Start Blog Seite 1080

Martina Hefter erhält Deutschen Buchpreis

0

Bücher (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an Martina Hefter. Sie wird für ihr Werk „Hey, guten Morgen, wie geht es dir?“ ausgezeichnet, wie die Jury am Montagabend in Frankfurt bekannt gab.

Das Gewinner-Werk erzählt die Geschichte von der Mittfünfzigerin Juno, die mit ihrem schwerkranken Mann zusammenlebt. Tagsüber hilft sie ihm, nachts tanzt die Künstlerin und spielt Theater oder chattet mit Lovescammern im Internet.

Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels würdigt damit jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen „Roman des Jahres“. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.


Foto: Bücher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Polen und Balten widersprechen Kretschmer, Voigt und Woidke

0

Michael Kretschmer und Mario Voigt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Botschafter der baltischen Staaten und Polens in Deutschland haben den Ministerpräsidenten Sachsens und Brandenburgs, Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), sowie dem thüringischen CDU-Vorsitzenden Mario Voigt widersprochen, die Anfang Oktober mehr diplomatische Anstrengungen zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine gefordert haben.

„Wenn heute vermehrt Rufe nach einem Waffenstillstand und Gesprächen mit Russland laut werden, unterstreichen wir mit Nachdruck die starke Unterstützung unserer Länder für die Friedensformel der Ukraine“, heißt es in der Antwort der Diplomaten, der in der FAZ veröffentlicht wurde. Diese „Friedensformel“ enthält unter anderem die Forderung nach dem Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine, nach vollständiger Wiederherstellung der territorialen Integrität des Landes und der internationalen Verfolgung von Kriegsverbrechen durch den Aggressor.

Die Ukraine habe sich offen für Gespräche mit Russland gezeigt, schreiben die Diplomaten Estlands, Lettlands, Litauens und Polens: „Bisher weigert sich Moskau, an solchen Gesprächen teilzunehmen.“ Sie erinnern zudem daran, dass Russland schon früher Waffenstillstandsabkommen nicht eingehalten hat: „Die Lehren aus früheren `Friedensgesprächen` mit Russland dürfen nicht vergessen werden – weder bezüglich der Ukraine noch Moldaus oder Georgiens, deren Souveränität und territoriale Integrität durch Russland ebenfalls verletzt werden.“ Alle Forderungen nach einer Beendigung des Angriffskriegs seien „einzig und allein an Moskau zu richten“.

Marika Linntam (Estland), Alda Vanaga (Lettland), Giedrius Puodziunas (Litauen) und Jan Tombinski (Polen) heben hervor, sie seien „stolz, dass unsere Länder zu den stärksten Unterstützern der Ukraine zählen“. So lange Russland seine Truppen nicht aus der Ukraine abziehe, werde diese Unterstützung für die Ukraine fortgesetzt, „um dem Land in seinem Kampf für Freiheit zur Seite zu stehen“.

Die drei Landespolitiker hatten in ihrem Gastbeitrag in der FAZ behauptet, Deutschland und die EU hätten sich bisher „zu unentschlossen“ um einen diplomatischen Weg zu seinem Waffenstillstand bemüht. Sie forderten, dass Deutschland im Krieg zwischen der Ukraine und Russland „stärker als Vermittler auftreten“ solle. Sie hatten jedoch keine Zweifel daran gelassen, dass es sich bei dem Krieg um einen „völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine“ handle.

Der gemeinsame Beitrag Kretschmers, Woidkes und Voigts hatte vor dem Hintergrund Aufsehen erregt, dass alle drei derzeit versuchen, Landesregierungen mit Unterstützung des Bündnisses Sahra Wagenknecht zu bilden. Die Diplomaten Estlands, Lettlands, Litauens und Polens nehmen in ihrer Antwort Bezug darauf, dass die drei deutschen Politiker geschrieben haben, Deutschland tue gut daran, „in diesen grundlegenden Fragen von Sicherheit und Frieden auf unsere östlichen Partner wie Polen und die baltischen Staaten zu hören“.


Foto: Michael Kretschmer und Mario Voigt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bericht: Berlin will weitere Rüstungsexporte nach Israel freigeben

0

Israelische Fahnen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will offenbar weitere Rüstungsexporte nach Israel freigeben. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Regierungskreise.

Sie reagiert demnach darauf, dass die Regierung von Premier Benjamin Netanjahu Ende vergangener Woche die geforderte Zusicherung in Berlin hinterlegt hat, dass von Deutschland geliefertes Gerät nur im Rahmen des humanitären Völkerrechts eingesetzt wird. Dem Vernehmen nach ist zunächst geplant, Ausfuhrgenehmigungen für Ersatzteile und Komponenten für Hubschrauber und Panzer zu erteilen. Diese fallen in der Regel unter die Kategorie „sonstige Rüstungsgüter“, die nach dem Außenwirtschaftsgesetz genehmigungspflichtig sind.

Die Bundesregierung will durch die Zusicherungen, die auch in Lieferverträgen etwa mit der Ukraine enthalten sind, dem Risiko entgegenwirken, dass internationale Gerichte oder deutsche Verwaltungsgerichte im Zuge einer einstweiligen Verfügung Rüstungsexporte nach Israel teilweise oder ganz untersagen.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte im Juni in einem Beschluss einen entsprechenden Antrag von Palästinensern aus dem Gazastreifen zwar zurückgewiesen. Diese hatten verlangt, Lieferungen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz grundsätzlich zu untersagen. Das Gericht hatte aber ausgeführt, dass die Bundesregierung die „Haltung des Empfängerlandes zu den einschlägigen Grundsätzen der Übereinkünfte des humanitären Völkerrechts“ berücksichtigen und Ausfuhrgenehmigungen verweigern müsse, wenn „eindeutig das Risiko besteht“, dass Rüstungsgüter verwendet werden, um schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zu begehen. Es hat sich in seiner Argumentation dabei an entsprechende Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag angelehnt, wo Nicaragua die Bundesregierung verklagt hatte.


Foto: Israelische Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Nouripour verurteilt zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte

0

Rettungswagen vor Berliner Hauptbahnhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chef Omid Nouripour verurteilt die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte. „Dass die Angriffe gegen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten erneut zugenommen und einen Höchststand erreicht haben, ist äußerst besorgniserregend“, sagte Nouripour der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

„Wir werden nicht akzeptieren, dass die Menschen, die Schutz und Hilfe in unserer Gesellschaft leisten, angegriffen werden. Täter müssen die volle Härte unseres Rechtsstaates zu spüren bekommen.“ Gleichzeitig mahne die Entwicklung auch, „dass wir dringend mehr für unsere Sicherheitsbehörden tun müssen“.

Bei seinen Gesprächen und Besuchen stelle er immer wieder fest, dass die Polizei unter chronischem Personalmangel leide, oder die Feuerwehren mit veralteter Technik arbeiten müsse. „Nur wenn wir in unsere Sicherheit investieren, sind wir auch in Zukunft gut aufgestellt und handlungsfähig.“

Die Zahl der erfassten Gewalttaten gegen Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute hat im vergangenen Jahr neue Höchststände erreicht. 2023 wurden 46.218 Fälle von Gewalttaten gegen Polizeikräfte mit fast 106.000 betroffenen Polizistinnen und Polizisten registriert, wie aus einem am Montag veröffentlichten Lagebild des Bundeskriminalamts hervorgeht. Das waren 8,0 Prozent mehr Fälle und 9,9 Prozent mehr Betroffene als im Vorjahr.


Foto: Rettungswagen vor Berliner Hauptbahnhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Scholz wertet Berlin-Prozess zum Westbalkan als "Erfolgsgeschichte"

0

Olaf Scholz am 11.10.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Olaf Scholz wertet den sogenannten Berlin-Prozess zur Annäherung der Staaten des westlichen Balkans an die Europäische Union (EU) bislang als Erfolg.

„Das ist der Geist des Berlin-Prozesses, das Zusammenwachsen einer Region zu fördern, die so viel mehr verbindet, als trennt“, sagte er am Montag nach dem Westbalkan-Gipfel in Berlin. „Wir blicken zurück auf zehn Jahre Berlin-Prozess und damit auf eine Erfolgsgeschichte“, fügte er hinzu.

Er sei „entschlossen, diese mit großem Engagement fortzuschreiben“. Zudem hoffe er, „dass es nicht noch einmal zehn Jahre braucht, bis alle sechs Staaten zu EU-Mitgliedern geworden sind“, so der Kanzler. Als positive Beispiele nannte Scholz Abkommen zur engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit, zum grenzübergreifenden Verkehr sowie zur Verkehrsinfrastruktur zwischen einzelnen Ländern der Region.

Zum Westbalkan werden Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kosovo, Albanien und Nordmazedonien gezählt. Vor über 20 Jahren hatte die EU diesen Staaten eine Mitgliedschaft in Aussicht gestellt. 2014 wurde dann der Berlin-Prozess gestartet, um diesen Vorgang zu beschleunigen. Aktuell gilt Montenegro als aussichtsreichster Kandidat. Regionale Konflikte behindern immer wieder den Aufnahmeprozess.


Foto: Olaf Scholz am 11.10.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

BDL: Standortkosten um über 110 Prozent gestiegen

0

Flugzeug mit Passagieren auf dem Rollfeld (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Joachim Lang, beklagt die stark gestiegenen Kosten für den deutschen Luftverkehrsstandort.

„Seit der Pandemie sind die Kosten über 110 Prozent gestiegen, die staatlichen Standortkosten“, sagte er am Montag den Sendern RTL und ntv. Vor der Coronakrise seien die deutschen Flughäfen schon nicht die günstigsten gewesen, nun habe sich der Abstand zum Rest Europas „dramatisch erweitert“. Als Hauptursache sieht Lang die staatlichen Entscheidungen: „Diese Kosten gehen ausschließlich auf Entscheidungen des Staates zurück.“ Insbesondere die in Deutschland besonders hohe Luftverkehrssteuer (Ticketsteuer) „macht über 50 Prozent der Gebühren aus. Und wenn man diese Steuer abschaffen würde, hätten wir kein Problem mehr“, so Lang.

Zudem müssen die deutschen Fluggesellschaften, laut Lang, die Verluste der Flugsicherung während der Pandemie über sechs Jahre abzahlen, was die Ticketpreise stark belastet. „Bei uns muss alles der Passagier zahlen und deshalb sind diese Gebühren, die auf die Tickets drauf kommen, in Deutschland höher als im Rest Europas.“

Langfristig befürchtet der Branchenvertreter, dass die hohen Kosten dazu führen, dass „mehr Flüge aus Deutschland abgezogen werden. Europäische Airlines beginnen Deutschland zu meiden als Ziel.“ Dies habe „erhebliche Auswirkungen auf die Anbindung unseres Standortes“ und sei eine große Herausforderung für den gesamten deutschen Luftverkehrsstandort.


Foto: Flugzeug mit Passagieren auf dem Rollfeld (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax bewegt sich am Mittag knapp unter Rekordniveau

0

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag nach einem bereits positiven Start in die Handelswoche bis zum Mittag weiter im Plus geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 19.410 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag.

„Der Dax nutzt den Schwung aus der freundlichen Handelssitzung in Asien, um das bisherige Höchstkursniveau bei 19.491 Punkten in Angriff nehmen zu können“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. Es fehle jedoch die notwendige Marktbreite für einen nachhaltigen Bruch des bisherigen Rekordkursniveaus.

„Als Spielverderber stellen sich zum Wochenstart die meisten Automotiveaktien und die Vertreter der Chemiebranche heraus. Der Dax fährt dadurch mit angezogener Handbremse und diese Bremswirkung verhindert vorerst neue Kursrekorde. Es ist noch keine Evidenz dafür vorhanden, dass eine potentiell prosperierende Konjunktur in China auch auf die deutsche Exportwirtschaft abstrahlen wird bzw. lassen sich die möglichen Abstrahleffekte nur schwer quantifizieren“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0930 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9149 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 77,03 US-Dollar, das waren 201 Cent oder 2,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wirtschaftsnobelpreis für Wohlstandsforschung

0

Bekanntgabe Wirtschaftsnobelpreis 2024 , via dts NachrichtenagenturStockholm (dts Nachrichtenagentur) – Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an Daron Acemoglu, Simon Johnson und James A. Robinson. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit.

Die Ökonomen vom MIT sowie der University of Chicago wurden für ihre Forschungen darüber, wie Institutionen den Wohlstand von Ländern beeinflussen, ausgewählt.

Die Auszeichnung gilt als der renommierteste Preis im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Preis als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnet, da er jährlich zusammen mit den Nobelpreisen verliehen wird und mit der gleichen Preissumme dotiert ist. Aktuell sind es elf Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 970.000 Euro.

Die Auszeichnung wurde im Gegensatz zu den anderen Nobelpreisen allerdings nicht von Alfred Nobel gestiftet, sondern nachträglich im Jahr 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens. Verliehen wurde der Preis zum ersten Mal im Jahr 1969.


Foto: Bekanntgabe Wirtschaftsnobelpreis 2024 , via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lauterbach will weiter Corona-Pandemie aufarbeiten

0

3G-Hinweis in einer S-Bahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Ungeachtet des Scheiterns der Ampel-Gespräche über eine parlamentarische Aufarbeitung der Pandemie setzt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach weiterhin darauf, dass die Coronapolitik systematisch analysiert wird.

„Ich bin für die Aufarbeitung – aber anders, als viele sich das vorstellen“, sagte der SPD-Politiker dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Es gehe nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lehren für künftige Krisen. Leitfragen müssten seien: „Waren die eingesetzten Instrumente medizinisch richtig? Und: Wie kann man in künftigen Krisen diese Polarisierung in der Diskussion vermeiden, die wir in der Coronakrise erlebt haben.“

Dass die politische Debatte seit der Pandemie so hasserfüllt geworden ist, führt Lauterbach auf Soziale Medien wie Tiktok, Facebook und X zurück. „Billige populistische Positionen, Beschimpfungen, offensichtliche Diffamierungen, Lügen: Das gab es nicht. Das hat sich so schnell geändert“, sagte er. Die Verrohung der Debatte im Netz und die Verrohung in der politischen Debatte bei den Bürgern sei ein Rückschritt, „der uns noch viele Probleme bereiten wird.“


Foto: 3G-Hinweis in einer S-Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet positiv – internationale Vorgaben geben Aufwind

0

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montagmorgen positiv in die Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 19.440 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag.

„Momentan läuft es gut für den Deutschen Aktienindex“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Die in den USA gestartete Berichtssaison sorge für Gewinnfantasie, die chinesische Regierung scheine handlungswillig und die Wall Street bleibe ob der nahenden Präsidentschaftswahlen gelassen. „Zudem könnte die Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank am Donnerstag neue Anleger in den intakten Aufwärtstrend locken. Mit dem Sprung über 19.500 Punkte käme auch die runde 20.000er-Hürde für den Dax noch in diesem Jahr wieder in den Bereich des Möglichen.“

„Die Vorgaben für den Markt heute Morgen sind allerdings etwas gemischt. Einerseits bestätigt ein neues Rekordhoch im S&P 500 am Freitag den Optimismus der Anleger. Auf der anderen Seite herrscht Enttäuschung darüber, dass die chinesischen Finanzbehörden am Samstag zu wenig Konkretes zu den anstehenden Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft verkündet haben. Das Finanzministerium nannte keine konkrete Zahl, wie stark das Wachstum angekurbelt werden soll, und viele vermissten ein weitreichendes Paket, um den zuletzt schwächelnden Konsum wiederzubeleben.“

„Die gute Nachricht ist, dass der Aktienmarkt in China nach ersten Gewinnmitnahmen vor gut einer Woche seine Kursgewinne verteidigen kann. Die Hoffnung ist noch nicht ganz verflogen, dass China die fünf Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr erreicht.“ Doch die Zweifel wüchsen, dass darüber hinausgehend noch viel passieren werde.

Die Zeiten, in denen Chinas Wirtschaft sich zweistelligen Wachstumsraten nähern könne, seien verflogen. Mit jeder Pressekonferenz, bei der die Regierung in Peking die Anleger mehrheitlich enttäuscht zurücklasse, wachse die Angst vor einer Fortsetzung der Gewinnmitnahmen an Chinas Börsen. „Die Anleger blicken nun mit Spannung auf die Nacht vom Donnerstag auf Freitag, wenn neue Wirtschaftsdaten aus China veröffentlicht werden“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0928 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9151 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 77,74 US-Dollar, das waren 130 Cent oder 1,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts