Mittwoch, Februar 4, 2026
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Katholischer Deutscher Frauenbund hofft auf Mut bei Leo XIV.

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes, Anja Karliczek, hofft auf eine Fortsetzung des Reformkurses der Katholischen Kirche unter dem neuen Papst Leo XIV. und fordert die Gleichberechtigung von Frauen. „Ich wünsche ihm im Namen unseres Verbandes Gottes Segen, viel Kraft, Freude und Mut für dieses Amt und die besondere Aufgabe als Pontifex – als Brückenbauer“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Freitagausgaben).

„Es wird die Aufgabe des neuen Papstes sein, in der Vielstimmigkeit die Einheit zu wahren und Einheit so zu repräsentieren, dass sie Vielstimmigkeit ermöglicht. Dazu gehören selbstverständlich die gleichberechtigten Stimmen von Frauen. Frauen müssen weiterhin in Leitungsverantwortung berufen und als Gestalterinnen des kirchlichen Lebens auf allen Ebenen gefördert werden. Frauen müssen endlich in ihren Berufungen ernstgenommen werden. Deshalb hoffen wir, dass der kommende Papst die Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen forciert.“

Karliczek weiter: „Darüber hinaus setzen wir uns für die Öffnung aller kirchlichen Dienste und Ämter für alle Getauften ein, unabhängig vom Geschlecht. Wir hoffen auf mutige Schritte in diese Richtung. Wir hoffen, dass der neue Papst den von Papst Franziskus eingeschlagenen Reformkurs entschlossen weiterführt.“


Foto: Anja Karliczek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Leo XIV. ist neuer Papst

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Rom (dts Nachrichtenagentur) – Der US-Amerikaner Robert Francis Prevost ist neu gewählter Papst und nennt sich Leo XIV. Der 69-Jährige zeigte sich am Donnerstagabend auf der Mittelloggia des Petersdoms, nachdem aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle weißer Rauch aufgestiegen war. Zuvor hatte der französische Kardinal Dominique Mamberti mit dem berühmten Ausspruch „Habemus papam“ den neuen Heiligen Vater angekündigt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gratulierte dem neuen kirchlichen Oberhaupt innerhalb weniger Minuten nach der Bekanntgabe. „Durch Ihr Amt geben Sie in diesen Zeiten großer Herausforderungen Millionen von Gläubigen weltweit Hoffnung und Orientierung. Für viele Menschen sind Sie ein Anker für Gerechtigkeit und Versöhnung. In Deutschland blicken die Menschen mit Zuversicht und positiver Erwartung auf Ihr Pontifikat“, sagte der CDU-Politiker. „Ich wünsche Ihnen für die vor Ihnen liegenden Aufgaben viel Kraft, Gesundheit und Gottes Segen.“

Mit 52 Kardinälen kam der größte Teil der Wahlberechtigten aus Europa, darunter allein 17 aus Italien. 23 Kardinäle sind aus Asien, 20 aus Nord- und 17 aus Südamerika. Auf dem afrikanischen Kontinent haben die Päpste bisher 17 Kardinäle ernannt, in Ozeanien vier.

Bei Wettanbietern wurde dem bisherigen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die besten Chancen zugesprochen, Papst zu werden. Auch Luis Antonio Tagle von den Philippinen und Matteo Zuppi aus Bologna standen hoch im Kurs.


Foto: Kuppel des Petersdom am Vatikan, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Außenminister Wadephul weist russische 8.-Mai-Aussagen zurück

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Aussagen des russischen Botschafters Sergej Netschajew widersprochen, wonach nicht Russland die Verbindungen zu Deutschland in den vergangenen Jahren gekappt habe, sondern Berlin. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) sagte der CDU-Politiker am 8. Mai: „Bleiben wir bei den Tatsachen: Russland führt einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine und das ist ein Krieg gegen die europäische Nachkriegsordnung.“

Es könne daher kein Partner für Deutschland sein. Von dieser Position werde sich die neue Bundesregierung auch durch „Schalmeiengesänge“ nicht abringen lassen, sagte Wadephul mit Blick auf Netschajew. Russland müsse seine Position ändern und sich zurückziehen. Dann werde man auch wieder reden können. „Aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich bedauerlicherweise keine Entwicklung in diese Richtung“, sagte der Bundesaußenminister der NOZ.

Auch das Gedenken an die Opfer der Roten Armee am 80. Jahrestag des Kriegsendes sei für ihn kein Anlass, Russland die Hand auszustrecken. „Wir haben nie eine Hand weggezogen, sondern Russland hat die Ukraine angegriffen. Russland verfolgt eine Politik, die nicht auf Verständigung, sondern auf Konfrontation ausgelegt ist.“ Wenn Russland davon ablasse, werde es mit Sicherheit viele geben, die bereit wären, auch wieder mit Russland zu sprechen: „Auch wir.“ Aber die erste und grundlegende Voraussetzung sei, dass Russland den Krieg beende und sich zurückziehe.


Foto: Johann Wadephul am 06.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grünen-Fraktionsvize: Merz hat EU-Nachbarn "erheblich" verärgert

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Spitze im Bundestag kritisiert den Migrationskurs der neuen Bundesregierung. Die Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Dröge, sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe): „Gerade in dieser Zeit ist es die Aufgabe eines deutschen Bundeskanzlers, die europäische Zusammenarbeit und Einigkeit zu stärken. Doch Merz hat es schon am ersten Tag seiner Amtszeit geschafft, unsere europäischen Nachbarn erheblich zu verärgern.“

Am Mittwochabend hatte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bei Merz` Antrittsbesuch in Warschau deutliche Kritik an der Migrationspolitik der neuen Bundesregierung geübt. Der neue deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte kurz zuvor schärfere Grenzkontrollen veranlasst, außerdem will Deutschland künftig auch Asylsuchende an den Grenzen zurückweisen.

Dröge sagte der SZ, dass Merz seinen Innenminister ausgerechnet zum Zeitpunkt seines Antrittsbesuchs in Polen unabgestimmte verschärfte Kontrollen an der Grenze zu Polen umsetzen lasse, zeige, „wie wenig Merz verstanden hat, dass man in Europa nicht mit Basta-Politik agieren kann“.

Gleichzeitig riskiere Merz einen offenen Bruch europäischen Rechts. „Ein deutscher Bundeskanzler sollte verstehen, dass wir europäische Zusammenarbeit brauchen, keine nationalen Alleingänge.“


Foto: Friedrich Merz am 06.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Inflation bei Bundesliga-Spielern gestoppt

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Inflation bei den Marktwerten für Fußballspieler in der Bundesliga ist gestoppt. Das ergeben neue Berechnungen von Forschern der Universität Lüneburg und der Rockwool Foundation.

Demnach sanken die Marktwerte seit Sommer 2024 bis Ende März diesen Jahres um 2,1 Prozent, während die Verbraucherpreise gleichzeitig um 1,3 Prozent stiegen. In den zwölf Monaten davor hatten die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent zugenommen, die Spielerwerte aber nur um 0,3 Prozent. Eine solche Entwicklung zeigte sich nach Angaben der Forscher erstmals zum Beginn der Corona-Pandemie.

„Wir erleben einen großer Kontrast zur Explosion der Marktwerte bis 2019“, sagte Lukas Tohoff, der an der Studie mitgearbeitet hat. In dem Jahr sprangen die Marktwerte um 23,5 Prozent nach oben, die Verbraucherpreise wuchsen aber nur um 1,4 Prozent. Zugrunde gelegt für die Berechnungen wurde eine Vergleichsgruppe aus 198 Spielern, und zwar die jeweils 11 teuersten Spieler bei den 18 Vereinen der ersten Liga.

„Über die Ursachen für das Ende der Inflation können wir nur spekulieren“, sagte Co-Autor Mario Mechtel. „Das könnte an den Fernsehgeldern liegen, die seit 2020 kaum noch zugenommen haben. Oder an der Covid-Pandemie, die die Ticket-Einnahmen aus den Stadien geschrumpft hat. Oder an einzelnen sehr wertvollen Spielern, die ins Ausland verkauft wurden.“ Auch das Abschneiden der Bundesliga-Vereine in internationalen Wettbewerben könnte demnach eine Rolle spielen.

Mit dem Beginn der Pandemie waren die Marktpreise der Fußballer erstmals seit 2005 drastisch gesunken. 2020 fielen sie um 15,4 Prozent, während die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent stiegen. Zwischen 2005 und 2019 hatten sich die Bundesliga-Marktwerte von 800 Millionen Euro auf 3,5 Milliarden Euro vervierfacht. Seitdem schwankt der Marktwert der für die Studie erstellten Vergleichsgruppe um die 3,5 Milliarden Euro.


Foto: Fußballspieler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Zahl der Firmenpleiten klettert auf 20-Jahres-Hoch

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Halle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im April überraschend deutlich gestiegen. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten „Insolvenztrend“ des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wurde der höchste Wert seit Juli 2005 erreicht. Die Zahl der betroffenen Jobs ging hingegen zurück.

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland liegt laut IWH im April bei 1.626, und damit 11 Prozent höher als im Vormonat, 21 Prozent höher als im April 2024 und 67 Prozent höher als in einem durchschnittlichen April der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie. Die Aprilzahlen übersteigen sogar die Werte aus der Zeit der Finanzkrise 2008/2009. Zum letzten Mal wurden in Deutschland im Juli 2005 mehr insolvente Personen- und Kapitalgesellschaften gezählt.

Die Zahl der von Großinsolvenzen betroffenen Jobs liefert laut IWH eine gute Annäherung an die Gesamtzahl der von Insolvenz betroffenen Arbeitsplätze: Demnach waren im April in den größten 10 Prozent der insolventen Unternehmen 14.000 Arbeitsplätze betroffen, das waren 14 Prozent unter dem Vormonatswert und 53 Prozent unter dem Niveau von April 2024, aber knapp die Hälfte über dem April-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.

„Sofern der Anteil an kleineren Insolvenzverfahren sich nun wieder dem langjährigen Durchschnitt annähert, rechne ich für die kommenden Monate mit sinkenden Insolvenzzahlen“, sagt Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, am Donnerstag. „Dennoch werden wir in Deutschland auf absehbare Zeit mehr Firmenpleiten erleben als im vorigen Jahr“, sagte er.


Foto: Amtsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump verkündet Handelsdeal mit Großbritannien – London relativiert

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eine Einigung auf ein Handelsabkommen mit Großbritannien verkündet. Die britische Regierung relativierte kurz darauf die Darstellung.

„Das Abkommen mit dem Vereinigten Königreich ist ein umfassendes Abkommen, das die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich auf viele Jahre hinaus festigen wird“, schrieb Trump auf seiner persönlichen Plattform. „Aufgrund unserer langjährigen gemeinsamen Geschichte und Verbundenheit ist es eine große Ehre, das Vereinigte Königreich als erste Ankündigung zu haben. Viele weitere Abkommen, die sich in einem ernsthaften Verhandlungsstadium befinden, werden folgen.“ Am Nachmittag will Trump weitere Details vorstellen.

Der Sprecher von Großbritanniens Premierminister Keir erklärte, dass die Gespräche über ein mögliches Abkommen immer noch andauern. Man werde im Laufe des Tages ein Update abgeben, sagte der Sprecher der Rundfunkanstalt BBC und insistierte, dass eine Senkung der Lebensmittelstandards eine „rote Linie“ für ein mögliches US-Handelsabkommen bleibe.


Foto: Weißes Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verfassungsschutz gibt Stillhaltezusage in AfD-Eilverfahren ab

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Köln (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Klage der AfD gegen ihre Einstufung als „gesichtert rechtsextremistisch“ hat das Bundesamt für Verfassungsschutz am Donnerstag für das Eilverfahren eine Stillhaltezusage abgegeben. Das bedeutet, dass die mit einer Hochstufung verbundenen Maßnahmen zunächst nicht umgesetzt werden.

AfD-Chefin Alice Weidel begrüßte den Schritt. „Für die AfD und die Demokratie in unserem Land ist es ein erster Erfolg“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Wir werden auch weiter gegen die ungerechtfertigte Diffamierung der AfD vorgehen und sind überzeugt, dass wir damit erfolgreich sein werden“, fügte Weidel hinzu.

Bereits nach der Klage der AfD gegen ihre Einstufung als „Verdachtsfall“ 2021 hatte der Verfassungsschutz eine Stillhaltezusage abgegeben. Mit dieser Klage ist die AfD jedoch in zwei Instanzen gescheitert. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster ist noch nicht rechtskräftig.


Foto: Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Parlament stimmt Lockerung von CO2-Vorgaben für Autohersteller zu

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Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Das Europäische Parlament hat am Donnerstag einer Lockerung der CO2-Emissionsvorschriften für neue Pkw und Transporter zugestimmt. Mit 458 Stimmen dafür, 101 dagegen und 14 Enthaltungen nahmen die Abgeordneten den Vorschlag der EU-Kommission an. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss es nun formell auch vom Rat gebilligt werden, der den gleichen Text bereits am Mittwoch angenommen hatte.

Die sogenannten „Flottengrenzwerte“ sind Teil des „Fit-for-55“-Pakets der Europäischen Union, mit dem die EU von einem Pfad für eine Erderhitzung von über vier Grad Celsius auf einen Pfad umsteuerte, mit dem der Klimawandel Experten zufolge auf etwas über zwei Grad Celsius begrenzt werden könnte. Die Grenzwerte sehen vor, dass alle in der EU zugelassenen Neuwagen aktuell durchschnittlich 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. Der Wert wird schrittweise abgesenkt, 2035 soll er auf null Gramm pro Kilometer fallen.

Die vom EU-Parlament gebilligte Änderung soll den Herstellern die Möglichkeit geben, ihren Verpflichtungen für die Jahre 2025, 2026 und 2027 nachzukommen, indem sie ihre Emissionsleistung über den gesamten Dreijahreszeitraum mitteln, anstatt jedes einzelne Jahr zu bewerten. Dies macht es möglich, Emissionsüberschreitungen in einem Jahr durch eine Übererfüllung der Ziele in einem der Folgejahre auszugleichen und so Strafzahlungen zu vermeiden.

Die Grenzwerte bleiben damit unverändert. Kritik an dem Vorschlag der EU-Kommission gab es dennoch: Weil eine Übererfüllung der Ziele in anderen Jahren eine Überschreitung der Emissionsgrenzen ausgleichen kann, wird insgesamt weniger CO2 eingespart als ursprünglich geplant.


Foto: Auspuff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Reichinnek begrüßt CDU-Debatte über Öffnung zur Linken

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek findet Überlegungen in der Union, die Abgrenzung zur Linken zu überdenken, sinnvoll. „Ich begrüße es sehr, dass die Union endlich in der Realität angekommen ist“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Die Linke habe immer deutlich gesagt, dass sie bereit sei mit allen demokratischen Fraktionen zusammenzuarbeiten, wenn es um die Interessen der Menschen in diesem Land gehe. „Dazu stehen wir auch weiterhin.“

Für Beschlüsse, die eine Zwei-Drittel-Mehrheit erfordern, sei es sowieso nötig, dass die Union mit der Linken verhandele. „Es ist daher nur sinnvoll und folgerichtig, dass die Union dazu jetzt auch endlich einen entsprechenden Beschluss fasst“, sagte die Linken-Politikerin.

Hintergrund von Reichinneks Äußerung sind Aussagen von Unionsvertretern, man müsse sich angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag überlegen, wie man mit der Linkspartei in Zukunft umgeht.


Foto: Heidi Reichinnek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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