Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstand der Deutschen Bahn hat seine Führungskräfte zu mehr Einsatz und mehr Konzentration auf die Lösung der Probleme im Unternehmen aufgefordert. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf ein Schreiben zu „neuen Managementpraktiken“.
Man stecke in der „größten Krise seit der Bahnreform“, heißt es demnach in dem Beitrag. „Wir befinden uns in einer Performance-Krise und gleichzeitig in einer Management-Krise“, schreibt der Vorstand laut „Spiegel“. Um diese Krisen zu überwinden, müsse man „radikal anders agieren“.
Neun Verhaltensmaßgaben verlangt der Vorstand künftig von seinem Management. So sollen „nur Ergebnisse zählen“, keine Pläne. „Bei negativen Ergebnissen müssen Gegenmaßnahmen initiiert werden“, zitiert das Nachrichtenmagazin. Diese müssten „konkret und zielgerichtet“ sein. Dem Unternehmen werde es nicht mehr helfen, nur Probleme zu beschreiben, sondern man müsse sie auch angehen. Meetings dürften „nur mit einem konkreten Lösungsvorschlag oder einer konkreten Methodik zur Entwicklung eines Lösungsvorschlags aufgesetzt werden“.
Der Vorstand droht auch jenen, die sich nicht daran halten, mit Konsequenzen. Wer nur Probleme aufwerfe, ohne Bereitschaft an der Lösung mitzuhelfen, der werde „konsequent vom Einladenden von Meetings entfernt“, heißt es in dem Artikel. Alle Meetings sollen nur noch dazu dienen, das Sanierungskonzept „S3“ umzusetzen, das der Bahn-Vorstand im vergangenen Monat dem Aufsichtsrat vorgestellt und Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) übergeben hatte.
Bahn-Chef Lutz steht unter dem Druck des staatlichen Eigentümers, vertreten durch Bundesverkehrsminister Wissing, der selbst unlängst einen Sieben-Punkte-Plan für die Sanierung der Deutsche Bahn aufgestellt hatte. Auf Anfrage des „Spiegel“ erklärte die Deutsche Bahn, das Ziel des bis Ende 2027 laufenden Sanierungsprogramm sei es, „die Leistungsfähigkeit der Schiene wiederherzustellen, das Kundenerlebnis deutlich zu verbessern und die finanzielle Tragfähigkeit“. Die DB sei „heute weit weg von dem, was wir uns 2019 mit der Starke-Schiene-Strategie für 2024 vorgenommen haben“.
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung nun doch nicht mittragen. „Solange keine Klarheit besteht, dass wir die Steuerzahler von der kalten Progression befreien, kann es keine Anpassung der Bemessungsgrenze bei den Sozialbeiträgen geben“, sagte Lindner der „Bild“ (Mittwochausgabe).
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Verkaufspreise im Großhandel waren im September 2024 um 1,6 Prozent niedriger als im September 2023. Im August 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -1,1 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Die Großhandelspreise fielen demnach im September 2024 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat die Frage, ob seine Partei die Koalition in der Rentenfrage platzen lasse, mit einem klaren Nein beantwortet. Gleichwohl sei Rentenpolitik auch Teil der wirtschaftlichen Entwicklung, sagte Djir-Sarai der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Dienstag.
New York City (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehrmaligen Angriffen der israelischen Armee auf Blauhelmsoldaten der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (Unifil) hat der UN-Sicherheitsrat scharfe Kritik geübt. Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates „forderten alle Parteien auf, die Sicherheit des UN-Personals und der UN-Gebäude zu respektieren“, sagte die amtierende Präsidentin des Sicherheitsrats, die Schweizer UN-Botschafterin Pascale Baeriswyl, im Namen aller 15 Mitglieder. „Sie erinnerten daran, dass UN-Friedenstruppen und UN-Gebäude niemals das Ziel eines Angriffs sein dürfen.“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Image des deutschen Wirtschaftsstandorts im Ausland verschlechtert sich offenbar. Das zeigt eine Umfrage der Auslandshandelskammern (AHK) und der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter deutschen und internationalen Unternehmen außerhalb Deutschlands, über die das „Handelsblatt“ berichtet.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP-Fraktion im Bundestag will eine Ausweitung der Todesdefinition als Voraussetzung für die Organspende. So soll künftig auch der Herz-Kreislauf-Stillstand Grundlage für eine Organentnahme sein – bisher musste zwingend der Hirntod nachgewiesen werden. Dies geht aus dem Entwurf eines Positionspapiers hervor, welches am Dienstag von der FDP-Fraktion beschlossen werden soll und über das die „Welt“ berichtet.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hält es für nahezu ausgeschlossen, dass die Sozialdemokraten mit Boris Pistorius an der Spitze in den Bundestagswahlkampf ziehen werden. „Ich wette, dass er nicht Kanzlerkandidat der SPD wird“, sagte Steinbrück dem „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe).
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Franziska Brantner, Kandidatin für den Grünen-Vorsitz und derzeit Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, fordert eine große Staatsreform.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des drohenden zweiten Rezessionsjahrs in Folge für die deutsche Wirtschaft fordert der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) Peter Adrian drei „Sofortsignale“. Adrian sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben), Unternehmer bräuchten jetzt Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die schnell in den Betrieben ankämen.