Mittwoch, Januar 14, 2026
spot_img
Start Blog Seite 7

CDU-Außenpolitiker hält US-Eingreifen im Iran für wahrscheinlich

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran hält der Außenexperte der Union, Peter Beyer (CDU), ein Eingreifen der USA und Israels für möglich. „Entsprechende Gespräche zwischen den Führungen beider Länder finden bereits statt“, sagte Beyer der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Beyer ergänzte, „am wahrscheinlichsten erscheint mir ein konzentriertes Vorgehen“. Er rechne nicht damit, dass die Proteste alsbald abflauten. Zugleich sagte der Außenpolitiker: „Meine Erwartung an die deutsche Bundesregierung ist dabei, sich bei den aktuellen Entwicklungen deutlich zu positionieren und die politische Meinungsführerschaft in Europa zu übernehmen.“

Warme Worte alleine würden den Protestierenden in Iran nicht helfen, so der CDU-Politiker. „Die iranischen Revolutionsgarden müssen endlich auf die Terrorliste gesetzt werden, und darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die vorhandenen Schlupflöcher bei den Sanktionen gestopft und nicht für Umgehungen aus Profitgier genutzt werden“, so Beyer.


Foto: Peter Beyer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

WOW = MOM. Female Leadership im WOW Museum

0
WOW Museum: Illusionen und Perspektivwechsel erleben WOW Musem Room for Illusions Bildquelle/ Bildcredits / Fotograf: Foto Studio Gataric

Wie Illusionen unseren Blick auf die Realität verändern

Wie verändern Illusionen unseren Blick auf die Realität? Und wie leitet man mit vier Kindern ein Museum? Diese Fragen begleiteten Vanessa Kammermann, Gründerin des WOW Museums, seit der Idee eines Raums für optische Täuschungen vor mehr als acht Jahren.

Im Foyer spiegelt sich das Wort WOW und wird zu MOM – ein Symbol für Vanessas zwei Welten: Unternehmerin und Mutter, Female Leader und Familienmensch. Vor allem steht es für Perspektivwechsel, Fürsorge und Mut.

Museumsgründung in der Pandemie

Perspektiven verschoben hat die Museumsgründerin selbst. Gemeinsam mit ihrem Mann Matthias gründete sie 2020 das erste WOW Museum – Room for Illusions in Zürich, mitten in der Pandemie. „Kinder sehen die Welt offener, fantasievoller. Diese Perspektive wollen wir bewahren“, sagt Vanessa Kammermann. „Im Museum geht es nicht darum, dass jede und jeder die Welt auf eigene Weise sieht.“

Von der Weltreise zur Museumsidee

Die Idee entstand 2015 auf einer Weltreise mit den Kindern. In Neuseeland entdeckte das Paar eine kleine Illusionsausstellung, die es sofort fesselte. Zwei Jahre später fiel der entscheidende Satz: „Wir könnten so ein Museum selbst eröffnen.“ Matthias Kammermann brachte Struktur und unternehmerisches Denken ein. Vanessa formte das kreative Konzept, übersetzte Räume in emotionale Erlebnisse und entwickelte die Besucherführung. So entstanden Räume, in denen Wahrnehmung spielerisch hinterfragt, Perspektiven verschoben und Illusionen erfahrbar werden.

Zuerst Zürich, dann München

2024 eröffnete das zweite WOW Museum in München. Für die gebürtige Deutsche ist das Museum ein Herzensprojekt, inspiriert von der Offenheit ihrer Kinder und getragen von einem Team, das Verantwortung übernimmt und Besucher:innen in den Mittelpunkt stellt.

Perspektivenwechsel als Erfolgsrezept

Die Gründerin und CEO verkörpert moderne, weibliche Führung: empathisch, partizipativ, mutig und visionär. Gemeinsam mit der Museumsleiterin Sophie-Charlotte Bombeck setzt sie auf flache Hierarchien, Vertrauen und Empowerment. Werte wie Verantwortung, Leichtigkeit, Freude, Harmonie und Weitsicht werden täglich gelebt.

Vanessa Kammermann ist überzeugt: „Innovation und Führung bestehen nicht nur aus Zahlen und Strategien, sondern aus Kreativität, Mut und der Verbindung von Familie und Beruf.“ Und das ist alles andere als Illusion.

Über das WOW Museum München

Auf zwei Etagen mit 500 m², in 19 Themenräumen und dem Wonder Lab, lädt das WOW Museum München am Isartor zum Interaktiven Mitmachen ein. Es spielt mit unserer Wahrnehmung, verzerrt Distanzen und Perspektiven und lässt Besucher:innen mit programmierbaren LEDs per Handy selbst Teil der Illusion werden. München ist der zweite Standort des WOW Museums – nach dem ersten Standort in Zürich – und ein Ort, der Neugier, Spieltrieb und Fantasie anregt. Ob QR-Rallyes, Event-Miete, Netzwerk-Anlässe oder Künstler-Kooperationen: Das Museum ist Raum für Begegnung, Inspiration und Perspektivwechsel.

Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch und Donnerstag 10 bis 20 Uhr. Freitag 10 bis 22 Uhr, Samstag 9 bis 22 Uhr und am Sonntag 9 bis 20 Uhr. Dienstag geschlossen.

Eintrittspreise
Eintrittspreise variieren je nach Wochentag und Buchungszeitpunkt.

Tipp: Online buchen lohnt sich – unter der Woche ist es günstiger als am Wochenende.

Alle aktuellen Preise und Verfügbarkeiten finden Sie im Buchungssystem auf:

www.wow-museum.de/tickets

Adresse
WOW Museum – Room for Illusions
Tal 27
80331 München

Bild WOW Musem Room for Illusions Bildquelle/ Bildcredits / Fotograf: Foto Studio Gataric

Quelle Contcept Communication GmbH

Grüne fordern kritische Prüfung des Krisenmanagements der Bahn

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen fordern eine kritische Prüfung des Krisenmanagements der Bahn wegen des Wintereinbruchs in Deutschland.

„Der Bund wird die Reaktionen der Deutschen Bahn auf den Wintereinbruch kritisch mit sich und mit dem eigenen Unternehmen besprechen müssen“, sagte Bahnexperte Matthias Gastel der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Dabei sind auch Rahmenbedingungen zu klären, wie die Tatsache, weshalb Weichenheizungen seitens des Bundes nur begrenzt zuschussfähig sind.“

Die Bahn schränke „heute den Bahnverkehr ein, wo dieser früher bei teils schwierigeren Wetterverhältnissen aufrechterhalten wurde“, so Gastel weiter. Dafür gebe es Gründe, die jedoch nicht alle bei der Deutschen Bahn zu finden seien. Etwa, dass moderne Fahrzeuge „weniger winterfest sind, als es die Züge früherer Generationen noch waren“, sagte der Grüne.


Foto: Zugausfälle bei der Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grüne fordern mehr Druck auf Regime im Iran

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran fordern die Grünen von der Bundesregierung mehr Druck auf das iranische Regime. „Warme Worte helfen den Menschen auf den Straßen Teherans wenig“, sagte die Sicherheits- und Verteidigungsexpertin der Bundestagsfraktion, Sara Nanni, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Deutschland muss dabei helfen, den Druck auf das Regime zu erhöhen.“

„Die Bundesregierung hat noch Hebel, die sie nutzen kann.“ Nanni nannte etwa Aufnahmezusagen für gefährdete Menschen aus der Zivilgesellschaft und einen Abschiebestopp in den Iran. „Und auf die von der Union in der Opposition so scharf eingeforderte Listung der Revolutionsgarden auf der EU-Terrorliste ist ebenfalls noch nicht erfolgt“, so die Grünen-Politikerin.

Bisher habe man außer ein paar halbherzigen Statements nichts gehört, kritisierte Nanni weiter. „Die Bundesregierung macht sich, sollte sie weiter im Winterschlaf bleiben, in ihrer Iranpolitik unglaubwürdig.“


Foto: Sara Nanni (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

DB-Fernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken angelaufen

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden Deutschlands ist nach den schneebedingten Ausfällen auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen. Das teilte das Unternehmen am Sonntagmorgen mit. Demnach sei allerdings weiterhin nur ein „reduziertes Angebot“ möglich und es könne zu Ausfällen und Teilausfällen kommen.

Auf der Strecke Hamburg-Bremen-Osnabrück-NRW-Frankfurt läuft der Verkehr bereits seit gestern Mittag wieder. Seit dem frühen Sonntagmorgen verkehren auch wieder Züge auf den Verbindungen Hamburg-Hannover-Kassel-Süddeutschland, Berlin-Hannover-NRW und Hamburg-Berlin, allerdings noch nicht wieder mit dem fahrplanmäßigen Angebot. Ab Mittag und im Laufe des Tages soll auch der Verkehr Richtung Dänemark und die Niederlande sowie an die Küsten aufgenommen werden.

Im Nahverkehr Schleswig-Holsteins und Niedersachsens kommt es unterdessen noch zu größeren Einschränkungen, mehrere Strecken können laut Bahn noch nicht befahren werden. Hier erwartet der Konzern erst im Laufe des Tages schrittweise Erhöhungen des Fahrplanangebotes nach erfolgten Räumarbeiten. Die S-Bahn Hamburg fährt derweil in großen Teilen wieder Normalbetrieb.


Foto: Winter bei der Deutschen Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Laschet wirft Merz-Ministern Unselbstständigkeit vor

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat den Ministern der schwarz-roten Bundesregierung mangelnde Eigenständigkeit vorgeworfen. „Uns fehlt die Mentalität, dass sich Fachminister verpflichtet fühlen, ein Problem zu lösen ohne den Kanzler“, sagte Laschet den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

Daher müsse Friedrich Merz (CDU) als Regierungschef immer wieder intervenieren. „Ich würde mir eine Regierung wünschen, in der auch die Fachminister ihre Arbeit machen und gemeinsam unser Land wieder wettbewerbsfähig und wirtschaftlich stärker machen.“ Die Regierung müsse innenpolitisch und wirtschaftspolitisch mehr bewegen. „Aber das kann auch eine Wirtschaftsministerin, ein Finanzminister oder eine Arbeitsministerin“, sagte Laschet, der Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl 2021 war, mit Blick auf Katherina Reiche (CDU), Lars Klingbeil und Bärbel Bas (beide führen die SPD).

Die nötigen Reformen müssten jetzt kommen. Laschet erinnerte daran, dass die großen Rentenreformen früher mit Fachministern wie Norbert Blüm (CDU) verbunden gewesen seien – „nicht mit dem Kanzler“. Merz sei „im Moment“ der richtige Kanzler, der internationale Erfahrung mitbringe und einen starken Auftritt habe, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. „Es ist keine Minute zu viel in Außenpolitik investiert.“


Foto: Kabinettssitzung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

AfD-Chefin Weidel fordert im Grönland-Konflikt Gelassenheit

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesvorsitzende der AfD, Alice Weidel, reagiert auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das zu Dänemark gehörende Grönland militärisch zu erobern. „In dieser Frage ist Gelassenheit angebracht. Mit weiterer rhetorischer Eskalation ist niemandem gedient“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

„Das besondere geostrategische Interesse der USA an Grönland und periodisch geäußerte Kaufabsichten gibt es seit über 150 Jahren.“ Danach gefragt, wie eine AfD-geführte Bundesregierung darauf reagieren würde, sagte Weidel: „Das ist zunächst eine Angelegenheit zwischen Dänemark und den USA.“

René Aust (AfD), Vorsitzender der europäischen Rechtsaußen-Fraktion „Europa der Souveränen Nationen“, sieht das anders. „Die Bundesregierung muss an der Seite Dänemarks stehen“, sagte Aust der „Welt am Sonntag“. „Über die Zukunft Grönlands darf ausschließlich die Bevölkerung Grönlands und Dänemark selbst entscheiden.“


Foto: Alice Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verfassungsschutz beziffert Schäden durch linksextreme Anschläge

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten sieht das Bundesamt für Verfassungsschutz einen Anstieg der Schäden durch linksextreme Sabotageakte.

Die Angriffe auf die Kritische Infrastruktur und Unternehmen verursachten einen jährlichen Schäden „in mehrstelliger Millionenhöhe“, heißt es in einer neuen Analyse, über die die „Bild am Sonntag“ berichtet. Bisher hatte der Inlandsgeheimdienst von „mehreren Millionen Euro“ pro Jahr gesprochen.

Ein Brandanschlag mit mutmaßlich linksextremem Hintergrund hatte am 3. Januar 45.000 Haushalte und 2.200 Firmen für mehrere Tage von der Stromversorgung abgeschnitten. Hinter dem Angriff soll die sogenannte „Vulkangruppe“ stehen. Der Verfassungsschutz nimmt an, „dass sich hinter den `Vulkangruppen` ein Netzwerk verbirgt“, heißt es in der Analyse. „Es dürfte sich um unterschiedliche Strukturen handeln, die den Namen `Vulkangruppe` als eine Art `Label` nutzen.“ Ideologisch ließen sich die „Vulkangruppen“ dem „gewaltorientierten anarchistischen Spektrum“ zuordnen.

Aus dem Papier geht hervor, dass der Verfassungsschutz derzeit eine weitere Gruppe aus dem linksextremen Spektrum wegen Angriffen auf die Infrastruktur im Blick hat. Das „Kommando Angry Birds“ hatte sich dazu bekannt, im Juli 2025 die wichtige Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg lahmgelegt zu haben.


Foto: Schienen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zahl der Toten bei Iran-Protesten steigt auf mindestens 116

0

Teheran (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Todesopfer im Zuge der nunmehr seit 14 Tagen andauernden Protestwelle im Iran ist nach Angaben von Menschenrechtlern auf mindestens 116 gestiegen. Am Vortag war die Gruppierung „Human Rights Activists in Iran“ (HRA) noch von mindestens 65 Toten ausgegangen.

Unter den mittlerweile bestätigten Todesopfern sollen sieben unter 18 Jahre alt gewesen sein, vier Personen, darunter medizinisches Personal, gehörten nicht zu den Protestierenden. Die Untersuchung der Todesursachen soll ergeben haben, dass die meisten Opfer durch scharfe Munition oder Gummigeschosse, überwiegend aus nächster Nähe, getötet wurden. 37 der Getöteten waren Angehörige des Militärs oder der Sicherheitskräfte, einer war Staatsanwalt.

Die Gesamtzahl der Festgenommenen kletterte binnen eines Tages von 2.311 auf 2.638 Personen. Von diesen konnten 628 Personen durch die Menschenrechtsorganisation identifiziert werden, während 2.010 im Rahmen von Massenverhaftungen oder in Fällen ohne nähere Angaben erfasst wurden.

Die Proteste in der Hauptstadt Teheran sollen nach Angaben von Augenzeugen größtenteils aus verstreuten, kurzen und unbeständigen Versammlungen bestanden haben – als Reaktion auf die starke Präsenz der Sicherheitskräfte und den zunehmenden Druck vor Ort. Gleichzeitig gingen Berichte über Überwachungsdrohnen und Bewegungen von Sicherheitskräften in der Nähe der Protestorte ein, was auf anhaltende Überwachung und Sicherheitsmaßnahmen hindeutet. Gleichzeitig meldete HRA Proteste in dutzenden anderen Städten im Iran.

Trotz der andauernden Internetsperre haben einige wenige, den Sicherheitskräften nahestehende Medien ihre Arbeit wieder aufgenommen. Diese Medien veröffentlichen mittlerweile fortlaufend Bilder und Berichte über die Proteste und werfen den Demonstranten schwere Gewalt sowie die Zerstörung von Eigentum und Menschenleben vor. Menschenrechtler widersprechen und unterstellen den Behörden brutales Vorgehen gegen die Protestler.

Am 28. Dezember hatte die aktuelle Protestwelle in Teheran begonnen, Auslöser war der Zusammenbruch der iranischen Währung. Auf den internationalen Devisenmärkten ist der Iranische Rial mittlerweile praktisch wertlos geworden, gleichzeitig hat sich die Versorgungslage im Iran deutlich verschlechtert.


Foto: Iran (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Gasversorgung trotz Winterwetter stabil – Verbrauch leicht höher

0

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz der zuletzt kalten Witterung sieht die Bundesnetzagentur die Gasversorgung in Deutschland als gesichert an. „Die winterlichen Witterungsverhältnisse bereiten uns bei der Gasversorgung keine Sorgen“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil und die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet.“ Aktuell sind die deutschen Gasspeicher laut Bundesnetzagentur zu 50,5 Prozent gefüllt. Der Füllstand zu Beginn des neuen Jahres liege damit zwar deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, bewegt sich aber aus Sicht der Behörde vor dem Hintergrund der veränderten Markt- und Flusssituation in einem angemessenen Rahmen.

Laut Bundesnetzagentur wurden 2025 insgesamt 864 Terrawattstunden (TWh) Gas verbraucht, knapp 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr (845 TWh). Rund 40 Prozent des Verbrauchs entfielen auf Haushalte und Gewerbe, 60 Prozent auf die Industrie. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021 wurde in Deutschland knapp 13,5 Prozent weniger Gas verbraucht.

Einfluss auf den Gasverbrauch haben auch die Temperaturen. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 10,0 Grad habe 2025 aber insgesamt auf dem Niveau der Vergleichsjahre 2018 bis 2021 gelegen. Nach vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur betrugen die deutschen Gasimporte 1.031 TWh, 2024 waren es 864 TWh. Wichtigster Lieferant blieb Norwegen mit einem Anteil von 44 Prozent, gefolgt von den Niederlanden (24 Prozent) und Belgien (21 Prozent).

Über die deutschen LNG-Terminals in Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin und Mukran wurden 106 TWh Erdgas importiert, was etwa zehn Prozent der gesamten Gasimporte ausmacht. „Wir haben mit den LNG-Terminals zusätzliche Importmöglichkeiten“, sagte Müller. „Da zahlen sich die Anstrengungen der letzten Jahre aus.“

Exportiert wurden 221 TWh Gas, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 89 TWh im Vorjahr. Wichtigste Abnehmer waren 2025 Österreich (46 Prozent), Tschechien (26 Prozent) und die Schweiz (13 Prozent). Nach der Gasspeicherfüllstandsverordnung sollten die Anlagen am 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein, einzelne Speicher in Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen zu 45 Prozent. In der Gesamtbetrachtung ergab sich damit ein Füllstand von 70 Prozent. Dies sei auch nach europäischen Vorgaben ausreichend. Diese Zielvorgabe wurde laut Bundesnetzagentur über alle deutschen Speicher erfüllt.


Foto: Gasspeicher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts