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Nagelsmann gratuliert Jürgen Klopp zu Red-Bull-Engagement

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Julian Nagelsmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturZenica (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp zu seinem neuen Engagement als Head of Global Soccer beim Getränkekonzern Red Bull gratuliert. Es handele sich um eine „Win-Win-Situation für beide Seiten“, sagte Nagelsmann vor dem Nations-League-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina am Donnerstag.

Neben Klopp sei auch Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zu beglückwünschen, die Zusammenarbeit sei ein „herausragender Coup“. Der ehemalige Liverpool-Coach werde seine Aufgabe „mit sehr viel Leben und auch mit seiner Art herausragend gut erfüllen“, zeigte sich der Ex-Trainer von RB Leipzig sicher.

Er sehe auch kein Problem darin, dass Klopp nun bei einem in deutschen Fankreisen umstrittenen Unternehmen angestellt sei. Schließlich sei es etwa im englischen Fußball „völlig normal“, dass hinter einem Verein jemand stehe, der „die Dinge auch finanziert“, argumentierte der Bundestrainer.

Jürgen Klopp übernimmt seine neue Aufgabe ab dem 1. Januar 2025, wie Red Bull am Mittwoch mitgeteilt hatte. Zuvor war Klopp von vielen Beobachtern nach seinem Job in Liverpool auch mit dem Amt des Bundestrainers in Verbindung gebracht worden, sollte Nagelsmann dieses eines Tages nicht mehr bekleiden.


Foto: Julian Nagelsmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Söder fehlt bei Großteil der Bundesratssitzungen

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Sitzung des Bundesrates (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist bei einem Großteil der Bundesratssitzungen nicht anwesend. Seit seinem Amtsantritt in der Münchner Staatskanzlei im März 2018 gab es 82 Sitzungen der Länderkammer, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgaben). Söder hat demnach nur an elf von ihnen teilgenommen.

Das Wort ergriffen hat er in sechs dieser Sitzungen. Reiner Haseloff (CDU), Regierungschef in Sachsen-Anhalt und dienstältester Ministerpräsident, hat dagegen an 72 der 82 Bundesratssitzungen teilgenommen.

Im wichtigen Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag ist Söder nicht Mitglied – im Gegensatz zu allen Ministerpräsidenten der CDU. Für Bayern sitzt statt Söder Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in dem Ausschuss. Auch an den Vorbesprechungen der Unionsministerpräsidenten am Vorabend der Bundesratssitzungen hat Söder laut SZ in den vergangenen Jahren nur sehr selten teilgenommen.


Foto: Sitzung des Bundesrates (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Haushalt verstößt womöglich gegen EU-Schuldenregeln

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Schuldenuhr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der geplante Haushalt der Bundesregierung könnte womöglich gegen die strengen Schuldenregeln der EU verstoßen, für die sich Finanzminister Lindner (FDP) eingesetzt hatte. „Kernproblem ist, dass die Einhaltung der Schuldenbremse künftig nicht mehr gewährleistet, dass die Finanzplanung den Regeln entspricht“, sagte der Vorsitzende des unabhängigen Beirats des Stabilitätsrats, Thiess Büttner, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe).

Lindner hatte zuvor kurzfristig ein Treffen mit seinen Amtskollegen aus den Bundesländern für diesen Freitag abgesagt, da noch Klärungsbedarf mit Brüssel bestehe. Um wie viel Geld es genau geht, ist noch unklar.

„Die unionsgeführten Länder sind extrem irritiert von diesem Umgang seitens der Bundesregierung“, sagte Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) der Zeitung. Die Absage des Treffens des Stabilitätsrates in dieser Kurzfristigkeit sei ein absolutes Novum. „Man muss feststellen, dass politische Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Ampel für die Länder immer schwieriger wird“, so der CDU-Politiker. Auf der Tagesordnung des Stabilitätsrats stand die Stellungnahme zum mittelfristigen Nettoausgabenpfad.


Foto: Schuldenuhr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wagenknecht kritisiert angekündigte Rüstungsexporte nach Israel

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Sahra Wagenknecht am 09.10.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht hat die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigten weiteren deutschen Waffenlieferungen an Israel scharf kritisiert. „Waffenlieferungen an Israel sind aktuell Beihilfe zu Kriegsverbrechen“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

„Wir brauchen ein Waffenembargo und diplomatischen Druck auf die Netanjahu-Regierung“, fügte sie mit Blick auf den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu hinzu. Die Bundesregierung sollte ihrer Ansicht nach „deeskalieren“ und für einen sofortigen Waffenstillstand eintreten.

„Olaf Scholz scheinen zehntausende tote Zivilisten, darunter tausende Frauen und Kinder, so gleichgültig zu sein wie das humanitäre Völkerrecht“, sagte Wagenknecht. „Israel hat das Recht, sich und seine Bürger zu schützen. Aber Israel hat nicht das Recht auf seiner Seite, wenn es Gaza dem Erdboden gleich macht und seine Einwohner mit ungebremster Rücksichtslosigkeit unter Schutt und Asche begräbt“, so die BSW-Chefin.

„Diese Brutalität wiederholt sich im Libanon. Israels Regierung, die teilweise mit Rechtsradikalen besetzt ist, droht eine ganze Region in den Abgrund zu stürzen“, sagte Wagenknecht. „Dafür darf es keine Waffen aus Deutschland geben.“


Foto: Sahra Wagenknecht am 09.10.2024, via dts Nachrichtenagentur

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UN-Mission im Libanon meldet Beschuss durch israelische Armee

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Vereinte Nationen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNaqura (dts Nachrichtenagentur) – Das Hauptquartier der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) ist offenbar mehrfach bei Zusammenstößen zwischen den israelischen Streitkräften (IDF) und der Hisbollah getroffen worden. Am Morgen seien zwei Blauhelmsoldaten verletzt worden, als ein Merkava-Panzer der IDF auf einen Beobachtungsturm des UNIFIL-Hauptquartiers in Naqoura gefeuert, ihn direkt getroffen und zu Fall gebracht habe, teilte die UN-Mission am Donnerstag mit.

Die Verletzungen sind nicht schwerwiegend, hieß es. Die Getroffenen befänden sich im Krankenhaus.

UNIFIL wirft israelischen Soldaten zudem vor, eine UN-Position in Labbouneh beschossen zu haben. Dort hätten sie den Eingang des Bunkers, in dem die Friedenstruppen untergebracht waren, getroffen und Fahrzeuge sowie ein Kommunikationssystem beschädigt. Eine IDF-Drohne soll dabei beobachtet worden sein, wie sie bis zum Eingang des Bunkers geflogen sei. Am Mittwoch sollen israelische Soldaten zudem „absichtlich“ auf die Überwachungskameras der Stellung geschossen und diese ausgeschaltet haben.

Die UN-Mission, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist, erinnerte „die IDF und alle Akteure“ an ihre Verpflichtung, die Sicherheit des UN-Personals und des UN-Eigentums zu gewährleisten und die Unverletzlichkeit des UN-Geländes zu jeder Zeit zu respektieren. Die Friedenstruppe sei im Südlibanon präsent, um im Rahmen des Mandats des Sicherheitsrates die Rückkehr zur Stabilität zu unterstützen. „Jeder vorsätzliche Angriff auf Friedenssoldaten ist eine schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts und der Resolution 1.701 des Sicherheitsrats“, so UNIFIL.

Zuvor hatten sich bereits das UN-Nothilfebüro OCHA und der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) alarmiert über weitere Angriffe auf Krankenwagen und Hilfszentren in Libanon gezeigt. Das UNFPA zählte 87 getötete Mitarbeiter des Gesundheitswesens und 98 infolge der Kämpfe geschlossene Einrichtungen. Patienten, Krankenwagen, medizinisches Personal und Einrichtungen seien kein Ziel und müssten stets geschützt werden, schrieb OCHA.


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Vize-Posten für Klimaschutz der SPD-Fraktion bleibt unbesetzt

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Matthias Miersch (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem Matthias Miersch neuer SPD-Generalsekretär geworden ist, besetzt die SPD-Bundestagsfraktion seinen bisherigen Posten als Fraktionsvizevorsitzender nicht neu. Das geht aus einem Schreiben von Fraktionschef Rolf Mützenich an die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion hervor, über das die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) berichtet.

„Der Geschäftsführende Fraktionsvorstand hat heute – nach Rücksprache mit dem Fraktionsvorstand – beschlossen, die Position des Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden für Umwelt, Klimaschutz, Energie Landwirtschaft und Verbraucherschutz nicht neu zu besetzen“, heißt es darin.

Bis zum Ende der Legislatur soll dem Brief zufolge Verena Hubertz die Bereiche Klimaschutz und Energie übernehmen, Detlef Müller den Bereich Umwelt und Verbraucherschutz und Dirk Wiese den Bereich Landwirtschaft sowie den Untersuchungsausschuss zum Atomausstieg. Sönke Rix soll dem Brief zufolge von Wiese den Bereich Kultur übernehmen.

„Am Ende der Legislaturperiode glauben wir, dass dies eine verantwortungsvolle Entscheidung ist, damit sich die Fraktion – genauso wie die Partei – auf die kommenden Herausforderungen konzentrieren kann“, heißt es in dem Brief weiter.


Foto: Matthias Miersch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Reul ließ Landtagsprotokoll zu Terror in Solingen ändern

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Herbert Reul (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat in einem Landtagsprotokoll offenbar eine Aussage zum Terroranschlag in Solingen nachträglich ändern lassen. Das berichtet der „Spiegel“.

Demnach beantwortete er am 11. September im Düsseldorfer Parlament Fragen der Abgeordneten zu den Abläufen in seinem Ministerium nach dem Attentat, bei dem ein Syrer Ende August drei Menschen mit einem Messer ermordet hatte. Reul ging dabei laut „Spiegel“ auch auf die Frage ein, wann er erfahren hatte, dass der Tatverdächtige 2023 abgeschoben werden sollte und wann er seine Kabinettskollegin, Fluchtministerin Josefine Paul (Grüne), darüber informierte.

Reul soll im Landtag gesagt haben, dass ihm erst am Sonntagmorgen, am zweiten Tag nach der Tat, bewusst geworden sei, dass die misslungene Abschiebung wichtig ist. Er soll von dem gescheiterten Abschiebeversuch bereits am Samstag und damit einen Tag nach dem Anschlag erfahren haben, schlussfolgert der Bericht.

Im Nachgang der Sitzung wünschte sich das Innenministerium laut „Spiegel“ eine Änderung des Zitats von Reul im Protokoll. Das Ministerium richtete demnach eine entsprechende Bitte an die Landtagsverwaltung, die den Wunsch auch umsetzte. Die Verwaltungsmitarbeiter verschoben die Zeitangabe („Das war Sonntagmorgen.“) im Protokoll an eine andere Stelle.

Das Innenministerium bestätigte die Protokolländerung auf Anfrage des Nachrichtenmagazins. Reul habe sich „missverständlich ausgedrückt“, daher sei die Passage „entsprechend modifiziert“ worden, teilte ein Sprecher mit. Den Verdacht, Reul habe Fehler vertuschen oder Falschaussagen kaschieren wollen, wies das Ministerium zurück.


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Südkoreanische Schriftstellerin Han Kang erhält Literaturnobelpreis

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Bekanntgabe Literatur-Nobelpreis 2024 (Archiv), via dts NachrichtenagenturStockholm (dts Nachrichtenagentur) – Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Han Kang. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Donnerstag in Stockholm mit. Die Auszeichnung ist mit elf Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 970.000 Euro, dotiert.

Die südkoreanische Autorin wurde ausgewählt „für ihre intensive poetische Prosa, die sich mit historischen Traumata auseinandersetzt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens aufzeigt“. Kang zeige in jedem ihrer Werke die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens auf, so die Schwedsche Akademie. Sie habe ein „einzigartiges Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele, den Lebenden und den Toten“ und sei mit ihrem poetischen und experimentellen Stil zu einer „Innovatorin der zeitgenössischen Prosa“ geworden.

Kangs internationaler Durchbruch, der Roman „Die Vegetarierin“, wurde unter anderem ins Deutsche übersetzt. Auch die Romane „Menschenwerk“, „Griechischstunden“ und „Weiß“, welches in der Nobelpreisrede als „säkulares Gebetsbuch“ bezeichnet wurde, sind auf Deutsch erhältlich.

Bereits am Montag, Dienstag und Mittwoch waren die diesjährigen Gewinner in den Bereichen Medizin, Physik und Chemie bekannt gegeben worden. Der Medizin-Nobelpreis geht an die US-Genforscher Victor Ambros und Gary Ruvkun für ihre Grundlagenforschung zu microRNA, der Preis für Physik an die KI-Forscher Geoffrey Hinton und John Hopfield. Der Biochemiker David Baker sowie die KI-Forscher Demis Hassabis und John Jumper wurden für ihre Forschung zu Proteinstrukturen mit dem Chemie-Nobelpreis ausgewählt.

Der Gewinner des diesjährigen Friedensnobelpreises wird am Freitag in Oslo bekanntgegeben. In der kommenden Woche wird zudem noch der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften vergeben.

Der Nobelpreis gilt als die höchste Auszeichnung in den berücksichtigten Disziplinen und wird jedes Jahr an Alfred Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo übergeben, alle anderen Preise in Stockholm.


Foto: Bekanntgabe Literatur-Nobelpreis 2024 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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NRW kritisiert schleppende Erleichterungen für Länder beim Wohngeld

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Satellitenschüssel an Wohnhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat die Bundesregierung dafür kritisiert, dass Vereinfachungen beim Wohngeld auf sich warten lassen, und davor gewarnt, dass die Landeshaushalte durch die Wohngeld-Reform überfordert seien. „Mit der Wohngeld-Plus-Reform zum 1. Januar 2023 war die klare Vereinbarung verbunden, dass es zu Erleichterungen für Antragstellende als auch für Behörden kommt“, sagte Scharrenbach dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).

„Das Bundesbauministerium hat nun erklärt: Kommt nicht mehr in 2025. Eine Bankrotterklärung“, so die CDU-Politikerin. Sie bezog sich dabei auf Äußerungen des Bundesbauministeriums bei der Bauministerkonferenz Ende September, dass Änderungen und Vereinfachungen erst zu Beginn der nächsten Legislaturperiode umgesetzt würden.

Scharrenbach erklärte zudem, die Wohngeld-Reform fordere und überfordere die Landeshaushalte. „Einzelne Länder haben jetzt angekündigt, Investitionen in Straßen und Mobilität zurückstellen zu müssen, um die Mehrausgaben beim Wohngeld finanzieren zu können“, so die CDU-Politikerin. „Hier ist etwas aus dem Lot geraten.“

Das Wohngeld wird jeweils zur Hälfte von Bund und den Ländern getragen. Scharrenbach und weitere Bauminister fordern, dass der Bund mehr übernehmen sollte.


Foto: Satellitenschüssel an Wohnhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Zahl der Firmenpleiten erreicht Rekordwerte

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Amtsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturHalle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Firmenpleiten ist im September weiter gestiegen. Im dritten Quartal werden damit Rekordwerte erreicht, so eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Konkret liegt die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften im September bei 1.303, das sind 2 Prozent mehr als im Vormonat, aber 28 Prozent mehr als im September 2023. Der aktuelle Wert liegt zudem 44 Prozent über dem September-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie.

Laut IWH waren im September in den größten 10 Prozent der insolventen Unternehmen fast 23.000 Arbeitsplätze betroffen. Damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten mehr als die Hälfte über dem Vormonatswert, 75 Prozent höher als im September 2023 und 350 Prozent über dem Durchschnitt eines typischen Septembers der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.

Im dritten Quartal 2024 wurde mit 3.991 Insolvenzen von Personen- und Kapital-gesellschaften die höchste Zahl an Insolvenzen verzeichnet, die in den letzten 14 Jahren in einem Quartal insgesamt registriert wurde. Verglichen mit dem dritten Quartal 2023 stieg die Zahl der Insolvenzen um 31 Prozent.

Unter den größeren Bundesländern war der Anstieg in Bayern (+56 Prozent) und Baden-Württemberg (+42 Prozent) am stärksten. Unter den großen Insolvenzbranchen lag der Zuwachs im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen mit +31 Prozent am höchsten. Kleinere Branchen, wie etwa das Grundstücks- und Wohnungswesen (+69 Prozent), verzeichneten sogar noch stärkere Anstiege. Schaut man auf die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze, so betrug der Anstieg gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahrs 44 Prozent und war somit stärker als der Anstieg der Anzahl der Insolvenzen.


Foto: Amtsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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