Dienstag, Januar 27, 2026
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Berufseinsteiger suchen immer länger nach erster Stelle

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berufseinsteiger in Deutschland brauchen trotz Fachkräftemangels immer länger, eine erste Stelle zu finden.

Mehr als ein Fünftel benötigte im vergangenen Jahr nach der Ausbildung länger als sechs Monate, um den ersten Job antreten zu können. Unter den Akademikern waren es 23 Prozent. Das zeigt die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Noch 2018 gelang etwa jedem Vierten der Einstieg in die Berufswelt innerhalb eines Monats, nun gilt das nur noch für jeden Fünften. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist seit 2019 um etwa 19 Tage angestiegen auf nunmehr 134 Tage, also annähernd viereinhalb Monate. „Die Bundesregierung bestätigt damit, dass der Berufseinstieg für viele junge Menschen zunehmend länger und schwerer wird“, sagte die grüne Arbeitsmarktpolitikerin Sylvia Rietenberg dem „Handelsblatt“.

Besorgniserregend finden die Grünen, dass die Regierung offenbar nicht wisse, welche Rolle dabei neben der schlechten Konjunktur die Transformation der Wirtschaft und der Siegeszug der KI spielten. „KI verändert den Arbeitsmarkt rasant, doch die Bundesregierung weiß nicht einmal, wie viele Einstiegsstellen bereits weggefallen oder umgebaut worden sind“, kritisiert Rietenberg. „Wer junge Menschen ernst nimmt, muss diesen Wandel aktiv gestalten, dafür braucht es als Erstes ein genaueres Bild der Lage.“


Foto: Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Pistorius widerspricht Trump-Aussagen zu Afghanistan-Einsatz

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) widerspricht US-Präsident Donald Trump, der den europäischen Nato-Soldaten einen angeblich schwachen Einsatz im Afghanistankrieg vorgeworfen hatte.

Pistorius sagte der „Bild“: „Unsere Bundeswehr stand bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach dem islamistischen Terroranschlag von 2001 um Unterstützung gebeten haben. Für diesen Mut und den hochprofessionellen Einsatz ist Deutschland unserer Bundeswehr sehr dankbar.“

Nachdem Trump behauptet hatte, die europäischen Soldaten wären „ein Stück abseits der Frontlinien“ im Einsatz gewesen, erinnerte Pistorius daran, das gemeinsame Ziel der USA, Deutschlands und weiterer Nato-Verbündeter sei „die Bekämpfung der Basis des internationalen islamistischen Terrorismus“ gewesen. Deutschlands Soldaten seien insgesamt 19 Jahre lang in Afghanistan im Einsatz gewesen, und Deutschland habe „einen hohen Preis bezahlt“: „59 Soldaten und drei Polizisten sind in Gefechten, durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen. Zahlreiche Verwundete leiden bis heute unter den Verletzungen aus dieser Zeit. Seelisch wie körperlich. Genauso wie ihre Angehörigen, die den Schmerz ein Leben lang in sich tragen werden.“ Pistorius verspricht: „Wir werden den Einsatz und Mut unserer Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan in Ehren halten. Ganz egal, von wem das infrage gestellt wird. Sie sind nie vergessen.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sich gegenüber der „Bild am Sonntag“ ähnlich: „Unsere Soldaten haben Leib und Leben riskiert, viele sind dabei leider gestorben. Sie haben im Dienst für unser Land, die Demokratie und den Frieden Großartiges geleistet – und unseren höchsten Respekt verdient. Jeder einzelne Verlust trifft uns bis heute extrem hart.“

Der Wehrbeauftragte Henning Otte (CDU) zeigte sich irritiert über Trump: Bislang sei die Einsatzbereitschaft Deutschlands „von unseren amerikanischen Freunden stets anerkannt“ worden. „Umso unverständlicher ist Präsident Trumps Aussage – ob aus politischem Kalkül oder aus Unkenntnis. Die Stärke der Nato liegt im Zusammenhalt.“

Noch deutlicher wird Hendrik Hoppenstedt (CDU), Parlaments-Geschäftsführer der Unionsfraktion. Hoppenstedt sagte der „Bild am Sonntag“: „Präsident Trump vergiftet nicht nur weiter die transatlantische Freundschaft. Seine Herabsetzung des europäischen Afghanistan-Einsatzes ist eine Verhöhnung unserer Gefallenen, eine Beleidigung der Hinterbliebenen und eine inakzeptable Herabwürdigung unserer Streitkräfte insgesamt. Wir sollten uns weiterhin so schnell wie möglich von der US-Abhängigkeit lösen. Die ersten Schritte gehen wir bereits durch die massive Aufrüstung.“


Foto: Boris Pistorius am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Nagel verurteilt Trumps Vorgehen gegen Fed-Chef

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Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, hat die persönlichen Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf den US-Notenbank-Chef Jerome Powell scharf verurteilt.

„Das ist ein Unding“, sagte Joachim Nagel dem Tagesspiegel. Er kenne Powell gut, schätze seine Art und Arbeit. „Die Art, wie er politisch angegangen wird, erschüttert mich bis ins Mark, denn es waren die USA, die uns nach dem Zweiten Weltkrieg die Bedeutung unabhängiger Zentralbanken gelehrt haben.“ Die USA hätten 1948 mit der Bank deutscher Länder in Frankfurt am Main das Fundament für die Deutsche Bundesbank gelegt. Die sei wiederum eine Blaupause für die EZB geworden.

Trump hat zuletzt massiv den politischen und juristischen Druck auf Notenbankchef Powell erhöht. So prüft das US-Justizministerium eine Anklage gegen Powell, weil angeblich die Sanierungskosten für das Fed-Gebäude zu hoch seien. Hinter dem Vorgehen wird vermutet, dass Trump die Zinspolitik der Fed beeinflussen will. Wiederholt drohte er, Powell zu entlassen.

Angriffe auf die Unabhängigkeit europäischer Notenbanken erwartet Nagel jedoch nicht. „Nein, alle Regierungen im Euroraum bekennen sich klar zur Unabhängigkeit“, sagte der Karlsruher auf eine entsprechende Frage. Um sie zu bewahren, nahm er die EU-Bürger in die Pflicht. „Die Unabhängigkeit der Geldpolitik muss von der Bevölkerung getragen werden.“


Foto: Baustelle am Sitz der Federal Reserve, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kurzzeitmieten und Möblierungen: Hubig will Regeln verschärfen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit einer Gesetzesänderung will Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) für mehr Fairness und Transparenz auf dem Mietmarkt sorgen und die Regeln für Kurzzeitmietverträge und möblierte Wohnungen verschärfen.

„Bezahlbares Wohnen ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Leben insgesamt bezahlbar bleibt“, sagte Hubig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Noch nie in den letzten Jahrzehnten war es so schwer, in Ballungszentren eine bezahlbare Wohnung zu finden. Immer mehr Wohnungen werden nur noch befristet oder möbliert vermietet. Bislang fehlen dafür faire und transparente Vorgaben.“

Konkret plant das Bundesjustizministerium, dass Vermieter den Zuschlag für Möbel in einem Mietverhältnis „gesondert ausweisen“ müssen. Der Zuschlag muss sich demnach „am Zeitwert der Möbel orientieren und angemessen sein“, heißt es aus dem Ministerium. Für voll möblierte Wohnungen soll eine Pauschale von fünf Prozent der Nettokaltmiete angesetzt werden können.

Für Kurzzeitmietverträge will das Ministerium im Gesetz zudem eine Höchstgrenze von einmalig maximal sechs Monaten festlegen. Der Abschluss eines Kurzzeitmietvertrags soll zudem nur möglich sein, wenn „ein besonderer Anlass für die Kurzzeitvermietung beim Mieter vorliegt“. Das kann etwa ein befristeter Arbeitsauftrag in einer anderen Stadt sein, oder ein Praktikum, etwa im Rahmen eines Studiums oder einer Arbeitsstelle.

„Mein Ziel – und zugleich unsere Verabredung im Koalitionsvertrag – ist, den Schutz der Mieterinnen und Mieter zu verbessern“, hob Hubig hervor. Noch in diesem Jahr sollen die Gesetzesänderungen nach Wunsch der SPD-Politikerin in Kraft treten.

Der Deutsche Mieterbund e.V. berichtet gegenüber den Funke-Zeitungen, dass „immer häufiger“ Kurzzeitmietverträge unrechtmäßig abgeschlossen oder möblierte Wohnungen „überteuert“ angeboten würden. „Bei Kurzzeitmieten gilt weder Mietpreisbremse noch Kündigungsschutz noch Regeln für die Erhöhung der Miete. Bei diesem Modell sind die Mieter mehr oder weniger vogelfrei“, sagte Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. Am Ende aber brauche es eine Mieten- und Wohnungsbaupolitik, „die endlich entschiedene Entspannung am Mietmarkt möglich macht“, hob Hartmann hervor. „Sonst bleibt die totale Marktmacht beim Vermieter.“

Der Mietwohnungsmarkt in Deutschland ist vor allem in den Metropolen und Ballungszentren noch immer sehr angespannt. Laut einer Analyse des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) stiegen die Angebotsmieten im vierten Quartal 2025 um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rechtsunsicherheiten bei der Kurzzeitvermietung und bei der Vermietung von möbliertem Wohnraum würden dazu beitragen, dass die Mietpreisbremse umgangen werden könne, wie das Justizministerium festhält.


Foto: Graffiti mit Schriftzug „Mieten runter“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wahlplakate trotzen laut Umfrage Sozialen Medien

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die klassischen Wahlplakate taugen offenbar immer noch, wenn es um die Sichtbarkeit politischer Parteien geht. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Demnach konnten sich fast alle befragten Wahlberechtigten (93 Prozent) nach der Bundestagswahl 2025 an Plakatwerbung von mindestens einer Partei erinnern. Es folgten die Wahlwerbung im Briefkasten (58 Prozent), Werbestände auf der Straße (54 Prozent), Printanzeigen (47 Prozent) sowie Werbung in Sozialen Medien (42 Prozent). „Wer clever ist, klebt – nämlich Plakate“, sagte Studien-Autor Jochen Roose dem RND.

Wahlwerbung in den Sozialen Medien und in Printanzeigen hinterließ der Studie zufolge nach dem Wahlkampf 2025 einen bleibenderen Eindruck als 2021, Wahlwerbung in Briefkästen war dagegen etwas weniger nachhaltig. Bei den übrigen untersuchten Kommunikationskanälen gibt es kaum Unterschiede. Überdurchschnittlich oft konnten sich die Befragten an die Werbung der Partei erinnern, die sie schließlich auch wählten. „Man sieht insgesamt sehr deutlich, dass Wahlwerbung auch ankommt – und auch über verschiedene Wege“, sagte Roose.

Die Studie untersuchte die von den Parteien platzierte Wahlwerbung und legte den Fokus auf die Wahrnehmung dieser Werbung, nicht auf deren Einfluss auf die Wahlentscheidung. Die Befragten sollten darlegen, von welcher Partei und in welcher Form sie Wahlwerbung gesehen haben.

Die Telefonumfrage wurde vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung unter den Wahlberechtigten in Deutschland vorgenommen. Insgesamt 4.001 Personen wurden den Angaben zufolge nach der Bundestagswahl 2025 in der Zeit vom 25. Februar bis zum 14. April 2025 zufällig ausgewählt und telefonisch befragt.


Foto: Wahlplakate zur Bundestagswahl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Handelsausschusschef: Zoll-Abstimmung am Montag könnte scheitern

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Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des EU-Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), hat sich skeptisch gezeigt, ob am Montag der Senkung der Zölle auf US-Industriegüter zugestimmt wird.

„Selbst wenn wir am Montag die Zollsenkungen entscheiden – wovon ich noch nicht überzeugt bin – kann das Parlament frühestens im Februar entscheiden“, sagte der Ausschussvorsitzende dem Pro-Newsletter Industrie & Handel des Nachrichtenmagazins POLITICO.

Die EU hatte den USA im Handelsdeal vom vergangenen Sommer Zollfreiheit für US-Güter zugesichert. Die Abstimmung dazu war diese Woche wegen der zu diesem Zeitpunkt angedachten Grönland-Zölle von US-Präsident Donald Trump auf Eis gelegt worden. Beim EU-Sondergipfel am Donnerstag sagte die EU-Kommission, dass man sich nach Absage der Grönland-Zölle wieder an die Umsetzung des Deals gebunden fühle.

Doch Lange sieht noch Klärungsbedarf. „Es gibt in den Fraktionen noch unterschiedliche Meinungen, warum wir die Zollsätze auf null senken sollen, wenn die Stahlzölle noch gar nicht verhandelt sind“, sagte er. „Motorenhersteller sagen uns, sie verstehen das nicht und zahlen sicherheitshalber 50 Prozent Zölle“, sagte Lange. „Denen können wir nicht erklären, dass die Harley-Davidson bald mit Nullzoll nach Europa kommt.“

Lange ergänzte, dass nach einer Parlamentsentscheidung – frühestens im Februar – auch noch ein Trilog mit Rat und Kommission anstünde. „Im ICE-Tempo geht das nicht“, sagte Lange. Seine Prognose: „Die Zollsenkungen würden frühestens April oder Mai in Kraft treten.“


Foto: Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nagel hält Bundesbank sehr gut für Krisen gerüstet

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Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, sieht seine Behörde für Krisenfälle wie den jüngsten Stromausfall in Berlin gut vorbereitet.

„Ich kann Ihnen versichern, dass wir als Bundesbank sehr gut für solche Krisen gerüstet sind“, sagte Nagel dem Tagesspiegel. Dieser Ernstfall habe deutlich gezeigt, dass Zahlungsverkehrssysteme zur kritischen Infrastruktur gehörten.

Die Bundesbank habe dafür verschiedene Vorkehrungen getroffen. „Unsere Filialen stellen im gesamten Bundesgebiet die Versorgung mit Bargeld sicher, und zwar jede in einem Radius von 75 Kilometern“, sagte Nagel. Alle würden über Notstromaggregate verfügen. In großen Filialen würden mehr als 100 Angestellte, in den kleineren um die 40 arbeiten. „Selbst wenn eine Filiale ausfällt, können wir im Krisenfall in ganz Deutschland Bargeld bereitstellen“, sagte Nagel.

Auf den Ernstfall sei man zudem vorbereitet. „Es gibt nicht nur einen Ablaufplan, wir üben regelmäßig Krisenszenarien“, sagte Nagel. Er selbst habe ein Telefon mit Satellitentechnik, falls es zu einem Netzausfall komme. „Jeder in der Bundesbank weiß, was in einer Grenzsituation zu tun ist.“ Die Abhängigkeit von Bargeld in solchen Fällen hält er für hausgemacht. Man müsste „in Krisensituationen nicht abhängig vom klassischen Bargeld sein“. Nagel warb erneut für den digitalen Euro. „Wer möchte, wird ihn in seiner Wallet haben, also in einem digitalen Portemonnaie auf dem Handy“. Damit seien auch offline, also ohne Internetverbindung, Zahlungen möglich. „Der digitale Euro wird uns unabhängiger und resilienter machen“, sagte Nagel.


Foto: Joachim Nagel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nato-General: Allianz will an Ostflanke "heiße Zone" einrichten

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Nato will in den kommenden zwei Jahren an der Grenze zu Russland massiv aufrüsten und deutlich mehr Waffen einlagern.

„Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den Nato-Grenzstaaten zu Russland sehen, dazu gehören beispielsweise Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte“, sagte Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando in Izmir (TRK), der „Welt am Sonntag“.

Zudem will die Nato laut Lowin „ein komplexes, mehrschichtiges Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Russland und Weißrussland aufbauen und zur Verteidigung nicht nur konventionelle Truppen einsetzen, sondern durch Hindernisse und den Einsatz von Technik eine roboterisierte oder automatisierte Zone im grenznahen Bereich zum Gegner schaffen, die dieser dann erst einmal überwinden muss“.

Mit Lowin spricht erstmalig ein Nato-General öffentlich über das neue Verteidigungskonzept, das „Eastern Flank Deterrence Line“ (EDFL) genannt wird. Das Konzept soll nach Informationen der „Welt am Sonntag“ möglichst bereits bis Ende 2027 umgesetzt werden. Dabei soll ein System aus Aufklärungssensoren und weitgehend automatisierten und roboterisierten Waffen helfen, russische Streitkräfte in der ersten Phase des Angriffs aufzuhalten, und dabei gleichzeitig die eigenen Soldaten zu schonen. Brigadegeneral Lowin sagte dazu: „Die `Joint Effects Zone` bildet einen klar strukturierten, mehrschichtigen Wirkraum, um feindliche Truppen sofort zu bekämpfen und unter Druck zu setzen. Es ist eine Art heiße Zone.“

Ziel sei es, einen feindlichen Vorstoß zu brechen. „Wir kanalisieren seine Bewegungen, nehmen ihm Tempo, zwingen ihn in nachteilige Lagen und verschleißen ihn Schritt für Schritt. Jede Maßnahme dient dazu, seine Kampfkraft konsequent zu reduzieren – bei gleichzeitiger Sicherung unserer eigenen Truppe und dem Erhalt ihrer vollen Einsatzfähigkeit.“

Laut Lowin ist die neue automatisierte Zone an der Grenze zu Russland und Weißrussland weitgehend menschenleer. Lowin: „Wir sprechen von einem automatisierten Wirkraum, in dem Sensoren und Effektoren nahtlos zusammengreifen. Die Sensoren erfassen den Gegner, melden ihn unverzüglich und setzen nach Vorgabe die angeschlossenen Effektoren in Marsch.“ Dazu gehörten bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, unbemannte roboterisierte Bodensysteme, sowie automatisierte Luft- und Raketenabwehr. Lowin sagte dazu: „Diese miteinander verbundenen Systeme sind darauf ausgelegt, den Feind schnell zu stellen, seine Handlungsmöglichkeiten zu brechen und ihm die Kampfkraft und Initiative zuverlässig zu nehmen.“ In Polen und Rumänien werden bereits erste Elemente dieses Konzepts in Pilotprojekten getestet.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Linke verdoppelt Mitgliederzahl – Basis wird jünger und weiblicher

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke hat 2025 einen sprunghaften Mitgliederzuwachs verzeichnet. Am 31. Dezember 2025 zählte die Partei insgesamt 123.126 Mitglieder, berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe).

Damit hat sich die Mitgliederzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Ende 2024 hatte die Linke noch 58.532 Mitglieder gemeldet, Ende 2023 waren es 50.251 gewesen.

Die Mitgliederstruktur hat sich im vergangenen Jahr deutlich verändert. Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder liegt aktuell bei 38,6 Jahren und ist damit deutlich niedriger als noch 2024, als es bei rund 45 Jahren lag. Laut Parteiangaben ist die Linke damit die Partei mit dem niedrigsten Durchschnittsalter in Deutschland. Der Frauenanteil stieg auf 44,6 Prozent (2024: 40,3 Prozent) und erreichte damit eigenen Angaben zufolge den höchsten Wert in der Parteigeschichte.

Als Gründe für den Mitgliederzuwachs nennt die Partei unter anderem die Sorge vor einem politischen Rechtsruck, soziale Ungleichheit sowie Engagement gegen steigende Mieten. Nach Angaben aus Parteikreisen engagieren sich viele der neuen Mitglieder auch aktiv, etwa bei Haustürgesprächen und Kampagnen zur Wohnungspolitik. Demnach wurden im Bundestagswahlkampf rund 600.000 Haustüren besucht.

„Die Linke ist heute jünger und weiblicher, aber vor allem auch größer als je zuvor“, sagte die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner der Zeitung. „Dieser enorme Zulauf kommt nicht von ungefähr: Zehntausende suchten in diesem Jahr besonders eine politische Heimat, um sich gegen den wachsenden Rechtsruck und die soziale Ungerechtigkeit der Bundesregierung zu wehren. Viele sind nicht nur Mitglied geworden, sondern engagieren sich auch vor Ort bei Haustürgesprächen und in der Mietenkampagne der Linken.“


Foto: Linken-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dänemarks Armeechef drängt auf aktiven Nato-Auftritt in der Arktis

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Kopenhagen (dts Nachrichtenagentur) – Dänemarks Armeechef, General Michael Wiggers, hat von der Nato konkrete Schritte für mehr Sicherheit in der Arktis gefordert. „Wir müssen mit der Nato aktiv in der Arktis auftreten, Operationen durchführen und Übungen abhalten“, sagte Wiggers dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). Grönland solle dabei für gemeinsame Übungen genutzt werden.

Der Generalstabschef forderte ein dauerhaftes Engagement. „Die Sicherheit in der Arktis ist keine TV-Show, die nach zwei Stunden vorbei ist“, sagte er. Es sei eine unaufhörliche Anstrengung und ein langfristiges Engagement nötig, um die Arktis vor wachsenden Bedrohungen zu schützen.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Trump-Drohungen stellte der General klar, dass er „zu keinem Zeitpunkt“ Zweifel hinsichtlich der Sicherheit Grönlands und hinsichtlich der Abschreckung von Russland und China gehabt habe. „Die eigentliche Herausforderung ist nicht der Schutz Grönlands, sondern die Überwachung, denn das Land ist riesig.“ Grönland sei etwa sechsmal so groß wie Deutschland.

Dass 1.000 zusätzliche Soldaten aus Europa die Sicherheit Grönlands erhöhen würden, wies Wiggers zurück. „Es geht nicht um bloße Zahlen“, sagte er. „Um zu überwachen, was in der Arktis geschieht, braucht man keine großen Truppen, sondern modernste Technologie, die Daten sammelt und ein Echtzeit-Lagebild liefert“, so Wiggers. „Wir brauchen neue Überwachungsmittel wie Satellitenprogramme und unbemannte Flugzeuge.“


Foto: Dänisches Kriegsschiff in Grönland am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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