unter ihnen die bayerische Parlamentspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Ferner sind Vertreter des Apostolischen Nuntius und 19 Botschaften angemeldet, außerdem die Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie des Deutschen Polen-Instituts.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte einen Trauerstaatakt für Süßmuth angeordnet. Die CDU-Politikerin stand von 1988 bis 1998 an der Spitze des Parlamentes. Zuvor war sie, ab 1985, Bundesfamilienministerin.

Steinmeier will an der Veranstaltung teilnehmen, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollen reden. Auch die Präsidenten von Bundesrat und Bundesverfassungsgericht, Andreas Bovenschulte (SPD) und Stephan Harbarth, wollen anwesend sein. Eine Ansprache soll auf Wunsch der Verstorbenen der Autor und Journalist Heribert Prantl halten. Vor dem Trauerstaatsakt im Plenarsaal des Bundestages, der um 12 Uhr beginnen soll, soll ab 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale stattfinden.


Foto: Rita Süssmuth (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grimm spricht sich für weniger Kündigungsschutz aus

0

Veronika Grimm (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Veronika Grimm, Wirtschaftsweise und Mitglied im Aufsichtsrat von Siemens Energy, hat sich für eine Lockerung des Kündigungsschutzes nach dem dänischen Modell ausgesprochen. „Ein generelles Lockern des Kündigungsschutzes, etwa nach dem Vorbild des dänischen Flexicurity-Modells, dürfte sehr sinnvoll sein“, sagte Grimm den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Allerdings gelte dies nur, wenn es als Gesamtpaket umgesetzt werde.

Grimm nennt das Nachbarland Dänemark als Vorbild für ihren Vorstoß. „In Dänemark wird die größere Kündigungsfreiheit für Unternehmen durch eine vergleichsweise starke soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit sowie eine sehr aktive Arbeitsmarktpolitik mit intensiver Vermittlung und Weiterbildung ausgeglichen“, sagte sie.

Übertrage man allein die Lockerung auf Deutschland, würde das vor allem zu mehr Unsicherheit und Abstiegsängsten führen, während der gewünschte Effekt – etwa mehr Einstellungen und höhere Dynamik am Arbeitsmarkt – ausbleiben könnte. „Deshalb wäre ein solcher Schritt nur dann sozial und ökonomisch vertretbar, wenn gleichzeitig die Absicherung in Übergangsphasen verbessert, Qualifizierung konsequent ausgebaut und Vermittlungsprozesse deutlich effizienter gestaltet werden.“ Das wäre nach Meinung der Wirtschaftswissenschaftlerin eine sehr positive Entwicklung, die die Innovationsdynamik deutlich ankurbeln dürfte.

Eine Lockerung des Kündigungsschutzes nur für Top-Verdiener, wie sie Ökonom Moritz Schularick vorgeschlagen hatte, hält Grimm dagegen nicht für zielführend. Eine solche Differenzierung „wirkt auf den ersten Blick sozial ausgewogen, ist bei näherer Betrachtung jedoch systematisch fragwürdig“, sagte sie. „Kündigungsschutz ist arbeitsrechtlicher Bestandsschutz und kein Umverteilungsinstrument; er sollte an der Struktur des Arbeitsverhältnisses anknüpfen, nicht an der Höhe des Gehalts.“

Einkommen sei zudem kein verlässlicher Indikator für tatsächliche Schutzbedürftigkeit, da etwa ältere oder hochspezialisierte Beschäftigte trotz hohen Verdienstes erhebliche Risiken bei Arbeitsplatzverlust tragen könnten. Grimm sieht in dem Vorstoß ein einen politischen Kompromissversuch, um eine Lockerung des Kündigungsschutzes gesellschaftlich besser vermittelbar zu machen.

Auch Grüne und Linke lehnen den Vorschlag des Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ab. Janine Wissler, Vize-Fraktionschefin der Linksfraktion, sagte den Funke-Zeitungen, „das wäre nichts anderes als der Einstieg in die seit Langem von Arbeitgebern geforderte schleichende Aufweichung zentraler Arbeitnehmerrechte“. Beschäftigte bräuchten Planbarkeit und Sicherheit, das gelte auch für hochqualifizierte Fachkräfte.

Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch wies vor allem Schularicks Idee zurück, auch für Beschäftigte im öffentlichen Dienst den Kündigungsschutz zu lockern. „Der Wirtschaftsstandort wird nicht stärker, wenn im öffentlichen Dienst, bei Erziehern, Sozialarbeitern oder Busfahrerinnen, der Kündigungsschutz ausgehöhlt wird“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Viel wichtiger sind echte Reformen, damit die Lohnnebenkosten sinken. Davon würden alle profitieren.“


Foto: Veronika Grimm (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts