Montag, Januar 26, 2026
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Merz und Meloni vereinbaren engere Sicherheitskooperation

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Rom (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland und Italien haben sich im Rahmen von Regierungskonsultationen auf eine engere Zusammenarbeit verständigt. „Gerade haben wir einen deutsch-italienischen Aktionsplan unterzeichnet, den beide Regierungen gemeinsam ausgearbeitet haben in den letzten Wochen, für mehr Wettbewerbsfähigkeit, für eine neue bilaterale Dynamik in der Verteidigungsindustrie und für eine engagierte Migrationspolitik“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom.

Die beiden Regierungschefs unterzeichneten ein Abkommen, das die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie vertiefen und die militärische Beschaffung harmonisieren soll. Auch bei der inneren Sicherheit werde man zukünftig enger kooperieren. „Unsere Abstimmung in der europäischen Migrationspolitik ist schon heute äußerst eng“, so Merz. „Nur durch diese Zusammenarbeit war es möglich, dass wir auch die Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems in Brüssel durchgesetzt haben.“ Zudem habe man sich auf bilaterales Polizeiabkommen, eine Vereinbarung zur Geheimschutzkooperation und eine Kulturroute, die Goethes Weg durch Italien nachzeichnet, verständigt.

Meloni dankte Merz für seine Entscheidung, sich an einer informellen Arbeitsgruppe „gleichgesinnter Länder“ zum Thema Migration zu beteiligen. Rückführungen und die Verteidigung der EU-Außengrenzen gegen Schleuser seien eine große Herausforderung.

Angesichts der Grönland-Forderungen von US-Präsident Donald Trump lobte der Bundeskanzler die Arktis-Strategie Italiens. „Italien hat eine neue Arktis-Strategie verabschiedet, der wir uns auch im Wesentlichen anschließen können, weil sie von derselben Lage ausgeht wie wir“, erklärte er.

„Dänemark und die Bevölkerung in Grönland können sich auch auf unsere Hilfe und Solidarität verlassen. Auf der Grundlage von Souveränität und territorialer Integrität wollen wir Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA unterstützen“, so der Kanzler. „Im neuen Zeitalter der Großmächte muss Europa fest und souverän zusammenstehen.“

Merz und Meloni forderten die EU-Kommission zudem auf, neue Richtlinien für grenzüberschreitende Fusionen vorzulegen. „Die feste Absicht von uns ist zu ermöglichen, dass wir grenzüberschreitende Fusionen in der Europäischen Union erlauben, die aus diesen Unternehmen dann auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähige Unternehmen machen“, sagte Merz. „Da ist die europäische Fusionskontrolle nach unserer beider festen Überzeugung einfach zu sehr auf einen zu kleinen Markt fokussiert.“ Auch die Kapitalanforderungen für Banken sollen nach dem Willen der beiden Regierungschefs gelockert werden.

Die italienische Ministerpräsidentin kündigte an, beim nächsten EU-Gipfel einen Vorschlag für weniger Bürokratie, eine Stärkung des Binnenmarktes und eine „Wiederankurbelung der Automobilindustrie unter dem Zeichen der Technologienneutralität“ zu unterbreiten. Sie behauptete, dass eine „bestimmte ideologische Ausrichtung“ des Green Deals dazu geführt habe, „dass unsere Industrien in die Knie gegangen sind, ohne dass es letztlich zu einem Mehr an globalem Umweltschutz geführt“ habe.


Foto: Giorgia Meloni und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Forscher warnen vor "KI-Schwärmen"

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Konstanz (dts Nachrichtenagentur) – Forscher warnen vor einer nächsten Generation an Desinformation im Internet durch sogenannte „Künstliche Intelligenz“. Offensichtliche „Copy-and-Paste-Bots“ würden vermutlich ersetzt durch koordinierte Gemeinschaften von „KI-Schwärmen“, so ein internationales Forschungsteam, das seine Erkenntnisse nun in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht hat.

Gemeint seien KI-gesteuerte Flotten, die sich in Echtzeit anpassen, Gruppen infiltrieren und in großem Umfang einen Anschein von gemeinschaftlicher Meinung erwecken können. Ein Chor aus scheinbar unabhängigen Stimmen schaffe die Illusion eines breiten öffentlichen Konsenses, während er in Wirklichkeit Desinformation verbreitet.

Dabei würde es zu einer Verschmelzung von großen Sprachmodellen (LLMs) mit Multiagentensystemen zu „schädlichen KI-Schwärmen“ kommen, die soziale Dynamiken authentisch imitieren – und nach Ansicht der Forscher den demokratischen Diskurs bedrohen, indem sie falsche Tatsachen zementieren und Konsens suggerieren.

Das Forschungsteam zeigt in seiner Analyse auf, dass die zentrale Gefahr nicht nur in falschen Inhalten bestehe, sondern vor allem in einem „künstlichen Konsens“: Der falsche Eindruck, dass „ja jeder das sage“, könne Überzeugungen und Normen beeinflussen, selbst wenn einzelne Behauptungen umstritten sind. Dieser anhaltende Einfluss, so die Forscher, könne tiefgreifende kulturelle Veränderungen bewirken, die über Normenverschiebungen hinausgehen und die Sprache, Symbole und Identität einer Gemeinschaft auf subtile Weise verändern.

„Die Gefahr besteht nicht mehr nur in Fake News, sondern darin, dass die Grundlage des demokratischen Diskurses – unabhängige Stimmen – zusammenbricht, wenn ein einzelner Akteur Tausende von einzigartigen, KI-generierten Profilen kontrollieren kann“, sagte Jonas R. Kunst von der BI Norwegian Business School, einer der Hauptautoren des Science-Artikels.

Darüber hinaus können KI-Schwärme auch die Trainingsdaten von regulärer künstlicher Intelligenz verunreinigen, indem sie das Internet mit gefälschten Behauptungen überfluten. Auf diese Weise könnten sie ihren Einfluss auf etablierte KI-Plattformen ausweiten.

Die Forscher warnen, dass diese Bedrohung nicht nur theoretisch ist: Analysen legten nahe, dass derartige Taktiken bereits angewendet werden.

Die Forscher definieren einen schädlichen KI-Schwarm als eine Gruppe von KI-gesteuerten Akteuren, die dauerhafte Identitäten bewahren und ein Gedächtnis haben, sich auf gemeinsame Ziele koordinieren und dabei Ton und Inhalt variieren. Sie passen sich in Echtzeit an Interaktionen und menschliche Reaktionen an, benötigen nur minimale Aufsicht durch Menschen und können plattformübergreifend eingesetzt werden. Im Vergleich zu früheren Bot-Netzen könnten solche Schwärme schwieriger zu erkennen sein, da sie heterogene, kontextbezogene Inhalte generieren und sich dennoch in koordinierten Mustern bewegen.

„Über die Täuschungen oder die Sicherheit von einzelnen Chatbots hinaus müssen wir neue Gefahren erforschen, die sich aus der Interaktion von vielen KI-Akteuren ergeben“, sagte David Garcia, Professor an der Universität Konstanz, und ebenfalls an der Untersuchung beteiligt.

Statt einzelne Beiträge zu moderieren, plädieren die Forscher für Schutzmaßnahmen, die koordiniertes Verhalten und die Herkunft der Inhalte verfolgen: statistisch unwahrscheinliche Muster von Koordinierung aufdecken, Verifizierungsoptionen unter Wahrung des Datenschutzes anbieten und Hinweise auf KI-Einflussnahme über verteilte Beobachtungszentren weitergeben.

Gleichzeitig sollten Anreize verringert werden, indem die Monetarisierung von gefälschten Interaktionen eingeschränkt und die Rechenschaftspflicht erhöht werden, so die Empfehlung der Forscher.


Foto: Roboter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Banaszak will Frühverrentungen einschränken

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chef Felix Banaszak wirbt für ein höheres Renteneintrittsalter. „Die reale Lebensarbeitszeit muss steigen“, sagte Banaszak dem „Spiegel“. „Dazu gehört mehr Reha und Gesundheitsschutz, aber auch eine Einschränkung von Frühverrentungen – verbunden mit der Möglichkeit, ohne große Abschläge in Rente zu gehen, wenn es wirklich nicht mehr geht“, erläuterte er.

Banaszak verwies auf die steigende Lebenserwartung in Deutschland. „Ist es dann nicht denkbar, einen Teil der gewonnenen Lebenszeit im Erwerbsleben zu verbringen? Darüber sollten wir nachdenken“, sagte er.

Zudem sprach Banaszak sich dafür aus, mehr Menschen in die gesetzliche Rente aufzunehmen, wie etwa „Abgeordnete, neue Beamte, Freiberufler“. Überdies warb der Grünen-Vorsitzende dafür, kleine und mittlere Renten mithilfe von Kapitalerträgen und „im Zweifel“ auch mit zusätzlichen Steuermitteln dauerhaft zu stabilisieren.


Foto: Alte und junge Frau sitzen am Strand, via dts Nachrichtenagentur

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Laschet über europäischen Atomschirm: "Aktuell ist es kein Thema"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, hält eine Diskussion über einen eigenständigen europäischen Atomschirm derzeit für verfrüht.

„Das ist eine sehr komplizierte Frage“, sagte Laschet am Freitag den Sendern RTL und ntv. In Europa gebe es mit Frankreich und Großbritannien zwei Atommächte, die beide ihre eigenen Strategien hätten. Auch sei unklar, ob sie diese Bereitschaft mit anderen teilen würden. „Also perspektivisch kann man über vieles nachdenken. Aktuell ist es kein Thema“, sagte Laschet.

Mit Blick auf Gesprächsangebote aus Frankreich über eine Ausweitung des französischen Atomschirms sagte Laschet: „Sprechen sollte man immer, erst recht mit französischen Präsidenten.“ Wie eine Beteiligung Deutschlands überhaupt aussehen könnte, müsse dann miteinander erörtert werden: „Wer hat die Entscheidungsbefugnis? Wie funktioniert das? Wer trägt die großen Kosten? Denn Nuklearmacht zu sein, bringt Milliardenkosten mit sich. Also da würde ich jetzt nicht in einen schnellen Überschwang fallen, sondern einfach mal abwarten, wie sich solche Gespräche und Ideen weiterentwickeln.“


Foto: Armin Laschet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wachsende Kritik an Reiches Führungsstil im Ministerium

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kritik an der Amtsführung von Katherina Reiche wächst innerhalb und außerhalb des von ihr geführten Bundeswirtschaftsministeriums.

Kritiker beklagen gegenüber dem „Spiegel“ Mikromanagement und fehlende Einbindung von Fachleuten. So kursiere im Ministerium ein Dokument, das minutiös vorschreibe, wie die Reden von Ministerin Katherina Reiche (CDU) vorzubereiten seien.

Die Anweisungen beträfen sowohl die Einordnung der Rede („Was erwarten die Zuhörenden?“) als auch kleinste technische Details – etwa dass die Begrüßung des Publikums „ohne Aufzählungszeichen, linksbündig“ und der Redetext in „ausführlicher Punktation“ aufzuschreiben seien. Klammern seien nur zu benutzen, wenn sie „unverzichtbar“ seien. Alle Dokumente seien in A4-Hochformat, Schriftsatz Arial 16 Punkt, Zeilenabstand 1,5 zu formatieren.

Das Schreiben, über das der „Spiegel“ berichtet, ging unter anderem an das Referat LB4, verantwortlich für „Reden und strategische Kommunikation“. Dort aber gibt es keine Redenschreiber mehr, wie mehrere Insider bestätigen. Die ehemalige Referatsleiterin, eingesetzt von Reiches Amtsvorgänger Robert Habeck (Grüne), sei direkt nach dem Regierungswechsel gegangen. Auch die beiden Redenschreiber, die unter ihr dienten, hätten die Abteilung verlassen. Ob und wann ihre Stellen neu besetzt werden, wollte das Ministerium auf Anfrage nicht verraten.

Das Dokument mit den Formatierungsregeln gelte manchen im Ministerium als Ausdruck von Reiches Hang zum Mikromanagement, der sich auch an anderen Stellen zeige. Anfang Januar soll die Abteilungsleiterin für Industriepolitik ihren Leuten erklärt haben, wie die Mappen für die Ministerin richtig zu packen seien und wie Reiche auf Themen vorbereitet werden müsse, heißt es laut „Spiegel“ aus dem Umfeld des Ministeriums.

Ähnliche Schulungen sollen auch in anderen Abteilungen stattgefunden haben oder geplant sein. Für die EEG-Novelle habe sich Reiche Input von den Chefs großer Energiekonzerne geholt, während ihre Fachabteilung teils parallel mit der Arbeitsebene derselben Konzerne gesprochen habe. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft habe der CDU-Politikerin bei einer Vorstands- und Präsidiumssitzung im Oktober nur vorab eingereichte Fragen stellen dürfen, berichten Beteiligte. Das Ministerium wollte diese Vorgänge nicht kommentieren.

Derzeit liegen mehrere wichtige Gesetzesvorhaben unter Federführung des BMWE hinter dem Zeitplan, darunter der Industriestrompreis und die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes. Auch die Aushandlung einer Kraftwerksstrategie für den Energiesektor zog sich länger hin als geplant.

In der Wirtschaft wächst die Ungeduld. „Von einem Aufbruch ist inzwischen immer weniger zu spüren“, sagte Johannes Gernandt, Chefvolkswirt des Maschinenbauverbands VDMA, dem „Spiegel“. „Es braucht echte Reformen und unbequeme Entscheidungen – jetzt.“ Auch Schleswig-Holsteins Energie- und Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) warnte vor den Folgen von Zögerlichkeit: „Zuletzt hat kein Unternehmen mehr Flächen für neue Windkraftanlagen auf See geboten, weil die Unsicherheiten zu groß sind.“ So sei unklar, mit welchen Finanzierungsbedingungen die Firmen rechnen könnten oder wie die Flächenverteilung künftig aussehen werde. Angesichts der Bedeutung der Offshore-Energie müsste Reiche eigentlich „schnellstens einen Krisengipfel aller Beteiligten einberufen, um den weiteren Ausbau sicherzustellen“, findet Goldschmidt. „Stattdessen geschieht nichts.“


Foto: Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax am Mittag weiter unentschlossen – Warten auf Überraschungen

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Freitag nach einem bereits zurückhaltenden Start in den Handelstag auch bis zum Mittag keine klare Richtung gefunden. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.895 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Marktteilnehmer sind froh, dass die Grönland-Causa nun vom Tisch ist, aber die Frage bleibt offen, welches Thema von den USA als nächstes kommt oder wieder aufgewärmt wird“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow.

Daher bleibe der Grundton für den Handel im Dax positiv, aber vor dem Wochenende hielten sich viele Marktteilnehmer eher zurück. „Zumal auch bald in Deutschland die Berichtssaison beginnen wird und noch die eine oder andere Überraschung erwartet werden kann. Sowohl auf der positiven, wie auf der negativen Seite.“

„Die heute publizierten Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und der EWU fielen insgesamt zufriedenstellend aus und untermauern weiter die These einer möglichen konjunkturellen Erholung. Es bleibt aber noch ein langer Weg, bis das Tal der konjunkturellen Tränen endgültig durchschritten ist. Mit Sicherheit spielen die USA und China dabei wichtige Rollen“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1735 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.921 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 134,81 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 65,09 US-Dollar, das waren 1,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Analyse: Arbeitsbelastung im Dienstleistungssektor bleibt hoch

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Dienstleistungssektor sind Arbeitsstress, Arbeiten trotz Krankheit und atypische Arbeitszeiten weit verbreitet.

Das geht aus einer Analyse des DGB-Index Gute Arbeit hervor, die von der Gewerkschaft Verdi durchgeführt wurde. Fast drei Viertel der Beschäftigten arbeiten auch am Wochenende, abends oder in Schichten. Über die Hälfte der Beschäftigten ist von Arbeitshetze und Zeitdruck betroffen. Nur ein Drittel der Beschäftigten geht nie krank zur Arbeit.

Die Hauptgründe für Teilzeitbeschäftigung sind der Analyse zufolge hohe Arbeitsbelastung und Sorgearbeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Frauen arbeiten auch im Dienstleistungssektor häufiger in Teilzeit als Männer. Vereinbarkeitsschwierigkeiten zwischen Privatleben und Arbeit seien weit verbreitet. Über die Hälfte der Beschäftigten im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen sei oft zu erschöpft, um sich nach der Arbeit um private Angelegenheiten zu kümmern.

Spielräume bei der Arbeitszeitgestaltung wirkten sich positiv auf die Arbeitsfähigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus. Diese Spielräume stünden jedoch nicht allen Beschäftigten zur Verfügung. Verdi fordert, die Gestaltungsspielräume für die Beschäftigten zu erweitern und durch kollektive Regelungen abzusichern.


Foto: Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Laschet: Europa muss auch mit Russland reden

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, begrüßt es, dass sich Vertreter der Ukraine, der USA und Russlands zu Gesprächen über die Beendigung des Ukraine-Kriegs in Abu Dhabi treffen.

„Dass Russen und Ukrainer heute wieder zusammen in den Vereinten Arabischen Emiraten miteinander reden, ist ein gutes Signal. Denn das hat es lange nicht mehr gegeben“, sagte Laschet am Freitag den Sendern RTL und ntv. Viele Gespräche seien gescheitert. Russland habe sich in vielem nicht bewegt. „Aber ich hoffe trotzdem bei jedem dieser Gespräche, dass es erfolgreich ist und dass der Krieg beendet wird.“

Wenn es gelinge, die Sicherheitsgarantien, über die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump auch in Davos gesprochen hätten, so stabil zu machen, dass Selenskyj und die Ukraine einem Frieden zustimmen könnten, sollte man jede Chance nutzen, so Laschet weiter.

Auf die Frage, wie nah ein Frieden in der Ukraine sei, erwiderte der CDU-Außenpolitiker: „Das wissen wir alle nicht. Wir Europäer wissen es ganz besonders nicht, weil wir ja im Gegensatz zu den USA nicht mit Russland reden. Das Verrückte ist ja, dass die Friedenspläne, die im Kanzleramt erarbeitet wurden, mit Selenskyj, mit den Amerikanern und den europäischen Regierungschefs, dass die dann immer durch Herrn Kushner oder Herrn Witkoff nach Moskau getragen werden.“

Europa müsse hier auch selbst wieder aktiv sein, so Laschet. „Wenn Europa so selbstbewusst sein will, wie es dauernd sagt, dann muss es auch mit Russland reden. Das tun wir im Moment nicht, und deshalb sind wir immer nur auf Zweitinformationen von Herrn Witkoff angewiesen.“


Foto: Kreml (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet zurückhaltend – Berichtssaison rückt in den Fokus

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitagmorgen zurückhaltend in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.850 Punkten berechnet, knapp unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Wirft man alle dominanten Faktoren des noch jungen Börsenjahrs 2026 in einen Topf – die Grönland-Angst, die nachlässt, die Zolldrohungen, die zurückgenommen wurden, das Rekordhoch nach der längsten Dax-Gewinnserie in der Geschichte – dann befindet sich der Dax bei rund 24.900 Punkten in einem neutralen Bereich“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Es ist exakt die Mitte zwischen Jahrestief und Rekordhoch. Für einen Anstieg über 24.900 Punkte wollen die Anleger jetzt die Rückversicherung der Unternehmen haben, dass ihre starken Gewinnerwartungen für 2026 realistisch sind. Die nachlassende Grönland-Angst eröffnet Anlegern dabei die Möglichkeit, sich stärker der anstehenden Berichtssaison zu widmen.“

„Dax-Anleger rechnen für das kommende Jahr mit einem Gewinnwachstum der 40 Dax-Konzerne von 15  Prozent – mehr als im S&P 500 Index, der 2026 wohl nur auf ein Plus von etwa 13,5  Prozent kommt. Angesichts milliardenschwerer Infrastruktur- und Rüstungsprogramme der Bundesregierung setzen Anleger auf ein Comeback der deutschen Wirtschaft. Sollten die Unternehmenszahlen diesen Erwartungen jedoch nicht standhalten, könnte der derzeitige Optimismus schnell kippen.“

„Der Goldpreis nähert sich in großen Schritten der 5.000-Dollar-Marke. Bei den Edelmetallen gilt: Dabei sein ist alles – und die Angst, eine historische Rally zu verpassen, dürfte ein zunehmender Kurstreiber hinter den Anstiegen sein. Gold-Anleger werden jedoch auch fast im Tagesrhythmus mit guten Nachrichten versorgt – zuletzt durch die Ankündigung der polnischen Zentralbank, weitere 150 Tonnen Gold kaufen zu wollen. Zentralbanken und Privatanleger bieten bei Gold um die Wette, und das treibt den Preis immer schneller nach oben. 5.000 Dollar im Gold und 100 Dollar im Silber – das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1731 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8524 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.912 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 134,63 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,39 US-Dollar, das waren 33 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Etwas mehr versteuerte Zigaretten im letzten Jahr

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 66,4 Milliarden Zigaretten versteuert.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, waren das 0,2 Prozent oder 0,1 Milliarden Stück mehr als im Jahr 2024. Im langfristigen Vergleich zum Jahr 1991 (146,5 Milliarden) ging der Zigarettenabsatz allerdings um mehr als die Hälfte zurück.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Jahr 2025 bei 795 Zigaretten (1991: 1.831). Die Menge des versteuerten Tabak-Feinschnitts verringerte sich im Vorjahresvergleich um 1,2 Prozent auf 24.864 Tonnen. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos sank im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf 2,1 Milliarden Stück.

Der Absatz von Wasserpfeifentabak belief sich im Jahr 2025 auf 1.162 Tonnen und sank damit um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Inkrafttreten der geänderten Tabaksteuerverordnung zum 1. Juli 2024 sind für Wasserpfeifentabak wieder alle Packungsgrößen zulässig, die zum 1. Juli 2022 eingeführte Packungshöchstmenge von 25 Gramm wurde aufgehoben. Im Unterschied zum Wasserpfeifentabak stieg der Absatz von klassischem Pfeifentabak um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 323 Tonnen.

Die Menge der im Jahr 2025 versteuerten Substitute für Tabakwaren (z. B. Liquids für E-Zigaretten bzw. Verdampfer) betrug 1,5 Millionen Liter. Damit war die abgesetzte Menge an Tabak-Substituten um 18,2 Prozent höher als im Vorjahr, so Destatis.


Foto: Zigarette (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts