Donnerstag, Januar 15, 2026
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Sonneborn fordert Chat-Überwachung von der Leyens

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Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Europaabgeordnete und Chef der Satire-Partei Die PARTEI Martin Sonneborn fordert die Überwachung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU).

„Ich arbeite zum ersten Mal legislativ und habe im EU-Parlament einen Antrag eingebracht, zur gerade beschlossenen Chatkontrolle“, sagte Sonneborn der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Statt anlasslos alle zu überwachen, sollten wir lieber die SMS-Kommunikation der Kommissionspräsidentin überwachen. Aus Anlass.“

Er protestiere damit gegen „eine anlasslose Kontrolle der Kommunikation von 450 Millionen EU-Bürgern, von denen einige ja auch unschuldig sein könnten“. Die vom Rat der Europäischen Union geplante Chatkontrolle bereite, „ein Orwellsches Überwachungssystem vor, auf das – um es für Ihre Leser mal plakativ zu machen – auch die AfD zurückgreifen kann, wenn sie demnächst irgendwo regiert“, sagte Sonneborn.

„Frau von der Leyen hat schon dreimal illegal ihre SMS gelöscht“, begründete Sonneborn seinen Vorstoß gegen die Kommissionspräsidentin. „In der Pfizer-Affäre wissen wir deshalb nicht, wie und warum die EU-Bürger in einem enormen Preissprung 35 Milliarden Euro für viel zu viele Impfstoffe bezahlt haben. Wir wissen auch nicht, was für Einwände Frankreichs Präsident Macron gegen das – kritisch zu sehende – EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten hat. Und aus von der Leyens Zeit als Verteidigungsministerin fehlen Textnachrichten, die ihre wahnsinnigen Ausgaben für Unternehmensberater erklären könnten.“

Die Kontrolle ihrer SMS-Kommunikation löse zudem eine durch von der Leyen selbst gemachte Zusage ein: „Eine Überwachung würde die Transparenz herstellen, die die Kommissionspräsidentin vor ihrer Wahl versprochen hatte“, sagte Sonneborn.


Foto: Ursula von der Leyen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Heusgen verteidigt frühere AfD-Ausladung von Sicherheitskonferenz:

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München (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen hat die damalige Ausladung der AfD von der Veranstaltung verteidigt.

„Die AfD hat den Bundestag verlassen, als dort der ukrainische Präsident Selenskyj sprach“, sagte der langjährige außen- und sicherheitspolitische Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Tagesspiegel (Dienstag). Das Motto der Sicherheitskonferenz laute aber „Frieden durch Dialog“.

„Wenn eine Partei nicht mal bereit ist zuzuhören, gibt es keinen Grund für eine Einladung“, meinte der Karrierediplomat, der die Sicherheitskonferenz von 2022 bis 2025 geleitet hatte. Sein Nachfolger Wolfgang Ischinger hat die Partei in diesem Jahr zu der Konferenz eingeladen.

„Der zweite, sehr viel fundamentalere Grund ist, dass der Gründer der Sicherheitskonferenz, Ewald von Kleist, im Widerstand gegen Hitler und dessen faschistisches Regime war“, meinte Heusgen. Als Kleists Nachfolger habe er entschieden, keine Vertreter einer Partei einzuladen, „die in Teilen gesichert rechtsextrem ist“. Einer solchen Partei habe er nicht „den roten Teppich ausrollen“ wollen. Er fügte hinzu: „Ich kann mir gut vorstellen, dass Ewald von Kleist meine Entscheidung gegen die AfD mitgetragen hätte.“


Foto: Christoph Heusgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU-Politiker Mattfeldt will mehr Rente für Handwerker

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des Handwerkermangels schlägt der CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Andreas Mattfeldt eine höhere Rente für Handwerker vor.

Der „Bild“ (Dienstagsausgabe) sagte Mattfeldt: „In Deutschland wurde jahrzehntelang falsch ausgebildet: Es gab viel zu wenig Lehrlinge und viel zu viele Studenten zum Beispiel in Soziologie oder Psychologie. Da müssen wir dringend gegensteuern. Eine Möglichkeit ist, dass es für Handwerker mehr Rentenpunkte und damit am Ende eine höhere Rente geben könnte.“ Mattfeldt sagte, das sei „ein sinnvoller Schritt auch mit Blick auf mehr Wachstum und Wohlstand“.

Zugleich sprach sich der CDU-Politiker für die Einführung von Studiengebühren für einzelne Studiengänge aus. Demnach sollten „Studenten in eher weniger wichtigen Fächern wie Soziologie oder Politikwissenschaft künftig Studiengebühren zahlen. Dann kommen wir bei der Beschäftigung wieder besser ins Lot“, sagte Mattfeldt der „Bild“.


Foto: Andreas Mattfeldt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Modeindustrie will bei Textilgesetz beteiligt werden

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie erwartet von der Bundesregierung bei der Entwicklung eines neuen Textilgesetzes eine Zusammenarbeit mit den deutschen Herstellern.

Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes, Uwe Mazura, der „Rheinischen Post“ (Dienstag) und bezog sich dabei auf die Pläne von Umweltminister Carsten Schneider (SPD). Dieser will künftig die Hersteller von Fast-Fashion-Kleidung an den Entsorgungskosten beteiligen.

„Deutsche Qualitätshersteller und Modemarken pauschal für diese Abfallströme in Haftung zu nehmen, wäre ein Irrwitz“, sagte Mazura. „Wenn Hersteller zur Kasse gebeten werden sollen, dann müssen sie auch mitbestimmen, wie die sogenannte Erweiterte Herstellerverantwortung umgesetzt wird.“ Deswegen freue sich der Verband auf den Dialog mit dem Umweltminister. „Unsere Unternehmen haben nämlich das Wissen, das Know-how und die Fähigkeiten, nachhaltig und in Kreisläufen zu denken und zu handeln“, sagte Mazura. „Hier muss die Bundesregierung ihrer eigenen Industrie den Rücken stärken, anstatt dem textilen Mittelstand immer neue Hürden in den Weg zu stellen und neue Kosten zu produzieren.“


Foto: Modeartikel-Geschäft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nach Sturmtief: Krankenhäuser melden "extreme Belastung"

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sturmtief „Elli“ und das extreme Winterwetter der vergangenen Tage haben Krankenhäuser bundesweit stark gefordert.

„Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet“, sagte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Wir haben eine große Zahl an Fußgänger-Unfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen“.

Für die Arztpraxen ist die Lage laut dem Hausärzteverband bislang gut beherrschbar gewesen. „Vieles konnte direkt in unseren Praxen behandelt werden, in einigen Fällen mussten die Patientinnen und Patienten in die Kliniken überwiesen werden“, sagte Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes, der Rheinischen Post. Er fügte aber hinzu: „Wir rechnen damit, dass die kommenden Tage und Wochen verstärkt Patientinnen und Patienten, die aufgrund von Stürzen in den Notaufnahmen behandelt wurden, zur Nachbehandlung in unseren Praxen vorstellig werden.“


Foto: Schnee in Berlin am 09.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Grönland: Grüne offen für mögliche internationale Militärpräsenz

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Agnieszka Brugger, hat den Vorstoß für eine internationale Militärpräsenz in Grönland begrüßt, um Dänemark in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump Unterstützung zu signalisieren.

„Selbstverständlich gibt es gemeinsame transatlantische Sicherheitsinteressen in der Arktis, bei denen wir alle miteinander mehr tun sollten. Umso verwunderlicher ist es, warum Donald Trump derart eskaliert. Zu Recht stellt sich die Frage nach möglicherweise anderen Motiven“, sagte Brugger der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

„Was auch immer die USA militärisch brauchen, haben sie durch die Zusammenarbeit mit dem treuen Nato-Mitglied Dänemark, das immer wieder Bereitschaft dazu erklärt hat“, so die Grünen-Fraktionsvizechefin. „Natürlich kann für die transatlantischen Sicherheitsinteressen auch die Präsenz von Militär eine Rolle spielen. Die Voraussetzung ist, dass jedes Engagement auch von Dänemark gewünscht ist. Eine solche Präsenz und möglicherweise auch Zusammenarbeit könnten dazu beitragen, dass dieser derart unnötig eskalierte Konflikt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehrt und Donald Trump von seinen Plänen Abstand nimmt“, sagte Brugger.

Zugleich mahnte sie: „Sie sollte aber eingebettet sein in einen Mix aus kluger Diplomatie und auch hartem Gegendruck. So könnte zum Beispiel bei weiterer Eskalation der Zoll-Deal oder die bereits vereinbarte Abnahme von LNG-Gas aufgekündigt werden“, sagte Brugger. Am Vorgehen der Bundesregierung übte sie scharfe Kritik: „Die feige und unkluge Strategie des Wegguckens des Bundeskanzlers wurde in den USA genau beobachtet und hat dazu beigetragen, dass man sich immer einen Schritt weiter traut und die europäischen Interessen nicht ernst nimmt“, sagte die Grünen-Politikerin. „Worum es jetzt sicher nicht geht, ist, irgendeine militärische Konfrontation zu suchen. Die EU sollte immer zur Zusammenarbeit bereit sein, darf sich aber auch nicht rumschubsen lassen und muss auch bereit sein, mit Härte zu antworten, wo dies notwendig ist“, so Brugger.


Foto: Soldaten der Bundeswehr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Mehrheit für deutsche Verteidigung Grönlands

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sollte es zu einem US-Angriff auf Grönland kommen, muss Deutschland nach Ansicht der Bundesbürger an der Seite Dänemarks stehen, um die Insel in der Arktis zu verteidigen.

Wie eine Forsa-Umfrage für den „Stern“ ergab, sind 62 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Bundesrepublik gemeinsam mit anderen Bündnispartnern Dänemark zu Hilfe eilen sollte, falls der US-Präsident seine Drohung wirklich wahr macht und Dänemark den Bündnisfall ausruft. 32 Prozent sprachen sich dagegen aus, sechs Prozent äußerten sich nicht.

Vor allem Anhänger von Grünen, Union, der Linken und der SPD teilten diese Auffassung. Bei den Grünen sprachen sich sogar drei Viertel aller Befragten für einen militärischen Beistand aus. Unter Wählern von Union und Linke waren es 71 Prozent, bei SPD-Anhängern 68 Prozent. Ganz anders das Bild bei Wählern der AfD: Dort ist eine Mehrheit (59 Prozent) gegen eine militärische Unterstützung Dänemarks; nur etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) gab an, dafür zu sein.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa für den „Stern“ und RTL Deutschland am 8. und 9. Januar 2026 erhoben. Datenbasis: 1.002 Befragte.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump verhängt Sondersteuer für Geschäftspartner des Iran

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat eine Sondersteuer für alle Länder angekündigt, die mit dem Iran Geschäfte machen.

Der entsprechende Zoll betrage 25 Prozent und gelte „mit sofortiger Wirkung“, schrieb Trump am Montag auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“. Der Zoll werde auf alle Geschäfte erhoben, die diese Länder mit den Vereinigten Staaten von Amerika betrieben. „Diese Anordnung ist endgültig und unanfechtbar“, schrieb Trump weiter.

Zuvor hatten Menschenrechtler mitgeteilt, dass sechzehn Tage nach Beginn der neuen landesweiten Protestwelle gegen die Regierung im Iran mindestens rund 650 Demonstranten getötet worden wind. Tausende seien verletzt worden, meldete die Organisation „Iran Human Rights“ (IHRNGO) mit Sitz in Oslo.


Foto: Industrieanlagen in den USA (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen leicht positiv – Machtkampf zwischen Trump und Fed

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New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Montag leichte Zugewinne verzeichnet. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.590 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.975 Punkten 0,2 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.789 Punkten 0,1 Prozent im Plus.

„US-Präsident Trump hat zu einem Zeitpunkt den Kampf gegen Fed-Chef Powell wieder aufgenommen, als nach der monatelangen Pause die Mehrheit an der Börse das Thema bereits abgehakt hatte“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Die US-Staatsanwaltschaft leitet gegen den obersten Geldpolitiker eine strafrechtliche Untersuchung ein und der Beklagte schlägt zurück. Der Kampf um die Zinsen eskaliert auf Kosten der Unabhängigkeit der Notenbank. Mehr als je zuvor steht die Frage im Raum, ob die Geldpolitik in den kommenden Monaten und Jahren eher von Fakten und konjunkturellen Bedingungen bestimmt wird oder doch die Politik darüber entscheidet, wie hoch die Leitzinsen sind.“

„Möglichen Erleichterungen bei den Finanzierungskosten steht damit eine Willkür und ein Außerkontrollgeraten der Inflation gegenüber. Wofür die meisten Investoren plädieren, zeigen sie heute durch ihre Verkäufe von amerikanischen Aktien, aber auch Staatsanleihen. Sie fordern höhere Zahlungen als Ausgleich für das zusätzliche Risiko eines Landes, dessen Regierung und Zentralbank in offenem Konflikt stehen. Die steigenden Zinsen verdeutlichen auch die Sorge, wie weit das Weiße Haus gehen würde, um die Notenbank zur Senkung der Kreditkosten zu zwingen, während die Inflation weiter hartnäckig über dem Zielwert der Zentralbank von zwei Prozent liegt“, sagte Romar.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1665 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8573 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.596 US-Dollar gezahlt (+1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 126,67 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 63,91 US-Dollar, das waren 57 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Koalitionsparteien machen Weg für Haseloff-Nachfolge frei

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Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Koalitionsparteien CDU, SPD und FDP haben den Weg für den Wechsel an der Regierungsspitze in Sachsen-Anhalt freigemacht. Sven Schulze, derzeit CDU-Landeschef und Wirtschaftsminister, soll Reiner Haseloff noch vor den Landtagswahlen als Ministerpräsident nachfolgen. Die Wahl Schulzes ist für Ende Januar im Magdeburger Landtag geplant.

Am Montag stimmten die Gremien der drei an der Landesregierung beteiligten Parteien für den Wechsel. Zuerst votierte die CDU, deren Landesvorstand sich einstimmig für Schulze aussprach. Auch die CDU-Landtagsfraktion hatte zuvor ihre Zustimmung gegeben. Der SPD-Landesvorstand und die Landtagsfraktion der Sozialdemokraten fassten ebenfalls einstimmige Beschlüsse für den geplanten Wechsel. Am Abend folgte die Zustimmung des FDP-Landesvorstands.

Haseloff hatte in der vergangenen Woche angekündigt, sein Amt noch vor der anstehenden Landtagswahl im September abgeben zu wollen. Er machte seinen Rückzug davon abhängig, dass die Koalition fortgeführt und der Koalitionsvertrag übernommen wird. Haseloff ist seit 2011 Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und der dienstälteste in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr hatte er erklärt, bei der Landtagswahl 2026 nicht mehr antreten zu wollen, und Schulze als Nachfolger vorgeschlagen.


Foto: CDU-Plakat mit Sven Schulze und Reiner Haseloff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts