Dienstag, Januar 20, 2026
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EU weist Trumps neue Zoll-Drohung im Grönland-Streit zurück

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Asunción/Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um Grönland hat die EU die neue Drohung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen. „Territoriale Integrität und Souveränität sind Grundprinzipien des Völkerrechts“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa. „Sie sind für Europa und die internationale Gemeinschaft insgesamt von wesentlicher Bedeutung.“

Die EU habe immer wieder das gemeinsame transatlantische Interesse an Frieden und Sicherheit in der Arktis unterstrichen, auch durch die Nato. „Die vorab koordinierte dänische Übung, die mit Verbündeten durchgeführt wird, entspricht der Notwendigkeit, die Sicherheit in der Arktis zu stärken, und stellt für niemanden eine Bedrohung dar“, so von der Leyen und Costa weiter. „Die EU steht in voller Solidarität mit Dänemark und dem grönländischen Volk.“

Dialog bleibe nun von entscheidender Bedeutung. „Und wir sind entschlossen, auf dem Prozess aufzubauen, der bereits letzte Woche zwischen dem Königreich Dänemark und den USA begonnen hat.“ Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine „gefährliche Abwärtsspirale“ riskieren. „Europa bleibt vereint, koordiniert und verpflichtet, seine Souveränität zu wahren“, schließen die beiden EU-Spitzen ihre gemeinsame Erklärung.

Die deutsche Bundesregierung hatte zuvor schon eine Reaktion auf die neuen Zoll-Drohungen aus Washington angedeutet, war dabei aber noch zurückhaltender geblieben. „Die Bundesregierung hat die Äußerungen des US-Präsidenten zur Kenntnis genommen“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Samstagabend. Man befinde sich „in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern“. Man werde gemeinsam „zur gegebenen Zeit über geeignete Reaktionen entscheiden.“

Trump will ab dem 1. Februar für alle Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland einen Zoll von 10 Prozent erheben. Am 1. Juni soll sich der Tarif dann sogar auf 25 Prozent erhöhen. „Dieser Zoll ist so lange fällig und zu entrichten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt ist“, sagte Trump am Samstag.

Generell gelten Zölle auf nur einzelne EU-Staaten, wie Trump es angedroht hat, als relativ schwierig durchzusetzen. In der EU herrscht Warenverkehrsfreiheit, theoretisch können Produkte also relativ leicht zunächst in anderen Länder verbracht und von dort dann ins Ausland, beispielsweise in die USA, exportiert werden.


Foto: EU-Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1. Bundesliga: Bayern demontieren Leipzig im eigenen Haus

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Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 18. Bundesligaspieltags haben die Bayern in Leipzig mit 5:1 gewonnen.

Dabei hatte RB das Topspiel mit viel Mut und hoher Intensität begonnen. Von der ersten Minute an setzten die Gastgeber die Münchner früh unter Druck und nutzten vor allem die rechte Abwehrseite der Gäste konsequent aus. Leipzig kombinierte flüssig, gewann viele Zweikämpfe und kam früh zu guten Abschlüssen. Bereits in der Anfangsphase musste Manuel Neuer mehrfach eingreifen und verhinderte mit starken Paraden einen frühen Rückstand der Bayern.

Der Führungstreffer der Sachsen fiel folgerichtig nach gut 20 Minuten. Über die linke Seite erspielte sich Leipzig viel Raum, ein präziser Querpass landete im Strafraum bei Romulo, der sich gegen Jonathan Tah durchsetzte und aus kurzer Distanz sicher verwandelte. Auch danach blieb Leipzig die aktivere Mannschaft, während Bayern zwar mehr Ballbesitz hatte, offensiv jedoch kaum Durchschlagskraft entwickelte. Die wenigen Münchner Chancen vereitelte Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi souverän. Zur Pause hätte der Vorsprung der Hausherren durchaus höher ausfallen können.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Bayern kam aggressiver aus der Kabine, erhöhte das Tempo und gewann nun deutlich mehr Zweikämpfe. Leipzig verlor zunehmend die Kontrolle über das Spiel und konnte sich kaum noch befreien. Der Ausgleich fiel kurz nach Wiederanpfiff: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste schnell um, Serge Gnabry nutzte den Fehler in der Leipziger Defensive und traf aus spitzem Winkel zum 1:1.

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Münchner endgültig das Kommando. Leipzig geriet unter Dauerdruck, während Bayern Angriff um Angriff rollte. Besonders die Einwechslung von Michael Olise brachte neue Dynamik ins Offensivspiel. In der 67. Minute wurde der Aufwand belohnt: Olise setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte präzise an den zweiten Pfosten, wo Harry Kane goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung einschob.

Aber es sollte noch viel schlimmer kommen: Was in der 83. Minute passierte, war eigentlich eine Art Eigentor, die Offiziellen mussten lange überlegen, wer den Treffer zugesprochen bekommt: Schlager wollte einen Volleyschuss von Serge Gnabry abwehren, dann holte sich Olise den Ball aber aus einem Hochsprungduell und brachte ihn an den kurzen Pfosten, Leipzigs Willi Orban fälschte den Ball schließlich ab ins eigene Tor zum 3:1. Irgendwo in dem Kuddelmuddel muss aber auch Jonathan Tah noch drangewesen sein – er wurde als Torschütze vermerkt.

Jetzt bracht Leipzig richtig zusammen – und die Leipziger waren gnadenlos: Aleksandar Pavlović legte in der 85., Michael Olise in der 88. Minute einen drauf.

Die Bayern bleiben unangefochten und mit jetzt elf Punkten Vorsprung auf Platz ein, Leipzig rutscht auf die Vier.


Foto: RB Leipzig – FC Bayern München am 17.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lottozahlen vom Samstag (17.01.2026)

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Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 12, 21, 22, 37, 46, 49, die Superzahl ist die 1. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 2502474. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 465003 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.

Nach unterschiedlichen Statistiken spielen rund 10-20 Millionen Deutsche jede Woche Lotto. Innerhalb eines Jahres beteiligen sich über 20 Millionen Deutsche mindestens einmal an dem Gewinnspiel.


Foto: Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesregierung deutet "Reaktionen" auf US-Zölle an

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Berlin: Bundesregierung deutet „Reaktionen“ auf US-Zölle an. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

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Trump belegt Teilnehmerländer von Grönland-Mission mit Strafzoll

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump will gegen die Teilnehmerländer an der aktuellen Grönland-Mission einen Strafzoll verhängen. Ab dem 1. Februar werde für alle Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland ein Zoll von 10 Prozent erhoben, teilte Trump am Samstag auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“ mit.

Am 1. Juni erhöhe sich der Tarif dann sogar auf 25 Prozent. „Dieser Zoll ist so lange fällig und zu entrichten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt ist.“

Die Vereinigten Staaten bemühten sich seit über 150 Jahren um diese Transaktion, so Trump weiter. „Viele Präsidenten haben es versucht, und das aus gutem Grund, doch Dänemark hat sich stets geweigert.“ Angesichts moderner Waffensysteme sei der Erwerb Grönlands nun aber besonders dringlich.

Trump schreibt: „Hunderte Milliarden Dollar werden derzeit für Sicherheitsprogramme im Zusammenhang mit `The Dome` ausgegeben, unter anderem zum möglichen Schutz Kanadas. Dieses hochentwickelte, aber äußerst komplexe System kann sein volles Potenzial und seine maximale Effizienz nur dann entfalten, wenn dieses Land einbezogen wird. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind sofort bereit, mit Dänemark und/oder jedem dieser Länder, die trotz all unserer jahrzehntelangen Bemühungen um ihren Schutz so viel aufs Spiel gesetzt haben, Verhandlungen aufzunehmen.“

Man habe Dänemark und alle Länder der Europäischen Union sowie andere Staaten jahrelang subventioniert, indem man keine Zölle oder sonstige Vergütungen erhoben habe. „Nach Jahrhunderten ist es nun an der Zeit, dass Dänemark etwas zurückgibt – der Weltfrieden steht auf dem Spiel“, so der US-Präsident. China und Russland beanspruchten Grönland für sich, und Dänemark könne nichts dagegen tun. „Sie haben derzeit zwei Hundeschlitten zu ihrem Schutz, einer davon wurde kürzlich hinzugefügt.“ Nur die Vereinigten Staaten von Amerika unter Präsident Donald J. Trump könnten in diesem Spiel mitmischen – schreibt Trump.

Die aktuelle Grönland-Mission, an der auch Deutschland beteiligt ist, bezeichnet Trump als „gefährliches Spiel“. Es sei „unerlässlich, zum Schutz des Weltfriedens und der globalen Sicherheit entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um diese potenziell gefährliche Situation schnell und unmissverständlich zu beenden“, so Trump.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump kündigt wegen Grönland Strafzoll für Deutschland und andere Länder an

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Washington: Trump kündigt wegen Grönland Strafzoll für Deutschland und andere Länder an. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

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Generalbundesanwalt lehnt Ermittlungen gegen Syriens Präsidenten ab

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Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof lehnt Ermittlungen gegen den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa, der am Dienstag Deutschland besucht und sowohl Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trifft, ab.

Das ergibt sich aus einem Schreiben des GBA an die Kurdische Gemeinde in Deutschland vom 5. Januar, über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Darin heißt es: „Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens habe ich gemäß Paragraf 152 Absatz 2 Strafprozessordnung abgesehen. Der Aufnahme von Ermittlungen steht schon die uneingeschränkte persönliche Immunität des angezeigten Ahmed al-Scharaa als derzeit amtierender Staatspräsident der Arabischen Republik Syrien entgegen. Diese hat zur Folge, dass die von Ihnen angezeigte Person nach Paragraf 20 Absatz 2 Gerichtsverfassungsgesetz nicht der deutschen Gerichtsbarkeit unterliegt. Unzulässig ist bereits jede polizeiliche oder staatsanwaltschaftliche Untersuchung. Dies gilt unabhängig davon, ob sich Ahmed al-Scharaa in der Bundesrepublik Deutschland aufhält oder nicht.“

Die Anzeige des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Kurdischen Gemeinde, Mehmet Tanriverdi, warf al-Scharaa Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Bildung, Führung oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor. Der amtierende syrische Präsident war bis zum Sturz des damaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Dezember 2024 Führer der Islamistenmiliz HTS und als solcher berüchtigt. Zuletzt gab es Angriffe von Regierungstruppen auf die Minderheiten der Alawiten, Drusen und Kurden.


Foto: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Dresden gibt Rote Laterne an Fürth weiter

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Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Dynamo Dresden hat zum Rückrundenauftakt der 2. Fußball-Bundesliga das Kellerduell gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 gewonnen.

Die Dresdner gingen in der 35. Minute durch einen Kopfball von Neuzugang Thomas Keller in Führung. Keller, der im Winter von Heidenheim zu Dynamo wechselte, nutzte eine präzise Ecke von Rossipal, um den Ball aus kurzer Distanz ins Netz zu befördern.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Jakob Lemmer in der 49. Minute auf 2:0. Nach einem Ballgewinn von Pauli im rechten Halbfeld schloss Lemmer aus der Distanz ab und platzierte den Ball flach neben den linken Innenpfosten. Fürths Torhüter Schlieck war dabei nicht ganz schuldlos. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten blieb es bei diesem Ergebnis, da Fürth keine entscheidenden Akzente setzen konnte.

Dynamo Dresden konnte mit diesem Sieg die Rote Laterne an die Fürther abgeben und hofft auf eine Trendwende in der laufenden Saison.

Die weiteren Ergebnisse des Nachmittags: 1. FC Nürnberg – SV Elversberg 3:2 und Preußen Münster – Karlsruher SC 0:2.


Foto: Branimir Hrgota (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lauterbach kritisiert Merz-Aussagen zu Krankenstand

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum hohen Krankenstand in Deutschland scharf kritisiert.

„Wenn wir dahingehend eine Verbesserung erreichen wollen, müssen wir endlich besser in der Vorbeugemedizin werden“, sagte Lauterbach dem Tagesspiegel. „Das gelingt uns durch Früherkennung, etwa von Bluthochdruck, durch eine Erhöhung der Tabaksteuer und andere präventive Maßnahmen – und nicht durch Gängelei der Kranken.“

Merz hatte im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg gesagt, die Beschäftigten kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage – zu viel, so der Kanzler. In diesem Kontext stellte Merz auch das System der elektronischen Krankschreibung infrage.

Lauterbach wies diese Kritik zurück. „Die Abschaffung der elektronischen Krankschreibung wäre völlig kontraproduktiv, weil sie zu noch volleren Praxen führen würde“, sagte der SPD-Politiker dem Tagesspiegel. „Diese sind ohnehin schon überfüllt, ein weiterer Anstieg würde weder Patienten noch Ärzten helfen. Eine solche Schikane einzubauen, und das wäre ein Zwang zum persönlichen Erscheinen, wenn ein Arzt die Diagnose auch problemlos telefonisch stellen kann, halte ich nicht für angemessen.“

Auch Merz` Begründung, dass die Bürger angesichts der anhaltend schlechten Wirtschaftsleistung Deutschlands mehr „Leistungsbereitschaft“ zeigen müssten, kann Lauterbach wenig abgewinnen: „Der im internationalen Vergleich hohe Krankenstand in Deutschland reflektiert kein Blaumachen“, sagte er. Vielmehr sei das Problem Ausdruck einer veränderten Arbeitsmarktstruktur: „Der Arbeitsmarkt hat inzwischen auch viele Menschen aufgenommen, die früher eigentlich zu krank für Arbeit gewesen wären.“

Auch die Opposition kritisierte Merz` Äußerungen: „Wirtschaftlich ist es klar, dass wir mehr arbeiten müssen – aber das lässt sich nicht durch dumme Sprüche erreichen, sondern mit besseren Rahmenbedingungen“, sagte Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Grünen, dem Tagesspiegel. Merz` Äußerungen zeugten von Unkenntnis und einem falschen Verständnis seiner Aufgabe, so Brandtner weiter. Wirtschaft und Arbeitnehmer bräuchten vielmehr die passenden Rahmenbedingungen, etwa verlässliche Kinderbetreuung. „Denn es gibt sehr viele Frauen, die gerne mehr arbeiten möchten, aber nicht können“, so Brantner.

„Für sie ist Merz` Äußerung der blanke Hohn, wenn sie Montagmorgens in der Kita-App wieder lesen: `eingeschränkte Betreuungszeiten wegen Personalmangel`. Statt Pauschalurteile rauszuhauen und allen Deutschen Faulheit zu unterstellen, sollte Friedrich Merz sich lieber an die eigene Nase fassen.“


Foto: Friedrich Merz und Karl Lauterbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Hamburgs Innensenator warnt vor Abhängigkeit von US-IT

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Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Hintergrund des Vorgehens der US-Administration hat Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) vor einer starken Abhängigkeit von US-IT gewarnt.

Unternehmen wie Palantir hätten enge Verflechtungen zur aktuellen US-Administration. Durch die Nutzung solcher IT-Produkte entstünden Risiken und Abhängigkeiten. So könnte es zur Einstellung des Supports kommen oder zur Ausleitung von Daten, sagte Grote der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Niemand hat eine Illusion darüber, dass die US-Administration jedes Mittel einsetzen wird, um ihre Interessen durchzusetzen.“ Hamburg nutzt Palantir bisher nicht.

Um die Abhängigkeit von US-IT-Unternehmen zu reduzieren, ist Schleswig-Holstein derzeit dabei, die IT seiner gesamten Landesverwaltung auf Open-Source-Produkte umzustellen. „Wir machen das, um digital souverän zu werden“, sagte der zuständige Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (CDU) der FAS. Seinen Angaben nach wurde die E-Mail-Infrastruktur sämtlicher Mitarbeiter der Landesverwaltung von Microsoft zu Open Xchange umgezogen. Das betrifft 44.000 Postfächer. Demnach ist nun auf 80 Prozent der Arbeitsplätze Microsoft Office deinstalliert; sukzessive sollen in den kommenden Jahren auch die Betriebssysteme von Microsoft auf Linux umgestellt werden. Im vergangenen Jahr vermied das Land, 28.000 neue Microsoft-Lizenzen zu erwerben, und sparte so rund 15 Millionen Euro.

Allerdings sind die Ergebnisse durchwachsen. Bei der Umstellung im Herbst kamen E-Mails in der Verwaltung nicht an, teils wurden sie falsch zugestellt. Auch klagen Gerichte weiterhin über Mehrbelastung aufgrund fehlender IT-Lösungen. Laut Mitarbeitern sind die lizenzfreien Produkte teilweise schlechter als jene der großen US-Konzerne. Schrödter widersprach dem gegenüber der FAS: „Die Lösungen, die wir einsetzen, funktionieren hervorragend. Open Source funktioniert so gut wie kommerzielle Software“.

Angesichts der teils durchwachsenen Ergebnisse bezeichnete Hamburgs Innensenator Grote (SPD) den Schritt der Nachbarn als „mutig“. Es sei richtig, stärker auf die Unabhängigkeit von US-Anbietern zu setzen, so Grote gegenüber der FAS. Bisher gebe es in Hamburg keine Überlegungen, die Landesverwaltung auf Open-Source-Software umzustellen. Grote wies aber vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage darauf hin, dass es sein könne, „dass wir in einem Jahr ganz anders darüber sprechen.“


Foto: Computer-Nutzerin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts