Rafah (dts Nachrichtenagentur) – Ägypten hat den einzigen Grenzübergang zum Gazastreifen für Hilfslieferungen geöffnet. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Lkw in Rafah in das palästinensische Gebiet rollen.
Nach Angaben der Hamas sollen in den nächsten Stunden etwa 20 Lastwagen Medikamente, medizinische Ausrüstung und eine begrenzte Menge Lebensmittel liefern, wie es hieß. Israel hatte nach dem Anschlag der Hamas mit weit über tausend Todesopfern seine Grenzübergänge zum Gazastreifen teilweise zuerst zurückerobern müssen und sie danach geschlossen. Die EU-Kommission forderte Ägypten und Israel unterdessen auf, ab sofort regelmäßige Hilfslieferungen in großem Stil in den umkämpften Gaza-Streifen zu lassen. „Es ist wichtig, dass die humanitären Konvois nach Gaza jetzt starten, ohne jede weitere Verzögerung. 20 Lastwagen sind allerdings nur wie ein Tropfen in einem Ozean, verglichen mit dem ungeheuren Bedarf, den die Menschen in Gaza haben“, sagte der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic der „Welt am Sonntag“.
Schon vor dem Anschlag der Hamas waren laut Lenarcic bereits rund 100 Lastwagen mit Hilfsgütern notwendig, um die humanitäre Lage in Gaza zu verbessern. „Es bedarf eines nachhaltigen und ungehinderten Zugangs nach Gaza. Es geht nicht, dass die Transporte nur tröpfchenweise langsam hineingelangen. Das Leben von zwei Millionen Menschen hängt davon ab“, erklärte Lenarcic.
Die Grenzöffnung von Ägypten nach Gaza zur Lieferung humanitärer Hilfe war von US-Präsident Joe Biden in dieser Woche vermittelt worden. Israel stimmte dabei unter Bedingungen zu, zunächst 20 Lastwagen in den Gazastreifen mit dringend benötigten Hilfsmitteln, wie Medikamenten und Lebensmitteln, fahren zu lassen. Die internationale Gemeinschaft werde „gerade Zeuge eines massiven humanitären Desasters“ im Nahen Osten, sagte der Kommissar aus Slowenien weiter.
„Die Menschen im Gaza-Streifen benötigen dringend alles zum Überleben: Wasser, Nahrung Medizin – aber auch Kraftstoff. Ohne Kraftstoff kann es kein sauberes Wasser geben. Und ohne Kraftstoff können die Krankenhäuser nicht funktionieren. Kraftstoff ist lebensnotwendig und muss nach Gaza gebracht werden.“
Es sei, so Lenarcic, „eine rechtsverbindliche Verpflichtung gemäß dem humanitären Völkerrecht“ und kein Luxus, den Menschen in Gaza Zugang zu lebenswichtigen Gütern zu gewähren. „In einem Konflikt gilt das humanitäre Völkerrecht jederzeit und überall. Es kann keine Zonen geben, wo es nicht gilt“, so der Kommissar aus Slowenien. Lenarcic sagte auch, die Vereinten Nationen (UN) sollten die Verteilung der Hilfsgüter überwachen: „Die UN haben eine Menge Erfahrung mit den Verifikations- und Überwachungsmechanismen in einigen der komplexesten Krisen der Welt. Ich sage klar `ja` zu Inspektionen, aber es gibt keine Zeit für lange Überlegungen. Viel zu viele unschuldige Zivilisten sind schon gestorben.“
Foto: Ägyptische Flagge (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
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Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Israel setzt das Bombardement des Gazastreifens und des südlichen Libanons fort. In der Nacht hätten Kampfflugzeuge weiterhin zahlreiche Hamas-Terrorziele im gesamten Gazastreifen angegriffen, teilte die Israelische Armee am frühen Samstagmorgen mit. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Terrorangriff der Hamas und der Reaktion Israels sorgen sich deutsche Behörden um die Sicherheitslage in der Bundesrepublik. Das geht aus Unterlagen und Aussagen aus Sicherheitskreisen hervor, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die designierte Chefin der IG Metall, Christiane Benner, fordert von der Bundesregierung eine „bessere und konsequentere Industriepolitik“. „Die Ampel muss konkret sagen, wie man vorwärtskommt, anstatt sich zu zerstreiten“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach antisemitischen Vorfällen bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Deutschland hat die Grünen-Parteivorsitzende Ricarda Lang davor gewarnt, Muslime pauschal zu verdächtigen. „Wir sollten uns davor hüten, alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen“, sagte Lang der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). 
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU-Länder rufen die Gelder aus dem europäischen Corona-Wiederaufbaufonds nur zögerlich ab und lassen damit viele Milliarden Euro liegen. Das zeigt eine Berechnung des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner, die sich auf Daten der EU-Kommission stützt und über sie die „Welt am Sonntag“ berichtet. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ankündigung von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), dass Deutschland 50 Millionen Euro humanitäre Soforthilfe für die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen geben will, ist auf deutliche Kritik gestoßen. Das berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Nahost-Politiker der Bundestagsfraktionen. 
New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Freitag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 33.127 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,9 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. 
Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Zum Auftakt des 8. Spieltags der 1. Bundesliga hat Borussia Dortmund gegen Werder Bremen 1:0 gewonnen. Damit rückt Dortmund auf den Spitzenplatz vor, Bremen stagniert auf Rang 14. Borussia hatte zunächst Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen, übernahm jedoch bald das Zepter. 
Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Die radikal-islamistische Hamas hat zwei im Gazastreifen gehaltene Geiseln freigelassen. Es handele sich um eine Mutter und ihre 17-jährige Tochter, beide US-Amerikanerinnen, berichteten israelische Medien am Freitagabend.