Samstag, November 29, 2025
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GetYourGuide enthüllt Hidden Trends 2026

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GetYourGuide: Reisetrends 2026 zeigen neue Erlebnisse Bildcredit: GetYourGuide

Warum Birdwatching das neue Yoga ist und Kaffee wichtiger als Nachtleben wird

Ergebnisse einer internationalen Umfrage zeigen, worauf Reisende 2026 richtig Lust haben

Reisende verabschieden sich 2026 von klassischen Sightseeing-Listen. Erlebnisse bilden stattdessen das Fundament des Reisens. Das zeigt die erste globale Analyse „Hidden Trends 2026“ von GetYourGuide, basierend auf Daten von Millionen realer Reisender und einer internationalen Umfrage in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA. Ob Vogelbeobachtung in Vietnam, Espresso-Workshops in Rom oder Sonnenaufgangstouren in Marrakesch: 2026 wird das Jahr des neugiergetriebenen Reisens.

„Reisen bedeutet heute, echte Verbindungen zu erleben, nicht nur Sehenswürdigkeiten abzuhaken“, sagte Jean-Gabriel Duveau, VP Brand bei GetYourGuide. „Unsere Analyse hat gezeigt, dass Reisende Aktivitäten wählen, die sie herausfordern und verändern. Reisen wird persönlicher, bewusster und sinnlicher.“ Die folgenden sechs Hidden Trends sind die zentralen Ergebnisse dieser umfassenden Untersuchung und zeigen, wie dieser Wandel das Reiseverhalten 2026 konkret prägt.

1. Die Vogel-Freaks – Birdwatching hebt ab

Was früher als Hobby für Naturkundler galt, wird 2026 zum globalen Phänomen: 54 % der Reisenden wollen bei ihrem nächsten Trip Vögel beobachten. Fast die Hälfte der Befragten (45 %) findet, Birdwatching sei „wieder cool“. Angetrieben wird der Trend von Netflix-Serien wie The Residence und der boomenden Social-Media-Community #birdtok, wo Millionen Clips zeigen, wie beruhigend es sein kann, einfach nur zu schauen und zu lauschen.
In Deutschland zeigt sich Birdwatching vor allem als Gegenbewegung zum Dauerrauschen des Alltags: 38 % empfinden es als wohltuend beruhigend, 29 % nennen „den Wunsch abzuschalten“ als Hauptmotivation.

2. Die Espressionisten – Kaffee statt Kater

Immer mehr Reisende tauschen Clubs gegen Cold Brews. 2026 ersetzt die Kaffeekultur zunehmend das Nachtleben.
Ein Drittel der Reisenden (33 %) bewertet die Kaffeeszene eines Reiseziels wichtiger als dessen Nachtleben, ein Viertel der Millennials (25 %) würde sogar gezielt wegen der Kaffee-Kultur verreisen.
GetYourGuide verzeichnet 60 % mehr Buchungen für Kaffee-Touren – von kenianischen Farmbesuchen bis zu Espresso-Verkostungen in Rom.
In Deutschland sagen 73 %, dass sie bei der nächsten Reise ein Kaffee-Erlebnis wie einen Barista-Workshop oder eine Rösterei-Tour einplanen würden.

3. Die Tourtreuen – Stadtführungen erleben ein Revival

Lange belächelt, jetzt zurück: Stadtführungen feiern 2026 ihr Comeback.
65 % der Reisenden weltweit und 60 % der Deutschen finden, dass Walking Tours „wieder angesagt“ sind.
Besonders Millennials (71 %) lieben die Mischung aus Kultur, Storytelling und Insiderwissen.
GetYourGuide verzeichnet Rekordzahlen bei kreativen Touren: von einer London-Tour durch die Augen ehemaliger Obdachloser bis hin zu einer Spionage-Führung durchs geteilte Berlin.
Hauptmotive: „geheime Orte entdecken“ und „Spaß und Kultur verbinden“.

4. Die Wanderkulinariker – Reisen, um zu essen

2026 ist Essen Reisegrund Nr. 1.
68 % der Reisenden weltweit und ganze 92 % der Deutschen essen im Urlaub mehr als zu Hause – 12 % sogar fünf Mahlzeiten am Tag!
Food-Touren legen bei GetYourGuide um 23 % zu.
Beliebte Beispiele: Obi’s African & Caribbean Food Tour in London oder Schokoladen- und Gebäckführungen in Paris.
„Essen ist kein Nebenthema mehr, es ist der Hauptgrund zu reisen“, sagt Obi – viele Gäste kommen „nur für Brixtons beste Patties“.

5. Die Frühansteher – Magische Momente statt Ausschlafen

Der frühe Start wird Trend: 54 % stehen im Urlaub früh auf, um besondere Momente einzufangen.
In Deutschland sogar 76 %, um Menschenmassen zu vermeiden.
Tickets für Morgentouren stiegen 2025 um 44 %.
Beliebte Highlights: Heißluftballonfahrten über Marrakesch oder die Beleuchtungszeremonie im Vatikan.

6. Die Skill-Sammler – Lernen statt Liegen

2026 ist das Jahr des Lernens:
31 % der Gen Z wollen lieber eine neue Fähigkeit statt Souvenirs.
76 % sagen, Lernen im Urlaub sei „attraktiver denn je“.
Buchungen für Workshops steigen um 54 %.
Top-Angebote reichen von Bagel-Backkursen in New York bis zum Schmieden eines Samurai-Messers in Japan.

2026: Das Jahr des Neugiergetriebenen Reisens

2026 wird ein Jahr, in dem Neugier die Hauptwährung des Reisens wird. Menschen planen ihren Urlaub um Erlebnisse, nicht um To-see-Listen. Sie wollen fühlen, lernen, schmecken, beobachten – und dadurch intensiver reisen.

Hinweise zur Studie und zur Stichprobe

Die Analyse „Hidden Trends 2026“ basiert auf Umfrage- und Plattformdaten aus vier Ländern (DE, FR, UK, USA). Insgesamt wurden 4.000 Reisende zwischen dem 6. und 7. Oktober 2025 befragt.
Ticketkäufe sowie 10.000 globale Suchanfragen wurden ebenfalls analysiert, um ein vollständiges Bild der kommenden Reisetrends zu liefern.

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Bildcredit: GetYourGuide

Quelle Christine Veauthier Freelance PR Managerin für GetYourGuide

Auch Fritz-Kola verlässt Verband "Die Familienunternehmer"

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Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Debatte um den Umgang mit der AfD verlässt das nächste Unternehmen den Verband „Die Familienunternehmer“. Der Getränkehersteller Fritz-Kola bestätigt den Sendern RTL und ntv, dass das Unternehmen seine Mitgliedschaft beendet habe.

„Die Entscheidung der Verbandsführung, die bisherige Distanz gegenüber der AfD aufzugeben, steht nicht im Einklang mit den Grundsätzen, die Fritz-Kola als Unternehmen vertritt“, schreibt das Unternehmen. „Eine offene, demokratische Gesellschaft bildet für uns die Grundlage wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns.“

Mehrere Politiker legen zudem nach den Austritten von Rossmann und Vorwerk weiteren Firmen nahe, ihre Mitgliedschaft zu beenden. „Ich kann jedes Unternehmen verstehen, das diesen schädlichen Kurs der Verbandsspitze nicht mehr mitträgt und die Konsequenzen zieht“, sagte der Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD) dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Die Politik der AfD stehe „im krassen Widerspruch“ zu den Werten des deutschen Mittelstands. „Warum ein Wirtschaftsverband diese Partei hofiert, und dadurch normalisiert, ist absolut unverständlich.“

Auch der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sieht für Unternehmen kaum Spielraum, noch Mitglied zu bleiben. Die Unternehmen machten sich „unglaubwürdig, wenn sie in dem Verband bleiben“, sagte er der Zeitung. „Denn gerade die AfD steht gegen alles, was wirtschaftliche Stärke sichert: Das Bekenntnis zu Freiheit und zur EU, zum Euro und zur regelbasierten Ordnung.“

Unterstützung kommt zudem vom Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke. „Ich finde die Reaktion von Rossmann und Vorwerk angemessen und konsequent, und man kann nur hoffen, dass weitere Mitgliedsunternehmen ihre Haltung deutlich machen“, sagte er dem „Handelsblatt“. Letztlich schade das Programm der AfD der mittelständischen und exportorientierten Wirtschaft massiv, sagte Radtke weiter. „Warum ein aufrechter Unternehmer offen sein kann für einen Cocktail aus Protektionismus, Hetze, Spaltung und einer Rückkehr zur D-Mark will nicht in meinen Kopf.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner erinnerte daran, dass auch Unternehmen Verantwortung für die Demokratie in Deutschland hätten. „Deshalb sollte der Verband seine Pflicht tun“, sagte er. „Andernfalls sollten die Verbandsmitglieder ihre Mitgliedschaft kündigen“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Ähnlich äußerte sich die Grünen-Politikerin Irene Mihalic. Sie könne sehr gut nachvollziehen, dass sich Unternehmen vom Verband der Familienunternehmer „nicht mehr vertreten fühlen, wenn dessen Präsidentin mal eben eine rechtsextreme Partei zum Ansprechpartner erklärt“, sagte sie dem „Handelsblatt“. „Ich bin mir sicher, dass sich dieser Sichtweise noch weitere Unternehmen anschließen werden, denn die Mehrheit in der Wirtschaft ist sich bewusst, dass die Einbeziehung der rechtsextremen AfD keine Geschmacksfrage ist.“


Foto: fritz-kola (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Brantner erwartet Parteitagspositionierung zur Wehrpflicht

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Franziska Brantner erwartet beim anstehenden Bundesparteitag eine Positionierung der Grünen bei der Frage zur Wehrpflicht.

„Wir werden auf jeden Fall eine Antwort finden, wir werden auf jeden Fall entscheiden“, sagte sie den Sendern RTL und ntv. Sie sei überzeugt, dass die Partei eine gute Debatte darüber führen werde, wie in Deutschland alle Menschen bei der Frage der Wehrhaftigkeit beteiligt werden können. „Sodass wir sicherstellen, dass unser Land auch in Krisenzeiten gut dasteht, dass wir auch wehrhaft sind, wenn es darauf ankommt. Das ist ja in diesen Krisenzeiten nötig“, so Brantner.

Mit Blick auf den „Trump-Putin-Pakt“, der laut der Grünen-Chefin die Unterwerfung und Kapitulation der Ukraine und am Ende weniger Sicherheit für Europa bedeute, müsse man sich Gedanken machen, wie Deutschland seinen Beitrag für Sicherheit leisten könne. „Ich bin sicher, dass wir einen guten Weg dafür auf diesem Parteitag beschließen.“


Foto: Bundeswehrsoldaten fahren Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mitarbeiterzufriedenheit bei Commerzbank steigt

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Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Beschäftigten der Commerzbank sind trotz des Übernahmekampfes mit dem italienischen Konkurrenten Unicredit zufriedener.

Das zeigen die Ergebnisse einer Mitarbeiterumfrage, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Bei einer vom 21. Oktober bis 4. November erhobenen Umfrage erreichte die Bank beim sogenannten „Employee Engagement Index“ einen Wert von 76 Punkten. Das sind ein Punkt mehr als bei der letzten Befragung im November 2024 und sechs Punkte mehr als bei der vorletzten Erhebung im Februar 2024.

Auf einer Skala von null bis 100 wird ein Wert ab 70 als gut angesehen. In diesem Jahr liegt die Commerzbank erstmals knapp über der durchschnittlichen Mitarbeiterzufriedenheit in einer Vergleichsgruppe von führenden deutschen Konzernen, die bei 75 Punkten liegt. Personalvorständin Sabine Mlnarsky führt die gute Stimmung vor allem auf die neue Strategie des Geldhauses zurück, bei der erstmals seit vielen Jahren nicht die Restrukturierung des Instituts im Vordergrund steht, sondern Wachstum. Das motiviere die Kollegen ungemein, besonders im Vertrieb, sagte Mlnarsky dem „Handelsblatt“.

Der Übernahmekampf mit Unicredit wirkt sich laut Mlnarsky bisher nicht negativ auf die Belegschaft aus. „Nur ein kleiner Teil der Bank beschäftigt sich konkret mit diesem Thema. Die große Mehrheit der Mitarbeitenden informieren wir über die Situation mit unserem Aktionär Unicredit transparent, aber sie beschäftigt sich damit nicht in ihrem Alltag.“ Die Zahl der Bewerbungen steige sogar. „Im vergangenen Jahr hatten wir über 100.000 Bewerbungen“, so Mlnarsky. „Zudem haben wir in Deutschland so gut wie keine Fluktuation.“


Foto: Commerzbank-Tower (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Moderna sieht sich auf dem Weg der Besserung

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Cambridge (dts Nachrichtenagentur) – Der Pharmakonzern Moderna sieht sich nach einer schwierigen Zeit auf dem Weg der Besserung. „Wir haben die Wende geschafft“, sagte der Vorstandschef des US-Impfstoffherstellers, Stéphane Bancel, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Bancel fügte hinzu: „Die vergangenen zwei Jahre waren nicht lustig. Aber dafür werden die nächsten drei Jahre sehr lustig.“

Im kommenden Jahr erwartet der Biontech-Konkurrent das erste Umsatzwachstum seit dem Jahr 2022. Moderna war mit seinen Impfstoffen einer der größten Gewinner der Corona-Pandemie, ist aber seither in einer nüchterneren Realität angekommen. Der Umsatz ist dramatisch gefallen, und derzeit weist Moderna einen Verlust aus.

Bancel sprach auch über die impfskeptische Politik unter US-Präsident Donald Trump und seinem Gesundheitsminister: „Das sorgt für Unsicherheit. Es verändert, wie die Menschen Impfstoffe wahrnehmen, und das hat nicht nur Auswirkungen auf uns, sondern auch auf andere Hersteller wie Pfizer, Biontech oder Sanofi.“ Mit Blick auf einige tödliche Fälle von Masern in den USA in diesem Jahr fügte er hinzu: „Es ist traurig, dass das besonders Impfungen für Kinder betrifft.“


Foto: Impfampulle von Moderna (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Einzelhändler erwarten schlechtes Weihnachtsgeschäft

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München (dts Nachrichtenagentur) – Die Einzelhändler in Deutschland blicken pessimistisch auf das anstehende Weihnachtsgeschäft. Rund jedes vierte Unternehmen rechnet mit einem schlechten Verlauf, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts ergab.

„Die Erwartungen der Einzelhändler sind gedämpft. Viele Händler gehen ohne große Hoffnung in die wichtigste Verkaufsphase des Jahres“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Knapp die Hälfte rechnet mit einem durchschnittlichen Geschäft. Nur etwa zehn Prozent der Einzelhändler hoffen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft.

Die Erwartungen fallen düsterer aus als im Vergleich zum Vorjahr: 42,2 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einem schlechteren Jahresendspurt als 2024, 35 Prozent planen mit unveränderten Umsätzen. Lediglich sieben Prozent erwarten eine Verbesserung zum Vorjahr. Ein Blick auf die einzelnen Segmente zeigt ein durchweg trübes Bild – mit einer Ausnahme: Im Bucheinzelhandel überwiegen die optimistischen Stimmen. Die Händler von Spielwaren sind dagegen besonders pessimistisch – sonst ein starker Bereich im vorweihnachtlichen Handel. Hier erwartet rund jeder zweite Händler ein schlechteres Ergebnis.


Foto: Weihnachtsmänner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump spricht nach Schüssen auf Nationalgardisten von Terrorakt

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat die Schüsse auf Nationalgardisten in Washington als Terrorakt verurteilt. „Dieser abscheuliche Angriff war ein Akt des Bösen, ein Akt des Hasses und ein Akt des Terrors“, sagte der Präsident vor Journalisten.

Der Vorfall, bei dem zwei Mitglieder der Nationalgarde angeschossen wurden, hatte sich am Mittwoch in der Nähe des Weißen Hauses an der Farragut Metro Station ereignet. Das Weiße Haus hatte umgehend die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Mit Blick auf den Zustand der Opfer gab es zunächst einige Verwirrung. Der Gouverneur von West Virginia, Patrick Morrisey, hatte zunächst mitgeteilt, dass die beiden Soldaten tot seien – später hieß es, sie seien in einem „kritischen Zustand“.

Der Schütze, ein 29-jähriger afghanischer Staatsbürger, soll festgenommen worden und ebenfalls schwer verletzt sein. Die Behörden gehen von einem gezielten Angriff aus. Der Mann war im September 2021 in die USA gekommen, nachdem er zehn Jahre lang in der afghanischen Armee gedient hatte, darunter auch an der Seite von US-Spezialkräften.

Trump forderte als Reaktion eine Überprüfung aller Afghanen, die während der Biden-Administration in die USA eingereist sind. Das US-Heimatschutzministerium bestätigte, dass der Täter im Rahmen der Operation „Allies Welcome“ in die USA kam, einem Programm zur Unterstützung gefährdeter Afghanen. Die US-Einwanderungsbehörde hat die Bearbeitung von Anträgen afghanischer Staatsbürger vorerst gestoppt.


Foto: US-Polizei in Washington D.C. (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Banaszak fordert von Grünen mehr Profil und verteidigt sich

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Bundesparteitag in Hannover fordert Grünen-Chef Felix Banaszak von seiner Partei ein schärferes Profil. „Wir haben in den letzten Jahren alle Aufmerksamkeit auf zwei Figuren – auf Robert Habeck und Annalena Baerbock – fokussiert“, sagte er dem Magazin „Politico“. „Jetzt ist es unsere Aufgabe, Profil zu entwickeln.“

Auf dem Parteitag wollen sich die Grünen auch mit ihrer Position zur Wehrpflicht befassen. „Meine persönliche Haltung ist, es ist richtig, jetzt alles dafür zu tun, dass die Bundeswehr genug Leute bekommt“, sagte Banaszak. „Wenn wir uns verteidigungsfähig halten wollen, machen wir das nicht nur mit Material, sondern auch mit Personal.“

In dem von der Bundesregierung vorgeschlagenen Losverfahren sieht er allerdings ein schlechtes Signal an junge Menschen. Banaszak wehrt sich gegen Kritik, selbst in der öffentlichen Wahrnehmung nicht präsent genug zu sein. „Ich glaube, ich habe in den letzten Wochen ein paar Akzente gesetzt“. Die Partei wisse, wofür er stehe: „Ich stehe für eine konsequent sozial gerechte, ökologische Politik und dafür, dass wir uns die Debatte zumuten, die in der Gesellschaft geführt wird.“


Foto: Felix Banaszak (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mehrheit rechnet mit vorzeitigem Scheitern der Bundesregierung

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der großen Spannungen in der Bundesregierung geht die Mehrheit der Bundesbürger davon aus, dass das Bündnis vorzeitig zerbrechen wird. Das meldet die „Bild“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts Insa.

Demnach antworteten 54 Prozent der Befragten auf die Frage, ob die Bundesregierung bis zum regulären Ende der Legislaturperiode 2029 hält, mit „Nein“. Dagegen rechnen 29 Prozent damit, dass die Regierung hält. 17 Prozent konnten oder wollten die Frage nicht beantworten.

Gefragt nach der Parteizugehörigkeit erwarten mehrheitlich nur die Unionswähler, dass die Regierung bis zum regulären Ende hält, schreibt „Bild“ weiter. Demnach sagen 54 Prozent, dass das schwarz-rote Bündnis bis 2029 bestehen bleibt. Dagegen erwarten 35 Prozent das vorzeitige Scheitern.

Anders sieht es bei den SPD-Wählern aus, von denen 43 Prozent mit dem vorzeitigen Aus rechnen. 39 Prozent gehen davon aus, dass das Bündnis bis zur regulären Wahl 2029 bestehen bleibt.

Besonders skeptisch sind die Wähler der AfD. Unter ihnen erwarten 78 Prozent einen vorzeitigen Koalitionsbruch, 13 Prozent verneinen das. Von den Grünen-Wählern erwarten 45 Prozent ein vorzeitiges Aus, 36 Prozent nicht. Unter den Linken-Wählern rechnen 55 Prozent mit einem vorzeitigen Bruch, 27 Prozent nicht.

Für „Bild“ hatte Insa vom 21. bis 24. November 2025 insgesamt 1.004 Wahlberechtigte befragt.


Foto: Lars Klingbeil und Friedrich Merz am 23.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Verdi-Chef kritisiert Familienunternehmer und macht Nazi-Vergleich

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat den Unternehmerverband „Die Familienunternehmer“ scharf für ihren Umgang mit der AfD kritisiert. Der Verband unter ihrer Präsidentin Marie-Christine Ostermann falle „schon seit geraumer Zeit durch immer radikaler werdende Positionen auf“, sagte Werneke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Nun droht der Verband endgültig nach rechts abzudriften.“

Der Verdi-Chef zog dabei einen historischen Vergleich: „Die Geschichte mahnt, wie wichtig eine klare Abgrenzung der Wirtschaft gegenüber Rechtsextremen ist. Das Geheimtreffen von Adolf Hitler mit Industrievertretern am 20. Februar 1933 zur Unterstützung der NSDAP war ein Markstein auf dem Weg zum Ende der Demokratie. Also: Wehret den Anfängen!“

Der Verband der Familienunternehmer hatte im Oktober zu einem „Parlamentarischen Abend“ erstmals Vertreter der AfD eingeladen und damit nun eine Debatte ausgelöst. „Irritierend“ nannte Werneke manche Äußerungen und forderte die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände auf, sich zu positionieren. Die AfD sei „zutiefst antidemokratisch, ihre Politik gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland und den Zusammenhalt in Europa“, sagte Werneke.

Anja Piel, Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), lehnte gegenüber den Funke-Zeitungen ebenfalls jegliche Interaktion mit der AfD ab. „Wer glaubt, damit demokratische Parteien wirtschaftspolitisch unter Druck setzen zu können, spielt mit dem Feuer und ignoriert die Lehren aus der Geschichte. Das Einreißen der Brandmauer nach rechts gefährdet nicht nur unsere Demokratie, sondern das Ansehen und die Anschlussfähigkeit Deutschlands mit unkalkulierbaren Risiken auch für den Wirtschaftsstandort“, sagte Piel. Die Gewerkschafterin warnte davor, dass Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht mehr arbeitsfähig seien, sollte die AfD Deutschland abschotten. „Wir fordern deshalb die im Verband organisierten Unternehmen auf, unmissverständlich Stellung für die Brandmauer zu beziehen. Für die Verteidigung der Demokratie braucht es statt Gesprächen mit Verfassungs- und Demokratiefeinden klare Kante“, sagte Piel.

Der DGB erwarte ein geschlossenes Bekenntnis zur Demokratie: „Unternehmerfamilien stehen in einer besonderen historischen Verantwortung, auch deshalb, weil Verstrickungen deutscher Unternehmen mit den Nationalsozialisten Jahrzehnte der historischen Aufarbeitung des Unrechts gekostet haben.“


Foto: Demo des Unternehmerverbandes „Die Familienunternehmer“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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