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Krimml: Kulinarischer Wanderherbst in den Hohen Tauern

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Tourismusverband Krimml/Hochkrimml

Der Nationalpark Hohe Tauern ist eine der faszinierendsten Landschaften der Erde und ein legendäres Alpinistenrevier. Unvergleichlich ist der Herbst in der Nationalparkgemeinde Krimml, wenn die milde Sonne die Natur in die schönsten Farben taucht und die Fernsicht klar wie nie ist.

266 Dreitausender, 342 Gletscher, 550 Seen und die größten Wasserfälle Europas: Zahlen können die Schönheit der Landschaft um den Wasserfall- und Nationalparkort Krimml nicht annähernd beschreiben – schon gar nicht im Herbst. Einmal erlebt, hat man sie aber für immer in seinem Gedächtnis gespeichert. Das Krimmler Gesund- und Aktiv-Programm (bis 06.10.23) entführt zu den schönsten Plätzen zwischen den Krimmler Wasserfällen und dem Achental, dem urtümlichen Wildgerlostal mit seinen Zirbenwäldern und dem Nadernachtal mit seinen Almen. Vier Mal pro Woche stehen aussichtsreiche Bergtouren auf dem Wochenprogramm: Etwa eine 2-Täler-Wanderung vom Nadernachtal ins Salzachtal (DI), eine Sonnenaufgangstour auf den Plattenkogel, eine Bergtour zum Seekarsee (DO) oder zur Zittauerhütte (FR). Für ein Hüttenerlebnis im Doppelpack nach dem Motto „Bike & Hike“ wird die Warnsdorfer Hütte mit dem E-Bike angepeilt und danach der romantische Eissee zu Fuß (FR). Genusswanderer dürfen sich aber auch immer wieder auf kulinarische Touren freuen, ob beim Pilze- und Beerensuchen im Wald (MO), beim Almwandern im Krimmler Achental (MI) oder beim Kasnideiessen im Nadernachtal (DI).

Gesund- und Aktiv-Programm in Krimml-Hochkrimml
MO: Richtig & gesund wandern (bis 02.10.23) • Die Schätze des Waldes (bis 28.08.23) • Vortrag Allergie und Asthma (bis 18.09.23) • Mega Flying Fox Dürnbachschlucht (bis 23.09.23) • FallKinoKrimml (bis 28.08.23)
DI: E-Bike Fahrtechnik-Training für Anfänger (bis 03.10.23) • Ins Nadernachtal & zum Kasnideiessen (bis 03.10.23) • 2 Täler Wanderung – Nadernachtal/ Salzachtal (bis 10.10.23) • Trail-Fitness-Test (bis 26.09.23) • Abenteuer Klettersteig (bis 23.09.23)
MI: Musikalische Almwanderung ins Krimmler Achental (bis 20.09.23) • Krimmler Dorfmarkt (bis 06.09.23) • Geführte Kräuterwanderung (bis 06.09.23)
DO: Der Morgensonne entgegen am Plattenkogel (bis 05.10.23) • Bergtour zum Seekarsee (bis 14.09.23) • Volleyball Turnier (bis 05.10.23), Mega Flying Fox Dürnbachschlucht (bis 23.09.23) • Hochseilgarten „No Limit“ Dürnbachsperre (23.09.23)
FR: Hüttenerlebnis im Doppelpack – Bike & Hike (bis 22.09.23) • Bergtour zur Zittauerhütte (bis 29.09.23) • Vortrag Gesundheit beginnt im Darm (bis 22.09.23)

Krimmler Dorfmarkt und Bauernherbstfest

Auch zur Zeit des Erntedanks und des Bauernherbstes hat Krimml kulinarische Besonderheiten zu bieten. Der wöchentliche Krimmler Dorfmarkt (jeden MI bis 06.09.23) ist die Gelegenheit, um typische Köstlichkeiten aus dem Oberpinzgau kennenzulernen, Geschenke aus Filz und Holz oder gesunde Produkte aus der Natur zu erstehen. Beim Krimmler Bauernherbstfest (23.09.23) stehen die Schmankerl aus der Region besonders hoch im Kurs. Pinzgauer Schottnockn, Oischneidnidei, Hasenörl und Apfelradl gibt es zu verkosten, ebenso wie den einen oder anderen Selbstgebrannten. Dem diesjährigen Bauerherbst-Motto „Tracht & Gwand“ entsprechend, lässt die Trachtenmodenschau Einiges erwarten. Das von Aileen Dengg entworfende Krimmler Bauernherbst Dindl hat es bereits in die Endausscheidung im Bauernherbst Dirndl-Wettbewerb geschafft. Tracht bestimmt das Bild auch bei den Festumzügen und typischen Pinzgauer Handwerksvorführungen. Die großen und kleinen Gäste dürfen sich auf ein buntes Kinderprogramm und auf prächtige, prämierte Geißböcke freuen. Die Volkstanzgruppe Krimml, die Historische Anton Wallner Schützenmusikkapelle und das Tauernblasorchester Mittersill schaffen den musikalischen Rahmen beim traditionellen Bauernherbstfest.

Tipp: Wasserwelten und Hohe Tauern Panorama Trail

Kein alltägliches Erlebnis und dennoch täglich bis Ende Oktober geöffnet sind die mächtigen Krimmler Wasserfälle, über die im Sommer jede Sekunde fünf bis sechs Kubikmeter Wasser zu Tal stürzen. Am Wasserfallweg kommt man dem tosenden Spektakel ganz nah. Nicht versäumen sollte man auch die WasserWelten Krimml mit dem Haus des Wassers, der Unterwasser-Erlebniswelt, dem Aquaszenarium, einer Aussichtsterrasse und dem Aquapark im Freien. Bis weit in den Herbst sind auch noch einige Wandertouren ohne Begleitung machbar. Etwa der Hohe Tauern Panorama Trail mit 17 Etappen zu je 15 Kilometer in 1.500 bis 2.400 Meter Höhe zwischen Krimml und dem Großarltal. Die ersten Etappen garantieren herrliche Aussichten in die höchsten Erhebungen der Hohen Tauern. Unterwegs haben noch viele urige Hütten und Berggasthöfe geöffnet. Alle Details zu den Strecken sind auf hohetauerntrail.at zu finden. Die Hüttenübernachtungen und Gepäcktransfers organisiert auf Wunsch die Buchungsplattform „Trail Angels“. www.krimml.at

Hohe Tauern Panorama Trail
17 Etappen – von den Krimmler Wasserfällen bis ins Großarltal. 275 Kilometer Gesamtlänge – 96 Stunden Gesamtgehzeit. 13.889 Höhenmeter Aufstiege – 14.001 Höhenmeter Abstiege. Übernachtungsmöglichkeiten am Berg und im Tal. Shuttledienste & Gepäcktransport buchbar.

Bild mk Salzburg

Quelle Tourismusverband Krimml/Hochkrimml

„Weakflation“-Risiken für US-Wirtschaft nehmen ab

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USA Arbeitsmarkt Inflation Markt
Foto von Daleep Singh (Quelle: PGIM Fixed Income)

Ein aktueller Marktkommentar von Daleep Singh, Chief Global Economist bei PGIM Fixed Income:

Unser Basisszenario für die US-Wirtschaft ist weiterhin eine „Weakflation“ – also ein unterdurchschnittliches Wachstum bei einer zugleich überdurchschnittlich hohen Inflation. Gleichzeitig werden Szenarien mit einem stärkeren Wachstum und einer niedrigeren Inflation, als wir sie noch vor einigen Monaten erwartet haben, wahrscheinlicher. Nach unserer jüngsten Analyse steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das BIP-Wachstum in den USA gegenüber dem Vorjahr auf seinen Trend von 1,5 % bis 2,0 % verlangsamt, statt der von uns zu Jahresbeginn erwarteten 0,5 %.

Die Kerninflation tendiert nun unter der Jahresendschätzung der Fed in Höhe von 3,9 %. Im Juli fielen die Kernpreise für Waren um 0,3 % gegenüber dem Vormonat, da sich die Lieferketten normalisierten, die Nachfrage nach Waren zurückging und die Preise für Waren aus China sanken. Dagegen stiegen die Kernpreise für Dienstleistungen (ohne Wohnen) im Juli um 0,3 % gegenüber dem Vormonat. Die Dienstleistungspreise spiegeln in erster Linie das Gleichgewicht zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage wider, und der gleitende 12-Monats-Durchschnitt des Arbeitsangebots liegt nun fast auf dem Niveau der Arbeitsnachfrage. Dies deutet darauf hin, dass sich auch die Inflation im Dienstleistungssektor abschwächen wird.

Die beiden verbleibenden Risiken für die Inflation sind die Entwicklung der Mieten und der Energiepreise. Seit 2021 sind die Mieten eine „hartnäckige“ Komponente der Dienstleistungsinflation, aber die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass sich auch hier eine Verlangsamung abzeichnet.

Die Energienachfrage wird im dritten Quartal des laufenden Jahres mit dem Energieangebot gleichziehen und dieses möglicherweise übersteigen. Ein solch prekäres Gleichgewicht könnte sich disruptiv auswirken und die Aufmerksamkeit der US-Politiker auf die geopolitische Lage im Nahen Osten lenken.

Dennoch verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum in den USA. Das Wachstum der geleisteten Arbeitsstunden, ein Indikator für die wirtschaftliche Aktivität, ist von über 2,5 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 % gesunken.

Allerdings lassen Disinflation und hohe Nominallöhne die Reallöhne steigen. Das Verbrauchervertrauen steigt und der US-Konsum zeigt sich solide. Öffentliche Investitionen und Technologie könnten eine nachhaltige Erholung der Produktivität unterstützen.

„Weakflation“-Risiken für US-Wirtschaft nehmen ab

Foto von Daleep Singh (Quelle: PGIM Fixed Income)

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Drei Viertel der Über-65-Jährigen nutzen Smartphone oder Handy

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Senioren in einer Fußgängerzone (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Fast drei Viertel der Menschen über 65 Jahren in Deutschland nutzen ein Smartphone oder Handy. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor.

Demnach verfügen bei den 65- bis 74-Jährigen sogar 86 Prozent über mindestens eines der beiden Geräte, bei den ab 75-Jährigen ist es immerhin noch jeder Zweite (55 Prozent). Dabei haben 48 Prozent der Über-65-Jährigen ein Smartphone in Gebrauch – und 33 Prozent ein herkömmliches Handy, acht Prozent nutzen beide Geräte. Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Anteil der Menschen, die mobil per Smartphone oder Handy erreichbar sind, bei 87 Prozent. Sechs von zehn Senioren über 65 Jahren (63 Prozent) können laut der Umfrage Nachrichten per SMS oder Messenger-Dienst verschicken, 44 Prozent wissen, wie man Fotos und Videos mit dem Smartphone aufnimmt.

Zunehmend verbreitet sind bei Menschen über 65 Jahren auch Smartwatches, die 13 Prozent nutzen – 2021 und 2022 waren es jeweils noch neun Prozent. Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 281 Personen ab 65 Jahren.


Foto: Senioren in einer Fußgängerzone (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Dax startet schwach – Fed-Protokolle im Fokus

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwächer in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.680 Punkten berechnet, 0,7 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Die größten Einbußen gab es am Morgen bei den Papieren von Rheinmetall, Continental und Vonovia. „Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung wird an den Börsen negativ aufgenommen“, kommentierte Thomas Altmann von QC Partners das Börsengeschehen. „Dabei hat es nicht nur schlechte Seiten: Klar betonen die Fed-Mitglieder einmal mehr die Aufwärtsrisiken bei der US-Inflation, gleichzeitig konnten sich aber auch zwei Fed-Mitglieder vorstellen, die Zinsen bereits bei der letzten Sitzung konstant zu halten und nicht weiter anzuheben“, fügte er hinzu. Von daher habe sich der geldpolitische Ausblick mit dem Protokoll vom Mittwoch nicht verändert.

Eine Zinspause im September bleibe das wahrscheinlichste Szenario. „Über das, was danach kommt, werden die US-Wirtschaftsdaten entscheiden“, so der Marktanalyst. Der Dax könne sich dem Einfluss der Wallstreet nicht entziehen: Der schwache US-Handel vom Vorabend laste zum Handelsstart auf dem deutschen Index. „Dass der aktuell nervöse und schwache Seitwärtsmarkt auf die Stimmung der Anleger drückt, ist nicht verwunderlich, denn per saldo haben Anleger seit dem März-Hoch mit Dax-Aktien kein Geld mehr verdient.“

Das schüre Angst und Nervosität zugleich. Das aktuelle Fed-Protokoll helfe dem Dollar: „Die falkenhafte Protokoll-Auslegung macht die US-Währung begehrt, immerhin steht der Dollar jetzt wieder auf einem 6-Wochen-Hoch“, so Altmann. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,0879 US-Dollar (-0,02 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9192 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,82 US-Dollar, das waren 37 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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Gastgewerbeumsatz im ersten Halbjahr gestiegen

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Hotelzimmer (Archiv), über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Gastgewerbeumsatz in Deutschland ist im ersten Halbjahr gestiegen. Die Gastgewerbeunternehmen erwirtschafteten nach vorläufigen Ergebnissen preisbereinigt 5,8 Prozent und nominal 15,8 Prozent mehr Umsatz als im ersten Halbjahr 2022, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das langfristig deutlich gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider, zu dem unter anderem die steigenden Preise für Lebensmittel, Personal und Energie beigetragen haben dürften. Die realen Umsätze im ersten Halbjahr 2023 lagen noch 10,4 Prozent unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2019, dem Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie. Im Vergleich hierzu stiegen die nominalen Umsätze um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau. Im Juni 2023 ist der Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Mai 2023 kalender- und saisonbereinigt real um 0,4 Prozent gesunken und nominal um 0,1 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete das Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von 6,1 Prozent und nominales von 2,1 Prozent. Die Umsätze der Gastronomie verzeichneten im ersten Halbjahr 2023 ein reales Plus von 1,2 Prozent und ein nominales Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2022. Gegenüber dem Vorkrisenniveau weist die Halbjahresbilanz 2023 einen Rückgang von real 12,0 Prozent und nominal einen Anstieg von 10,1 Prozent auf. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 einen Umsatzzuwachs von real 17,6 Prozent und nominal 27,3 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2022.

Mit einem realen Minus von 4,0 Prozent wurde das Vorkrisenniveau des ersten Halbjahres 2019 unterschritten, wohingegen die nominalen Umsätze ein Plus von 12,8 Prozent aufwiesen, so die Statistiker.


Foto: Hotelzimmer (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Ex-IStGH-Chefankläger warnt vor Völkermord in Bergkarabach

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Internationaler Strafgerichtshof (Archiv), über dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Luis Moreno Ocampo, warnt vor einem Völkermord an den Armeniern in der Konfliktregion Bergkarabach. „Ein Genozid kann auch dann vorliegen, wenn jemand für eine ethnische Gruppe Lebensbedingungen schafft, die zu ihrer physischen Zerstörung führen“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online.

Der Internationale Strafgerichtshof habe bereits gesagt, dass die Blockade des Latschin-Korridors, der die einzige Verbindung zwischen Bergkarabach und Armenien darstellt, eine „solche direkte Gefährdung des Lebens der armenischen Bevölkerung in Bergkarabach“ sei, fügte er hinzu. „Die Menschen werden dort sterben, weil sie nicht einmal mehr grundlegende medizinische Versorgung erhalten“, so Moreno Ocampo weiter. Er fordert den UN-Sicherheitsrat auf, eine gemeinsame Resolution gegen Aserbaidschan zu formulieren und eine strafrechtliche Untersuchung zu fördern. Nach dem Ende der Sowjetunion hatte sich die Region als Republik Bergkarabach für unabhängig erklärt.

Infolgedessen kam es zu mehreren Kriegen zwischen Aserbaidschan und Armenien, in einem Waffenstillstand einigte man sich darauf, den Latschin-Korridor für den Reise- und Warenverkehr offenzuhalten. Seit Juli wird er jedoch offenbar blockiert, sodass auch keine Hilfslieferungen mehr ankommen.


Foto: Internationaler Strafgerichtshof (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Hunderttausende Beamte in NRW können kein Jobticket bekommen

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Bochum Hauptbahnhof (Archiv), über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Hunderttausende Staatsdiener in NRW kommen vorerst nicht in den Genuss der durch einen kombinierten Arbeitgeber- und Bundeszuschuss nochmals deutlich verbilligten Jobticket-Variante des 49-Euro-Tickets. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

Hintergrund ist demnach ein Passus in der Landesbesoldungsordnung, der eine Übertragung auf Beamte rechtlich unterbindet, wie das NRW-Finanzministerium bestätigte. Der Zuschuss zum „Deutschlandticket“ gilt als Sachbezug. Anders als in anderen Bundesländern werden Sachbezüge in NRW auf die Beamtenbesoldung angerechnet. Ob sich daran etwas ändert, ist ungewiss.

„Ob und inwieweit eine Bezuschussung des Deutschlandtickets in Betracht kommt, bedarf einer sorgfältigen Abwägung innerhalb der Landesregierung der für und gegen die Bezuschussung streitenden Gründe und der rechtlichen Möglichkeiten“, teilte ein Behördensprecher der Zeitung mit. In den NRW-Städten ist unterdessen ein regelrechter Flickenteppich an diversen Jobticket-Angeboten entstanden, der dem Grundgedanken der bundesweiten Einheitlichkeit des Nahverkehrstarifs durch das 49-Euro-Ticket im Kern widerspricht. Stadtverwaltungen an Rhein und Ruhr gehen mit der unklaren Rechtslage höchst unterschiedlich um: Während Bochum und Herne den Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 25 Prozent vorerst nur für Angestellte gewähren, gibt es in Düsseldorf überhaupt kein Jobticket für städtische Mitarbeiter. „Es fehlen sowohl die rechtlichen Voraussetzungen im Besoldungsgesetz des Landes NRW als auch die tarifvertraglichen Grundlagen für ein entsprechendes Vorgehen“, sagte ein Stadtsprecher der WAZ. In Herne bedauert man nach eigenen Angaben die Situation: „Leider können wir gegenwärtig nicht allen unserer rund 3.000 Mitarbeitenden diesen vergünstigten Zugang zum Deutschlandticket öffnen“, teilte ein Stadtsprecher mit Hinweis auf die Besoldungsordnung mit.

Duisburg spielt auf Zeit und will den Jobticket-Zuschuss erst ab 1. September gewähren. Eine weitere Variante gibt es in Bonn: Dank eines Paktes mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg sinkt der Monatspreis auf nur noch 31,85 Euro. Gewöhnlich kostet das Jobticket 34,30 Euro. Das Angebot gilt allerdings nur bis zum Jahresende.

Das Durcheinander ist besonders deshalb ärgerlich, weil das Jobticket wegen seines großen Potenzials als Treiber für das „Deutschlandticket“ gilt und von städtischen Beschäftigten überdies gut angenommen wird. So haben allein in Dortmund schon über 2.700 Beschäftigte ein Jobticket. In Bochum sind es rund 1.540, in Köln knapp 7.800. Neidvoll dürfen die NRW-Kommunalen nach Stuttgart blicken. Dort gibt es das Jobticket für sämtliche Beschäftigte – zum Nulltarif.


Foto: Bochum Hauptbahnhof (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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NRW-Linke für Zukunft der Partei ohne Wagenknecht

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Sahra Wagenknecht (Archiv), über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Linken, Kathrin Vogler, sieht ihre Partei in einem grundlegenden Kampf ums Überleben und hat dabei zu einer Zukunft ohne Sahra Wagenknecht aufgerufen. „Sahra Wagenknecht hat sehr klar gemacht, dass sie die Linke nicht mehr braucht und nicht mehr will“, sagte Vogler der „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“ (Donnerstagausgaben).

„Umgekehrt sage ich, so wie die Lage ist, braucht die Linke auch Sahra Wagenknecht nicht mehr.“ Zugleich machte Vogler deutlich, dass die Linke auch Mitstreiter von Wagenknecht ziehen lassen sollte: „Ich weiß nicht, wie man die aufhalten soll, die beschlossen haben, einen anderen Weg zu beschreiten.“ Der Erhalt der Fraktion sei dadurch gefährdet, „dass Einzelne wie Sahra Wagenknecht seit Monaten damit kokettieren, die Fraktion verlassen zu wollen“, so die NRW-Landeschefin. „Ob sie tatsächlich eine neue Partei gründet, da habe ich bei ihr keine Klarheit.“

Die Linke stecke „in einer tiefen Krise“, sagte sie. „Das kann man nicht mehr schönreden.“ Es gehe jetzt darum, „ob es in zehn Jahren in Deutschland noch eine linke Partei von Bedeutung gibt, die im parlamentarischen Spektrum vertreten wird“, so Vogler.


Foto: Sahra Wagenknecht (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Ukrainischer Vize-Außenminister lobt Scholz für Waffenlieferungen

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Flagge der Ukraine (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ukrainische Vize-Außenminister Andrij Melnyk hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine gelobt, gleichzeitig aber Raketen und Kampfjets von der Bundeswehr gefordert. „Ich bin froh, dass Bundeskanzler Olaf Scholz heute selbst so stolz verkünden kann: `Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte militärische Unterstützer der Ukraine.` Man sieht Scholz die Genugtuung an, er scheint diese führende Rolle zu genießen – und ich finde das gut“, sagte Melnyk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Melnyk hatte Scholz in seiner Zeit als ukrainischer Botschafter in Berlin Zögerlichkeit bei der Verschickung von Waffen vorgeworfen und ihn als „beleidigte Leberwurst“ bezeichnet. Die „Zeitenwende“ sei „wahrscheinlich zu 50 Prozent in Deutschland angekommen“, fügte Melnyk hinzu. Das Gefühl der Dringlichkeit sei spürbar – nicht nur in der Spitze der Bundeswehr, im Verteidigungsministerium und teilweise im Kanzleramt, sondern vor allem bei den Menschen in Deutschland. „Um die `Zeitenwende` zu 100 Prozent umzusetzen, müsste das Sondervermögen der Bundeswehr verdoppelt oder noch besser verdreifacht werden. Deutschland hat auch gegenüber den Nato-Partnern ja eine große Verantwortung“, erklärte Melnyk.

„100 Milliarden Euro reichen angesichts der akuten Gefahr durch Russlands Aggression gar nicht. Das Geld zur Beschaffung kommt nach meinen Erkenntnissen nur sehr langsam an.“ Es wäre für Kiew von enormem Vorteil, wenn ukrainische Piloten nicht nur die Taurus-Lenkflugkörper, sondern gleich dazu auch Tornado-Kampfjets als Träger dieser hochpräzisen Systeme von der Bundeswehr bekäme, so Melnyk.

„Die Tornados werden in den nächsten Jahren ohnehin schrittweise ausgemustert und durch amerikanische F35-Jets ersetzt. Sie werden verschrottet und könnten ohne Weiteres an die Ukraine abgegeben werden.“ Gleichzeitig verlangte Melnyk von seinem eigenen Land „mehr kreatives Denken“, um den Krieg zu beenden. „Viele haben in Kiew seit Kriegsbeginn den Tunnelblick – sowohl in den politischen Eliten als auch zum Teil in der Gesellschaft. Man schwört sich auf den langen Kampf und Verluste ein. Am Ende muss der Sieg stehen. Daran hat sich bis heute wenig geändert“, so Melnyk.

„Es gibt in der Ukraine gar keine Debatten, wie unser Sieg aussehen könnte – jenseits des Idealfalls. Das ist immer noch ein Tabu-Thema.“

Russland sei es trotz aller Sanktionen gelungen, die Wirtschaftslage halbwegs zu stabilisieren und die Waffenproduktion hochzufahren. Melnyk begrüßte die internationalen Friedensgespräche in Kopenhagen und zuletzt in Dschidda. „Es ist von Bedeutung, dass eine Plattform für Friedensgespräche geschaffen wird, auch wenn es noch keine konkreten Ergebnisse gibt.“

Das Wichtigste sei, dass man das Wort „Frieden“ überhaupt in den Mund nehme. „Staaten wie Deutschland, China, Indien oder auch Brasilien müssen sehen, dass die Ukraine nicht nur auf Überlebenskampf eingestellt, sondern für Frieden offen ist“, so Melnyk. „Mit dieser Denkweise haben wir auch bessere Chancen, die Länder des globalen Südens zu gewinnen.“ Melnyk wird Ende August nach Brasilien fliegen, wo er den Posten des Botschafters für sein Land antritt.

„Der brasilianische Präsident Lula da Silva hat Friedensverhandlungen im Russland-Krieg als eines der außenpolitischen Themen für sich bestimmt. Er will als Friedensstifter auftreten, sein Land als globalen Akteur positionieren und eine Allianz der neutralen Staaten schmieden.“ Er sehe seine Aufgabe darin, Brasilien für eine „positive bilaterale Agenda zu gewinnen: in Wirtschaft, Wissenschaft oder beim Jugendaustausch“, so Melnyk.


Foto: Flagge der Ukraine (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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RWE will nur mit Subventionen in Wasserstoff investieren

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RWE (Archiv), über dts NachrichtenagenturEssen (dts Nachrichtenagentur) – Der Energiekonzern RWE will nur dann in Wasserstoff-Technologie investieren, wenn die Regierung dafür auch Subventionen zur Verfügung stellt. Der Essener Konzern könne im Moment ohne staatliche Hilfen keine klimafreundlichen Wasserstoff-Projekte anstoßen, „denn wir werden kein Vorhaben freigeben, das sich nicht rechnet“, sagte die für das Wasserstoffgeschäft zuständige Vorständin Sopna Sury der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgaben).

Ohne Subventionen gehe es einfach nicht, das sei wie in den Anfangsjahren von Wind- und Solarstrom. „Da haben wir zehn, 15 Jahre gebraucht, um die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu drücken, so dass keine Fördermittel mehr nötig sind. Beim grünen Wasserstoff sind wir nun erst zweieinhalb Jahre dabei“, sagte Sury, Chief Operating Officer Hydrogen bei der Konzerntochter RWE Generation. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen 2030 Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff – sogenannte Elektrolyseure – mit einer Kapazität von zehn Gigawatt in Deutschland laufen.

RWE will Sury zufolge bis 2030 Elektrolyseure mit einer Kapazität von zusammen zwei Gigawatt in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien betreiben. „Wir streben also einen substanziellen Marktanteil an“, so die Managerin. Allerdings befürchten Skeptiker, dass grüner Wasserstoff in Deutschland zu teuer sein könnte, so dass Industriebranchen in Staaten abwandern, wo der Energieträger billiger ist. Sury sagte, dass die Kosten auch in Deutschland weit genug sinken würden: „Das wird passieren, genauso wie es beim Wind- und Solarstrom passiert ist.“

Denn langfristig werde der Ausbau der erneuerbaren Energien die Stromkosten der Elektrolyseure drücken, zugleich würden die Herstellkosten für diese Anlagen fallen. „Die Hersteller haben noch den Weg von der Manufaktur über die Serienfertigung hin zur Automatisierung vor sich: Da sind riesige Effizienzgewinne zu holen“, sagte Sury. Doch die Produzenten der Elektrolyseure würden nur investieren, wenn es genügend Aufträge gebe: „Daher sind Fördermittel für Wasserstoff-Projekte so wichtig“, so die RWE-Vertreterin.


Foto: RWE (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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