Montag, Januar 26, 2026
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Grönland: Dobrindt will Partnerschaft mit USA nicht anzweifeln

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu annektieren, fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), „die Partnerschaft mit den USA nicht in Zweifel zu ziehen“. Man brauche ein „konstruktives Miteinander, auch wenn das in erkennbarem Maße nicht jeden Tag gleich leicht fällt“, sagte der CSU-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Die vergangenen Tage hätten seiner Ansicht nach eines gezeigt: „Es ist wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben“, so Dobrindt.

Europa müsse den Fokus nach Osten und auf die Ukraine richten. „Es ist für uns Europäer entscheidend, dass der Angriffskrieg Putins beendet wird. Dafür muss die westliche Welt zusammenstehen und weitere Konflikte vermeiden“, sagte Dobrindt.


Foto: Grönland am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dobrindt will nach Cyberangriffen künftig "zurückschlagen"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will auf Cyberangriffe künftig offensiver antworten. Deutschland werde „Gegenmaßnahmen ermöglichen und die Schwelle dafür niedrig ansetzen“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). „Wir werden zurückschlagen, auch im Ausland. Wir werden Angreifer stören und ihre Infrastruktur zerstören.“

Deutschland erlebe „ständig Cyberangriffe – auf Institutionen, Infrastruktur, Unternehmen“. Oft gingen „die Attacken von Gruppen aus, die Verbindungen zu staatlichen Geheimdiensten haben und von diesen finanziert werden“, sagte der CSU-Politiker mit Blick auf hybride Angriffe aus Russland und anderen Teilen der Welt. „Das können wir nicht hinnehmen.“

Verantwortlich für solche Gegenschläge sollen laut Dobrindt Geheimdienste und das Bundeskriminalamt gemeinsam sein. Um die Arbeit der verschiedenen Ebenen besser zu koordinieren, plane das Innenministerium ein neues Abwehrzentrum gegen hybride Gefahren, das derzeit vom Bundesamt für Verfassungsschutz vorbereitet werde und „im Laufe dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen“ soll.

Deutschlands Geheimdienste sollen Dobrindt zufolge auch bei der Informationsbeschaffung und weiteren Aktivitäten neue Befugnisse bekommen. „Wir waren zu lange abhängig von den Informationen anderer. Für mich ist klar: Wir brauchen auch eine Zeitenwende bei den Geheimdiensten“, forderte Dobrindt. Er wolle den Diensten ermöglichen, „selbst an mehr Informationen zu kommen und auch operativ zu handeln“. Im ersten Halbjahr werde er dafür Gesetze vorlegen.


Foto: Alexander Dobrindt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesliga: St. Pauli und HSV trennen sich torlos

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Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Das Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV ist am Freitagabend im Millerntor-Stadion torlos 0:0 geendet.

In einer von Beginn an intensiven, aber chancenarmen Partie neutralisierten sich am 19. Bundesliga-Spieltag beide Mannschaften über weite Strecken. Der HSV hatte im ersten Durchgang etwas mehr Ballbesitz, kam gegen die kompakt stehende Defensive der Kiezkicker jedoch kaum zu klaren Abschlüssen. St. Pauli blieb offensiv ebenfalls harmlos, sodass sich das Geschehen meist im Mittelfeld abspielte.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung leicht an Fahrt auf. Die Gastgeber wirkten nun mutiger und kamen durch Distanzschüsse von Arkadiusz Pyrka sowie einen Volley von Danel Sinani zu ihren besten Möglichkeiten, doch HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes parierte jeweils sicher. Auf der Gegenseite sorgten Standardsituationen für etwas Gefahr, unter anderem per Kopf durch Luka Vuskovic, ohne dass der Ball den Weg ins Tor fand.

Trotz mehrerer Wechsel auf beiden Seiten gelang keinem Team der entscheidende Treffer. Damit blieb es bei einem leistungsgerechten Remis ohne Tore.


Foto: Danel Sinani (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen uneinheitlich – Intel-Zahlen enttäuschen Anleger

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.099 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.916 Punkten wenige Punkte im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.605 Punkten 0,3 Prozent im Plus.

Der Kurs der Intel-Aktien ist am Freitag kräftig abgesackt. Der Nettoverlust des Halbleiterherstellers fiel in den neu vorgestellten Quartalszahlen zwar geringer aus als befürchtet, doch der Ausblick auf das angelaufene Quartal konnte die Erwartungen der Anleger nicht überzeugen. Als Grund für die schwache Prognose wurden Rohstoffengpässe genannt.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1821 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8460 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.980 US-Dollar gezahlt (+0,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 135,46 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 65,92 US-Dollar, das waren 2,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Darmstadt siegt – Bielefeld erkämpft Remis

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Darmstadt/Bielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Der SV Darmstadt 98 hat am 19. Spieltag der 2. Bundesliga sein Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:0 gewonnen, während sich Arminia Bielefeld und Holstein Kiel nach einer turbulenten Partie 2:2 unentschieden getrennt haben.

Am Böllenfalltor brauchten die Lilien Geduld, ehe sie ihre Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel abbildeten. In der 60. Minute brachte Hiroki Akiyama Darmstadt in Führung. Nürnberg bemühte sich anschließend um eine Antwort, lief jedoch immer wieder in die stabile Defensive der Hessen. Die Entscheidung fiel in der 75. Minute: Luca Marseiler nutzte einen Konter und erhöhte mit einem Lupfer aus kurzer Distanz auf 2:0. In der Schlussphase verteidigte Darmstadt den Vorsprung souverän und ließ keinen Treffer der Gäste mehr zu.

Auf der Bielefelder Alm erlebten die Zuschauer ein Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten. Holstein Kiel ging zunächst in Führung, als Leon Schneider in der 33. Minute unglücklich ins eigene Tor traf. Kurz vor der Pause baute Ivan Nekic den Vorsprung der Gäste per Kopf nach einer Ecke auf 2:0 aus (45.+2). Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Bielefeld erhöhte den Druck und kam in Überzahl zurück, nachdem Nekic in der 68. Minute Gelb-Rot gesehen hatte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Joel Grodowski in der 70. Minute zum 1:2. Die Arminia drängte weiter und wurde in der 87. Minute belohnt, als der eingewechselte Noah Sarenren Bazee aus kurzer Distanz zum 2:2 einköpfte. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten blieb es beim Remis.


Foto: Hiroki Akiyama (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Plug-in-Hybride aus China boomen in Europa

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Chinesische Autobauer wachsen im Segment der Plug-in-Hybride (PHEV) in Europa weit überdurchschnittlich. Chinesische Fabrikate legten in diesem Segment um 645 Prozent zu, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Daten des Branchendienstes „Dataforce“. Insgesamt wuchs der PHEV-Markt europaweit um 33 Prozent.

Der Boom hat auch eine handelspolitische Dimension: Plug-in-Hybride aus China sind anders als reine Elektroautos bislang nicht von den EU-Ausgleichszöllen betroffen. Das verschafft den Herstellern einen Vorteil, der sich inzwischen auch in den Bestsellerlisten widerspiegelt.

Europas meistverkaufter Plug-in-Hybrid war 2025 demnach der BYD Seal U mit rund 72.800 Neuzulassungen, vor der Plug-in-Version des VW Tiguan mit etwa 66.000 Verkäufen auf Platz zwei. Die Daten von „Dataforce“ basieren auf Zulassungszahlen aus allen 27 EU-Staaten sowie Großbritannien, Norwegen, Island und der Schweiz.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU fürchtet erneuten Grönland-Kurswechsel von Trump

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Außen-Ausschusses des EU-Parlaments, David McAllister (CDU), hat den Grönland-Konflikt als „bisher schwerste Krise innerhalb der Nato“ bezeichnet und Vorbereitungen für erneute Forderungen von US-Präsident Donald Trump angemahnt.

Die schlimmsten Szenarien seien abgewendet worden, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Aber wir müssen uns für den Fall wappnen, dass Trump seine Meinung erneut ändert.“ Es sei richtig gewesen, dass die EU gegenüber Trump Ruhe bewahrt habe, sie habe dem US-Präsidenten „aber auch sehr deutlich ihre roten Linien – wie eine Verletzung territorialer Integrität – aufgezeigt“.

Ähnlich äußerte sich der frühere Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Das kluge und entschlossene Auftreten der Europäer in Davos, wie zum Beispiel in der Rede von Emmanuel Macron, und ihre Bereitschaft, notfalls handelspolitische Maßnahmen zu treffen, haben Trump mehr beeindruckt als die Beschwichtigungsversuche zuvor“, sagte Altmaier der Zeitung. „Wer Trump kennt, weiß allerdings, dass er sein Annexionsziel für Grönland keineswegs aufgegeben hat. Es wird noch ein langes Match.“

Auch der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), sieht keine dauerhafte Entspannung im transatlantischen Verhältnis. Die ökonomischen Beziehungen zwischen Europa und den USA blieben angespannt. „Noch nie in jüngerer Zeit war die Unsicherheit für unsere Wirtschaft so groß“, sagte er. Auch die USA seien aber von Europa abhängig. Im Fall neuer Drohungen aus Washington könnte die EU „zum Beispiel in Erwägung ziehen, Unternehmen wie Apple und Google von öffentlichen Aufträgen auszuschließen oder ihre Dienstleistungen mit Abgaben zu belegen“.

Die Chefin der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, sagte der Zeitung, bei Konflikten wie dem Streit um Grönland habe die EU schärfere Instrumente als Gegenzölle. „Besonders wirksam wären Maßnahmen, die US-Unternehmen den Zugang zum großen EU-Markt für öffentliche Aufträge erschweren“, sagte Schnitzer. Auch gezielte Schritte im Dienstleistungsbereich, etwa bei digitalen Angeboten, würden die USA spürbar treffen, weil sie dort stark vertreten seien. Solche gezielten Eingriffe seien „wirkungsvoller als pauschale Zölle, da sie Druck aufbauen, ohne den Handel insgesamt unnötig zu beschädigen“.


Foto: Nuuk auf Grönland am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Grüne wollen nach Mercosur-Streit mehr Handelsabkommen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Wirbel um das Mercosur-Votum von Grünen-Abgeordneten im EU-Parlament gibt die Parteispitze ein klares Bekenntnis zu weiteren Handelsabkommen ab. „Wir brauchen neue wirtschaftliche Partnerschaften, um unseren Außenhandel zu diversifizieren“, heißt es in einem Vorstandsbeschluss, den die Grünen-Spitze ab Montag auf einer zweitägigen Klausur in Berlin verabschieden will und über den die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet.

Die Parteispitze spricht sich darin für neue Handelsabkommen etwa mit Indien und den zwölf Mitgliedstaaten der Transpazifischen Partnerschaft (CPTPP) aus, darunter Australien, Kanada, Peru und Mexiko. Auch neue bilaterale Handelsabkommen für bestimmte Waren und Dienstleistungen solle die EU abschließen, „um schnelle Verhandlungserfolge zu erzielen“. Zudem müsse das Mercosur-Abkommen vorläufig angewendet werden.

Eindringlich warnen die Grünen vor Gefahren für Deutschland. „Russland, China und die US-Regierung sind inzwischen skrupellos bereit, das Völkerrecht zu brechen und Machtmittel rücksichtslos einzusetzen“, heißt es darin. Deutschlands bisheriges Erfolgsmodell bekomme Risse. Eine starke Wirtschaft sei aber „Grundlage für das Vertrauen der Menschen in den Staat und seine demokratischen Institutionen“.

Die Grünen-Spitze schlägt acht Handlungsfelder mit Sofortmaßnahmen vor, um die Wirtschaft zu stärken. Dazu zählt neben den Handelsabkommen auch der Aufbau strategischer Reserven an Rohstoffen, um Erpressungsversuchen zu begegnen. Europäische Industrien sollen zudem besser vor unfairem Wettbewerb geschützt werden. Die Grünen werben etwa dafür, die staatliche deutsche E-Auto-Förderung nur für Autos auszuzahlen, die größtenteils in Europa produziert wurden.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz und Meloni vereinbaren engere Sicherheitskooperation

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Rom (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland und Italien haben sich im Rahmen von Regierungskonsultationen auf eine engere Zusammenarbeit verständigt. „Gerade haben wir einen deutsch-italienischen Aktionsplan unterzeichnet, den beide Regierungen gemeinsam ausgearbeitet haben in den letzten Wochen, für mehr Wettbewerbsfähigkeit, für eine neue bilaterale Dynamik in der Verteidigungsindustrie und für eine engagierte Migrationspolitik“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom.

Die beiden Regierungschefs unterzeichneten ein Abkommen, das die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie vertiefen und die militärische Beschaffung harmonisieren soll. Auch bei der inneren Sicherheit werde man zukünftig enger kooperieren. „Unsere Abstimmung in der europäischen Migrationspolitik ist schon heute äußerst eng“, so Merz. „Nur durch diese Zusammenarbeit war es möglich, dass wir auch die Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems in Brüssel durchgesetzt haben.“ Zudem habe man sich auf bilaterales Polizeiabkommen, eine Vereinbarung zur Geheimschutzkooperation und eine Kulturroute, die Goethes Weg durch Italien nachzeichnet, verständigt.

Meloni dankte Merz für seine Entscheidung, sich an einer informellen Arbeitsgruppe „gleichgesinnter Länder“ zum Thema Migration zu beteiligen. Rückführungen und die Verteidigung der EU-Außengrenzen gegen Schleuser seien eine große Herausforderung.

Angesichts der Grönland-Forderungen von US-Präsident Donald Trump lobte der Bundeskanzler die Arktis-Strategie Italiens. „Italien hat eine neue Arktis-Strategie verabschiedet, der wir uns auch im Wesentlichen anschließen können, weil sie von derselben Lage ausgeht wie wir“, erklärte er.

„Dänemark und die Bevölkerung in Grönland können sich auch auf unsere Hilfe und Solidarität verlassen. Auf der Grundlage von Souveränität und territorialer Integrität wollen wir Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA unterstützen“, so der Kanzler. „Im neuen Zeitalter der Großmächte muss Europa fest und souverän zusammenstehen.“

Merz und Meloni forderten die EU-Kommission zudem auf, neue Richtlinien für grenzüberschreitende Fusionen vorzulegen. „Die feste Absicht von uns ist zu ermöglichen, dass wir grenzüberschreitende Fusionen in der Europäischen Union erlauben, die aus diesen Unternehmen dann auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähige Unternehmen machen“, sagte Merz. „Da ist die europäische Fusionskontrolle nach unserer beider festen Überzeugung einfach zu sehr auf einen zu kleinen Markt fokussiert.“ Auch die Kapitalanforderungen für Banken sollen nach dem Willen der beiden Regierungschefs gelockert werden.

Die italienische Ministerpräsidentin kündigte an, beim nächsten EU-Gipfel einen Vorschlag für weniger Bürokratie, eine Stärkung des Binnenmarktes und eine „Wiederankurbelung der Automobilindustrie unter dem Zeichen der Technologienneutralität“ zu unterbreiten. Sie behauptete, dass eine „bestimmte ideologische Ausrichtung“ des Green Deals dazu geführt habe, „dass unsere Industrien in die Knie gegangen sind, ohne dass es letztlich zu einem Mehr an globalem Umweltschutz geführt“ habe.


Foto: Giorgia Meloni und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Forscher warnen vor "KI-Schwärmen"

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Konstanz (dts Nachrichtenagentur) – Forscher warnen vor einer nächsten Generation an Desinformation im Internet durch sogenannte „Künstliche Intelligenz“. Offensichtliche „Copy-and-Paste-Bots“ würden vermutlich ersetzt durch koordinierte Gemeinschaften von „KI-Schwärmen“, so ein internationales Forschungsteam, das seine Erkenntnisse nun in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht hat.

Gemeint seien KI-gesteuerte Flotten, die sich in Echtzeit anpassen, Gruppen infiltrieren und in großem Umfang einen Anschein von gemeinschaftlicher Meinung erwecken können. Ein Chor aus scheinbar unabhängigen Stimmen schaffe die Illusion eines breiten öffentlichen Konsenses, während er in Wirklichkeit Desinformation verbreitet.

Dabei würde es zu einer Verschmelzung von großen Sprachmodellen (LLMs) mit Multiagentensystemen zu „schädlichen KI-Schwärmen“ kommen, die soziale Dynamiken authentisch imitieren – und nach Ansicht der Forscher den demokratischen Diskurs bedrohen, indem sie falsche Tatsachen zementieren und Konsens suggerieren.

Das Forschungsteam zeigt in seiner Analyse auf, dass die zentrale Gefahr nicht nur in falschen Inhalten bestehe, sondern vor allem in einem „künstlichen Konsens“: Der falsche Eindruck, dass „ja jeder das sage“, könne Überzeugungen und Normen beeinflussen, selbst wenn einzelne Behauptungen umstritten sind. Dieser anhaltende Einfluss, so die Forscher, könne tiefgreifende kulturelle Veränderungen bewirken, die über Normenverschiebungen hinausgehen und die Sprache, Symbole und Identität einer Gemeinschaft auf subtile Weise verändern.

„Die Gefahr besteht nicht mehr nur in Fake News, sondern darin, dass die Grundlage des demokratischen Diskurses – unabhängige Stimmen – zusammenbricht, wenn ein einzelner Akteur Tausende von einzigartigen, KI-generierten Profilen kontrollieren kann“, sagte Jonas R. Kunst von der BI Norwegian Business School, einer der Hauptautoren des Science-Artikels.

Darüber hinaus können KI-Schwärme auch die Trainingsdaten von regulärer künstlicher Intelligenz verunreinigen, indem sie das Internet mit gefälschten Behauptungen überfluten. Auf diese Weise könnten sie ihren Einfluss auf etablierte KI-Plattformen ausweiten.

Die Forscher warnen, dass diese Bedrohung nicht nur theoretisch ist: Analysen legten nahe, dass derartige Taktiken bereits angewendet werden.

Die Forscher definieren einen schädlichen KI-Schwarm als eine Gruppe von KI-gesteuerten Akteuren, die dauerhafte Identitäten bewahren und ein Gedächtnis haben, sich auf gemeinsame Ziele koordinieren und dabei Ton und Inhalt variieren. Sie passen sich in Echtzeit an Interaktionen und menschliche Reaktionen an, benötigen nur minimale Aufsicht durch Menschen und können plattformübergreifend eingesetzt werden. Im Vergleich zu früheren Bot-Netzen könnten solche Schwärme schwieriger zu erkennen sein, da sie heterogene, kontextbezogene Inhalte generieren und sich dennoch in koordinierten Mustern bewegen.

„Über die Täuschungen oder die Sicherheit von einzelnen Chatbots hinaus müssen wir neue Gefahren erforschen, die sich aus der Interaktion von vielen KI-Akteuren ergeben“, sagte David Garcia, Professor an der Universität Konstanz, und ebenfalls an der Untersuchung beteiligt.

Statt einzelne Beiträge zu moderieren, plädieren die Forscher für Schutzmaßnahmen, die koordiniertes Verhalten und die Herkunft der Inhalte verfolgen: statistisch unwahrscheinliche Muster von Koordinierung aufdecken, Verifizierungsoptionen unter Wahrung des Datenschutzes anbieten und Hinweise auf KI-Einflussnahme über verteilte Beobachtungszentren weitergeben.

Gleichzeitig sollten Anreize verringert werden, indem die Monetarisierung von gefälschten Interaktionen eingeschränkt und die Rechenschaftspflicht erhöht werden, so die Empfehlung der Forscher.


Foto: Roboter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts