Start Blog Seite 2

nebenan.de holt neuen CTPO

0
nebenan.de holt Adam Mullen für Nachbarschaft Adam Mullen CTPO

nebenan.de holt Ex Booking Manager Adam Mullen als CTPO und treibt Positionierung als Alternative zu klassischen sozialen Netzwerken voran

Berlin, 14. April 2026. Deutschlands größtes Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de hat zum 15. Januar 2026 Adam Mullen als Chief Technology and Product Officer ernannt. In dieser Rolle verantwortet Mullen die Bereiche Technologie und Produkt und wird die Weiterentwicklung der Plattform strategisch vorantreiben. Ziel ist es, Verbindungen zwischen Nachbarinnen und Nachbarn zu stärken, Barrieren zwischen Menschen abzubauen und digitale Interaktionen stärker in reale Begegnungen zu überführen. nebenan.de erreicht heute mehrere Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland und positioniert sich zunehmend als Alternative zu klassischen sozialen Netzwerken mit Fokus auf lokale Communities.

Erfahrung aus internationalen Plattformunternehmen

Adam Mullen verfügt über umfassende Erfahrung in der Entwicklung digitaler Produkte und Plattformen. Zuletzt war er als Head of Engineering bei Smoobu tätig. Zuvor hatte er leitende Positionen bei Vinted, Vaimo, Sensibill sowie bei Booking.com inne und verantwortete dort unter anderem die Bereiche Produktentwicklung, Technik und Sicherheit. Mit seiner Erfahrung im Aufbau und der Skalierung digitaler Plattformen bringt Mullen gezielt Expertise für die nächste Wachstumsphase von nebenan.de mit.

Fokus auf echte Begegnungen im Alltag

„Was mich an nebenan.de besonders begeistert, ist die Möglichkeit, digitale Technologien so einzusetzen, dass daraus echte Begegnungen im Alltag entstehen. Genau daran möchte ich arbeiten: die Plattform weiter zu stärken, Hürden zwischen Menschen abzubauen und Nachbarschaft im Alltag konkreter erlebbar zu machen”, sagt Adam Mullen, Chief Technology and Product Officer von nebenan.de.

Strategische Weiterentwicklung der Plattform

In seiner neuen Rolle wird Adam Mullen daran arbeiten, nebenan.de als positiven digitalen Ort weiter zu stärken. Ein Fokus liegt auf der besseren Vernetzung lokaler Gewerbe mit ihrer Nachbarschaft. Gleichzeitig möchte er die Plattform barrierefreier gestalten, etwa durch sprachliche Zugänge.

Zudem wird er dazu beitragen, nebenan.de als bewussten Gegenentwurf zu klassischen sozialen Netzwerken weiter auszubauen als Ort für relevante, positive Inhalte aus der direkten Umgebung und für echten Austausch. Auch technologisch setzt er auf schnellere Entwicklungszyklen und kleinere, kontinuierliche Produktverbesserungen. Der Schutz der Community bleibt dabei zentral. nebenan.de wird weiterhin aktiv gegen Hass, Angst und missbräuchliche Nutzung vorgehen.

Stimmen aus dem Unternehmen

„Mit Adam Mullen gewinnen wir einen erfahrenen Technologie und Produktverantwortlichen, der unsere Mission teilt und zugleich wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Plattform setzt“, sagt Philipp Witzmann, CEO von nebenan.de. „Er wird eine zentrale Rolle dabei spielen, nebenan.de als führende Plattform für lokale Gemeinschaften weiter auszubauen.“

Technologie trifft Gemeinschaft

Adam Mullen verbindet technologische Expertise mit einem klaren Fokus auf Gemeinschaft mit dem Ziel, digitale Verbindungen stärker in echte Begegnungen zwischen Nachbarinnen und Nachbarn zu überführen.

Bildcredits nebenan.de

Quelle Good Hood GmbH

Von spezialisierten zu anpassungsfähigen KI-Systemen

0
Reinforcement Learning André Biedenkapp Emmy Noether Förderung Bild: Dr. André Biedenkapp erhält Emmy Noether-Förderung der DFG. (Foto: André Biedenkapp, KIT)

André Biedenkapp erhält Emmy Noether Förderung für Forschung zur Generalisierbarkeit im Reinforcement Learning

Wie können KI Systeme ihr erlerntes Verhalten besser auf neue, bislang unbekannte Situationen übertragen Mit dieser Frage beschäftigt sich Dr. André Biedenkapp künftig am Karlsruher Institut für Technologie KIT. Für seine Forschung zur besseren Generalisierbarkeit von Reinforcement Learning Verfahren hat er erfolgreich eine Emmy Noether Gruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG eingeworben und erhält dafür in den kommenden drei Jahren rund 1,2 Millionen Euro. Nach erfolgreicher Zwischenevaluation nach den ersten drei Jahren stellt die DFG für weitere drei Jahre rund 920000 Euro in Aussicht.

„Die Emmy Noether Förderung ermöglicht herausragenden Nachwuchsforschenden frühzeitig wissenschaftliche Eigenständigkeit“, sagt Professor Stefan Hinz, Vice Provost Wissenschaftlicher Nachwuchs des KIT. „Mit seinen Arbeiten zur Weiterentwicklung lernfähiger KI Systeme steht Dr. André Biedenkapp beispielhaft für exzellente junge Forschung am KIT.“

Reinforcement Learning und seine Grenzen

Reinforcement Learning RL ist ein Lernparadigma der Künstlichen Intelligenz KI, bei dem ein KI Agent durch Ausprobieren lernt, wie er sich in einer vorgegebenen Umgebung verhalten soll. Rückmeldungen in Form von Belohnungen helfen dem System dabei, wünschenswertes Verhalten zu wiederholen und ungünstiges zu vermeiden. Diese Methode ist besonders leistungsfähig für Probleme, bei denen Entscheidungen sequenziell getroffen werden müssen etwa in der Robotik, der Logistik oder der Ressourcensteuerung.

Ein zentrales Problem klassischer RL Ansätze besteht jedoch darin, dass die erlernten Strategien häufig stark auf die jeweilige Trainingsumgebung zugeschnitten sind. Schon geringe Veränderungen können dazu führen, dass der KI Agent nicht mehr weiß, wie er sich sinnvoll verhalten soll. „Heute funktionieren RL Agenten hervorragend unter den Bedingungen, für die sie trainiert wurden stoßen aber schnell an ihre Grenzen, wenn sich diese ändern“, sagt Dr. André Biedenkapp. Bis August 2026 ist er an der Universität Freiburg tätig. Ab September 2026 startet er am Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT mit der neu eingeworbenen Emmy Noether Gruppe „Von mittelmäßigen zu meisterhaften Generalisten Die Macht des Kontexts im RL“ der DFG.

Mehr Kontext für robustere Lernverfahren

An diesem Punkt setzt die Emmy Noether Gruppe an Ziel ist es, Trainingsverfahren für Reinforcement Learning so zu erweitern, dass Künstliche Intelligenzen robuster und anpassungsfähiger werden. Dazu berücksichtigt das Team rund um Biedenkapp zusätzliche Informationen über die jeweilige Umgebung oder Welt, in der der Agent agiert. Auf diese Weise soll die KI lernen, welches Verhalten in welcher Situation besonders geeignet ist und dieses Wissen auch auf ähnliche, unbekannte Situationen übertragen können.

Langfristig könnte dieser Ansatz ein entscheidender Schritt sein, Reinforcement Learning stärker in realen Anwendungen einzusetzen. Bislang sind viele RL basierte KI Systeme auf hochpräzise Simulatoren angewiesen, die reale Umgebungen möglichst exakt nachbilden. Solche Simulatoren sind jedoch aufwendig, teuer und für komplexe Szenarien kaum realisierbar. „Wenn RL basierte Systeme besser generalisieren, wird es weniger entscheidend, jede mögliche Situation perfekt zu simulieren. Das würde die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie erheblich erweitern“, so Biedenkapp.

Zum Emmy Noether Programm

Das Emmy Noether Programm eröffnet herausragend qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Gruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.

Weitere Informationen

Bild Dr. André Biedenkapp erhält Emmy Noether-Förderung der DFG. (Foto: André Biedenkapp, KIT)

Quelle Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Starke Impulse für die Zukunft der Wirtschaft

0
Fempreneur Club Cristina Frint Frauen in Führung @ Muna Group

Cristina Frint verstärkt Vorstand des Fempreneur Clubs

Der Fempreneur Club, ein wachsendes Netzwerk für Frauen in Wirtschaft und Führung, verstärkt seinen Vorstand mit der international erfahrenen Unternehmerin, Philanthropin und Gründerin der Munay Group Cristina Frint. Mit diesem Schritt unterstreicht die Organisation ihre strategische Ausrichtung auf globale Vernetzung, nachhaltige Wirkung und ein neues Verständnis von Leadership.

Wien, 8. April 2026 In einem wirtschaftlichen Umfeld, das zunehmend von Komplexität, Unsicherheit und strukturellem Wandel geprägt ist, wird deutlich Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen. Leistungsdruck, Effizienzsteigerung und starre Hierarchien verlieren an Wirksamkeit gefragt sind neue Ansätze, die den Menschen ebenso in den Mittelpunkt stellen wie wirtschaftlichen Erfolg. Judith Niedl, Gründerin des Fempreneur Club, sieht darin einen grundlegenden Paradigmenwechsel „Nachhaltiger Erfolg ist kein Resultat von Druck, sondern von der inneren Ausrichtung und Klarheit der Führungskraft.“

Mit ihrem Konzept des Success in Alignment beschreibt sie eine neue Logik von Erfolg, bei der Resonanz zwischen Strategie, Unternehmenskultur und persönlicher Haltung zur zentralen Führungsaufgabe wird. Der Fempreneur Club fungiert dabei als Plattform für genau diesen Wandel und als Raum für Frauen, die Führung neu denken und gestalten wollen.

Internationale Perspektive für ein globales Netzwerk

Mit Cristina Frint gewinnt der Club eine Führungspersönlichkeit, die diese neue Form von Leadership seit Jahren international lebt. Ihre berufliche Laufbahn umfasst leitende Funktionen im Corporate und Investmentbanking ebenso wie ihre Tätigkeit als Unternehmerin, Business Angel und Gründerin der Munay Group, die sich auf nachhaltige, wirkungsorientierte Projekte spezialisiert hat.

Darüber hinaus engagiert sich Frint in den Vorständen der Mompreneur Society sowie des Center for Advocacy and Global Growth CAGG und bringt damit umfassende Erfahrung in der Förderung von Frauen sowie in sozialer und ökologischer Wirkung ein. „Ich glaube zutiefst an die Mission, die Judith mit Fempreneur geschaffen hat. Frauen in Wirtschaft, Führung und persönlicher Entwicklung zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen und dem Vorstand beizutreten fühlte sich wie eine natürliche Erweiterung dieses Engagements an“, erklärt Cristina Frint.

Strategische Rolle mit Fokus auf Wachstum und Wirkung

In ihrer neuen Funktion wird sich Frint insbesondere auf die internationale Expansion des Fempreneur Club, den Ausbau globaler Partnerschaften sowie die strategische Weiterentwicklung des Netzwerks konzentrieren. „Mein Ziel ist es, Türen für Kooperationen zu öffnen, Frauen über Kontinente hinweg zu vernetzen und Möglichkeiten zu schaffen, die sie sowohl beruflich als auch persönlich stärken“, so Frint.

Ihr Hintergrund im internationalen Bankwesen und ihre Arbeit mit globalen Organisationen haben ihr Engagement geprägt, starke wirtschaftliche Beziehungen zwischen den USA, Lateinamerika und Europa zu fördern, soziale Verantwortung zu stärken und für den Schutz der Umwelt einzutreten. Eine ihrer wegweisenden, über neun Länder der Amazonasregion erstreckenden Initiativen ist Corredor Creativo Amazónico. Sie verbindet kreative Gemeinschaften, indigenes Wissen, kulturelles Erbe und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in einem transnationalen Ökosystem. Das Projekt wurde auf der COP30 vorgestellt.

Gemeinsame Vision Frauen global stärken

Das gemeinsame Ziel von Judith Niedl und Cristina Frint ist klar definiert eine internationale Community aufzubauen, die Frauen stärkt, verbindet und ihnen neue Möglichkeiten eröffnet unabhängig von Branche, Standort oder Karrierestufe. „Führung bedeutet heute, Räume zu schaffen, in denen sich Potenziale entfalten können“, so Niedl. „Wenn die Energie der Führungskraft stimmt, folgt der wirtschaftliche Erfolg als logische Konsequenz.“ Cristina Frint ergänzt „Wir müssen erkennen, dass wir nicht alles alleine schaffen müssen. Gemeinschaft ist der Schlüssel sie ermöglicht es uns, zu wachsen, größer zu denken und echte Veränderung zu bewirken.“

Ein starkes Signal für die Zukunft der Wirtschaft

Mit der Erweiterung des Vorstands setzt der Fempreneur Club ein klares Zeichen Für eine Wirtschaft, die auf Verbindung statt Wettbewerb, auf Sinn statt reinen Output und auf nachhaltige Entwicklung statt kurzfristiger Optimierung setzt.

Bild Cristina Frint Bildcredits: Muna Group

Quelle Renate Kaiser

Proaktive Präzisionsgesundheit

0
Altern Gesundheit Medizin neu gedacht Josef Schreiber Foto altrafoto.de

„Wir müssen aufhören, Krankheit zu managen, und anfangen, Gesundheit zu designen.“

Altern ist unvermeidlich. Aber wie wir altern – ob als stetiger Verfall oder als Reifungsprozess voller Energie – liegt in unserer Hand. Dank Epigenetik, Biohacking und Longevity stehen wir am Beginn einer Revolution. Wir sprachen mit dem Wissenschaftler und Unternehmer Dr. Josef Scheiber über das Ende des Alterns, den Rhythmus des Lebens und warum die Medizin der Zukunft im eigenen zuhause statt im Krankenhaus stattfindet.

Herr Dr. Scheiber, oft ist von einem Paradigmenwechsel bei Gesundheit die Rede. Was steckt dahinter?

Dr. Josef Scheiber: Das klassische Präventionsmodell ist gescheitert, weil es den Körper wie eine Maschine betrachtet. Unsere Medizin repariert nur, was bereits defekt ist. Wir verlängern zwar das Leben, aber nicht die Lebensqualität. Gesundheit wird anhand eines Durchschnitts definiert – „normal“ heißt oft nur: „noch nicht krank genug für Medikamente“.
Was wir stattdessen brauchen, ist eine „Proaktive Präzisionsgesundheit“. Der Körper ist kein mechanisches Objekt, sondern ein biologisches System, das sich selbst reparieren kann. Altern ist kein Verschleiß, sondern Informationsverlust – vergleichbar mit dem Rauschen einer zerkratzten CD. Echte Prävention bedeutet, das Signal wieder klarzumachen. Wir warten nicht auf den Verfall, sondern programmieren aktiv dagegen. Wir wechseln von „reaktiver Medizin“ zu „proaktiver Gesundheit“.

Sie sprechen von einem Loop. Warum ist das Schwingen zwischen Aktivierung und Regeneration so wichtig? Reicht es nicht, gesund zu leben?

Dr. Josef Scheiber: Balance wird oft mit Stillstand verwechselt. Lebende Systeme müssen schwingen. Unsere moderne Lebensweise schafft eine „komfortable Stagnation“. Biologisch fatal, denn unsere Gene erwarten Reize.
Das Prinzip der Hormesis besagt: ein kurzer, akuter Stressreiz aktiviert Reparaturprogramme. Das Konzept des Loops formalisiert diesen Rhythmus. Zwei klare Phasen sind entscheidend: die Aktivierungsphase mit Energieverbrauch und Reizen, die die Reparaturprogramme anstößt, und die Regenerationsphase, in der DNA repariert und Zellen aufgebaut werden.
Viele Menschen leben in einer gefährlichen Grauzone: weder richtig aktiv noch richtig in Ruhe. Langlebigkeit entsteht nicht in der Mitte, sondern in der dynamischen Schwingung zwischen den Extremen.

Ein faszinierender Ansatz ist „Sense-Omics“. Wie können Sinne wie Licht oder Geruch Gene beeinflussen? Das klingt für Laien fast ein bisschen esoterisch.

Dr. Josef Scheiber: Sense-Omics ist harte Biophysik. Geist und Körper sind biologisch nicht getrennt. Jeder Sinnesreiz wird übersetzt. Licht wirkt als molekularer Befehl, Gerüche aktivieren das Immunsystem, Kälte steigert den Energieverbrauch. Unser Körper reagiert permanent auf die Umwelt. Wer Langlebigkeit erreichen will, muss diese Signale bewusst steuern – jeder Reiz wird zum epigenetischen Impuls.

Wenn wir biologisch jünger bleiben, wozu nutzen wir die zusätzliche Zeit? Braucht die neue Biologie eine neue Psychologie?

Dr. Josef Scheiber: Ein biologisches System ohne Sinn schaltet sich ab. Wenn ein Organismus keine Aufgabe mehr hat, wird er abgebaut. Moderne Prävention schenkt gesunde Jahre, doch wir brauchen ein neues Lebensmodell. Der Homo Regenerativus versteht sich als Prozess, entwickelt sich weiter und bleibt aktiv.
Studien zeigen, dass eine positive Haltung zum Altern die Lebensdauer verlängert. Sinnhaftigkeit wirkt wie ein starker epigenetischer Schalter. Es geht nicht darum, dem Tod davonzulaufen, sondern das Leben möglichst lange lebendig und sinnvoll zu gestalten.

Die Zukunft der Medizin liegt im Pro statt im Anti

Das muss auch die Medizin endlich einsehen. Statt auf „Anti“ zu setzen, geht es künftig um das „Pro“: Pro-Regeneration, Pro-Vitalität. Wer seinen Körper als intelligentes System versteht, verändert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch sein Umfeld. So entsteht eine neue Form von Energie, die weit über den Einzelnen hinaus wirkt.

Herr Dr. Scheiber, vielen Dank für das erkenntnisreiche Gespräch.

Bild: Ernennung der Botschafter:in der Oberpfalz 2023 Oberpfalz Marketing e. V. Regierung der Oberpfalz Emmeramsplatz Bildcredtis/Fotograf: altrofoto.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Schnelles Wachstum: Legora erzielt 
über 100 Millionen US‑Dollar Jahresumsatz

0
Legora KI juristische Arbeit im Wandel Max Junestrand @ Legora

KI Plattform von Legora erreicht 100 Millionen Umsatz

Weniger als 18 Monate nach der Markteinführung seiner KI Plattform für Juristinnen und Juristen gibt Legora bekannt, dass das Unternehmen die Marke von 100 Millionen US Dollar Jahresumsatz überschritten hat und inzwischen mehr als 1.000 Kunden betreut. Der Erfolg zeigt, wie schnell sich künstliche Intelligenz in Kanzleien und Rechtsabteilungen durchsetzt. Treibende Kraft dieses Wachstums ist der Wandel darin, wie juristische Teams KI nutzen.

Von Einzellösungen zu komplexen KI Workflows

In der Anfangsphase konzentrierte sich der Einsatz auf einzelne Aufgaben wie Recherchen oder die Sichtung von Dokumenten. Heute nutzen immer mehr Rechtsteams Legora für mehrstufige, agentenbasierte Workflows – von der Prüfung großer Dokumentenmengen bis zur Erstellung strukturierter Berichte.

Schnelles Wachstum im Enterprise Bereich

Der Sprung von 1 Million auf 100 Millionen US Dollar jährlich wiederkehrender Einnahmen innerhalb von 18 Monaten macht Legora zu einem der wenigen Softwareunternehmen, die sich im Zeitalter der generativen KI im Enterprise Bereich so schnell entwickelt haben.

KI wird zur Infrastruktur juristischer Arbeit

„Das zeigt, wie schnell unsere Kunden die Branche vorantreiben“, sagt Max Junestrand, CEO und Mitgründer von Legora. „Sie definieren neu, wie juristische Arbeit erledigt wird. KI wird dabei zur grundlegenden Infrastruktur für diesen Beruf.“

Ursprung der Idee und enge Zusammenarbeit mit Kanzleien

Dieser Meilenstein krönt einen rasanten Aufstieg. Legora brachte seine Plattform im Oktober 2024 auf den Markt – zu einem Zeitpunkt, als die Einführung generativer KI in Unternehmen zunehmend Fahrt aufnahm. Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Ein Junior Associate verbrachte Monate mit manuellen Zusammenfassungen von Gerichtsurteilen. Nach der Aufnahme in das Y Combinator Programm arbeitete Legora eng mit der Kanzlei Mannheimer Swartling zusammen, um reale Arbeitsabläufe zu verstehen und das Produkt praxisnah weiterzuentwickeln.

Internationale Expansion und starke Kundenbasis

Seitdem ist Legora von wenigen frühen Nutzern auf mehr als 1.000 Kanzleien und Rechtsabteilungen in 50 Märkten gewachsen. Zu den Kunden zählen internationale Kanzleien wie White & Case, HSFK und Linklaters sowie große Unternehmen wie Barclays. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen mehr als 400 Mitarbeitende an neun Standorten weltweit.

Neue Finanzierung für weiteres Wachstum

Kürzlich gab Legora seine Series D Finanzierungsrunde bekannt. Die Mittel sollen genutzt werden, um die Präsenz in den USA und weiteren wichtigen Märkten auszubauen sowie in Produkt und Infrastruktur zu investieren.

Transformation der juristischen Arbeit durch KI

„Wir stehen noch am Anfang dieser Transformation“, sagt Max Junestrand. „Foundation Modelle entwickeln sich schnell weiter, aber der eigentliche Mehrwert liegt in ihrer Anwendung. Juristische Arbeit entwickelt sich von einzelnen Tools hin zu integrierten Systemen, in denen KI aktiv an Ergebnissen mitwirkt. Teams, die KI heute erfolgreich einsetzen, werden die Zukunft der Branche prägen.“

Bild Max Junestrand Bildcredits Legora

Quelle Adel & Link Public Relations GmbH & Co. KG

Digitale Rechnungsstellung stärkt Effizienz und Liquidität

0
E Rechnung digitale Rechnungsstellung ZUGFeRD

Die digitale Transformation bestimmt schon lange nicht mehr nur die Modernität, sondern auch zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere im Rechnungswesen wird deutlich, dass Abläufe, die analog oder nur teilweise digitalisiert sind, Zeit kosten, Fehler begünstigen und Liquidität binden. Ab dem 1. Januar 2025 ist es für inländische Unternehmen im B2B-Bereich erforderlich, E-Rechnungen empfangen zu können. Es gilt jedoch auch, dass eine einfache PDF-Datei seitdem grundsätzlich nicht mehr als E-Rechnung angesehen wird. Es gibt zwar Übergangsregelungen für den Versand, aber die Entwicklung ist eindeutig: Strukturierte, maschinenlesbare Rechnungsformate werden zum Standard.

Digitale Pflicht mit strategischem Potenzial

Darin liegt für Unternehmen nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern auch die Chance, Prozesse sauber zu automatisieren. Eine E-Rechnungssoftware unterstützt dabei, dass Rechnungen rechtssicher erstellt, empfangen und verwaltet werden können. Zudem lassen sich Formate wie ZUGFeRD und XRechnung nutzen, sodass die Umstellung praktisch und ohne Medienbrüche in den Arbeitsalltag integriert werden kann.

Digitale Rechnungsstellung reduziert den operativen Aufwand an mehreren Stellen gleichzeitig. Druck, Kuvertierung und Postversand entfallen, manuelle Dateneingaben werden deutlich verringert und Rechnungsdaten können direkt in nachgelagerte Systeme übernommen werden. Das Bundesfinanzministerium verweist ausdrücklich darauf, dass beim Empfänger doppelte Arbeitsgänge vermieden werden und Fehler sinken, wenn Rechnungen strukturiert elektronisch vorliegen.

Auch wirtschaftlich ist der Effekt relevant. Laut Lexware spart der Rechnungssender im Schnitt rund 4,50 Euro pro Rechnung, während auf Empfängerseite im Mittel sogar 11,20 Euro pro Vorgang eingespart werden können. Für einen Betrieb mit regelmäßigem Rechnungsvolumen summiert sich das schnell auf einen spürbaren Betrag. Ein häufig zitiertes Praxisbeispiel zeigt, dass ein Handwerksbetrieb mit 50 Rechnungen pro Monat allein auf der Versandseite rund 2.700 Euro pro Jahr einsparen kann. Dass dadurch zugleich Papierverbrauch, Portoaufwand und interne Bearbeitungszeiten sinken, verbessert nicht nur die Kostenstruktur, sondern auch die Prozessqualität.

Schnellere Abläufe verbessern die Liquidität

Hinzu kommt, dass strukturierte Rechnungsdaten die Buchhaltung beschleunigen und die Transparenz erhöhen. Wenn Daten automatisiert eingelesen, geprüft und archiviert werden, lassen sich Freigaben, Verbuchungen und Zahlungsabgleiche wesentlich effizienter organisieren. Genau an diesem Punkt entfaltet eine integrierte E-Rechnungslösung ihren größten Nutzen. Solche Systeme ermöglichen die rechtssichere Erstellung, den Empfang und die Verwaltung von E-Rechnungen.

Außerdem unterstützen sie Standardformate wie ZUGFeRD und XRechnung, generieren automatische Buchungsvorschläge und speichern Dokumente GoBD-konform im Originalformat. Für Unternehmen bedeutet das, dass die Umstellung nicht isoliert gedacht werden muss, sondern direkt mit Buchhaltung, Zahlungsüberwachung und Archivierung verknüpft werden kann. Schnellere und sauberere Prozesse wirken sich damit mittelbar auch positiv auf den Zahlungseingang und die Liquiditätsplanung aus.

Marktdaten zeigen deutlichen Handlungsbedarf

Die aktuellen Marktdaten zeigen zugleich, dass in vielen Unternehmen noch deutlicher Nachholbedarf besteht. Laut Bitkom konnten Ende 2024 nur 45 Prozent der befragten Unternehmen E-Rechnungen empfangen, während 55 Prozent E-Rechnungen bereits bei ausgehenden Rechnungen nutzten. Ebenfalls relevant ist, dass 58 Prozent ihre Prozesse in Buchhaltung, Finanzen und Controlling als weitestgehend oder vollständig digitalisiert einstuften. Das klingt zunächst nach Fortschritt, macht aber gleichzeitig sichtbar, dass zwischen interner Digitalisierung und externer, standardisierter Rechnungsabwicklung noch eine Lücke besteht. Die Bitkom-Daten belegen außerdem, dass beim Versand von E-Rechnungen maschinenlesbare Formate noch nicht flächendeckend dominieren. Gerade deshalb verschafft eine frühzeitige Umstellung einen klaren Vorsprung, weil sie operative Reibungsverluste reduziert und künftige regulatorische Anforderungen bereits heute abbildet.

So gelingt die Einführung im Unternehmen

Die Einführung muss nicht komplex sein, wenn sie strukturiert geplant wird. Zunächst sollte geprüft werden, welche bestehenden Systeme bereits vorhanden sind und ob diese Formate nach EN 16931 verarbeiten können. Danach folgt die Auswahl einer Lösung, die Erstellung, Empfang, Verarbeitung und Archivierung in einem nachvollziehbaren Ablauf verbindet. Anschließend sollten Kunden, Lieferanten und der Steuerberater informiert werden, damit Formate, Übertragungswege und Zuständigkeiten sauber abgestimmt sind. In einer kurzen Testphase lassen sich typische Praxisfälle prüfen, etwa Rechnungseingang, Freigabe, Verbuchung und Archivierung.

Für viele Unternehmen ist dabei entscheidend, dass eine Software nicht nur formal die Pflicht erfüllt, sondern den operativen Alltag tatsächlich vereinfacht. Lexware Office setzt genau dort an, weil die Lösung E-Rechnungen rechtssicher abbildet, ZUGFeRD und XRechnung unterstützt und die Verarbeitung direkt im System ermöglicht.

Digitale Rechnungsstellung ist kein Randthema der Buchhaltung mehr, sondern ein Hebel für Effizienz, Transparenz und Wachstum. Unternehmen, die den Umstieg jetzt sauber umsetzen, reduzieren Aufwand, vermeiden Medienbrüche und schaffen eine belastbare Grundlage für schnellere Abläufe.

FAQ zur digitalen Rechnungsstellung

Wie unterscheiden sich eine PDF-Rechnung und eine E-Rechnung?

Obwohl eine PDF-Rechnung digital ist, bedeutet das nicht, dass sie automatisch die Kriterien für eine echte E-Rechnung erfüllt. Das Wichtigste ist, dass eine E-Rechnung in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format vorliegt, um eine automatisierte Verarbeitung der Daten zu ermöglichen. Reformats wie XRechnung oder ZUGFeRD ermöglichen es, dass Rechnungsdaten ohne manuelle Zwischenschritte in Buchhaltungs- und ERP-Systeme übernommen werden können.

Ab wann müssen Unternehmen die E-Rechnung verpflichtend nutzen?

Ab dem 1. Januar 2025 ist es für Unternehmen im B2B-Bereich in Deutschland Pflicht, E-Rechnungen empfangen zu können. Versandfristen variieren, abhängig von der Unternehmensgröße und den Übergangsregelungen. Es ist für viele Unternehmen sinnvoll, frühzeitig auf digitale Prozesse umzusteigen, weil man so rechtliche Anforderungen und betriebliche Effizienz besser zusammenbringen kann.

Was macht eine E-Rechnungssoftware für kleine und mittlere Unternehmen so wertvoll?

Wiederkehrende Arbeitsschritte zu automatisieren, ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen ein großer Vorteil. Die Reduzierung von Fehlerquellen, die Senkung des manuellen Aufwands und die Beschleunigung von Zahlungsvorgängen sind alles Vorteile.

Autor: Nicole Pfeiffer

Bild@ Freepik.com

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neuer KI-basierter Incubator für Erstgründer

0
Impact Sprint Lab für Gründerinnen und Gründer KI Das Team hinter dem Impact Sprint Lab (v.l.n.r.): Sandra Aguirre (Social Media Managerin), Anisha Mohil (Lead Impact Coach), Regine Haschka-Helmer (Head Coach) und Yamile Vargas (Head of Venture Building). Foto: Impact Sprint Lab

Neuer KI basierter Incubator Impact Sprint Lab unterstützt Erstgründer beim Unternehmensstart

Ein viermonatiges Programm setzt auf KI und No Code, um angehende Gründerinnen und Gründer beim Aufbau ihres Startups zu begleiten. Kostenlos und bundesweit. Mit dem Impact Sprint Lab startet ein neuer Incubator für Erstgründerinnen und Gründer mit Migrationsgeschichte, die ihre Business Ideen verwirklichen wollen. Ziel des viermonatigen Sprints ist es, gesellschaftlich relevante Ideen zu tragfähigen Geschäftsmodellen zu entwickeln. Das englischsprachige hybride Programm steht Teilnehmerinnen und Teilnehmern kostenfrei aus ganz Deutschland offen. Der Bewerbungsprozess für den ersten Sprint läuft ab sofort. Programmstart ist der 30. April.

„Wir freuen uns sehr, mit dem Impact Sprint Lab ein weiteres Accelerator Programm anbieten zu können, das frühphasige Geschäftsideen gezielt validiert und Gründerinnen und Gründer bereits in der Ideenphase unterstützt. Mit dem Incubator Village Beeskow, unseren Co Working Spaces in Berlin und Beeskow sowie einer Beteiligungsgesellschaft bauen wir bei Valuedfriends Schritt für Schritt ein breit aufgestelltes kompetentes Startup Ökosystem auf“, so Claudia Andrea Brasche, Equity Partnerin bei der Valuedfriends AG.

Fokus auf Impact und nachhaltige Geschäftsmodelle

Konzipiert wurde das Impact Sprint Lab von einem Seriengründer Team, das Erfahrung in den Bereichen KI, Nachhaltigkeit und Impact einbringt. Das ISL fördert Geschäftsideen, die sozialen Mehrwert mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden. Ob Bildungsgerechtigkeit oder soziale Inklusion im Fokus stehen Lösungen, die messbar zur Bewältigung drängender Probleme beitragen. Das Besondere an diesem Ansatz ist die konsequente Ausrichtung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Durch Methoden wie Impact Mapping, bei dem die Wirkung der Geschäftsidee präzise geplant wird, und die Definition klarer Kennzahlen wird der gesellschaftliche Nutzen von Anfang an in die Unternehmensstrategie integriert und steuerbar gemacht.

Vom Prototyp zum Markt

Das Impact Sprint Lab setzt dort an, wo technische Hürden oder ein fehlendes Netzwerk oft den Fortschritt bremsen. „Erfolg hängt heute nicht mehr zwingend davon ab, selbst programmieren zu können“, erklärt das Team des ISL. Stattdessen liegt der Fokus auf Geschäftsstrategie, dem Aufbau wirkungsvoller Branchenkontakte und dem Einsatz moderner No Code Tools, also Software, mit der sich Anwendungen visuell und ohne Programmierkenntnisse erstellen lassen.

In nur vier Monaten validieren die Teilnehmenden ihre Konzepte unter realen Bedingungen. Durch den gezielten Einsatz von KI Tools erhalten sie digitale Unterstützung für Research, Strategie und Prototyping. So können sie Landingpages und erste Produktmodelle eigenständig entwickeln und Marktdaten direkt testen.

Empowerment und Leadership

Erfahrene Coaches unterstützen die Gründerinnen und Gründer durch AI Prompting, kompakte Workshops, Q und A Sessions und individuelles Coaching. Dabei entwickeln sie Kompetenzen in Leadership, Strategie und der Anwendung neuer Technologien. Das hybride Format passt sich der Lebensrealität der Teilnehmenden an mit Online Workshops und einem Retreat im brandenburgischen Beeskow, um fernab vom Alltag Netzwerke zu stärken und ein stabiles Fundament für das eigene Unternehmen zu schaffen.

„Viele internationale Gründer haben starke Ideen scheitern aber nicht am Potenzial sondern an Zugang Geschwindigkeit und Umsetzung“, sagt Yamile Vargas, Leiterin Venture Building und Programm Entwicklung beim Impact Sprint Lab. „Das Impact Sprint Lab ist aus meiner eigenen Erfahrung als internationale Gründerin in Deutschland im KI und EdTech Bereich entstanden. Genau hier setzt das Programm an Wir kombinieren AI No Code und unternehmerische Methoden um diese Hürden zu durchbrechen und Gründer in wenigen Monaten von der Idee in den Markt zu bringen.“

Programmstruktur und Bewerbung

Um dieses Ziel zu erreichen ist das Programm in drei klare Phasen gegliedert

Viermonatiger Sprint Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der ersten Idee bis zum marktfähig validierten Konzept begleitet

Demo Day als Meilenstein Den Abschluss bildet die Präsentation der Projekte vor einem ausgewählten Netzwerk aus Investoren und Branchenexperten

Nachhaltiger Support Nach dem Programmende unterstützt das Lab die Teams für weitere drei Monate bei der Umsetzung der nächsten Gründungsschritte

Gründungsinteressierte aus ganz Deutschland können sich ab sofort bewerben. Gesucht werden kreative Köpfe mit einer Idee für positive soziale oder ökologische Veränderung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bild Das Team hinter dem Impact Sprint Lab (v.l.n.r.): Sandra Aguirre (Social Media Managerin), Anisha Mohil (Lead Impact Coach), Regine Haschka-Helmer (Head Coach) und Yamile Vargas (Head of Venture Building). Foto: Impact Sprint Lab

Quelle ART-KON-TOR Media GmbH

Expansion in deutschen Markt offiziell eingeläutet

0
afreshed etepetete Logistik Expansion Deutschland Bild afreshed-Gründer, von links nach rechts: Maximilian Welzenbach, Lukas Forsthuber, Bernhard Bocksrucker (vorne). Bildcredits afreshed

Der Marktführer für Bio Retterboxen in Österreich, afreshed, hat heute die Übernahme des deutschen Wettbewerbers etepetete bekannt gegeben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dieser Transaktion läutet afreshed die Expansion in den deutschen Markt ein, dafür hat der Bio Lieferdienst eine Finanzierungsrunde im mittleren siebenstelligen Bereich abgeschlossen. Investor ist die unter anderem auf Nahrungs und Genussmittel spezialisierte Raiffeisen Holding Niederösterreich Wien, die sich mit 25,1 Prozent am Unternehmen beteiligt. Mit der Raiffeisen Holding NÖ Wien an der Seite gewinnt afreshed einen starken strategischen Partner, der die langfristige Wachstumsstrategie unterstützt: die Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum ausbauen.

Marktführerschaft und Internationalisierung ausweiten

Mit etepetete haben die Gründer einen etablierten Wettbewerber übernommen, der Kunden in jedem Bundesland hat, insbesondere in Baden Württemberg, Bayern und Berlin. Bernhard Bocksrucker, Mitgründer von afreshed, kommentiert die Übernahme: „Die Marke etepetete bleibt erhalten. Die Übernahme gibt uns nicht nur sofortige Marktpräsenz, sondern auch lokales Know how und einen bestehenden Kundenstamm, auf dem wir aufbauen können. Diese Transaktion soll lediglich die erste ihrer Art sein, auf die weitere in Richtung Internationalisierung folgen sollen. Unser Ziel ist es, der führende Anbieter für gerettete Lebensmittel im deutschsprachigen Raum zu werden. Unter der gemeinsamen Marke werden wir die Bekanntheit der Retterboxen weiter stärken.“ Lukas Forsthuber, Mitgründer von afreshed, unterstreicht: „etepetete war für uns immer ein Vorbild und hat den Markt maßgeblich geprägt. Dass wir dieses Unternehmen jetzt übernehmen, ist für uns ein besonderer Schritt und gleichzeitig große Motivation für die kommenden Jahre.“

etepetetes Entwicklung

Christopher Hallhuber und Georg Lindermair haben etepetete seit der Gründung im Jahr 2014 zum Marktführer für Online Biokisten in Deutschland aufgebaut. Während der Pandemie wuchs das Unternehmen nochmals deutlich und war in den Jahren 2020 und 2021 profitabel. Zu Spitzenzeiten beschäftigte etepetete rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Zuge schwieriger Marktbedingungen in 2022 verzeichnete etepetete wie viele E Commerce Marken erstmals seit der Gründung einen Umsatzrückgang. In der Folge führten die Gründer das Unternehmen zurück auf einen stabilen und profitablen Kurs. Seit Q4 2024 ist etepetete wieder profitabel.

Im Zuge der Übernahme geben die Münchner Gründer die operative Verantwortung nun nach Wien ab. „Wir freuen uns sehr über den Zusammenschluss beider Marken. Die drei afreshed Gründer haben in kurzer Zeit gezeigt, wie man auch unter schwierigen Marktbedingungen ein starkes, serviceorientiertes Unternehmen aufbaut. Wir sind überzeugt, dass sich die geplanten Veränderungen sehr positiv auf die zukünftige Entwicklung von etepetete auswirken werden. Wir danken unserem Team, unseren Gesellschaftern und Partnern für die großartige Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, ohne die die positive Entwicklung von etepetete nicht möglich gewesen wäre. Und wir sind gespannt und freuen uns darauf, die weitere Entwicklung von etepetete und afreshed auch künftig zu verfolgen“, so die beiden Gründer von etepetete.

Ausbau der Logistik Infrastruktur und Digitalisierung

Dass das Geschäftsmodell des Wiener Bio Lieferdienstes funktioniert und skalierbar ist, hat das Gründer Trio bewiesen. Der Lieferdienst operiert flächendeckend in Österreich und hat den Break even erreicht. Täglich werden tausende Lieferungen in Deutschland und Österreich an Endkunden zugestellt. Die Gründer haben das Modell stetig verbessert, ihr Produkt stark digitalisiert und in die eigene Logistik Infrastruktur investiert, die das Herzstück bildet. afreshed unterhält in Österreich eine eigene Lieferdienst Flotte mit knapp 20 Fahrzeugen. Die Touren werden über eine eigens entwickelte Software CO2 optimiert geplant. So wird die sogenannte Last Mile der Schritt vom Verteilzentrum bis zur Haustür des Endkunden effizient organisiert.
„Während das Obst und Gemüsegeschäft ein stabiler und starker Nischenmarkt ist, hat die Digitalisierung um unser Marktsegment der Landwirtschaft allerdings einen Bogen gemacht. Das frische Kapital fließt in den Ausbau der Logistik Infrastruktur und die punktuelle Produkterweiterung“, kommentiert Maximilian Welzenbach die zukünftigen Pläne.

Ein zentrales Element der deutschen Expansionsstrategie ist der Aufbau einer solchen Logistik Infrastruktur ähnlich wie in Österreich, die in dieser Form überregional noch nicht existiert: afreshed führt das erste flächendeckende Mehrwegkonzept in der Last Mile Logistik ein, das eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Verpackungen ermöglicht. Die Umstellung erfolgt schrittweise nach Bundesland angefangen im Süden gen Norden gehend und markiert eine strukturelle Abkehr vom reinen Online Versand hin zum echten Bio Lieferdienst. Möglich wird das durch den Einsatz einer eigenen Fahrzeugflotte: Die Fahrer stehen nicht nur für eine verlässliche persönliche Lieferqualität, wie Kundinnen und Kunden sie aus anderen Dienstleistungsbereichen kennen, sondern ermöglichen gleichzeitig den Rücktransport der Mehrwegboxen. Für die Endkunden bedeutet das eine spürbar bessere Erfahrung: pünktliche Zustellung mit bekanntem Gesicht kombiniert mit einem konsequent nachhaltigen Verpackungsmodell.

Überblick der Obst und Gemüsemarkt in Deutschland

Laut Statista wurde online mit Lebensmitteln in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich mehr umgesetzt. 2024 lagen die Umsätze des Lebensmittelhandels im Internet bei knapp vier Milliarden Euro. Weiterhin ist der Online Markt für FMCG Produkte mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 7,3 Prozent im Jahr 2024 einer der dynamischsten Online Märkte des Landes.
Rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich auf dem Weg vom Feld bis auf den Teller entsorgt, davon entfallen rund 200.000 Tonnen Lebensmittel allein auf die Landwirtschaft, obwohl 85 Prozent davon vermeidbar wären, schreibt die Verbraucherzentrale. In privaten Haushalten entfallen zudem 35 Prozent aller vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse. Obst und Gemüse, das nicht der Norm entspricht, kommt mitunter nicht in die Regale und wird teilweise direkt vom Landwirt vernichtet.

„Der Gründungsgedanke beider Unternehmen ist im Kern derselbe: die Rettung von Lebensmitteln und deren direkte Weitergabe an die Verbraucherinnen und Verbraucher. Das alles über eine optimierte Supply Chain. In den vergangenen Jahren haben wir unabhängig voneinander gezeigt, welches Potenzial in dieser Vision steckt. Mit der Übernahme von etepetete gehen wir nun den nächsten logischen Schritt in unserer Expansion und bündeln unsere Kräfte, um diese gemeinsame Mission weiter zu stärken“, ergänzt Lukas Forsthuber.

Bild afreshed-Gründer, von links nach rechts: Maximilian Welzenbach, Lukas Forsthuber, Bernhard Bocksrucker (vorne). Bildcredits afreshed

Quelle Euro Comms

Gesund altern ist kein Zufall

0
Lebensstil gesund altern Healthy Aging verstehen Bild Corina Madreiter-Sokolowski Bildcredits: Med Uni Graz

Lebensstil als Schlüssel zum Healthy Aging

Was können wir heute schon für eine gesunde Zukunft tun?

Anti-Aging-Versprechen gibt es viele, von Wundermitteln aus der Natur bis zu Hightech-Behandlungen. Doch die wirksamsten Strategien für gesundes Altern sind oft überraschend einfach. Was wir täglich essen, wie viel wir uns bewegen oder wie gut wir schlafen – viele kleine Entscheidungen beeinflussen, wie gesund wir altern. Genau hier setzt das neue Buch der Zellbiologin Corina Madreiter-Sokolowski von der Medizinischen Universität Graz und der Allgemeinmedizinerin Kristina Hütter-Klepp an: Sie zeigen, wie unser Lebensstil den Alterungsprozess mitbestimmt. Denn je früher man sich damit auseinandersetzt, desto besser, denn bereits in jungen Jahren werden entscheidende Weichen gestellt.

Gleichzeitig erforscht Corina Madreiter-Sokolowski in verschiedenen vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Forschungsprojekten die zellulären Mechanismen des Alterns und versucht, neue Angriffspunkte für Healthy-Aging-Strategien zu identifizieren.

Lebensstil beeinflusst wie wir altern

Wie können wir möglichst lange gesund leben und gesund altern? An der Med Uni Graz widmen sich Wissenschafter*innen im interdisziplinären Austausch genau dieser Frage und zeigen, dass unser Lebensstil dabei eine entscheidende Rolle spielt. „Wir arbeiten intensiv an neuen Ansätzen, die Zellen länger gesund halten. Ihr volles Potenzial können diese jedoch nur auf Basis eines gesunden Lebensstils entfalten“, betont Zellbiologin Corina Madreiter-Sokolowski. Ob und wie wir altern, ist zu einem großen Teil beeinflussbar. „Studien zeigen, dass Faktoren wie Bewegung, Ernährung, Schlaf oder soziale Einbindung die gesunde Lebensspanne deutlich verlängern können, einzelne Aspekte sogar um mehr als ein Jahrzehnt“, erklärt die Forscherin.
Zu den wichtigsten Stellschrauben zählen regelmäßige Bewegung, eine pflanzenbetonte Ernährung, ausreichend Schlaf, Stressreduktion sowie der Verzicht auf Rauchen. Auch soziale Kontakte spielen eine zentrale Rolle: So kann soziale Isolation ähnliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben wie bekannte Risikofaktoren.

Bewegung Ernährung und Schlaf als Basis

Bereits einfache Maßnahmen zeigen messbare Effekte: „Schon ein täglicher zügiger Spaziergang kann das Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen deutlich senken“, so Corina Madreiter-Sokolowski. Entscheidend sei jedoch die Kombination aus Ausdauer und Krafttraining, um Muskeln, Stoffwechsel und Herz Kreislauf System langfristig zu stärken.
Auch die Ernährung hat großen Einfluss auf den Alterungsprozess. Eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche und überwiegend pflanzliche Kost wirkt entzündungshemmend und unterstützt zentrale Stoffwechselprozesse. Chronische, niedriggradige Entzündungen, sogenannte Inflammaging Prozesse, gelten als Mitverursacher vieler altersbedingter Erkrankungen.
Ebenso wichtig ist ausreichender Schlaf: Während der Nacht werden zelluläre Reparaturmechanismen aktiviert und schädliche Stoffwechselprodukte abgebaut.

Kleine Entscheidungen mit großer Wirkung

Neben Bewegung und Ernährung beeinflussen auch alltägliche Gewohnheiten die Gesundheit im Alter maßgeblich. Rauchen verkürzt die Lebenserwartung im Schnitt um etwa zehn Jahre und steht mit zahlreichen Erkrankungen in Zusammenhang. Auch Alkohol sollte kritisch betrachtet werden: Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine unbedenkliche Konsummenge.
„Healthy Aging bedeutet nicht, das Leben möglichst lange auszudehnen, sondern die gesunden Jahre zu verlängern“, erklärt Corina Madreiter-Sokolowski. Entscheidend sei dabei ein evidenzbasierter Zugang: Maßnahmen sollten wissenschaftlich fundiert und individuell angepasst sein.

Altern beginnt in den Zellen und im Alltag

Die Forschung an der Med Uni Graz zeigt, dass Altern nicht linear verläuft, sondern von dynamischen Veränderungen geprägt ist. Frühzeitige Prävention kann daher besonders wirksam sein. Neben neuen wissenschaftlichen Ansätzen bleibt eine zentrale Erkenntnis bestehen: Viele der wirksamsten Maßnahmen für gesundes Altern sind bereits heute bekannt und im Alltag umsetzbar. Oder wie es die Expertin zusammenfasst: „Gesund altern beginnt nicht erst im Alter, sondern mit den Entscheidungen, die wir täglich treffen.“

Bild Corina Madreiter-Sokolowski Bildcredits: Med Uni Graz

Quelle Medizinische Universität Graz

HARIBO erweitert nachhaltige Transportstrategie – Einsatz eines elektrischen LKW mit RECHT Logistik

0
HARIBO E LKW Nachhaltigkeit in der Logistik Gemeinsam für nachhaltigere Transportlogistik (von links): Navid Thielemann, CEO der ThielemannGroup, Stefan Sorce, Geschäftsführer der HARIBO Logistik, sowie Christian Flick, CEO der RECHT Logistik GmbH und COO der ThielemannGroup, beim Start des neuen E-LKW-Einsatzes für HARIBO am Standort Grafschaft Bildcredits © ThielemannGroup

HARIBO setzt im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie für Transporte zwischen seinen Standorten Grafschaft, Neuss und Eindhoven ab sofort auf einen batterieelektrischen LKW. Zum Einsatz kommt ein Fahrzeug der RECHT Logistik Gruppe, die langjähriger Logistikpartner von HARIBO ist. Das Logistikunternehmen, Teil der ThielemannGroup, übernimmt damit lokal emissionsfreie Fahrten auf dieser Strecke und unterstützt die Nachhaltigkeitsziele des Süßwarenherstellers.

Mit der Integration des E-LKW stärkt HARIBO die schrittweise Reduzierung transportbedingter Emissionen. Die festen Routen zwischen dem HARIBO-Hauptsitz in der Grafschaft, dem Werk in Neuss sowie dem Logistikzentrum in Eindhoven eignen sich aufgrund der planbaren Distanzen und Umläufe besonders für den elektrischen Antrieb. Die dadurch erzielten CO2-Einsparungen unterstützen die Klimaziele beider Partner.

„Die Weiterentwicklung unserer Transportlösungen ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele“, erklärt der Geschäftsführer der HARIBO Logistik Stefan Sorce. „Gemeinsam mit erfahrenen Partnern prüfen wir kontinuierlich, wie sich Emissionen in unserer Logistik messbar reduzieren lassen.“

„Elektrifizierte Transporte sind dort sinnvoll einsetzbar, wo Tourenprofile planbar sind und Ladeinfrastruktur zuverlässig verfügbar ist“, sagt Christian Karl Flick, CEO der RECHT Logistik GmbH und COO der ThielemannGroup. „Die Zusammenarbeit mit HARIBO zeigt, wie sich innovative Antriebstechnologien in bestehende Logistikprozesse integrieren lassen.“

Der E LKW in der operativen Praxis

Der E-LKW ermöglicht dank einer bereits in der Praxis erprobten Reichweite von 550 bis 600 Kilometern pro Ladung zuverlässige, tägliche Verkehre zwischen den Standorten. Geladen wird abhängig von Einsatzprofil über Nacht zwischen den Umläufen an HPC-Säulen mit bis zu 400 KW.

Nach Berechnungen auf Basis veröffentlichter Emissionsfaktoren unter anderem des Umweltbundesamts können sich gegenüber einem konventionellen Diesel-LKW reduzierte CO2-Emissionen von etwa 37 kg pro 100 Kilometern ergeben. Das entspricht für die Strecke Neuss Eindhoven bei zwei Umläufen mit insgesamt 464 Kilometern einer täglichen CO2-Ersparnis von ca. 171 kg. Die tatsächliche Einsparung hängt von Faktoren wie Streckenprofil, Auslastung und Wetterbedingungen ab.

Systematische Elektrifizierung des Fuhrparks

Bereits seit mehreren Jahren verfolgt die RECHT Logistik Gruppe das Ziel, Transportlogistik durch eine Kombination aus Effizienzmaßnahmen und alternativen Antrieben weiterzuentwickeln. So sind inzwischen rund 80 von insgesamt 200 eigenen LKW mit alternativen Antriebstechnologien im Einsatz von LNG über Bio CNG bis Wasserstoff. Mit dem neuen E-LKW wird diese Entwicklung konsequent fortgeführt.

Die Einsätze des Fahrzeugs werden in den kommenden Monaten anhand definierter Kennzahlen begleitet. Dazu gehören unter anderem Energieverbrauch, Reichweite im realen Einsatzprofil, Ladezeiten sowie die operative Verfügbarkeit im täglichen Transportgeschäft. Auf dieser Basis bewerten HARIBO und RECHT Logistik gemeinsam, in welchen Relationen und Einsatzbereichen sich weitere Elektrifizierungsoptionen sinnvoll umsetzen lassen.

Nachhaltigkeit als Wachstumsfaktor

„Nachhaltigkeit ist längst keine Nische mehr sie ist Wettbewerbsfaktor und Kundenerwartung zugleich“, unterstreicht Navid Thielemann, CEO der ThielemannGroup. „Mit unserer E-LKW-Initiative für HARIBO zeigen wir, dass ökologisches und ökonomisches Handeln Hand in Hand gehen. Das ist genau der Weg, den wir mit der RECHT Logistik Gruppe gehen wollen ambitioniertes Wachstum auf nachhaltiger Basis.“

Bild: Gemeinsam für nachhaltigere Transportlogistik (von links): Navid Thielemann, CEO der ThielemannGroup, Stefan Sorce, Geschäftsführer der HARIBO Logistik, sowie Christian Flick, CEO der RECHT Logistik GmbH und COO der ThielemannGroup, beim Start des neuen E-LKW-Einsatzes für HARIBO am Standort Grafschaft Bildcredits © ThielemannGroup

Quelle STROOMER PR