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Geheimdienst-Kooperation mit Österreich bei FPÖ-Regierung bedroht

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Herbert Kickl am 29.09.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutsche Sicherheitspolitiker sehen die Geheimdienstzusammenarbeit mit Österreich gefährdet, sollte die von Experten als rechtsextrem eingestufte FPÖ von Parteichef Herbert Kickl an einer künftigen Regierung beteiligt sein. „Ein Regierungseintritt der FPÖ würde bedeuten, dass auch Deutschland seine nachrichtendienstliche Kooperation mit Österreich auf den Prüfstand stellen muss“, sagte Konstantin Kuhle, FDP-Fraktionsvize und Mitglied im Geheimdienste-Kontrollgremium des Bundestages, dem „Handelsblatt“.

Zur Begründung erklärte Kuhle, dass die FPÖ Teil eines europaweiten Netzwerks russlandfreundlicher Parteien sei, die dem Kreml näherstünden als den Interessen der EU und ihrer Mitgliedstaaten. „Wir können es uns angesichts der massiven Gefahr aus Russland für Frieden und Stabilität in Europa nicht erlauben, dass relevante Informationen direkt nach Russland weitergegeben werden“, sagte der FDP-Politiker.

Der Vorsitzende des Geheimdienstgremiums, Konstantin von Notz (Grüne), pflichtet dem bei. „In Zeiten eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges in Europa und massiver Einflussnahme- und Desinformationskampagnen auch und vor allem aus Russland wäre die FPÖ in Regierungsverantwortung durchaus ein erhebliches Sicherheitsproblem für österreichische Behörden, aber auch ihrer Partner“, sagte von Notz der Zeitung. Die Nähe der FPÖ zu Moskau habe schon in der Vergangenheit für „starke Irritationen“ gesorgt.

Auch der Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) sieht eine mögliche FPÖ-Regierungsbeteiligung als „eine absolute Belastung für die nachrichtliche Kooperation mit Österreich“. Westlichen Diensten sei sehr wohl bewusst, dass die FPÖ die Interessen Moskaus vertrete und Russland auf solche „trojanischen Pferde“ setzen könne. Im Falle einer Regierungsbeteiligung der FPÖ würde Kiesewetter deshalb „aus Sicherheitsgründen von einer tieferen Geheimdienst-Zusammenarbeit abraten, denn das würde unsere eigene Sicherheit letztlich schwächen“.


Foto: Herbert Kickl am 29.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

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5G-Netz-Ausbau in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stockt

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Handy-Sendemast (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Weite Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden noch immer schlecht mit dem Mobilfunkstandard 5G versorgt. Nicht einmal 40 Prozent der Postleitzahlgebiete der beiden Bundesländer sind flächendeckend mit dem 5G-Netz versorgt, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Daten der Bundesnetzagentur. Die beiden Bundesländer sind damit sogar schlechter versorgt als beispielsweise Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern, die klassischerweise als strukturschwache Länder gelten.

5G ist der Netzausbau-Standard, der essenziell ist für das Steuern von Robotern aus der Ferne oder auch ruckelfreies Gaming und Streaming. Weil aber wirtschaftsschwache und ländliche Gebiete nicht lukrativ für den Netzausbau sind, bleiben diese von den drei großen Providern oftmals schlecht versorgt.


Foto: Handy-Sendemast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israelische Armee meldet Raketenbeschuss aus dem Iran

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Knesset (Archiv), via dts NachrichtenagenturTel Aviv (dts Nachrichtenagentur) – Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben am Dienstagabend mitgeteilt, dass der befürchtete Raketenangriff aus dem Iran auf Israel gestartet wurde. In Tel Aviv sind Berichten zufolge Einschläge zu hören. Eine der über hundert Raketen der ersten Welle soll nicht von Israels Flugabwehrsystem „Iron Dome“ abgefangen worden sein.

In ganz Israel ist Raketenalarm ausgelöst worden. Armeesprecher Daniel Hagari hatte am Nachmittag erklärt, dass der Angriff wahrscheinlich weitreichend sein werde.

Die Bevölkerung wurde angewiesen, wachsam zu bleiben und die Anweisungen des Heimatfrontkommandos genau zu befolgen. Wer Sirenen hören könne, müsse einen geschützten Raum aufsuchen und dort bis auf Weiteres bleiben.

Das iranische Staatsfernsehen kündigte unterdessen an, dass in Kürze ein Statement der Revolutionsgarden übertragen werden soll. Irans Oberster Führer Ali Chamenei soll Berichten zufolge eine Predigt beim Freitagsgebet in dieser Woche halten. Dieses Vorgehen findet nur zu außergewöhnlichen Anlässen statt.

Die US-Regierung hatte am Nachmittag öffentlich gemacht, dass ein Raketenangriff des Irans auf Israel unmittelbar bevorstehe. „Die Vereinigten Staaten haben Hinweise darauf, dass der Iran sich darauf vorbereitet, in Kürze einen ballistischen Raketenangriff auf Israel zu starten“, berichten US-Medien unter Berufung auf hohe Beamte des Weißen Hauses. Die US-Streitkräfte schickten am Nachmittag drei weitere Fliegerstaffeln in die Region.

In einem am Nachmittag veröffentlichten Videostatement sprach Israels Premierminister Benjamin Netanjahu von einer Kampagne gegen die „Achse des Bösen im Iran“. Er forderte die Bevölkerung dazu auf, sich an die Anweisungen des Heimatfrontkommandos zu halten und in den bevorstehenden Tagen der Prüfung zusammenzustehen.

Israel hatte zuvor den Einsatz von Bodentruppen im Libanon bestätigt. Im Grenzgebiet des südlichen Libanons seien „begrenzte, lokale und gezielte“ Angriffe von Truppen auf Einrichtungen der Hisbollah begonnen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Am Nachmittag wurden vier weitere Reservebrigaden für die Offensive einberufen.


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Dax lässt nach – Angst vor Eskalation im Nahen Osten

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 19.213 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Als die Nachricht über die Ticker lief, der Iran bereite unmittelbar einen Angriff auf Israel vor, wurde aus der Konsolidierung des Dax am Nachmittag ganz plötzlich ein Rutsch um mehr als 300 Punkte“, kommentiere Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. „Damit könnte die gestern eingelegte Pause die berühmte Ruhe vor dem Sturm gewesen sein.“

Auch der Taifun, der derzeit Kurs auf die Insel Taiwan nimmt, dem Herz der weltweiten Chipproduktion, sorge bei vielen Anlegern für den Drang nach Gewinnmitnahmen. „Die ersten Unterstützungen im Dax haben dem Rutsch zunächst nicht standgehalten, so dass durchaus noch eine weitere Korrekturschleife droht“, so Oldenburger.

Geldpolitisch hätten zudem die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zum Tempo möglicher Zinssenkungen in den USA gebremst. „Unmissverständlich bestätigte er gestern zwar weitere Schritte im Laufe der kommenden Monate, das Tempo aber dürfte dabei nicht so hoch sein, wie die große Senkung von vor zwei Wochen impliziere“, sagte der Marktanalyst.

Profitieren konnten insbesondere die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Sie standen bis kurz vor Handelsschluss an der Spitze der Kursliste. Das Dax-Schlusslicht bildeten die Papiere von Halbleiterhersteller Infineon.

Angesichts der höheren Bedrohungslage im Nahen Osten stieg der Ölpreis stark. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 74,65 US-Dollar, das waren 4,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Auch der Gaspreis legte zu: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im November kostete 39 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1066 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9037 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Wadephul kritisiert Baerbock-Vorstoß für Gaza-Schutztruppe

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Johann Wadephul (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Johann Wadephul (CDU), hat den Vorstoß von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für eine deutsche Beteiligung an einer möglichen Gaza-Schutztruppe scharf kritisiert. Es sei völlig unklar, „unter welcher Beobachtung eine derartige Schutztruppe tätig werden soll“, sagte der CDU-Politiker dem TV-Sender „Welt“. Für einen solchen Einsatz bedürfe es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrates

Der Vorstoß sorge „für mehr Irritation als für Klarheit“, so Wadephul. Außerdem hätte Baerbock für sehr viel Verwirrung gesorgt, „indem sie den Angriff gegen die Hisbollah in keinster Weise als sicherheitsdienlich für Israel dargestellt hat“. Das Gegenteil sei der Fall: Diese Terrororganisation, ebenso wie die Hamas, gefährde die Sicherheit Israels.

Baerbock müsse „klarstellen, dass wir Israel in jeder Hinsicht unterstützen“, sagte der CDU-Politiker. „Es ist Konsens in Deutschland, dass das Existenzrecht Israels und seine Sicherheit Teil unserer Staatsräson sind. In dieser Richtung hat sich Frau Baerbock in letzter Zeit nicht geäußert.“


Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Buschmann erwartet weitere Aktivitäten ausländischer Agenten

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Marco Buschmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Festnahme einer chinesischen Staatsbürgerin in Leipzig wegen Spionageverdachts hat Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vor weiteren Ausspähversuchen ausländischer Geheimdienste in Deutschland gewarnt. „Die Festnahme einer mutmaßlichen chinesischen Spionin in Leipzig führt uns erneut vor Augen: Ausländische Geheimdienste haben Deutschland längst ins Visier genommen“, sagte Buschmann der „Bild“ (Mittwochausgabe). „Das gilt gerade für Geheimdienste aus Staaten, mit denen wir in einer systemischen Rivalität stehen.“

Die Festnahme zeige aber zugleich, dass Sicherheitsbehörden schlagkräftig und auf der Hut seien, so der Justizminister. Buschmann dankte zugleich allen Ermittlern, „die diese Operation zum Erfolg geführt haben.“

Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag eine chinesische Staatsangehörige wegen Spionageverdacht festnehmen lassen. Medienberichten zufolge soll ein Zusammenhang mit der Festnahme eines Mitarbeiters des ehemaligen AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, bestehen.

Die Chinesin wurde in Leipzig auf Grund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 27. September von Beamten des mit den Ermittlungen beauftragten Bundeskriminalamts gefasst, wie der Generalbundesanwalt mitteilte. Die Beschuldigte sei der geheimdienstlichen Agententätigkeit für einen chinesischen Geheimdienst dringend verdächtig, hieß es. Laut Haftbefehl soll sie einem mutmaßlichen Mitarbeiter eines chinesischen Geheimdienstes wiederholt Informationen zu Flügen, Fracht und Passagieren des Flughafens Halle/Leipzig übermittelt haben. Dies soll insbesondere Informationen über den Transport von Rüstungsgütern sowie Personen mit Verbindungen zu einem deutschen Rüstungsunternehmen umfasst haben. Medienberichten zufolge soll es sich bei dem mutmaßlichen Spion um einen ehemaligen Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah handeln.


Foto: Marco Buschmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wehrbeauftragte sieht kaum Ressourcen für mögliche Nahost-Mission

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, sieht kaum freie Ressourcen für eine Beteiligung deutscher Soldaten an einer möglichen Nahost-Friedenstruppe. „Ich will losgelöst von der politischen Entscheidung über eine Friedensmission deutlich sagen, dass unsere Bundeswehr einen solchen Einsatz aktuell kaum leisten könnte“, sagte Högl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Unsere Bundeswehr ist jetzt schon am Rande dessen, was machbar ist.“

Högl reagierte damit auf aktuelle Äußerungen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Diese hatte in einem Interview gesagt, dass Deutschland bereit sei, sich im Falle eines Friedenschlusses im Nahen Osten an internationalen Sicherheitsgarantien für Israel und die Palästinenser zu beteiligen. Auch die Beteiligung an einer Gaza-Schutztruppe hält Baerbock für möglich.

Högl hob dagegen die aktuellen Herausforderungen der Bundeswehr hervor. Die Soldaten seien international in mehreren Missionen unterwegs, so die Wehrbeauftragte. „Zugleich baut das Heer in einem riesigen Kraftakt derzeit die Brigade in Litauen auf.“

Für einen Einsatz der Bundeswehr im Rahmen einer Gaza-Friedensmission brauche es eine Anfrage einer internationalen Organisation oder etwa der israelischen Regierung, sagte Högl. „Bisher gibt es diese meiner Kenntnis nach nicht.“


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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G7 wollen "Kosten für Russlands unrechtmäßigen Krieg" steigern

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Protest vor der russischen Botschaft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die G7-Außenminister wollen die Kosten für Russland im Ukrainekrieg steigen. „Wir bleiben in unserer politischen, militärischen, finanziellen, wirtschaftlichen und humanitären Unterstützung für die Ukraine und ihre rechtmäßige Verteidigung gegen Russlands umfassende Invasion ebenso unerschütterlich wie in unserem Bekenntnis dazu, die Kosten für Russlands unrechtmäßigen Krieg weiter in die Höhe zu treiben“, schreiben die Außenminister in einer gemeinsamen Erklärung.

Man wolle so „dazu beitragen, die geeigneten Voraussetzungen für einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden im Einklang mit den Grundsätzen der VN-Charta zu schaffen“. Die Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Japans, Kanadas und der Vereinigten Staaten von Amerika nannten als Ziel, die „uneingeschränkte Achtung der regelbasierten internationalen Ordnung wiederherzustellen“.

Der Angriffskrieg könne sofort enden, wenn Russland seine Streitkräfte „unverzüglich, vollständig und bedingungslos aus dem gesamten ukrainischen Hoheitsgebiet hinter seine international anerkannten Grenzen zurückzieht, seine Ansprüche auf die Annexion der Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja sowie der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol zurücknimmt und die souveränen Rechte der Ukraine als unabhängige Nation achtet“, so die Außenminister bedeutender westlicher Industriestaaten.


Foto: Protest vor der russischen Botschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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ecoplanet gewinnt European Pitch Contest

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ecoplanet wird auf der Hauptbühne der Bits & Pretzels als Sieger ausgezeichnet

European Pitch Contest 2024 – ecoplanet wird auf der Hauptbühne der Bits & Pretzels als Sieger ausgezeichnet

Der European Pitch Contest 2024, einer der wichtigsten europäischen Startup-Wettbewerbe, hat einen Gewinner. Auf der Main Stage des renommierten Startup-Festivals Bits & Pretzels triumphierte das Münchener Unternehmen und sicherte sich den begehrten Titel des European Pitch Champion. „Mit zahlreichen Bewerbungen aus über 30 Ländern war die Teilnahme internationaler als je zuvor” verkündet Andy Bruckschloegl, Co-Founder der Bits & Pretzels. ecoplanet setze sich vor der renommierten Jury, darunter Andreas Etten, Founding Partner bei der 10x Group und Tina Dreimann, Founder und Managing Director von better ventures, gegen eine hochklassige, internationale Konkurrenz durch.

63 Startups – eine goldene Brezel

Der European Pitch Contest hat sich als Sprungbrett für die vielversprechendsten Startups Europas etabliert. Bewerberinnen und Bewerber aus 30 Ländern traten in drei spannenden Wettbewerbsphasen gegeneinander an, um sich die begehrte goldene Brezel zu sichern. Eine hochkarätige Jury aus internationalen Investor*innen wählte im Vorfeld die 63 innovativsten Startups aus, die ihre Geschäftsmodelle live präsentieren durften. Der Wettbewerb erreichte seinen glanzvollen Höhepunkt mit der feierlichen Siegerehrung auf der Bits & Pretzels Hauptbühne. Eine besondere Herausforderung in diesem Jahr: Im Finale war nur eine einzige Slide zur visuellen Unterstützung erlaubt – es zählten vor allem die Inhalte und die Überzeugungskraft der Gründer*innen.

Der Weg zum Sieg: Drei Phasen bis zum Titel des European Pitch Champion

In den thematisch sortierten Vorrunden hatten die Startups drei Minuten Zeit, um ihre Ideen in einem prägnanten Pitch zu präsentieren, gefolgt von einer kurzen Fragerunde der Jury. „Nur die überzeugendsten Teams zogen in die Playoffs ein, wo sie sich in spannenden Duellen um den Einzug ins große Finale behaupten mussten”, erklärt Bernd Storm van’s Gravesande, ebenfalls Co-Founder des Startup-Festivals. Auf der beeindruckenden Main Stage der Bits & Pretzels, auf der bereits inspirierende Speaker wie Michelle und Barack Obama, Jessica Alba oder auch Arnold Schwarzenegger auftraten, fand der Wettbewerb seinen Höhepunkt in einem packenden Finale. Die internationalen Top-Startups traten ein letztes Mal vor die hochkarätige Jury, die nach intensiver Beratung den Sieger kürte: ecoplanet, eine B2B Energy Software, wurde zum European Pitch Champion 2024.

ecoplanet: Der European Pitch Champion 2024

Statt der ursprünglich geplanten drei Finalist*innen zogen durch den Einsatz einer Wildcard der Jury vier vielversprechende Startups ins Finale ein: Clearly, ecoLocked, ecoplanet und Futurail. Maximilian Dekorsy, Gründer von ecoplanet, setzte sich als Sieger durch: „Es ist eine unglaubliche Ehre, diesen Titel zu gewinnen. Der European Pitch Contest auf der Bits & Pretzels war eine riesige Herausforderung, aber auch eine einmalige Gelegenheit. Uns war es insbesondere wichtig, eine möglichst große Anzahl an Personen für unser Thema und unser Unternehmen zu sensibilisieren – das haben wir geschafft!“, erklärt er stolz hinter der Bühne. ecoplanet ist ein in München ansässiges B2B-Energie-SaaS-Unternehmen mit über 35 Mitarbeitenden. Derzeit betreut es mehr als 2.000 Standorte und verwaltet dabei einen Gesamtenergieverbrauch von über 1,5 TWh. Gegründet im Jahr 2022, hat ecoplanet zahlreiche Investoren angezogen, darunter HV Capital und mehrere Business Angels.

Felix Haas, dritter im Bunde des Gründertrios der Bits & Pretzels, fasst zusammen: „Der European Pitch Contest 2024 hat erneut gezeigt, dass Europa voller Innovationen steckt. Die Qualität der präsentierten Geschäftsideen ist beeindruckend und wir freuen uns, ecoplanet als Sieger auszeichnen zu dürfen. Der heutige Tag hat einmal mehr bewiesen, dass der Wettbewerb eine wichtige Plattform darstellt, um europäischen Gründerinnen und Gründern eine Bühne zu geben und Talente zu fördern.“

Bild European Pitch Contest 2024 Sieger ecoplanet (c) Bits & Pretzels

Quelle PIABO Communications

Wie wahrscheinlich ist eine Rezession wirklich?

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rezession marc büttel

Obwohl die US-Zentralbank (Fed) vor einigen Tagen den Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt hat, bleibt die Rezessionsangst bestehen. Grund dafür sind vereinzelt enttäuschende Wirtschaftsdaten sowie eine sich vorsichtig eintrübende Wirtschaftsstimmung. Dies ist für die Unsicherheit bei vielen Menschen verantwortlich. Doch wie wahrscheinlich ist eine Rezession wirklich? Chefanalyst von The Investment Club, Marc Büttel, weiß die Antwort darauf. Er kennt die Märkte und gibt eine Einschätzung, ob wir uns wirklich auf eine Rezession einstellen sollten oder ob die Sorgen unbegründet sind.

Aktuelle Marktlage: Positive Signale trotz Abkühlung

Aktuell zeigt der US-Aktienmarkt trotz der allgemeinen Unsicherheit weiterhin positive Entwicklungen. Der S&P 500 ist im bisherigen Jahr um 20 % gestiegen, während der NASDAQ 100 ein Plus von 19 % verzeichnet​. Trotz der üblichen saisonalen Volatilität im September und Oktober, die durch Unsicherheiten im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen verstärkt wird, bleibt das Marktumfeld stabil.

Wesentliche Faktoren, die für eine Fortsetzung des Aufschwungs sprechen, sind:

Die Inflation ist weiter rückläufig und bereits von 9,1 % auf 2,6 % gefallen.
Die Federal Reserve (Fed) hat die Zinssätze gesenkt, was den Konsum und die Unternehmensausgaben unterstützt.
Das Wirtschaftswachstum kühlt sich ab, ohne jedoch bisher in eine Rezession abzugleiten – ein klassisches Soft Landing​.
Die Wirtschaftslage bleibt also trotz der Volatilität stabil, die durch Faktoren wie geopolitische Spannungen und Inflationssorgen ausgelöst wird. Es wird erwartet, dass sich die Inflation weiter beruhigt und die Unternehmen ihre robusten Gewinne auch bis Ende des Jahres fortsetzen können.

Soft Landing statt Rezession: Abkühlung in gesundem Rahmen

Die Fed hat im Jahr 2024 mit Zinssenkungen begonnen, nachdem sie in den letzten Jahren die Zinsen drastisch angehoben hatte, um die Inflation zu kontrollieren. Dies wird allgemein als Schritt hin zu einem Soft Landing angesehen. Historisch betrachtet unterstützt eine solche Zinssenkung den Konsum und die Unternehmensausgaben, da die Kreditkosten sinken. Die Fed bleibt zwar vorsichtig, aber hat einen soliden Rahmen geschaffen, der die US-Wirtschaft stabilisiert.

Was bedeutet ein Soft Landing?

Ein Soft Landing beschreibt eine Phase, in der das Wirtschaftswachstum verlangsamt wird, um Überhitzung und Inflation zu vermeiden, ohne jedoch in eine Rezession zu münden. Die aktuellen Maßnahmen der Fed sowie die stabilen Wirtschaftsdaten deuten darauf hin, dass dieses Szenario derzeit am wahrscheinlichsten ist. Insbesondere die Kombination aus sinkender Inflation und einer schrittweisen Normalisierung der Zinsen stärkt den Konsum und die Unternehmensgewinne.

Der Arbeitsmarkt: Stabil, aber vorsichtig

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der gegen eine Rezession spricht, ist die Stabilität des Arbeitsmarktes. Zwar gibt es Anzeichen einer Abkühlung – die Schaffung von 142.000 neuen Stellen im August lag unter den Erwartungen – doch die Arbeitslosenquote sank gleichzeitig von 4,3 % auf 4,2 %. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es keine massiven Entlassungen gibt, sondern eher eine vorsichtige Haltung bei Neueinstellungen​.

Wichtige Erkenntnisse zum Arbeitsmarkt:

Die Arbeitslosenquote liegt deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 5,7 %.
Die Unternehmen stellen zwar langsamer neue Mitarbeiter ein, entlassen jedoch nicht in großem Umfang, was zeigt, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt.
Trotz der leichten Verlangsamung bleibt der Arbeitsmarkt widerstandsfähig, was die Bedenken vor einer Rezession weiter mindert. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in Schlüsselsektoren weiterhin stabil und die Unternehmen profitieren von den sinkenden Lohnstückkosten.

Risiken und Herausforderungen

Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Rezession gering ist, gibt es einige Risiken, die beobachtet werden sollten. Die wirtschaftliche Schwäche in China, die geopolitischen Spannungen und mögliche negative Auswirkungen auf die globalen Lieferketten könnten die Märkte belasten. Der Ölpreis ist auf ein Jahrestief von 68 USD pro Barrel gefallen, was auf eine Nachfrageschwäche hindeuten könnte​.

Fazit: Keine Rezessionsgefahr in Sicht

Die aktuellen Wirtschaftsdaten und Marktentwicklungen deuten darauf hin, dass eine Rezession in den kommenden Monaten unwahrscheinlich ist. Die Wirtschaft befindet sich in einem Soft Landing, in dem das Wachstum sich zwar verlangsamt, aber stabil bleibt. Die Federal Reserve hat durch die letzte Zinssenkung den Grundstein für eine sanfte wirtschaftliche Anpassung gelegt, die sowohl den Konsum als auch die Unternehmensinvestitionen unterstützt.

Der Arbeitsmarkt zeigt ebenfalls keine Anzeichen einer Krise, und die Inflation ist weitgehend unter Kontrolle. Auch wenn einige Risiken und Herausforderungen bestehen, wie etwa geopolitische Spannungen und mögliche Nachfrageschwächen, bleibt das wirtschaftliche Umfeld robust.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession gering ist. Die wirtschaftliche Abkühlung erfolgt in einem kontrollierten Rahmen, was darauf hindeutet, dass die Märkte in den kommenden Monaten weiter stabil bleiben dürften.

Bildcredits privat

Autor: Marc Büttel ist Chefanalyst von The Investment Club. Der Club hat über 1500 Mitglieder und beschäftigt sich mit der Total Return Investment Strategie, Vermögensschutz und Aufbau. https://theinvestmentclub.eu/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.