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Digitaler Gesundheitspreis 2023

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curevision

Müncher Start-up cureVision gewinnt mit KI-gestützter Wundanalyse

cureVision, ein Münchner Start-up, das sich auf die Verbesserung der Versorgung chronischer Wunden durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz spezialisiert hat, hat den 2. Platz beim Digitalen Gesundheitspreis 2023 gewonnen. cureVision konnte die hochkarätige und unabhängige Jury überzeugen. Dr. Isabella Erb-Herrmann, Vorstandsmitglied der AOK Hessen, kommentierte die Entscheidung: „Die Qualität in der Versorgung wird durch diese Lösung wirklich revolutioniert werden.“

Die Versorgung chronischer Wunden ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie erfordert zum einen viel Wissen und Erfahrung, zum andern aber auch technisch exaktes Arbeiten. Die Wunden müssen vermessen und analysiert werden, um eine passgenaue Versorgung zu gewährleisten. Was bisher in Handarbeit erfolgte, kann jetzt mit einer KI-gestützten Technologie erledigt werden. Die Vorteile der einzigartigen, MDR-zugelassenen Lösung sind vielfältig.

Einfache Anwendung mit modernster Technologie

Die cureVision-Lösung besteht aus einer desinfizierbaren Hardware mit Software und Schnittstellen. Es eignet sich sowohl zur 3D-Wundanalyse als auch zur Dokumentation. Mit seinen exakten Messmöglichkeiten, der eingebauten Beleuchtung und Erinnerungsfunktionen sorgt es für nachvollziehbaren Heilungsverlauf und Sicherheit bei der Wunddokumentation. Länge, Breite und Fläche der Wunde werden exakt und auf Knopfdruck vermessen. Die Wundtiefe wird mit Hilfe künstlicher Intelligenz automatisch erkannt, und zwar nicht-invasiv und ebenfalls auf Knopfdruck.

Selbst die Ermittlung der drei wichtigsten Gewebearten im Wundbett erfolgt in Sekundenschnelle mit cureVision: Die Künstliche Intelligenz erkennt Granulation, Fibrin und Nekrose. Auch die Fotodokumentation ist im automatisch erstellten Wundbericht enthalten. Pflegekräfte können den Bericht direkt am Patienten erstellen und abschließen, ohne später aufwendig Notizen in die Patientenakte übertragen zu müssen. Sie werden damit auch entlastet und haben mehr Zeit für die Arbeit mit und an den Patient*innen.

Aus Liebe zum Menschen: Lebensqualität verbessern

Der Digitale Gesundheitspreis ist eine wichtige Instanz im Gesundheitswesen. Er wird jährlich von einer ehrenamtlichen Jury aus unabhängigen, hochkarätigen Expert*innen von Patient*innenorganisationen, Krankenkassen, Universitäten und aus der Gründerszene unter Schirmherrschaft von Novartis Deutschland verliehen. In diesem Jahr wurden insgesamt 80 Start-ups aus dem gesamten Bundesgebiet nominiert. Platz 1 ging an GerontoNet aus Leipzig, die im oberbergischen Kreis eine Plattform zur regionalen Vernetzung für die Gesundheitsversorgung einer alternden Gesellschaft betreiben.

Dass cureVision mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde, freut das Münchner Unternehmen sehr. Richard Fobo, Mitgründer und CEO von cureVision, betont: „Wir sehen das als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Wunden zu verbessern und ihnen eine bessere Versorgung zu bieten. Diese Auszeichnung gibt uns zusätzlichen Antrieb, unsere Arbeit fortzusetzen und unsere Lösung weiterzuentwickeln.“

cureVision will in Zukunft eng mit dem Management von Krankenhäusern, mit Ärzt*innen und Pflegekräften zusammenarbeiten, um die Versorgung von Patient*innen mit chronischen Wunden zu verbessern und dazu beizutragen, dass sie ein besseres Leben führen können.

Bild: Das Gründungsteam von cureVision – (v.l.n.r.) Kerstin von Diemar, Richard Fobo und Johannes Ruopp (© cureVision)

Quelle cureVision GmbH

PwC ChatGPT und KI-Studie: Fast zwei Drittel der Österreicher:innen sind für Verbot an Schulen – jede:r Dritte fürchtet um Arbeitsplatz

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Repräsentative PwC-Umfrage unter 1.001 Befragten über die Einstellungen, Wünsche und das Nutzungsverhalten gegenüber ChatGPT und KI in Österreich.
Als großes Thema der Stunde spielt Künstliche Intelligenz für die Zukunft unserer Arbeit und Bildung eine richtungsweisende Rolle. Der jüngste Erfolg von OpenAIs ChatGPT zeigt: KI hat unseren Alltag erreicht. Doch KI und KI-Tools wie ChatGPT sind in Österreich noch stark umstritten.

Zwar erkennen die Österreicher:innen durchaus das Potenzial der Anwendungen, aber dennoch überwiegen Vorbehalte und Unsicherheiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Österreich-Umfrage zu ChatGPT & KI von PwC Österreich unter 1.001 Befragten (14-75 Jahre) im Februar 2023.

ChatGPT ist aktuell noch mehr Hype als Realität: Rund 18 Prozent der Österreicher:innen nutzen das KI-Tool oder haben es bereits genutzt. Dabei ist ChatGPT vor allem bei Jüngeren beliebt: Rund ein Drittel (34 %) der Gen Z (12-28 Jahre) gibt an, das KI-Tool zu nutzen oder bereits genutzt zu haben. Bei den Millennials (29-42 Jahre) sind es 22 Prozent, bei der Gen X (43-57 Jahre) 11 Prozent und bei der Generation Baby-Boomer (58-76 Jahre) nur mehr 6 Prozent.

Doch das Interesse der Österreicher:innen ist geweckt und ChatGPT hat Zukunftspotenzial: Rund ein Viertel (26,7 %) der Befragten, die das Tool bisher noch nicht nutzen, möchten das in naher Zukunft tun. Die Nutzer:innen-Anzahl könnte sich also schon bald erhöhen.

ANDREAS HLADKY Partner und Digital Consulting Leader bei PwC Österreich Copyright: PwC Österreich

„Egal ob die neue Text-KI GPT4 oder bilderkennende Analysetools, die zum Beispiel Brustkrebs schon Jahre vor dem Ausbruch erkennen können: KI-Lösungen verbessern sich laufend. Fast täglich gibt es derzeit Meldungen über Meilensteine in der Anwendung von künstlicher Intelligenz. KI wird auf diese Weise gerade jetzt Teil unseres Alltags und wir erleben sozusagen Technologiegeschichte“, erläutert Andreas Hladky, Partner und Leiter des Bereichs Digital Consulting bei PwC Österreich.

Von kurios bis nützlich: ChatGPT als Schummelhelfer, Liebesflüsterer, Google-Alternative
ChatGPT erfüllt für die Österreicher:innen vielfältige Funktionen. Die derzeitig aktiven und potenziell zukünftigen Nutzer:innen geben an, das KI-Tool bereits für die folgenden Anwendungszwecke zu nutzen oder zukünftig nutzen zu wollen: Beruflich wie auch privat zum Übersetzen und Verfassen von fremdsprachigen Texten (75 %), wie eine Suchmaschine als Google-Alternative (73 %), um erfundene Texte für Unterhaltungszwecke zu verfassen wie Witze, Songtexte oder Geschichten (61 %) sowie um berufsbezogene Texte zu verfassen (55 %).

Auch Schüler:innen und Student:innen haben die Vorteile von ChatGPT für sich entdeckt. So wird das KI-Tool bereits für schulische Zwecke genutzt oder soll dafür zukünftig verstärkt verwendet werden: als virtueller Lehrer, der komplexe Sachverhalte einfach erklärt, um sich auf Prüfungen besser vorbereiten zu können (57 %), zum Verfassen von schriftlichen Arbeiten wie Hausarbeiten und Referate (38 %) sowie zum „Schummeln“ während Prüfungen (33 %).

Die KI-Anwendung ist darüber hinaus sogar als „Liebesflüsterer“ begehrt: Rund ein Drittel (37 %) der Befragten lassen sich von ChatGPT Nachrichten für ihre Liebsten verfassen oder haben dies zukünftig vor. Zu dieser Art Liebespost zählen zum Beispiel Liebesgrüße, -briefe, oder -gedichte. Bei rund einem Viertel (26 %) der Gen Z und bei fast einem Fünftel (18 %) der Millennials kam ChatGPT als Liebeshelfer bereits zum Einsatz.

Chance oder Gefahr? Wenig Vertrauen in ChatGPT und KI – die größten Sorgen und Ängste
Obwohl die Österreicher:innen vom Zukunftspotenzial von ChatGPT und KI überzeugt sind, überwiegen aktuell noch Vorbehalte: Fast zwei Drittel (63 %) der Befragten sind der Meinung, dass KI-Anwendungen wie ChatGPT unsere Gesellschaft – vor allem im Arbeits- und Bildungsbereich – revolutionieren werden. Dennoch haben 67 Prozent nur wenig Vertrauen in KI-Anwendungen und empfinden deren zunehmenden Einsatz als beängstigend oder beunruhigend. Das Misstrauen ist mit 56 Prozent bei der Gen Z am geringsten und bei der Generation Baby-Boomer mit 81 Prozent am stärksten ausgeprägt.

Zu den größten Sorgen und Ängsten der Österreicher:innen zählen, dass ChatGPT und KI verstärkt für Betrugsmaschen eingesetzt werden könnten (78 %) und auf unseriöse Informationsquellen zurückgreifen oder Falschinformationen darstellen (77 %) könnten. Zudem haben die Befragten moralische und ethische Bedenken (67 %). Sie sorgen sich auch um den Schutz ihrer Privatsphäre sowie persönlichen Daten und erachten ChatGPT und KI als potenzielle Bedrohung für gesellschaftliche Grundrechte wie die Meinungsfreiheit (67 %). Darüber hinaus haben fast zwei Drittel (65 %) der Österreicher:innen die Sorge, dass KI in ferner Zukunft übermächtig oder sogar unkontrollierbar werden könnte und dass sie durch ihren hohen Energieverbrauch eine zusätzliche Belastung für unsere Umwelt sein könnte (61 %).

Die meisten Sorgen macht sich die Gen Z um unseriöse Informationsquellen und Falschinformationen (66 %), bei der Generation Baby-Boomer ist hingegen die Angst vor Betrugsmaschen (87 %) am größten. Das geringe Vertrauen in ChatGPT und KI lässt Forderungen nach strengeren Regulierungen laut werden: Rund 8 von 10 Österreicher:innen (81%) fordern, dass ChatGPT und andere KI-Anwendungen strenger reguliert, überwacht und regelmäßig überprüft werden sollten, um Datenschutz, Neutralität und Korrektheit zu gewährleisten.

Österreicher:innen fürchten um Arbeitsplätze, möchten Vorteile von KI aber im Job nutzen
63 Prozent sind der Meinung, dass KI und KI-Anwendungen wie ChatGPT in Zukunft zahlreiche Arbeitsplätze in Österreich bedrohen und für einen Wandel in der Arbeitswelt sorgen könnten. Dabei glaubt rund ein Drittel (37 %), dass der eigene Arbeitsplatz ganz oder zumindest teilweise ersetzt werden könnte. Insbesondere bei der Gen Z bangt jede:r Zweite um den eigenen Arbeitsplatz (50 %). Bei den Millennials (37 %) sowie der Generation Baby-Boomer (32 %) ist es nur rund jede:r Dritte. Dennoch sehen viele Österreicher:innen auch Vorteile im Einsatz von KI: Mehr als die Hälfte (57 %) denkt, dass dadurch mühsame und lästige Aufgaben wegfallen könnten und sich die Arbeit effizienter gestalten lassen könnte. 40 Prozent möchten, dass die Vorteile von KI genutzt und zukünftig verstärkt zur Arbeitserleichterung eingesetzt werden.

„Menschen haben Angst, künstliche Intelligenz könnte künftig unsere Arbeit wegnehmen. Gleichzeitig fehlt es der Wirtschaft an Fachkräften und Talenten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Mitarbeiter:innen die Angst vor der Automatisierung zu nehmen und da – wo sinnvoll – Aufgaben und Prozesse zu vereinfachen. Das bietet gleichzeitig eine Chance: Unternehmen können so Talente „freischaufeln“, die sich dann vermehrt der Lösung wirklich wichtiger gesellschaftlicher und umweltspezifischer Herausforderungen widmen können“, so Andreas Hladky.

Österreicher:innen sind für ein Verbot von ChatGPT und KI im Bildungsbereich
Fast drei Viertel der Österreicher:innen (73 %) sind der Meinung, dass sich der zunehmende Einsatz von KI-Anwendungen wie ChatGPT negativ auf den Bildungsbereich wie beispielsweise das Bildungsniveau junger Menschen auswirken könnte. Folglich sind fast zwei Drittel (64 %) dafür, dass der Einsatz von ChatGPT und weiteren KI-Anwendungen an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen verboten werden sollte. Für dieses Verbot sprechen sich rund 70 Prozent der Baby-Boomer und Gen X aus, hingegen deutlich weniger die Gen Z mit nur 54 Prozent.

„Die Österreicher:innen haben Vorbehalte, dass neue Technologien den Bildungsbereich durcheinanderbringen könnten. Damit teilen sie die Sorgen, die es auch in anderen Ländern gibt. Wir stehen uns jedoch mit unserer Technologieskepsis ein wenig selbst im Weg, denn moderne Bildungseinrichtungen nützen die Technologien, anstatt sie zu verbannen und stellen damit sicher, dass ihre Schüler:innen und Student:innen zukunftssicher ausgebildet werden“, fasst KI- und Digitalisierungsexperte Andreas Hladky zusammen.

Über die Umfrage
Im Auftrag von PwC Österreich befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent im Februar 2023 insgesamt 1.001 Personen österreichweit im Alter zwischen 14 und 75 Jahren zu ihrem Nutzungs- und Einstellungsverhalten gegenüber ChatGPT und KI. Die Studienteilnehmer:innen entsprechen weitestgehend den folgenden Generationen: Generation Z (Gen Z): 12-28 Jahre, Millennials (Gen Y): 29-42 Jahre, Generation X (Gen X): 43-57 Jahre, Baby- Boomer: 58-76 Jahre. Die Ausgangsstichprobe wurde gewichtet und ist repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung.

Mehr Infos zur Studie finden Sie hier

Titelbild/ Bildquelle: Bild von Alexandra Koch auf pixabay

QuelleKetchum GmbH

Piwik PRO wechselt CEO und richtet Strategie neu aus

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Der amtierende CEO und Piwik PRO-Gründer Maciej Zawadziński wechselt in den Aufsichtsrat. Auf ihn folgt COO Piotr Korzeniowski, der ab Anfang April die Unternehmensführung übernimmt.

Maciej Zawadziński, Gründer von Piwik PRO, gibt seine Position als Chief Executive Officer (CEO) ab. Der Manager wechselt Ende März in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger wird der bisherige COO Piotr Korzeniowski. Mit dem Wechsel richtet sich Piwik PRO auch strategisch neu aus.

Piotr Korzeniowski tritt in überaus erfolgreiche Fußstapfen. Aus den Händen von Maciej Zawadziński übernimmt er ein gut aufgestelltes Unternehmen. So erweiterte Piwik PRO im Jahr 2022 seinen Kundenstamm um 50 Prozent und erst kürzlich überschritt der Annual Recurring Revenue (ARR) die Marke von 11 Mio. US-Dollar. Diese Zahlen belegen: Die Analytics Plattform aus Polen avanciert damit zu einem ernstzunehmenden Herausforderer in der Branche.

Unter der Leitung von Maciej Zawadziński stieg das Kernprodukt des Unternehmens, die gleichnamige Piwik PRO Analytics Suite, zu einer führenden Webtracking-Lösung auf. Die SaaS-Plattform bietet Anwendern seit je her nicht nur aufschlussreiche Insights zur Performance von Webseiten und mobilen Apps. Sie bringt diese datenbasierten Erkenntnisse gleichzeitig mit dem Datenschutz sowie der Compliance in Einklang. Dadurch unterscheidet sich Piwik PRO maßgeblich von Lösungen wie Google Analytics, die diese Features nicht enthalten.

„In den vergangenen sechs Jahren baute unser Team eine vielseitige Digital-Analytics-Plattform auf, die sehr erfolgreich mit Google und Adobe konkurriert und ihr Marktführer-Potenzial eindeutig unter Beweis gestellt hat“, sagte Maciej Zawadziński, scheidender CEO bei Piwik PRO.

Zawadziński verlässt Ende März seine Position als CEO. Als Mitglied das Aufsichtsrates bleibt er dem Unternehmen jedoch weiterhin erhalten und wirkt auch in Zukunft in beratender Funktion an der Entwicklung von Piwik PRO mit.

Nachfolger Piotr Korzeniowski stammt ebenfalls aus der Piwik PRO-Familie. Das Piwik PRO- Urgestein arbeitet seit über sieben Jahren eng mit Zawadziński zusammen. Er nimmt seine Arbeit als CEO Anfang April auf. Zu seinen ersten Amtshandlungen zählt u. a. die strategische Neuausrichtung des Unternehmens.

„Wir werden auf dem soliden Fundament aufbauen, das Maciej hinterlassen hat. Gleichzeitig steuern wir Piwik PRO aber auch in eine neue Richtungen. In seinem Kern bleibt unser Produkt immer datenschutzfreundlich. Aber wir wollen die Plattform weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, Piwik PRO Analytics nahtlos in jeden Marketing-Stack zu intergieren und dessen Performance durch seine umfangreichen Datenaktivierungsmöglichkeiten zu verbessern“, erklärte Piotr Korzeniowski, zukünftiger CEO bei Piwik PRO.

Die ersten Neuerungen will Piwik PRO bereits im zweiten Quartal abschließen. So plant das Unternehmen u. a. ein verbessertes E-Commerce-Tracking sowie eine neuen Customer Data Platform (CDP). Aus ihr sollen historische, verhaltensbasierte Daten gewonnen werden, die sich überdiese anreichern lassen. Das erlaubt datenbasierte und damit fundiertere Schlussfolgerungen, die sich auf das zukünftige User-Verhalten beziehen. Und das trägt zu einer weitaus präziseren Aktivierung von Zielgruppen bei.

Für den weiteren Jahresverlauf visiert das Unternehmen eine Reihe weitere Innovationen an. U. a. soll insbesondere die neue CDP von den engen Verknüpfungen zwischen Piwik PRO Analytics, Tag- und Consent Manager profitieren. Ziel ist es, Kunden darüber einen entscheidenden Mehrwert zu liefern, der gleichzeitig das Angebot des Unternehmens weiter stärkt.

Bild: Zawadzinski left und Korzenowski right

Quelle ELEMENT C

REGIONALE ERBSE FÜR GREENFORCE – DIE BAYWA KOOPERATION

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erbse
FoodTech Demo Day

Mit dem Anbau von Erbsen setzt Greenforce neue Qualitätsstandards und will gemeinsam mit der BayWa AG transparente Wertschöpfungsketten für regional erzeugte vegane Lebensmittel aufbauen.

Im April werden die ersten Erbsen für Greenforce in Bayern und Thüringen ausgesät und das Pilotprojekt des Anbaus vor der eigenen Haustür gestartet. Damit ist das Münchner Foodtech Start-up seinem Ziel eines ganzheitlichen Ansatzes vom Saatgut bis hin zum fertigen Produkt wieder einen Schritt näher. Auf einer Fläche von rund 125 Hektar werden die von der BayWa unter Vertrag genommenen Landwirt*innen Erbsen für Greenforce anbauen.

Bei der Ernte im Spätsommer wird mit einem Ertrag von etwa 300 bis 400 Tonnen Rohware gerechnet, die zu Fleisch- Fisch-, Ei- und Milchersatzprodukten weiterverarbeitet werden. Mit dieser Menge können beispielsweise bis zu 700 Tonnen frische Cevapcici produziert werden.

„Alternative Proteine sind mehr als nur ein Hype. Um dem steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und den sich verändernden Verbraucherwünschen gerecht zu werden, braucht es neben tierischen Proteinen eine sichere, pflanzenbasierte Proteinerzeugung,“ erklärt Kristal Golan, Head of New Protein Solutions der BayWa AG, Deutschlands größtem Agrarhändler. „Greenforce bietet diese innovativen Proteinlösungen. Im Rahmen der Kooperation profitiert das Unternehmen von unserer 100-jährigen Expertise im Handel mit Agrarrohstoffen. Wir unterstützen die Geschäftsentwicklungen, indem wir über unser Netzwerk den Zugang zu Saatgut und zu unseren Kunden, den Landwirtinnen und Landwirten, herstellen.“

Noch mehr Qualität, noch weniger CO2
Beim Anbau der Erbse ist Greenforce bei jedem Schritt involviert. So kann das Foodtech Start-up höchste Qualitätsstandards garantieren. Beispielsweise werden die Hülsenfrüchte ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit Wirkstoffen wie Glyphosat oder Tebuconazol angebaut. Ebenso benötigen die Pflanzen keine Stickstoffdüngung, da Erbsen durch Knöllchenbakterien selbst Stickstoff aus der Luft binden können und somit ihren eigenen Bedarf decken. Greenforce wird von der BayWa während der gesamten Anbauperiode mit ihrer Agrar-Expertise von der Auswahl der bestmöglichen Sorte bis hin zur Ernte unterstützt.

Die Bewirtschaftung von Feldern in unmittelbarer Nähe hat den weiteren Vorteil, dass bei der Ernte und der anschließenden Lagerung in regionalen BayWa-Silos nur kurze Wege zurückgelegt werden müssen. Auch an dieser Stelle spart Greenforce zukünftig weitere Emissionen ein. Die kurzen Transportwege ziehen sich entlang der weiteren Rohstoffverarbeitung durch und sorgen für einen minimalen CO2-Ausstoß während der gesamten Wertschöpfungskette.

Zudem hat Greenforce durch den Anbau der eigenen Erbse die Möglichkeit, die vollständige Erntegut zu verwerten und bei der Proteinextraktion entstandene Reste in weitere Produkte zu verarbeiten. Aktuell werden beispielsweise die Möglichkeiten für pflanzliche Hundekauknochen geprüft.

„Der Anbau der Greenforce-Erbse ist für uns ein weiterer Meilenstein bei der Schaffung eigener und transparenter Wertschöpfungsketten, um die Proteinversorgung der Zukunft sicherzustellen. Mit BayWa haben wir einen erfahrenen, regionalen Partner an der Seite, der für uns die bisher fehlende Brücke zwischen Agrar- und Lebensmittelindustrie schlägt,“ so Thomas Isermann, Gründer und Geschäftsführer von Greenforce. „Und das ist erst der Anfang. Wir wollen neue Maßstäbe setzen und haben es uns zum Ziel gesetzt, zukünftig sogar ein eigenes Saatgut mit dem Namen GREENFORCE PowerErbse zu entwickeln.“

From Field to Fork

Mit „From Field to Fork“ bezeichnet das Foodtech Start-up sein langfristiges Ziel, die komplette Wertschöpfungskette vom Saatgut bis hin zum pflanzlichen Endprodukt selbst abbilden zu können. Diese ganzheitliche Herangehensweise bringt von besserer Qualitätskontrolle bis hin zur Unterstützung regionaler Landwirtschaft und der EU-Eiweißstrategie viele Vorteile mit sich – einer der wichtigsten ist dabei jedoch eine unabhängige Rohstoffversorgung für die pflanzlichen Greenforce Produkte. Ohne diese Bindung an lange und oftmals sogar internationale Wertschöpfungsketten ist Greenforce kaum anfällig für Engpässe in der Herstellung und Verarbeitung essenzieller Rohstoffe.

Bild © BayWa AG / Daniel Schvarcz (v.l.) GREENFORCE Gründer Thomas Isermann und Kristal Golan, Head of New Protein Solutions der BayWa AG

Quelle GREENFORCE FUTURE FOOD AG

Das All ist kein Limit

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Isar Aerospace

Bayern Kapital beteiligt sich an internationaler Finanzierungsrunde für Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace

Isar Aerospace, Entwickler und Hersteller von Trägerraketen zum Transport von kleinen und mittleren Satelliten, hat sich in einer Series C-Finanzierungsrunde 155 Millionen Euro zusätzliches Kapital gesichert. Zum internationalen Investorenkreis dieser in 2023 weltweit bislang größten SpaceTech-Finanzierungsrunde zählen Bayern Kapital mit dem ScaleUp Fonds Bayern sowie 7-Industries Holding, Porsche SE, Earlybird Venture Capital, HV Capital, Lakestar, Lombard Odier, UVC und Vsquared Ventures.

Mit einer Gesamtfinanzierungssumme von nun mehr als 310 Millionen Euro ist Isar Aerospace das am stärksten kapitalisierte unabhängige New-Space-Unternehmen in Europa und ein Key Player bei der Stärkung der europäischen Kapazitäten für einen konsistenten, flexiblen und kosteneffizienten Zugang zum Weltraum für globale kommerzielle und institutionelle Kunden.

Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn bei München entwickelt und baut Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittleren Satelliten sowie Satellitenkonstellationen in die Erdumlaufbahn. Das Unternehmen wurde 2018 als Spin-off der Technischen Universität München gegründet und hat sich seither als vollständig vertikal integrierter Technologieführer etabliert. Derzeit arbeiten die mehr als 300 Mitarbeitenden auf den Erstflug der Trägerrakete „Spectrum“ hin, der für die zweite Hälfte des Jahres 2023 von Andøya in Norwegen geplant ist. Zudem durchläuft das vollständig im Unternehmen entwickelte und hergestellte „Aquila“-Triebwerk aktuell Triebwerkstests.

Neben diesen Projekten sollen die zusätzlichen Mittel aus der Finanzierungsrunde für die Intensivierung der Entwicklung sowie für den Ausbau der automatisierten und damit kosteneffizienten Produktionskapazitäten genutzt werden.

Isar Aerospace verfügt bereits über einen starken Kundenstamm und hat feste Verträge mit Kunden auf der ganzen Welt unterzeichnet, darunter große kommerzielle Unternehmen, New-Space-Firmen und staatliche Institutionen. Die Anwendungsbereiche der Satelliten, die das Unternehmen in Erdumlaufbahnen transportiert, umfassen unter anderem Umweltüberwachung und -schutz, Erdbeobachtung, Telekommunikation, Landwirtschaft, Katastrophenmanagement, Transport, wissenschaftliche Forschung und Sicherheit.

Daniel Metzler, Mitgründer und CEO von Isar Aerospace, erklärt: „Das starke Interesse unserer internationalen Investoren unterstreicht ihr Vertrauen in unsere Vision und technologischen Fähigkeiten. Zugang zum Weltraum ist der Schlüssel zu Innovation, technologischer Entwicklung und Sicherheit – bereits heute und erst recht in der Zukunft. Isar Aerospace öffnet den Zugang zum Weltraum, der von kommerziellen, institutionellen und staatlichen Kunden dringend benötigt wird. Diese Finanzierungsrunde ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg in den Orbit.“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Start-ups wie Isar Aerospace heben den Raumfahrttechnologie-Standort Bayern auf ein neues Level. Das Unternehmen ist ein herausragendes Beispiel: Es bietet wichtigen Anwendungen wie zum Beispiel der Klimabeobachtung einen zuverlässigen und erschwinglichen Zugang zum Weltall. Mit unserem ScaleUp Fonds Bayern unterstützen wir solche Technologieführer auf dem Weg zu international agierenden Unternehmen.“

„Die Flüge von Isar Aerospace sind bereits auf Jahre ausgebucht – das unterstreicht die Nachfrage nach einem kosteneffizienten Zugang zum Orbit. Wir freuen uns sehr, Isar Aerospace als Teil eines internationalen Investorenkreises bei seinem weiteren steilen Aufstiegskurs begleiten zu können“, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital.

Bayern Kapital gehört zum Kreis derjenigen Venture-Capital-Gesellschaften, die als erste im Luft- und Raumfahrtsektor investiert haben, und ist aktuell unter anderem beim Isar-Aerospace-Kunden und Vegetationsbeobachtungs-Satelliten-Entwickler OroraTech, und dem Drohnen-Start-up Quantum Systems engagiert.

Mit mehreren Fonds unterstützt Bayern Kapital die verschiedenen Entwicklungsstadien junger Technologieunternehmen – der 2021 aufgelegte ScaleUp Fonds Bayern mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 200 Millionen Euro ist dabei ein leistungsfähiges Finanzierungsangebot für besonders stark expandierende Tech-Unternehmen.

Bild:Pressefoto: Co-Founder Daniel Metzler & Josef Fleischmann (c) Isar Aerospace

Quelle: IWK GmbH

bidi: Kostenloser Nachhilfe-Unterricht

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Lern- und Nachhilfeplattform „bidi“ kooperiert bereits mit 200 Schulen

Der Lehrermangel nimmt überall in Deutschland teilweise dramatische Ausmaße an. Vielerorts können die Schulen kaum noch ihrem Lehrauftrag vollumfänglich nachkommen und ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Betroffen sind alle Schultypen, Grund- und Realschulen, Gymnasien und auch Berufsschulen.

Daher greifen immer mehr Schulen auf die Unterstützung von außerschulischen Bildungsdienstleistern zurück. So hat das Startup „bidi“ jetzt mit der Gustav-Stresemann-Gymnasium aus Fellbach in Baden-Württemberg bereits die zweihundertste Schule angebunden.

Während die Bildung Digital GmbH („bidi“) in ihrem Gründungsjahr 2021 pro Monat noch mit drei Schulen eine Kooperationsvereinbarung abschließen konnte, waren dies im vergangenen Jahr 2022 bereits zwölf Schulen pro Monat. Aktuell liegt die Quote bei 15 Schulen monatlich. Bidi-Geschäftsführer Amadeo Gaigl sagt: „Die Zunahme spiegelt einerseits klar die Entwicklung der Bildungsmisere an den Schulen wider.“

Andererseits aber spreche sich unter Schulleitungen auch das bidi-Alleinstellungsmerkmal herum, wonach die Lern- und Nachhilfeplattform als einzige in Deutschland für alle Schüler und Schülerinnen einer Partnerschule kostenlose Lernunterstützung organisiere.

Bidi organisiert als einziger Bildungsdienstleister Deutschlands kostenlosen Nachhilfe-Unterricht

Dafür aktiviert bidi für die Partnerschulen mit vergleichsweise hohem Aufwand staatliche Finanzierungsmittel aus den verschiedenen Fördertöpfen der jeweiligen Bundesländer und des Bundesarbeits- und Sozialministeriums sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Damit können Schulen den individuellen Nachhilfe-Unterricht im 1:1-Format komplett und ohne den Einsatz eigener Gelder gewährleisten. Bidi hat für 15 verschiedene Schulfächer derzeit über 1.000 geprüfte und zertifizierte Lehrkräfte unter Vertrag.

Rückenwind bekommt bidi außerdem durch die Ergebnisse von Studien und Umfragen unter Schulleitern und Schulleiterinnen. Demnach sehen 95 Prozent von ihnen in der Digitalisierung einen Hebel, um Lernprozesse zu unterstützen und um individualisiertes, selbstbestimmtes Lernen zu verbessern. Rund 48 Prozent wünschen sich Mittel aus dem Digitalpakt zur gezielten Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher, das klassische Betätigungsfeld von bidi.

Und: Acht von zehn Schulleitungen sagen, dass benachteiligte Schüler und Schülerinnen heute nicht die individuelle Förderung erhielten, die sie dringend benötigen.

Somit leistet bidi auch einen gewissen gesamtgesellschaftlichen Beitrag, um ungleiche Startbedingungen auszugleichen, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und einen reflektierten Umgang mit Digitalität zu vermitteln – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Neben sozial schwachen oder bildungsfernen Familien profitieren vom bidi-Förderangebot also auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und aktuell auch aus ukrainischen Geflüchteten-Familien. „Junge Menschen,“ so Gaigl, „die schon bald den vom Fachkräftemangel gezeichneten Arbeitsmarkt erreichen werden.“

Bild Amadeo Gaigl

Quelle :Lieres und Wilkau PIC Public Imaging Consulting

Das berühmteste Filmauto der Welt ist mit einem Upgrade zurück

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DeLorean DMC-12

Gestensteuerung fürs Auto macht Zukunftstechnik erlebbar

Der DeLorean DMC-12 aus «Zurück in die Zukunft» ist mehr als ein Kult-Klassiker. Die Deutschen Investoren der Wunderkind Invest GmbH nutzen ein elektrifiziertes Unikat des Sportwagens als Plattform, um Zukunftstechnologie erlebbar zu machen. Das neuste Upgrade für den Elektro-Sportwagen liefert die Ameria AG: eine berührungslose Steuerung der Mittelkonsole.

Seit 2021 arbeitet die Wunderkind Invest GmbH rund um den High-Tech Investor Armin Pohl an einem elektrischen DeLorean DMC-12. Das Einzelstück mit dem der Bezeichnung e-Lorean dient als Innovationsträger für die interdisziplinären Portfoliounternehmen sowie Partner des Investors. Darunter befindet sich auch der E-Transporter Hersteller E-Works Mobility, der den Oldtimer elektrifiziert hat. Das Auto, das einem zusätzlichen Facelift durch seinen italienischen Schöpfer Giorgetto Giugiaro unterzogen wurde, soll nun die nächste Technologie in die Zukunft portieren. Eine neuartige Steuerung ermöglicht die berührungslose Bedienung der Nutzeroberfläche des Fahrzeugs.

Berührungsfreie Bildschirmsteuerung im elektrifizierten DeLorean DMC-12 / © AMERIA AG
Berührungsfreie Bildschirmsteuerung von einem «Wunderkind»

Die eingesetzte Technik stammt von der Ameria AG, der Weltmarktführerin für integrierte Gestensteuerung. Sie ist eines von derzeit zwölf Portfolio-Unternehmen von Wunderkind Invest. Die Technologie funktioniert mittels Sensoren, die den dreidimensionalen Raum vor dem Bildschirm abdecken. Das erlaubt die Steuerung von Bildschirmen verschiedener Hersteller in variablen Größen.

Dank der Steuerung öffnet sich – wie auf der ISE 2023 in Barcelona präsentiert – selbst das Tor ins Metaversum. Berührungslose Displays erlauben es Unternehmen, neuartige Kundenerlebnisse und Interaktionen zu schaffen. Die Gestensteuerung wird bereits eingesetzt im Handel, auf Messen und an Verkaufspunkten und neuerdings in Autos wie dem e-Lorean.

Hier ermöglicht sie die Bedienung der Mittelkonsole, ohne sich nach vorne zum Screen beugen zu müssen. Die berührungslosen In-Car Displays eignen sich zudem für die Unterhaltung während der Fahrt und während Wartezeiten beim Aufladen. Positiver Nebeneffekt: Die Displays bleiben sauber, was nicht nur bei Bestellterminals von Schnellrestaurants, sondern auch im Carsharing oder künftig bei RoboTaxis von Nutzen sein kann. Damit bringt die Strassen-Ikone aus den Achtzigern eine Zukunftstechnologie in die Gegenwart.

Bild: Elektrisch angetriebener DeLorean DMC-12 / © AMERIA AG

Quelle. WUNDERKIND INVEST GmbH

Cheer: Wie eine junge Unternehmerin das 300jährige Vermächtnis ihrer Familie weiterführt

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Südtirol ist seit Jahrhunderten eine beliebte Kurdestination, die schon von der Kaiserin Elisabeth besucht wurde. Seit Generationen betrieb die Familie von Guggenberg eine Privatklinik in Brixen, die zum Anlaufpunkt für den europäischen Jetset wurde. Die Liste der prominenten Patienten der Kurklinik Dr. von Guggenberg war lang und reichte von Adeligen und Diplomaten bis hin zu Künstlern und Sportlern.

Doch nach über 100 Jahren schloss die Klinik 2017 ihre Türen. Für die Familie von Guggenberg ein schmerzhafter Schritt, denn die Klinik war nicht nur ein Geschäft, sondern ein Teil ihrer Identität. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, beschloss die junge Generation der Familie, das Vermächtnis ihrer Vorfahren auf eine neue Art und Weise weiterzuführen.

Was ist aus dem Vermächtnis der Familie von Guggenberg geworden?

Die Antwort lautet „Cheer“. Ein Lifestyle-Brand, die sich der Frauengesundheit und dem Wohlbefinden widmet. Sidney von Guggenberg, die Urenkelin der Gründerin der Privatklinik, ist die Gründerin und CEO von Cheer. Mit einem praktischen monatlichen Abo bietet Cheer Bio-Tampons aus 100% Bio-Baumwolle und Arnika-Schmerzpflaster zur natürlichen Schmerzlinderung von Regelschmerzen an.

Doch Cheer ist mehr als nur ein weiteres Abo-Modell. Sidney von Guggenberg möchte mit ihrer Marke auch Frauen helfen, die besonders vom Krieg betroffen sind. Anlässlich des Weltfrauentages spendete sie 5.000 Bio-Tampons an die Hilfsorganisation „Team4UA“, die sich für Frauen in der Ukraine einsetzt. „Es ist wichtig, dass wir auch an Frauen denken, die in Krisengebieten leben und oft keinen Zugang zu den notwendigen Hygieneartikeln haben“, erklärt Sidney von Guggenberg.

Eine weitere Mission von Sidney von Guggenberg ist es, gegen die Stigmatisierung der Periode zu kämpfen. „Es gibt immer noch viel Scham und Tabu rund um die Menstruation, aber sie ist etwas Natürliches und sollte nicht versteckt werden“, sagt sie. Am Weltfrauentag verteilte sie als Tampon verkleidet Tampons auf dem Stephansplatz in Wien und machte damit auf das Thema aufmerksam.

Für Sidney von Guggenberg ist Cheer nicht nur ein neues Geschäft, sondern eine Chance, das Vermächtnis ihrer Vorfahren auf eine neue und moderne Art und Weise fortzuführen. „Ich möchte Frauen dazu ermutigen, auf sich selbst und ihre Gesundheit zu achten“, sagt die Gründerin. „Und ich bin stolz darauf, dass ich das Vermächtnis unserer Großmutter auf diese Weise weiterführen kann.“

Quelle Cheer Health

Als Arbeitgeber nachhaltig überzeugen

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Unternehmen müssen Wow-Effekt bei Mitarbeitern erreichen

Zehn Leute einladen, im Vorstellungsgespräch Fähigkeiten und Kompetenzen abchecken, einen auswählen, der sich in der Probezeit zu bewähren hat – und sich als Personaler zurücklehnen: Das war gestern. „Heute müssen Unternehmen vor allem ihre eigene Visitenkarte abgeben und regelrecht um gute Leute buhlen“, sagt Michael Hampel, Experte für Führung, Vertrieb und nachhaltige Umsetzung. „Das gelingt mit kreativen Strategien und vor allem der richtigen Einstellung. Mitarbeiter wollen sich wohlfühlen und tun sie das, stimmt auch die Leistung.“

Hampel, der über 30 Jahre Erfahrung im Management sowie als Berater hat, plädiert für nachhaltige Begeisterung und weiß: „Das klingt erst einmal wie ein hohles Schlagwort, doch es lässt sich durchaus mit Leben füllen.“ Seiner Erfahrung nach ist dafür Enthusiasmus in der Führungsmannschaft die beste Garantie. Wenn die nur irgendwie und möglichst schnell Lücken schließen wolle, dann funktioniere weder das Gewinnen noch das Halten fähiger Mitarbeiter. „Wer aber selbst für das Unternehmen brennt, der strahlt das aus – und das ist enorm attraktiv gerade für die junge Generation, die am Arbeitsplatz nach Sinn sucht und Spaß haben will.“

Wie aber sieht das Begeistern nun ganz konkret aus? Diese Frage werde ihm natürlich häufig gestellt, sagt Hampel. Beginnen sollte es schon bei der Stellenanzeige: „Ich rate dazu, sich auf die allerwichtigsten Kompetenzen zu beschränken. Ellenlange Aufzählungen schrecken eher ab und die Eier legende Wollmilchsau gibt es ja ohnehin nicht.“

Das Wording muss zur Zielgruppe passen. Mit 08/15-Formulierungen falle ein Unternehmen nicht auf, Herausstechen aus der Masse sei aber heute mitentscheidend für den Erfolg, also eine positive Reaktion möglichst vieler Bewerberinnen und Bewerber. Wenn dabei mit Witz und Charme auch ein Teil der Kultur des Unternehmens transportiert wird, „zieht das potenzielle Bewerber fast automatisch an und animiert sie dazu, Kontakt aufzunehmen“.

An den richtigen Stellen werben und Wartezeit sinnvoll nutzen

Mittlerweile fast überall angekommen: Die Menschen müssen dort abgeholt werden, wo sie sich befinden. Unternehmen sollten deshalb auf dem Laufenden bleiben, welche Plattformen und Sozialen Medien gerade bei Stellensuchenden angesagt sind – und vor allem die bedienen. Auf den Einwand, das sei doch letztlich egal, Hauptsache es melde sich ein geeigneter Kandidat, entgegnet Hampel: „Es ist nicht egal, denn in den Köpfen bleibt haften, wie viel Gehirnschmalz jemand in eine Stellenanzeige gesteckt hat. Wer so umworben wurde, wie er sich das wünscht, der tritt seine neue Stelle mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich an – und das mit dem Willen, länger zu bleiben.“

Mehr als nur eine oft unvermeidbare Wartezeit sind laut Hampel die Wochen oder Monate von der Vertragsunterschrift bis zum ersten Arbeitstag. „Verlieren Sie nicht den Kontakt zu dem Neuen, schicken Sie ihm zum Beispiel News zum Unternehmen oder ein Foto vom schon eingerichteten Arbeitsplatz“, empfiehlt Hampel Arbeitgebern. „Das motiviert enorm.“ Sinnvoll sei es auch, dabei zu helfen, noch fehlende Kenntnisse und Kompetenzen zu erwerben. „Warum nicht der neuen Mitarbeiterin schon vor Arbeitsantritt eine Fortbildung, etwa über ein Webinar, schenken?“

Auch die Neuen zu einem wichtigen Meeting oder einer Firmenfeier einzuladen, lässt die Integration frühzeitig beginnen. „Persönliche Kontakte bedeuten den meisten mindestens genauso viel wie spannende Aufgaben“, so Hampels Erfahrung. Und zu einem optimalen Preboarding zählt auch Unterstützung beim Einleben am neuen Wohnort, sollte der Neue oder die Neue aus einer anderen Stadt zuziehen. Hampel: „Oft zieht ja eine Familie mit, wird ein Kindergartenplatz gebraucht oder Informationen über die Schulen vor Ort – und in jedem Fall eine Wohnung, was heute in vielen Regionen enorm schwierig ist.“

Onboarding nach Bedürfnissen der Neuen ausrichten

„Sind die Neuen dann an Bord, dann bitte nicht nachlassen“, so Hampel weiter. Nachhaltig begeistern heiße eben, das wirklich dauerhaft zu tun. Wird am ersten Arbeitstag ein klarer Tagesablauf präsentiert und der neue Mitarbeiter mit witzigen Ideen wie einem kleinen Willkommensgruß am Arbeitsplatz überrascht, begeistert ihn das von Anfang an.

Die allermeisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben zahlreiche Möglichkeiten, werden auch von Wettbewerbern umworben. „Ähnlich wie in einer Partnerschaft muss man deshalb kontinuierlich an der ‚Beziehung‘ arbeiten.“ Während der ersten Wochen etwa fühlen sich viele unsicher und freuen sich über ein strukturiertes Onboarding, das ihnen schnell das wichtigste Wissen vermittelt.

Kommen dazu dann noch regelmäßige Feedback-Gespräche mit konstruktiven Tipps und Anregungen sowie ehrlichem und begründetem Lob, das Einfordern und Ernstnehmen der Meinung des neuen Mitarbeiters sowie flexible Arbeitszeitmodelle und das Anbieten von Aufstiegschancen, sollte eine langfristige Bindung sehr wahrscheinlich sein. Das habe zudem den Effekt, dass das Unternehmen weiterempfohlen wird – ein nicht zu überschätzender Faktor, denn morgen wird Personal eher noch mehr fehlen als heute. „Sorgen Sie deshalb für einen Wow-Effekt bei den Neuen und ebenso im bestehenden Team!“

Autor:

Michael Hampel ist Berater, Trainer und Coach sowie Mentaltrainer Sport B-Lizenz nach DOSB und European Psychotherapist (ECP/EAP®). Er hat seit 1999 bereits über 300 Unternehmer und mehr als 2000 Führungskräfte bei der Verbesserung ihrer Führungsarbeit unterstützt. Ein besonders wichtiger Faktor ist für ihn die Nachhaltigkeit der Wirksamkeit im Unternehmen. Der Bayreuther arbeitet nicht mit theoretischen Modellen, sondern entwickelt gemeinsam mit der gesamten Führungsmannschaft seiner Kunden individuelle Lösungen, die von allen Mitarbeitern mitgetragen und sofort umgesetzt werden.

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Bild:Michael Hampel Bildcredits: PFAU

Quelle:Fröhlich PR GmbH

Das kleine Manifest der Wertschätzung

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wertschätzung

15 Grundsätze für stärkeres Miteinander, Vertrauen und Beziehungen 

Je schneller die Digitalisierung voranschreitet, desto mehr Menschen spüren, dass es bei dieser Entwicklung immer schwieriger ist, tiefere Kontakte zu pflegen. Beziehungen verflachen. Im Privaten sind wir mit dem Kopf oftmals ganz woanders, während wir gemeinsame Zeit verbringen. Im Beruf fühlen wir uns auf eine Rolle reduziert. Wir erhalten Anerkennung, wenn wir die Erwartungen erfüllen oder übertreffen, fragen uns aber auch:

Wie steht es um die Wertschätzung, wenn es einmal nicht so gut läuft? 

Wertschätzung ist nicht alles, aber ohne Wertschätzung ist alles nichts! Fehlt sie, ist das einer der häufigsten Ursachen, aufgrund derer Beziehungen scheitern. Im Berufsleben ist mangelnde Wertschätzung der triftigste Grund, aus dem Mitarbeiter kündigen. [1] Fehlt Wertschätzung, kann das sogar zu körperlichen Krankheiten führen: Mediziner leiten einen Großteil der Bandscheibenvorfälle auf mangelnde Anerkennung und Wertschätzung zurück. [2] 

Fühlen wir uns dagegen so angenommen, wie wir sind, blühen wir auf. Fassen Vertrauen, öffnen uns und lassen uns fallen. Wertschätzende Beziehungen spenden in allen Bereichen Energie und bringen Freude in unser Leben. 

Auch wenn unsere (Business-)Welt von harten Zahlen geprägt scheint – lebenswert wird sie erst durch die weichen Aspekte: Wer seinen Mitmenschen mit mehr Anerkennung begegnet, macht die Welt nicht nur schöner und friedlicher, sondern steckt damit auch andere an – wir neigen nämlich dazu, Wertschätzung, die wir selbst erfahren haben, weiterzugeben. Wer zum „Wertschätzungsstifter“ werden möchte, kann sich an den folgenden 15 Grundsätzen orientieren: 

Gib dich in Gesprächen ganz hin
Schenke deinem aktuellen Gegenüber deine ganze Aufmerksamkeit. Vernachlässige ihn nicht für mögliche Kontakte im virtuellen Raum. Schalte dein Handy stumm und lege es außer Sichtweite, damit es dich nicht ablenkt. 

Hör deinem Gesprächspartner aufmerksam zu
Bereite nicht schon im Geist eine eigene Antwort vor, achte auf die Zwischentöne und spüre, was ihn bewegt. So stärkst du deine neuronalen Netzwerke für Empathie, die eine wichtige Grundlage der Wertschätzung ist. 

Suche regelmäßig die Nähe zur Natur
Lege von Zeit zu Zeit bewusst Pausen bei der Nutzung deiner digitalen Geräte ein, auch das erhöht deine Empathie.

Beobachte, welche Werte deinen Mitmenschen wichtig sind
Berücksichtige die Werte deiner Gesprächspartner, wenn du mit ihnen kommunizierst. Verurteile niemanden dafür, dass er anders ist als du. Verurteile auch nicht dich selbst für Fehler und Schwächen, sondern verstehe sie als Entwicklungsfelder. 

Sei achtsam, während du kommunizierst
Der Dialog ist die Kunst des gemeinsamen Denkens: Nimm achtsam wahr, was die Aussagen deines Gesprächspartners in dir auslösen. Denk erst dann über eine Antwort nach und lass zu, dass sich diese aus dem gemeinsamen Raum zwischen euch beiden entwickelt. 

Meditiere regelmäßig
Meditation und Achtsamkeitsübungen entwickeln deine Wahrnehmung für das, was gerade geschieht, weiter. Nutze Situationen, die dich emotional machen, um dich zu reflektieren und selbst besser kennenzulernen.

Kommuniziere gewaltfrei
Erweise deinen Mitmenschen Respekt, indem du bei Kritik Du-Botschaften und Verurteilungen vermeidest. Trenne Verhalten und Person. Halte dich an den Grundsatz, dass jeder allein für sein Mensch-Sein voll akzeptiert ist. Das schließt nicht aus, dass er bei Fahrlässigkeit oder Vorsatz für sein Verhalten verantwortlich ist. 

Sei geduldig
Vertraue darauf, dass sich deine Mitmenschen in ihrer individuellen Geschwindigkeit öffnen. Respektiere ihre Grenzen und lasse ihnen Freiräume. Achte auf nonverbale Signale, die zeigen, dass sich jemand gerade unwohl oder gestresst fühlt.

Sei tolerant
Unterstelle anderen bei Fehlern keinen Vorsatz oder dass sie etwas tun, um dir bewusst zu schaden. Die meisten versuchen, ein guter Mensch zu sein. 

Kultiviere Demut
Verurteile niemanden, in dessen Situation du noch nicht warst. Schätze die Unterschiede zwischen dir und anderen und frage dich, was du daraus lernen kannst. 

Sei friedlich
Es geht nicht darum, immer Recht zu haben und zu behalten, sondern um die Gefühle, die du bei deinen Mitmenschen auslöst und dadurch in die Welt bringst.  

Sei klar und taktvoll
Kläre mit deinen Mitmenschen eure gegenseitigen Erwartungen, sodass Enttäuschungen vorgebeugt wird. Sei transparent, offen, aber auch taktvoll und diskret. Rede nicht über Abwesende, sondern so, dass alle deine Worte in der Zeitung stehen könnten. 

Wertschätze deine Mitmenschen gemäß ihrer individuellen Art
Einige fühlen sich durch materielle Zuwendungen wertgeschätzt, andere durch Lob und Anerkennung, durch Hilfe und Unterstützung, durch körperliche Nähe oder durch gemeinsam verbrachte Zeit. 

Sei dankbar
Praktiziere Dankbarkeitsübungen und öffne dein Herz, um deinen Mitmenschen liebevoller gegenüberzutreten. Begegne anderen auf Augenhöhe, auch wenn es Statusunterschiede zwischen euch gibt. 

Suche Qualität statt Quantität
Nicht viele flache Kontakte werden dich erfüllen, sondern die Tiefe deiner vertrauensvollsten Beziehungen. Das benötigt Zeit, also investiere mehr in die Qualität als in die Quantität.

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  1. https://www.mckinsey.com/business-functions/people-and-organizational-performance/our-insights/great-attrition-or-great-attraction-the-choice-is-yours 
  2. Werner Bartens: Emotionale Gewalt; S.77, rowohlt, Berlin, 2018

Das Buch zum Thema:

Christian Bernhardt

Echte Wertschätzung: 

Beziehungen stärken. Vertrauen vertiefen. Teams gemeinsam entwickeln.

300 Seiten, ab 24,95 Euro

ISBN: 978-3-86980-666-2

BusinessVillage Verlag, September 2022

Autor:

Christian Bernhardt ist Hochschuldozent für Kommunikationspsychologie, Autor, Berater und Speaker für Lösungen gegen den Fachkräftemangel. Bernhardt berät Unternehmen und hält Vorträge und Trainings in Deutschland und der Schweiz.

Fotograf/ Bildcredits: Dejan Jovanovic

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