Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Antje Boetius, Polarforscherin und Leiterin des Alfred-Wegener-Instituts, hält die zunehmenden Veränderungen der Ozeane für verheerend. „Es gibt eine ganze Liste des Schreckens“, sagte sie dem Nachrichtenportal Watson. Sie sprach von toxischen Algenblüten, der Überdüngung und Versauerung der Meere, dem Absterben von Fischen, Sauerstoffmangel sowie Korallenbleichen.
Auf ihrer letzten Expedition mit dem Forschungsschiff „Polarstern“ habe sogar das Eis tot ausgesehen. Denn statt wie üblich bildete sich das Eis nicht an den Küsten der sibirischen Arktis, sondern auf hoher See vor Kanada. Dazu sagte Boetius: „Meereis ist Meerwasser, das gefriert. An den Küsten werden dann kleine Partikel wie Sedimente und Algen eingeschlossen – scheint dann die Sonne drauf, fangen die Algen unter dem Eis zu wachsen an.“
Da das Meereis im vergangenen Jahr keinen Kontakt zu den Küsten hatte, fehlten die Partikel. „Das erklärt, warum die Algenteppiche an der Unterseite des Meereises fehlten – das Eis war also kaum besiedelt, es sah `tot` aus.“ Und das könnte weitere Folgen nach sich ziehen, wie Boetius sagte: „Das Fehlen der Algen betrifft natürlich nicht nur das Eis, sondern hat auch Folgen auf das Nahrungsnetz von der Meeresoberfläche bis in die Tiefsee und auf die Tiere, die diese Algen eigentlich fressen.“
Trotz aller Schreckensnachrichten blickt die Polarforscherin nicht ängstlich auf die Zukunft: „Mir hilft Wissen und Verstehen, auch wenn es nicht um gute Nachrichten geht. Die gibt es aber durchaus auch“, sagte sie. Vielmehr würden sie hingegen Kriege belasten, die sie sich nicht erklären könnte. Boetius sagte außerdem: „Was mir auch hilft: durch die Forschung auch Zeithorizonte von Tausenden, Hunderttausenden, Millionen von Jahren zu betrachten, was wir Erdsystemforscher ja machen. Dieser Blick auf die langfristigen Prozesse hilft, die menschliche Existenz nicht so im Zentrum von allem zu sehen.“
Foto: Sonnenuntergang über dem Meer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke will das Steuersystem im Europa spürbar umbauen und vor allem Schlupflöcher für Superreiche und große Firmen stopfen. Künftig soll verhindert werden, dass Konzerne große Mengen ihrer Gewinne in Steueroasen verlagern, schreibt die Partei in einem Papier, das am Wochenanfang vorgestellt werden soll und über das die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union und die Linke drängen nach dem iranischen Angriff auf Israel auf eine Schließung des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). „Die Schließung des IZH hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in mindestens drei außenpolitischen und zwei innenpolitischen Anträgen gefordert“, sagte der außenpolitische Sprecher Jürgen Hardt (CDU) der „Welt“.
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