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Autor Martin Walker kritisiert häufige Bahn-Verspätungen

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Martin Walker (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Martin Walker, Autor der Bruno-Krimis, hat die häufigen Verspätungen der Deutschen Bahn kritisiert. „Ich hatte mir das Autorenleben ruhig und behaglich vorgestellt, es bringt aber ziemlich viel Reisen mit sich“, sagte der gebürtige Schotte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). „Und was ich dabei immer ermüdender finde, ist die Deutsche Bahn.“

Als er mit den Lesereisen angefangen habe, sei die Deutsche Bahn pünktlich gewesen. Heute sei jedoch „jeder Deutsche-Bahn-Zug“ zu spät, so Walker. „Sie sind inzwischen genauso schlimm wie britische Bahnen. Ich komme zu spät zu Terminen – wegen der Bahn.“

Der in Frankreich lebende Schriftsteller schwört auf deutsches Fastfood. „I like my Bratwurst“, sagte er. „Wenn ich nach Hannover komme, gehe ich im Hauptbahnhof immer in denselben Laden, der auf der einen Seite Brot und auf der anderen Wurst verkauft, unter anderem eine sehr gute, sehr lange Bratwurst“, sagte der Autor, der neben seinen kulinarischen Krimis auch schon ein Kochbuch veröffentlicht hat. „Die esse ich immer, sogar, wenn ich nur umsteige. Eine wirklich sehr gute Wurst. Der wahre Geschmack Deutschlands.“


Foto: Martin Walker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Studie: Interesse der Jugendlichen an Klimawandel etwas gesunken

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Vier junge Leute auf einer Treppe (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – 47 Prozent der Jugendlichen halten das Thema Klimawandel für „sehr wichtig“. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse Barmer hervor, für die im September und Oktober des Vorjahres bundesweit rund 2.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden und über die die „Welt“ berichtet.

Verglichen mit der Befragung aus dem Jahr 2022 hat dieser Wert um vier Prozentpunkte abgenommen. Gegenüber der Studie aus 2021 ergibt sich ein Rückgang um zwölf Prozentpunkte.

„Höhere bis hohe“ Wichtigkeit räumen dem Thema aktuell rund 62 Prozent der befragten Jugendlichen ein. Auch dieser Wert hat abgenommen. Im Jahr 2022 lag er bei 66 Prozent.

Leicht zurückgegangen ist laut der Studie auch die Angst der Jugendlichen vor den Folgen des Klimawandels. So gaben 36 Prozent der befragten Jugendlichen an, „große Angst“ vor dem Klimawandel zu haben. Im Jahr 2022 lag dieser Wert bei 37 Prozent, 2021 bei 39 Prozent. 27 Prozent der Befragten gaben an, „eher Angst“ vor der Klimawandel zu haben. Die starken Ängste sind dabei bei formal Hochgebildeten deutlich ausgeprägter als bei formal Niedriggebildeten.

An oberster Stelle der konkreten Ängste vor den Folgen des Klimawandels rangiert unter Jugendlichen die Zunahme von extremen Wetterphänomen wie Hitze, Dürren, Starkregen oder Stürme. 56 Prozent der Befragten gaben an, sich vor diesen Folgen mitunter am meisten zu fürchten. Dieser Wert hat sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert und lag im Jahr 2022 sowie 2021 bei 55 Prozent.

Am zweithäufigsten fürchten Jugendliche aufgrund des Klimawandels den Verlust von Lebensraum für Tiere und Menschen. 45 Prozent der Befragten gaben an, sich davor mitunter am meisten zu fürchten. Auf Platz drei liegt die Angst vor dem Anstieg des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der Polkappen.

Bei der Frage, welche konkreten Maßnahmen die Befragten gegen den Klimawandel umzusetzen bereit wären, zeigt die Studie unterschiedliche Ergebnisse. So wären 87 Prozent der befragten Jugendlichen „bestimmt“ oder „eher“ bereit, Verpackungen zu vermeiden.

Ebenfalls sehr hoch ist die Bereitschaft zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, um zur Schule, Arbeit oder Ausbildungsstätte zu gelangen. 84 Prozent wären dazu entweder „bestimmt“ oder „eher“ dazu bereit. Das entspricht einem Rückgang von zwei Prozentpunkten gegenüber 2022. Dagegen äußern mehr Jugendliche als 2022 die Bereitschaft, das Rad als Transportmittel zur Schule oder Arbeit zu nutzen.

Auch bei den Themen Duschen und Heizen zeigen Jugendliche weiterhin hohe Verzichtbereitschaft – wenngleich mit abnehmender Tendenz gegenüber dem Jahr 2022. Weniger heizen könnten sich demnach 66 Prozent der Befragten „bestimmt“ oder „eher“ vorstellen. 2022 stimmten dieser Maßnahme noch 74 Prozent zu.


Foto: Vier junge Leute auf einer Treppe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union will Bundestag zur "cannabisfreien Zone" machen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union fordert Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) auf, den Deutschen Bundestag zur „cannabisfreien Zone“ zu machen.

Parlamentsgeschäftsführer Patrick Schnieder (CDU) sagte der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe): „Das Cannabisverbot muss dann ausgeweitet werden – im Bundestag gehören auch keine Haschkekse auf den Tisch.“ Schnieder ergänzte: „Der Bundestag muss zur cannabisfreien Zone erklärt werden.“ Im Ältestenrat habe die Union dies bereits gefordert. „Die Bundestagspräsidentin muss das im Hausrecht jetzt schnell regeln“, sagte Schnieder.

Derzeit besteht laut Bundestagsverwaltung in den Liegenschaften ein Rauchverbot. Außerhalb, etwa in den Innenhöfen, gilt das aber nicht. „Ich mag mir nicht ausmalen, was die Bürger denken werden, wenn hier Joints geraucht werden“, sagte Schnieder.

Wie die „Rheinische Post“ weiter berichtet, bleibt auch nach der Teilfreigabe von Cannabis den Beamten und Angestellten im Kanzleramt und den Ministerien das Kiffen untersagt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage hervor, über die die Zeitung berichtet. Dem Konsum von berauschenden „oder das Bewusstsein beeinflussenden Substanzen am Arbeitsplatz – dazu gehört auch der Konsum von Cannabisprodukten“ werde weiterhin durch eine Vielzahl von rechtlichen Regelungen entgegengewirkt, heißt es darin.


Foto: „Smoke-in“ vor dem Brandenburger Tor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Botschafterin Gutmann lobt deutsche Ukraine-Hilfe

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Amy Gutmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die scheidende US-Botschafterin Amy Gutmann hat die Unterstützung der Ukraine durch Deutschland gelobt. „Deutschland hat seine demokratische Reifeprüfung bestanden“, sagte die US-Diplomatin der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Es gibt nach den USA die meiste Hilfe für die Ukraine und nimmt mehr als eine Million Flüchtlinge auf.“

Sie sei „froh und stolz, dass die Vereinigten Staaten einen solch starken Verbündeten haben“, sagte die Botschafterin. „Und die Deutschen sollten stolz auf ihr Engagement für die Ukraine sein.“

Gutmann lobte auch das Engagement von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). „Kanzler Scholz hat sein Wort gegeben, dass er die Ukraine nach allen Kräften unterstützt. Und dieses Wort hat er gehalten“, sagte die frühere Präsidentin der US-Universität von Pennsylvania. „Dazu kommt seine persönliche Freundschaft zu US-Präsident Joe Biden. Beide sind sich völlig einig, alles für die Ukraine zu tun, was notwendig ist. Aber sie stimmen auch darin überein, die Risiken zu begrenzen und eine Eskalation zu vermeiden.“

Die Demokratie in Deutschland hält die Diplomatin, deren jüdischer Vater einst vor den Nazis floh, für stabil. „Ich fand es ermutigend, dass Millionen von Deutschen auf die Straße gegangen sind, um für die Demokratie zu demonstrieren. Meine Initiative `Stand Up – Speak Out` versteht sich als Teil dieser Bewegung“, sagte Gutmann.

Trotzdem gebe es in Deutschland und in anderen westlichen Ländern „eine Welle des Antisemitismus, aber auch der Ausgrenzung gegen Migranten oder gegen Menschen, die nicht heterosexuell sind“, so Gutmann. „Das ist furchtbar. Dagegen müssen wir kämpfen.“

Auf die Frage, wann die erste Frau US-Präsidentin würde, sagte die Botschafterin: „So bald wie möglich.“


Foto: Amy Gutmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union kritisiert Pistorius und Lindner für Streit um Litauen-Brigade

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Johann Wadephul (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) sieht im Ringen um den Wehretat und die Finanzierung der geplanten Litauen-Brigade Versäumnisse bei Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP). „Verteidigungsminister Boris Pistorius hat vor einem Jahr die Idee zur Stationierung einer Brigade in Litauen ohne vorherige Rücksprachen mit den Spezialisten seines Hauses quasi aus der Hüfte geschossen“, sagte Wadephul der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Das rächt sich jetzt, denn ohne jede Vorbereitung ein solches Projekt zu beginnen, führt entweder ins Scheitern oder aber die Brigade bringt die gesamte bisherige personelle, materielle und finanzielle Planung der Bundeswehr in Unordnung.“

Lindner beschwöre zwar gerne die großen geopolitischen Zusammenhänge und generiere sich als Freund der Bundeswehr. „Doch wenn es hart auf hart, wenn es auf Euro und Cent ankommt, ist auf ihn in Fragen der Bundeswehr nicht zu hoffen. Das ist dramatisch für die Bundeswehr, zumal die Frage der Finanzierung des zusätzlichen Materials der Litauen-Brigade im geschätzten Umfang von sechs Milliarden Euro noch gar nicht zur Debatte steht“, sagte der Verteidigungspolitiker.

Es bestehe „Grund zu allergrößter Sorge, dass die Ampel, zerrissen von politischen Egoismen und zunehmender Unfähigkeit zur Zusammenarbeit, die Zeitenwende sang- und klanglos abwürgt“, so Wadephul.


Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SoVD kritisiert Schnitzers Rentenvorschläge

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Strand (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die Rentenvorschläge der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer scharf kritisiert. „Dass die Chefin der Wirtschaftsweisen und die FDP die Abschaffung der Rente nach 45 Jahren fordern, zeugt von mangelndem Respekt vor der Lebensleistung der Generation, die unter anderem die wirtschaftliche Stärke Deutschlands erarbeitet hat“, sagte SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe).

Während die FDP die Abschaffung der „Rente mit 63“ fordert, möchte Schnitzer sie auf Geringverdiener beschränken. Zudem sollten Rentenerhöhungen Schnitzers Meinung nach an die Inflation statt an das Lohnniveau gekoppelt werden.

SoVD-Verbandschefin Engelmeier hält die Koppelung an das Lohnniveau für ein wichtiges Element der Existenzsicherung im Alter. „Diese gerade in diesen für viele so unsicheren Krisenzeiten infrage zu stellen, lässt die notwendige Sensibilität für die Situation vieler Menschen vermissen“, kritisierte Engelmeier. Vor diesem Hintergrund lud die SoVD-Vorstandsvorsitzende sowohl Wirtschaftsweise Schnitzer als auch FDP-Chef Lindner ein, „sich in unserer Sozialberatung ein Bild von der Lebenswirklichkeit der Menschen zu machen“.

Der Verband sprach sich dafür aus, dafür zu sorgen, „dass die Menschen im Alter über ausreichend hohe Renten verfügen“. Dafür müsse man „Wege finden, um insbesondere die Vermögenden an der Finanzierung zu beteiligen“, sagte Engelmeier. „Denn meist beruht der Reichtum der einen auf dem Elend der anderen.“


Foto: Strand (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Steuereinnahmen holen im April auf

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Finanzministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern haben im April deutlich aufgeholt. Insgesamt fielen sie um knapp 8 Prozent höher aus als im April des Vorjahres, heißt es im neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums, der am Freitagmorgen veröffentlicht wird.

Mit einem Einnahmen-Plus von 2,9 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres rückt damit auch das fürs Gesamtjahr 2024 in der neuesten Steuerschätzung erwartete Zulegen um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr immerhin in greifbare Nähe, auch wenn die Zuwächse dafür in den kommenden Monaten noch weiter aufdrehen müssen.

Die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge wiesen im April einen auffallend starken Anstieg auf und setzten damit die Entwicklung der vergangenen Monate fort. Merkliche Zuwächse waren auch bei den Einnahmen aus den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag und den Steuern vom Umsatz zu verzeichnen. Die Lohnsteuer verzeichnete ebenfalls ein Plus, allerdings in wesentlich moderaterem Umfang.

Deutlich im Minus gegenüber dem April 2023 lagen dagegen die Einnahmen insbesondere aus der Körperschaftsteuer sowie aus der veranlagten Einkommensteuer, heißt es im Monatsbericht aus dem Finanzministerium.


Foto: Finanzministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesliga: Düsseldorf schlägt Bochum in Relegations-Hinspiel

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Philipp Hofmann (VfL Bochum) (Archiv), via dts NachrichtenagenturBochum (dts Nachrichtenagentur) – In der Relegation zur Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf das Hinspiel gegen den VfL Bochum 3:0 gewonnen.

Auch wenn Bochum stets aktiv blieb, war Düsseldorf die deutlich gefährlichere Mannschaft. Bereits in der 13. Minute ging der Zweitligist in Führung, weil eine Ecke von Christos Tzolis zu einem Eigentor von Philipp Hofmann führte. Für Düsseldorf erhöhte Felix Klaus in der 64. Minute und Yannik Engelhardt traf in der 72. Minute das 3:0.

Die Rückrunde ist für den 27. Mai geplant.


Foto: Philipp Hofmann (VfL Bochum) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen lassen kräftig nach – Konjunkturdaten stärken Zinsängste

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Donnerstag kräftig nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 39.035 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.265 Punkten 0,7 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 18.623 Punkten 0,4 Prozent im Minus.

Die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Chip-Entwickler Nvidia übertrafen die hohen Hoffnungen von Anlegern zwar erneut, doch die Euphorie über Künstliche Intelligenz (KI) hatte am Donnerstag letztlich ein geringeres Gewicht als die neu angefachten Zinsängste der Marktteilnehmer: Denn die US-Wirtschaftsleistung ist einem Index des US-Finanzdienstleisters S&P zufolge auf ein Zwei-Jahres-Hoch angekommen. Das könnte es der US-Zentralbank Federal Reserve erleichtern, im Kampf gegen die Inflation den Leitzins länger auf einem hohen Niveau zu lassen oder ihn – wie zuletzt diskutiert – weiter zu erhöhen. Denn Ängste, der hohe Leitzins könne die Wirtschaftsleistung abwürgen, bewahrheiten sich bislang in den USA kaum.

Unterdessen war europäische Gemeinschaftswährung am Donnerstagabend etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0809 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9252 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Abend wurden für eine Feinunze 2.331 US-Dollar gezahlt (-2,0 Prozent). Das entspricht einem Preis von 69,34 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 81,35 US-Dollar, das waren 55 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Weber hält AfD-Rauswurf für "zu spätes Warnsignal"

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Manfred Weber (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), sieht im Ausschluss der AfD-Europaabgeordneten aus der rechten ID-Fraktion ein „Warnsignal“, das „allerdings viel zu spät gekommen“ sei. „Wenn jetzt europaweit selbst bei den Radikalen verstanden wird, dass die die AfD die Radikalsten unter den Radikalen sind“, dann hoffe er, dass das auch die Wähler erkennen und „bei der anstehenden Europawahl ihre Schlüsse draus ziehen“, sagte er der „Mediengruppe Bayern“ (Freitagsausgabe).

Sein Kreuz bei der AfD zu machen sei kein Protest, „sondern eine brandgefährliche Wahl“, so Weber weiter. „Wer die europäische Integration ablehnt und den Dexit will, der gefährdet Hunderttausende von Arbeitsplätzen, Wohlstand und den Frieden in Europa.“

Als „geradezu lächerlich“ bezeichnete es Weber zudem, dass der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Maximilian Krah, zwar ankündige, den AfD-Bundesvorstand einen Monat früher zu verlassen, gleichzeitig aber Spitzenkandidat bleibe. „Wer im Bundesvorstand nicht mitarbeiten kann, kann erst recht nicht im Europäischen Parlament mitarbeiten“, sagte Weber. Die Erwartungshaltung sei deshalb, dass Krah „jetzt klar ankündigt, dass er sein Mandat nicht annimmt und sich komplett zurückzieht“.

Den Parteien, die im Europaparlament jetzt die AfD aus der gemeinsamen Rechtsaußen-Fraktion „Identität und Demokratie“ (ID) geworfen haben, etwa der italienischen Lega oder der französischen Rassemblement National, warf Weber vor, zuvor mitgeholfen zu haben, die AfD überhaupt erst stark zu machen. „Es ist ja gut, wenn Matteo Salvini und Marine Le Pen Konsequenzen ziehen. Glaubwürdig ist das aber nicht“, sagte Weber. „Genau diese Parteien haben jahrelang die AfD mit aufgebaut und stark gemacht.“ Sie hätten der AfD Plattformen gegeben und sie in ihre Arbeit miteingebunden.

„Jetzt, so kurz vor der Wahl die Reißleine zu ziehen, kommt viel spät.“ Sie müssten sich vorhalten lassen, „einen Beitrag geleistet zu haben, dass diese Nazi-Partei überhaupt erst so stark wurde“ so Weber. „Außerdem sind andere Parteien in der ID ebenfalls toxisch, etwa aufgrund ihrer Putin-Nähe oder ihres Ziels, Europa auszuhöhlen.“

Krah hatte bereits 2023 in einem Buch eine andere Definition der Menschenwürde gefordert. Die Debatte über den AfD-Spitzenkandidaten kam allerdings erst durch mögliche Zahlungen aus Russland, Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Spion unter seinen Mitarbeitern und Äußerungen über die nationalsozialistische Organisation SS in Fahrt. „Ich werde nie sagen, dass jeder, der eine SS-Uniform trug, automatisch ein Verbrecher war“, wurde Krah aus einem Interview mit der italienischen Zeitung „La Repubblica“ vom Wochenende zitiert.

In den Verantwortungsbereich der SS, die Buchstaben stehen für „Schutzstaffel“, fielen ab 1934 der Betrieb und die Verwaltung von Konzentrationslagern und ab 1941 auch von Vernichtungslagern. Sie war sowohl an der Planung wie an der Durchführung des Holocausts und anderer Völkermorde vorrangig beteiligt.


Foto: Manfred Weber (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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