Dienstag, Januar 6, 2026
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Merz hält sich mit Kritik an Venezuela-Einsatz der USA zurück

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält sich mit Kritik am Venezuela-Einsatz der USA zurück. „Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt“, ist der erste Satz in einer Stellungnahme, die am Samstagabend verbreitet wurde, und damit 12 Stunden nach ersten Meldungen über die US-Aktion.

Merz weiter: „Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt. Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle.“

Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes bezeichnet der deutsche Bundeskanzler als „komplex“. Dazu wolle man sich Zeit nehmen. „Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten“, so Merz. „Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.“


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

USA wollen Venezuela selbst führen

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Palm Beach (dts Nachrichtenagentur) – Die USA wollen Venezuela nach der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro vorerst selbst führen. Das sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag vor Journalisten in Palm Beach.

Man werde die Öl-Industrie wiederherstellen und das Land „ordnungsgemäß“ leiten. Das Geld werde den Leuten gegeben, man werde sich um „alle“ kümmern. „Make Venezuela great again“, sagte Trump in Anspielung auf seinen Wahlkampfslogan.

Wie genau sich Trump die Durchsetzung seines Planes vorstellt, blieb zunächst unklar. Man werde Personen „designieren“, sagte der US-Präsident. Zuvor hatte er von einer „zweiten Welle“ gesprochen, die man für den Militäreinsatz vorbereitet habe.

Trump berichtete außerdem von weiteren Details der Festnahme Maduros, die um kurz nach 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr deutscher Zeit) begann. Maduro habe sich zu einem „Safe Room“ begeben wollen, der aber nicht „safe“ gewesen sei, weil die US-Kräfte die Tür gesprengt hätten. Er habe den Raum gerade noch erreicht, die Tür aber nicht mehr schließen können, so Trump. Jetzt befinde er sich auf einem US-Schiff und werde nach New York gebracht.


Foto: Venezuela (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Trump veröffentlicht Foto von Maduro nach Festnahme

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Palm Beach (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat ein Foto von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro veröffentlicht, das ihn nach seiner Festnahme zeigen soll.

Es soll auf der USS Iwo Jima aufgenommen worden sein, wie Trump auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb. Maduro ist darauf stehend in einer Art Trainingsanzug zu sehen, er trägt außerdem Kopfhörer und eine Sichtschutzbrille und hat eine kleine Wasserflasche in der Hand.

Bei der USS Iwo Jima handelt sich um ein amphibisches Angriffsschiff der Wasp-Klasse, es kann zahlreiche Hubschrauber aufnehmen. Maduro war am frühen Samstagmorgen von US-Streitkräften in Venezuela festgenommen und außer Landes gebracht worden. Zuvor waren mehrere militärische Ziele in Venezuela durch das US-Militär attackiert worden.


Foto: Von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto von Maduro nach Festnahme am 03.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Krisenstab der Bundesregierung wegen Venezuela zusammengekommen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen der Lage in Venezuela ist am Samstag der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt zusammengetreten. Das sagte eine Sprecherin des AA am Nachmittag der dts Nachrichtenagentur.

Das Auswärtige Amt stehe im engsten Kontakt mit der Botschaft in Caracas. „Die Lage im Land beobachtet die Bundesregierung weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau. Wir stehen im engsten Austausch mit unseren Partnern.“

Weiter sagte die Sprecherin: „Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen. Völkerrechtliche Normen sind einzuhalten.“

Die Unterstützung für das venezolanische Volk bleibe bestehen.

Die Venezolaner verdienten „eine friedliche und demokratische Zukunft“, so die Sprecherin. Gleichzeitig hat das Auswärtiges Amt seine Reisewarnung für Venezuela deutlich verschärft.

Bisher wurde nur vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien gewarnt, vor Reisen in andere Landesteile lediglich „abgeraten“ – seit Samstagnachmittag gilt nun eine volle Reisewarnung für ganz Venezuela.


Foto: Auswärtiges Amt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Strafuntersuchung nach Brand in Crans-Montana eröffnet

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Crans-Montana (dts Nachrichtenagentur) – Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat nach der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana eine Strafuntersuchung gegen die beiden Betreiber eröffnet.

Das teilte die Behörde nach den ersten Ermittlungsergebnissen zu dem verheerenden Brand, der in der Silvesternacht ausgebrochen war.

Bei dem Feuer kamen 40 Menschen ums Leben, 119 weitere wurden verletzt, von denen viele schwere Verletzungen erlitten. Den Betreibern wird fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen.


Foto: Schweizer Polizist (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Schwerer Stromausfall in Berlin – Brandstiftung wohl Ursache

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Berliner Südwesten ist am Samstag die Stromversorgung zusammengebrochen. Der örtliche Stromnetzbetreiber konnte einen Zeitpunkt für die Wiederversorgung am Mittag nicht mitteilen.

Betroffen seien rund 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.

Ursache war demnach ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe des Kraftwerks Lichterfelde. Dadurch wurden mehrere Kabel beschädigt. Der Brand ist bereits gelöscht.

Aus dem LKA war zu hören, dass jetzt wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt werde.


Foto: Stromzähler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

USA klagen Maduro wegen Terrorismus und Drogenhandel an

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die USA haben Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores in New York angeklagt.

Maduro werde der „Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus, der Verschwörung zum Kokainimport, des Besitzes von Maschinengewehren und Sprengkörpern sowie der Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern“ beschuldigt, teilte US-Justizministerin Pamela Bondi am Samstag mit.

Der venezolanische Präsident war in der Nacht während eines militärischen Angriffs auf das südamerikanische Land durch US-Truppen gefangengenommen worden.


Foto: US-Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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RWE sieht Gas-Versorgung trotz Wintereinbruch gesichert

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Essen (dts Nachrichtenagentur) – Trotz des Wintereinbruchs sieht der größte deutsche Stromerzeuger RWE die Gas-Versorgung gesichert.

„Bei einem normal kalten Winter hat Deutschland kein Problem beim Gas, die Lieferwege sind stabil. Doch das Energiesystem ist auf Kante genäht, das ist riskant“, sagte RWE-Chef Markus Krebber der „Rheinischen Post“. Zugleich ergänzte er: „Wenn man jeden Winter schaffen will, auch wenn es sehr kalt wird oder es Lieferausfälle gibt, ist es wichtig, die LNG-Terminals auszubauen.“ LNG ist Flüssiggas, das Deutschland aus mehreren Ländern erhält.

Krebber erwartet sinkende Gaspreise: „Wir werden nach heutiger Einschätzung gut durch den Winter kommen, das erwartet auch der Markt. Und er erwartet, dass die Gaspreise in den nächsten zwei Jahren sogar sinken, weil das Angebot an Flüssiggas (LNG) sich erhöhen wird.“

Beim Strom erwartet der RWE-Chef 2026 sinkende Preise für die Verbraucher: „Ich gehe für 2026 von stabilen Großhandelspreisen aus. Da der Staat die Netzentgelte bezuschusst, wird es für viele Stromkunden unterm Strich 2026 günstiger werden. Auf mittlere Frist erwarte ich stabile Preise: Erzeugung wird günstiger, Netzentgelte werden teurer.“ Unabhängig davon müsse die Industrie strukturell entlastet werden, sagte Krebber mit Blick auf den Industriestrompreis.


Foto: Gaszähler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Venezuelas Verteidigungsminister ruft zum Widerstand auf

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Caracas (dts Nachrichtenagentur) – Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez hat nach dem US-Angriff die venezolanische Bevölkerung dazu aufgerufen, nicht in Panik zu geraten und das Vaterland zu verteidigen.

„Lasst uns nicht der Panik nachgeben, die sie säen wollen. Lasst uns Chaos und Anarchie vermeiden, die ebenso tödliche Waffen wie Bomben sind“, erklärte der hochrangige Beamte am frühen Samstagmorgen in einer Video-Ansprache, die über soziale Medien verbreitet wurde.

Und weiter: „Lasst uns widerstandsfähig sein, lasst uns in Anbetracht der Widrigkeiten konzentriert bleiben und lasst uns alle nationalen Verteidigungspläne, die wir vorbereitet haben, in die Tat umsetzen.“

Gleichzeitig teilte der Verteidigungsminister mit, dass Informationen über die Opfer des US-Angriffs gesammelt würden.


Foto: Vladimir Padrino Lopez am 03.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Lehrergewerkschaft kritisiert Arrest für Schulschwänzer

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Praxis mehrerer Bundesländer scharf kritisiert, uneinsichtige Schulschwänzer mit Jugendarrest zu bestrafen.

„Dass Jugendliche wegen wiederholten Schulschwänzens für ein paar Tage ins Gefängnis müssen, ist im Prinzip eine schulpolitische und pädagogische Bankrotterklärung und außerdem, wie oft zu hören ist, weitgehend wirkungslos oder sogar kontraproduktiv“, sagte die GEW-Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Der Fokus müsse auf Prävention statt Intervention liegen und auf Pädagogik statt Strafe, forderte sie. „Um Schulabsentismus vorzubeugen, ist dreierlei notwendig: ein schulisches Präventionskonzept, eine Art `Frühwarnsystem` und eine individuelle Betrachtung der Ursachen“, sagte die GEW-Vorsitzende.

Die Zahl der Schulverweigerer hat in den vergangenen Jahren Experten zufolge zugenommen. Besonders betroffen sind demnach Kinder aus sogenannten bildungsfernen und benachteiligten Familien.

In Deutschland landen jedes Jahr Hunderte Schüler im Jugendarrest. Niedersachsen ist bundesweit Spitzenreiter. Nirgendwo sonst müssen so viele Jugendliche Schulverweigerung mit ihrer Freiheit bezahlen. Allein im ersten Halbjahr 2025 waren es 241 Arrestanten und 114 Arrestantinnen, wie eine Anfrage des RND ergab. In den Zahlen sind auch Bremer Schüler enthalten, da das Land Bremen keinen eigenen Jugendarrest hat und dieser stattdessen in Niedersachsen vollzogen wird.

Hinter Niedersachsen liegt Hessen mit aktuell 48 Jugendlichen (Stand Oktober 2025). In den Jugendarrestanstalten in Baden-Württemberg waren es zum Zeitpunkt der Abfrage 33 in diesem Jahr, in Thüringen 25, in Schleswig-Holstein 14 und in Sachsen zwei „Schulverweigerer“. In Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Saarland gibt es keine aktuellen Fälle. Bayern, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen erheben keine Zahlen zu möglichen Schulverweigerern. Das Justizministerium Sachsen-Anhalt hat nicht auf die Anfrage des RND geantwortet.

Das niedersächsische Justizministerium verteidigte die Praxis. Der Arrest für Schulabstinenzler sei ein „grundsätzlich taugliches Mittel, um auf Jugendliche einzuwirken“. Grundsätzliche fachliche Bedenken gegen das derzeitige Sanktionierungssystem bestünden nicht.


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts