Samstag, Februar 14, 2026
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Zahl der Gästeübernachtungen steigt 2025 erneut auf Rekordwert

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Tourismusbranche in Deutschland hat im Jahr 2025 mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord aufgestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe 0,3 Prozent mehr Übernachtungen als im bisherigen Rekordjahr 2024.

Dazu beigetragen hätten auch die Zahlen zum Jahresende, so die Statistiker. Im Dezember 2025 verbuchten die Betriebe 32,0 Millionen Übernachtungen. Das waren 3,6 Prozent mehr als im Dezember 2024 und damit der höchste Wert, der je in einem Dezember erreicht wurde.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg laut Destatis im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf 413,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war dagegen mit 83,8 Millionen um 1,8 Prozent niedriger als im Jahr 2024, als die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli viele Gäste aus dem Ausland angezogen hatte. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen lag damit im Jahr 2025 bei 16,8 Prozent, nachdem er 2024 bei 17,2 Prozent gelegen hatte.

Betriebe der Hotellerie – also Hotels, Gasthöfe und Pensionen – verzeichneten im Jahr 2025 einen leichten Rückgang der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr (-0,4 Prozent), teilte das Bundesamt mit. Die Zahl der Übernachtungen in Ferienunterkünften blieb im Vorjahresvergleich nahezu konstant (+0,2 Prozent). Dagegen hielt das Wachstum beim Camping an: Die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen stieg deutlich um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 konnten die Campingplätze ihre Übernachtungen sogar um etwa ein Viertel steigern (+24,9 Prozent). Die sonstigen tourismusrelevanten Unterkünfte – das sind Vorsorge- und Rehabilitationsklinken und Schulungsheime – verzeichneten bei den Übernachtungen ein Plus von 1,4 Prozent zum Vorjahr.

Im Dezember 2025 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland laut Destatis 32,0 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Dies entspricht einem Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Dezember 2024. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,5 Prozent auf 25,4 Millionen. Die Übernachtungszahl von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um 4,0 Prozent auf 6,7 Millionen.


Foto: Hotel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil arbeitet an Zehn-Punkte-Plan zur EU-Kapitalmarktunion

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will eine neue Initiative starten, um die Kapitalmarktunion in Europa voranzubringen. Man werde „auf europäischer und nationaler Ebene jetzt Tempo mit ersten wichtigen Schritten“ machen, sagte Klingbeil dem „Handelsblatt“. „Wir arbeiten mit Hochdruck an zehn Punkten, um die Kapitalmarktunion voranzutreiben.“

Angesichts der globalen Umbrüche setze man auf ein souveränes und wettbewerbsfähiges Europa, sagte der Vizekanzler. „Starke Kapitalmärkte sind der Schlüssel dazu.“ Man wolle, dass junge, innovative Unternehmen in Europa bleiben und hier an die Börse gehen.

Zu den zehn Punkten zählen dem Bericht zufolge unter anderem eine einheitliche EU-weite Unternehmensrechtsform für Start-ups und Wachstumsfirmen, eine Harmonisierung des Insolvenzrechts und eine Vereinfachung der EU-Finanzmarktregulierung. Zudem wolle man eine europäische Initiative mit institutionellen Anlegern gründen, um innovative Unternehmen in der Wachstumsphase zu finanzieren, hieß es.

Um seinen Plan voranzutreiben, setze Klingbeil auf das sogenannte E6-Format mit Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien, hieß es. Eines der Ziele sei es, bei der Kapitalmarktunion „entschieden voranzugehen und eine neue politische Dynamik zu entfachen“.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israels Rüstungskonzern IAI verspricht Schutz vor russischen Raketen

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Lod (dts Nachrichtenagentur) – Der israelische Rüstungskonzern IAI verspricht, Deutschland mit dem System „Arrow 3“ wirksam vor russischen Raketen schützen zu wollen. „Sie werden in München und Berlin ruhiger schlafen können“, sagte Boaz Levy, Chef der Herstellerfirma IAI dem „Handelsblatt“.

Das von der Bundesregierung für 3,6 Milliarden bestellte System ist bereits seit Ende 2025 in Deutschland stationiert und soll bis 2030 voll einsatzbereit sein. IAI arbeitet mit der US-Industrie seit 30 Jahren an dem System.

Voll zum Einsatz kam es im vergangenen Sommer im Krieg mit dem Iran und den Huthis im Jemen. Diese hatten mehrere Hundert Mittelstreckenraketen auf Israel abgefeuert. „Insgesamt konnten wir mehr als 90 Prozent der Raketen abfangen“, sagte Levy. Die Erkenntnisse sollen in das deutsche System einfließen. Auch in Zukunft soll Deutschland immer die neuesten Fähigkeiten erhalten. Das gelte auch für die Abwehr von sogenannten Hyperschallraketen. „Wir sind dem Feind immer zwei Schritte voraus“, sagte Levy.

Der staatliche Rüstungskonzern IAI hofft auf weitere Geschäfte. „Deutschland ist einer der engsten Verbündeten Israels und teilt dieselben Werte und dieselbe Mission, die Zivilbevölkerung in beiden Ländern zu schützen“, sagte Levy.

Bislang sollten vor allem deutsche Lieferungen für Israels Sicherheit sorgen, in der Vergangenheit beispielsweise über den Export von hochmodernen U-Booten. Zwischenzeitlich hat die Bundesregierung wegen des Krieges in Gaza einen Teil der Waffenexporte nach Israel sogar ausgesetzt. Mit der Lieferung von „Arrow 3“ stellt die israelische Industrie nun einen wichtigen Pfeiler für die deutsche Verteidigung.


Foto: Fahnen von EU, Israel und Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Barley warnt vor neuen Eingriffen in EU-Lieferkettenrichtlinie

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley (SPD), warnt vor weiteren Änderungen an der EU-Lieferkettenrichtlinie und mahnt Planungssicherheit für Unternehmen an.

„Zu Entbürokratisierung gehört auch Verlässlichkeit“, sagte Barley dem Portal Politico. Nach langen Verhandlungen gebe es nun eine Balance. „Wenn man es dann einmal gemacht hat, dann haben sich die Unternehmen auch darauf eingestellt. Und dann würde ich jetzt nicht immer wieder daran rumprokeln“, so Barley.

Am Ziel der Richtlinie hält sie fest. „Dass wir als wertegebundene Union keine Produkte mit zum Beispiel Kinderarbeit oder Abbrennen von Regenwald produzieren, das Ziel ist richtig“, sagte sie. Einheitliche EU-Regeln seien kein Bürokratieproblem, sondern könnten nationale Vorschriften ersetzen. „Wenn wir eine einheitliche Regelung finden, die für 27 Länder gilt, dann schafft das manchmal gleichzeitig 27 nationale Regelungen ab. Und das ist eigentlich Entbürokratisierung“, so Barley.

Mit Blick auf Europas Wettbewerbsfähigkeit zeigte sie sich grundsätzlich zuversichtlich. Europa sei mit 450 Millionen Menschen und starken Unternehmen eine Wirtschaftsmacht. Auch die Institutionen könnten Wettbewerb. „Sie können es wahrscheinlich noch besser. Und das müssen wir jetzt auch beweisen in diesen stürmischen Zeiten“, sagte Barley.

Zugleich forderte sie mehr Tempo bei der strategischen Unabhängigkeit Europas. „Da brauchen wir dringend mehr Tempo“, sagte Barley mit Blick auf Lieferketten und Souveränität. Scharf kritisierte sie stockende deutsch-französische Industrieprojekte wie FCAS. Deren Scheitern sei „ein Drama“, Ursache seien nationale Egoismen. „Wir müssen wirklich den nationalen Egoismen überwinden“, so Barley. „Wir sind wirklich zum Zusammenarbeiten verdammt.“


Foto: Hamburger Hafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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IAB-Direktor erwartet 2026 leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Bernd Fitzenberger, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), sieht den Arbeitsmarkt auch im Jahr 2026 vor großen Problemen. „Insgesamt rechnen wir am IAB im Laufe dieses Jahres mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit, der aber nur moderat ausfallen dürfte“, sagte er der Mediengruppe Bayern. Es sei weiterhin Vorsicht geboten, weil die Zahl der Arbeitslosen auf einem relativ hohen Niveau liege. Die Zahl der neuen Jobs, der Einstellungen und der Einstellungsmöglichkeiten sei historisch niedrig.

Fitzenberger sagte mit Blick auf das laufende Jahr allerdings auch: „Wir sind mit den Problemen am Arbeitsmarkt, die sicherlich hoch sind, an einem Punkt, an dem es nicht mehr schlechter werden dürfte.“

Der Arbeitsmarktexperte erklärte mit Blick auf die Arbeitszeitdebatte, dass „wir in Deutschland ein Arbeitsvolumen, das heißt eine Zahl an insgesamt gearbeiteten Stunden haben, das so groß ist wie noch nie in der deutschen Geschichte, und wir haben auch eine Erwerbsbeteiligung auf Rekordniveau“. Allein die Zahl der gearbeiteten Stunden pro Kopf sei rückläufig. „Das hat mit der hohen Teilzeitquote zu tun. Man kann versuchen, Möglichkeiten der Reduktion der Arbeitszeit einzuschränken, aber man läuft dann Gefahr, dass viele Betroffene ganz aus dem Erwerbsleben aussteigen“, so Fitzenberger.


Foto: Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Fast jedes zweite Asylverfahren beim Bamf reißt Zeitvorgabe der EU

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Mit durchschnittlich 12,2 Monaten haben die Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 2025 so lange gedauert wie noch nie. Gleichzeitig urteilten die Gerichte im Falle von Einsprüchen immer schneller, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, über welche die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.

Demnach hat das Bamf in fast der Hälfte aller abgeschlossenen Verfahren die Regelvorgabe des EU-Rechts, innerhalb von sechs Monaten zu entscheiden, überschritten (43,5 Prozent). Bei rund 17.000 der anhängigen Asylverfahren wurde sogar die nach EU-Recht geltende maximale Höchstdauer von 21 Monaten überschritten.

„Es ist nicht akzeptabel, dass zum Beispiel Geflüchtete aus dem Iran im Durchschnitt eineinhalb Jahre auf eine Entscheidung des Bamf warten müssen“, sagte die fluchtpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Clara Bünger, der Zeitung.

Gleichzeitig hat sich auch 2025 der seit Jahren anhaltende Rückgang der Verfahrensdauer bei Asylklageverfahren fortgesetzt. Lag sie 2021 im Bundesdurchschnitt noch bei 26,5 Monaten, waren es im vergangenen Jahr 14,3 Monate. Das ist auch eine Folge der besseren personellen Ausstattung der Gerichte. In Eilverfahren, etwa bei offensichtlich unbegründeten Anträgen, entscheiden die Gerichte bedeutend schneller, nach nur 36,5 Tagen.

„Asylprüfungen müssen zügig, aber fair verlaufen. Generell sinkende Schutzquoten lassen befürchten, dass die politische Vorgabe einer Asylwende auch negativ auf die Entscheidungspraxis des Bamf durchschlägt“, kommentierte Bünger die Entwicklung. Einschränkungen bei den Verfahrensrechten Asylsuchender trügen nichts zur Beschleunigung bei und müssten zurückgenommen werden: „Es darf keinen Rechtsschutz zweiter Klasse geben“, mahnte Bünger.

Priorisierte Verfahren von Asylsuchenden mit schlechten Anerkennungschancen wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 2025 in Rekordzeit abgeschlossen, fast immer in nicht mal einem Monat. Damit wird die Vorgabe der Ministerpräsidentenkonferenz vom Oktober 2023, Asylverfahren bei Herkunftsländern mit unter fünfprozentiger Anerkennungsquote beim Bamf und bei den Gerichten jeweils innerhalb von drei Monaten abzuschließen, weitgehend umgesetzt. Denn auch die Gerichte benötigen in diesen Verfahren nur selten mehr als drei Monate. Die priorisierten Verfahren betreffen allerdings nur 6,6 Prozent aller Asylverfahren.

Der Anstieg der durchschnittlichen Verfahrensdauer kann unter anderem mit dem zwischenzeitlichen Entscheidungsstopp zu Geflüchteten aus Syrien (14,1 Monate) erklärt werden. Bei Herkunftsländern mit geringen Anerkennungschancen erfolgen Entscheidungen des Bamf weitaus schneller. Geflüchtete aus Nigeria (20,4 Monate), Iran (17,7 Monate) und Irak (17,1 Monate) mussten besonders lange auf eine Entscheidung warten – hier gab es keinen Entscheidungsstopp.


Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Marineinspekteur warnt vor wachsender russischer Bedrohung auf See

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland auf See. „Die Bedrohung ist real und weit entfernt von statisch“, sagte Kaack der „Süddeutschen Zeitung“.

Die russischen Streitkräfte wüchsen sowohl an Menschen als auch an Fähigkeiten, die im Ukraine-Krieg täglich erprobt würden. Besonders in der Ostsee habe die Aggressivität in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. Man beobachte vermehrt tief anfliegende russische Flugzeuge über Nato-Schiffen und aggressivere Annäherungen. „Das ist gefährlich, denn dadurch kann es leicht zu einer Eskalation durch Zufall kommen“, so Kaack. Um das zu verhindern, bereite man die Kommandanten gezielt auf solche Situationen vor. Es gebe klare Verhaltensregeln. Zudem würden diese Szenarien in militärischen Planspielen regelmäßig durchgespielt.

Positiv bewertet der Marineinspekteur die Nato-Mission „Baltic Sentry“, die vor einem Jahr zum Schutz von Pipelines und Unterseekabeln in der Ostsee gestartet ist. Immer wieder hatte es dort Sabotageakte gegeben: Schiffe mit Verbindungen zu Russland hätten angeblich ihre Anker verloren und dabei Unterseekabel beschädigt. Die Reaktionszeit bei verdächtigen Ereignissen konnte laut Kaack von 17 Stunden auf eine Stunde verkürzt werden.

Als größtes Problem nannte Kaack den Personalmangel in den Seestreitkräften. „Das größte Defizit ist, dass wir nicht genug Menschen haben“, sagte er der SZ. Auch wenn man in den vergangenen Jahren einen leichten Zuwachs verzeichnen konnte, reiche das nicht aus. Kaack setzt auf den neuen freiwilligen Wehrdienst: „2026 wird unser Jahr des Aufwuchses, ein Jahr des Aufbruchs.“

Doch auch bei der Materialbeschaffung gibt es Probleme. Bei der Fregatte F126 kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Das Vorhaben im Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro ist ein zentrales Rüstungsprojekt für die deutsche Marine. Der Zulauf der ersten Fregatte soll sich statt 2028 nun bis mindestens 2031 verzögern. Als Übergangslösung ist die schnelle Beschaffung von MEKO-A200-Fregatten geplant. Kaack zeigt sich pragmatisch: Entscheidend sei, dass überhaupt zügig einsatzfähige Einheiten verfügbar seien. „Ich brauche Stahl im Wasser, um meinen Auftrag zu erfüllen.“


Foto: Russisches Kriegsschiff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Prien sieht Gewalt als gesamtgesellschaftliches Phänomen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sieht Gewalt als gesamtgesellschaftliches Phänomen. Darunter zählt sie neben Gewalt in Partnerschaften auch Gewalt im digitalen Raum, wie sie in den ARD-„Tagesthemen“ sagte. Die CDU-Politikerin forderte eine bessere Beratung und Unterstützung bei Anzeigen. Sie brachte zugleich Aspekte abseits strafrechtlicher Bemühungen ins Spiel.

„Wir müssen über die Frage, dass Gewalt eben unter keinen Umständen ein Mittel der Auseinandersetzung (…) ist, darüber müssen wir offensichtlich in den Familien, in den Kindergärten schon, aber auch in den Schulen mehr sprechen und müssen dieses Thema ernster nehmen.“ Prien verwies dabei auf eine Verunsicherung der Männer hinsichtlich ihres Rollenverständnisses.

Die meisten Gewalttaten treffen nach Studienangaben Frauen. Prien sagte, dass man sich auch der Situation von Jungen und Männern zuwenden müsse. Die Dinge seien auf keinen Fall hinnehmbar. „Sie sind offensichtlich auch eine Bildungsaufgabe, um die sich auch schon die Kitas, aber auch die Schulen mehr kümmern müssen“

In der Studie zeigt sich auch, dass Migration eine Rolle spielt. Dazu sagte die Bundesfamilienministerin: „Das müssen wir sehr ernst nehmen, und müssen auch der Frage nachgehen, warum insbesondere Frauen mit Zuwanderungsgeschichte im besonderen Maße Gewalt ausgesetzt sind.“

Die CDU-Politikerin kündigte an, dass die Finanzierung für Maßnahmen des Gewalthilfegesetzes zum 1. Januar 2027 beginnt. „Die 2,6 Milliarden (Euro), die der Bund zusätzlich den Kommunen und Ländern zur Verfügung stellt, die werden beginnen in der Zahlung ab 2027.“ Es werde aber einige Jahre dauern, bis der tatsächliche Bedarf gedeckt sein werde. Zurzeit fänden die Bedarfsanalysen in den Ländern statt, so die Ministerin.

Sie hält es zudem für notwendig, dass es in regelmäßigen Abständen Studien gibt. Die Daten müssten so erhoben werden, dass sie vergleichbar sind. Nach der neueren EU-Rechtsetzung sei die Bundesrepublik dazu auch verpflichtet. Derzeit sei man darüber in Abstimmung mit dem Innenministerium und dem Bundeskriminalamt.


Foto: Karin Prien am 10.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen uneinheitlich – Anleger warten auf US-Arbeitsmarktdaten

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 50.188 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Handelstag am Vortag.

Der Nasdaq 100 ging dagegen bei 25.128 Punkten 0,6 Prozent niedriger aus dem Handel, während der breiter aufgestellte S&P 500 den Tag mit 6.942 Punkten 0,3 Prozent im Minus beendete.

„In den USA blieben die Einzelhandelsumsätze mit der publizierten Stagnation hinter den Erwartungen an einen Zuwachs von 0,4 Prozent zurück“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Damit zeichnet sich in der wichtigen Konjunkturstütze Konsum bereits eine merkliche Abkühlung ab, die als Folge des sich abschwächenden Arbeitsmarkts ableitbar ist.“ Umso wichtiger würden die morgen anstehenden Daten zu den neu geschaffenen Stellen im Januar, da sich zeigen müsse, ob sich der negative Trend nur fortsetze oder gar beschleunige, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1894 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8408 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 5.029 US-Dollar gezahlt (-0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 135,94 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen minimal: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 22 Uhr deutscher Zeit 69,06 US-Dollar; das waren 2 Cent oder 0,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU und Australien schließen Verteidigungspakt

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU und Australien haben die Verhandlungen zu einem Verteidigungs- und Sicherheitspakt abgeschlossen. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Demnach werde nun nur noch ein Datum für die Unterschrift gesucht. Es könne möglicherweise parallel zum Freihandelsabkommen verkündet werden, welches noch ausgehandelt wird, sagten EU-Diplomaten dem „Handelsblatt“. Damit können australische Waffenschmieden nun auch vom 60 Milliarden Euro schweren Rüstungsfonds für die Ukraine profitieren.

Mit dem Verteidigungspakt richten die EU und Australien ihre Beziehungen neu aus. 2021 waren Gespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit gescheitert, nachdem Canberra Frankreich brüskierte und einen U-Boot-Deal mit den USA schloss.


Foto: EU-Gebäude (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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