Dienstag, Januar 27, 2026
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Bericht: Russische Sanktionen werden durch Paketdienst umgangen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ehemalige Mitarbeiter einer deutschen Tochterfirma der russischen Staatspost haben in Deutschland ein mutmaßlich illegales Versandsystem aufgebaut, das offenbar den Transport von EU-sanktionierten Waren nach Russland ermöglicht. Das schreibt die „Bild am Sonntag“ an diesem Wochenende.

Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin bereits seit 2022 wegen versuchter Sanktionsverstößen gegen Manager der Firma, die Tochterfirma der russischen Post sein soll.

Der Zoll hatte bei Zufallskontrollen mehrfach Pakete mit sanktionierten Waren entdeckt. Einen ehemaligen Geschäftsführer des Unternehmens will die Behörde demnach anklagen, bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts Berlin. Ihm wird versuchter Sanktionsbruch in 62 Fällen vorgeworfen.

Laut „Bild“-Bericht gibt es nun Hinweise, dass während der laufenden Ermittlungen ehemalige Mitarbeiter am Aufbau einer Ende 2022 gegründete Kölner Logistikfirma beteiligt waren. Diese fungiert laut Bericht angeblich als Sammelstelle für Postpakete aus ganz Europa. Jeden Monat sollen mehrere Hundert Tonnen an Sendungen eine Lagerhalle südöstlich von Berlin verlassen und über den Postweg nach Russland transportiert werden.

Laut des Berichts werden die Pakete unter anderem auch in russischen Supermärkten in Deutschland angenommen. „Getarnt“ seien sie mit Etiketten der usbekischen Post. Diese ist aber in Deutschland nicht zum Postbetrieb zugelassen, wie die Bundesnetzagentur bestätigte.

Zur Überprüfung des Systems verschickte die „Bild-Zeitung“ selbst fünf Testpakete. Die Sendungen enthielten technisch unbrauchbar gemachte, sanktionierte Güter sowie GPS-Peilsender. Die Ortungsdaten zeigen, dass alle Pakete über Polen und Belarus bis nach Russland transportiert wurden.

Postsendungen werden an den EU-Außengrenzen nicht einzeln, sondern nur in Stichproben überprüft, wie der Zoll bestätigte. Die Logistikfirma erklärte auf „Bild“-Anfrage: „Unsere Kontrollmechanismen sind so ausgelegt, dass Verstöße gegen die EU-Sanktionen praktisch ausgeschlossen sind.“ Sendungen, die nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, würden nicht weiterbearbeitet. Man sei aber nicht gegen „betrügerische Falschdeklarationen“, wie sie „Bild“ durchgeführt habe, gefeit.

Die Kooperation mit der usbekischen Post bestätigte das Unternehmen, hält sie aber für rechtens. Eine Zusammenarbeit mit privaten Postdienstleistern räumte auch UzPost ein. „Sie können unsere Lösungen für Lieferungen nutzen.“ Die Bundesnetzagentur sieht das anders, bezweifelt, dass die usbekische Post berechtigt sei, mithilfe eines Dienstleisters in Deutschland tätig zu werden. „Die Bundesnetzagentur überprüft aktuell“ den Fall, so ein Sprecher. Sollte die Logistikfirma tatsächlich usbekische Dokumente ohne Berechtigung nutzen, würde das schwerwiegende Konsequenzen haben.


Foto: Fahne von Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

CDU-Wirtschaftsflügel will Rechtsanspruch auf Teilzeit abschaffen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Wirtschaftsflügel der CDU will den Rechtsanspruch auf Teilzeit abschaffen. Auf dem Bundesparteitag der Christdemokraten Ende Februar soll ein entsprechender Antrag mit dem Titel „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“ beschlossen werden, meldet der „Stern“.

Darin fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT): „Der Rechtsanspruch auf Teilzeit soll zukünftig nur bei Vorliegen einer besonderen Begründung gelten.“ Besondere Gründe könnten etwa die Erziehung von Kindern, die Pflege Angehöriger oder Weiterbildungen sein.

Die MIT-Vorsitzende Gitta Connemann sagte dem „Stern“: „Wer mehr arbeiten kann, sollte mehr arbeiten. Ergänzende Sozialleistungen sind für echte Ausnahmesituationen gedacht – nicht als Normalfall.“ Teilzeit sei richtig und notwendig – für Familien, für Pflege, für Gesundheit. Aber es gäbe auch einen dramatischen Fachkräftemangel. „Deshalb müssen wir klar unterscheiden: Freiwillige Teilzeit aus Gründen der individuellen Lebensgestaltung darf nicht dauerhaft durch den Sozialstaat abgesichert werden“, sagte Connemann.

Bisher hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland grundsätzlich das Recht auf Teilzeitarbeit. Dafür muss das Arbeitsverhältnis lediglich mehr als sechs Monate bestehen und der Arbeitgeber mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigen. Soweit betriebliche Gründe dem Wunsch nach Teilzeitarbeit nicht ausdrücklich entgegenstehen, muss ein Unternehmen zustimmen. „Die Solidargemeinschaft darf nicht die Work-Life-Balance von Aufstockern finanzieren“, heißt es in dem Antrag weiter. Hintergrund ist auch die Kritik, dass Menschen, die freiwillig weniger arbeiten, um mehr Freizeit zu haben, weniger in die Sozialsysteme einzahlen, aber die vollen Leistungen beziehen. Das kritisierte zuletzt etwa der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.


Foto: Büros (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

2. Bundesliga: Dresden gewinnt in Magdeburg

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Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 19. Zweitligaspieltags hat Dynamo Dresden das Ostderby beim 1. FC Magdeburg mit 2:1 gewonnen.

Die Partie begann wegen viel Pyrotechnik mit Verzögerung, entwickelte sich danach aber schnell zu einem intensiven und emotional geführten Duell, in dem vor allem Dresden den besseren Eindruck hinterließ. Die Gäste pressten früh, störten den Magdeburger Spielaufbau konsequent und kamen bereits in der Anfangsphase zu ersten Abschlüssen, unter anderem durch Lemmer.

Trotz der Dresdner Überlegenheit schlug Magdeburg etwas überraschend zuerst zu. In der 29. Minute nutzte Mateusz Zukowski einen langen Ball und eine gute Vorarbeit von Atik, um aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Hausherren einzuschieben. Der Treffer wirkte kurzzeitig befreiend, doch Dresden blieb dran und erhöhte den Druck. Bereits zuvor hatte Magdeburg Glück gehabt, als ein Abschluss von Zukowski nur am Innenpfosten landete.

Der Ausgleich fiel in der 34. Minute nach einer Ecke. Magdeburgs Torhüter Reimann verschätzte sich bei der Hereingabe, sodass Kofi Amoako aus kurzer Distanz zunächst an der Latte scheiterte, im Nachsetzen den Ball aber im Tor unterbrachte. Das Spiel blieb intensiv, und kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Gastgeber. In der dritten Minute der Nachspielzeit konnte Magdeburg einen Freistoß nicht entscheidend klären. Dresden blieb dran, Amoako flankte von der Grundlinie, Reimann parierte zunächst noch, ließ den Ball aber vor die Füße von Thomas Keller prallen, der aus kurzer Distanz zum 2:1 für Dynamo einschob.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Magdeburg, mehr Kontrolle zu übernehmen, doch die zweite Halbzeit wurde immer wieder durch Unterbrechungen geprägt. Nach einem Zusammenstoß mit Kopfverletzungen und erneuter Pyrotechnik aus dem Gästeblock war das Spiel längere Zeit unterbrochen, was den Spielfluss deutlich hemmte. Nach der Wiederaufnahme drängten die Hausherren auf den Ausgleich, kamen nun auch zu guten Möglichkeiten. Besonders gefährlich wurde es in der Schlussphase, als Nollenberg aus 17 Metern nur knapp am Tor vorbeischlenzte und Schreiber bei einem abgefälschten Distanzschuss von Atik stark reagieren musste.

Dresden verteidigte die knappe Führung mit viel Einsatz, setzte aber weiterhin auf schnelle Umschaltmomente. In der Schlussviertelstunde fehlte Magdeburg trotz steigenden Drucks die letzte Konsequenz im Abschluss. Am Ende brachte Dynamo Dresden den Vorsprung über die Zeit und feierte einen wichtigen Derby-Sieg im Abstiegskampf, während Magdeburg trotz engagierter zweiter Halbzeit ohne Punktgewinn blieb.

In der Tabelle bleibt Dresden trotz des Dreiers auf dem vorletzten und 17. Platz, Magdeburg rutscht mit nur einem Punkt mehr auf Position 14.


Foto: 1. FC Magdeburg – Dynamo Dresden am 24.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bahn-Infrastrukturchef will Zug-Pünktlichkeit von 60 Prozent

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz einer Rekordzahl von Baustellen will die Deutsche Bahn die Pünktlichkeit im Fernverkehr in diesem Jahr spürbar steigern. Philipp Nagl, Chef der Infrastruktursparte DB InfraGo, kündigte an, dass die Pünktlichkeitsquote auf 60 Prozent steigen soll.

Zuletzt hatte der Wert oft nur bei rund 50 Prozent gelegen. „Die Fahrgäste spüren überall dort, wo wir viel gebaut haben, dass es besser geworden ist“, sagte Nagl der „Bild am Sonntag“. „Mein Ziel ist es, dass wir in diesem Jahr nicht weiter unter die Pünktlichkeitsquote von 60 Prozent rutschen. 2026 gilt es, die Pünktlichkeit zu stabilisieren und damit den Grundstein für spürbare Verbesserungen in den kommenden Jahren zu legen.“

Der Bahn-Manager räumt jedoch auch ein: „Das geht auf dem Schienennetz nicht über Nacht.“ Nach Angaben der Bahn sind für das Jahr 2026 bundesweit rund 26.000 Baustellen geplant, etwa 2.000 mehr als im Vorjahr. Nagl stellte den termingerechten Abschluss eines Großprojekts in Aussicht: Die zentrale Achse zwischen Berlin und Hamburg solle wie geplant Ende April 2026 fertiggestellt werden.


Foto: Anzeigetafel mit Warnhinweisen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1. Bundesliga: Dortmund gewinnt bei Union

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 19. Bundesligaspieltags hat Borussia Dortmund bei Union Berlin mit 3:0 gewonnen. Nach der Heimpleite der Bayern verkürzt Dortmund damit als oberster Verfolger den Abstand auf den Spitzenreiter auf acht Punkte, Union bleibt auf Rang neun.

Die Partie begann mit einem frühen Elfmeter für den BVB in der 10. Minute. Guirassy war im Strafraum von Union-Keeper Rönnow zu Fall gebracht worden, nachdem er sich den Ball nach einem misslungenen Klärversuch von Querfeld vorgelegt hatte. Emre Can trat an und verwandelte den Elfmeter souverän ins linke untere Eck, wodurch Dortmund früh in Führung ging.

Union Berlin zeigte sich keineswegs geschockt und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Allerdings fehlte es dem Team von Steffen Baumgart an der nötigen Präzision. Die erste nennenswerte Chance für die Köpenicker kam in der 28. Minute durch Diogo Leite, dessen Kopfball nach einer Ecke jedoch nicht gefährlich genug war und von BVB-Keeper Kobel sicher pariert wurde. Kurz darauf gab es auch eine starke Gelegenheit für Dortmund, als Nmecha von der linken Seite in den Strafraum zog und Guirassy auflegte, dessen Schuss allerdings geblockt wurde.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Dortmund in der 53. Minute auf 2:0. Nach einer Ecke von Ryerson stieg Nico Schlotterbeck am zweiten Pfosten hoch und traf den Ball wuchtig. Rønnow konnte den Schuss zwar noch mit den Fingerspitzen touchieren, doch der Ball landete im Netz. Der Treffer stellte die Weichen auf Sieg, und Union hatte nun noch mehr Mühe, gegen die stabile Dortmunder Defensive anzugehen.

Trotz mehr Ballbesitz und einiger harmloser Flanken konnte Union keine echten Torgefahr erzeugen. Der BVB stand gut und ließ den Hausherren wenig Raum für gefährliche Aktionen. In der 75. Minute setzte Union alles auf Offensive und brachte mit Oliver Burke sowie András Schäfer frische Kräfte, doch auch diese Wechsel konnten die fehlende Durchschlagskraft im Angriff nicht beheben. Es fehlte an präzisen Pässen und gefährlichen Torabschlüssen, um den BVB ernsthaft zu gefährden.

In der 84. Minute machte dann Maximilian Beier nach hervorragender Vorarbeit mit scharfen Querpässen den Deckel drauf.

Dortmund war insgesamt die reifere Mannschaft, konnte aber auch in der zweiten Halbzeit das Spiel gut kontrollieren. Union blieb ohne nennenswerte Chancen. Das Ergebnis unterstrich die Effektivität des BVB.


Foto: Union Berlin – Borussia Dortmund am 24.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lottozahlen vom Samstag (24.01.2026)

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Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 1, 7, 28, 32, 47, 49, die Superzahl ist die 1. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 3016188. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 164810 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.

In Deutschland wird das populäre Zahlenlotto „6 aus 49“ seit 1955 gespielt.


Foto: Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wieder tödliche Schüsse bei "ICE"-Einsatz in den USA

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Minneapolis (dts Nachrichtenagentur) – In den USA ist wieder ein Mensch durch Schüsse von Beamten der Polizeibehörde ICE ums Leben gekommen. Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O`Hara, sagte an Samstag, der 51-jährige Mann, der am Morgen von Bundesagenten angeschossen wurde, sei mittlerweile gestorben. Laut US-Heimatschutzministerium soll der Mann bewaffnet gewesen sein.

Die tödliche Schießerei ist bereits der zweite Vorfall dieser Art in Minneapolis in diesem Monat. Zuvor hatte ein ICE-Agent am 7. Januar eine 37-jährige Mutter von drei Kindern erschossen, was bereits landesweite Proteste ausgelöst hatte.

Eine Woche später war außerdem ein venezolanischer Einwanderer bei einem gezielten Verkehrsstopp ins Bein geschossen worden. Der Mann soll sich der Festnahme widersetzt haben und wurde mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, forderte das Ende der aggressiven Einwanderungskontrollen und bezeichnete den Vorfall als „erschreckend“. Er rief die Trump-Administration dazu auf, den Einsatz zu beenden und die Bundesbeamten aus Minnesota abzuziehen. Auch Senatorin Tina Smith äußerte sich kritisch und forderte den Rückzug der ICE-Agenten, damit die örtliche Polizei den Tatort sichern könne.


Foto: US-Polizeiauto (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1: Bundesliga: Augsburg gewinnt gegen die Bayern

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München (dts Nachrichtenagentur) – Am 19. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg beim FC Bayern München mit 2:1 gewonnen. Es ist die erste Heimpleite für die Bayern seit fast elf Monaten und die erste Niederlage nach 27 ungeschlagenen Spielen in Folge.

Die Partie begann wie erwartet: Die Münchner dominierten den Ballbesitz von Beginn an, fanden jedoch in den ersten Minuten kaum Wege in die gefährlichen Zonen vor dem Tor der Gäste. Augsburg setzte auf eine kompakte Defensive und versuchte, das Aufbauspiel der Bayern früh zu stören, ohne selbst zu zwingenden Chancen zu kommen. Der erste Abschluss der Partie gehörte dennoch den Gästen, als Claude-Maurice aus rund 21 Metern knapp am Tor vorbeischoss (5. Minute). Auf Seiten der Bayern sorgte Diaz für die erste gefährliche Aktion, sein Schuss aus spitzem Winkel konnte jedoch von Zesiger geblockt werden (8.).

In der 23. Minute nutzten die Bayern ihre erste ernsthafte Gelegenheit zur Führung: Nach einer Ecke von Olise traf Hiroki Ito per Kopf aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. In der Folgezeit blieb Bayern überlegen, konnte die Führung aber zunächst nicht ausbauen. Diaz hatte aus spitzem Winkel die Chance auf das 2:0, doch der Augsburger Schlussmann Dahmen lenkte den Ball ab (27. Minute). Kurz vor der Halbzeit kamen die Gäste noch einmal gefährlich vor das Tor: Fellhauer traf aus zehn Metern nur die Latte, nachdem Massengo ihn mit einem Steilpass in Szene gesetzt hatte (45.+4). Zur Halbzeit führten die Münchner mit 1:0.

Augsburg zeigte sich in der zweiten Hälfte deutlich verbessert, agierte nun spritziger und setzte die Bayern defensiv unter Druck. In der 57. Minute hatte Kane nach einer Davies-Flanke eine Kopfballchance, wurde jedoch von Chaves gestört, sodass Dahmen nicht eingreifen musste. Bayern versuchte, Ruhe ins Spiel zu bringen, konnte sich aber gegen die wachsende Offensivstärke der Fuggerstädter nur selten in Szene setzen.

Der Ausgleich für Augsburg fiel schließlich in der 75. Minute durch Augsburgs Neuzugang Arthur Chaves. Nach einer Ecke von Yannik Keitel brachte Chaves den Ball per Oberkörper ins Tor und erzielte das 1:1. Kurz darauf die Sensation: In der 81. Minute vollendete Han-Noah Massengo einen Doppelpass mit Claude-Maurice zum 2:1.

In der Schlussphase reagierten die Bayern mit mehreren Wechseln, unter anderem kamen Musiala, Kimmich, Davies, Bischof, Jackson und Chavez ins Spiel, während Spieler wie Ito, Goretzka, Karl und Kim den Platz verließen. Trotz einiger Bemühungen gelang es den Bayern nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.

Für Augsburg bedeutete der späte Doppelschlag ein hochverdientes Comeback gegen den ungeschlagenen Tabellenführer. Die Fuggerstädter verdienten sich den Sieg durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, während Bayern zwar die Kontrolle über Ballbesitz behielt, aber offensiv zu harmlos blieb. Mit diesem Erfolg konnte Augsburg wertvolle Punkte im Abstiegskampf sammeln, während der FC Bayern einen kleinen Rückschlag im Kampf um den souveränen Saisonabschluss erlitt.

Für Freude sorgte die Niederlage auch in Leverkusen: Denn vollkommen ungeschlagen Meister werden, so wie es der Werkself gelang, das ist für die Bayern in dieser Saison nun nicht mehr möglich. „Bayer Leverkusen – ungeschlagen“ tönte es dort von der Tribüne.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Heidenheim – Leipzig 0:3, Leverkusen – Bremen 1:0, Mainz – Wolfsburg 3:1 und Frankfurt – Hoffenheim 1:3. Am Abend treffen noch Union Berlin und Borussia Dortmund aufeinander.


Foto: Jonas Urbig (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SAP-Chef Klein warnt vor AfD

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Walldorf (dts Nachrichtenagentur) – SAP-Chef Christian Klein hat vor den Folgen eines politischen Erfolgs der AfD für den Wirtschaftsstandort Deutschland gewarnt. „Mit der Politik der AfD, würden Sie sich da willkommen fühlen? Absolut nein“, sagte Klein im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins POLITICO am Samstag.

Zugleich räumte Klein Frust über bestehende politische Defizite ein, etwa beim Thema Digitalisierung. „Ich bin auch frustriert über die Regulierung und über den Mangel an Digitalisierung“, sagte er. Die AfD biete aus seiner Sicht keine tragfähigen Antworten auf die zentralen Herausforderungen. „Aber dann schaut man sich doch die AfD mal an. Was sind denn die Lösungen? Dann finde ich, dann wird es relativ dünn“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Softwarekonzerns.

Das Unternehmen brauche Fachkräfte aus dem Ausland, etwa aus Indien, den USA oder Skandinavien. „Wir brauchen auch Menschen, die nach Deutschland kommen“, sagte Klein. Mit Blick auf die AfD-Politik wäre dies aus seiner Sicht gefährdet. „Das wäre einfach ein fatales Zeichen“, sagte der SAP-Chef.

Ebenso richtete Klein einen Appell an die etablierten Parteien. Die Probleme seien bekannt und würden seit Jahren diskutiert. „Es ist jetzt einfach mal an der Zeit, vielleicht auch manchmal das Parteibuch ein bisschen zu vergessen und zu sagen: Was ist jetzt das Wichtige für Deutschland?“, so Klein. Entscheidend seien Wirtschaftswachstum und europäische Geschlossenheit. „Wir brauchen einfach Wirtschaftswachstum, weil das ist dann auch eine gewisse Stärke. Wir brauchen Europa“, sagte Klein.


Foto: SAP (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berufseinsteiger suchen immer länger nach erster Stelle

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berufseinsteiger in Deutschland brauchen trotz Fachkräftemangels immer länger, eine erste Stelle zu finden.

Mehr als ein Fünftel benötigte im vergangenen Jahr nach der Ausbildung länger als sechs Monate, um den ersten Job antreten zu können. Unter den Akademikern waren es 23 Prozent. Das zeigt die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Noch 2018 gelang etwa jedem Vierten der Einstieg in die Berufswelt innerhalb eines Monats, nun gilt das nur noch für jeden Fünften. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist seit 2019 um etwa 19 Tage angestiegen auf nunmehr 134 Tage, also annähernd viereinhalb Monate. „Die Bundesregierung bestätigt damit, dass der Berufseinstieg für viele junge Menschen zunehmend länger und schwerer wird“, sagte die grüne Arbeitsmarktpolitikerin Sylvia Rietenberg dem „Handelsblatt“.

Besorgniserregend finden die Grünen, dass die Regierung offenbar nicht wisse, welche Rolle dabei neben der schlechten Konjunktur die Transformation der Wirtschaft und der Siegeszug der KI spielten. „KI verändert den Arbeitsmarkt rasant, doch die Bundesregierung weiß nicht einmal, wie viele Einstiegsstellen bereits weggefallen oder umgebaut worden sind“, kritisiert Rietenberg. „Wer junge Menschen ernst nimmt, muss diesen Wandel aktiv gestalten, dafür braucht es als Erstes ein genaueres Bild der Lage.“


Foto: Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts