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DFB-Pokal: Cottbus schlägt Hannover nach Elfmeter-Fehlschuss

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Fußball (Archiv), via dts NachrichtenagenturCottbus (dts Nachrichtenagentur) – In der 1. Runde des DFB-Pokals hat Drittligist Energie Cottbus zuhause gegen Hannover 96 mit 1:0 gewonnen.

Die Mannschaft von Trainer Pele Wollitz zeigte von Beginn an viel Einsatz und verdiente sich die frühe Führung: In der zwölften Minute legte Engelhardt im Fallen für Cigerci auf und der knallte das Leder aus spitzem Winkel an die Unterkante der Latte und ins Netz.

Relativ ideenlose Gäste hatten in der 42. Minute die Riesenchance zum Ausgleich: Nach Foul von Pelivan an Pichler im Sechzehner trat Tomiak zum Elfmeter an, Sebald hielt jedoch und Guwara klärte für Energie. Kurz darauf war Pause mit einer durchaus verdienten Führung für das Heimteam.

Nach dem Seitenwechsel brauchten die Niedersachsen bis zur 63. Minute zur nächsten Großchance, Sebald lenkte Nkilis wuchtigen Versuch aber um den Pfosten. In der 73. Minute zog Oudenne aus dem Rückraum ab und Guwara klärte auf der Linie.

Der Zug zum Tor durch die Titz-Elf nahm immer mehr zu, aber ohne Erfolg.

In den Parallelspielen der 1. DFB-Pokalrunde gewann der SC Freiburg gegen die Sportfreunde Lotte mit 2:0 und Darmstadt 98 setzte sich gegen den VfB Lübeck mit 2:1 durch.


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Offiziell: VfB Stuttgart holt Tiago Tomas zurück

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Tiago Tomás (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat Angreifer Tiago Tomas von Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg verpflichtet. Das teilte der VfB am Samstagabend vor dem Supercup-Kracher gegen Bayern München mit.

Für den Portugiesen ist es das zweite Engagement beim VfB, nachdem er zuvor von Februar 2022 bis Mai 2023 im Trikot mit dem roten Brustring auflief. Der 23 Jahre alte Offensivakteur wird am Sonntagvormittag erstmals mit seinen Teamkollegen trainieren und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029 unterzeichnet. Er trägt künftig das Trikot mit der Rückennummer acht.

Tiago Tomas sagte zu der Rückkehr: „Meine Freude ist sehr groß, zukünftig wieder für den VfB auflaufen zu dürfen. Ich bin sehr happy, dass der Wechsel geklappt hat und freue mich auf das gesamte Team. Seit meiner ersten Zeit in Stuttgart hat sich der VfB enorm weiterentwickelt. Ich möchte mit meiner Leistung dazu beitragen, dass wir auch die neuen Ziele erreichen und gemeinsam erfolgreich sein werden.“

Christian Gentner, Sportdirektor beim VfB, sagte: „Tiago bringt viele Qualitäten mit, er ist schnell, dribbelstark und besitzt eine ausgezeichnete Technik. Mit diesen Fähigkeiten passt er nicht nur sehr gut zu unserer Spielidee, sondern wird unseren Offensivbereich noch deutlich variabler und damit wirkungsvoller machen.“


Foto: Tiago Tomás (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wadephul kritisiert Putin: "Seine Sprache die der Gewalt"

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Johann Wadephul (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf dafür kritisiert, dass auch während des Gipfels mit US-Präsident Donald Trump in Alaska die Angriffe auf die Ukraine fortgesetzt worden waren. „Putin begleitet dies mit Raketen, die er weiter auf ukrainische Städte abfeuern lässt“, sagte Wadephul der „Bild“. „Er zeigt der Welt, dass seine Sprache die der Gewalt ist.“

Für eine friedliche Lösung in der Ukraine gibt es laut Wadephul klare Bedingungen: „Für uns ist klar: Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden, ein Friedensschluss braucht klare Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Wir Europäer sind dazu bereit – zusammen mit den USA.“

Einen Frieden um jeden Preis werde es nicht geben. „Es muss allen klar sein. Solange in Europa Putins Bomben fallen, werden wir weiter Druck auf Russland machen. Solange Putins Russland Europas Frieden bedroht, müssen wir viel mehr für unsere Sicherheit tun und weitere Aggression abschrecken“, so der Außenminister.


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DFB-Pokal: Norderstedt unterliegt St. Pauli im Elfmeterschießen

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Nikola Vasilj (Archiv), via dts NachrichtenagenturNorderstedt (dts Nachrichtenagentur) – In der 1. Runde des DFB-Pokals hat Regionalligist Eintracht Norderstedt zuhause gegen den FC St. Pauli im Elfmeterschießen mit 2:3 verloren.

Die erste Chance der Partie hatte in der achten Minute Wahl, dessen Kopfball Huxsohl zur Parade zwang. Auch in der 21. und 31. Minute gegen Pereira Lange war der Keeper jeweils auf dem Posten.

19 Schüsse waren die Bilanz der ersten Hälfte, die Huxsohl nicht in den Kasten ließ, was das 0:0 zur Pause ermöglichte.

Auch in Durchgang zwei bot sich dieses Bild: Die Kiezkicker rannten an und der Torwart verhinderte mehrfach den Einschlag. In der 52. Minute scheiterte Sinani, Oppie in der 72. und wieder Sinani in der 73. Minute. In der 82. Minute rettete dann auch noch die Latte bei einem Schuss von Pereira Lange. Damit ging es in die Verlängerung.

Darin erspielte sich der Regionalligist gar ein Chancenplus: Brendel verfehlte in der 91. Minute aus wenigen Metern. In der 116. rettete Vasilj gegen Gross und in der zweiten Minute der Nachspielzeit hielt der St.-Pauli-Keeper auch gegen Ampofo aus kurzer Distanz.

Im Elfmeterschießen trafen Oppie, Sinani und Nemeth für St. Pauli, während für Norderstedt und Gross und Frahm erfolgreich waren, wodurch die Blessin-Elf eine Runde weiter war. Zudem hatten Wahl und Fujita für die Braun-Weißen verschossen, während bei der Eintracht Koch, Brendel und Behounek nicht verwandeln konnten.

Im Parallelspiel setzte sich zudem der FV Illertissen gegen den 1. FC Nürnberg mit einem 6:5-Sieg im Elfmeterschießen nach einem 3:3 in der regulären Spielzeit durch.


Foto: Nikola Vasilj (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz sieht "großen Fortschritt" durch Alaska-Gipfel

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Wolodymyr Selenskyj und Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, sieht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) noch Möglichkeiten, wie dieser Gipfel zum Erfolg werden könnte.

Voraussetzung sei, dass jetzt die „richtigen Schritte“ unternommen würden, sagte Merz am Samstag den Sendern RTL und ntv. „Er hat uns ja sehr ausführlich dargelegt, wie intensiv er mit Putin über Modalitäten eines Friedensabkommens gesprochen hat. Bis hin zu der Zusage, dass Amerika bereit ist, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu geben. Das ist in der gemeinsamen Pressekonferenz gestern so noch gar nicht zum Ausdruck gekommen.“

„Das, finde ich, ist ein wirklich großer Fortschritt, dass Amerika bereit ist, solche Sicherheitsgarantien mit uns Europäern zu geben. Aber die große Arbeit an einem Friedensabkommen, wenn es jetzt keinen Waffenstillstand geben sollte, die liegt jetzt vor allen Beteiligten und nicht hinter uns“, sagte der Bundeskanzler.

Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr kritisiert dagegen, dass der US-Präsident beim Treffen mit Putin zuvor getroffene Absprachen nicht eingehalten habe. „Aus europäischer Perspektive gilt erneut der Satz: Man kann sich auf die USA nicht mehr verlassen“, sagte Masala dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Trump sei auf die Linie von Putin umgeschwenkt, der statt eines Waffenstillstands ein Friedensabkommen möchte. „Aus Perspektive von Moskau war das Treffen ein großer Erfolg: Putin geht keine Kompromisse ein. Er wird auf Augenhöhe empfangen“, sagte Masala. Wenn ein Friedensabkommen verhandelt werde, müsse die Ukraine daran beteiligt werden, forderte er.

Über die Nähe, die Trump bei der Begrüßung Putins an den Tag legte, zeigte er sich nicht überrascht: „Wir wissen ja, dass Trump eine Faszination für Putin hat. Genauso wie für andere autoritäre Führer.“


Foto: Wolodymyr Selenskyj und Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Paula Lambert warnt vor hoher Suizidrate bei Männern

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Paula Lambert (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Moderatorin Paula Lambert sieht einen Zusammenhang zwischen patriarchalen Strukturen und hohen Suizidraten bei Männern.

Diese Aussage decke sich mit Ergebnissen einer Schweizer Studie, wonach Männer mit einem traditionellen Rollenbild deutlich gefährdeter für einen Suizid seien, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das muss nur endlich bei ihnen ankommen“, so Lambert weiter. Sie erklärte, dass Männer sich in gleichberechtigten Gesellschaften besser entwickeln und glücklicher leben könnten.

Zugleich äußerte sich Lambert besorgt über die Rückkehr traditioneller Rollenbilder. „Frauen sollen einer bestimmten optischen Vorstellung entsprechen, während Männer in patriarchalen Strukturen herumhängen und sich kein Stück weiterentwickeln“, sagte sie. Diese Rückentwicklung sieht Lambert auch durch die sozialen Netzwerke befeuert, etwa durch „Formate wie Onlyfans“. Das sei „sehr traurig“, so die Autorin. Sie verwies darauf, dass das Patriarchat auch Männer unglücklich mache.


Foto: Paula Lambert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Linnemann übt Selbstkritik in Brief an CDU-Mitglieder

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Carsten Linnemann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat in einem Brief an alle 365.000 CDU-Mitglieder eine selbstkritische Bewertung der ersten 100 Tage der schwarz-roten Regierungskoalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgenommen.

„In diesem Sommer habe ich viel über die aktuelle Stimmungslage in unserem Land nachgedacht. Wir müssen ehrlich sein: Die Stimmung ist derzeit nicht so gut, wie wir uns das gewünscht haben“, schreibt Linnemann laut der „Bild“ und benennt die aus seiner Sicht größten Fehler: „Ob etwa bei der Stromsteuer oder bei der Wahl der Bundesverfassungsrichter, die Abstimmungen zwischen Partei, Fraktion und Regierung waren nicht gut. Der Frust darüber, dass Fehler passiert sind, ist verständlich. Aber er darf uns nicht lähmen. Weder ist Deutschland in eine Staatskrise gerutscht, noch hat unsere Partei ihren Kompass verloren.“

Die schwarz-rote Regierungskoalition mahnt Linnemann zu mehr Tempo: „Wir machen keine Politik für das Regierungsviertel, sondern für ganz Deutschland. Jetzt darf keiner mehr auf der Bremse stehen. Wir müssen jetzt weiter ins Machen kommen. Der Motor läuft, aber jetzt muss der Turbo eingeschaltet werden.“ Deutschland brauche „eine Abschaffungsoffensive für überflüssige Gesetze“. Als positives Beispiel nennt Linnemann, dass das erste Finanzamt in Hessen jetzt die Steuererklärung für die Bürger übernehme. Das sei noch einfacher als die Idee von der Steuererklärung auf dem Bierdeckel. Linnemann: „Diese Einfach-mal-Machen-Mentalität brauchen wir in ganz Deutschland.“

Positiv hob Linnemann in dem Schreiben die Außenpolitik von Bundeskanzler Friedrich Merz hervor: Man habe wieder einen Bundeskanzler, der Deutschland innerhalb kürzester Zeit zurück auf die europäische und internationale Bühne gebracht habe. „Normalerweise dauert so ein Prozess Jahre. Friedrich Merz hat es in weniger als 100 Tagen geschafft.“


Foto: Carsten Linnemann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union uneins bei Bewertung von Alaska-Gipfel

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Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, hat die europäische Unterstützung für den Alaska-Gipfel verteidigt.

„In Anchorage ist wenig vereinbart worden und doch viel passiert“, sagte Hardt dem Nachrichtenportal T-Online. „Eigentlich sollte der Kriegsverbrecher Putin keine solche Bühne bekommen. Aber es muss der Legende begegnet werden, dass nicht genug versucht werde, um den mörderischen Krieg Putins gegen die Ukraine zu beenden.“

Hardt betonte, dass das Treffen deshalb auch die Zustimmung der Europäer gehabt habe. „Doch außer netten Bildern war für Putin offenbar nichts zu holen. Der Kriegstreiber ging mit leeren Händen.“ Zusagen habe es wohl keine gegeben, die darbende russische Staatskasse müsse nach wie vor Sekundärsanktionen befürchten. „Die Welt ist am Tag nach Anchorage keine schlechtere.“

CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sieht das deutlich anders: „Wie befürchtet, ist das Treffen in Alaska ein schwarzer Tag für die Ukraine und Europa, da über unsere Köpfe hinweg verhandelt wurde und ein Aggressorstaat für seinen Terror und seinen Vernichtungskrieg belohnt wird.“ Trumps Ankündigung, entweder einen Waffenstillstand oder verschärfte Maßnahmen gegen Russland zu verhängen, sei nicht umgesetzt worden.

„Durch die Anerkennung eines Kriegsverbrechers als Verhandlungspartner und durch die Diskussion über völkerrechtswidrige Landnahme fand zum wiederholten Male eine unnötige Aufwertung Putins durch Trump statt“, sagte Kiesewetter. „Auch dies zeigt, dass Trump nicht aufseiten Europas ist.“ Europa müsse nun massiv in die eigene Rüstungsindustrie investieren.

Lea Reisner, Sprecherin für internationale Beziehungen der Linken im Bundestag, mahnt, dass die Ukraine niemals „zum Spielball imperialer Deals“ werden dürfe. Klar sei aber auch, dass man nicht an China vorbeikomme, wenn man ernsthaft Druck auf Putin ausüben wolle, sagte Reisner zu T-Online. „Europa muss Peking in die diplomatische Verantwortung ziehen – ohne diese Machtbalance bleibt jeder Friedensappell wirkungslos“, forderte Reisner.

Sie kritisierte weiter: „Während Selenskyj im Weißen Haus wie ein Schuljunge gescholten wurde, hat Trump Putin den roten Teppich ausgerollt.“ Spätestens jetzt sei klar, dass es bei dem Treffen nicht um Frieden, sondern um Machtspiele zweier autoritärer Männer gegangen sei. „Putin wurde diplomatisch aufgewertet, konkrete Ergebnisse gab es nicht – während in der Ukraine weiter Menschen sterben.“ Trump habe keinerlei Interesse an einem Frieden für die Ukraine. Deshalb müssten Deutschland und die europäischen Staaten endlich neu denken.

Der Russlandforscher Stefan Meister hat den Ausgang des Alaska-Gipfels von US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin als „Tiefpunkt der US-Diplomatie“ bezeichnet. „Es gibt keinerlei Erfolg mit Blick auf Frieden in der Ukraine, aber es gibt für Putin den Erfolg, dass er mit seiner Politik durchkommt“, sagte Meister, der in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin ein Zentrum für Osteuropa, Russland und Zentralasien leitet, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Putin hat Zeit gewonnen für seinen Krieg und Trump wird ihn nicht sanktionieren“, sagte Meister. „Ich hatte nicht viel erwartet von diesem Gipfel, da Putin zu keinerlei Kompromissen bereit ist. Aber es ist schlimmer gekommen: Putin als Kriegsverbrecher, der weiter täglich in der Ukraine die Zivilbevölkerung bombardieren lässt, ist von US-Präsident Trump legitimiert worden als großer internationaler Führer.“ Putin habe „seine Erzählung und damit Desinformation“ über die Ursachen des Krieges und die Ukraine verbreiten dürfen, „Trump hat ihm einen Ritterschlag gegeben“. Einem Waffenstillstand sei man dagegen „keinen Millimeter“ nähergekommen.


Foto: Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Soziologe sieht Polarisierung vor allem als politische Strategie

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Deutscher Bundestag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBremen (dts Nachrichtenagentur) – Der Soziologe Nils C. Kumkar sieht keine Anzeichen für eine Spaltung der Gesellschaft in Deutschland. Tiefe ideologische Gräben, wie oft angenommen, gebe es hierzulande nicht.

Vielmehr werde Polarisierung von Politikern aller Parteien als Vehikel genutzt, um Menschen zu mobilisieren und in den politischen Prozess zu integrieren. „Vermutlich würde kein Politiker offen sagen: Ich fahre eine Polarisierungsstrategie. Dafür ist der Begriff zu negativ besetzt“, sagte Kumkar dem „Spiegel“. „Aber alle machen sich diesen Mechanismus zunutze.“

Kumkar verwies auf die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), zum Christopher Street Day keine Regenbogenflagge am Bundestag zu hissen. „Damit positioniert sie sich zwischen zwei Lagern, die sich selbst so gar nicht zu Wort gemeldet haben“, sagte er. „Man könnte meinen, es gäbe da draußen ein konsolidiertes links-grünes Woke-Lager, das dafür kämpft, überall Regenbogenflaggen zu hissen – und auf der anderen Seite eine große Gruppe konservativer Christen, die traditionelle Lebensmodelle verteidigt und sich von ebendieser Regenbogenflagge angegriffen fühlt. Die gibt es aber so gar nicht.“ So erwecke Klöckner erst den Eindruck einer klaren Front.

Kumkar sagte weiter, dass der Konflikt zwischen Extremmeinungen oft nur unterstellt werde. So auch in der Debatte über die ehemalige Kandidatin der SPD für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf: „Erst durch die Erzählung, es gebe eine linksradikale Szene, die das Verfassungsgericht kapern wolle, wurde daraus ein politisches Problem.“ Er selbst sorge sich nicht um die Polarisierung der Gesellschaft. „Politik und Gesellschaft sollten keine Scheu haben, Gegensätze offenzulegen und Konflikte zu suchen – auch wenn sie polarisieren“, so Kumkar. Die Frage sei, über welche Themen man streite – und wie.

Der Soziologe forscht an der Universität Bremen unter anderem zu politischem Konflikt, Rechtspopulismus und Verschwörungstheorien.


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Vier Jugendliche sterben bei Autounfall in Kürten

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturKürten (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem schweren Verkehrsunfall in Kürten bei Bergisch-Gladbach sind am frühen Samstagmorgen vier Jugendliche ums Leben gekommen.

Ein 16-Jähriger war mit dem Auto seiner Eltern unterwegs und verunglückte schwer, berichtet der WDR unter Berufung auf Polizeiangaben. In einer Kurve kam er demnach von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der 16-Jährige das Auto ohne das Wissen seiner Eltern genommen. Der Jugendliche selbst wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Bei den Toten handelt es sich um zwei 19-jährige junge Männer sowie ein 14- und ein 16-jähriges Mädchen. Die genauen Umstände des Unfalls werden noch ermittelt.


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