Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Wirtschaftsministerium unter Leitung von Robert Habeck (Grüne) und das Finanzministerium unter Leitung von Christian Lindner (FDP) haben entschieden, Siemens Energy eine Bürgschaft in Höhe von 7,5 Milliarden Euro zu gewähren. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag mit.
Die Bürgschaft sei Teil von Garantielinien des Unternehmens in einer Gesamthöhe von insgesamt 15 Milliarden Euro, welche mit Privatbanken und anderen Stakeholdern vereinbart worden seien. „Die Zusage der Bundesregierung erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Beiträge der anderen Stakeholder erbracht werden“, so das Ministerium. In den vergangenen Wochen sei die Bundesregierung dazu in „intensivem Kontakt“ mit Siemens Energy, Siemens als größtem Anteilseigner von Siemens Energy sowie mit privaten Banken gestanden, hieß es. Vorbedingung des Bundes sei dabei gewesen, dass alle Stakeholder sich angemessen an der Absicherung des Unternehmens beteiligen würden.
Die Einigung zur Sicherung der benötigten Garantielinien in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Euro sieht nun vor, dass Private Banken Siemens Energy eine Garantielinie von insgesamt 12 Milliarden Euro gewähren sollen. Weitere 3 Milliarden Euro soll sich Siemens Energy in Verhandlungen mit weiteren Stakeholdern sichern. Von den 12 Milliarden Euro, die private Banken an Siemens Energy gewähren, will der Bund für eine Garantielinie von 11 Milliarden Euro eine anteilige Bürgschaft in Höhe von 7,5 Milliarden Euro, also 50 Prozent des gesamten Garantiebedarfs, übernehmen. Ein Bankenkonsortium soll einen Anteil von 3,5 Milliarden Euro der Garantielinie im eigenen Obligo tragen.
Private Banken sollen zusätzlich eine Garantielinie von 1 Milliarden Euro ohne Bürgschaft des Bundes übernehmen, die über eine Erstverlusttranche durch Siemens abgesichert sein soll, welche im Schadensfall vorrangig herangezogen werden soll. Außerdem beabsichtigen Siemens Energy und Siemens den Verkauf von Anteilen an einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem Mittelzufluss für Siemens Energy in Höhe von rund 2 Milliarden Euro zu verhandeln, hieß es weiter. „Im Übrigen greift ein übliches Dividenden- und für den Vorstand ein Boniverbot während der Inanspruchnahme der Maßnahme“, so das Bundeswirtschaftsministerium. Siemens Energy besitzt aus Sicht des für Klimaschutz zuständigen Ministeriums unter Leitung von Robert Habeck (Grüne) „eine hohe Relevanz für die gesamte Wertschöpfungskette der Bereitstellung von Energieanlagen“.
Gleichzeitig sei Siemens Energy mit rund 26.000 Beschäftigten in Deutschland ein wichtiger Arbeitgeber in zukunftssicheren Branchen. Die Erneuerbaren-Branche, insbesondere Photovoltaik und Windenergie, verzeichne ein „rasantes Wachstum“, so das Ministerium, aber auch Auf- und Ausbau von Energieinfrastrukturen für Strom, Gas und Wasserstoff nähmen Fahrt auf. In der Branche müssen die komplexen und meist mehrjährigen Projekte gegenüber Auftraggebern und Kunden im Projektablauf durch Garantien abgesichert werden. Aufgrund des starken Wachstums des Auftragsvolumens hätten Unternehmen wie Siemens Energy gegenwärtig Schwierigkeiten, die benötigten Garantien vollständig am Finanzmarkt zu erhalten, begründet das Wirtschaftsministerium die Entscheidung.
„Denn bei den Garantiestellern könnten Klumpenrisiken auf einem technologisch herausfordernden Markt entstehen. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Bundesregierung bereits an einem Programm zur Absicherung des Konverterplattformbaus, das in Kürze vorgestellt werden soll.“ Auch die Europäische Investitionsbank arbeite daran, ein Garantieprogramm für die Windenergie Branche aufzulegen, hieß es.
Foto: Christian Lindner, Robert Habeck, Olaf Scholz (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, fordert Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf, im Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan klare Worte zu finden. Scholz habe bei dem Besuch des türkischen Präsidenten am Freitag die Aufgabe, „unmissverständlich deutlich zu machen, dass Deutschland engstens an der Seite Israels steht und dass wir jegliche Art von Relativierungsversuchen gegenüber dem Hamas-Terror vollkommen als inakzeptabel betrachten“, sagte Dobrindt dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Dienstag. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat seine Pläne für den Aufbau eines sogenannten Wasserstoff-Kernnetzes konkretisiert. Entsprechende Leitungen sollen sukzessive im Zeitraum von 2025 bis 2032 in Betrieb genommen werden, teilte Habeck am Dienstag mit. 
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstagmittag nach einem bereits freundlichen Start im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 15.395 Punkten berechnet. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes der Länder für Donnerstag zu neuen Warnstreiks auf. Der Schwerpunkt werde in den Ländern Berlin, Bremen und Hamburg liegen, teilte Verdi am Dienstag mit. 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung sieht weiter kaum Hinweise auf eine wirtschaftliche Belebung in Deutschland. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Stagnation“, heißt es im Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums für November, der am Dienstag veröffentlicht wurde. 