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FDP-Fraktion lehnt Diversitätsquote für Beamte und Richter ab

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Christoph Meyer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP lehnt die Pläne der SPD-Bundestagsfraktion zur Einführung einer „Quote von Personen mit Migrationsgeschichte oder Diskriminierungserfahrung bei Bundesgerichten und Behörden“ ab. „Eine Migrantenquote ist wie jede Quote leistungsfeindlich und diskriminiert alle, die die Quote nicht erfüllen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christoph Meyer, der „Bild“ (Mittwochausgabe).

Personen aufgrund von Herkunft oder Geschlecht „zu bewerten und zu bevorzugen“, sei „diskriminierende Politik und verfassungsrechtlich höchst problematisch“, sagte Meyer. „Leistung muss zählen, keine Quotenerfüllung.“

Das Thema Migrantenquote sei „weniger Priorität“. Stattdessen solle sich die SPD lieber um die Ordnung von Migration und Asyl sowie die Umsetzung der Wachstumsinitiative kümmern, sagte der FDP-Politiker.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im Jahr 2023 insgesamt 2.600 Beratungsanfragen wegen Diskriminierung im Arbeitsleben erhalten. Studien haben gezeigt, dass inhaltsgleiche Bewerbungsunterlagen weniger Erfolgsaussichten haben, wenn durch den Namen oder das Aussehen einer Person ein Migrationshintergrund ersichtlich wird.


Foto: Christoph Meyer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

WC-Star – langanhaltende Frische

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WC-STAR Setbild_WC-Star_Francesco La Pica_Ralf Dümmel_Michael Grundmann_Credit RTL Bernd Michael Maurer

WC-Star wird direkt im Spülkasten platziert und sorgt bei jeder Spülung für langanhaltende Frische und Hygiene, die schon im Spülkasten beginnt.

Umweltfreundliche Hygiene für jede Toilette leicht gemacht – das Start-up bietet mit seinem innovativen Spülkasten-Einhänger dem WC- Star eine echte Revolution für die Sauberkeit im WC. Co-Gründer Michael Grundmann erkannte das Problem, dass viele Menschen für ein hygienisch sauberes WC auf Einwegprodukte zurückgreifen, die jedoch eine enorme Menge an Plastikmüll produzieren. Als Handwerksmeister für Sanitär- und Heizungstechnik war es ihm ein Anliegen, eine umweltfreundlichere Alternative zu entwickeln.

Gemeinsam mit seinem Partner Francesco La Pica entstand der WC-Star: ein wiederverwendbarer Behälter, der im Spülkasten befestigt wird und immer wieder mit Hygiene- und Antikalktabs befüllt werden kann. Diese Kombination sorgt bei jedem Spülgang für Sauberkeit und Frische, ganz ohne Einweg-Plastik.

Mit dieser cleveren Lösung begeisterten Michael und Francesco in der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Investor Ralf Dümmel und sicherten sich einen Deal mit ihm.

Clevere WC-Lösung für nachhaltige Hygiene: Mehrweg statt Einweg!

Als junges Start-up entwickeln Michael Grundmann und Francesco La Pica praktische Problemlöser für den Alltag. Ihr Fokus ist dabei klar definiert: Wiederverwendbarkeit.

„Mit dem WC-Star möchten wir herkömmliche WC-Einwegreiniger ersetzen und damit eine große Menge an Plastikmüll einsparen. Wir haben uns oft gefragt, wie viel Plastikmüll herkömmliche WC-Reiniger verursachen und wie sich das ändern ließe“, erklärt Michael Grundmann. „Unsere Lösung ist simpel, aber effektiv: Ein wiederverwendbarer Einhänger, der dauerhaft im Spülkasten bleibt und einfach mit neuen Steinen nachgefüllt wird.“

Der WC-Star Einhängebehälter löst Einwegprodukte ab, indem er dauerhaft in den Spülkasten gehängt und immer mit den im Set enthaltenen Hygiene- und Antikalksteinen befüllt wird. Mit dem WC-Star beginnt die Hygiene bereits im Spülkasten und er vereint die Funktionen des Antikalk- und Hygienesteins in einem Produkt – für ein hygienisch frisches WC mit jedem Spülgang!

Francesco La Pica ergänzt: „Mit Ralf Dümmel an unserer Seite können wir unsere Vision einer umweltfreundlicheren WC-Hygiene nun deutschlandweit vorantreiben. Sein Wissen und Netzwerk sind für uns von unschätzbarem Wert.“

„Für mich ist der WC-Star ein echter Star, denn dieses Produkt ist einfach sensationell. Der WC-Star ist eine geniale Lösung für ein Problem, das viele Menschen tagtäglich im Haushalt haben. Kalkablagerungen, mangelnde Hygiene und zusätzlicher Plastikmüll gehören mit dieser Innovation der Vergangenheit an. Ich freue mich darauf, Michael und Francesco auf ihrem Weg zu unterstützen und die Toiletten in Deutschland mit WC-Star nachhaltiger zu machen. Also auf die Spülkästen, fertig, los…“ Ralf Dümmel 
Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

Das WC-Star Spülkasten-Hygiene-Set ist ab sofort unter www.wc-star.shop für 9,99€ erhältlich. Auch das praktische Nachfüll-Set kann direkt auf der Website bestellt werden.

Bild Setbild WC-Star Francesco La Pica Ralf Dümmel Michael Grundmann Credit RTL Bernd Michael Maurer

Quelle L & G Ideenwelt GmbH (in Gründung) / DS Unternehmungsgruppe

Briink erhält 3,85 Millionen Euro

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Briink Founder vlnr Samuel King Tomas van der Heijden (c)Tim Steppich

Briink erhält 3,85 Millionen Euro zur Unterstützung von ESG-Teams bei der Überprüfung und dem Benchmarking ihrer Nachhaltigkeitsdaten.

Briink Intelligence GmbH, ein Berliner KI-Startup, das ESG- und Nachhaltigkeitsteams unterstützt, gab heute eine Seed-Finanzierungsrunde über 3,85 Millionen Euro bekannt. Die Runde wurde von EquityPitcher Ventures und 13books Capital gemeinsam geleitet, unter Beteiligung der bestehenden Investoren Merantix Capital und seed + speed Ventures sowie namhaften Angel-Investoren. Die neue Finanzierung stellt einen wichtigen Meilenstein für Briink dar, da das Unternehmen ein wichtiges, aber oft übersehenes Bedürfnis anspricht: die Nutzung von KI, um Nachhaltigkeitsexperten dabei zu helfen, umsetzbare Erkenntnisse aus den Datenbergen zu gewinnen, die die Zukunft unseres Planeten prägen werden, und gleichzeitig konsistente und überprüfbare Prüfpfade zu erstellen.

Briink entwickelt die weltweit ersten KI-Agenten, die speziell für ESG-Teams entwickelt wurden und deren Arbeitsabläufe beschleunigen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Datengenauigkeit und -qualität gewährleisten. Die neuen Finanzmittel werden für die Weiterentwicklung dieser spezialisierten KI-Tools verwendet, um menschliche Experten für die strategischen, hochwirkungsvollen Aufgaben freizuhalten, die für einen erfolgreichen Klimawandel erfüllt werden müssen.

Neue Vorschriften wie der europäische Green Deal zwingen die Unternehmen zu mehr Transparenz und stellen weitaus strengere Anforderungen an die Qualität der Daten zu Umweltauswirkungen. ESG (Environmental, Social, and Governance)-Teams stehen an vorderster Front dieser Bemühungen und arbeiten an der Erfassung, Verifizierung und Prüfung einer überwältigenden Menge von Informationen. Ab Januar 2025 müssen über 50 000 EU-Unternehmen schrittweise nachweisen, dass sie und ihre Lieferketten die Vorschriften einhalten. Eine Aufgabe, die von Tag zu Tag schwieriger wird, da sich die Anforderungen häufen und die herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung und -überprüfung einfach nicht mehr mithalten können.

An dieser Stelle kommt Briink ins Spiel. Mit über 40 Unternehmenskunden, darunter einige der weltweit größten Unternehmen, Fonds und Beratungsfirmen, beschleunigt Briink den Benchmarking- und Verifizierungsprozess für ESG-Daten, indem es domänenspezifische KI und LLMs einsetzt und so sicherstellt, dass die Daten genau und umfassend sind und mit den regulatorischen Standards übereinstimmen. Stellen Sie sich Briink als KI-gestützten Assistenten für Nachhaltigkeitsteams vor, die die Zukunft gestalten. Das Ergebnis sind nicht nur schnellere Arbeitsabläufe, sondern auch bessere Daten – d. h. ESG-Daten, die genau, konsistent, vergleichbar und weniger anfällig für falsche Darstellungen und Verzerrungen sind – was für eine fundierte Entscheidungsfindung und die Förderung echter Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit unerlässlich ist.

„ESG-Experten stehen vor einer entscheidenden Herausforderung: die Prüfung und Verifizierung riesiger Datenmengen in einer Landschaft, die immer noch von Undurchsichtigkeit und Greenwashing geprägt ist“, so Tomas van der Heijden, Mitbegründer und CEO von Briink. „Qualitativ hochwertige, geprüfte ESG-Daten sind für den Klimawandel unerlässlich, aber manuelle Prozesse und fragmentierte Standards beeinträchtigen oft die Genauigkeit. In einem Bereich, in dem Präzision der Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Vertrauens ist, erreicht die domänenspezifische KI von Briink eine Genauigkeit von über 90% bei ESG-Daten – weit mehr als generische Lösungen wie ChatGPT. Dies gewährleistet verlässliche Erkenntnisse und hilft Unternehmen, Greenwashing zu bekämpfen und gleichzeitig den Fortschritt in Richtung echter Nachhaltigkeit zu beschleunigen.“

Spencer Lake, Partner bei 13books Capital, sagt: „Auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft brauchen wir zweifellos konstruktiv-kreative KI-Plattformen wie Briink, um greifbare Auswirkungen zu erzielen. Für Fonds, Unternehmen und ihre Lieferketten ist Briink die beste Lösung, um Transparenz zu schaffen und sicherzustellen, dass sie mit der wachsenden Anzahl an ESG-Vorschriften konform bleiben. Wir freuen uns sehr, Sam, Tomas und das Team dabei zu unterstützen, auf diesem wichtigen Weg weiterhin etwas zu bewirken.

Bild Briink Founder vlnr Samuel King Tomas van der Heijden (c)Tim Steppich

Quelle: Maschmeyer Group MM Support GmbH

Der Traum vom Eigenheim

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familie Jan Moritz Becker

So wird der Hauskauf für Durchschnittsfamilien wieder realistisch

Der Traum vom Eigenheim ist für viele Familien in Deutschland in weite Ferne gerückt. Die steigenden Zinsen, teure Bauvorschriften und explodierende Nebenkosten machen es immer schwieriger, ein Einfamilienhaus zu finanzieren. Aber was genau muss passieren, damit eine durchschnittliche Familie, bestehend aus zwei Elternteilen und einem Kind, mit einem Haushaltseinkommen von rund 4000 Euro netto sich diesen Traum wieder leisten kann?

Der finanzielle Spielraum einer durchschnittlichen Familie

Eine Familie mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 4000 Euro netto hat eine klare Vorstellung davon, was sie sich leisten kann. Banken setzen für solche Familien oft eine Lebenshaltungskostenpauschale an, die für das Paar und das Kind etwa 1700 Euro beträgt. Damit bleiben rund 2300 Euro übrig, von denen jedoch weitere Kosten wie für Autos und Versicherungen abgezogen werden müssen. Nach Abzug aller festen Kosten bleibt ein Budget von etwa 1750 Euro monatlich für die Finanzierung des Hauses. Dies beinhaltet nicht nur die Kreditrate, sondern auch Nebenkosten wie Heizung, Strom und Müllgebühren.

Belastung durch hohe Zinsen

Bei den aktuellen Zinssätzen von etwa 4 Prozent und einer Tilgung von 1,5 Prozent ergibt sich eine monatliche Belastung von 5,5 Prozent des Kredits. Auf Basis des verfügbaren Budgets von 1750 Euro monatlich könnte die Familie sich derzeit einen Kaufpreis von etwa 380.000 Euro leisten. In vielen Regionen Deutschlands, insbesondere in Großstädten und deren Einzugsgebieten, reicht das nicht aus, um ein Neubau-Reihenhaus zu kaufen. Immobilienpreise von 500.000 bis 600.000 Euro sind in diesen Gegenden keine Seltenheit. Daher ist eine Rückkehr zu niedrigeren Zinssätzen entscheidend, um den Hauskauf wieder für durchschnittliche Familien zu ermöglichen.

Zinsrückgang als Hoffnungsschimmer

Sollte der Zinssatz auf 3 Prozent sinken, könnte die Belastung für Familien deutlich geringer ausfallen. Bei einer Annuität von 4,5 Prozent und einem gleichbleibenden Haushaltsbudget von 1750 Euro im Monat könnte der Finanzierungsrahmen auf 466.000 Euro ansteigen. Das würde bedeuten, dass auch Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen wieder die Möglichkeit hätten, in vielen Regionen ein Haus zu erwerben – zumindest in den etwas günstigeren B-Lagen außerhalb der Stadtzentren.

Der Einfluss politischer Entscheidungen

Neben den Zinsen spielen auch politische Entscheidungen eine zentrale Rolle. Ein wichtiger Faktor ist das Gebäudeenergiegesetz, das die verpflichtende Nutzung von Wärmepumpen und anderen umweltfreundlichen Heizsystemen vorsieht. Solche Vorgaben können den Hausbau erheblich verteuern und die Dauer des Bauprozesses verlängern, da es derzeit an Material und Fachkräften mangelt. Wenn diese Anforderungen gelockert oder zumindest aufgeschoben würden, könnten die Baukosten sinken und der Erwerb eines Eigenheims wieder erschwinglicher werden.

Die Bedeutung der Nebenkosten

Nicht nur die Baukosten, sondern auch die laufenden Nebenkosten stellen eine Belastung für Familien dar. Deutschland führt die Liste der Länder mit den höchsten Strompreisen weltweit an. Sollte es der Politik gelingen, die Strompreise zu senken oder zumindest zu stabilisieren, könnte dies eine erhebliche Entlastung für Hauskäufer bedeuten. Auch steigende Heizkosten und Sozialabgaben belasten das Budget vieler Familien zusätzlich. Um den Hauskauf wieder attraktiver zu machen, sollten diese Kostenfaktoren stabil bleiben oder, im besten Fall, sogar sinken.

Fazit

Damit sich die Durchschnittsfamilie wieder ein Einfamilienhaus leisten kann, müssen jedoch nicht nur die bereits erwähnten Parameter wie Zinsen, Bauvorschriften und Nebenkosten beachtet werden. Ein weiterer, oft übersehener Aspekt ist die Verfügbarkeit von Bauland. In vielen gefragten Regionen sind Grundstücke entweder kaum noch verfügbar oder enorm teuer. Eine staatliche Förderung oder Lockerung von Baurechtsvorschriften könnte dazu beitragen, dass mehr erschwingliches Bauland auf den Markt kommt.

Zudem könnten innovative Wohnkonzepte wie Reihenhäuser oder Modulbauten, die weniger Platz und Ressourcen benötigen, eine interessante Alternative darstellen. Solche Konzepte könnten vor allem in städtischen Randgebieten oder ländlichen Regionen mehr Familien die Möglichkeit bieten, Wohneigentum zu erwerben. Darüber hinaus wäre es hilfreich, wenn staatliche Förderprogramme, wie das Baukindergeld oder andere steuerliche Anreize, reaktiviert oder erweitert würden, um Familien bei der Finanzierung eines Eigenheims zu unterstützen.

Damit diese Faktoren langfristig greifen, braucht es jedoch einen kontinuierlichen Dialog zwischen Politik, Bauwirtschaft und Finanzsektor.

Autor
Jan Moritz Becker ist Immobilieninvestor, Gutachter und Geschäftsführer der Cashflow Quartier – Real Estate GmbH. Er verhilft Unternehmern sowie Privatpersonen dazu, Immobilien ohne Eigenkapital zu kaufen und finanzielle Freiheit zu erlangen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Trittin rät Grünen Distanz zu Migrationskurs der Union

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Jürgen Trittin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Grünen-Vorsitzende und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat seiner Partei geraten, beim Thema Zuwanderung zum restriktiven Kurs der Union auf Distanz gehen. Der Wohlstand des Landes sei in Gefahr, wenn es nicht gelänge, die aus dem Arbeitsmarkt gehenden Menschen zu ersetzen, sagte Trittin der aktuellen Ausgabe der „Zeit“. „Das geht nur mit Zuwanderung.“

Dafür müsse man „diejenigen, die schon zugewandert sind, sehr schnell in Arbeit und Beschäftigung bringen und damit aus Transferleistungen rausholen, anstatt die Fiktion aufrecht zu erhalten, sie würden irgendwann abgeschoben“, so Trittin. „Das ist das Gegenprogramm zu CDU und CSU.“

Den Rücktritt der Vorstände der grünen Jugendorganisation sehe er gelassen. Er freue sich nie, wenn Menschen die Partei verlassen, sagte der ehemalige Grünen-Parteichef. „Aber ich muss auch zur Kenntnis nehmen, dass weite Teile der grünen Jugend den esoterischen Weg einiger Vorstände nicht gefolgt sind.“

Für die enttäuschenden Ergebnisse seiner Partei bei den diesjärhigen Wahlen machte Trittin vor allem die Ampel verantwortlich. „Unser großes Problem in dieser Regierung ist, dass diese Regierung faktisch handlungsunfähig geworden ist. In den wesentlichen Fragen kann sie sich nicht mehr bewegen“, sagte der Ex-Minister.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl 2025 sprach sich Trittin für Robert Habeck als Kanzlerkandidaten aus. „Die Grünen haben den Mut, auszusprechen, dass manches anders werden muss, wenn dieses Land lebenswert bleiben soll. Ein Kandidat für das Kanzleramt symbolisiert nicht nur diesen Anspruch auf Veränderung, sondern bietet mit Robert Habeck in Person auch jemanden an, auf den Verlass ist in der Transformation.“

Die Grünen wollen im November ihren Parteitag abhalten. Dann soll auch geklärt werden, in welcher Aufstellung die Partei in den Bundestagswahlkampf zieht. In der vergangenen Woche haben die Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour wegen des schlechten Abschneidens der Partei bei den jüngsten Landtagswahlen ihren Rücktritt angekündigt.


Foto: Jürgen Trittin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Karlsruhe erklärt BKA-Gesetz für teilweise verfassungswidrig

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Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturKarlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesverfassungsgericht hat das BKA-Gesetz in Teilen für verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber muss bis spätestens 31. Juli 2025 eine Neuregelung vorlegen, bis dahin dürfe das Gesetz noch unter bestimmten Maßgaben angewendet werden, so die Karlsruher Richter.

Die Beschwerdeführer, darunter Rechtsanwältinnen, ein politischer Aktivist und Mitglieder der organisierten Fußball-Fanszene, hatten sich unter anderem gegen die Befugnis des Bundeskriminalamts zur heimlichen Überwachung von Kontaktpersonen mit besonderen Mitteln zum Zweck der Terrorismusabwehr und die Regelungen zur Weiterverarbeitung bereits erhobener personenbezogener Daten im Informationssystem des Bundeskriminalamts gewandt.

Es fehle bei der Speicherung im polizeilichen Informationsverbund an einer „angemessenen Speicherschwelle und ausreichenden Vorgaben zur Speicherdauer“, rügte das Bundesverfassungsgericht. Die bereits im Gesetz vorgesehene Eingriffsschwelle genüge nicht den Anforderungen der Verhältnismäßigkeit.

Auch die Vorschrift, die das Bundeskriminalamt zur heimlichen Überwachung von Kontaktpersonen zum Zweck der Terrorismusabwehr ermächtige, sei in Teilen verfassungswidrig. Die angegriffenen Regelungen griffen in das Grundrecht der Beschwerdeführer auf informationelle Selbstbestimmung ein. Erst recht dürfe eine nicht verantwortliche Kontaktperson nicht überwacht werden.

Ein großer Teil der Klage wurde aber auch abgewiesen, unter anderem in Bezug auf die Weiterverarbeitung von schon erhobenen Daten. Die Kläger müssen deswegen zwei Drittel ihrer Verfahrenskosten selbst tragen.


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Unternehmen erwarten höhere Produktivität durch "KI"

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Roboter, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland erwartet eine größere Produktivität durch sogenannte „Künstliche Intelligenz“ (KI). 70 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Unternehmen hoffen auf derartige Effekte, so das Ergebnis einer Erhebung, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

„Dies zeigt, dass viele Unternehmen Chancen in der KI sehen“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Alle Unternehmen werden prüfen müssen, ob und wie sie KI einsetzen können.“

Innerhalb der nächsten fünf Jahre erwarten die Firmen durchschnittlich 8 bis 16 Prozent mehr Produktivität. Besonders hohe Erwartungen haben die Dienstleister (10 bis 21 Prozent) und der Handel (9 bis 23 Prozent), gefolgt von der Industrie (8 bis 17 Prozent).

Im Baugewerbe sind die Erwartungen am geringsten (8 bis 15 Prozent). Das passt auch zu dem geringen Einsatz von KI in dieser Branche. „Die Spannbreite zeigt allerdings auch die Unsicherheit der Unternehmen über die genauen Auswirkungen von KI“, heißt es vom Ifo-Institut.


Foto: Roboter, via dts Nachrichtenagentur

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Kühnert sieht zu wenig Beweise für AfD-Verbotsverfahren

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Kevin Kühnert (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert unterstützt nicht den aktuell diskutierten Antrag auf ein Verbot der AfD, für den sich Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen gefunden haben.

Aus seiner Sicht gebe es derzeit nicht genug Beweise für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD, sagte Kühnert in der ntv-Sendung „Beisenherz“. Damit sei ein Verbotsverfahren zu riskant.

Der Generalsekretär sagte: „Bei einem Verbot einer Partei geht es nicht darum, ob der Abgeordnete Kühnert die ablehnt oder für faschistoid hält, sondern ob Gerichten am Ende Beweise vorgelegt werden können, bei denen die sagen, das ist klar gegen die Verfassung gerichtet und deshalb sollten die verboten werden. Mir liegen solche Erkenntnisse im Moment nicht vor. Und daher würde ich sagen: Vorsicht an der Bahnsteigkante.“

Angesprochen auf die schwachen Umfragewerte für die SPD und für Bundeskanzler Scholz sagte Kühnert, dass seine Partei in den nächsten wenigen Monaten zu einem „überzeugenden Gesamtbild“ finden müsse. „Stand heute haben wir diese Aufstellung so nicht“, stellte Kühnert fest. Bundeskanzler, Parteivorstand und Fraktion müssten „in Vorleistung gehen und einen anderen, selbstbewussteren und zukunftsgewandteren Auftritt hinlegen, als wir das heute gerade machen.“ Nur so könnten Mitglieder begeistert und Wähler für die SPD gewonnen werden.


Foto: Kevin Kühnert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israel bestätigt Einsatz von Bodentruppen im Libanon

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Israelische Fahnen (Archiv), via dts NachrichtenagenturJerusalem/Beirut (dts Nachrichtenagentur) – Israel hat den Einsatz von Bodentruppen im Libanon bestätigt. Im Grenzgebiet des südlichen Libanons seien „begrenzte, lokale und gezielte“ Angriffe von Truppen auf Einrichtungen der Hisbollah begonnen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit.

Es ist der erste Einsatz von Bodenoperation der israelischen Streitkräfte im Libanon seit dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006. Die entsprechenden Ziele seien in Orten nahe der Grenze und stellten eine Gefahr für Israel dar, hieß es zur Begründung weiter.

Die Armee habe sich seit Monaten auf diesen Einsatz vorbereitet. Die Bodentruppen würden durch die Luftstreitkräfte und Artillerie unterstützt. Israel werde „alles notwendige“ tun, um die Bürger zu schützen und damit die Einwohner im Norden des Landes wieder in ihre Häuser zurückkehren könnten, hieß es in der Erklärung der israelischen Armee.


Foto: Israelische Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Baerbock kritisiert eigene Partei

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Annalena Baerbock (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem schlechten Abschneiden der Grünen bei den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg übt Außenministerin Annalena Baerbock Kritik an der eigenen Partei.

„In diesen Krisenzeiten werden gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderung eher als Verunsicherung wahrgenommen – und eben nicht als Fortschritt“, sagte Baerbock dem „Stern“. Jenseits des Klimaschutzes hätten es die Grünen „offensichtlich nicht geschafft, deutlich zu machen, dass die Grünen auch auf anderen Feldern für Sicherheit stehen: für soziale aber auch für innere Sicherheit.“

Dies gelte insbesondere für einen Bereich: „Dem Thema Flucht und Migration haben wir uns in den letzten Wahlkämpfen nicht offen genug gestellt, obwohl hier genau das Gleiche gilt: Innere Sicherheit und ein modernes Einwanderungsland sind kein Gegensatz, sondern zwei Seiten derselben Medaille“, so Baerbock: „Humanität braucht Ordnung.“ Menschen, die keinen Anspruch auf Schutz haben müssten schnell und möglichst an der europäischen Außengrenze zurückgeführt werden, forderte Baerbock: „Zugleich müssen diejenigen, die Schutz brauchen oder als Fachkräfte kommen, viel schneller integriert werden.“


Foto: Annalena Baerbock (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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