Sonntag, Februar 8, 2026
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Bundesregierung vergibt Exportgarantien über 14,5 Milliarden Euro

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bund hat im Jahr 2025 Ausfuhrgeschäfte und Auslandsinvestitionen der deutschen Wirtschaft in Höhe von 14,5 Milliarden Euro mit Exportkredit- und Investitionsgarantien abgesichert. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

Mit den Garantien sichere man die deutsche Wirtschaft gegen politisch und wirtschaftlich bedingte Zahlungsausfälle ab, sie leisteten damit „einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigungssicherung im Mittelstand und bei großen Unternehmen“.

Das größte Deckungsvolumen entfiel dabei auf die Türkei, Polen und Brasilien. Drei Viertel der Deckungen sicherten Geschäfte in Entwicklungs- und Schwellenländern ab. Unter anderem übernahm der Bund Exportkreditgarantien für den Bau zweier Windparks in Polen, eines Elektrostahlwerks in Brasilien, sowie die Lieferung von fünf Umspannwerken zur Basisversorgung der Bevölkerung im Nordirak.

Das Gesamtdeckungsvolumen sank gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent auf 79,1 Milliarden Euro. Die Situation für den deutschen Außenhandel und die deutschen Auslandsinvestoren habe sich 2025 weiter eingetrübt, hieß es aus dem Ministerium. Geopolitische Krisen, handelspolitische Konflikte, eine abnehmende Investitionstätigkeit und ein starker internationaler Wettbewerb hätten deutsche Exporteure und Investoren vor besondere Herausforderungen gestellt.


Foto: Hamburger Hafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lohnungleichheit schrumpft in Deutschland

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Lohnungleichheit in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr verringert. Laut dem „Lohnmonitor“ des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), über den der „Spiegel“ berichtet, stiegen die Bruttostundenlöhne im zweiten Halbjahr 2025 um durchschnittlich 3,9 Prozent auf 25,88 Euro.

Bemerkenswert ist, dass das Lohnwachstum in der Mitte der Einkommensverteilung mit 5,2 Prozent deutlich höher ausfiel als bei den Topverdienern, deren Löhne um 3,7 Prozent zulegten. Besonders stark profitierten Beschäftigte ohne Berufsabschluss mit einem Anstieg auf 18,05 Euro pro Stunde. „Die Löhne sind heute nicht mehr so ungleich verteilt wie noch vor zehn Jahren“, sagte IAB-Ökonom Enzo Weber dem „Spiegel“. Das zeige sich auch im Niedriglohnbereich. Dessen Umfang sei deutlich geschrumpft. Die Datengrundlage der Erhebung ist die OPAL-Befragung des IAB.

Auffällig ist zudem die weitgehende Stagnation der Bruttostundenlöhne von Beschäftigten mit Hochschulabschluss. In den vergangenen zwei Jahren sind sie fast stagniert. Ende 2023 verdienten Akademiker im Schnitt 30,02 Euro pro Stunde, im zweiten Halbjahr 2025 waren es dann 30,92 Euro.

Weber mahnt: „Die Anreize für Ausbildung könnten sinken, wenn man in Helferjobs ohne Qualifikation schon vergleichsweise gutes Geld verdienen kann.“ Bereits 13 Prozent der Erwerbspersonen unter 35 hätten keine abgeschlossene Ausbildung.


Foto: Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

EU-Kommission genehmigt deutsche Beihilfe für saubere Technologien

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU-Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung im Umfang von drei Milliarden Euro genehmigt, um die Fertigungskapazitäten für saubere Technologien zu fördern. Die Regelung werde zum Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft beitragen, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

Diese Maßnahme soll strategische Investitionen unterstützen, die im Einklang mit den Zielen des Deals für eine saubere Industrie stehen und den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft beschleunigen. Die Regelung ermöglicht Investitionen in die Fertigungskapazitäten für Netto-Null-Technologien und deren Schlüsselkomponenten, ausgenommen Kernspaltungsenergietechnik. Beihilfen werden in Form von Zuschüssen, Steuervergünstigungen, Zinszuschüssen oder Garantien gewährt. Unternehmen in ganz Deutschland können bis Ende 2030 von diesen Beihilfen profitieren.

Die Kommission stellte fest, dass die Regelung die Voraussetzungen des CID-Beihilferahmens erfüllt. Die Beihilfen sollen Anreize für die Herstellung sauberer Technologien und die Gewinnung kritischer Rohstoffe bieten. Die Maßnahme sei „erforderlich, geeignet und angemessen“, um den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu fördern und die Entwicklung relevanter Wirtschaftszweige zu unterstützen, hieß es.

„Diese Regelung wird zusätzliche Produktionskapazitäten für saubere Technologien in Deutschland sicherstellen“, sagte EU-Kommissionsvize Teresa Ribera. Der deutsche Staat könne wichtige Investitionen in diesem Sektor unterstützen. „Dies wird dazu beitragen, die Ziele des Deals für eine saubere Industrie zu erreichen und gleichzeitig sicherzustellen, dass potenzielle Wettbewerbsverzerrungen auf ein Minimum beschränkt bleiben.“


Foto: Europäische Kommission (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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AfD unterliegt im Streit um Otto-Wels-Saal im Bundestag

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Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesverfassungsgericht hat den Antrag der AfD-Fraktion im Organstreitverfahren um die Zuteilung des Otto-Wels-Saals im Bundestag verworfen. Das teilten die Karlsruher Richter am Donnerstag mit. Die AfD hatte sich dagegen gewandt, dass der Otto-Wels-Saal der SPD-Fraktion zugeteilt wurde.

Das Gericht stellte fest, dass der AfD-Fraktion kein Recht auf den Otto-Wels-Saal zusteht. Der verfassungsrechtliche Status der Fraktionen umfasse nicht das Recht auf einen bestimmten Fraktionssitzungssaal. Die Ansicht der AfD, sie habe als zweitgrößte Fraktion Anspruch auf den zweitgrößten Saal, sei unbegründet. Die organschaftlichen Rechte des Grundgesetzes garantierten keine „Erfolgsprämien“, sondern sicherten die Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Willensbildung in den Staatsorganen.

Der Ältestenrat des Bundestages habe vertretbar entschieden, der AfD-Fraktion zwei andere Säle zuzuweisen, was nicht gegen das Recht auf Gleichbehandlung verstoße. Eine Zuordnung der Säle in der Reihenfolge der Fraktionsgröße sei nicht erforderlich für eine gleichberechtigte Mitwirkung. Der zugeteilte Saal sei für die Fraktionsgröße der AfD geeignet, und es gebe keine Anhaltspunkte für eine „evident sachwidrige, willkürliche“ Entscheidung (Beschluss vom 27. Januar 2026 – 2 BvE 14/25).


Foto: Fraktionssitzungssaal der SPD (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Krankenhäuser wollen 13.400 Zivi-Stellen schaffen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Krankenhäuser in Deutschland hoffen auf die Wiedereinführung des Zivildienstes. „Für den Fall, dass der Zivildienst wieder eingeführt werden sollte, sind die Krankenhäuser in hohem Maße bereit, Zivildienstleistende zu beschäftigen“, heißt es in einer aktuellen Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI), über die die „Rheinische Post“ berichtet. 93 Prozent der Befragten bezeichneten ihre Bereitschaft hierzu demnach als sehr groß (65 Prozent) oder eher groß (28 Prozent)

Fast alle Häuser, die früher Zivis beschäftigten, wären bereit, wieder ein vergleichbares Stellenangebot zu schaffen: „Hochgerechnet wären dies schätzungsweise 13.400 Zivildienststellen an rund 1.260 Krankenhausstandorten“, heißt es in der Auswertung der Umfrage. „In jeweils 93 Prozent der Krankenhäuser würden sie zur Unterstützung der Pflege sowie für Patientenbegleit-, Hol- und Bringdienste eingesetzt.“ Auch der technische Dienst und der Hauswirtschaftsdienst wurden, wenn auch seltener, als mögliche Einsatzbereiche genannt.

„Der Zivildienst bietet die Chance, jungen Menschen frühzeitig und praxisnah Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten im Krankenhaus zu ermöglichen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass der Zivildienst in vielen Fällen ein Einstieg in spätere Berufe in der Pflege oder im medizinischen Bereich war“, sagte ergänzend Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft, der Zeitung.

Ein Knackpunkt wird die Bezahlung: „Der überwiegende Teil der befragten Häuser kann sich eine Finanzierung analog zum heutigen Bundesfreiwilligendienst vorstellen. Nicht darstellbar ist aber ein Eigenanteil von 30 Prozent an einer möglichen Vergütung von rund 2.600 Euro pro Monat – eine Summe, die derzeit für freiwillig Wehrdienstleistende geplant ist“, warnte Neumeyer. „Eine solche finanzielle Belastung wäre für die Kliniken wirtschaftlich nicht tragbar.“


Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dienstleistungssektor macht etwas weniger Umsatz

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Dienstleistungssektor in Deutschland hat im November 2025 kalender- und saisonbereinigt real 0,4 Prozent und nominal 0,3 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als im Oktober 2025. Verglichen mit dem Vorjahresmonat November 2024 verzeichnete der Umsatz einen Anstieg von real 0,6 Prozent und nominal von 2,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mit.

Den größten realen Umsatzrückgang im November 2025 gegenüber dem Vormonat verzeichneten die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften) mit einem Rückgang von 1,4 Prozent, gefolgt vom Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Minus von 1,3 Prozent. In den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie im Bereich Verkehr und Lagerei waren die Umsätze mit einem Minus von 0,4 Prozent beziehungsweise 0,1 Prozent leicht rückläufig. Im Gegensatz hierzu stiegen die Umsätze im Bereich Information und Kommunikation um 0,1 Prozent.


Foto: Lkw (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg für spätere Rente

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Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, hat sich für längere Arbeitszeiten und einen späteren Renteneintritt ausgesprochen.

Die Deutschen arbeiteten rund 200 Stunden weniger als die Schweizer, sagte Hagel dem „Handelsblatt“ und forderte, Anreize für Mehrarbeit zu schaffen, etwa durch steuer- und sozialabgabenfreie Überstunden. Zugleich mahnte er eine Rentenreform an. „Natürlich werden wir aufgrund der steigenden Lebenserwartung irgendwann bis 70 oder länger arbeiten müssen.“

Der SPD, dem Koalitionspartner der CDU im Bund, warf Hagel vor, die Wirtschaft zu schädigen. „Die Idee der SPD für eine Erhöhung der Erbschaftsteuer ist Gift für den Standort.“ Eine Reform der Erbschaftsteuer könne es nur mit einer „Regionalisierung“ geben. Damit meint Hagel, dass die Länder den Steuersatz selbst festlegen können. „Das würde es uns erlauben, auf die Belange unserer Mittelständler Rücksicht zu nehmen, und würde den föderalen Wettbewerb zwischen den deutschen Ländern beleben.“

Durch die anhaltende Konjunkturkrise sieht der CDU-Politiker die deutsche Wirtschaft in ihrem Kern bedroht. „Wir erleben eine schleichende Deindustrialisierung“, sagte Hagel vier Wochen vor der Landtagswahl. Er wolle verhindern, „dass wir das Detroit Europas werden“ – eine Anspielung auf den Niedergang der Heimatstadt der US-Autoindustrie. Um die deutsche Industrie vor den „Kampfpreisen“ der chinesischen Konkurrenz zu schützen, seien politische Gegenmaßnahmen nötig. „Das umfasst auch eigene europäische Zölle.“


Foto: Manuel Hagel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Juso-Chef fordert SPD zu "Klassenkampf" auf

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor der Klausurtagung der SPD-Spitze fordert der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer seine Partei zu einer härteren Gangart auf. Die SPD müsse den „Klassenkampf führen und gewinnen“, schreibt Türmer in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ (Donnerstagsausgabe).

„Kapitalerträge tragen nichts zu unserem Sozialsystem und wenig zum allgemeinen Steuertopf bei. Die pauschale Versteuerung mit 25 Prozent liegt deutlich unter der Belastung mittlerer Arbeitseinkommen“, schreibt der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation. „Konzerne verschieben ihre Gewinne, bis nichts mehr zum Versteuern übrigbleibt, während der Handwerker nebenan brav Körperschaftsteuer zahlt.“ Die 25-prozentige Kapitalertragsteuer war unter dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eingeführt worden.

Türmer sagte außerdem „leistungslosen Erben“ den Kampf an. „Kaum versteuerte Gewinne, die zu großen Vermögen angewachsen sind, werden beim leistungslosen Erben marginal oder gar nicht besteuert“, schreibt er in seinem Gastbeitrag: „Während Arbeitnehmer durch Abgaben und Verbrauchssteuern mehrfach zahlen, werden superreiche Erben nur belastet, wenn der Steuerberater einen Fehler macht.“ Nirgends sei der Konflikt zwischen Arbeit und Kapital greifbarer. „Auch die SPD hat Verteilungskonflikte zu lange ignoriert, während Kulturkämpfe abseits der Lebensrealität vieler Menschen die Debatte bestimmten“, schreibt der Sozialdemokrat Türmer.

Derzeit verschiebe sich der Fokus „jetzt wieder zur Verteilung“, schreibt Tümer: „Das ist gut.“ Für die SPD ergebe sich die Chance, ihren Auftrag zu erneuern und entschieden die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.

Türmer warf dem Koalitionspartner CDU/CSU vor, einen „Klassenkampf“ zu führen. „Der Klassenkampf ist längst da. Er wird betrieben von einer Union, die zwar gelegentlich von Sozialpartnerschaft redet, tatsächlich aber keinen Interessenausgleich sucht“, schreibt er. Die Union wolle „die Interessen einer kleinen Gruppe von Arbeitgebern gegen 46 Millionen Beschäftigte durchsetzen“. Er fügte hinzu: „Der Klassenkampf ist längst da. Jetzt muss die SPD ihn mit führen und gewinnen. Eine SPD, die sich wieder traut, an der Spitze dieses Kampfes zu stehen, ist eine Sozialdemokratie mit Zukunft.“


Foto: Philipp Türmer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Geheimdienste und Cyberdome: Behrens bei Dobrindt-Plänen skeptisch

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Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sieht die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Sachen Cyberdome und Nachrichtendienste kritisch.

Dem „Tagesspiegel“ sagte Behrens: „Ich weiß ehrlich gesagt bis heute noch gar nicht so genau, was mit dem Cyberdome überhaupt gemeint ist.“ Die Ministerin fügte hinzu: „Ich bin gespannt darauf, wann uns in den Ländern das Konzept einmal vorgestellt wird.“ Niedersachsen habe gerade einen landesweiten Cyber-Schutzschirm für 30 Millionen Euro gespannt, um die öffentliche Verwaltung zu schützen.

Behrens bot an: „Natürlich bringe ich mich gerne auch in einen bundesweiten Ansatz ein, wenn er für Niedersachsen sinnvoll ist.“ In dem Zusammenhang halte sie eine Stärkung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik „für ausgesprochen sinnvoll“.

Auch in Sachen Verfassungsschutz zeigte sich die Ministerin kritisch. „Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben den Verfassungsschutz als Frühwarnsystem für die Demokratie konzipiert“, betonte Behrens. „Er soll Nachrichten sammeln, Extremistinnen und Extremisten beobachten und Gefährdungen einschätzen.“ In Niedersachsen habe man den Landesverfassungsschutz reformiert und Möglichkeiten für Ermittlungen verbessert. „Ziel ist aber nicht, dass ein Nachrichtendienst selbst aktiv wird, um gegen andere Dienste zu arbeiten.“ Behrens sagte: „Ich bin gespannt, was der Bundesinnenminister als Verfassungsschutznovelle vorlegt. Bislang liegt uns auch dazu nichts Konkretes vor.“


Foto: Alexander Dobrindt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Autofahrer standen länger – trotz weniger Staus

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München (dts Nachrichtenagentur) – Die Stausituation auf Deutschlands Autobahnen hat sich im Jahr 2025 weiter verschärft. Zwar sank die Zahl der registrierten Staus von 516.000 im Jahr 2024 auf rund 496.000 in 2025, die Staustunden stiegen jedoch um rund sieben Prozent an, teilte der ADAC am Donnerstag mit.

Insgesamt waren es 478.000 Stunden nach 448.000 im Vorjahr. Die Gesamtlänge der Staus lag mit 866.000 Kilometern leicht über dem Vorjahreswert von 859.000 Kilometern. Bundesweit entfielen die meisten Staustunden erwartungsgemäß auch auf das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 35 Prozent, gefolgt von Bayern mit 13 Prozent und Baden-Württemberg mit 10 Prozent.

Die höchsten prozentualen Zuwächse wurden in Hamburg und Schleswig-Holstein (jeweils rund 30 Prozent mehr als 2024) sowie in Rheinland-Pfalz (plus 19 Prozent) verzeichnet.

Während es im Januar mit rund 25.500 Staustunden relativ ruhig blieb, verdoppelte sich die Zahl im Juli auf knapp 50.000 Stunden. Damit war der Juli der staureichste Monat des Jahres, gefolgt vom Oktober mit knapp 49.000 Staustunden.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Staukilometern. So wurden im Januar infolge eines Wintereinbruchs rund 65.000 Staukilometer registriert, von April bis November waren es durchgehend mehr als 75.000 Kilometer. Die Monate mit Spitzenwerten waren Juli mit 87.000 und Oktober mit 85.000 Staukilometern.

Wie in den Vorjahren zeigte sich im Wochenverlauf das bekannte Muster: Mittwoch und Donnerstag waren auch 2025 die Tage mit den meisten Staustunden. An Montagen waren es deutlich weniger, ebenso freitags. Am geringsten war das Stauaufkommen im Schnitt an den Wochenenden.

Besonders staureiche Tage waren wegen eines Wintereinbruchs der 9. Januar mit einer Gesamtstaulänge von 6.300 Kilometern, der 28. Mai (Tag vor Christi Himmelfahrt, 5.700 km Stau) und der 2. Oktober (Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit, 4.900 km Stau).

Der ADAC erwartet für das Jahr 2026 eine moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens, die voraussichtlich auch zu mehr Staus führen wird. Auch die dringend erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen zur Modernisierung hunderter maroder Autobahnbrücken würden zusätzliche Verkehrsbehinderungen verursachen. Gleichzeitig seien sie jedoch „alternativlos, um das Autobahnnetz zukunftsfit zu machen“, wie es hieß.


Foto: Staugefahr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts