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Dax startet vor Ifo-Daten leicht im Plus

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Montag zunächst leichte Kursgewinne verzeichnet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 18.720 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Freitag entspricht. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Covestro und Rheinmetall, am Ende Henkel, Daimler Truck und SAP.

Die Anleger warteten am Vormittag unter anderem auf die Veröffentlichung des neuen Ifo-Geschäftsklimaindex: Der Index gilt als wichtigster Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Anleger und Analysten erwarten, dass sich die Erwartungskomponente zum vierten Mal in Serie aufhellt, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Damit würde die Erwartungskomponente die so ersehnte wirtschaftliche Stabilisierung in Aussicht stellen.“ Von einem bevorstehenden Boom zu sprechen, wäre aber sicherlich weiterhin vermessen.

Insgesamt dürften die Handelsvolumina aber durch den US-Feiertag Memorial Day „unterdurchschnittlich niedrig bleiben“, so Altmann. „Bereits die komplette letzte Woche war von unterdurchschnittlichen Umsätzen geprägt.“ Auf der Anlegerseite gehe das Abwarten weiter. „Die Angst, zu früh zu verkaufen ist aktuell genauso groß wie die Angst, zu spät zu kaufen.“ Gerade an US-Feiertagen bedeuteten niedrige Umsätze aber nicht automatisch, dass die Schwankungen gering blieben. „Denn in einem solchen Umfeld reichen schon wenige Orders, um den Markt nachhaltig zu bewegen“, sagte der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,0850 US-Dollar (+0,04 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9215 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 82,23 US-Dollar; das waren 11 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wie machen Sie Ihre Logistik zukunftssicher?

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robotik

Die Rolle der Robotik in der Produktion und Logistik

Robotik spielt eine immer wichtigere Rolle in der Produktion und Logistik. Mit dem Einsatz von Robotern können Unternehmen ihre Effizienz erhöhen, Kosten senken und die Produktqualität verbessern. In diesem Artikel beleuchten wir, wie Robotik diese Bereiche revolutioniert und welche Vorteile sie bietet.

Effizienzsteigerung in der Produktion

Roboter haben die Art und Weise, wie Produkte hergestellt werden, grundlegend verändert. Sie übernehmen repetitive und gefährliche Aufgaben, die für Menschen anstrengend oder unsicher sind.

Automatisierte Produktionsprozesse:

Montage:
Roboter können präzise und schnell Teile montieren. Sie sind in der Lage, gleichbleibende Qualität zu liefern, ohne Ermüdungserscheinungen.

Schweißen:
In der Automobilindustrie werden Roboter oft zum Schweißen eingesetzt. Sie sorgen für gleichmäßige Nähte und reduzieren die Fehlerquote.

Qualitätskontrolle:
Mit Hilfe von Sensoren und Kameras können Roboter Fehler in Produkten erkennen. Dies verbessert die Qualitätssicherung und reduziert Ausschuss.

Kostenreduktion durch Robotik

Der Einsatz von Robotern kann die Produktionskosten erheblich senken. Einmalige Anschaffungskosten werden durch langfristige Einsparungen mehr als ausgeglichen.

Wirtschaftliche Vorteile:

Reduzierte Arbeitskosten:
Roboter benötigen keine Pausen, keine Urlaubstage und keine Gehälter. Dies führt zu erheblichen Einsparungen bei den Lohnkosten.

Höhere Produktivität:
Roboter arbeiten rund um die Uhr und steigern so die Produktionskapazität. Dies ermöglicht es Unternehmen, mehr Produkte in kürzerer Zeit herzustellen.

Weniger Fehler:
Durch die Präzision der Roboter werden Produktionsfehler minimiert. Dies spart Kosten für Nacharbeit und Ausschuss.

Verbesserung der Logistik durch Robotik

In der Logistik optimieren Roboter die Lagerverwaltung und den Transport von Waren. Sie sorgen für schnellere und effizientere Abläufe.

Optimierte Logistikprozesse:

Automatisierte Lagerhaltung:
Roboter können Waren in Lagern ein- und auslagern. Sie arbeiten mit hoher Geschwindigkeit und Präzision, was die Effizienz steigert.

Transport und Lieferung:
Autonome Fahrzeuge und Drohnen revolutionieren den Transportsektor. Sie können Waren schnell und zuverlässig an ihren Bestimmungsort bringen.

Bestandsverwaltung:
Mit Hilfe von Robotern können Lagerbestände in Echtzeit überwacht und verwaltet werden. Dies reduziert das Risiko von Fehlbeständen und verbessert die Bestandsgenauigkeit.

Herausforderungen und Zukunftsaussichten

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen beim Einsatz von Robotern. Unternehmen müssen diese bewältigen, um die vollen Potenziale der Robotik auszuschöpfen.

Herausforderungen:

Hohe Anschaffungskosten:
Die Anschaffung und Implementierung von Robotern erfordert erhebliche Investitionen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sich diese Investitionen langfristig lohnen.

Schulung und Wartung:
Mitarbeiter müssen im Umgang mit Robotern geschult werden. Zudem erfordern Roboter regelmäßige Wartung, um reibungslos zu funktionieren.

Integration in bestehende Systeme:
Die Integration von Robotern in bestehende Produktions- und Logistiksysteme kann komplex sein. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die neuen Technologien nahtlos eingebunden werden.

Zukunftsaussichten:

Die Rolle der Robotik in der Produktion und Logistik wird weiter wachsen. Fortschritte in der Technologie werden Roboter noch leistungsfähiger und vielseitiger machen. Unternehmen, die frühzeitig in Robotik investieren, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Kollaborative Roboter (Cobots):
Cobots, die Seite an Seite mit Menschen arbeiten, werden immer beliebter. Sie sind flexibel einsetzbar und können schnell auf veränderte Produktionsanforderungen reagieren.

Künstliche Intelligenz (KI):
Durch die Integration von KI werden Roboter in der Lage sein, komplexere Aufgaben zu übernehmen. Sie können lernen, sich an neue Situationen anzupassen und selbstständig Entscheidungen zu treffen.

Erweiterte Automatisierung:
Die Automatisierung wird in immer mehr Bereichen Einzug halten. Von der Fertigung bis zur Lieferung werden Roboter Prozesse effizienter gestalten.

Fazit

Die Robotik revolutioniert die Produktion und Logistik. Durch den Einsatz von Maschinen können Unternehmen ihre Effizienz erhöhen, Kosten reduzieren und die Qualität ihrer Produkte optimieren. Trotz der Herausforderungen bieten die Vorteile der Robotik erhebliche Chancen für Unternehmen. Die Zukunft der Robotik ist vielversprechend, und ihre Rolle wird weiter wachsen. Unternehmen, die in diese Technologie investieren, können sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichern und ihre Marktposition stärken.

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Robotik werden neue Anwendungsbereiche erschlossen. Flexibilität, Präzision und Effizienz machen Roboter zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Produktions- und Logistikprozesse. Unternehmen sollten die Potenziale der Robotik nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Titelbild: Bild von cagrikarip auf Pixabay

Wie können Sie Ihr Online-Geschäft vor Hackern schützen?

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Online-Unternehmer: Cybersicherheit

Cybersicherheit für Online-Unternehmer: Best Practices

In der heutigen digitalen Welt ist Cybersicherheit ein zentrales Thema für Online-Unternehmer. Die steigende Zahl von Cyberangriffen und Datenlecks bedroht nicht nur große Unternehmen, sondern auch kleine und mittelständische Online-Unternehmen. Die Angriffe können zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Zudem sind die Angriffe immer komplexer und raffinierter geworden, sodass selbst erfahrene Unternehmer Schwierigkeiten haben, sie rechtzeitig zu erkennen.

Kleine Unternehmen sind besonders anfällig, da sie oft weniger Ressourcen und kein eigenes IT-Sicherheitsteam haben. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von digitalen Prozessen immer größer. Online-Unternehmer müssen daher proaktiv handeln, um ihre digitalen Ressourcen zu schützen. In diesem Beitrag gehen wir auf die aktuellen Herausforderungen der Cybersicherheit ein und stellen praktische Best Practices vor, die Online-Unternehmern helfen, ihre Systeme und Daten besser zu schützen.

Herausforderungen in der Cybersicherheit:

Online-Unternehmer stehen vor zahlreichen Bedrohungen. Phishing, Ransomware und Denial-of-Service-Attacken sind nur einige der häufigsten Bedrohungen, die empfindliche Daten und Systeme gefährden. Viele Online-Unternehmer arbeiten mit einer begrenzten Anzahl von IT-Ressourcen oder haben nicht die Kapazität, eine eigene Abteilung für Cybersicherheit einzurichten. Zudem werden Cyberangriffe immer raffinierter, was es für Laien schwerer macht, die Risiken zu erkennen. Unzureichende Sicherheitsprotokolle und fehlendes Bewusstsein für Risiken können die Folgen von Cyberangriffen verschärfen.

Best Practices zur Stärkung der Cybersicherheit:

Regelmäßige Software-Updates:

Die Aktualisierung von Software, Betriebssystemen und Sicherheitsanwendungen ist unerlässlich. Veraltete Software enthält oft Sicherheitslücken, die von Hackern ausgenutzt werden können. Durch regelmäßige Updates wird sichergestellt, dass die neuesten Sicherheits-Patches installiert sind.

Sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung:

Starke Passwörter sind der erste Schritt zum Schutz von Konten und Systemen. Passwörter sollten mindestens 12 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbole enthalten. Zudem erhöht die Zwei-Faktor-Authentifizierung die Sicherheit erheblich, indem sie eine zusätzliche Verifizierung erfordert.

Backups:

Regelmäßige Datensicherungen auf externen Servern oder Speichermedien sind entscheidend. Im Falle eines Cyberangriffs können Daten schnell wiederhergestellt werden, was Betriebsunterbrechungen und Datenverluste minimiert.

Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter:

Mitarbeiter sind oft das schwächste Glied. Schulungen sollten regelmäßig stattfinden, um das Bewusstsein für Cyberbedrohungen zu schärfen. Themen wie Phishing und sichere Internetnutzung sollten in Schulungen behandelt werden, damit Mitarbeiter verdächtige Aktivitäten besser erkennen und melden können.

Firewalls und Anti-Malware-Programme:

Der Einsatz von Firewalls und Anti-Malware-Programmen bietet eine zusätzliche Schutzschicht. Firewalls überwachen den Datenverkehr und blockieren schädliche Aktivitäten, während Anti-Malware-Programme Viren und Schadsoftware erkennen und entfernen.

Vorteile eines starken Sicherheitskonzepts:

Die Umsetzung dieser Best Practices hat mehrere Vorteile. Erstens wird das Risiko eines erfolgreichen Cyberangriffs erheblich reduziert. Dies minimiert mögliche finanzielle Verluste, vermeidet Rufschädigungen und reduziert die Gefahr von Betriebsunterbrechungen. Zweitens stärkt eine sichere Online-Umgebung das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen. In einer Zeit, in der Datenschutz ein zentrales Anliegen ist, kann ein hohes Sicherheitsniveau ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Drittens verbessert ein strukturiertes Sicherheitskonzept die Compliance mit gesetzlichen Vorschriften und branchenspezifischen Standards.

Zukunft der Cybersicherheit für Online-Unternehmer:

Die digitale Landschaft entwickelt sich ständig weiter, und mit ihr ändern sich auch die Bedrohungen. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden in Cyberangriffen eingesetzt, was die Bedrohungen noch komplexer macht. Online-Unternehmer müssen daher wachsam bleiben und ihre Sicherheitsstrategien regelmäßig überprüfen und anpassen. Ein starker Fokus auf Prävention und die Einhaltung bewährter Verfahren sind entscheidend, um sich an die neuen Herausforderungen der Cybersicherheit anzupassen.

Cybersicherheit ist für Online-Unternehmer kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Angesichts der steigenden Anzahl von Cyberangriffen und der zunehmenden Raffinesse der Angreifer müssen Unternehmen jeder Größe proaktive Maßnahmen ergreifen, um ihre Systeme und Daten zu schützen. Die Implementierung der oben genannten Best Practices wie regelmäßige Software-Updates, starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Backups, Mitarbeiter-Schulungen und der Einsatz von Firewalls und Anti-Malware-Programmen kann Online-Unternehmern dabei helfen, ihre Risiken zu minimieren.

Ein umfassendes Sicherheitskonzept bietet vielfältige Vorteile: Es schützt vor finanziellen Verlusten, bewahrt den Ruf des Unternehmens und minimiert Betriebsunterbrechungen. Darüber hinaus stärkt eine sichere Online-Umgebung das Vertrauen der Kunden, da diese die Sorge um ihre persönlichen Daten teilen. Ein hohes Maß an Cybersicherheit kann sich so zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickeln.

Die Zukunft der Cybersicherheit bleibt jedoch herausfordernd, da Bedrohungen durch KI und maschinelles Lernen immer komplexer werden. Daher sollten Online-Unternehmer ihre Sicherheitsstrategien regelmäßig überprüfen und an die neuesten Entwicklungen anpassen. Die proaktive Verfolgung von Best Practices und die Priorisierung von Prävention ermöglichen es Unternehmen, die Angriffe besser abzuwehren und eine starke Verteidigungslinie gegen Cyberkriminalität aufzubauen. So können sie langfristige Stabilität, Kundenvertrauen und nachhaltigen Geschäftserfolg sicherstellen.

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Wie können KMUs von einer vielfältigen Belegschaft profitieren?

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Inklusion und Diversität
Business People Office Working Discussion Team Concept

Inklusion am Arbeitsplatz: Entdecken Sie, wie kleine und mittlere Unternehmen durch eine offene Unternehmenskultur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit steigern können.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und prägen als Arbeitgeber das Leben vieler Menschen. Über zwei Drittel der Beschäftigten arbeiten in einem KMU, und ihre Bedeutung reicht weit über den wirtschaftlichen Bereich hinaus. In Zeiten globaler Vernetzung, demografischer Veränderungen und eines wachsenden Bewusstseins für soziale Gerechtigkeit stehen KMU vor neuen Herausforderungen und Chancen. Ein zentrales Thema in diesem Zusammenhang ist die Förderung von Diversität und Inklusion.

Während sich große Konzerne aufgrund ihrer Ressourcen und ihrer globalen Präsenz oft bereits aktiv mit diesen Themen auseinandersetzen, hinken viele KMU noch hinterher. Für diese Unternehmen besteht die Aufgabe darin, die Vorteile einer vielfältigen und inklusiven Belegschaft zu erkennen und in ihre Unternehmenskultur zu integrieren. Dieser Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, Vorteile und Umsetzungsstrategien von Diversität und Inklusion in KMU.

Herausforderungen bei der Implementierung von Diversität und Inklusion:

Die Einführung von Diversität und Inklusion in KMU ist oft mit Hindernissen verbunden. Viele kleine Unternehmen verfügen nicht über die Ressourcen oder die Expertise, um umfassende Programme zu entwickeln und durchzuführen. Ein weiterer Faktor ist die oft homogene Belegschaftsstruktur, die sich historisch entwickelt hat und selten infrage gestellt wird. Zudem bestehen in einigen Regionen oder Branchen weiterhin Vorurteile gegenüber bestimmten Gruppen. Diese Hürden erfordern eine bewusste Strategie, um Vielfalt nicht nur oberflächlich zu fördern, sondern nachhaltig in die Unternehmenskultur zu integrieren.

Die Vorteile einer vielfältigen Belegschaft:

Die Einbindung verschiedener Perspektiven und Erfahrungen führt zu innovativeren Lösungen und einer besseren Entscheidungsfindung. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Geschlechter, Altersgruppen und Lebensstile bieten KMU die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen an die vielfältigen Bedürfnisse ihrer Kunden anzupassen. Studien zeigen, dass vielfältige Teams kreativer sind und neue Märkte schneller erschließen können. Zudem kann eine offene und inklusive Unternehmenskultur die Attraktivität als Arbeitgeber steigern und so Fachkräfte gewinnen und binden.

Umsetzungsstrategien für KMU:

Eine erfolgreiche Implementierung von Diversität und Inklusion beginnt mit der Festlegung klarer Ziele. KMU sollten zunächst eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Personalstruktur und Unternehmenskultur vornehmen. Es ist wichtig, Führungskräfte zu schulen, damit sie als Vorbilder agieren und die Werte von Vielfalt und Inklusion authentisch vermitteln können. Die Rekrutierungsprozesse sollten auf unbewusste Vorurteile geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Partnerschaften mit Organisationen, die sich auf die Förderung von Diversität spezialisiert haben, können ebenfalls hilfreich sein.

Ein weiterer entscheidender Schritt ist die Einrichtung von Plattformen für den internen Austausch. Regelmäßige Workshops oder Diskussionsrunden schaffen Raum für Dialog und fördern ein besseres Verständnis unter den Mitarbeitenden. Zudem können Mentoring-Programme dazu beitragen, die Karriereentwicklung von benachteiligten Gruppen zu unterstützen und sie stärker in Führungspositionen zu bringen.

Die Rolle der Geschäftsführung:

Die Unternehmensführung spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Diversität und Inklusion. Eine klare Kommunikation der Unternehmenswerte und -ziele ist unerlässlich. Führungskräfte müssen offen für Feedback sein und bereit, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen. Eine Unternehmenskultur, die Wertschätzung und Respekt fördert, trägt maßgeblich dazu bei, dass alle Mitarbeitenden ihr Potenzial voll entfalten können.

Die Integration von Diversität und Inklusion in kleinen und mittleren Unternehmen erfordert Entschlossenheit und ein klares Bewusstsein für die Vorteile, die eine vielfältige Belegschaft bietet. Trotz der Herausforderungen, wie begrenzten Ressourcen oder tief verwurzelten Vorurteilen, können KMU erheblich von einer inklusiven Unternehmenskultur profitieren. Eine vielfältige Belegschaft bringt eine Fülle an Perspektiven, Ideen und kreativen Lösungen mit, was die Innovationskraft stärkt und Unternehmen hilft, sich in einem immer stärker globalisierten Markt zu behaupten.

Die Schaffung eines Arbeitsumfelds, in dem sich alle Mitarbeitenden wertgeschätzt und akzeptiert fühlen, trägt nicht nur zu einer höheren Mitarbeiterbindung bei, sondern kann auch die Anziehungskraft als Arbeitgeber erhöhen.

Dies ist besonders wichtig im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Darüber hinaus ermöglichen klare Umsetzungsstrategien wie Schulungen, Mentoring-Programme oder die Anpassung von Rekrutierungsprozessen den KMU, bewusst Schritte in Richtung einer inklusiven Unternehmenskultur zu machen.

Die Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle, indem sie die Werte von Diversität und Inklusion authentisch und sichtbar vorleben. So wird eine Atmosphäre geschaffen, in der Feedback willkommen ist, Vorurteile aufgedeckt und bestehende Strukturen überprüft werden. Letztendlich können KMU durch die Förderung von Diversität und Inklusion nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu einer offenen, fairen und gerechten Gesellschaft leisten

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Fast jeder dritte Arzt ist 55 Jahre und älter

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Ärztehaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Ein großer Teil der Ärzte in Deutschland dürfte in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Im Jahr 2023 waren gut 31 Prozent der Ärzte in der Human- und Zahnmedizin 55 Jahre und älter, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag auf Grundlage von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilte.

Der Anteil dieser Altersgruppe lag damit deutlich über dem bei allen Erwerbstätigen (26 Prozent). Insgesamt ist die Zahl der Ärzte in der Human- und Zahnmedizin binnen zehn Jahren zwar um gut 23 Prozent auf 502.000 im Jahr 2023 gestiegen. Doch auch der Anteil der Altersgruppe 55+ hat bei den Ärzten zugenommen: Zehn Jahre zuvor hatte er in der Human- und Zahnmedizin noch bei 26 Prozent gelegen. Dagegen ist der Anteil der Mediziner im mittleren Alter gesunken: 48 Prozent waren 35 bis 54 Jahre alt, 2013 waren es noch 54 Prozent. Der Anteil junger Berufskollegen unter 35 Jahren hat sich kaum verändert und lag zuletzt bei 21 Prozent (2013: 20 Prozent).

In der Human- und Zahnmedizin ist der Anteil ausländischer Ärzte zuletzt deutlich gestiegen. Gut zwölf Prozent oder 62.000 Ärzte hatten 2023 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es noch sieben Prozent oder 29.000. Zum Vergleich: Bei den Erwerbstätigen insgesamt lag der Anteil jener mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2023 bei knapp 15 Prozent. Von den 62.000 ausländischen Ärzten im Jahr 2023 war rund die Hälfte (48 Prozent) jünger als 35 Jahre.

Dass vor allem in den vergangenen zehn Jahren viele Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind, zeigt sich auch mit Blick auf die Einwanderungsgeschichte der Erwerbstätigen. In der Human- und Zahnmedizin arbeiteten 2023 insgesamt 115.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärzte, das war knapp ein Viertel (23 Prozent) der gesamten Ärzteschaft.

Ein Teil der zugewanderten Ärzte besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft, wie die oben angeführten Zahlen zur Staatsangehörigkeit dieser Berufsgruppe zeigen. 46.000 oder 40 Prozent der zugewanderten Ärzte waren weniger als zehn Jahre in Deutschland. Dabei könne keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Zugewanderten in der Human- und Zahnmedizin ihre Ausbildung bereits vollständig im Ausland abgeschlossen hatten, so die Statistiker.

Neben dem Medizinstudium und der Approbation hierzulande können auch im Ausland erworbene Abschlüsse mit voller Gleichwertigkeit anerkannt werden. Im Jahr 2022 waren Ärzte die Berufsgruppe mit den zweitmeisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse. Rund 5.500 Ärzte mit ausländischem Abschluss erhielten 2022 die Anerkennung mit voller Gleichwertigkeit in Deutschland. Darunter waren 24 Prozent oder gut 1.300 Deutsche, gefolgt von acht Prozent oder gut 400 Syrern.

Zahnärzte lagen auf Rang 5 der Berufe mit den meisten Anerkennungen ausländischer Abschlüsse. Im Jahr 2022 wurden in der Zahnmedizin gut 600 ausländische Abschlüsse als voll gleichwertig anerkannt. Die meisten Anerkennungen erhielten auch hier deutsche Zahnärzte (40 Prozent oder rund 260), gefolgt von syrischen (17 Prozent oder rund 110).

Die Daten über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zeigen, dass viele Medizinstudenten aus Deutschland den Umweg über ein Studium im Ausland wählen – oft, um die Zulassungsbeschränkungen des Studienfachs hierzulande zu umgehen. Zahlen zu deutschen Medizinstudenten im Ausland liegen für die Jahre 2021/2022 und nur für ausgewählte Länder vor. Allein in Österreich studierten 2.600 Deutsche Humanmedizin, in Ungarn waren es knapp 2.100 und in Polen 900. Auch in der Zahnmedizin zog es die meisten deutschen Auslandsstudierenden nach Österreich (500) und Ungarn (200).

In Deutschland ist die Zahl der Studienanfänger in der Humanmedizin in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen. Im Wintersemester 2022/2023 begannen 14.300 Studierende ein Studium der Humanmedizin. Das waren 17 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor (Wintersemester 2012/2013: 12.300). In der Zahnmedizin hat sich die Zahl der Studienanfänger in den vergangenen Jahren kaum verändert und lag im Wintersemester 2022/2023 wie auch im Wintersemester 2012/2013 bei rund 1.900. Zum Vergleich: Die Zahl der Studienanfänger ist über alle Fächergruppen hinweg im selben Zeitraum um sieben Prozent gesunken auf 398.200 im Wintersemester 2022/2023.

Die Arbeitszeiten von Ärzten in der Human- und Zahnmedizin sind – ähnlich wie bei Erwerbstätigen insgesamt auch – in den vergangenen Jahren gesunken. Ein Grund für diese Entwicklung ist der gestiegene Anteil der Teilzeitarbeit. Dennoch zählen Ärzte nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten. 2023 leisteten sie normalerweise im Durchschnitt 40,7 Stunden pro Woche (46,2 Stunden in Vollzeit, 25,9 Stunden in Teilzeit). Das waren rund sechs Stunden pro Woche mehr als bei Erwerbstätigen insgesamt, die durchschnittlich 34,4 Stunden pro Woche arbeiteten (40,3 Stunden in Vollzeit, 20,9 Stunden in Teilzeit).

Auch innerhalb der Human- und Zahnmedizin unterscheiden sich die Arbeitszeiten je nach Fachrichtung teils erheblich. In der Chirurgie arbeiteten Fachärzte in Vollzeit im Schnitt 49,8 Stunden pro Woche und damit sechs Stunden mehr als Fachärzte im Bereich Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie (43,9 Wochenstunden in Vollzeit). Zahnärzte und Kieferorthopäden arbeiteten im Schnitt 43,0 Stunden pro Woche in einer Vollzeitbeschäftigung.


Foto: Ärztehaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Mehrheit will mehr staatliche Klimaschutz-Investitionen

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Fridays-for-Future-Protest (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen fordert mehr staatliche Investitionen in den Klima- und Umweltschutz. In einer am Montag veröffentlichten Erhebung von Forsa im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes gab ein Großteil der Befragten an, dass es für eine gute Zukunftsperspektive der jungen Generation sehr wichtig (44 Prozent) oder wichtig (35 Prozent) sei, dass die staatlichen Investitionen in den Klima- und Umweltschutz erhöht werden. 14 Prozent halten dies für weniger wichtig oder gar nicht wichtig (sechs Prozent).

Die Kinder und Jugendlichen sehen das fast genauso: Die Mehrheit hält es für die Zukunft der jungen Generation für sehr wichtig (44 Prozent) oder wichtig (35 Prozent), dass die Politik viel für den Schutz des Klimas und der Umwelt unternimmt. Nur wenige meinen, dass dies für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen weniger wichtig (zwölf Prozent) oder gar nicht wichtig (vier Prozent) ist.

Zum Schutz von Klima und Umwelt verzichten nach eigenen Angaben 33 Prozent der Erwachsenen auf Flugreisen, für weitere 37 Prozent kommt das auf jeden Fall oder eher infrage. Bei den Kindern und Jugendlichen fliegen nach eigenen Angaben 37 Prozent nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub.

Eine große Mehrheit der Bevölkerung hält es zudem für sehr wichtig (48 Prozent) bzw. eher wichtig (34 Prozent), dass Klima- und Umweltschutz auch vermehrt im Schulunterricht thematisiert wird. 50 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen meinen, dass im Schulunterricht genug über das Thema Klima- und Umweltschutz gesprochen wird. Dass sie im Schulunterricht gern mehr über Klima- und Umweltschutz erfahren würden, sagen 39 Prozent.

Für die Umfrage wurden deutschlandweit 2.021 Personen befragt, davon 1.012 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren und 1.009 Erwachsene.


Foto: Fridays-for-Future-Protest (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Biontech setzt hohe Hoffnungen in neue Krebs-Medikamente

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Biontech (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Biontech-Chef Ugur Sahin glaubt, die Zahl der Krebs-Todesfälle deutlich senken zu können. „Bei bestimmten Krebsarten sehen wir keinen Grund, warum die Sterberate mit innovativen Anschlusstherapien nicht auf unter fünf Prozent reduziert werden könnte“, sagte Sahin dem „Handelsblatt“.

Pharmaunternehmen sehen im Onkologie-Bereich ein gewaltiges Potenzial und versuchen, neue Wirkstoffe und neuartige Technologien wie etwa mRNA-Impfungen auf den Markt zu bringen. Biontech arbeitet an einer Reihe von personalisierten und neuartigen Krebsmedikamenten. „Unser Ziel ist es, dass immer weniger Patienten an Krebs sterben“, so Sahin. „Wenn die Technologie funktioniert, könnte sie grundsätzlich für jeden Krebspatienten, bei dem ein erhebliches Risiko für einen Rückfall besteht, anwendbar sein.“ 2026 will Biontech sein erstes Krebsmedikament auf den Markt bringen.

Das Mainzer Unternehmen hatte mit seinem Corona-Impfstoff 2021 knapp 19 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, 2023 waren es nur noch 3,8 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2024 machte das Unternehmen einen Verlust. Sahin macht diese Entwicklung aber keine Sorgen. Bei einem Pharmakonzern könne man das anders sehen, sagte er, aber Biontech sei ein „Biotechnologieunternehmen“, welches sich „in der strategisch guten Position befindet, Innovationen aus eigenen Mitteln finanzieren zu können“.


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Fischer gegen Vollstreckung möglichen Haftbefehls gegen Netanjahu

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Benjamin Netanjahu (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) spricht sich gegen eine etwaige Vollstreckung des beantragten Haftbefehls gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Deutschland aus. Fischer kritisierte zudem, dass der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs gleichzeitig Haftbefehle gegen Netanjahu, Israels Verteidigungsminister Joaw Galant und drei Hamas-Anführer beantragt hatte.

„Netanjahu ist ein demokratisch gewählter Regierungschef, die Hamas-Anführer sind es nicht. Ich finde diese Gleichsetzung nicht richtig“, sagte Fischer dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Ich wäre dagegen, diesen Haftbefehl zu vollstrecken. Deutschland wird einen israelischen Ministerpräsidenten nicht verhaften. Das hielte ich für nicht richtig.“

Der Hamas ist es nach Ansicht Fischers mit dem Terrorangriff am 7. Oktober gelungen, „den Kern der israelischen Staatslegitimation zu erschüttern. Nämlich, dass Israel der Garant der Sicherheit für die Juden in aller Welt ist.“ Viele seiner jüdischen Freunde hätten ihm in den vergangenen Monaten die Frage gestellt: „Sind wir denn nirgendwo sicher? Der Angriff rührt an das jüdische Trauma. Die jahrhundertelange Unterdrückungsgeschichte, die Pogrome mit dem Höhepunkt der Shoah. Und die Hamas hat auch der eigenen Bevölkerung einen furchtbaren Preis zugemutet.“

Zudem positionierte Fischer sich gegen die Anerkennung eines Staates Palästina zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Er kritisierte die entsprechenden Ankündigungen Spaniens, Irlands und Norwegens. „In welchen Grenzen denn? Ich halte das für keine gute Entscheidung“, sagte er. „Die Anerkennung eines Staates ist hochkomplex. Und es muss sich auch tatsächlich um einen Staat handeln, mit einer Regierung, die die Verantwortung trägt und die die Macht hat, Entscheidungen zu treffen.“

Er verstehe die Motivation der Staaten, die sich jetzt für eine Anerkennung ausgesprochen hätten, sagte Fischer: „Sie sagen, wir haben genug von der Hinhaltetaktik, von Netanjahus Versuchen, die palästinensische Administration zu isolieren. Wir tragen das nicht mehr mit. Aber es ist falsch, Palästina jetzt als Staat anzuerkennen.“


Foto: Benjamin Netanjahu (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU und FDP fordern Anschlusslösung für ukrainische Flüchtlinge

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Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Politiker von CDU und FDP fordern, bereits jetzt eine Anschlusslösung für den Schutzstatus ukrainischer Flüchtlinge nach dem Auslaufen der EU-Massenzustrom-Richtlinie am 4. März 2025 zu finden. „Wenn die EU-Regelungen nach drei Jahren auslaufen, ist es an der Zeit für einen Neustart bei den ukrainischen Kriegsflüchtlingen“, sagte der innenpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Alexander Throm, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

„Die EU-Ausnahmeregelungen sollten nicht zur Regel werden, zumal sie zu einer extremen Mehrbelastung Deutschlands führen. Bei uns halten sich 20 Mal so viele Ukrainer wie in Frankreich auf, das kann nicht richtig sein. Nancy Faeser verspricht seit über zwei Jahren eine bessere Verteilung, hat aber nichts dafür getan“, sagte Throm. „Wir sollten daher auch bei Ukrainern zurück zu geordneten Asylverfahren – am besten im schriftlichen Verfahren, um die Masse der Fälle bearbeiten zu können“, so der CDU-Politiker.

Im Asylverfahren gebe es kein Bürgergeld mehr, sondern die niedrigeren Asylbewerberleistungen. „Und die ukrainischen Flüchtlinge würden dann bei der angeblich gerechten Verteilung innerhalb des neuen europäischen Asylsystems berücksichtigt. Dann zeigt sich, wie viel die Versprechungen der Frau Faeser wert sind“, so Throm.

Auch die FDP-Migrationspolitikerin Ann-Veruschka Jurisch forderte eine Anschlusslösung. „Wir müssen jetzt darüber sprechen, wie eine Anschlusslösung für die ukrainischen Geflüchteten aussehen kann“, sagte die FDP-Politikerin. „Dabei müssen wir auch über den Rechtskreiswechsel nochmal sprechen. Eine neue Lösung wird Zeit brauchen und das wird schon jetzt eng“, so Jurisch.

Nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine war diese EU-Richtlinie erstmals aktiviert und damit ermöglicht worden, dass Ukrainer in der EU Schutz finden, ohne aufwendige Asylverfahren durchlaufen zu müssen.


Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Juncker will Geld aus Brüsseler Fonds für Ukraine

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Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat angeregt, die hoch dotierten Töpfe in Brüssel für die Ukraine-Hilfe zu nutzen.

„Es gibt in Brüssel prall gefüllte Töpfe, aus denen man schöpfen könnte – etwa den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM mit seinen vielen Milliarden Euro“, sagte der Luxemburger der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Er ergänzte: „Es geht ja um Geopolitik. Hier könnte man die entsprechenden Mittel umwidmen.“

Zur Debatte um die Schuldenbremse in Deutschland sagte Juncker: „Ich möchte mich hier nicht einmischen, das ist eine innerdeutsche Debatte. Aber Deutschland sollte seinen inneren Konsens, und das ist ein ausgebauter Sozialstaat, nicht über Bord werfen. Mehr Schulden? Darüber sollte man nachdenken.“

Auch in der Industriepolitik forderte der frühere europäische Spitzenpolitiker eine Kurswende. Angesprochen auf die Strafzölle der USA gegen China sagte Juncker: „Ich bin über die Maßnahmen von US-Präsident Biden nicht sehr glücklich. Denn seine Strafzölle führen dazu, dass China sich auf Europa konzentriert. Dann wären wir die Opfer der US-Politik.“ Der EU empfahl er mehr staatliche Maßnahmen. „Europa braucht eine Industriepolitik. Nicht einfach so, sondern nach einem europäischen Plan. Danach müssen wir aufteilen, welche Länder wie ihre Industrien stützen, und wir gleichzeitig den innereuropäischen Wettbewerb aufrechterhalten. Das ist nicht leicht, aber ohne Alternative.“


Foto: Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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