Montag, Januar 26, 2026
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2. Bundesliga: Darmstadt siegt – Bielefeld erkämpft Remis

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Darmstadt/Bielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Der SV Darmstadt 98 hat am 19. Spieltag der 2. Bundesliga sein Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:0 gewonnen, während sich Arminia Bielefeld und Holstein Kiel nach einer turbulenten Partie 2:2 unentschieden getrennt haben.

Am Böllenfalltor brauchten die Lilien Geduld, ehe sie ihre Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel abbildeten. In der 60. Minute brachte Hiroki Akiyama Darmstadt in Führung. Nürnberg bemühte sich anschließend um eine Antwort, lief jedoch immer wieder in die stabile Defensive der Hessen. Die Entscheidung fiel in der 75. Minute: Luca Marseiler nutzte einen Konter und erhöhte mit einem Lupfer aus kurzer Distanz auf 2:0. In der Schlussphase verteidigte Darmstadt den Vorsprung souverän und ließ keinen Treffer der Gäste mehr zu.

Auf der Bielefelder Alm erlebten die Zuschauer ein Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten. Holstein Kiel ging zunächst in Führung, als Leon Schneider in der 33. Minute unglücklich ins eigene Tor traf. Kurz vor der Pause baute Ivan Nekic den Vorsprung der Gäste per Kopf nach einer Ecke auf 2:0 aus (45.+2). Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Bielefeld erhöhte den Druck und kam in Überzahl zurück, nachdem Nekic in der 68. Minute Gelb-Rot gesehen hatte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Joel Grodowski in der 70. Minute zum 1:2. Die Arminia drängte weiter und wurde in der 87. Minute belohnt, als der eingewechselte Noah Sarenren Bazee aus kurzer Distanz zum 2:2 einköpfte. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten blieb es beim Remis.


Foto: Hiroki Akiyama (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Plug-in-Hybride aus China boomen in Europa

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Chinesische Autobauer wachsen im Segment der Plug-in-Hybride (PHEV) in Europa weit überdurchschnittlich. Chinesische Fabrikate legten in diesem Segment um 645 Prozent zu, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Daten des Branchendienstes „Dataforce“. Insgesamt wuchs der PHEV-Markt europaweit um 33 Prozent.

Der Boom hat auch eine handelspolitische Dimension: Plug-in-Hybride aus China sind anders als reine Elektroautos bislang nicht von den EU-Ausgleichszöllen betroffen. Das verschafft den Herstellern einen Vorteil, der sich inzwischen auch in den Bestsellerlisten widerspiegelt.

Europas meistverkaufter Plug-in-Hybrid war 2025 demnach der BYD Seal U mit rund 72.800 Neuzulassungen, vor der Plug-in-Version des VW Tiguan mit etwa 66.000 Verkäufen auf Platz zwei. Die Daten von „Dataforce“ basieren auf Zulassungszahlen aus allen 27 EU-Staaten sowie Großbritannien, Norwegen, Island und der Schweiz.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

CDU fürchtet erneuten Grönland-Kurswechsel von Trump

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Außen-Ausschusses des EU-Parlaments, David McAllister (CDU), hat den Grönland-Konflikt als „bisher schwerste Krise innerhalb der Nato“ bezeichnet und Vorbereitungen für erneute Forderungen von US-Präsident Donald Trump angemahnt.

Die schlimmsten Szenarien seien abgewendet worden, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Aber wir müssen uns für den Fall wappnen, dass Trump seine Meinung erneut ändert.“ Es sei richtig gewesen, dass die EU gegenüber Trump Ruhe bewahrt habe, sie habe dem US-Präsidenten „aber auch sehr deutlich ihre roten Linien – wie eine Verletzung territorialer Integrität – aufgezeigt“.

Ähnlich äußerte sich der frühere Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Das kluge und entschlossene Auftreten der Europäer in Davos, wie zum Beispiel in der Rede von Emmanuel Macron, und ihre Bereitschaft, notfalls handelspolitische Maßnahmen zu treffen, haben Trump mehr beeindruckt als die Beschwichtigungsversuche zuvor“, sagte Altmaier der Zeitung. „Wer Trump kennt, weiß allerdings, dass er sein Annexionsziel für Grönland keineswegs aufgegeben hat. Es wird noch ein langes Match.“

Auch der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), sieht keine dauerhafte Entspannung im transatlantischen Verhältnis. Die ökonomischen Beziehungen zwischen Europa und den USA blieben angespannt. „Noch nie in jüngerer Zeit war die Unsicherheit für unsere Wirtschaft so groß“, sagte er. Auch die USA seien aber von Europa abhängig. Im Fall neuer Drohungen aus Washington könnte die EU „zum Beispiel in Erwägung ziehen, Unternehmen wie Apple und Google von öffentlichen Aufträgen auszuschließen oder ihre Dienstleistungen mit Abgaben zu belegen“.

Die Chefin der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, sagte der Zeitung, bei Konflikten wie dem Streit um Grönland habe die EU schärfere Instrumente als Gegenzölle. „Besonders wirksam wären Maßnahmen, die US-Unternehmen den Zugang zum großen EU-Markt für öffentliche Aufträge erschweren“, sagte Schnitzer. Auch gezielte Schritte im Dienstleistungsbereich, etwa bei digitalen Angeboten, würden die USA spürbar treffen, weil sie dort stark vertreten seien. Solche gezielten Eingriffe seien „wirkungsvoller als pauschale Zölle, da sie Druck aufbauen, ohne den Handel insgesamt unnötig zu beschädigen“.


Foto: Nuuk auf Grönland am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grüne wollen nach Mercosur-Streit mehr Handelsabkommen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Wirbel um das Mercosur-Votum von Grünen-Abgeordneten im EU-Parlament gibt die Parteispitze ein klares Bekenntnis zu weiteren Handelsabkommen ab. „Wir brauchen neue wirtschaftliche Partnerschaften, um unseren Außenhandel zu diversifizieren“, heißt es in einem Vorstandsbeschluss, den die Grünen-Spitze ab Montag auf einer zweitägigen Klausur in Berlin verabschieden will und über den die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet.

Die Parteispitze spricht sich darin für neue Handelsabkommen etwa mit Indien und den zwölf Mitgliedstaaten der Transpazifischen Partnerschaft (CPTPP) aus, darunter Australien, Kanada, Peru und Mexiko. Auch neue bilaterale Handelsabkommen für bestimmte Waren und Dienstleistungen solle die EU abschließen, „um schnelle Verhandlungserfolge zu erzielen“. Zudem müsse das Mercosur-Abkommen vorläufig angewendet werden.

Eindringlich warnen die Grünen vor Gefahren für Deutschland. „Russland, China und die US-Regierung sind inzwischen skrupellos bereit, das Völkerrecht zu brechen und Machtmittel rücksichtslos einzusetzen“, heißt es darin. Deutschlands bisheriges Erfolgsmodell bekomme Risse. Eine starke Wirtschaft sei aber „Grundlage für das Vertrauen der Menschen in den Staat und seine demokratischen Institutionen“.

Die Grünen-Spitze schlägt acht Handlungsfelder mit Sofortmaßnahmen vor, um die Wirtschaft zu stärken. Dazu zählt neben den Handelsabkommen auch der Aufbau strategischer Reserven an Rohstoffen, um Erpressungsversuchen zu begegnen. Europäische Industrien sollen zudem besser vor unfairem Wettbewerb geschützt werden. Die Grünen werben etwa dafür, die staatliche deutsche E-Auto-Förderung nur für Autos auszuzahlen, die größtenteils in Europa produziert wurden.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz und Meloni vereinbaren engere Sicherheitskooperation

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Rom (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland und Italien haben sich im Rahmen von Regierungskonsultationen auf eine engere Zusammenarbeit verständigt. „Gerade haben wir einen deutsch-italienischen Aktionsplan unterzeichnet, den beide Regierungen gemeinsam ausgearbeitet haben in den letzten Wochen, für mehr Wettbewerbsfähigkeit, für eine neue bilaterale Dynamik in der Verteidigungsindustrie und für eine engagierte Migrationspolitik“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom.

Die beiden Regierungschefs unterzeichneten ein Abkommen, das die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie vertiefen und die militärische Beschaffung harmonisieren soll. Auch bei der inneren Sicherheit werde man zukünftig enger kooperieren. „Unsere Abstimmung in der europäischen Migrationspolitik ist schon heute äußerst eng“, so Merz. „Nur durch diese Zusammenarbeit war es möglich, dass wir auch die Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems in Brüssel durchgesetzt haben.“ Zudem habe man sich auf bilaterales Polizeiabkommen, eine Vereinbarung zur Geheimschutzkooperation und eine Kulturroute, die Goethes Weg durch Italien nachzeichnet, verständigt.

Meloni dankte Merz für seine Entscheidung, sich an einer informellen Arbeitsgruppe „gleichgesinnter Länder“ zum Thema Migration zu beteiligen. Rückführungen und die Verteidigung der EU-Außengrenzen gegen Schleuser seien eine große Herausforderung.

Angesichts der Grönland-Forderungen von US-Präsident Donald Trump lobte der Bundeskanzler die Arktis-Strategie Italiens. „Italien hat eine neue Arktis-Strategie verabschiedet, der wir uns auch im Wesentlichen anschließen können, weil sie von derselben Lage ausgeht wie wir“, erklärte er.

„Dänemark und die Bevölkerung in Grönland können sich auch auf unsere Hilfe und Solidarität verlassen. Auf der Grundlage von Souveränität und territorialer Integrität wollen wir Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA unterstützen“, so der Kanzler. „Im neuen Zeitalter der Großmächte muss Europa fest und souverän zusammenstehen.“

Merz und Meloni forderten die EU-Kommission zudem auf, neue Richtlinien für grenzüberschreitende Fusionen vorzulegen. „Die feste Absicht von uns ist zu ermöglichen, dass wir grenzüberschreitende Fusionen in der Europäischen Union erlauben, die aus diesen Unternehmen dann auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähige Unternehmen machen“, sagte Merz. „Da ist die europäische Fusionskontrolle nach unserer beider festen Überzeugung einfach zu sehr auf einen zu kleinen Markt fokussiert.“ Auch die Kapitalanforderungen für Banken sollen nach dem Willen der beiden Regierungschefs gelockert werden.

Die italienische Ministerpräsidentin kündigte an, beim nächsten EU-Gipfel einen Vorschlag für weniger Bürokratie, eine Stärkung des Binnenmarktes und eine „Wiederankurbelung der Automobilindustrie unter dem Zeichen der Technologienneutralität“ zu unterbreiten. Sie behauptete, dass eine „bestimmte ideologische Ausrichtung“ des Green Deals dazu geführt habe, „dass unsere Industrien in die Knie gegangen sind, ohne dass es letztlich zu einem Mehr an globalem Umweltschutz geführt“ habe.


Foto: Giorgia Meloni und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Forscher warnen vor "KI-Schwärmen"

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Konstanz (dts Nachrichtenagentur) – Forscher warnen vor einer nächsten Generation an Desinformation im Internet durch sogenannte „Künstliche Intelligenz“. Offensichtliche „Copy-and-Paste-Bots“ würden vermutlich ersetzt durch koordinierte Gemeinschaften von „KI-Schwärmen“, so ein internationales Forschungsteam, das seine Erkenntnisse nun in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht hat.

Gemeint seien KI-gesteuerte Flotten, die sich in Echtzeit anpassen, Gruppen infiltrieren und in großem Umfang einen Anschein von gemeinschaftlicher Meinung erwecken können. Ein Chor aus scheinbar unabhängigen Stimmen schaffe die Illusion eines breiten öffentlichen Konsenses, während er in Wirklichkeit Desinformation verbreitet.

Dabei würde es zu einer Verschmelzung von großen Sprachmodellen (LLMs) mit Multiagentensystemen zu „schädlichen KI-Schwärmen“ kommen, die soziale Dynamiken authentisch imitieren – und nach Ansicht der Forscher den demokratischen Diskurs bedrohen, indem sie falsche Tatsachen zementieren und Konsens suggerieren.

Das Forschungsteam zeigt in seiner Analyse auf, dass die zentrale Gefahr nicht nur in falschen Inhalten bestehe, sondern vor allem in einem „künstlichen Konsens“: Der falsche Eindruck, dass „ja jeder das sage“, könne Überzeugungen und Normen beeinflussen, selbst wenn einzelne Behauptungen umstritten sind. Dieser anhaltende Einfluss, so die Forscher, könne tiefgreifende kulturelle Veränderungen bewirken, die über Normenverschiebungen hinausgehen und die Sprache, Symbole und Identität einer Gemeinschaft auf subtile Weise verändern.

„Die Gefahr besteht nicht mehr nur in Fake News, sondern darin, dass die Grundlage des demokratischen Diskurses – unabhängige Stimmen – zusammenbricht, wenn ein einzelner Akteur Tausende von einzigartigen, KI-generierten Profilen kontrollieren kann“, sagte Jonas R. Kunst von der BI Norwegian Business School, einer der Hauptautoren des Science-Artikels.

Darüber hinaus können KI-Schwärme auch die Trainingsdaten von regulärer künstlicher Intelligenz verunreinigen, indem sie das Internet mit gefälschten Behauptungen überfluten. Auf diese Weise könnten sie ihren Einfluss auf etablierte KI-Plattformen ausweiten.

Die Forscher warnen, dass diese Bedrohung nicht nur theoretisch ist: Analysen legten nahe, dass derartige Taktiken bereits angewendet werden.

Die Forscher definieren einen schädlichen KI-Schwarm als eine Gruppe von KI-gesteuerten Akteuren, die dauerhafte Identitäten bewahren und ein Gedächtnis haben, sich auf gemeinsame Ziele koordinieren und dabei Ton und Inhalt variieren. Sie passen sich in Echtzeit an Interaktionen und menschliche Reaktionen an, benötigen nur minimale Aufsicht durch Menschen und können plattformübergreifend eingesetzt werden. Im Vergleich zu früheren Bot-Netzen könnten solche Schwärme schwieriger zu erkennen sein, da sie heterogene, kontextbezogene Inhalte generieren und sich dennoch in koordinierten Mustern bewegen.

„Über die Täuschungen oder die Sicherheit von einzelnen Chatbots hinaus müssen wir neue Gefahren erforschen, die sich aus der Interaktion von vielen KI-Akteuren ergeben“, sagte David Garcia, Professor an der Universität Konstanz, und ebenfalls an der Untersuchung beteiligt.

Statt einzelne Beiträge zu moderieren, plädieren die Forscher für Schutzmaßnahmen, die koordiniertes Verhalten und die Herkunft der Inhalte verfolgen: statistisch unwahrscheinliche Muster von Koordinierung aufdecken, Verifizierungsoptionen unter Wahrung des Datenschutzes anbieten und Hinweise auf KI-Einflussnahme über verteilte Beobachtungszentren weitergeben.

Gleichzeitig sollten Anreize verringert werden, indem die Monetarisierung von gefälschten Interaktionen eingeschränkt und die Rechenschaftspflicht erhöht werden, so die Empfehlung der Forscher.


Foto: Roboter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Banaszak will Frühverrentungen einschränken

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chef Felix Banaszak wirbt für ein höheres Renteneintrittsalter. „Die reale Lebensarbeitszeit muss steigen“, sagte Banaszak dem „Spiegel“. „Dazu gehört mehr Reha und Gesundheitsschutz, aber auch eine Einschränkung von Frühverrentungen – verbunden mit der Möglichkeit, ohne große Abschläge in Rente zu gehen, wenn es wirklich nicht mehr geht“, erläuterte er.

Banaszak verwies auf die steigende Lebenserwartung in Deutschland. „Ist es dann nicht denkbar, einen Teil der gewonnenen Lebenszeit im Erwerbsleben zu verbringen? Darüber sollten wir nachdenken“, sagte er.

Zudem sprach Banaszak sich dafür aus, mehr Menschen in die gesetzliche Rente aufzunehmen, wie etwa „Abgeordnete, neue Beamte, Freiberufler“. Überdies warb der Grünen-Vorsitzende dafür, kleine und mittlere Renten mithilfe von Kapitalerträgen und „im Zweifel“ auch mit zusätzlichen Steuermitteln dauerhaft zu stabilisieren.


Foto: Alte und junge Frau sitzen am Strand, via dts Nachrichtenagentur

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Laschet über europäischen Atomschirm: "Aktuell ist es kein Thema"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, hält eine Diskussion über einen eigenständigen europäischen Atomschirm derzeit für verfrüht.

„Das ist eine sehr komplizierte Frage“, sagte Laschet am Freitag den Sendern RTL und ntv. In Europa gebe es mit Frankreich und Großbritannien zwei Atommächte, die beide ihre eigenen Strategien hätten. Auch sei unklar, ob sie diese Bereitschaft mit anderen teilen würden. „Also perspektivisch kann man über vieles nachdenken. Aktuell ist es kein Thema“, sagte Laschet.

Mit Blick auf Gesprächsangebote aus Frankreich über eine Ausweitung des französischen Atomschirms sagte Laschet: „Sprechen sollte man immer, erst recht mit französischen Präsidenten.“ Wie eine Beteiligung Deutschlands überhaupt aussehen könnte, müsse dann miteinander erörtert werden: „Wer hat die Entscheidungsbefugnis? Wie funktioniert das? Wer trägt die großen Kosten? Denn Nuklearmacht zu sein, bringt Milliardenkosten mit sich. Also da würde ich jetzt nicht in einen schnellen Überschwang fallen, sondern einfach mal abwarten, wie sich solche Gespräche und Ideen weiterentwickeln.“


Foto: Armin Laschet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wachsende Kritik an Reiches Führungsstil im Ministerium

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kritik an der Amtsführung von Katherina Reiche wächst innerhalb und außerhalb des von ihr geführten Bundeswirtschaftsministeriums.

Kritiker beklagen gegenüber dem „Spiegel“ Mikromanagement und fehlende Einbindung von Fachleuten. So kursiere im Ministerium ein Dokument, das minutiös vorschreibe, wie die Reden von Ministerin Katherina Reiche (CDU) vorzubereiten seien.

Die Anweisungen beträfen sowohl die Einordnung der Rede („Was erwarten die Zuhörenden?“) als auch kleinste technische Details – etwa dass die Begrüßung des Publikums „ohne Aufzählungszeichen, linksbündig“ und der Redetext in „ausführlicher Punktation“ aufzuschreiben seien. Klammern seien nur zu benutzen, wenn sie „unverzichtbar“ seien. Alle Dokumente seien in A4-Hochformat, Schriftsatz Arial 16 Punkt, Zeilenabstand 1,5 zu formatieren.

Das Schreiben, über das der „Spiegel“ berichtet, ging unter anderem an das Referat LB4, verantwortlich für „Reden und strategische Kommunikation“. Dort aber gibt es keine Redenschreiber mehr, wie mehrere Insider bestätigen. Die ehemalige Referatsleiterin, eingesetzt von Reiches Amtsvorgänger Robert Habeck (Grüne), sei direkt nach dem Regierungswechsel gegangen. Auch die beiden Redenschreiber, die unter ihr dienten, hätten die Abteilung verlassen. Ob und wann ihre Stellen neu besetzt werden, wollte das Ministerium auf Anfrage nicht verraten.

Das Dokument mit den Formatierungsregeln gelte manchen im Ministerium als Ausdruck von Reiches Hang zum Mikromanagement, der sich auch an anderen Stellen zeige. Anfang Januar soll die Abteilungsleiterin für Industriepolitik ihren Leuten erklärt haben, wie die Mappen für die Ministerin richtig zu packen seien und wie Reiche auf Themen vorbereitet werden müsse, heißt es laut „Spiegel“ aus dem Umfeld des Ministeriums.

Ähnliche Schulungen sollen auch in anderen Abteilungen stattgefunden haben oder geplant sein. Für die EEG-Novelle habe sich Reiche Input von den Chefs großer Energiekonzerne geholt, während ihre Fachabteilung teils parallel mit der Arbeitsebene derselben Konzerne gesprochen habe. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft habe der CDU-Politikerin bei einer Vorstands- und Präsidiumssitzung im Oktober nur vorab eingereichte Fragen stellen dürfen, berichten Beteiligte. Das Ministerium wollte diese Vorgänge nicht kommentieren.

Derzeit liegen mehrere wichtige Gesetzesvorhaben unter Federführung des BMWE hinter dem Zeitplan, darunter der Industriestrompreis und die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes. Auch die Aushandlung einer Kraftwerksstrategie für den Energiesektor zog sich länger hin als geplant.

In der Wirtschaft wächst die Ungeduld. „Von einem Aufbruch ist inzwischen immer weniger zu spüren“, sagte Johannes Gernandt, Chefvolkswirt des Maschinenbauverbands VDMA, dem „Spiegel“. „Es braucht echte Reformen und unbequeme Entscheidungen – jetzt.“ Auch Schleswig-Holsteins Energie- und Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) warnte vor den Folgen von Zögerlichkeit: „Zuletzt hat kein Unternehmen mehr Flächen für neue Windkraftanlagen auf See geboten, weil die Unsicherheiten zu groß sind.“ So sei unklar, mit welchen Finanzierungsbedingungen die Firmen rechnen könnten oder wie die Flächenverteilung künftig aussehen werde. Angesichts der Bedeutung der Offshore-Energie müsste Reiche eigentlich „schnellstens einen Krisengipfel aller Beteiligten einberufen, um den weiteren Ausbau sicherzustellen“, findet Goldschmidt. „Stattdessen geschieht nichts.“


Foto: Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax am Mittag weiter unentschlossen – Warten auf Überraschungen

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Freitag nach einem bereits zurückhaltenden Start in den Handelstag auch bis zum Mittag keine klare Richtung gefunden. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.895 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Marktteilnehmer sind froh, dass die Grönland-Causa nun vom Tisch ist, aber die Frage bleibt offen, welches Thema von den USA als nächstes kommt oder wieder aufgewärmt wird“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow.

Daher bleibe der Grundton für den Handel im Dax positiv, aber vor dem Wochenende hielten sich viele Marktteilnehmer eher zurück. „Zumal auch bald in Deutschland die Berichtssaison beginnen wird und noch die eine oder andere Überraschung erwartet werden kann. Sowohl auf der positiven, wie auf der negativen Seite.“

„Die heute publizierten Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und der EWU fielen insgesamt zufriedenstellend aus und untermauern weiter die These einer möglichen konjunkturellen Erholung. Es bleibt aber noch ein langer Weg, bis das Tal der konjunkturellen Tränen endgültig durchschritten ist. Mit Sicherheit spielen die USA und China dabei wichtige Rollen“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1735 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.921 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 134,81 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 65,09 US-Dollar, das waren 1,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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