Start-up der TH Köln entwickelt modulare Schuhe mit Wechselsohle
Schuhe schnell und einfach zwischen drinnen und draußen wechseln – dafür hat das von der TH Köln unterstützte Start-up Modifox einen Hausschuh mit Wechselsohle entworfen. Dank eines neu entwickelten und zum Patent angemeldeten Verschlussmechanismus lässt sich die Fußbekleidung bei freihändiger Bedienung in einen Sneaker verwandeln – und soll so auch die Umwelt schonen sowie Ressourcen einsparen.
„Wir haben in einer Umfrage 500 Menschen zum Thema Schuhwechsel zwischen drinnen und draußen befragt und herausgefunden, dass rund 80 Prozent der Teilnehmenden diesen als lästig empfinden. Bisherige Lösungen für diese Problematik waren entweder zu kompliziert oder wichen beim Design sehr stark von ,normalen‘ Sneakern beziehungsweise regulären Straßenschuhen ab, weshalb sie sich am Massenmarkt nicht durchgesetzt haben“, sagt Devin Agca. Er hat das Start-up gemeinsam mit Tobias Duven, der am Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften der TH Köln studiert hat, sowie mit Karim Abdi und Wael Gdoura gegründet.
Das Team hat an einem Schuh mit doppelter Sohlentechnik gearbeitet. Dieser besteht aus einem Slipper, in den man einfach hineinschlüpfen kann, und einer modularen Außensohle. „In den Slipper, den Hausschuh, haben wir ein bequemes Fußbett und eine flexible, dünne Mittelsohle verbaut. Die stabile Außensohle für draußen lässt sich ohne händisches Anbringen befestigen, indem man in sie hineintritt“, erklärt Agca. Um die Sohle für den Einsatz im Haus wieder zu entfernen, tritt man mit dem jeweils anderen Fuß auf die Ferse des Schuhs. „Das An- und Ablegen der Sohle ist eine fließende Bewegung – ganz ohne Bücken oder Binden beziehungsweise Lösen von Schnürsenkeln“, so Agca.
Nachhaltige Materialien und CO2-Einsparung
Zunächst bietet das Team von Modifox das Modell KISS in den Farben „Fire Orange“, „Pitch Black“ und „Linen White“ mit jeweils weißer wechselbarer Außensohle an. Der modulare Schuh, der in einer Manufaktur in Portugal gefertigt wird, ist komplett vegan und frei von Plastik. Der waschbare Slipper besteht aus atmungsaktivem Bambusfutter, das Fußbett aus recyceltem Kork und die Mittel- sowie Außensohle aus TPU. Weiteres unter https://modifox.com.
Dank der Wechselsohle soll der Schuh von Modifox auch CO2 einsparen, wie Agca erläutert: „Herkömmliche Schuhe bestehen aus bis zu 30 verschiedenen Materialien, die fest miteinander verklebt werden und somit kaum voneinander getrennt werden können. Bei unserem Schuh kann die Sohle einfach ausgetauscht werden, sobald sie verschlissen ist. Dadurch verlängert sich der Lebenszyklus des Slippers.“ Zudem könne ein modularer Schuh dazu beitragen, den Konsum von Schuhen zu reduzieren und somit Umwelt und Ressourcen zu schonen, ist das Team überzeugt.
Marktpotenzial und Unterstützung durch die Hochschule
Fachlich begleitet wird das Start-up an der TH Köln von Prof. Dr. Stefan Grünwald vom Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik. „Das Team hat eine sehr innovative Konstruktion zum Wechseln der Sohle entwickelt. Zudem denkt es die Perspektive potenzieller Kund*innen mit, zum Beispiel mit Blick auf das Design, aber auch in der Ansprache bei der Vermarktung des Produkts. Ich sehe daher für Modifox gute Chancen, sich am Markt zu etablieren.“
Neben der Betreuung durch Grünwald profitiert das Team auch von den vielfältigen Möglichkeiten für Gründende an der TH Köln. Die Hochschule unterstützt Start-ups und bietet Gründungsteams eine individuelle Beratung bei der Realisierung ihrer Vorhaben. So erhält Modifox Büroflächen im Coworking Space des Gateway Gründungsservice der TH Köln am Campus Deutz und wird von diesem vernetzt sowie umfassend beraten.
Das Start-up-Team wird durch ein EXIST-Gründungsstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.
Bild:Das Team von Modifox: v.l. Wael Gdoura, Tobias Duven, Devin Agca und Karim Abdi.
Quelle:TH Köln







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